OpenCandy Virus entfernen

OpenCandy entfernen

Unter den Millionen von Adware-Programmen, die täglich über das Internet verbreitet werden, gehört OpenCandy zu den bekanntesten Vertretern. Ursprünglich wurde das Tool entwickelt, um die Installationsassistenten von kostenloser Software mit anderen Anwendungen zu bündeln. Anlass für die Entwicklung war dabei eine Kooperation zwischen dem damals sehr beliebten Videocodec DivX und dem Suchmaschinenanbieter Yahoo!. ​Nutzer, die DivX auf ihrem System installierten, erhielten über den Installationsassistenten gleichzeitig die Yahoo!-Toolbar.

Nachdem die Entwickler von OpenCandy für diese mangelnde Transparenz heftig kritisiert wurden, befindet sich heute eine entsprechende Auswahloption in den Installationsassistenten. Der Nutzer muss der Installation zusätzlicher Software jedoch explizit widersprechen, indem er das entsprechende Häkchen entfernt.

Mittlerweile nutzen viele kostenlose Programme OpenCandy. Dabei scannt das Tool den Computer des Users und schlägt ihm eine passende Zusatzanwendung zur gewählten Software vor. Bei OpenCandy handelt es sich also um klassische Adware, die den Nutzer zwar ausspioniert und ihm ungefragt Produkte empfiehlt, jedoch keinen direkten Schaden am Computer anrichtet.

Adware
OpenCandy zählt zu den bekanntesten Adware-Programmen.

Trittbrettfahrer von OpenCandy

Neben der Normalversion dieses lästigen, aber harmlosen Programms gibt es mittlerweile jedoch auch viele Viren, Trojaner und andere Schadsoftware, die sich als OpenCandy tarnen und tatsächlich aber hochgefährlich sind. Diese Trittbrettfahrer werden meist über unseriöse Webseiten, Tauschportale und illegal heruntergeladene Dateien verbreitet. Um vollständig vor allen OpenCandy-Varianten geschützt zu sein, muss neben der Entfernung der Adware also auch ein regelmäßiger Virenscan durchgeführt werden.

Schritt 1: OpenCandy Adware entfernen

  • Die klassische OpenCandy-Anwendung lässt sich in der Regel leicht vom Computer entfernen. Dazu wird in der Systemsteuerung die Liste der installierten Programme aufgerufen. Mit einem Klick auf die Tabellenspalte "Name" können die Programme alphabetisch sortiert werden. Nun wählt der Nutzer den Eintrag OpenCandy aus. Nach einem Rechtsklick auf das Programm erscheint ein Befehl zum Entfernen, der bestätigt werden muss.
  • OpenCandy sollte nun vom Computer entfernt worden sein. Zur Sicherheit empfiehlt sich jedoch ein zusätzlicher Festplattenscan mit einem kostenlosen Anti-Malware-Tool wie "AdwCleaner". Schutzprogramme dieser Art erkennen oft auch Adware, die von Virenscannern übersehen wird.

Schritt 2: OpenCandy-Trojaner suchen und entfernen

Verursacht ein Prozess mit dem Namen "OpenCandy" Probleme auf dem Rechner, der sich durch Schritt 1 nicht beseitigen lässt, handelt es sich sehr wahrscheinlich um den gleichnamigen Trojaner. Da dieser recht bekannt ist, sollte ein moderner Virenscanner keine Mühe haben, ihn zu erkennen.

  • Wenn bereits ein Virenscanner installiert ist, genügt in der Regel eine vollständige Systemüberprüfung, um OpenCandy zu erkennen und in die Quarantäne zu verschieben. Von dort kann der Trojaner dann manuell oder automatisch gelöscht werden.
  • Sollte kein Virenscanner installiert sein, muss dies dringend nachgeholt werden. Auch kostenlose Anti-Malware-Programme bieten zuverlässige Sicherheit, ein ungeschützter Rechner ist dagegen ein enormes Risiko für Privatsphäre und sensible Daten wie Passwörter und PIN-Nummern beim Online-Banking.
  • Der Echtzeitschutz des Virenscanners sollte aktiviert werden. Dadurch wird der Computer zwar minimal verlangsamt, ist dann aber stets mit einem reaktionsschnellen Schutz gegen sämtliche Gefahren aus dem Internet ausgestattet.

Schritt 3: OpenCandy aus Firefox entfernen

Sollte es beim Surfen im Internet weiterhin Probleme geben, dann lohnt sich ein Blick in die Add-On-Liste des Browsers.

  • Im Firefox führt die Tastenkombination Alt und X und der Klick auf den Menüpunkt "Add-Ons" schnell zu den Add-Ons.
  • Auch hier gilt es, OpenCandy zu finden.
  • Ein Klick auf "Entfernen" löscht die Anwendung aus dem Browser.
  • Am Ende sollte der Nutzer sicherheitshalber seine persönliche Startseite noch einmal neu abspeichern.

Dass diese Schritte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden sollten, ist natürlich selbstverständlich.