Beamer

Die 7 besten Beamer im Test & Vergleich

Allgemeine Merkmale
Hersteller
Beamer-Typ
Maße
Farbe
Gewicht
Leistung
Produktinformation
3D-Umwandlung
Auflösung
HDMI-Anschluss
VGA-Anschluss
LautstÀrke
Lichtleistung
Kontrast
Full-HD
Bluetooth
Fernbedienung
Batterien inklusive
Handbuch
Aufbewahrungstasche
Lautsprecher
Lebensdauer Lampe
Minimale Projektionsdiagonale
Maximale Projektionsdiagonale

Beamer-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Beamer sind kompakte GerĂ€te, die in der Lage sind, riesige Bilddiagonalen auf die Wand zu projizieren.
  • Bei einem Heimkino-Beamer sind vor allem eine passende Auflösung, ein hohes KontrastverhĂ€ltnis und eine geringe BetriebslautstĂ€rke wichtig. Bei einem Gaming-Projektor mĂŒssen Nutzer zusĂ€tzlich auf schnelle Reaktionszeiten achten, um ein scharfes Bild zu erhalten.
  • Die benötigte LichtstĂ€rke ist abhĂ€ngig von der Umgebungshelligkeit am Einsatzort: Je heller, desto mehr LichtstĂ€rke ist nötig, um ein scharfes, kontrastreiches Bild zu erzielen.

Was ist ein Beamer und wofĂŒr benötige ich ihn?

Beamer, auch als Projektoren bezeichnet, projizieren hochauflösende Bilder im Großformat an die Wand. Sie eignen sich fĂŒr PrĂ€sentationen mit Folien, aber auch fĂŒr das Projizieren von Filmen und Serien. VortrĂ€ge in Schulen und an UniversitĂ€ten kommen kaum noch ohne sie aus. Zum anderen bringen sie die Augen von Filmenthusiasten zum Leuchten und das Kino-Erlebnis in die eigenen vier WĂ€nde.

Beamer oder Fernseher: Was ist besser?

Diese Frage lÀsst sich so pauschal nicht beantworten. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche GerÀte, die jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile haben.

Riesige, gestochen scharfe Bilder

Beamer ermöglichen riesige Bilddiagonalen bis zu 120 Zoll und mehr. GerĂ€te mit der passenden Auflösung und ausreichender LichtstĂ€rke, die im richtigen Abstand zu einer passenden Leinwand angebracht sind, punkten zudem mit gestochen scharfen Bildern. Die meisten modernen Beamer lassen sich außerdem ganz einfach per HDMI mit diversen AbspielgerĂ€ten wie einem Laptop, einem PC, einem Fernseher oder einem Smartphone verbinden. Einige GerĂ€te sind sogar WLAN-fĂ€hig.

Noch immer kÀmpfen die Projektoren mit dem Vorurteil, nur in dunklen RÀumen ihre StÀrken voll ausspielen zu können. Dabei benötigen sie nur eine ausreichend hohe LichtstÀrke, um auch in etwas hellerer Umgebung scharfe, farbstarke Bilder auf die Leinwand zu bringen.

Je nach verwendeter Technologie zeigen manche Beamer SchwĂ€chen hinsichtlich des Schwarzwertes. Das bedeutet: Schwarz erscheint eher wie dunkles Grau. Dementsprechend geringer fallen Kontrast und Bildtiefe aus. Allerdings ist das kein Nachteil gegenĂŒber den TV-GerĂ€ten, da auch einige Fernseher mit diesem Problem kĂ€mpfen.

Etwas aufwendigerer Aufbau

Wenn Nutzer den Beamer nicht im richtigen Abstand zur Wand aufstellen, ist das Bild verzerrt oder verpixelt. Das macht das Aufstellen eines Beamers anspruchsvoll und aufwendig. Zudem mĂŒssen Nutzer noch die passende Leinwand anbringen. DarĂŒber hinaus können die meisten Beamer keine TV-Sender empfangen, zumindest nicht ohne Receiver oder DVB-T-Stick. Ein gleichwertiger Ersatz fĂŒr den Fernseher im Sinne eines GerĂ€ts fĂŒr den Empfang von TV-Sendern ist der Beamer also nicht.

Beamer als ErgÀnzung zum Fernseher

HĂ€ufig dienen Beamer als ErgĂ€nzung zum Fernseher. WĂ€hrend Letzterer im Wohnzimmer steht, findet der Beamer beispielsweise in einem Hobbyraum Platz, den er dann zum Heimkino oder zur Zockerhöhle werden lĂ€sst. In geeigneten RĂ€umen (ausreichende GrĂ¶ĂŸe, genug freie FlĂ€che an der Wand, bei Bedarf abdunkelbar) können natĂŒrlich auch beide GerĂ€te genutzt werden. Zum Beispiel kommt nachmittags der Fernseher fĂŒr das TV-Programm zum Einsatz, und spĂ€ter gibt es einen Filmeabend mit Kino-AtmosphĂ€re dank Beamer.

Und wenn man sich fĂŒr ein GerĂ€t entscheiden muss?

Und was ist mit den Nutzern, die sich gerade ein neues WiedergabegerĂ€t anschaffen möchten und sich aus Mangel an Platz oder finanziellen Mitteln fĂŒr eines entscheiden mĂŒssen? Dann steht und fĂ€llt die Entscheidung mit dem Verwendungszweck. Wer in erster Linie TV-Sender empfangen möchte, fĂŒr den ist ein Fernseher die richtige Wahl. Wer das WiedergabegerĂ€t dagegen vor allem zum Gaming oder Abspielen von Filmen nutzen möchte, wird von den riesigen Bilddiagonalen, die ein Beamer ermöglicht, begeistert sein.

Die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Beamers gegenĂŒber einem Fernseher fasst die folgende Übersicht zusammen:

Vorteile
  • Sehr große Bilddiagonalen möglich
  • Kinoformat (21:9) darstellbar
  • Gestochen scharfe, detailgenaue Bilder möglich
  • Mit diversen AbspielgerĂ€ten verbindbar
  • HĂ€ufig WLAN-fĂ€hig
  • Mit ausreichender LichtstĂ€rke auch in hellerer Umgebung problemlos einsetzbar
Nachteile
  • Aufstellen des Beamers und Anbringen der Leinwand aufwendig
  • FĂŒr Empfang von TV-Sendern zusĂ€tzliches GerĂ€t notwendig

Das Beamer-Grundwissen - Wichtige Eigenschaften von Projektoren

Wer sich mit Projektoren beschĂ€ftigt, stĂ¶ĂŸt auf diverse technische Daten und Fachbegriffe. Besonders Einsteiger werden sich damit möglicherweise schnell ĂŒberfordert fĂŒhlen. Um den Einstieg in diese komplexe Thematik zu vereinfachen und eine Orientierungshilfe zu bieten, erlĂ€utern wir im Folgenden die wichtigsten Eigenschaften von Beamern.

Die Auflösung und das SeitenverhÀltnis

Die Auflösung bezeichnet die Anzahl der Pixel, aus denen sich ein Bild zusammensetzt. Je mehr Pixel, desto schĂ€rfer und detailgenauer ist das Bild. Welche Bildauflösung empfehlenswert ist, hĂ€ngt vom Einsatzzweck und der Bildquelle ab. FĂŒr PrĂ€sentationsbeamer reichen Standard Definition (SD) mit 720 x 576 Pixeln oder HD Ready (1.280 x 720) aus, wĂ€hrend fĂŒr einen Heimkino- oder Gaming-Projektor mindestens Full HD sinnvoll ist. Aus der Pixelanzahl lĂ€sst sich auch das SeitenverhĂ€ltnis ableiten.

Beispielsweise setzt sich ein Full-HD-Bild aus 1.920 x 1.080 Pixeln zusammen. Dabei gibt der erste Wert die Anzahl der horizontalen, der zweite die der vertikalen Bildpunkte an. Daraus ergibt sich das SeitenverhĂ€ltnis 16:9, das auch fĂŒr die noch höhere 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) gilt.

Im Idealfall entspricht die Beamer-Auflösung der Auflösung des Eingangssignals, da er die native Auflösung vorgibt. So lassen sich QualitÀtsverluste vermeiden.

Was ist die native Auflösung?

Als native Auflösung bezeichnet man eine Auflösung die exakt der Pixelzahl des AnzeigegerĂ€ts, in unserem Fall also der Auflösung des Beamers, entspricht. Eine abweichende Auflösung fĂŒhrt zu einem QualitĂ€tsverlust, da das Bild umgerechnet werden muss.

Ein Beispiel: Wir möchten mit einem Full-HD-Beamer (1.920 x 1.080 Pixel) einen Film in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) an die Wand projizieren. Als AbspielgerĂ€t nutzen wir einen Laptop mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln. Die Konsequenz: Das Bild muss zweimal umgerechnet werden – einmal zur Übertragung auf den Laptop und ein zweites Mal im Beamer.

In diesem Fall ist es besser, die Ausgangsauflösung des Laptops an die Beamer-Auflösung anzupassen. Damit lÀsst sich der QualitÀtsverlust reduzieren, da das Bild nur einmal umgerechnet werden muss. Im Idealfall ist gar keine Skalierung nötig.

Die LichtstÀrke und die Beamerlampe

Die LichtstĂ€rke oder Lichtleistung des Beamers, also seine Helligkeit, wird in ANSI Lumen angegeben. Je mehr ANSI Lumen, desto heller strahlt der Projektor und desto stĂ€rker kann das Umgebungslicht sein. Welche LichtstĂ€rke sich fĂŒr welche Umgebung eignet, veranschaulicht die untenstehende Grafik.

Da die Helligkeit des Beamers mit zunehmendem Alter des GerÀts dazu neigt, abzunehmen, empfiehlt es sich, eine etwas höhere LichtstÀrke als nötig zu wÀhlen. Der einzige Nachteil an Beamern mit mehr Leuchtkraft ist ihr höherer Preis.

Die LichtstĂ€rke hĂ€ngt stark von der verwendeten Beamerlampe ab. So sind LED-LĂ€mpchen weniger hell (meist nur bis zu 1.000 ANSI Lumen) als UHP-Lampen. DafĂŒr sind sie sehr langlebig und energiesparsam – ebenfalls wichtige Eigenschaften fĂŒr eine Beamerlampe, da Nutzer Geld sparen und der teilweise aufwendige Lampenwechsel entfĂ€llt. WĂ€hrend die Lebensdauer von UHP-Lampen meist zwischen 3.000 und 5.000 Stunden liegt, betrĂ€gt sie bei LED-Lampen und Lasern bis zu 20.000 Stunden, also das Vierfache. Der Preis fĂŒr UHP-Ersatzlampen liegt je nach Hersteller und Lebensdauer zwischen 60 und 150 Euro.

Das KontrastverhÀltnis

Ähnlich wichtig wie die LichtstĂ€rke ist das KontrastverhĂ€ltnis. Es handelt sich dabei um den maximal darstellbaren Helligkeitsunterschied zwischen Weiß und Schwarz. Beamer mit einem hohen KontrastverhĂ€ltnis bringen krĂ€ftige Farben auf die Leinwand. Ist das KontrastverhĂ€ltnis zu niedrig, wirken die Farben dagegen matt. FĂŒr PrĂ€sentationsbeamer ist ein KontrastverhĂ€ltnis von 5.000:1 ausreichend, wĂ€hrend es bei Heimkino- und Gaming-Beamer mindestens 10.000:1 betragen sollte. Besonders scharfe Kontraste erzielen DLP-Beamer.

Die BetriebslautstÀrke

Beamerlampe und Micro-Displays mĂŒssen gekĂŒhlt werden, um bei laufendem Betrieb nicht zu ĂŒberhitzen. DafĂŒr verfĂŒgen Beamer ĂŒber eine LĂŒftung, die bei den meisten GerĂ€ten deutlich hörbar ist. Damit solche LĂŒftergerĂ€usche nicht den Filmgenuss, das Gaming oder den Vortrag stören, sollten Nutzer auf eine möglichst geringe BetriebslautstĂ€rke achten. HĂ€ufig sind DLP-Beamer ein wenig lauter als die Konkurrenzmodelle, da hierbei das Farbrad zusĂ€tzlich hörbar ist. Beamer, die völlig gerĂ€uschlos arbeiten, gibt es nicht, aber der Markt bietet sehr leise GerĂ€te mit rund 20 Dezibel.

Wichtige AnschlĂŒsse und Verbindungen

Welche AnschlĂŒsse der HD-Projektor mitbringen sollte, hĂ€ngt davon ab, an welche GerĂ€te Nutzer ihn anschließen möchten. HDMI- und USB-Schnittstellen zĂ€hlen zur Standardausstattung eines guten HD-Beamers. DarĂŒber schließen Anwender alle gĂ€ngigen GerĂ€te wie zum Beispiel den Fernseher, einen Receiver, Tablets oder Smartphones an den Beamer an. NĂŒtzlich sind außerdem Audio-Schnittstellen und ein Netzwerkanschluss. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Schnittstellen im Überblick:

Beamen ohne Kabelsalat

Neben der kabelgebundenen BildĂŒbertragung beherrschen moderne Beamer vermehrt auch die kabellose Übertragung von Daten. Meist greifen sie dafĂŒr auf WLAN zurĂŒck. DafĂŒr benötigen die GerĂ€te einen EmpfĂ€nger, der mit einem WLAN-Sender, etwa im PC oder Notebook, kommuniziert. Nutzer mĂŒssen dabei allerdings beachten, dass die WLAN-StĂ€rke bei Projektoren hĂ€ufig noch eingeschrĂ€nkt ist, sodass bewegte Bilder nur bedingt oder gar nicht ĂŒbertragen werden. Eine Alternative dazu ist Miracast, eine Technologie, die es ermöglicht, den Beamer kabellos mit einem Miracast-fĂ€higen Smartphone oder Tablet zu verbinden. Damit ist es möglich, Videos in guter QualitĂ€t zu ĂŒbertragen.

Welche verschiedenen Beamertypen gibt es?

Beamer-Hersteller haben eine Vielzahl von Modellen entwickelt, die sich an verschiedene AnsprĂŒche und Einsatzzwecke richten. Die Auswahl ist sehr groß, und es ist schwer, den passenden Beamer zu finden. Vor allem unerfahrene Anwender werden möglicherweise in dem Dschungel aus Marketingbezeichnungen und technischen Fachbegriffen schnell den Überblick zu verlieren. Die zentrale Frage, die sich Verbraucher ganz zu Anfang der Kaufentscheidung beantworten sollten, ist die nach dem Verwendungszweck: WofĂŒr möchte ich den Beamer verwenden? Hiernach lassen sich Beamer nĂ€mlich in drei verschiedene Bereiche unterteilen:

  • Beamer fĂŒr das Heimkino
  • Beamer fĂŒr das Gaming
  • Beamer fĂŒr PrĂ€sentationen

Eine spezielle Beamer-Kategorie bilden die sogenannten Kurzdistanz-Beamer, die bereits aus geringen AbstĂ€nden zur Leinwand große Bilddiagonalen erzeugen.

Heimkino-Beamer: optimale BildqualitÀt muss sein

Nutzer, die sich einen Beamer fĂŒr ihr Heimkino zulegen, erwarten von diesem eine optimale BildqualitĂ€t, also hohe Auflösung und gute Kontraste. Sie möchten Filme im Großformat genießen, mit leuchtenden Farben und gestochen scharfen Bildern, die auch das kleinste Detail klar zeigen. Außerdem sollte das GerĂ€t möglichst gerĂ€uscharm sein, damit das Rauschen der BeamerlĂŒftung den Filmgenuss nicht trĂŒbt. Idealerweise liegt die BetriebslautstĂ€rke unter 30 Dezibel, was in etwa dem Ticken einer Armbanduhr oder leisem Wind entspricht.

Da die meisten Filme im Format 16:9 zur VerfĂŒgung stehen, empfiehlt sich fĂŒr das Heimkino ein Full-HD-Beamer mit ebendieser Auflösung (entspricht 1.920 x 1.080 Pixeln). Außerdem sollte das KontrastverhĂ€ltnis mindestens bei 10.000:1 liegen, um zufriedenstellende Bilder an die Wand zu werfen. Wie hoch die LichtstĂ€rke, die in ANSI Lumen angeben wird, ausfallen sollte, hĂ€ngt von der Umgebungshelligkeit ab. FĂŒr einen eher dunklen Raum reichen 1.500 ANSI Lumen aus. FĂŒr eher helle RĂ€ume, etwa ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer mit lichtdurchlĂ€ssigen VorhĂ€ngen, sind mindestens 3.000 ANSI Lumen notwendig, um ein gutes Bild zu erzeugen.

Je nachdem, von welchem GerĂ€t Nutzer Bilder mit dem Beamer abspielen möchten, sind verschiedene AnschlĂŒsse notwendig. Idealerweise sollte der Projektor ĂŒber einen HDMI-, einen VGA- und einen USB-Anschluss verfĂŒgen. Einige Modelle haben zwar integrierte Lautsprecher, nur selten liefern diese aber eine zufriedenstellende SoundqualitĂ€t. Daher empfiehlt es sich auf externe Lautsprecher zurĂŒckgreifen. Um diese an den Projektor anschließen zu können, ist ein 3,5-Millimeter-Audio-Ausgang erforderlich.

Die wichtigsten Anforderungen fĂŒr Heimkino-Beamer

  • Auflösung: mindestens Full HD (1.920 x 1.080 Pixel)
  • KontrastverhĂ€ltnis: ab 10.000:1
  • BetriebslautstĂ€rke: unter 30 Dezibel
  • LichtstĂ€rke: Mindestens 1.500 ANSI Lumen

Weniger wichtig sind bei Heimkino-Projektoren das Gewicht und die GrĂ¶ĂŸe. Sie sind in der Regel fest installiert und können darum auch etwas grĂ¶ĂŸer und schwerer sein.

Die Preisspanne fĂŒr Heimkino-Beamer ist groß. Bekannte Hersteller, welche in Beamer-Tests, beispielsweise von Stiftung Warentest, gut abgeschnitten haben sind BenQ, Acer, Optoma oder Epson. Die Auswahl reicht von gĂŒnstigen EinsteigergerĂ€ten ab 400 Euro bis hin zu hochpreisigen High-End-Beamern ab 1.000 Euro aufwĂ€rts. Beamer aus dem höheren Preissegment bringen in der Regel Extras wie die 3D-Technologie, eine 4k-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) oder das 4K-Upscaling mit. Letzteres bezeichnet die Möglichkeit, Full-HD-Inhalte in einer höheren Auflösung wiederzugeben.

Wann ist die Anschaffung eines 3D-Beamers sinnvoll?

Projektoren, welche die 3D-Wiedergabe beherrschen, richten sich in erster Linie an Heimkino-Fans, die sich Zuhause ein dreidimensionales Filmerlebnis wie im Kino wĂŒnschen. NatĂŒrlich spielen solche GerĂ€te auch 2D-Filme ab. Viele hochwertige Beamer können mittlerweile 3D-Inhalte darstellen, und die Preisunterschiede zu reinen 2D-Projektoren sind nicht mehr allzu groß. Ein 3D-Beamer ist bereits ab 500 Euro zu haben. ZusĂ€tzlich zum 3D-GerĂ€t benötigen Anwender außerdem Shutter-Brillen, die in der Regel nicht im Lieferumfang enthalten sind.

Gaming-Beamer: Schnelle Reaktionszeiten sind das A und O

Nicht nur im Bereich Heimkino sind Beamer beliebt. Auch zum Gaming werden sie gerne genutzt. Das großformatige Bild auf der Leinwand zieht den Spieler stĂ€rker in die Spielwelt hinein. Außerdem erkennt der Gamer kleine Details besser.

Im Grunde muss ein Beamer, der vorrangig zum Gaming genutzt wird, die gleichen Anforderungen erfĂŒllen wie ein guter Heimkino-Beamer. Ein hohes KontrastverhĂ€ltnis, mindestens Full HD, je nach Umgebungshelligkeit genĂŒgend ANSI Lumen und eine geringe BetriebslautstĂ€rke sind hier ebenfalls wichtig.

DarĂŒber hinaus ist die Reaktionsgeschwindigkeit des Beamers von entscheidender Bedeutung. Sie muss hoch genug sein, damit die bewegten Bilder scharf und flĂŒssig dargestellt werden. Beamer, welche die LCOS- oder die DLP-Technologie nutzen, erreichen besonders schnelle Reaktionszeiten (3 bis 5 Millisekunden) und sind damit in der Lage, schnelle Bewegungen ohne Schlieren darzustellen.

Um den Beamer mit der Spielekonsole zu verbinden, ist ein HDMI-Anschluss notwendig. Bei modernen Beamern ist ein solcher in der Regel mindestens einmal vorhanden. Zudem sollten Nutzer wie beim Heimkino-Beamer auf einen passenden Audio-Ausgang achten, um ihren Gaming-Projektor an externe Lautsprecher anschließen zu können.

Der gefĂŒrchtete Input-Lag

Zwischen einer Aktion des Gamers und der Anzeige auf der Leinwand können je nach verwendetem GerĂ€t Verzögerungen bis zu 100 Millisekunden und mehr auftreten. Der Fachausdruck dafĂŒr lautet „Input-Lag“. Das ist nervig und mindert den Spaß am Zocken enorm. Zwar hören sich 100 Millisekunden nach sehr wenig an. Beim Zocken kommt es aber besonders auf Timing und PrĂ€zision an. Wenn es beispielweise gefordert ist zu einem bestimmten Zeitpunkt auf ein Ziel zu schießen, bedeutet ein Input-Lag einen erheblichen Nachteil.

Die Signalverarbeitung bei Beamern ist sehr komplex, was einen Input-Lag begĂŒnstigt. Anwender mindern diesen, indem sie nach Möglichkeit alle Maßnahmen zur Bildoptimierung deaktivieren. Spezielle Gaming-Beamer haben dafĂŒr einen eignen Gaming-Modus. Damit liegt der Input-Lag in der Regel nur noch zwischen 20 und 40 Millisekunden und trĂŒbt den Spielgenuss nicht.

Die wichtigsten Anforderungen fĂŒr Gaming-Beamer

  • Auflösung: mindestens Full HD (1.920 x 1.080 Pixel)
  • KontrastverhĂ€ltnis: ab 10.000:1
  • BetriebslautstĂ€rke: unter 30 Dezibel
  • Reaktionszeiten: unter 5 Millisekunden
  • AnschlĂŒsse: HDMI

Business-Beamer: mobil oder fest installiert

Business- oder auch PrĂ€sentationsbeamer unterteilen sich in mobile und fest installierte GerĂ€te. Letztere werden an der Decke montiert und benötigen dafĂŒr eine entsprechende Halterungsbohrung.

Bei mobilen Beamern sollten Nutzer auf ein geringes Gewicht und eine handliche GrĂ¶ĂŸe achten, damit der Transport einfacher ausfĂ€llt. Damit die Inhalte der PrĂ€sentation gut ablesbar sind, benötigen Business-Beamer ein gutes KontrastverhĂ€ltnis und eine hohe LichtstĂ€rke. Im Gegensatz zum Heimkino-Zimmer, das sich meist gut abdunkeln lĂ€sst, ist es in VortragsrĂ€umen eher hell. Daher empfehlen sich fĂŒr einen PrĂ€sentationsbeamer eine LichtstĂ€rke von mindestens 2.500 ANSI Lumen und ein KontrastverhĂ€ltnis ab 5.000:1. Damit sind die GerĂ€te in der Lage auch in lichtdurchfluteten RĂ€umlichkeiten klare, mĂŒhelos erkennbare Bilder auf die Leinwand zu bringen.

Im Gegensatz zu Beamern fĂŒr das Heimkino oder das Gaming ist eine hohe Auflösung fĂŒr PrĂ€sentationsbeamer nicht ganz so wichtig. SD (720 x 576 Pixel) reicht aus, um die Vortragsfolien in zufriedenstellender QualitĂ€t darzustellen, wobei Full HD selbstverstĂ€ndlich besser wĂ€re. Eine 4K-Auflösung ist fĂŒr einen Business-Beamer unnötig hoch. Nicht notwendig sind außerdem 3D-Funktionen.

Viel wichtiger als eine hohe Auflösung oder Zusatzfunktionen sind fĂŒr einen PrĂ€sentationsbeamer möglichst viele AnschlĂŒsse, da PrĂ€sentationen auf diversen externen Medien gespeichert sein können. Im Idealfall verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber einen HDMI-, DVI-, VGA- und USB-Anschluss. NĂŒtzlich sind außerdem SD-Kartenslots, Bluetooth und WLAN.

Die wichtigsten Anforderungen fĂŒr Heimkino-Beamer

  • Auflösung: SD (720 x 576 Pixel) oder Full HD (1.920 x 1.080 Pixel)
  • KontrastverhĂ€ltnis: ab 5.000:1
  • LichtstĂ€rke: ab 2.500 ANSI Lumen
  • FĂŒr feste Installation: Halterungsbohrung
  • FĂŒr mobile GerĂ€te: geringes Gewicht
  • AnschlĂŒsse: HDMI, DVI, VGA, USB, SD-Karten-Slot, Bluetooth, WLAN

Kurzdistanz-Beamer: Spezialmodelle fĂŒr kleine RĂ€ume

Wie ihr Name bereits erahnen lĂ€sst, benötigen sogenannte Kurzdistanz-Beamer keinen großen Abstand zur Leinwand, um große Bilddiagonalen zu erzeugen. Ein Beispiel: GĂ€ngige „normale“ Beamer benötigen einen Abstand von knapp 3,5 Metern, um eine Bildbreite von rund 1,6 Metern darzustellen. Im Vergleich dazu reicht einem Kurzdistanz-Beamer ein Meter aus, um Bilder dieser Breite zu erzeugen. Diese GerĂ€te nutzen nĂ€mlich ein Weitwinkelobjektiv, manche – vor allem sogenannte Ultrakurzdistanz-Beamer – arbeiten zusĂ€tzlich mit Spiegeln.

Kurzdistanz-Beamer kommen vor allem fĂŒr PrĂ€sentationen zum Einsatz. Sie eignen sich gut fĂŒr kleinere RĂ€ume, in denen große AbstĂ€nde zur Leinwand nicht möglich sind. Außerdem sind sie eine gute Lösung fĂŒr VortrĂ€ge, bei welchen der PrĂ€sentator nah an der Leinwand steht. Damit lĂ€sst es sich nĂ€mlich vermeiden, dass die Person im Projektionskegel steht oder vom Beamer-Licht geblendet wird.

SchwĂ€chen weisen Kurzdistanz-Beamer hinsichtlich ihrer BildqualitĂ€t auf. Viele Modelle haben im Vergleich zu Langdistanz-Beamern ein geringeres KontrastverhĂ€ltnis, wodurch das Bild weniger scharf ausfĂ€llt. Vor allem bei sehr gĂŒnstigen GerĂ€ten sind die BildrĂ€nder hĂ€ufig verschwommen, verzerrt oder abgedunkelt. Als Heimkino-Beamer eignen sich Kurzdistanz-Projektoren daher nicht.

Vorteile
  • Große Bildbreiten aus geringer Entfernung
  • Optimal fĂŒr kleine RĂ€ume
  • Gut fĂŒr VortrĂ€ge geeignet
Nachteile
  • Schlechtere BildqualitĂ€t
  • HĂ€ufig schwĂ€cheres KontrastverhĂ€ltnis

Unterschiedliche Technologien fĂŒr verschiedene Einsatzzwecke

Die grundsĂ€tzliche Funktionsweise ist bei allen Beamer-Typen gleich. Die Projektoren empfangen von einem anderen GerĂ€t, etwa dem Fernseher oder dem PC, ein Ausgangssignal. Dieses werfen sie in großem Format auf eine ProjektionsflĂ€che, meist eine Leinwand.
Die Funktionsweise auf Detailebene unterscheidet sich je nach verwendeter Technologie.

DLP-Beamer: Gute Kontraste und hohe Schwarzwerte

DLP steht fĂŒr Digital Light Processing, was ĂŒbersetzt digitale Lichtverarbeitung heißt. Hierbei wird das Bild von Millionen kleiner Spiegel vom Micro-Display auf die Leinwand projiziert. Dazwischen befindet sich ein sogenanntes Farbfilterrad, das das Licht in den Grundfarben blau grĂŒn und rot einfĂ€rbt und nacheinander auf die Leinwand wirft. Das Zusammensetzen der verschiedenen Farbtöne ĂŒbernimmt das menschliche Auge. Und damit sind wir direkt bei einem Nachteil dieser Technologie: Dabei kann nĂ€mlich der sogenannte Regenbogeneffekt auftreten. Zudem ist die Farbtreue meist geringer als bei anderen Technologien, und das Farbfilterrad sorgt fĂŒr eine vergleichsweise hohe BetriebslautstĂ€rke.

Was ist der Regenbogeneffekt?

Wenn sich helle Objekte sehr schnell vor einem dunklen Hintergrund bewegen, sind kurz die einzelnen Grundfarben zu sehen. Es blitzt also kurz ein Regenbogen auf. Meist nehmen Betrachter das gar nicht bewusst war, allerdings kann der Effekt zu Übelkeit und Kopfschmerzen fĂŒhren.

Allerdings erreichen DLP-Beamer durch das Erzeugen vielfĂ€ltiger Farbabstufungen auch ein besonders starkes KontrastverhĂ€ltnis. Sie punkten mit gestochen scharfen Bildern und vergleichsweise hohen Schwarzwerten, was sie fĂŒr die Bereiche Heimkino und Gaming sehr interessant macht. FĂŒr die Verwendung als Gaming-Beamer sprechen auch die schnellen Reaktionszeiten.

Ebenfalls vorteilhaft ist es, dass DLP-GerĂ€te vergleichsweise kompakt und platzsparend sind. Außerdem funktioniert die DLP-Technologie als geschlossenes System, wodurch kein Staub in den Beamer eindringen kann. Das macht solche GerĂ€te sehr wartungsarm. Ein weiterer Vorteil gegenĂŒber der LCD-Technologie ist, dass sich die Bilder hier nicht einbrennen können (auch als Memory-Effekt bekannt).

Vorteile
  • Scharfer Kontrast
  • Hoher Schwarzwert
  • Hohe 3D-QualitĂ€t
  • Unempfindlich gegenĂŒber Staub
  • Kein Memory-Effekt
Nachteile
  • Hohe BetriebslautstĂ€rke
  • Weniger farbecht
  • Gefahr des Regenbogeneffekts
  • Feste Auflösung des Eingangssignals

LCD-Beamer Farbintensiv und kontrastreich

LCD-Beamer (Liquid Crystal Display) setzen das Bild aus roten, blauen und grĂŒnen Lichtstrahlen zusammen. Der Projektor schickt die Strahlen durch kleine LCD-Panels, deren FlĂŒssigkeitskristalle das Licht nur an den Stellen durchlassen, an denen die Farbe benötigt wird. So sind sie in der Lage, die Farben sehr lichtstark darzustellen, was fĂŒr eine ĂŒberzeugende FarbintensitĂ€t sorgt. Sie erreichen ein gutes KontrastverhĂ€ltnis, kommen aber in dieser Hinsicht nicht ganz an DLP-Projektoren heran. LCD-Beamer sind vergleichsweise gĂŒnstig.

Allerdings schwĂ€cheln LCD-Beamer hinsichtlich des Schwarzwerts. DLP-Projektoren stellen tieferes Schwarz dar. Da sowohl die Lampe als auch die LCD-Panels frische Luft zur KĂŒhlung benötigen, ist kein abgeschlossenes System möglich, wodurch Staub und Rauch die BildqualitĂ€t trĂŒben können. Zu den problematischen Aspekten der LCD-Technologie zĂ€hlen zudem der LCD-Memory- sowie der sogenannte Fliegengitter-Effekt. FĂŒr Letzteren sind vor allem LCD-Beamer mit geringer Auflösung anfĂ€llig. Die Pixelstruktur zeichnet sich scharf ab, sodass der Betrachter den Eindruck hat, das Bild durch ein Fliegengitter zu betrachten. DafĂŒr bleiben Nutzer von LCD-Beamern vom Regenbogeneffekt verschont.

Vorteile
  • Hohe FarbintensitĂ€t
  • Scharfer Kontrast
  • Kein Regenbogeneffekt
  • GĂŒnstiger Anschaffungspreis
Nachteile
  • SchwĂ€cherer Schwarzwert
  • LCD-Memory- und Fliegengittereffekt
  • Empfindlich gegenĂŒber Staub und Rauch

LCoS-Beamer: Hohe BildqualitÀt ohne Fliegengitter

Die aktuell modernste Beamer-Technik ist LCoS (Liquid Crystal on Silicon). Je nach Hersteller trÀgt sie eine andere Bezeichnung, etwa D-ILA (JVC) oder SXRD (Sony). LCOS-Beamer funktionieren Àhnlich wie LCD-Beamer. Allerdings sind LCoS-Panels so aufgebaut, dass sie das Licht reflektieren, anstatt es wie LC-Displays durchzulassen.

Ein großer Vorteil dieser Technologie gegenĂŒber der LCD-Technologie ist, dass erstere den Fliegengittereffekt stark reduziert. Zudem ermöglicht sie sehr hohe Auflösungen, gute Schwarzwerte, scharfe Kontraste und eine hohe BildqualitĂ€t. Filmenthusiasten kommen also auf ihre Kosten. Aber auch fĂŒr PrĂ€sentationen und das Gaming sind LCoS-Beamer eine gute Lösung.

Allerdings tritt auch bei der LCoS-Technologie gelegentlich der Memory-Effekt auf. Zudem ist, wie bei DLP-Projektoren, die Auflösung des Eingangssignals fest vorgegeben, sodass Filme in abweichender Auflösung mit einer qualitÀtsmindernden Skalierung abgespielt werden.

Vorteile
  • Sehr scharfer Kontrast
  • Höchste Auflösungen
  • Sehr gute Schwarzwerte
  • Hohe Farbtreue
  • Reduzierter Fliegengittereffekt
Nachteile
  • Memory-Effekt
  • Feste Auflösung des Eingangssignals

LED-Beamer: sparsam und leise

LED-Beamer nutzen keine eigene Technologie, sondern greifen auf eine der drei genannten zurĂŒck. Im Grunde handelt es sich bei diesen Beamern also entweder um einen LCD- oder einen DLP-Projektor. Die Bezeichnung LED (Light Emitting Diode) bezieht sich auf die verwendete Beamer-Lampe. Anstelle einer UHP-Lampe (Ultra-high pressure) kommen hier LED-LĂ€mpchen zum Einsatz. LED-Lampen erzeugen deutlich weniger WĂ€rme, wodurch LED-Beamer keine LĂŒftung benötigen und sehr leise im Betrieb sind. Wer sich fĂŒr ein Beamer mit LED-LĂ€mpchen entscheidet, spart außerdem Geld. Die Lampen haben nĂ€mlich eine sehr lange Lebensdauer und verbrauchen zudem wenig Energie. WĂ€hrend die Lebensdauer von UHP-Lampen zwischen 2.000 und 5.000 Stunden liegt, betrĂ€gt sie bei LEDs bis zu 20.000 Stunden. Der einzige nennenswerte Nachteil: LED-Lampen haben eine geringere Lichtleistung (meist unter 1.000 ANSI Lumen). Daher eignen sich diese Beamer vorrangig fĂŒr den Einsatz in gut abdunkelbaren RĂ€umen, etwa im dĂ€mmrigen Heimkino.

Vorteile
  • Lange Lampenlebensdauer
  • Niedriger Stromverbrauch
  • Leiser Betrieb
Nachteile
  • Geringere Lichtleistung

Laser-Beamer: lichtstarke, langlebige Leuchtmittel

Als Alternative zu UHP- und LED-LĂ€mpchen kommen seit einigen Jahren auch Laser bei Beamern zum Einsatz. Wie auch LED-Beamer nutzen Laserbeamer keine eigene Technologie, sondern die LCD-, die DLP- oder die LCoS-Technik. Anstelle einer Lampe sorgen viele kleine Laserdioden fĂŒr die Beleuchtung. Teilweise werden sie auch mit LEDs kombiniert.

Laser sind Ă€hnlich langlebig wie LED-LĂ€mpchen. Außerdem benötigen sie keine Zeit, sich aufzuwĂ€rmen und wieder abzukĂŒhlen. Laser-Beamer sind daher jederzeit einsatzbereit.
Laser setzen ihre volle Lichtleistung nur dann ein, wenn der Bildinhalt das verlangt. Dadurch erreichen Laser-Beamer ein höheres KontrastverhĂ€ltnis, und die projizierten Bilder wirken dynamischer. Allerdings sind Laser im Vergleich zu den anderen Leuchtmittel teurer. Zudem besteht Gefahr fĂŒr die Augengesundheit, wenn Nutzer direkt in den Laserstrahl blicken.

Vorteile
  • Lange Lebensdauer
  • Keine AufwĂ€rm- und AbkĂŒhlzeit nötig
  • Erhöhter Kontrastumfang
Nachteile
  • Höherer Preis
  • Gefahr fĂŒr die Augen

Welche Funktionen bringt ein guter Beamer mit?

Die meisten aktuellen Beamer, vor allem solche aus dem höherpreisigen Segment, bringen eine Reihe von Zusatzfeatures mit. Empfehlenswert sind die vier folgenden:

Zoom
Zoomfunktion - icon

Mit einer Zoom-Funktion passen Nutzer die GrĂ¶ĂŸe des projizierten Bildes an, ohne den Beamer-Abstand zur Leinwand zu Ă€ndern. Dazu drehen Nutzer am Zoom-Ring, der sich am Objektiv befindet. Wer einen Projektor ohne eine solche Funktion verwendet, kann die BildgrĂ¶ĂŸe dagegen nur Ă€ndern, indem er den Beamer vor und zurĂŒckschiebt.

Lens-Shift (bewegliches Objektiv)
Lens-Shift - icon

Die Lens-Shift-Funktion bezeichnet ein bewegliches Objektiv. Das macht es möglich, das projizierte Bild vertikal (nach oben oder unten) sowie horizontal (nach links oder rechts) zu verschieben, ohne die Beamer-Position zu Àndern und ohne, dass das Bild verzerrt wird.

Keystone-Korrektur (Trapezkorrektur)
Trapezkorrektur - icon

Befindet sich der Projektor nicht auf der optimalen Höhe fĂŒr die Bildprojektion, kommt es zu einer sogenannten Trapezverzerrung, auch als Keystone-Effekt bezeichnet. Das bedeutet: Anstelle eines rechteckigen Bildes, wirft der Beamer ein trapezförmiges Bild auf die Leinwand. Einige Beamer bringen eine Funktion mit, mit der Nutzer eine solche Verzerrung korrigieren, ohne die Position des Beamers zu verĂ€ndern. Die lĂ€ngere Bildseite wird dabei digital gestaucht, sodass das Bild rechteckig erscheint.

Frame-Interpolation (Zwischenbildberechnung)
Zwischenbildberechnung - icon

Die sogenannte Framerate gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde gezeigt werden. Bei Blu-ray-Filmen liegt sie bei 24 Bildern. Allerdings ist dieser Richtwert schon recht alt und hat den Nachteil, dass bei Kameraschwenks und schnellen Bewegungen teilweise ein Ruckeln erkennbar ist. Bei Beamern mit einer Frame-Interpolation, auf Deutsch Zwischenbildberechnung, erhöht die Projektor-Software die Framerate, indem sie jeweils aus zwei Bildern einen Zwischenschritt berechnet. So sorgt sie dafĂŒr, dass das Bild auch bei schnellen Filmsequenzen ruhig und ohne Ruckeln dargestellt wird.

Den Beamer aufstellen und nötiges Zubehör - Das sollten Sie wissen

Mit dem Kauf des richtigen Projektors ist es noch nicht getan. Das GerĂ€t muss auch noch richtig aufgestellt werden. Außerdem darf gewisses Zubehör wie eine gute Leinwand nicht fehlen.

Die passende Position fĂŒr den Beamer und der optimale Sitzabstand

Beim Aufstellen des Beamers mĂŒssen Nutzer sich zunĂ€chst entscheiden, ob sie das GerĂ€t fest im Raum installieren möchten. Das ist dann sinnvoll, wenn der Beamer regelmĂ€ĂŸig und nur in einem Raum zum Einsatz kommt. Dann sparen sie sich das stĂ€ndige Auf- und Abbauen.

FĂŒr die feste Installation empfiehlt sich die Montage an der Zimmerdecke. Bei der Positionierung sind der passende Abstand zur Leinwand und die richtige Höhe des Beamers wichtig. Ersteres geben Hersteller ĂŒblicherweise in der Bedienungsanleitung an. Die richtige Höhe hĂ€ngt vom Beamer-Typen ab. LCD-Projektoren sollten idealerweise parallel zur Unterkante der Leinwand stehen beziehungsweise parallel zur Oberkante dieser hĂ€ngen.

Bei DLP-Beamern beginnt das Bild dagegen hÀufig etwas höher, da sie einen sogenannten Offset verwenden. Das bedeutet: Das Bild beginnt etwas höher als beispielsweise bei einem LCD-Beamer. Daher sollten DLP-Projektoren etwas versetzt unterhalb beziehungsweise oberhalb der Leinwand positioniert werden.

FĂŒr den optimalen Filmgenuss ist neben der Positionierung des Projektors auch der Sitzabstand zur Leinwand von Bedeutung. Er ist abhĂ€ngig von der Auflösung des Beamers und der Leinwandbreite. Wie sich der passende Sitzabstand jeweils berechnen lĂ€sst, zeigt die folgende Tabelle:

Projekor-AuflösungFormel zur BerechnungSitzabstand bei 2,5 Metern Leinwandbreite
HD Ready Leinwandbreite x 1,8 4,5 Meter
Full HD Leinwandbreite x 1,5 3,75 Meter
4K Leinwandbreite x 1,0 2,5 Meter
Die Berechnung des optimalen Sitzabstands zur Leinwand.

Welches Zubehör benötige ich?

Damit der Beamer sein volles Potential entfalten kann, braucht es eine gute Leinwand. Daher sollten Nutzer bei der Leinwand-Anschaffung nicht zu sparsam sein. Im Gegensatz zum Projektor, dessen Technik irgendwann ĂŒberholt sein wird, hat eine Leinwand kein Ablaufdatum und ist auch mit einem neuen GerĂ€t problemlos weiternutzbar. Die Preise fĂŒr LeinwĂ€nde reichen von 40 bis zu mehreren Hundert Euro. FĂŒr eine gute Leinwand sollten Nutzer mindestens 100 Euro einplanen.

Was muss ich bei der Leinwandauswahl sonst noch beachten?

Es gibt mobile LeinwĂ€nde, die an einer tragbaren Standhalterung angebracht werden, und festinstallierte. Tragbare StativleinwĂ€nde bieten sich dann an, wenn der Beamer an verschiedenen Orten zum Einsatz kommen soll. Wird er dagegen regelmĂ€ĂŸig am selben Ort genutzt, empfiehlt sich eine fest installierte Leinwand. Dabei sollten Nutzer allerdings darauf achten, dass die tragende Wand beziehungsweise Zimmerdecke fĂŒr das Gewicht der Leinwand stabil genug ist. Sehr praktisch sind RollleinwĂ€nde, die Nutzer bei Nichtgebrauch aufrollen. Besonders komfortabel sind dabei Modelle mit Motor, die hĂ€ufig auch eine Fernbedienung im Lieferumfang beinhalten.

Neben der Art der Leinwand ist der sogenannte Gain-Faktor ein sehr wichtiges Kaufkriterium. Er gibt das Abstrahlverhalten der Leinwand an. FĂŒr das Heimkino eignen sich LeinwĂ€nde mit einem Gain-Faktor von 1,0 bis 1,2.

Halterungen fĂŒr die Beamer-Montage

Nutzer, die ihren Beamer fest installieren möchten, benötigen dafĂŒr eine passende Wand- oder Deckenhalterung. Manche Halterungen eignen sich sogar sowohl fĂŒr die Anbringung an der Decke als auch an der Wand. UnabhĂ€ngig von der AusfĂŒhrung sollten Nutzer darauf achten, dass die Halterung schwenkbar ist, um den Beamer optimal auf die Leinwand ausrichten zu können. Halterungen sind bereits ab 20 Euro erhĂ€ltlich.

Audiosystem fĂŒr das Heimkino

Projektoren mit guten integrierten Lautsprechern sind sehr selten. Vor allem Nutzer, die ihren Beamer fĂŒr das Heimkino einsetzen möchten, sollten daher zusĂ€tzlich ĂŒber die Anschaffung eines Audiosystems nachdenken, sodass nicht nur das Bild, sondern auch der Sound von optimaler QualitĂ€t ist.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Beamer nicht selbst getestet.

Wer an weiterfĂŒhrenden Tests von Beamern interessiert ist, wird bei der Stiftung Warentest fĂŒndig. Das unabhĂ€ngige Testinstitut hat im Mai 2018 15 Beamer ausfĂŒhrlich getestet. 10 der 15 Beamer erreichten gute Noten im Test. Bei 12 der 15 getesteten Beamer handelt es sich um Beamer mit klassischer Baumform. Die drei ĂŒbrigen Produkte im Test sind Kurzdistanzbeamer. Getestet wurden Beamer mit unterschiedlichen Bildgebungsmethoden und Lichtquellen. Hier testete die Stiftung Warentest erstmals Laserbeamer.

Die Experten der Stiftung Warentest haben alle 15 Beamer in den Kategorien BildqualitĂ€t, Handhabung und Umwelteigenschaften getestet. Die besten Testergebnisse erzielten GerĂ€te der Marken Epson und Acer. Bei Tageslicht konnte allerdings keiner der Beamer die Stiftung Warentest richtig ĂŒberzeugen.

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat bislang keine weiterfĂŒhrenden Tests zu Beamern veröffentlicht.