Mini-Fahrradpumpe

Die 7 besten Mini-Fahrradpumpen im Vergleich

Maße
Gewicht
Material
Ventiltyp
Manometer
Griff gummiert
Maximaldruck
Standluftpumpe
Handluftpumpe
Vorteile
Nachteile

Mini-Fahrradpumpen-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Immer schnell griffbereit

Sei es auf Fahrradtour mit der Familie, im tĂ€glichen Pendelverkehr oder am fordernden Mountainbike-Trail, sie ist fĂŒr jeden Radfahrer eines der wichtigsten Utensilien: die Luftpumpe. Unterwegs ist sie schnell zur Hand, wenn Sie einen Reifen aufpumpen wollen. WĂ€hrend in der heimischen Garage oder FahrradwerkstĂ€tten eher stationĂ€re Pumpen zum Einsatz kommen, ist die Mini-Fahrradpumpe das perfekte Gadget fĂŒr AusflĂŒge und lĂ€ngere Fahrten. Sie kann platzsparend und unkompliziert mitgefĂŒhrt werden und ist kinderleicht zu bedienen.

Perfektes Handling

Gerade fĂŒr unterwegs sollte eine Fahrradpumpe nicht zu schwer oder zu sperrig sein. Mini-Luftpumpen ĂŒberzeugen durch ihr handliches Format. Die meisten Modelle sind nicht grĂ¶ĂŸer als 20 Zentimeter und wiegen nur 100 bis 200 Gramm. Das geringe Gewicht ergibt sich aus den leichten Materialien, die von vielen Herstellen genutzt werden, zum Beispiel Aluminium oder Kunststoff. Die kleinen Fahrradpumpen finden in jeder Fahrradtasche und in jedem Rucksack Platz. Somit sind sie ebenso unauffĂ€llige wie auch wichtige Begleiter fĂŒr Radfahrer. Alternativ gibt es Halterungen fĂŒr die Pumpen, die am Fahrradrahmen befestigt werden.

Praktisch, aber mĂŒhsam

Die BetĂ€tigung einer Handpumpe ist anstrengender, als es etwa bei einer Stand- oder Fußpumpe der Fall ist. Da Sie vergleichsweise geringem Volumen pumpen, erfordert dies mehr Pumpbewegungen und Sie benötigen mehr Zeit. Rechnen Sie mit circa 200 PumpstĂ¶ĂŸen, um auf einen Druck von vier Bar zu kommen. Mini-Fahrradpumpen sind somit auch weniger dafĂŒr geeignet, einen Reifen komplett aufzupumpen, beispielsweise nach einem Schlauchwechsel. In einem solchen Fall pumpen Sie den Schlauch so weit wie nötig auf, sodass Sie bequem fahren können und Mantel sowie Felge keinen Schaden nehmen. Steuern Sie dann schnellstmöglich eine Fahrradwerkstatt an beziehungsweise vervollstĂ€ndigen Sie die Arbeit mit einer leistungsfĂ€higeren Pumpe zu Hause.

Bequemer Griff

Wer mit einer Handpumpe hantiert, pumpt viel. Daher ist es ratsam, die Arbeit möglichst angenehm zu gestalten. Achten Sie darauf, dass der Handgriff der Pumpe ergonomisch geformt ist, sodass die Finger einen guten Grip haben. Viele Modelle sind mit einem bequemen Griff aus Gummi ausgestattet, andere haben einen Überzug aus Schaumstoff.

Das richtige Ventil

Nicht jeder Fahrradschlauch hat das gleiche Ventil. Es gibt drei unterschiedliche AusfĂŒhrungen, die zu den gĂ€ngigsten Variationen gehören. Meist ist es vom Fahrrad- beziehungsweise Reifentyp abhĂ€ngig, welche davon verbaut wurde. Achten Sie beim Pumpenkauf also darauf, dass das Modell auf das Ventil an Ihrem Fahrrad aufgesetzt werden kann. Viele Mini-Luftpumpen sind mit zwei oder sogar drei Ventiltypen kompatibel.

Dunlop-Ventil (Deutsches Ventil)

Dunlop Ventil

Das vielleicht verbreitetste Ventil ist an herkömmlichen StadtrĂ€dern verbaut, findet sich aber auch an Ă€lteren Mountainbikes. Zum Ablassen der Luft wird an der kleinen Fassung gedreht; aufgepumpt wird ein Reifen ĂŒber das Ventil, indem die Öffnung der Pumpe fest aufgedrĂŒckt wird. Es hĂ€lt einem Druck von sechs Bar stand, sollte also mit allen handelsĂŒblichen Mini-Luftpumpen befĂŒllbar sein. Den Reifen mit Dunlop-Ventil mit einer manuellen Pumpe zu befĂŒllen, ist jedoch mĂŒhsamer, als bei anderen Varianten.

Sclaverand-Ventil (Französisches Ventil)

Sclaverand-Ventil

Diese auch als Presta-Ventil bekannte Variante findet sich vor allem bei RennrĂ€dern. Deren Reifen mĂŒssen besonders hart sein und straff aufgepumpt werden; daher halten die Ventile einen höheren Druck aus. Vom Dunlop-Ventil ist es optisch gut zu unterscheiden, da es deutlich lĂ€nger und dĂŒnner ist. Zum Aufpumpen muss zunĂ€chst eine kleine Mutter am unteren Ende gelöst und die Öffnung der Pumpe weit ĂŒber das Ventil gestĂŒlpt werden. Der Pumpvorgang selbst geht sehr leichtgĂ€ngig vonstatten.

Schrader-Ventil (Amerikanisches Ventil)

Schrader-Ventil

Diese AusfĂŒhrung wird hĂ€ufig bei Mountainbikes und TourenrĂ€der genutzt, aber auch fĂŒr Auto- und Motorradreifen. Der Aufsatz des Ventils ist breiter als bei den anderen beiden Typen. Reifen mit diesem Ventil können Sie auch an den frei zugĂ€nglichen Pumpstationen von Tankstellen aufpumpen. HierfĂŒr mĂŒssen die Pumpen ein Ruckschlagventil haben, da ansonsten sofort beim Aufsetzen die Luft entweicht. Handluftpumpen, die fĂŒr diese und andere Ventile geeignet sind, haben dafĂŒr meist einen separaten Adapter oder einen auswechselbaren Kopf.

Bestandteile einer Mini-Fahrradpumpe

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die meisten Luftpumpen im Kleinformat kaum voneinander. Umso erstaunlicher ist es, welche praktischen Ausstattungsmerkmale manche aufweisen. Ein dĂŒnner Schlauch etwa, der den Pumpenkopf mit dem Korpus verbindet, erlaubt es, die Pumpe in jedem gewĂŒnschten Winkel zum Ventil zu halten. Hybridmodelle zwischen Hand- und Standpumpe haben einen einklappbaren Fuß. So können Sie langfristig bequemer pumpen, sollte einmal ein Reifen komplett aufgepumpt werden mĂŒssen.

Druck im Blick dank Manometer

Mountainbike-Reifen benötigen einen Druck von etwa 1,2 bis 2,4 Bar – je nachdem, wie breit sie sind und ob das Fahrrad eher im GelĂ€nde oder auf Straßen zum Einsatz kommt. Die Reifen von City-RĂ€dern werden mit sechs Bar aufgepumpt, RennrĂ€der mit bis zu acht Bar. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie immer auf die Seiten der Reifen gucken: Dort ist der Minimal- sowie Maximaldruck angegeben. Damit Sie erkennen, wie hoch der Druck ist, sind stationĂ€re Pumpen mit einem Manometer ausgestattet. Auf der Skala lĂ€sst sich der Bar-Wert auf das Zehntel genau erkennen. So können Sie vor lĂ€ngeren Touren noch einmal schnell checken, ob der Reifendruck noch hoch genug ist.

FĂŒr Mini-Fahrradpumpen ist ein integriertes Manometer nicht ĂŒblich, einige Modelle setzen jedoch auf dieses Extra. Beim Reifenwechsel auf der Radtour oder im Falle der spontanen Entscheidung, etwas Luft nachzulegen, kann das Manometer ein nĂŒtzliches Tool sein. Modelle, die dieses Gadget bieten, sind unter anderem Topeak Pocket Shock DXG und Fischer 85579.

Mehrteiliges Set

Wenn Sie eine Mini-Luftpumpe bestellen, informieren Sie sich auch darĂŒber, ob eventuell praktische Zusatzteile im Set mitgeliefert werden. Eine Halterung fĂŒr die Pumpe, die am Rahmen des Fahrrads angebracht wird, ist nĂŒtzlich, wenn Sie die Pumpe nicht jedes Mal im GepĂ€ck mitfĂŒhren wollen. Viele Hersteller bieten im Lieferumfang auch einen Grundstock an Flickmaterial, zum Beispiel mit klebstofflosen Flicken oder Vulkanisierungspaste sowie kleine Hebeln, um Mantel und Felge gut voneinander trennen zu können. Neben den AufsĂ€tzen fĂŒr verschiedene Fahrradventile bekommen Sie manchmal auch solche fĂŒr Fuß- und BasketbĂ€lle oder zum Aufpumpen von Luftmatratzen.

Handpumpe mit Kartusche

Eine praktische Variante der Luftpumpe ist die Kartuschenpumpe, wie sie beispielsweise von den Herstellern Pro Bike Tool und SKS Germany angeboten wird. Sie ist nur wenige Zentimeter groß und pumpt den Reifen mit CO₂ aus einer kleinen Kartusche innerhalb von Sekunden auf. Wenn Sie die Handpumpe auf das Ventil setzen, öffnen Sie einen Hebel und die Luft gerĂ€t mit Hochdruck von alleine in den Reifen. Mit nur wenigen Handgriffen haben Sie die Arbeit verrichtet. Der Nachteil liegt dabei auf der Hand: Neben der Pumpe mĂŒssen Sie auch immer die passende Kartusche mitfĂŒhren. Das ist zudem mit Folgekosten verbunden.

Wann sollte der Reifen aufgepumpt werden?

Stand das Fahrrad lĂ€ngere Zeit, etwa ĂŒber den Winter, unbenutzt im Keller oder in der Garage, sollte der Griff zur Luftpumpe einer der ersten Schritte sein, mit dem Sie Ihren Drahtesel wieder fit fĂŒr die Straße machen. Auch wer ganzjĂ€hrig regelmĂ€ĂŸig fĂ€hrt, tut gut daran, den Reifendruck etwa einmal im Monat zu ĂŒberprĂŒfen. Manchmal lĂ€sst sich bei Belastung des Fahrrads schon mit bloßem Auge feststellen, dass der Reifen Luft gebrauchen könnte. SpĂ€testens wenn er sich mit den Fingern deutlich eindrĂŒcken lĂ€sst, sollten Sie handeln.

Wenn der Reifen zu platt ist

RĂ€der mit zu wenig Luft haben den Effekt, dass Sie als FahrerIn mehr Kraft aufwenden mĂŒssen und das GefĂŒhl haben, schwerer voranzukommen. Sie sind schwerer zu manövrieren. Außerdem verschleißen aufgeblasene Fahrradreifen schneller, weil sie auf einer grĂ¶ĂŸeren FlĂ€che belastet werden als fest aufgepumpte Reifen. Wenn Sie also erkennen, dass sie sich bei Belastung ausbeulen, ist es Zeit fĂŒr einen Boxenstopp. Andernfalls nutzen sich Reifen nicht nur schneller ab, an den Seiten können auch kleine Risse entstehen, die langfristigen Schaden zufĂŒgen.

Wer mit einem platten Fahrrad fĂ€hrt, schadet nicht nur Reifen und Mantel, sondern auch der Felge. Diese nimmt jeden Stein und jede Unebenheit mit und es können irreparable Dellen entstehen, die zukĂŒnftig ursĂ€chlich fĂŒr weitere Reifenpannen sein können.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Mini-Fahrradpumpen nicht selbst getestet.

Das Radfahren-Magazin testete zahlreiche Minipumpen. Die Preisspanne der getesteten Modelle reicht von 14,95 bis 139,95 Euro. Zum Testsieger wurde die BBB Traveller Telescopic BMP-53 gekĂŒrt, die jedoch keine reine Handpumpe ist, sondern mit einem einklappbaren Standfuß auch als Mini-Standpumpe fungiert. Sie ist mit einem Manometer ausgestattet und bietet trotz einer geringen FlĂ€che einen guten Stand. Pumpleistung, Ergonomie und Sicherheit sind mit der höchsten Bewertung versehen, dafĂŒr ist sie mit 32 Zentimetern deutlich lĂ€nger als handelsĂŒbliche Mini-Handpumpen. Außerdem ist die BBB-Pumpe nicht fĂŒr Dunlop-Ventile geeignet.

Als Preis-Leistungs-Sieger empfiehlt das Magazin die XLC Mini Pump fĂŒr 20,00 Euro sowie die Merida Teleskop-Handpumpe MTB fĂŒr 24,95 Euro. Beide ĂŒberzeugen durch ihr geringes Gewicht von knapp ĂŒber 100 Gramm und eine solide Verarbeitung. WĂ€hrend das Modell von XTC einen Aufsatzkopf mit drehbarem Schlauch besitzt, ist es in der Pumpleistung etwas schwĂ€cher und nicht mit Dunlop-Ventilen kompatibel; dagegen ist die Pumpe von Merida mit einem praktischen Teleskop-Auszug ausgestattet und fĂŒr alle Ventilarten geeignet.

Wer bereit ist, etwas mehr Geld zu investieren, erhĂ€lt mit der Topeak Turbo Morph Digital fĂŒr 64,95 Euro ein sehr hochwertiges Modell mit integriertem Manometer mit Digitalanzeige. Die Pumpe ist fĂŒr alle gĂ€ngigen Fahrradventile geeignet und bringt bei allen eine optimale Leistung. Sie ist sehr gut verarbeitet, birgt kein Risiko, die Finger einzuklemmen und ist mit einem kleinen Schlauch fĂŒr den Aufsatzkopf ausgestattet. Alternativ ist sie als Standpumpe nutzbar.


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