Strandkorb

Die 7 besten Strandkörbe im Vergleich

Fußstützen ausziehbar
Klapptisch
Material
Farbe
Selbstmontage
Maße
Gewicht
Vorteile

Strandkorb-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Strandkörbe unterscheiden sich in Nordsee- und Ostsee-Form. Erstere zeichnet sich durch Geradlinigkeit aus, während letztere runder geformt ist.
  • Halblieger lassen sich je nach Modell um bis 65 Grad nach hinten neigen. Volllieger können hingegen nahezu in die Horizontale gebracht werden.
  • Das natürliche oder synthetische Korbgeflecht ist wetterfest sowie witterungsbeständig und für den Garten geeignet.
  • Single-Strandkörbe bieten Platz für eine Person, während in der XXL-Version drei Leute nebeneinandersitzen können.
  • Fußstützen und Klapptische gehören zur Grundausstattung eines Strandkorbs. Extras wie ein Drehgestell oder Getränkehalter sind gegen Aufpreis erhältlich.
  • Reinigen und Imprägnieren Sie Ihren Strandkorb einmal im Jahr. Stellen Sie den Korb im Winter unter, wenn er im Garten oder auf der Terrasse steht.

Ein Korb macht Kultur

Strandkörbe sind heutzutage fester Bestandteil der Strandlandschaft Deutschlands. Als Symbol maritimer Idylle ist dieses kulturelle Phänomen nicht von den Küsten wegzudenken. Der Strandkorb erschien erstmals in den 1880ern an den deutschen Ostsee-Stränden und entstammte der Kreativität des Korbmachers Wilhelm Bartelmann. Im 20. Jahrhundert verbreitete sich das Korbprodukt wie ein Lauffeuer an Nordsee und Ostsee. Erstaunlicherweise werden Strandkörbe lediglich regional eingesetzt, denn an anderen Orten der Welt sind sie selten anzutreffen: Trotz ähnlicher klimatischer Gegebenheiten sind Strandkörbe an den Stränden und Küsten von Großbritannien, Dänemark, Polen und den Niederlanden kaum anzutreffen. Auch das Wort Strandkorb ist ein Unikat. Eine sinngemäße Übersetzung gibt es in keiner anderen Sprache.

Strandkörbe findet man heutzutage nicht nur an den Stränden der Nord- und Ostsee, sondern auch an vielen anderen Orten. Das Verlangen nach Sommer und Sonne muss nicht zwangsläufig einen kostenintensiven Urlaub nach sich ziehen. Ein Strandkorb ist eine gemütliche Sitzgelegenheit und ein Ruhehort: ihr ganz persönliches Refugium im In- und Outdoor-Bereich.

Wie ist ein Strandkorb aufgebaut?

Das Grundgerüst eines Strandkorbs ist ein robuster Korpus, der mit einem Korb- oder Kunststoffgeflecht bedeckt ist. Zwischen den beiden Seitenelementen befindet sich die sogenannte Haube beziehungsweise die Rückenlehne. Bei den meisten Strandkörben ist die Rückenlehne verstell- und nach hinten neigbar. Für zusätzlichen Schutz vor Sonne und Regen sorgt eine Markise am oberen Ende der Haube. An den Seitenelementen sind an der Außenseite Tragegriffe und an der Innenseite ausklappbare Tische befestigt, die als Abstellfläche dienen. Der Innenraum des Strandkorbs ist mit einer gepolsterten Sitz- und Liegefläche versehen. Unter der Sitzfläche befinden sich ausziehbare Fußbänke, die gepolstert und mit hölzernen Deckeln versehen sind.

Geschickt eingeflochten

Fast alle Strandkörbe bestehen aus einem Flechtwerk, welches um den Korpus herum geflochten ist. Hierbei handelt es sich nicht nur um die typische Korbbauweise, sondern auch um ein gutes Belüftungssystem. Durch die schmalen Öffnungen zwischen den einzelnen Streben gelangt Luft ins Innere des Strandkorbs. Das Flechtwerk ist entweder aus Naturgeflecht oder Kunststoff gefertigt.

Strandkorbmodelle

Generell lassen sich Strandkörbe in Nordsee- und Ostsee-Form unterteilen. Die Unterschiede beruhen allein auf Äußerlichkeiten. Im öffentlichen Raum lassen sich die einen überwiegend an der Nordsee, die anderen hauptsächlich an der Ostsee finden. Doch regionale Eigenheiten vermischen sich zusehends.

Nordsee

Nordseeform

Diese Strandkörbe zeichnen sich durch ihre geradlinig markante Form aus. Die Armlehnen sind gerade geschnitten und die Haube ist nahezu rechtwinklig. Das Design ist insgesamt sehr minimalistisch und wirkt durch die Ecken und Kanten rau und ungestüm. Die Form erinnert an die stürmische und unbändige Nordsee, an deren Stränden die Körbe stehen.

Ostsee

Ostseeform

Diese Form fällt aufgrund ihrer weichen und geschwungenen Linien ins Auge. Die Armlehnen an den Seiten haben etwas Wellenförmiges an sich und sind weitaus kurviger als die des Nordseependants. Auch die halbrund geschnittene Haube wirkt verspielt und harmonisch. In der Form spiegeln sich das Wellenspiel der eher ruhigen Ostsee und die Gelassenheit der langen Sandstrände wider.

Weitere Unterteilungsmöglichkeiten

Des Weiteren lassen sich Strandkörbe in ihre Liegeformen unterteilen. Diese sind unabhängig vom Design, sodass die verschiedenen Formen sowohl bei Nordsee- als auch Ostsee-Strandkörben anzutreffen sind. Die Bezeichnungen „Liegekorb“ und „Liegermodell“ lassen sich sowohl für Vollliege- als auch Halbliege-Modelle finden und sind nicht eindeutig zuzuordnen.

Volllieger
Volllieger

Bei dem Volllieger unter den Strandkörben lässt sich die Rückenlehne samt Haube zumeist um 80 bis 90 Grad nach hinten neigen, sodass eine bequeme Liegefläche entsteht. Meist ist an den Korbhauben eine zusätzliche Stütze befestigt, die das Umkippen des Vollliegers verhindert. Die Bezeichnung „¾-Halblieger“ ist für Strandkörbe, die nicht um volle 90 Grad geneigt werden können, zu finden.

Halblieger

Halblieger

Bei der Strandkorb-Form, die als Halblieger bezeichnet wird, lässt sich der obere Teil meist lediglich um 45 Grad nach hinten neigen. Die Rückenlehne einiger Halblieger erreicht gar einen Neigungswinkel von 65 Grad. Auch hier befinden sich meist Stützen am Oberteil, so dass der Strandkorb nicht nach hinten wegkippen kann.

Dekorativ und detailliert: Der Puppen-Strandkorb

Diese kleinen Strandkörbe sind etwa 30 Zentimeter breit, 60 Zentimeter hoch und wiegen lediglich 5 bis 6 Kilogramm. Mit ihnen lassen sich Schaufenster oder Wohnungen dekorieren. Sie können jedoch auch als Katzenkorb verwendet werden. Hier liegt die Liebe im Detail: Die kleinen Strandkörbe verfügen über vollfunktionstüchtige Klapptische, seitliche Tragschlaufen sowie ausziehbare Fußstützen und können nach hinten geneigt werden.

Im Laufe der Zeit haben sich diverse Strandkorb-Sonderformen herauskristallisiert, die sich je nach Nutzen voneinander unterscheiden.

Schlaf-Strandkorb
Schlafstrandkorb

Diese Form ist um einiges größer als ein normaler Strandkorb und gleicht einem Bett, in dem zwei Erwachsene schlafen können. Die Körbe sind mit einem wasserfesten Schutzbezug abgedeckt und haben links sowie rechts jeweils ein Bullauge. An der Nord- und Ostsee werden sie als „Hotelzimmer“ angeboten, das mit den üblichen Leistungen gebucht werden kann.

Hunde-Strandkorb
Hunde-Strandkorb

Auch treue Vierbeiner können in den Genuss des Strandmoments kommen. Hunde-Strandkörbe sind rund 80 Zentimeter hoch und 95 Zentimeter breit. Die 15 Kilogramm schweren Körbe kosten etwa 150 Euro. An der Seite ist eine Halterung samt rostfreiem Edelstahlnapf integriert. Das Innere des Korbs ist mit Polyurethan beschichtet und schmutz- sowie wasserabweisend. Zudem ist die Liegefläche gepolstert. Der pflegeleichte und witterungsbeständige Strandkorb ist sowohl drinnen als auch draußen einsetzbar.

Alpen-Strandkorb
Alpen-Strandkorb

Diese alpine Form des maritimen Möbelstücks ähnelt eher einer Sitzlaube und ist nur entfernt mit dem gemeinen Strandkorb verwandt. Die Konstruktion ist rundum aus Holz und wird mit Polstern ausstaffiert. Vorhänge dienen als Sichtschutz und Kissen als bequeme Sitzgelegenheit. Das Alpenmodell ist etwas schmaler als ein normaler Strandkorb und nicht verstellbar. Das Möbelstück lässt sich mit einer Schutzhülle vor rauem Wetter schützen und kostet rund 300 Euro.

Die Tiefen des Materialmeeres

Auch wenn es heute gängig ist, einen Strandkorb innerhalb der eigenen vier Wände aufzustellen, steht er dennoch in den meisten Fällen draußen. Egal ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ein Strandkorb ist stets der Witterung ausgesetzt. Sie müssen strapazierfähig und robust sein. Im Inneren des Strandkorbs befindet sich ein Gestänge, das entweder aus Kunststoff, Metall oder Holz gefertigt ist. Metall muss wetterbeständig und verzinkt sein, damit es nicht anfängt zu rosten. Holz hingegen muss stets vorimprägniert und von Natur aus wetterfest sein. Teak, Wachholder, Douglasie, Fichte oder Mahagoni bieten sich aufgrund ihrer Eigenschaften besonders gut an. Teak und Mahagoni sind jedoch Tropenhölzer und ihre Verwendung ist nicht nachhaltig.

Aus diesem Grund greifen viele Hersteller auf Kunststoffe wie Polyrattan und PVC zurück, dessen Eigenschaften dem Holz in nichts nachstehen. Zu guter Letzt sollte das Innenpolster des Korbs pflegeleicht und robust sein. Viele Strandkorbpolster bestehen aus synthetischen Materialien, die leicht zu reinigen sind und nur gelegentlich imprägniert werden müssen.

Echt jetzt!

Achten Sie darauf, dass die Polster- und Kissenbezüge lichtecht sind, damit sie nicht in der Sonne ausbleichen. Lichtechtheit bezeichnet die Widerstandsfähigkeit eines Stoffes gegenüber der Einwirkung von Licht. Je höher die Stufe, desto besser die Lichtechtheit:

1 = sehr gering, 2 = gering, 3 = mäßig, 4 = ziemlich gut, 5 = gut, 6 = sehr gut, 7 = vorzüglich, 8 = hervorragend

Stufe 8 gilt als ein theoretischer Wert, der aktuell von keinem Produkt erreicht wird. Die Lichtechtheit bezeichnet ebenfalls die UV-Beständigkeit eines Produkts.

Natürlich traditionell – Naturgeflecht

Natürliches Flechtwerk entspricht der traditionellen Bauweise und besteht beispielsweise aus Seegras, Rattan, Bambus oder Weide. Die Materialien bieten eine hohe Lebensdauer, wenn sie entsprechend gepflegt werden. Sie müsse sie regelmäßig reinigen und jährlich mit einer Lasur versehen, auch wenn der Strandkorb ausschließlich in Innenräumen steht. Als Belohnung winkt eine einzigartige Optik. Zudem heizt sich natürliches Geflecht im Sommer nicht so schnell auf wie Kunststoffgeflecht. Aufgrund des hohen Pflegebedarfs sind viele Hersteller allerdings von diesem natürlichen Material abgekommen und setzen stattdessen auf die Verarbeitung von Kunststoff.

Vorteile
  • Hohe Lebensdauer
  • Natürliche Optik
  • Wetterresistent
Nachteile
  • Hoher Pflegebedarf

Künstlich modern – Kunststoffgeflecht

Der beliebteste Kunststoff bei der Strandkorbherstellung ist Polyrattan, das seltener auch als PE-Rattan bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um ein synthetisch erzeugtes Flechtmaterial aus Polyethylen. Es stellt eine Alternative zu den natürlichen Produkten der Rattan-Palme dar. Das künstlich hergestellte Material ist witterungs- und UV-Licht-beständig sowie umweltfreundlich, da es zu 100 Prozent recycelbar ist. Da es industriell eingefärbt wird, gibt es Polyrattan in diversen Farben. Ebenso wie den Kunststoff Polyvinylchlorid oder auch PVC genannt. Kunststoffe lassen sich leicht pflegen und sind darüber hinaus farb- und lichtecht. Da sie hautverträglich sind, eignen sie sich auch für Allergiker sehr gut. Die Kunststoffe werden auf traditionelle Weise geflochten und ihre Optik ist den natürlichen Vorbildern nachempfunden. Größter Nachteil des synthetischen Materials: Es heizt sich sehr schnell auf, sodass die Nutzung bei hohen Temperaturen unangenehm sein kann.

Vorteile
  • Witterungsbeständig
  • Pflegeleicht
  • Lichtecht
  • Hautfreundlich
Nachteile
  • Keine natürliche Optik
  • Heizt sich sehr schnell auf

Unter der Haube

Strandkorbpolsterungen sind meist aus einem robusten und wetterfesten Outdoor-Stoff gefertigt. Zudem sollte das Material ebenfalls reißfest, licht- und farbecht sowie hautverträglich und komfortabel sein. Da synthetische Stoffe bessere Outdoor-Eigenschaften besitzen, werden auch hier meist Polyethylen oder Polyvinylchlorid verwendet. Im Optimalfall sind die Polster herausnehmbar, sodass sie separat gewaschen werden können. In einigen Modellen sind sie jedoch fest verbaut.

Im Falle der separaten Kissen gilt das gleiche wie für die Innenraumpolsterung. Der Stoff sollte hochwertig und für den Außenbereich geeignet sein. Durchgefärbte Stoffe sind lichtecht und können nicht ausbleichen. Mit einer Imprägnierung schützen Sie Ihre Kissen zusätzlich vor Wind, Regen und Verschmutzungen.

Gut geschützt, ist halb gepflegt

Wenn Sie Ihren Strandkorb nicht nutzen, sollten Sie ihn mit einer Schutzhülle abdecken. Dieses ist oft aus Segeltuch oder PVC und entsprechend wasserabweisend und witterungsbeständig. Hersteller wie deVries bieten spezielle Abdeckungen mit Klettverschluss an, durch den auch im geschlossenen Zustand ausreichend Luft in das Innere gelangen kann. Die Luftzirkulation gewährleistet, dass der Strandkorb nicht feucht wird.

Wie groß ist ein Strandkorb?

Strandkörbe sind in diversen Größen erhältlich. Welche davon die zu Ihnen passende ist, hängt natürlich davon ab, wie viel Platz Ihnen zur Verfügung steht und wie viele Personen den Korb wahrscheinlich regelmäßig nutzen werden. Für Balkone und kleine Terrassen eignen sich normale Zweisitzer oder gar Single-Strandkörbe beziehungsweise Einsitzer. Wer viel Platz im Garten hat, kann sich jedoch auch für die XXL-Version entscheiden, in der eine vierköpfige Familie Platz hat. Die Standard-Zweisitzer-Strandkörbe haben fast immer Maße von 160 Zentimetern Höhe, 120 Zentimetern Breite und 90 Zentimetern Tiefe.

Eingeschränkte Sichtverhältnisse

Theoretisch dürfen Sie Ihren Strandkorb auf Ihrem Grundstück hinstellen, wo es Ihnen beliebt. Doch gerade auf dem Balkon oder der Terrasse sollten Sie darauf achten, dass die großen und sperrigen Gartenmöbel nicht die Sicht und somit Wohnqualität Ihres Nachbarn einschränken. Sprechen Sie vorab mit dem Vermieter oder Eigentümer und Ihrem Nachbarn.

Wie viel wiegt ein Strandkorb?

Das Gewicht eines Strandkorbs variiert je nach Größe und Modell. Single-Strandkörbe wiegen meist zwischen 50 und 70 Kilogramm. Zweisitzer bringen hingegen ein Gewicht von rund 80 Kilogramm auf die Waage und Zweieinhalbsitzer gar 100 Kilogramm. Größere Dreisitzer und XXL-Modelle können hingegen ein Gewicht von 70 bis 150 Kilogramm erreichen. Bevor Sie sich einen Strandkorb kaufen, sollten Sie also überlegen, ob Sie diesen im Garten oder in der Wohnung aufstellen. Denn trotz Rollen und Tragegriffen sind Strandkörbe schwer zu verschieben. Für einen Standardbalkon gilt die Faustregel: 300 Kilogramm pro Quadratmeter.

Die Strandkorb-WM

Seit 2002 findet auf der Ostsee-Insel Usedom am vierten Januarwochenende jeden Jahres das Winterstrandkorbfest statt. Seit 2007 ist der Höhepunkt des Fests der „Strandkorbsprint“. Bei dieser Weltmeisterschaft gewinnt das Duo, das einen rund 60 Kilogramm schweren Strandkorb am schnellsten über die Ziellinie der 20 Meter langen Sprintstrecke befördert. Der Rekord liegt seit 2007 bei 4,91 Sekunden. Den Podiumsplätzen winkt ein Preisgeld von mehreren hundert Euro. Im Anschluss an die Meisterschaft wird das „Sportequipment“ für einen guten Zweck versteigert.

Wie teuer ist ein Strandkorb?

Die Preisspanne für Strandkörbe beginnt bei rund 200 Euro. Ein Großteil der Modelle kostet jedoch 500 bis 1.000 Euro. Qualitativ hochwertige Strandkörbe sind schnell im vierstelligen Bereich zu finden. Sonderanfertigungen und Premiummodelle können zwischen 3.000 und 5.000 Euro kosten. Schlaf-Strandkörbe sind mit einem Preis von rund 7.000 Euro die teuersten Vertreter. Naturholz ist nicht zwangsläufig teurer als synthetisches Polyrattan.

Wer einen günstigen und preiswerten Strandkorb haben möchte, kann zu einem der oft angebotenen Komplettsets greifen. Die Strandkörbe verfügen über die standardmäßige Ausstattung, wie Fußstützen und Klapptische. Zusätzlich sind Extras, wie Nackenkissen und Abdeckhaube enthalten. Für rund 400 bis 500 Euro haben solche Komplettsets ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

  Größe (Breite x Höhe x Tiefe in Zentimeter) Gewicht (in Kilogramm)
Einsitzer (Single-Strandkorb) 100 x 160 x 85 50 bis 70
Zweisitzer 120 x 160 x 90 80 bis 85
Zweieinhalbsitzer 145 x 160 x 95 100
Dreisitzer (XXL-Strandkorb) 170 x 160 x 95 70 bis 150
Ungefähre Angaben zu Größe und Gewicht der verschiedenen Strandkorb-Modelle.

Der Schweizer Taschenkorb

Strandkörbe sind in der Regel unabhängig von Form und Modell mit standardmäßigem Zubehör ausgestattet, eine Ausnahme ist der Schlaf-Strandkorb. Einige Extras können gegen Aufpreis dazugekauft und nachgerüstet werden. Manches Zubehör ist jedoch fest im Korb verbaut. Sie müssen sich also vorab für Bullaugen oder einen Rückholmechanismus entscheiden, da Sie diese nicht nachträglich einbauen können.

Der Standard

  • Fußkästen: Darin befinden sich die ausziehbaren Fußstützen. Die Kästen sind meist aus Echtholz gefertigt sind. Bei einigen Modellen sind die Fußstützen zudem höhenverstellbar.
  • Klapptische: Die ausklappbaren Tische befinden sich an den Innenseiten der Armlehnen. Hierauf lassen sich Getränke und Speisen oder auch Arbeitsutensilien abstellen.
  • Markise: Die ausziehbare Markise besteht aus Polyester und schützt sowohl vor Regen als auch Sonne. Je nach Modell kann die Markise länger oder kürzer ausfallen.

Das Zubehör

Für noch größeren Komfort bieten sich die folgenden Gegenstände an. Mit diesen Extras geben Sie Ihrem Strandkorb eine persönliche Note.

Bullaugen

Diese sind in die Seitenwände der Strandkorb-Haube eingelassen. Entscheiden Sie sich vor dem Kauf dafür oder dagegen, da die Bullaugen nicht nachträglich eingebaut werden können.

Drehgestell

Der Drehteller wird unter dem Strandkorb befestigt, sodass dieser in alle Richtungen gedreht werden kann. Die meisten sind bis zu 400 Kilogramm belastbar und rund 7 Zentimeter hoch.

Farbe

Die herkömmliche Optik eines Strandkorbs ist mit blau-weißen Streifenmustern klassisch maritim. Heutzutage gibt es jedoch mit Karomustern und Pastellfarben eine große Auswahl an Polsterdesigns.

Getränkehalter

Wem ein Tisch nicht genug ist, der kann zum Getränkehalter greifen. Optional ist dieser auch zu einem Champagnerkühlerhalter aufrüstbar.

Gleiter

Die Kunststofffüße werden unter dem Strandkorb befestigt und verhindern, dass Holz- oder Naturböden zerkratzen. Die Gleiter ermöglichen einen festen Stand und durch die leichte Erhöhung gelangt Luft von unten an den Korb.

Kissen

Der Strandkorb kann je nach Belieben mit Extrakissen ausstaffiert werden. Es gibt sowohl spezielle Nackenkissen als auch große Komfortkissen für eine rückenschonende Haltung. Achten Sie auf das Standard-100-by-OEKO-TEX-Zertifikat von Textilien.

Plane

Wenn Ihr Strandkorb im Garten auf dem Rasen steht, kann sich Wasser unter dem Korb ansammeln und der Korb verfaulen. Eine Folie oder Plane bietet Schutz vor Feuchtigkeit. Optional eigenen sich auch Holzbretter oder Ziegelsteine.

Rollen

Die Rollen werden ebenfalls unter dem Korb befestigt. Mit ihrer Hilfe ist dieser leicht verschiebbar. Der Besitzer platziert spezielle Rollen im Bedarfsfall hinten am Strandkorb, sodass sich dieser wie eine Sackkarre schieben lässt.

Rückholmechanismus

Normalerweise erfolgt das Ankippen der Haube stufenweise. Mit diesem Mechanismus lässt sich die Haube stufenlos verstellen. Modelle mit Rückholmechanik werden oft als „Syltkorb“ bezeichnet und sind nicht nachrüstbar.

Seitentaschen

Die Seitentaschen sind je nach Innenbezug in den Strandkorb integriert. Sie dienen als Ablage für kleine Utensilien, wie zum Beispiel Zeitschriften, Bücher, eine Brille oder Sonnencreme.

Schutzhülle

Wenn Sie Ihren Strandkorb nicht nutzen, sollten Sie ihn mit einer Schutzhülle aus wasserabweisendem Material bedecken. Nur so ist das Möbelstück im Garten oder auf der Terrasse vollends gegen die Witterungsbedingungen geschützt.

Wie pflege ich meinen Strandkorb?

Die jeweils angemessene Pflege eines Strandkorbs ist abhängig vom verwendeten Material. Achten Sie bei der Reinigung von natürlichem Geflecht, wie Rattan oder Weide, darauf, dass Sie auf keinen Fall mit aggressiven Reinigern vorgehen. Verwenden Sie stattdessen eine milde Seifenlauge, die Sie anschließend mit kaltem Wasser gründlich abspülen. Sofern Sie den Korb im Garten stehen haben, sollten Sie ihn einmal im Jahr mit einer Schutzlasur bestreichen, um ihn witterungsbeständig zu machen. Strandkörbe mit synthetischem Geflecht sind besonders pflegeleicht. Meistens reicht es aus, das Gartenmöbel-Material mit einem feuchten Lappen abzuwischen. Optional können Sie auch mildes Reinigungsmittel verwenden. Hartnäckige Flecken lassen sich mit speziellen Kunststoff-Geflecht-Reinigern entfernen. Verzichten Sie jedoch auf den Einsatz von Drahtbürsten oder anderen scharfen Gegenständen, da Sie das Kunststoffgeflecht beschädigen könnten.

Polsterpflege

Mindestens einmal im Jahr sollten Sie sich der Gartenmöbel-Polster annehmen. Reinigen Sie diese, bevor Sie sie den Winter über verstauen. Polster mit einer Synthetikbeschichtung können mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Bürsten Sie Flecken mit einer milden Seifenlösung und lauwarmem Wasser aus der Markise heraus oder verwenden Sie spezielle Reiniger. Lassen Sie die Polster ausreichend trocknen, bevor Sie sie lagern.

Holzpflege

Manche Teile des Strandkorbs sind aus Holz gefertigt, die besonderer Pflege bedürfen. In vielen Fällen können sie auf Strandkörben Teaköl anwenden. Dieses lässt sich nicht nur für Teakholz nutzen, sondern auch für andere Harthölzer, wie zum Beispiel Ahorn, Haselnuss, Walnuss, Esche, Birke, Eiche, Kastanie oder Bambus. Das Öl besteht hauptsächlich aus Lein-, Rizinus- und Holzöl sowie Naturharz. Der Vorteil liegt darin, dass die Poren im Holz offenbleiben, so dass das Holz atmen kann. Teaköl verbessert die Wetterbeständigkeit und Strapazierfähigkeit des Holzes. Nutzen Sie es jedoch nicht zu oft, da eine zu häufige Anwendung dazu führt, dass die Poren der Gartenmöbel verstopfen und die Holzoberfläche klebrig wird.

Obacht mit dem Öl

Seien sie vorsichtig im Umgang mit Teaköl, da der Stoff leicht entzündlich ist. Waschen Sie einen mit Teaköl getränkten Lappen nach dem Gebrauch mit viel Wasser aus und lassen Sie ihn hängend im Freien trocknen. Zwar enthält das Öl keine Gifte, aber achten Sie dennoch auf entsprechende Schutzkleidung im Umgang mit Lacken und Ölen. Teakölreste sind wie Farben oder Lacke zu entsorgen.

Andere im Strandkorbbau verwendete Hölzer, wie Fichte, Wachholder, Douglasie oder Mahagoni, sollten Sie nicht mit Teaköl behandeln, da diese zu den Weichhölzern zählen. In diesem Fall müssen Sie auf die Angaben des Herstellers achten oder sich gegebenenfalls über das Holz informieren. In den meisten Fällen muss die Imprägnierung mit einem speziellen Holzschutzmittel aufgefrischt werden.

Hart oder weich?

Falls Sie sich unsicher sind, ob das in Ihrem Strandkorb verwendete Holz zu den Weich- oder Harthölzern zählt, informieren Sie sich über die Darrdichte des Holzes. Diese beschreibt die durchschnittliche Rohdichte, die auf dem Volumen des Holzes im trockenen Zustand basiert. Bei einer Darrdichte von 0,55 Gramm pro Kubikmeter spricht man von Hartholz. Alles darunter gilt als Weichholz.

Leise rieselt der Schnee: Strandkörbe im Winter

Sofern Sie Ihren Strandkorb im Garten oder auf der Terrasse aufstellen, müssen Sie ihn während des Winters vor Schnee und Frost schützen. Montieren Sie den Korb nicht auseinander, sondern lagern Sie ihn im Ganzen. Manche dieser Gartenmöbel mit Kunststoffgeflecht können zusammengeklappt werden, um Platz zu sparen. Im Optimalfall stellen Sie den Korb während der Wintermonate unter einen Carport oder in eine Garage. Alternativ können Sie den Strandkorb auch im Garten oder auf der Terrasse, mit einer Schutzhülle bedeckt, stehen lassen. Sorgen Sie dafür, dass die Abdeckung strapazierfähig und gut befestigt ist, damit sie auch bei starkem Wind nicht wegfliegt. Entfernen Sie die Polster und Kissen und lagern Sie diese separat. Andernfalls bilden sich Stockflecken auf den Bezügen. Solche Feuchtigkeitsschäden können auch an der Markise und anderen textilen Bestandteilen des Strandkorbs entstehen. Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung des Korbes während der Wintermonate, um dem vorzubeugen. Haben sich dennoch Stockflecken gebildet, behandeln Sie sie mit einem Essig-Wasser-Gemisch: Legen Sie den Stoff mehrere Stunden in eine Essiglösung und lassen Sie ihn anschließend in der Sonne oder auf der Heizung trocknen. Gegen den möglichen Essiggeruch hilft Lüften. Sobald der Winter sich dem Ende neigt, sollten Sie sich der Frühlingspflege Ihres Strandkorbs widmen. Dazu zählen eine Grundreinigung, das Ausbessern beschädigter Stellen und die Bearbeitung des Holzes.

Pflegetipps

Mit wenigen Handgriffen können Sie die Langlebigkeit Ihres Strandkorbs gewährleisten und den regelmäßigen Reinigungsbedarf auf ein Minimum reduzieren.

  • Decken Sie das Möbelstück mit einer Schutz- beziehungsweise Strandkorb-Hülle ab, wenn Sie den Korb nicht nutzen.
  • Lassen Sie den Strandkorb trocknen, bevor Sie Ihn abdecken oder reinstellen, um Schimmel vorzubeugen.
  • Imprägnieren Sie die Holzteile einmal jährlich mit einer speziellen Lasur, damit Farbe und Beständigkeit des Holzes erhalten bleiben.
  • Entfernen Sie Flecken auf den Polsterbezügen mit einer milden Seifenlauge und einem weichen Schwamm.
  • Ziehen Sie die Kissenbezüge im Bedarfsfall ab und waschen Sie sie in der Waschmaschine. Achten Sie dabei auf die Pflegehinweise auf dem Etikett.
  • Lüften Sie den Strandkorb regelmäßig. Öffnen Sie die Schutzhülle und stellen Sie den Korb auf Ziegel oder Paletten.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Strandkörbe nicht selbst getestet.

Bis dato führte kein bekanntes Test- und Verbrauchsportal einen Test zu Strandkörben durch (Stand: 07.01.2020). Ein Test wäre allerdings angebracht: Langzeit- und Belastungstests durch die Stiftung Warentest oder ein vergleichbares Testportal wären bei einer potenziell hohen Investition wie Strandkörben wünschenswert.

Die Stiftung Warentest veröffentlichte 2018 lediglich einen Artikel aus der Zeitschrift Finanztest. Darin schreiben die Berufstester von einem Fall, in dem jemand seinen Nachbarn verklagte. Der Grund: Ein Strandkorb nahm ihm die Sicht auf den nahegelegenen Fluss. Das Amtsgericht entschied daraufhin, dass ein Strandkorb keine normale Sitzgelegenheit sei und in diesem Fall die Sicht anderer erheblich beeinträchtige. Die Tester schreiben, dass ein Strandkorb auf dem Balkon nicht immer von den Nachbarn geduldet werden muss. Mehr zum Thema Strandkorb ist von den Testern und Redakteuren der Stiftung Warentest bislang nicht veröffentlicht worden.

Das Online-Portal von SAT1, das auch gelegentlich Tests veröffentlicht, publizierte einen Ratgeber für den Strandkorbkauf. Darin schreiben die Redakteure, dass sich der Käufer zunächst über den Standort des Strandkorbs Gedanken machen sollte. Anschließend gilt es, die Materialqualität und die Notwendigkeit entsprechender Extras zu eruieren. Allerdings führten auch hier die Redakteure keinen Test durch.