Casual-Dating

Die besten Casual-Dating-Anbieter im Vergleich

Laura Voigt
Platz Produkt Bewertung
1 JOYclub 4,85
2 LOVEPOINT 4,14
3 Secret 4,14
4 C-Date 4,03
5 First Affair 3,70
6 AdultFriendFinder 3,36
7 Ashley Madison 3,30

Datingpotential

Anmeldung, Features und Bedienung

Sicherheit und Zahlung

Hilfe und Support

Erotische Fantasien ausleben

    Das Wichtigste in Kürze
  • Auf Casual-Dating-Portalen können sich Mitglieder zwanglos nach Sexpartnern umschauen, ungehemmt flirten oder sich zu One-Night-Stands verabreden.
  • Ob frisch getrennt oder schlichtweg gelangweilt – Es sind vor allem Reize wie Neugier und Abenteuerlust, die Interessenten anziehen.
  • Da Nutzer hier auf Gleichgesinnte treffen, können sie ihre Vorlieben ohne jegliche Hemmungen und Verpflichtungen frei ausleben.
  • Von kostenlosen Flirt-Plattformen über hochwertige Erotikportale bis hin zur Seitensprung-Agentur findet sich für jeden Suchenden das richtige Dating-Format.

Unsere Testsieger

Mit einem großen Vorsprung ist JOYclub der Testsieger in unserem Vergleich der Casual-Dating-Portale. Die insgesamt 4,85 Punkte verdankt die Plattform vor allem ihrer üppigen Mitgliederzahl verbunden mit den qualitativ wie quantitativ überzeugenden Anfragen. Auf dem Erotikportal erhielten wir im Vergleich aller getesteten Anbieter mit Abstand die meisten Nachrichten. JOYclub zeichnet sich zudem durch eine bunte Mischung an seriösen Mitgliedern aus, sodass jeder mühelose den passenden Sexpartner findet. Trotz der zahlreichen Features zeichnet sich das moderne Webdesign durch seine außerordentliche Benutzerfreundlichkeit aus. Das Besondere an der Datingplattform ist jedoch das Community-Gefühl, welches den zahlreichen Foren, Gruppen und Events entspringt. In puncto Sicherheit beziehungsweise Datenschutz überzeugt das Portal nicht nur mit einer verschlüsselten Zahlungsabwicklung, sondern auch mit individuellen Zugriffsrechten und einem hohen Jugendschutz.

Den zweiten Platz teilen sich mit insgesamt 4,14 Punkten LOVEPOINT mit seinem besonders hohen Leistungsumfang, einem wissenschaftlich fundierten Persönlichkeitstest und Niveau-Controlling sowie das geschmackvolle Erotikportal Secret, das insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Support punktet. Als einziger Anbieter lehnte die Plattform unser Fake-Profilbild ab und bescheinigte damit die manuelle Prüfung der Profile.

C-Date ergattert schließlich mit der größten Mitgliederanzahl, einem überdurchschnittlich hohen Niveau und einem schlichten Design die Bronzemedaille. Das Portal bietet jedoch keine Möglichkeiten für einen Schnellaustausch, sei es mit einem Nachrichten- oder Video-Chat. Die Kommunikation ist hier auf das Nötigste beschränkt; auf virtuelle Flirtmöglichkeiten oder Spiele – abgesehen von einem Matching-Spiel – verzichtet C-Date komplett.

1. Alles kann, nichts muss

Die Assoziation von Casual Dating mit anstößigen Webseiten, auf denen ausschließlich obszöne Männer oder Fake-Profile ihr Unwesen treiben, ist ein altmodisches Klischee und gehört unlängst der Vergangenheit an. Wer auf der Suche nach einer leidenschaftlichen Affäre oder einem Seitensprung ist, muss nicht mehr in den dunklen Ecken des Internets nach Gleichgesinnten suchen. Stattdessen sind einige Anbieter inzwischen sogar medial präsent und schalten ihre Werbung ganz offen im Tagesprogramm der TV-Sender. Obwohl sich das Image von Erotikportalen also grundlegend bis hin zur Salonfähigkeit gewandelt hat, sind manche Nutzergruppen beziehungsweise Erscheinungen niemals vollständig zu verbannen.

Auch in Deutschland ist Casual Dating kein Tabuthema mehr, sondern hat seine ganz eigenen Reize und trifft damit auf einen Zeitgeist. Wurde vor einigen Jahren noch hinter vorgehaltener Hand über offene Beziehungen oder gar vorehelichen Sex getuschelt, so akzeptiert die heutige liberale, offene Gesellschaft nicht mehr nur die Monogamie als einzig legitime Beziehungsform.

Mittlerweile wimmelt es im Internet vor Anbietern, die sich auf eine bestimmte Zielgruppe spezialisiert haben – seien es nun Singles auf der Suche nach lockeren, unverbindlichen Dates oder Vergebene auf der Suche nach einem diskreten Seitensprung. Heutzutage gibt es vielfältige Möglichkeiten, mit anderen körperlich in Kontakt zu treten, ohne eine feste Beziehung vorauszusetzen.

Verlieben verboten?

Der Begriff „Casual Dating“ leitet sich aus dem Englischen ab und steht für eine Beziehung ohne Verpflichtungen oder für Gelegenheitssex. Zu den gängigen sexuellen Aktivitäten außerhalb einer klassischen, monogamen Beziehung gehören unter anderem One-Night-Stands, Booty Calls und Freundschaft Plus:

Casual-Dating One-Night-Stand

One-Night-Stand

Unter einem One-Night-Stand versteht man ein einmaliges sexuelles Erlebnis ohne Interesse an einer festen Partnerschaft.
Booty Call Casual Dating

Booty Call

Ein Booty Call bezeichnet eine beständige sowie oftmals kurzfristige Verabredung zum Gelegenheitssex über ein Kommunikationsmedium.
Freundschaft Plus Casual Dating

Freundschaft Plus

Das Modell Freundschaft Plus, welches ebenfalls unter den Namen „Friends with Benefits“ oder „Freundschaft mit Vorteilen“ bekannt ist, verkörpert eine lockere Beziehungsform, bei der beide Parteien nicht nur befreundet, sondern auch sexuell involviert sind, ohne aber tatsächlich eine feste Beziehung miteinander zu führen.

Wer sich bei einem Casual-Dating-Portal anmeldet, ist gemeinhin an einem unverbindlichen Abenteuer oder einem heißen Flirt interessiert, möchte etwas Neues ausprobieren und seine Freiheit ausleben. Neben dem sexuellen Lustgewinn steht bei einem Großteil der Nutzer auch der Reiz von neuen Partnern und die damit einhergehende Steigerung des Selbstbewusstseins als Motiv dahinter.

Unverbindlichkeit trifft auf Intimität

Suchen Nutzer von Singlebörsen oder Partnervermittlungen erfahrungsgemäß nach einem passenden Deckel für das Leben, so gehen die meisten Mitglieder einer Casual-Dating-Plattform lockerer heran. Dabei muss es nicht immer zu einem Sextreffen oder einer Swinger-Party kommen, sondern es können sich auch tabulose, unverbindliche Bekanntschaften, Freundschaften oder sogar Liebe entwickeln, indem man sich Nachricht für Nachricht ein wenig näherkommt. Verglichen mit seriösen Anbietern ist bei Erotikplattformen die Hemmschwelle jedoch deutlich niedriger.

Im Gegensatz zu Online-Dating-Diensten für Partnerschaften finden sich auf Casual-Dating-Portalen oder Seitensprung-Agenturen jedoch kaum Spiele oder ausführliche Persönlichkeitstests beziehungsweise Matching-Verfahren. Auch auf Apps verzichten sie, um möglichst keine Spuren zu hinterlassen. Somit laufen die unterschiedlichen Portale zwar unter verschiedenen Überschriften, sind sich im Grunde aber doch sehr ähnlich.

2. Dating für jedermann?

Ein Casual-Dating-Portal eignet sich perfekt als Basis für Flirtwillige mit der Aussicht auf gleichgesinnte Kontakte. Für jeden, der auf der Suche nach unverbindlichem Sex ist, aber keine Lust hat, in einen Club zu gehen, um anschließend mit einer fremden Person einen One-Night-Stand zu haben, ist Casual Dating genau das Richtige. Auf den Erotikplattformen versammelt sich ein bunt gemischtes Publikum, wobei jeder Anbieter eine andere Zielgruppe hat, etwa für Homosexuelle oder Transvestiten. Grundsätzlich lassen sich vier Zielgruppen unterscheiden:

Die frisch Getrennten

Die frisch Getrennten

Zwar haben die meisten nach dem Beziehungsaus vorerst kein Interesse an einer festen Beziehung, auf Sex möchten allerdings die wenigsten verzichten.
Die Karriere-Typen

Die Karriere-Typen

Wer sich auf den Job konzentrieren möchte und keine Zeit hat, auf dem üblichen Wege ein geeignetes Sex-Date oder auch die große Liebe zu finden, versucht sein Glück stressfrei bei einem Casual-Dating-Portal.
Die Neugierigen

Die Neugierigen

Der Reiz des Neuen – seien es neue Menschen oder neue Praktiken – entsteht nicht selten aus wiederholter Enttäuschung im Bett; häufig ist es aber auch einfach die Abenteuerlust.
Die Gelangweilten

Die Gelangweilten

Suchen manche gezielt nach einem Seitensprung, so führen andere von Anfang an eine offene Beziehung, die es ihnen erlaubt, sich nach anderen Sexualpartnern umzusehen.

Mittlerweile sind auch Frauen auf den Geschmack gekommen. Waren sie vor einigen Jahrzehnten aufgrund des sozialen Tabus Gelegenheitssex gegenüber noch abgeneigt, so ist heute ein Wandel des gesellschaftlichen Bildes zu verzeichnen. Auch Frauen stehen nun offener zu ihrer Sexualität und leben ihre Vorlieben beispielweise in Erotikportalen aus. Das Klischee, auf derartigen Plattformen fänden sich nur notgeile Männer, die wie Raubtiere auf weibliche Besucher lauern, um sie mit ihren anzüglichen Nachrichten zu belagern, befindet sich im Wandel.

3. Dating ohne Verpflichtungen?

Auch wenn Casual Dating längst gesellschaftliche Akzeptanz gefunden hat, gehen noch immer einige Vorurteile damit einher. Am häufigsten kritisieren Befürworter ebenso wie Gegner, es handele sich bei dem Großteil der Mitglieder um Fake-Profile. Einerseits gehen viele Anbieter inzwischen dagegen vor, indem sie sogenannte Echtheitschecks durchführen, mithilfe derer die Nutzer ihr Profil verifizieren lassen können. Andere beugen dem Problem mit manuellen Prüfungen oder Gütesiegeln vor, sodass Verbraucher zuverlässig erkennen, dass sie es mit realen Nutzern und echten Absichten zu tun haben. Andererseits rühmen sich viele Anbieter damit, Profile manuell zu überprüfen, obwohl sich in unserem Test ein ganz anderes Bild ergab: Nur eines von sieben Portalen hat unser Fake-Profil tatsächlich erkannt.

Sind meine Daten sicher?

Da so mancher Nutzer Erotikportale auch gezielt für einen Seitensprung nutzt, ist er entsprechend um die Diskretion seiner Daten besorgt. Damit der Partner nichts davon erfährt, bieten manche Portale nicht nur einen Tarnmodus, für den Fall, dass ein Nutzer die Seite schnell schließen muss, sondern auch anonyme Geldtransfers an, etwa durch eine Paysafecard, eine Prepaid-Kreditkarte oder auch per Barzahlung.

Da Nutzer in einem Casual-Dating-Portal auf Gleichgesinnte treffen, wissen in der Regel alle Parteien, worauf es bei einem Treffen letztendlich hinausläuft. Dementsprechend besteht nach der ersten Verabredung auch nur dann weiterer Kontakt, wenn er von beiden Seiten gewünscht ist. Mitglieder erhalten auf derlei Plattformen die Chance, ihre Fantasien frei auszuleben: Seien es Rollen- oder Fesselspiele, Lack- und Lederfetische oder Cybersex – beim Casual Dating kann jeder selbst die Regeln festlegen. Sind viele in ihrer Beziehung gehemmt, ihre intimen Wünsche zu äußern, so klären die Mitglieder ebendieser Portale bereits im Voraus ab, welcher Vorlieben sie haben. Da zwischen den Parteien für gewöhnlich keine emotionale Bindung besteht, können sie auch entspannt mit einer etwaigen Ablehnung umgehen.

Sex, wann immer es gerade passt, empfinden viele Singles als besondere Freiheit. Sie gehen keine Risiken ein, wie es eventuell in einer festen Beziehung der Fall wäre, sondern haben einen oder auch mehrere Sex-Partner für alle Fälle. Zwar kaufen die Casual-Date-Willigen hier – im Gegensatz zu einem One-Night-Stand von der letzten Party – die Katze im Sack, da sie ihre Verabredung lediglich von seinem Profil und dem Nachrichten-Austausch kennen, für die meisten stehen jedoch der Reiz des Unbekannten und die Abenteuerlust an erster Stelle. Selbstverständlich müssen beide Parteien vorher wissen, dass es sich bei Gelegenheitssex nicht unbedingt um einen Liebesakt handelt, weshalb das Vertrauen oder die emotionale Nähe gegebenenfalls fehlen.

Das Für und Wider

Solange Sicherheit und Datenschutz an erster Stelle stehen und die Portale eine ebenso faire wie transparente Preispolitik gewähren, überwiegen die Vorteile einer Casual-Dating-Plattform somit eindeutig den Nachteilen:

  • Diskretion und Anonymität im Netz
  • Einfacher Kontakt mit Gleichgesinnten
  • Keine Verpflichtungen
  • Spontane Dates
  • Ausleben der Vorlieben
  • Kostenpflichtig für Männer
  • Blind-Date mit einem Fremden
  • Gefahr von Fake-Profilen

4. Vom klassischen Flirt bis zum Seitensprung

Zwar versprechen alle Casual-Dating-Portale erotische Abenteuer, die Auswahl der richtigen Plattform ist jedoch schwieriger als zunächst vermutet, da die Unterschiede im Detail gravierend sind. Aus diesem Grund sollten Nutzer vorab bestimmte Auswahlkriterien treffen, um ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechend Kontakte knüpfen zu können. Suchen sie eher nach einem Flirtportal ohne persönliche Kontakte, einem Dating-Portal mit Aussicht auf ein reales Treffen oder einem reinen Fremdgeh-Portal?

Völlig kostenfrei, Credits oder doch ein langfristiges Abo?

Während manche Portale – mit der Gefahr, dass auch Fake-Profile angemeldet sind – im Zuge des Anmeldeprozesses keinerlei Identitätsprüfung durchführen, verlangen andere sogar noch vor dem Abschluss der Registrierung eine Kopie des Personalausweises. Plattformen, die eine Prüfung durchführen, sind häufig nicht nur kostenpflichtig, sondern bewegen sich zudem in einer gehobeneren Preisklasse. Die Bezahlung läuft entweder über Credits, die in Paketen zu erwerben sind, einmalige Kosten oder Abonnements. Eine Gemeinsamkeit der meisten Erotikportale ist die Bereitstellung einer kostenfreien Premium-Mitgliedschaft für heterosexuelle Frauen, während Männer, Paare und homosexuelle Frauen für die Nutzung des gesamten Spektrums zahlen müssen.

Andere wiederum sind zwar kostenlos, erlauben jedoch lediglich eine eingeschränkte Nutzung. In diesem Fall sind etwa die Anmeldung und das erste Umschauen gratis. Erst eine Kontaktaufnahme, etwa durch eine Nachricht, verursacht Kosten. Auf diesem Weg ist es nicht selten schon zu Kurzschlussentscheidungen gekommen, falls ein Mitglied genügend Interesse weckt, sodass sich ein Nutzer für ein langfristiges Abonnement entscheidet.

Ein seriöses Portal sollte zumindest für einen begrenzten Zeitraum kostenlos in vollem Umfang getestet werden können, sodass die Nutzer nach einer gewissen Probezeit die Möglichkeit haben, sich für oder gegen eine längerfristige Mitgliedschaft zu entscheiden.

Vorsicht vor kostenlosen Portalen!

Manche Erotikportale locken Kunden mit ihrer vermeintlich völlig kostenfreien Mitgliedschaft an, stürzen diese dann jedoch in eine Abofalle. Da die Kostenpflicht häufig nicht direkt erkennbar ist, buchen Nutzer also unbeabsichtigt ein Abonnement.

Die Preise sollten möglichst fair und der Kündigungsweg nicht nur kurz, sondern vor allem transparent sein. Mit der Kostenpflicht nimmt auch die Seriosität der Portale zu, da nur diejenigen Geld in die Hand nehmen, die eine ernsthafte Absicht hegen.

Kontaktmöglichkeiten, Mitgliederstruktur, Sicherheit

Zum Angebot eines derartigen Portals sollte ein breites Spektrum an Kommunikationsmöglichkeiten gehören. Die gängigste und wohl auch preiswerteste Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, um ein Treffen zu arrangieren, ist eine private Nachricht an das auserkorene Mitglied. Eine Überhäufung mit Smileys kann schnell die Stimmung einer Nachricht ruinieren. Anbieter, die dagegen komplett darauf verzichten oder nur ein ausgewähltes Emoji-Set anbieten, haben sich zumindest Gedanken darüber gemacht und verfolgen einen Stil. Eine Alternative für Gewagtere ist die Kommunikation über einen rein schriftlichen oder auch Video-Chat, während den Schüchternen die Option eines virtuellen Flirts, etwa in Form eines Kusses oder einer Rose, zur Verfügung steht.

Der Erfolg einer Nachricht hängt auch mit der Mitglieder-Struktur zusammen. Hier zählt weniger die Quantität als die Qualität, denn eine breite Nutzermasse wird obsolet, wenn die anwesende Klientel nicht dem gesuchten Niveau entspricht oder den gewünschten Fetisch nicht bedient.

Zum einen ist die Anzahl der Nutzer von Bedeutung, denn je mehr User angemeldet sind, desto mehr spricht das für die Seriosität der Seite und desto höher ist die Chance, den Richtigen zu finden. Eine größere Mitgliederdatenbank ist aber natürlich kein ausschließlicher Erfolgsgarant, denn zum anderen spielt auch die Verteilung der Alters- und Zielgruppe eine entscheidende Rolle.

Casual Dating im Test
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Ob Seitensprung, Gay Dating oder Spaß zu dritt – auf Casual-Dating-Portalen ist für jeden das richtige Abenteuer dabei.

Damit die Nutzer auch von unterwegs auf ihre Nachrichten zugreifen können und stets auf dem Laufenden bleiben, bietet der Großteil der Portale zumindest eine mobile Version seiner jeweiligen Seite an; auf eine App verzichten die meisten jedoch noch immer.

Aufgrund der intimen Bilder und des vertraulichen Nachrichtenaustausches gilt bei Erotikportalen besondere Vorsicht bei der Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Anonymität und Diskretion stehen hier an erster Stelle. So besteht bei vielen gewiss die Angst, etwa bei einer Google-Suche auf das eigene Casual-Dating-Profil zu stoßen. Aber auch die Sicherheit, sprich der Schutz vor Fake-Profilen, Romance-Scammern und Betrügern, ist stets zu gewährleisten.

Die meisten kostenpflichtigen Portale sind als seriös einzustufen, da Mitglieder dort vorrangig für die Schutzvorkehrungen – etwa Echtheits-Checks oder händische Profilkontrollen – zahlen. Sogenannte Echtheitszertifizierungen erfolgen unter anderem über das Hochladen eines Bildes mit einer handgeschriebenen Nachricht oder die Kopie eines Passes. Manche Anbieter verlangen sogar, dass sich die Mitglieder in einer dafür vorgesehenen Anlaufstelle persönlich vorstellen.

Doch selbst auf einer seriösen Plattform ohne Fake-Profile gibt es keine Garantie, dass aus einem virtuellen Flirt mehr wird, denn auch die gleiche Wellenlänge und das richtige Timing sind entscheidend. Die Anmeldung bei einem Casual-Dating-Portal ist dabei nur die halbe Miete; zusätzlich sind durchaus Arbeit und Glück notwendig. Sollte es also nicht auf Anhieb funktionieren, gilt es, sich nicht entmutigen zu lassen, denn es schwimmen noch viele Fische im Online-Dating-Meer.

So testen wir

In insgesamt vier Teilbewertungskriterien testeten wir sieben verschiedene Casual-Dating-Portale hinsichtlich ihres

  • Datingpotentials,
  • ihres Anmeldeprozesses, der Funktionsausstattung und Bedienbarkeit,
  • ihres Sicherheitsumfangs und der Bezahlung sowie
  • ihres Kundeservices.

Dabei kann ein Wertungskriterium zwischen 0.00 und 5.00 Punkte erreichen. Addiert und schließlich durch vier geteilt ergeben die einzelnen Wertungen unter gleicher Gewichtung das Gesamtergebnis. Es gilt allerdings zu beachten, dass der Testsieger nicht zwangsläufig für jeden Kunden den optimalen Service bietet, sondern unser Vergleich vielmehr als Orientierungshilfe für die Anmeldung dient. Welches Portal letztlich am ehesten den individuellen Bedürfnissen entspricht, entscheidet jeder Leser bestenfalls anhand der detaillierten Testberichte für sich selbst.

Datingpotential

Für die Erfolgschancen auf einer Casual-Dating-Plattform ist selbstverständlich die Anzahl der Mitglieder von entscheidender Bedeutung. Mit deutschlandweit 3,7 Millionen Mitgliedern ist C-Date das mit Abstand größte Portal und weist daher zusammen mit JOYclub, der zweitgrößten Plattform, die meisten Anfragen an unsere Testprofile auf. Im Vergleich dazu erhielt unser Testprofil bei Ashley Madison, welche international zwar die gefragteste Seitensprungplattform ist, in Deutschland jedoch nur 400.000 Nutzer vorweisen kann, nicht eine einzige Nachricht.

Besonders unser weibliches Testprofil – eine 24-jährige Berlinerin – musste häufig nur wenige Minuten bis zur ersten Nachricht warten. Unsere männlichen Testprofile hingegen – jeweils ein dreißigjähriger Berliner – erreichte kaum eine Anfrage. Lediglich bei AdultFriendFinder gingen einige Nachrichten ein, bei denen es sich allerdings größtenteils um Animateure handelte.

Neben der Quantität spielt auch die Qualität der Anzeigen beziehungsweise der Anfragen und Antworten eine große Rolle bei der Bewertung eines Erotikportals. Hier haben wir insbesondere auf die Attitüde, die Ausdrucksform und den Gehalt der Nachrichten geachtet. Im Hinblick auf ihr besonders hohes Niveau fallen hier die beiden Portale JOYclub und Lovepoint auf. Kaum punkten konnten hingegen Ashley Madison und First Affair, deren Nutzer aufgrund des geringen sprachlichen und inhaltlichen Niveaus Punkte einbüßen mussten. Das ist darauf zurückzuführen, dass wir beim Datingpotential auf niveauvolle Kontakte Wert legten und plumpe Aufforderungen zum Geschlechtsverkehr mitsamt entwürdigenden Bezeichnungen für Praktiken und Körperteile als unangenehm und respektlos registrierten.

Anmeldung, Features und Bedienung

Während erfreulicherweise alle Portale eine kostenlose Anmeldung zum Hereinschnuppern anbieten, gibt es zumindest für die männlichen Mitglieder ebenfalls überall einen kostenpflichtigen Bereich. Abgesehen von AdultFriendFinder und First Affair stellen nämlich alle Plattformen für heterosexuelle Frauen einen kostenfreien Premium-Account bereit.

Eine hohe Nutzerfreundlichkeit zeichnet sich unter anderem durch ein ansprechendes und intuitiv bedienbares Webseitendesign aus. Besonders ansprechend gestaltet sind die Seiten JOYclub, LOVEPOINT und Secret mit einem schlichten, modernen Design. Wohingegen Ashley Madison aufgrund seiner Schlichtheit ebenso wie First Affair wegen seiner altmodischen, grellen Gestaltung negativ auffallen.

Zum herkömmlichen Spektrum an Kontaktmöglichkeiten gehört neben der klassischen Nachricht auch ein Chat, den wiederum alle Portale außer C-Date und Secret vorweisen können. Um zusätzlich einen visuellen Eindruck von seinem Gesprächspartner zu erhalten, bieten sich Video-Chats an, auf die neben C-Date und Secret auch Ashley Madison verzichtet. Für die unsicheren Mitglieder eignen sich zudem sogenannte virtuelle Flirts an, bei denen es sich beispielsweise um digitale Geschenke, also grafische Darstellungen von klassischen Präsenten wie Blumen bis hin zu anzüglichen Peitschen, oder ein Zwinkern handelt. Weitere wichtige Funktionen sind die Favoriten- beziehungsweise die Ignorierliste, welche alle Portale im Repertoire haben, aber auch die Besucherliste, auf die lediglich LOVEPOINT verzichtet. Mit letzterer haben Nutzer immer einen Überblick, wer sich auf ihrem Profil umgeschaut hat. Zur Bewahrung der Anonymität leistet zudem die individuelle Einrichtung der Bilderfreigabe ihren Beitrag, die ebenfalls alle Plattformen abgesehen von LOVEPOINT aufweisen.

Während die Anzeige des Onlinestatus‘ direkt darüber informiert, ob sich ein Mitglied in diesem Augenblick auf dem Portal herumtreibt und prinzipiell gesprächsoffen ist, sorgt der Unsichtbar-Modus dafür, dass sich ein Nutzer ungestört umschauen kann. Leider verzichtet Secret als einzige Plattform auf beide Gadgets. Da der Großteil aller Casual-Dating-Portale – mit Ausnahme von JOYclub und Ashley Madison – keine Partnervorschläge anbietet, müssen sich die Mitglieder selbst auf die Suche begeben. Dafür sind detaillierte Suchfilter ebenso von Vorteil wie ein persönliches Suchprofil.

Auch wenn sich Erotikportale eher auf die Vermittlung sexueller Kontakte fokussieren, finden sich bei der ein oder anderen Plattform wie JOYclub oder LOVEPOINT kleine Spiele für den zusätzlichen Spaßfaktor. Als einziges Portal bietet JOYclub außerdem Single-Events an und sorgt damit für das besondere Community-Gefühl. Da auf Apps in der Regel keine Diskretion beziehungsweise Geheimhaltung vor etwaigen Lebensgefährten gewährleistet werden kann, stellt nur ein Bruchteil der getesteten Portale eine mobile Version zur Verfügung.

Sicherheit und Zahlung

Die meisten Casual-Dating-Portale verlangen letztendlich die Entscheidung für ein Abonnement, um alle Funktionen nutzen zu können. Dabei beträgt die Mindestvertragslaufzeit bei der Mehrheit einen beziehungsweise drei Monate. Eine Kündigungsfrist besteht erfreulicherweise in den meisten Fällen – abgesehen von C-Date und First Affair – nicht. Dementsprechend entfällt auch die oft problematische automatische Vertragsverlängerung im Falle einer fristgerechter Kündigung bei allen Portalen außer First Affair. Zusätzlich zu den Abonnements offerieren einige Portale auch ein Creditsystem.

Im Hinblick auf die Sicherheitsvorkehrungen sticht vor allem JOYclub hervor, welches neben der Profilverifizierung auch einen FSK-18-Check anbietet. Da lediglich Secret unser Fake-Profilbild ablehnte, können wir nur hier von handgeprüften Profilen ausgehen. Immerhin legen alle Portale mittels einer SSL-Verschlüsselung auf den Schutz persönlicher Daten Wert. Ein TÜV-Siegel können hingegen nur drei der sieben getesteten Seiten, nämlich JOYclub, LOVEPOINT und Secret vorweisen. Für die Seriosität einer Seite ist es schließlich auch von Belang, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ebenso wie die Datenschutzerklärung direkt auf der Startseite verlinkt sind.

Hilfe und Support

Zu einem umfassenden Kundenservice gehören neben dem Angebot eines E-Mail-Supports auch eine Telefon-Hotline und ein Kontaktformular, wobei die Reaktionszeit bestenfalls zwei Tage nicht überschreiten sollte. Damit die Kunden alle wichtigen Informationen auf einen Blick haben, ist ein FAQ-Bereich unumgänglich. Zusätzlich bieten sich aber auch Foren oder Blogs sowie Tutorials an. JOYclub konnte im Bereich „Hilfe und Support“ als einziges Portal auf ganzer Linie überzeugen. Hinsichtlich der Reaktionszeit sticht jedoch auch LOVEPOINT mit gerade einmal zwei Stunden hervor, wohingegen die Rückmeldung bei First Affair eine Woche dauerte und wir bei AdultFriendFinder noch immer auf eine Antwort warten.