Bluetooth-Lautsprecher

Die 7 besten Bluetooth-Lautsprecher im Test & Vergleich

Allgemeine Merkmale
Hersteller
Maße
Gewicht
Spielzeit
Stromversorgung
Leistung
Bluetooth-Reichweite
SpritzwassergeschĂŒtzt
Ausstattung
Ein-/Ausschalter
LautstÀrkeregler
Bassregler
Passivradiator
NFC-kompatibel
Eingebautes Mikrofon
FM-Radio
AUX-Anschluss
USB-Anschluss
MicroUSB-Kabel

Bluetooth-Lautsprecher-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Bluetooth-Lautsprecher sind portable Soundsysteme mit einem integrierten Bluetooth-EmpfĂ€nger und damit die perfekten Begleiter beim Grillen, Baden und Feiern.
  • WĂ€hrend große, schwere Modelle stationĂ€r als Ersatz fĂŒr die Stereoanlage in Betracht kommen, eignen sich kleine, leichte Boxen fĂŒr den Einsatz unterwegs.
  • Je nach Modell reicht der Empfang bis zu 50 Meter. WĂ€nde und andere Funkquellen können die Verbindung jedoch beeintrĂ€chtigen.
  • Damit Sie sich möglichst lang an der Musik erfreuen können, sollten Sie auf eine Akkulaufzeit von mindestens acht Stunden achten.
  • SpritzwassergeschĂŒtzte Modelle sind auch fĂŒr Outdoor-EinsĂ€tze am Wasser oder im Regen gewappnet.

Kabelloser Musikgenuss: Kleine Boxen mit krÀftigem Sound

Musik bringt Schwung ins Leben, sei es auf der Party, beim Duschen oder im BĂŒro. Am liebsten wĂŒrden wir sie ĂŒberall hin mitnehmen. Vor gar nicht allzu langer Zeit gab es lediglich stationĂ€re GerĂ€te fĂŒr den hĂ€uslichen Gebrauch. Inzwischen sind Sie lĂ€ngst nicht mehr auf lĂ€stige, eingrenzende Kabel angewiesen. Stattdessen können Sie dank kabelloser Übertragung nicht nur im eigenen Wohnzimmer, sondern auch am Strand oder im Garten Musik hören.

Mobile Bluetooth-Lautsprecher eignen sich perfekt zum Transport. Dank Akku spielen sie auch unterwegs Ihre Lieblings-Musik, -Podcasts und -HörbĂŒcher ab. Eine Steckdose in der NĂ€he benötigen Sie dafĂŒr nicht. Dadurch, dass sie damit sowohl PCs als auch Smartphones und Tablets verbinden können, bieten die Lautsprecher eine große Klangvielfalt.

Die kompakten Boxen sorgen nicht nur ĂŒberall fĂŒr eine musikalische Untermalung, sondern dienen auch als Freisprecheinrichtung fĂŒr das Handy. In der Regel bieten die Speaker eine bessere SoundqualitĂ€t als die bereits integrierten Lautsprecher Ihres Smartphones oder Tablets, die meist einen blechernen Klang erzeugen. Um MobilitĂ€t gewĂ€hrleisten zu können, setzen die Hersteller allerdings auf kleine, leichte Bauteile, und machen dafĂŒr Kompromisse bei der TonqualitĂ€t. Einen Klang auf Hi-Fi-Niveau dĂŒrfen Sie also nicht erwarten, doch die Bluetooth-Technik gewĂ€hrleistet heute einen ambitionierten Sound im Kleinstformat.

Vorteile
  • Mit allen bluetoothfĂ€higen GerĂ€ten kompatibel
  • Ideal fĂŒr zu Hause und unterwegs
  • FlexibilitĂ€t dank Akku
  • Bessere SoundqualitĂ€t als Smartphone, Tablet und PC
  • Keine KabelbrĂŒche oder Wackelkontakte
  • Kein Kabelsalat
Nachteile
  • Laufzeit durch Akku limitiert
  • BeschrĂ€nkte Reichweite
  • Mögliche VerbindungsabbrĂŒche
  • Schlechtere SoundqualitĂ€t als kabelgebundene Lautsprecher

Die Funktionsweise

Bluetooth ist ein Industriestandard zur digitalen Funkverbindung von zwei oder mehreren GerĂ€ten auf kurze Distanz. Er gehört unlĂ€ngst zur Grundausstattung mobiler GerĂ€te. Bei Bluetooth-Lautsprechern handelt es sich um AudioausgabegerĂ€te mit einem eingebauten Bluetooth-EmpfĂ€nger. DarĂŒber werden die Daten ĂŒbertragen; es kommt zum sogenannten „Pairing“ mit einem weiteren bluetoothfĂ€higen GerĂ€t. Damit sich die Bluetooth- Lautsprecher mit dem gewĂŒnschten GerĂ€t verbinden („koppeln“), besitzt jedes eine individuelle Erkennungsnummer.

FĂŒr die DatenĂŒbertragung kommt das sogenannte ISM-Band mit einem Frequenzbereich zwischen 2,402 und 2,480 Gigahertz, also 79 unterschiedlichen Stufen, zum Einsatz. Im Zuge des Frequenzsprungverfahrens wechselt die Frequenz zwischen diesen Stufen 1.600 Mal pro Sekunde hin- und her. Auf diese Weise wird eine Überschneidung des Bluetooth-Signals mit anderen Netzen, etwa WLAN, beziehungsweise weiteren Bluetooth-GerĂ€ten verhindert.

Bluetooth versus WLAN

Mobile GerĂ€te können sich auf zwei verschiedene Arten mit Lautsprechern verbinden: per Bluetooth oder WLAN. Anders als WLAN wurde Bluetooth extra fĂŒr den mobilen Einsatz und somit fĂŒr einen geringen Energieverbrauch konzipiert. Beispielsweise könnten Apples AirPods dementsprechend nicht mit WLAN laufen. FĂŒr die gleiche Laufzeit wĂ€ren viele grĂ¶ĂŸere Akkus nötig. Aufgrund der begrenzten Bandbreite des Funkstandards mĂŒssen die Audiodateien bei Bluetooth zudem in komprimierter Form vorliegen. WLAN ist dagegen in der Lage, auch unkomprimiertes Material zu ĂŒbertragen. Dieser Unterschied fĂ€llt jedoch nur audiophilen Kennern auf. DarĂŒber hinaus ist es beim Freizeitspaß kaum von Belang, dass die eine oder anderen klangliche Nuance im Hochtonbereich verlorengeht.

Durch die geringere Reichweite werden Störungen und der Energieverbrauch minimiert. Dementsprechend hĂ€lt der Akku lĂ€nger. Außerdem benötigen Sie fĂŒr eine Koppelung via Bluetooth weder einen Router noch eine bestehende Internetverbindung.

Vom blauen Blut zum blauen Zahn: Die Namensherkunft

Aus dem Englischen ĂŒbersetzt bedeutet Bluetooth „Blauzahn“. Dieser seltsam anmutende Name leitet sich vom dĂ€nischen König Harald BlĂ„tand, zu Deutsch Blauzahn, ab. Im zehnten Jahrhundert löste er die ehemalige Feindschaft zwischen DĂ€nemark und Norwegen. Ebenso wie König Blauzahn zwei Völker zusammenfĂŒhrte, verbindet die Bluetooth-Technologie heute zwei GerĂ€te miteinander. Das Bluetooth-Zeichen leitet sich aus seinen Initialen in der Runen-Schreibweise ab und ist dem Namen entsprechend blau.

Die Bluetooth-Versionen im Überblick

Die erste Bluetooth-Version (1.0) kam 1999 auf den Markt. Inzwischen gibt es bereits Bluetooth 5.0 (Stand: Februar 2020). Mit diesem neuen Standard soll unter anderem die Reichweiter vervierfacht und die Datenrate verdoppelt werden. In den letzten 20 Jahren wurden die Datenrate und die Reichweite erhöht, das Signal gegen Störquellen abgeschottet und der Stromverbrauch reduziert. Da Bluetooth abwĂ€rtskompatibel ist, lassen sich auch alte GerĂ€te mit neueren Versionen koppeln. Aktuelle GerĂ€te sollten allerdings alle mindestens Bluetooth 4.0 haben; 3.0 und Ă€lter ist nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ.

Zwar wurde Bluetooth speziell fĂŒr einen geringen Energieverbrauch konzipiert und arbeitet bereits sehr sparsam, dennoch setzen einige mobilen GerĂ€te einen Mindeststandard voraus. Dazu gehören beispielsweise besonders stromsparende Smartwatches oder auch Fitness-Uhren. Aber der 4.0-Version ist das Low-Energy-Protokoll gewĂ€hrleistet.

Die verschiedenen AusfĂŒhrungen

Bluetooth-Lautsprecher sind am ehesten anhand ihres Einsatzortes zu klassifizieren. Entsprechend lassen sie sich in folgende Kategorien einteilen: Mini-Lautsprecher fĂŒr den Transport, Boxen als Stereoanlagen-Ersatz fĂŒr zu Hause und Multiroom-Modelle fĂŒr die Beschallung der kompletten Wohnung.

GroßgerĂ€te als Stereoanlagen-Ersatz versus portable Mini-Lautsprecher

Bluetooth-Lautsprecher, die eine Stereoanlage ersetzen sollen, sind in der Regel nicht nur kostspieliger, sondern auch leistungsfĂ€higer und lauter als kleinere AusfĂŒhrungen, die vor allem fĂŒr den Transport gedacht sind. DafĂŒr sind sie an einen Stromanschluss gebunden, also nicht mobil. Sie wiegen nicht selten ĂŒber zehn Kilogramm und sind somit nur schwer transportierbar.

Die gĂŒnstigeren Mini-Lautsprecher erreichen zwar nicht die gleiche LautstĂ€rke, KlangqualitĂ€t und Akkulaufzeit, sie sind jedoch portabel. Manche Modelle passen sogar in die Hosentasche. Die flexiblen GerĂ€te lohnen sich fĂŒr alle, die in jeder Lebenslage Musik hören möchten. Ein Wechsel von einem Raum in einen anderen ist unkompliziert möglich, ohne die Musik unterbrechen zu mĂŒssen. So können Sie die Box im Freibad zur Hintergrundbeschallung nutzen und anschließend zum stimmungsvollen Ausklang eines Sommerabends mit auf den Balkon nehmen. Auch als ZweitgerĂ€t in der KĂŒche, im Schlafzimmer oder Bad lohnt sich das KompaktgerĂ€t.

Stereo-Pairing versus Multiroom-Lösungen

FĂŒr eine bessere rĂ€umliche Wirkung lassen sich viele Bluetooth-Speaker zu sogenannten Stereo-Paaren verbinden. Damit soll eine Stereofonie, also ein rĂ€umlicher Schalleindruck wie beim natĂŒrlichen Hören, erreicht werden. Bluetooth-Boxen mit Stereo-Pairing lohnen sich also vor allem fĂŒr den stationĂ€ren Gebrauch. Mitunter können Sie bis zu 8 Boxen (in seltenen FĂ€llen bis zu 100) in einem Verbund bespielen – perfekt fĂŒr große Wohnungen oder eine Party.

In letzteren FĂ€llen eignen sich auch Multiroom-Lösungen, die nicht nur synchron laufen, sondern auch direkt mit verschiedensten Musik-Streaming-Diensten verbinden lassen. Bei Multiroom-Lösungen sind mehrere Lautsprecher ansteuerbar, die sich zudem weiter als 10 Meter voneinander entfernt befinden können. Sie können die Boxen also in Ihrer kompletten Wohnung verteilen und ĂŒberall Musik genießen – sei es ĂŒberall die gleiche oder jeweils andere.

Darauf kommt es beim Kauf an

Die kleinen Boxen sind inzwischen in HĂŒlle und FĂŒlle auf dem Markt vertreten. Zwar kommt der KlangqualitĂ€t die grĂ¶ĂŸte Bedeutung zu, dennoch gibt es weitere wichtige Faktoren beim Kauf eines Bluetooth-Lautsprechers zu beachten. Dazu gehören unter anderem die MobilitĂ€t, die Outdoor-FĂ€higkeit und die Zusatzausstattung.

Klangvolles Sounderlebnis oder BrĂŒllwĂŒrfel?

Ein schöner Klang ist bei der Bluetooth-Box die halbe Miete. Der Klang besteht aus bewegter Luft im Raum. Wird mehr Luft bewegt, entsteht also „mehr“ Klang. WĂ€hrend Stereo-Analgen mit ihrer grĂ¶ĂŸeren MembranflĂ€che mehr Klang erzeugen und diesen dank VerstĂ€rker obendrein optimieren können, haben Bluetooth-Lautsprecher aufgrund ihrer geringeren GrĂ¶ĂŸe diese Möglichkeiten nicht. Die GehĂ€usedĂ€mmung und der nötige Klangraum, auch als Headroom gelĂ€ufig, fehlen ebenfalls. Nichtsdestoweniger produzieren sie prinzipiell einen vollen, differenzierten sowie hochwertigen Klang.

In puncto Klang spielt der Formfaktor eine wesentliche Rolle: Je grĂ¶ĂŸer die Box, desto krĂ€ftiger der Sound. Sofern die Lautsprecher hochwertig gefertigt sind, steigt mit der GrĂ¶ĂŸe auch die KlangqualitĂ€t. Schließlich mĂŒssen der Bassdruck und ein natĂŒrlicher Mitteltonbereich irgendwo herkommen. Im Hosentaschenformat lĂ€sst sich das nicht realisieren.

Lauter muss jedoch nicht unbedingt besser sein. So darf das SoundgerĂŒst bei einer hohen LautstĂ€rke beispielsweise nicht zusammenbrechen. Kratzende Höhen und blasse BĂ€sse sind ein No-Go. HierfĂŒr verantwortlich ist die sogenannte Pegelfestigkeit. Vor allem gĂŒnstige GerĂ€te haben in dieser Hinsicht hĂ€ufig Probleme. Allerdings ist die KlangqualitĂ€t immer auch eine subjektive Wahrnehmung. Letzten Endes entscheidet das Zusammenspiel von Einsatzort und Klanganspruch ĂŒber Ihre Wahl.

Der Frequenzbereich

Der Frequenzbereich hat einen großen Einfluss auf die TonqualitĂ€t. WĂ€hrend der Gesang im Spektrum 1.000 bis 10.000 Hertz am dominantesten ist, liegt die Obergrenze fĂŒr den Bass bei etwa 200 Hertz. Zwar decken Bluetooth-GerĂ€te diese Frequenzen fĂŒr gewöhnlich ab, EinschrĂ€nkungen gibt es allerdings bei den niedrigen Bassfrequenzen zwischen 20 und 60 Hertz.

Lautsprecher im Hosentaschenformat

FĂŒr den Einsatz unterwegs sollte die Box möglichst klein und leicht sein. Im Idealfall wiegt sie weniger als 800 Gramm und misst nicht mehr als 18 Zentimeter in der LĂ€nge. Damit nimmt sie beim Transport wenig Platz ein und belastet den TrĂ€ger nicht. Die kleinsten Lautsprecher messen circa 5 x 5 x 6 Zentimeter. Nach oben hin sind die Ausmaße offen. Leichtgewichte bringen zudem nicht mehr als 100 Gramm auf die Waage. Im Idealfall hat der Speaker eine Schlinge oder einen Tragegurt am GehĂ€use, sodass Sie ihn problemlos transportieren können.

Wenn Sie den Lautsprecher hauptsĂ€chlich stationĂ€r zu Hause nutzen, spielen Gewicht und Maße eine untergeordnete Rolle – zumindest solange Sie ausreichend Platz in Ihrer Wohnung haben. Wer also gelegentlich eine Freiluft-Party ausrichtet, ist mit einem grĂ¶ĂŸeren GerĂ€t aufgrund der höherwertigen KlangqualitĂ€t besser bedient.

Unbegrenzter Musikgenuss: Die Reichweite

Je nach Modell und Einsatzgebiet stĂ¶ĂŸt ein Bluetooth-Lautsprecher schneller an seine Grenzen, was seine Reichweite betrifft. Im Freien kann sich ein gewöhnlicher Speaker – der Theorie zufolge – bis zu 100 Metern vom EndgerĂ€t entfernt befinden, ohne dass die Verbindung abbricht. In der Praxis sind das vielmehr 10 bis 20 Meter. Innerhalb von GebĂ€uden können Sie von etwa 10 Metern Reichweite ausgehen. Im Gegensatz zur Kabelverbindung ist die Funkverbindung allerdings stets von der Umgebung abhĂ€ngig. Objekte, die eine direkte Sichtverbindung zwischen Box und EndgerĂ€t behindern, verringern die Reichweite also. Dabei kann es sich um WĂ€nde, BĂ€ume oder GewĂ€sser handeln. Auch das heimische WLAN ist unter UmstĂ€nden ein Hindernis.

Falls Sie die Boxen am Strand oder im Park nutzen, liegt Ihr Handy meist in unmittelbarer NĂ€he. In diesem Fall benötigen Sie also nur eine Reichweite von wenigen Metern. Wichtiger ist meist die Reichweite in der Wohnung: Ein höherer Wert sorgt hier fĂŒr eine bessere Erreichbarkeit und fĂ€ngt zudem etwaige Störquellen ab.

DauerlĂ€ufer oder Spaßbremse? MobilitĂ€t dank langer Akkulaufzeiten

Die Relevanz der Akkulaufzeit hĂ€ngt in erster Linie vom Einsatzort des Lautsprechers ab. Das heißt, fĂŒr den Outdoor-Einsatz ist eine lange Laufzeit wichtiger als fĂŒr den Gebrauch in der Wohnung, wo die nĂ€chste Steckdose nicht weit entfernt ist.

Die Laufzeiten unterscheiden sich je nach Modell. In der Regel beziehen sich die angegeben Werte auf die normale LautstĂ€rke, also gewissermaßen das Hören „auf Sparflamme“. Drehen Sie die LautstĂ€rke dagegen bis zum Anschlag auf, verringert sich die Laufzeit. Vor allem auf einer Party, die gerade voll im Gange ist, gibt es nichts LĂ€stigeres als einen leeren Akku. Um gar nicht erst in diese Situation zu geraten, sollten Sie Ihre Box regelmĂ€ĂŸig aufladen. Besser ist es selbstredend, wenn die Box bereits ĂŒber eine lange Akkulaufzeit verfĂŒgt. Die Laufzeiten variieren zwischen 6 und 25 Stunden. Durchschnittlich können Bluetooth-Lautsprecher zwischen 8 und 15 Stunden Musik abspielen, bevor sie neu aufgeladen werden mĂŒssen.

Geladen werden die Boxen fĂŒr gewöhnlich ĂŒber eine Steckdose. DafĂŒr sind die GerĂ€te mit einem USB-Netzteil ausgestattet. Sie können also auch eine Powerbank zum Laden benutzen. In der Regel ist der Akku fest verbaut und somit vom Anwender nicht auswechselbar.

Die DatenĂŒbertragung: aptX als das Maß aller Dinge?

Wie genau gelangt die Musik eigentlich in die Boxen? Hier kommt aptX ins Spiel: WĂ€hrend Bluetooth den Standard der FunkĂŒbertragung definiert, ĂŒbernimmt aptX als Audio-Codec, also Codierer und Decodierer, die Aufgabe der Komprimierung. Er bestimmt also die Sound-QualitĂ€t mit. DafĂŒr sind jedoch verschiedenste Faktoren – vom unterstĂŒtzten Standard des Lautsprechers und EndgerĂ€tes bis zur QualitĂ€t der Musik und der Box – entscheidend.

Neben aptX gibt es weitere Standards, darunter aptX HD, ACC, SBC und LDAC. In der Praxis sind die Unterschiede kaum hörbar. Selbst die schwĂ€chste Codierung hat noch einen guten Klang und ist dementsprechend fĂŒr den gelegentlichen Einsatz vollkommen ausreichend. aptX, der speziell fĂŒr die drahtlose Übertragung von Musik entwickelt wurde, sorgt jedoch dafĂŒr, dass dies verlustfrei vonstattengeht. Wichtig ist in jedem Fall, dass sowohl das ZuspielgerĂ€t, etwa das Smartphone, als auch die Box selbst den entsprechenden Standard unterstĂŒtzt. Andernfalls einigen sich beide auf den niedrigeren Standard.

Wasserdicht? Die Schutzklassen

Wer seine Bluetooth-Box auch im Bad oder draußen nutzen möchte, sollte darauf achten, dass sie wasserfest ist. Vor allem im Sommer wird der portable Speaker gern ĂŒberall hin mitgenommen. Zwar ist der Einsatz bei schönem Wetter weniger problematisch, im Falle eines Wolkenbruchs kann der Lautsprecher jedoch schnell den nassen Tod finden. Deshalb sollten Sie auf eine entsprechende Kennzeichnung achten, die sogenannte IP-Klasse („International Protection“). Diese gibt an, wie staub- und wasserdicht ein elektronisches GerĂ€t ist – genauer: Die erste Zahl hinter dem „IP“ definiert den Grad des Staubschutzes, die zweite den Grad des Wasserschutzes.

Die Staubschutzklassen reichen von 0 (kein Schutz) bis 6 (staubdicht und geschĂŒtzt gegen BerĂŒhrungen). Je höher die letzte Ziffer, desto wasserfester die Box. IPX3 schĂŒtzt Ihre Box beispielsweise vor Spritzwasser, IPX7 erlaubt sogar ein kurzzeitiges Untertauchen:

  • 0: kein Schutz
  • 1: Schutz gegen senkrecht fallende Wassertropfen, sprich Tropfwasser
  • 2: Schutz gegen schrĂ€g fallende Wassertropfen (bis 15 Grad Neigung)
  • 3: Schutz gegen schrĂ€g fallende Wassertropfen (bis 60 Grad Neigung)
  • 4: Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen
  • 5: Schutz gegen einen Wasserstrahl aus einem beliebigen Winkel
  • 6: Schutz gegen starkes Strahlwasser aus einem beliebigen Winkel
  • 7: Schutz gegen das Eindringen von Wasser bei einem zeitweisen Eintauchen (bis zu 30 Minuten)
  • 8: Schutz gegen das Eindringen von Wasser bei einem dauerhaften Eintauchen
  • 9: Schutz gegen das Eindringen von Wasser bei starkem Druck, etwa aus einer DĂŒse oder einem Dampfstrahl

Bei Boxen mit den Schutzklassen IPX6 und IPX4 gibt es eine sehr große Auswahl. Auch GerĂ€te mit IPX5 und IPX7 sind relativ hĂ€ufig zu finden; IPX8 ist dagegen eher rar.

Von AUX bis Wi-Fi Direct: Weitere Anschlussmöglichkeiten

Neben der Hauptverbindung ĂŒber Bluetooth besitzen einige Lautsprecher weitere Anschlussmöglichkeiten. FĂŒr die meisten Nutzer spielen zusĂ€tzliche Schnittstellen eine untergeordnete Rolle, da es ihnen vor allem auf die kabellose Koppelung ankommt. In manchen Situationen kommen zusĂ€tzliche Anschlussoptionen jedoch sehr gelegen.

Zu den ĂŒblichen Anschlussmöglichkeiten gehören ein Micro-USB-Port fĂŒr das Aufladen des Akkus sowie folgende weitere:

  • AUX: Dieser Audio-Eingang im 3,5-Millimeter-Klinken-Format dient unter anderem der Verbindung mit einem Notebook oder PC.
  • SD-Karte: Die Box spielt die auf der SD-Karte gespeicherten Audio-Dateien ab, ohne eine Bluetooth-Verbindung oder ein Smartphone zu benötigen.
  • Ethernet: Ein LAN-Anschluss erlaubt die Verbindung mit einem Netzwerk und stellt eine höhere Bandbreite zur VerfĂŒgung.
  • NFC: Mit der NFC-Funktion können zwei GerĂ€te ĂŒber eine kurze Distanz schnell miteinander kommunizieren und Daten austauschen.
  • WLAN: Über WLAN können Sie von Ihrem heimischen Medien-Server Musik beziehen und Radio-Streams hören.

Eine integrierte Chromecast-Funktion ermöglicht es, Musik von Android-GerĂ€ten beispielsweise auf den Fernseher zu ĂŒbertragen. Mit Wi-Fi Direct Hiermit lĂ€sst sich direkte WLAN-Verbindung zwischen zwei GerĂ€ten herstellen, ohne dass sie Teil eines Heimnetzwerkes sein mĂŒssen.

Modi und Zusatzfeatures fĂŒr den Spaßfaktor

Bei der Wahl des passenden Bluetooth-Lautsprechers kommt es auch auf die Zusatzfunktionen und Modi an. Manche Modelle mit Licht-Show erinnern an eine Lavalampe, andere fungieren sogar als Trommel und erzeugen verschieden Sound-Effekte. Über die Sinnhaftigkeit so mancher Gimmicks lĂ€sst es sich streiten. FĂŒr den ein oder anderen sind sie dennoch ein Kaufargument. Dazu gehören unter anderem die folgenden:

  • Party-Modus: HierĂŒber lassen sich mehrere Lautsprecher desselben Modells oder Herstellers mit einem EndgerĂ€t koppeln und fĂŒr ein Surround-Ă€hnliches System im Raum verteilen.
  • Radio: Wer sich fĂŒr den Moment nur etwas Hintergrundmusik wĂŒnscht, kann mit dieser Funktion einfach das Radio einschalten.
  • Freisprecheinrichtung: Über ein integriertes Mikrofon können Sie etwa beim Autofahren ĂŒber den Lautsprecher telefonieren, ohne dabei das Handy in die Hand nehmen zu mĂŒssen.
  • Lichteffekte: Dieses nette, aber auch energieintensive Extra beeindruckt insbesondere im Dunkeln und sorgt je nach Bedarf zum Beispiel fĂŒr Romantik- oder Partystimmung.
  • Display: Auf dem Display werden verschiedenste Informationen angezeigt, vom Ladezustand ĂŒber die Uhrzeit bis hin zum Interpreten und Musiktitel.
  • App-Steuerung: Via App können Sie ein MusikstĂŒck auswĂ€hlen, die LautstĂ€rke einstellen oder Zusatzfunktionen aktivieren.
  • Sprachassistent: Bluetooth-Boxen mit Sprachassistent unterstĂŒtzen Siri oder auch Google Home, sind jedoch nicht mit intelligenten Lautsprechern wie Amazons Echo zu verwechseln.

Starker Sound fĂŒr kleines Geld?

Kleine Modelle, die im VerhĂ€ltnis zur ihrer GrĂ¶ĂŸe noch eine akzeptable KlangqualitĂ€t bieten, beginnen bereits bei einem Preis von 20 Euro. Sie sind allerdings nicht fĂŒr den Dauereinsatz konzipiert. Stabil verarbeitete Bluetooth-Lautsprecher der Mittelklasse erhalten Sie inzwischen fĂŒr 50 bis 120 Euro. Meist stellen sie nicht nur eine gute Sound-QualitĂ€t und einige Extras bereit, sondern sind zudem outdoortauglich. GerĂ€te zu Preisen zwischen 120 und 200 Euro gewĂ€hrleisten eine noch bessere KlangfĂŒlle. Massivere Modelle der Oberklasse mit einem besonders voluminösen Klang, langen Akkulaufzeiten und zahlreichen Extras kosten nicht selten ĂŒber 200 Euro.

So stellen Sie eine Bluetooth-Verbindung her

Sie haben Ihren perfekten Bluetooth-Lautsprecher gefunden und fragen sich nun, wie Sie diesen mit Ihrem Smartphone koppeln, um Musik darĂŒber zu hören? HierfĂŒr sind nur wenige, unkomplizierte Schritte nötig:

  1. Schalten Sie die Bluetooth-Funktion des EndgerÀts ein.
  2. DrĂŒcken Sie die Bluetooth-Taste am Lautsprecher.
  3. Sobald der Lautsprecher das Handy angefunkt hat, zeigt dieses eine Liste verfĂŒgbarer GerĂ€te an.
  4. WĂ€hlen Sie den Namen Ihrer Bluetooth-Box an – schon können Sie loslegen.

Ab dem zweiten Einsatz ist das manuelle Koppeln nicht mehr notwendig. Die Verbindung wird in der Regel automatisch erkannt; das AuswÀhlen fÀllt also weg.

Mitunter kommt es vor, dass Sie fĂŒr die erstmalige Verbindung einen vierstelligen Pincode eingeben mĂŒssen. Dieser befindet sich in der Bedienungsanleitung. HĂ€ufig ist der Code 0000 voreingestellt und von Ihnen selbst Ă€nderbar.

Tests von Bluetooth-Lautsprechern

Achtung: Da es uns nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Bluetooth-Lautsprechern.

Einen aktuellen Test aus dem Jahr 2020 bietet die Testredaktion von COMPUTERBILD. Die Experten nahmen insgesamt 48 Bluetooth-Lautsprecher unter die Lupe und testeten diese auf „Hertz“ und Nieren. Testsieger wurden gleich drei GerĂ€te, jeweils mit der Testnote 2,1 (Gut): der JBL Audio Xtreme 2, der Marshall Stanmore Multi-Room und die JBL Audio Boombox. Auch den zweiten Platz teilen sich mehrere Testmodelle mit der Testnote 2,2 (Gut), also knapp hinter Platz eins: der Sony SRS-XB30, der Teufel Rockster Cross, der Dynaudio Music 1 und der Teufel Rockster Air. Drittplatzierte wurden der Charge 4 von JBL Audio und der Rockster Go von Teufel. Beide erreichten die Testnote 2,3 (Gut). Zweit weitere Testprodukte ergatterten das Testurteil „Gut“, die 33 ĂŒbrigen das TestprĂ€dikat „Befriedigend“.

Kurz zuvor, im Jahr 2019, testeten auch die Experten der Stiftung Warentest Bluetooth-Lautsprecher, insgesamt 35 Modelle. Sie stellten unter anderem in puncto Akkulaufzeit, Ausstattung und Klang sowie Preis deutliche Unterschiede fest. Die TestgerĂ€te unterteilten sie jeweils in schwere, große und leichte, kleine GerĂ€te. In der ersten Kategorie siegte der B&O Beoplay P6 mit der Testnote 1,7 („Gut“) fĂŒr 305 Euro, dicht gefolgt vom Bose SoundLink Revolve Plus mit der Testnote 1,8 („Gut“) fĂŒr 246 Euro. Den dritten Platz teilen sich drei TestgerĂ€te mit der Testnote 2,0 („Gut“): der Bose SoundLink Revolve fĂŒr 161 Euro, der JBL Charge 4 fĂŒr 134 Euro und der Libratone Too fĂŒr 121 Euro. In der zweiten Kategorie konnten die Tester lediglich die TestprĂ€dikate „Befriedigend“ und „Ausreichend“ verteilen.