Digitalradio

Die 7 besten Digitalradios im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Material
Maße
Farbe
Gewicht
Produkteigenschaften
Stromversorgung
Tuner
Display
Spritzwassergesch√ľtzt
Weckfunktion
Sleep-Timer
Kopfhörer inklusive
Batterien inklusive
Handbuch
Bluetooth-fähig
Senderspeicher
Audio-Eingang
USB-Anschluss
Vorteile

Digitalradio-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Digitalradios √ľbertragen die Sendungsprogramme mit digitalen Verfahren und empfangen nicht nur DAB beziehungsweise DAB+, sondern stellen auch eine Verbindung zu anderen Endger√§ten wie Smartphones her.
  • Der Nachfolger des UKW-Radios √ľberzeugt mit einer gr√∂√üeren Programmvielfalt, einer besseren Klangqualit√§t und einer einfacheren Handhabung.
  • Neben dem Empfang und der Programmauswahl sollten Verbraucher beim Kauf auch auf Kriterien wie die Stromversorgung, Anschl√ľsse und Displayeigenschaften Wert legen.

Digitalradios: Neuer Klang mit altem Flair

Ob morgens beim Aufstehen, im Auto auf dem Weg zur Arbeit oder auf der Baustelle ‚Äď das Radio ist nach wie vor ein gern genutztes Medium, insbesondere da es sich perfekt neben einer anderen T√§tigkeit eignet. W√§hrend sich die einen mit der richtigen Musik auf den Tag einstimmen, bleiben andere √ľber Nachrichten stets informiert. Inzwischen hat sich die Radiolandschaft jedoch weg vom analogen und hin zum digitalen √úbertragungsweg entwickelt. Wer sich am alten UKW-Radio erfreut und trotzdem nicht auf die moderne Technik verzichten m√∂chte, setzt auf ein Digitalradio,¬†das¬†digitale Nachfolgesystem der Ultrakurzwelle. Im Durchschnitt h√∂rt jeder Deutsche etwa drei Stunden Radio am Tag ‚Äď eine¬†Statista-Umfrage aus dem Jahr 2017.

F√ľr ein Digitalradio m√ľssen Verbraucher zwar tiefer in die Tasche greifen, daf√ľr behalten sie aber den haptischen Eindruck des Radios bei, verzichten gleichzeitig auf die antiquierte Sendersuche per Drehknopfregler und erhalten obendrein einen besseren Klang, da bei der digitalen √úbertragung das Rauschen und Knistern entf√§llt. Je nach Sender und Datenrate variiert die Qualit√§t allerdings, insgesamt kommt sie aber einer CD nahe.

Von analog zu digital

Gab es bis 1983 √ľber analoge Netze noch eine fl√§chendeckende Versorgung mit Radioprogrammen, so waren die Frequenzen 87,5 bis 108 MHz in bestimmten Regionen dem Zuwachs neuer, privater H√∂rfunksender nicht mehr gewachsen. Der dringende Bedarf einer neuen Technik f√ľhrte schlie√ülich zur Geburtsstunde des Digitalradios.

Entscheidend ist die Qualität des Quellsignals. Dabei variiert die Datenrate je nach Bundesland und Programm zwischen 72 und 144 Kilobyte pro Sekunde. Im Falle eines zu schwachen Signals ist nur Stille hörbar. Außerdem schaltet das Digitalradio auf UKW um, falls die Übertragung ausfällt.

Indem sie die Programme mit digitalen Sendeverfahren √ľbermitteln und die Sendemasten bereits bestehen, handelt es sich um eine √∂kologische und zugleich √∂konomische Vorgehensweise. Die Anf√§nge des Digital Audio Broadcasting liegen bereits in den 1980ern. Moderne Digitalradios empfangen nicht nur DAB (Digital Audio Broadcast) beziehungsweise DAB+, sondern stellen auch eine Verbindung zu vielen weiteren Empfangsger√§ten wie Smartphones her.

Je nach Bundesland haben Nutzer Zugriff auf ein¬†umfassendes Senderangebot von bis zu 90 Programmen. W√§hrend H√∂rern in Th√ľringen nur 20 Sender zur Verf√ľgung stehen, sind in Bayern √ľber 80 Programme m√∂glich. Dar√ľber hinaus k√∂nnen sie sich dank Radiowecker mit Musik wecken lassen, aktuelle Schlagzeilen, Wetterberichte und Verkehrsinformationen h√∂ren sowie Musik von externen Wiedergabemedien, etwa einem MP3-Player, abspielen. Zus√§tzlich erm√∂glicht das DAB-Radio eine kabellose Verbindung zu WLAN-Routern, Smartphones und Hi-Fi-Anlagen.

Die folgende √úbersicht veranschaulicht einige Vor- und Nachteile von Digitalradios gegen√ľber UKW-Radios:

Vorteile
  • Wesentlich gr√∂√üere Programmvielfalt
  • H√∂here Klangqualit√§t
  • Nahezu st√∂rungsfreier Empfang
  • Zus√§tzliche Senderinformationen
  • Einfachere Bedienung
  • Sendersuche entf√§llt
Nachteile
  • Teurer als Analogradios
  • Programmauswahl abh√§ngig vom Bundesland

Von der Kompaktversion bis hin zur Hi-Fi-Variante

Optisch unterscheidet sich das Digitalradio kaum von seinem Vorgänger, da es Modelle ebenso in Klavierlackoptik wie auch in Echtholz gibt. Dennoch lassen sich einige Typen voneinander abgrenzen:

Stationäre Digitalradios

Station√§re Digitalradios besitzen h√§ufig die umfangreichste Ausstattung, von der Fernbedienung √ľber Kopfh√∂rerausg√§nge bis hin zu hochwertigen Lautsprechern. Am beliebtesten sind die kompakten Stand-Alone-Ger√§te, da sie universell einsetzbar sind. In der Regel sind sie mit einer kleinen Wurfantenne oder einer integrierten Antenne und einem gro√üen Display ausgestattet.

Einige renommierte Hersteller von Hi-Fi-Ger√§ten haben¬†Digitalradios im typischen Rack-Format¬†‚Äď zur Unterbringung diverser Technikger√§te ‚Äď entwickelt, die neben DAB(+) auch den traditionellen FM- und AM-Empfang bieten. Im Vergleich zur Kompaktvariante bieten diese Digitalradios eine gr√∂√üere Sendespeicheranzahl und RDS-Empfang. Das Radio Data System erm√∂glicht die √úbermittlung zahlreicher Zusatzinformationen beim UKW-Rundfunk.

Bei der Verbindung des Digitalradios w√§hlen Nutzer zwischen WLAN und einem Netzwerkkabel, wodurch sie auf Internetinhalte Zugriff haben.¬†Digitalradios mit integrierter Weckfunktion, Abschaltautomatik und USB-Powerport, also einem Schnellladeger√§t, gestalten das Handling wesentlich angenehmer. F√ľr den K√ľchenunterbau gibt es spezielle Ger√§te auf dem Markt, die sich unter H√§ngeschr√§nke montieren lassen. Bei diesen Radios sind Display und Lautsprecher auf der Vorderseite zu finden. Nicht selten verf√ľgen sie auch √ľber eine K√ľchenuhr. Eine weitere praktische Zusatzfunktion ist ein¬†CD-Fach, infolgedessen Nutzer auf einen zus√§tzlichen CD-Player verzichten k√∂nnen.

Digitalradios f√ľr unterwegs

W√§hrend¬†Baustellenradios¬†besonders robust, wasserdicht und √§u√üerst widerstandsf√§hig gegen Schmutz gestaltet und mit einem kr√§ftigen Sound versehen sind, eignen sich die eher kompakt gehaltenen tragbaren Taschenradios zum Joggen oder f√ľr den Strandausflug. Ein integrierter Akku, eine Klippfunktion f√ľr den sicheren Halt and der Kleidung und eine Tastensperrfunktion sind hier ebenso gefragt wie ein Kopfh√∂rereingang.

Da DAB+ keinen Internetzugang ben√∂tigt, kann das Signal¬†auch im Auto empfangen¬†werden. Praktisch ist hier insbesondere die automatische Frequenzsuche, die die Programeinstellung erheblich vereinfacht. Manche Ger√§te bieten au√üerdem kombinierte Systeme mit Navigation und DAB+-Empfang an. Aktuelle Verkehrsmeldungen erfolgen mittels TPEG-Service, der schneller, umfangreicher und pr√§ziser Nachrichten √ľbermittelt.

TPEG bezieht sich auf das Datenprotokoll der Transport Protocol Experts Group, die L√∂sungen f√ľr detaillierter Verkehrsinformationen bereitstellt. Der serienm√§√üige Einbau eines DAB-Autoradios ist in Deutschland zwar noch nicht gegeben, f√ľr gew√∂hnlich l√§sst sich das Radio aber in den DIN-Schaft montieren.

Digitalradio-Adapter

Viele Hersteller bieten DAB+-Adapter an, um ein herk√∂mmliches analoges Radio, eine Stereoanlage oder auch ein Autoradio umzur√ľsten. Im Lieferumfang sind die passenden Audiokabel enthalten, um den Adapter-Ausgang mit dem freien Audioeingang des UKW-Radios zu verbinden. Aufgrund seines handlichen Umfangs l√§sst sich der Adapter auch direkt auf dem Ger√§t platzieren. Nachdem Nutzer die Antenne ausgezogen und den externen Audioeingang an der Stereoanlage gew√§hlt haben, startet der automatische Senderdurchlauf. Steuern l√§sst sich der Adapter mit einer Fernbedienung.

UKW, DAB und Co.: Die Empfangsbereiche

Herk√∂mmliche Radios √ľbertragen Audiodaten √ľber UKW, also Ultrakurzwellen, beziehungsweise FM, wie sie im Englischen bezeichnet werden. Bei DAB handelt es sich um die Technik,¬†digitale Audiosignale √ľber Antenne empfangen¬†zu k√∂nnen. Nutzer empfangen damit nicht nur lokale und regionale, sondern auch bundesweite Radioprogramme. Da der Empfang unabh√§ngig vom Internet vonstattengeht, belastet DAB weder den Geldbeutel noch Datenkontingente wie beim Smartphone. Dabei kann der Standard von beliebig vielen Endger√§ten gleichzeitig ohne Qualit√§tsverlust empfangen werden. Hybride Endger√§te empfangen Radiosendungen √ľber mehrere Verbreitungswege, also sowohl DAB als auch UKW und das Internet.

Das digital-terrestrische Radio¬†DAB+¬†versorgt H√∂rer mit einer noch besseren Tonqualit√§t sowie mehr Senderinformationen und ist zudem robuster gegen√ľber Umwelteinfl√ľssen beziehungsweise St√∂rsignalen. Digitalradios, die seit dem Start des DAB+-Standards im Handel sind, unterst√ľtzen beide Varianten. Bis Ende 2018 wird DAB+ auf 97 Prozent der Fl√§che Deutschlands verf√ľgbar sein. Ziel ist es, bis 2020 das Sendenetz m√∂glichst vollst√§ndig auszubauen. Immerhin die Autobahnen sind mit insgesamt 98 Prozent nahezu komplett versorgt.

RDA¬†steht f√ľr ‚ÄěRadio Data System‚Äú und erm√∂glicht eine √úbermittlung diverser Zusatzinformationen von Datum und Uhrzeit √ľber Nachrichten bis hin zu Bildern. Das schmalbandige digitale Rundfunksystem¬†DRM¬†(Digital Radio Mondiale) √ľbertr√§gt weltweit Programme und verbreitet seine Inhalte auf den alten Lang-, Mittel- und Kurzwellenfrequenzen, indem es OFDM/COFDM-Sender nutzt.

Der Empfang und seine Störungsquellen

DAB im Ausland

Inzwischen hat mehr als die H√§lfte der Europ√§er Zugang zu DAB+-Empfang, sodass die Chancen gut stehen, auch im Ausland den entsprechenden Sender zu empfangen. In einigen L√§ndern ‚Äď wie der Schweiz und Norwegen ‚Äď ist DAB+ bereits fl√§chendeckend eingef√ľhrt.

Mit einem UKW-Radio ist der Empfang eines Digitalradios nicht m√∂glich. Stattdessen ben√∂tigen Nutzer ein speziell daf√ľr vorgesehenes DAB-Radio, das automatisch nach empfangbaren Sendern sucht. Da DAB+ terrestrisch verbreitet, die Signale also von Sendeanlagen ausgestrahlt werden, haben sie nur eine begrenzte Reichweite. Das Sendegebiet ist abh√§ngig von der Art und Anzahl der Sendeanalagen. Um auch zu Hause einen guten Empfang zu haben, ist eine hohe Sendeleistung vonn√∂ten, damit das Signal durch die Wand dringt. Da die Signalst√§rke je nach Standort variiert, ist der Empfang in Geb√§uden zum Teil nicht stark genug. H√§ufig ist der DAB+-Empfang erst mit einer Antennenaufr√ľstung des Radioger√§ts m√∂glich.

Als st√∂rend erweisen kann sich zudem die Geb√§uded√§mpfung, also Stahltr√§ger, Nachbarh√§user oder ged√§mpfte Scheiben. Zus√§tzlich beeintr√§chtigen d√ľrftig abgeschirmte elektromagnetische Ger√§te, Kabelanlagen oder auch LED-Leuchten den Empfang. Aus diesem Grund lohnt sich h√§ufig bereits die Umplatzierung des Digitalradios, etwa in Fenstern√§he. Selbst St√ľrme und Schneef√§lle k√∂nnen sich negativ auf den Empfang auswirken. Selbstverst√§ndlich spielt aber auch immer die Qualit√§t des Ger√§ts eine Rolle bei der Signalst√§rke.

Zusatzdienste

Je nach Gerätetyp ist das Digitalradio dazu in der Lage, diverse Zusatzdienste zu empfangen. Dazu gehören folgende:

  • DSL(+): Der Dynamic Label Service bietet programmbegleitende Informationen wie Songtitel und Interpreten, die auf den Display erscheinen und gespeichert werden.
  • EPG: Der Electronic Program Guide verschafft mithilfe einer detaillierten Programm√ľbersicht einen √úberblick.
  • SLS: Der Slideshow Service zeigt Bildinformationen wie Senderlogos und Albumcover auf dem Display. F√ľr passende Bilder zum Programm auf dem Radiodisplay sorgt auch die Anwendung RADIO VIS.
  • TPEG: Die Transport Protocol Experts Group √ľbertr√§gt z√ľgig und pr√§zise aktuelle Verkehrsinformationen.
  • FILE COLLECTOR: Das Tool erm√∂glicht nicht nur den Empfang, sondern auch die Speicherung programmbegleitender Audiodateien.
  • JOURNALINE: Der Service sorgt parallel zum Programm f√ľr Informationen wie B√∂rsendaten oder Sportergebnisse.
  • BWS: Die Broadcast Website erg√§nzt das Display um diverse Webseiten.
  • ANNOUNCEMENTS: Die Gefahren- und Verkehrsmeldungen schalten sich automatisch ein, wenn der Nutzer eine CD h√∂rt.

Darauf sollte man beim Kauf achten

Mit einem Digitalradio gehen einige Vorteile einher. Zwar erscheinen Empfang und Programmvielfalt als die wichtigsten Entscheidungsmaßstäbe, wer allerdings mehr investieren möchte, kann auch Wert auf die kleinen Extras legen. Auf folgende Kriterien ist beim Kauf besonders zu achten:

Die Stromversorgung

Stromversorgung

Grunds√§tzlich gibt es drei Varianten: Netzteil, Akku und Batterie, wobei die Versorgung √ľber ein Netzkabel der Standard ist. Vorteilhaft ist vor allem der fehlende Batterie- und Akkuwechsel. Letztere eignen sich jedoch auch f√ľr unterwegs. Bestenfalls verf√ľgt das Digitalradio nicht nur √ľber ein Netzteil, sondern kann zus√§tzlich √ľber Batterien betrieben werden.

Die Anschl√ľsse

Anschl√ľsse

Je mehr Anschl√ľsse das Ger√§t besitzt, desto funktioneller ist es. Praktisch ist ein universeller Kopfh√∂rer-Anschluss. Ein Line-In-Anschluss eignet sich f√ľr die Verbindung mit einer Hi-Fi-Anlage. Ebenso n√ľtzlich sind ein AUX-Anschluss, eine 3,5-Millimeterklinke f√ľr einen MP3-Player sowie einen USB- beziehungsweise Micro-USB-Anschluss, etwa f√ľr Smartphones.

Die Funk√ľbertragung

Funk√ľbertragung

Einige DAB-Radios empfangen auch √ľber Bluetooth und WLAN Sender, wodurch eine noch gr√∂√üere Sendervielfalt geboten ist, indem die Musik auch √ľber die Boxen mit anderen Endger√§ten wie einem Smartphone oder Tablet abgespielt werden kann.

Die Leistung

Leistung

In Watt angegeben gibt die Leistung nicht nur Auskunft √ľber den Stromverbrauch, sondern auch √ľber die Lautst√§rke. Bei g√ľnstigen Digitalradios liegt die Wattzahl in der Regel niedriger als bei qualitativ hochwertigen Produkten. Ger√§te mit WLAN-Unterst√ľtzung und Display verbrauchen zudem generell mehr Strom.

Der Sendespeicher

Sendespeicher

Mit dem Sendespeicher lassen sich das favorisierte sowie weitere Programme abspeichern, sodass sie auf Tastendruck zugänglich sind. In der Regel sind zwischen zehn und 20 Speicherplätze gegeben.

Das Display

Display

Da sich auf dem LCD- oder LED-Display neben dem Datum und der Uhrzeit h√§ufig Zusatzinformationen wie Musiktitel und Nachrichten befinden, sollte die Qualit√§t zumindest so gut sein, dass diese m√ľhelos ablesbar sind. Es lohnt sich also unter anderem, auf eine Hintergrundbeleuchtung zu achten. Auch eine Dimmfunktion, mit der Nutzer das Licht je nach Bedarf abschw√§chen k√∂nnen, ist praktisch, wenn sich das Ger√§t beispielsweise im Schlafzimmer befindet.

Die Fernbedienung

Fernbedienung

Manche Digitalradios sind √ľber eine Fernbedienung steuerbar, was die Handhabung enorm erleichtert. Moderne Ger√§te bieten beispielsweise eine kostenlose Fernbedienungs-App f√ľr Smartphones an.

Die Uhr

Uhr

Die √úbermittlung beziehungsweise Anzeige von Datum und Uhrzeit erfolgt automatisch, sodass ein Digitalradio f√ľr gew√∂hnlich auch als Radiowecker nutzbar ist. Mithilfe der Sleep-Time-Funktion und Abschaltautomatik stellt sich die Musik nach einer vorgegebenen Zeit selbstst√§ndig ab.

Fazit: Internetradio ‚Äď Erg√§nzung oder Alternative?

Da ein Großteil der Radiosender inzwischen auch im Web zu finden und dementsprechend nur einen Mausklick entfernt ist, stellen sich Verbraucher zurecht die Frage, warum sie sich ein Digitalradio anschaffen sollen. Dabei bedenken sie jedoch nicht, dass es sich beim Internet um eine Eins-zu-Eins-Verbindung zwischen Sender und Empfänger handelt, während beim Radio schon wenige Sendemasten ausreichen, um Millionen Nutzer mit Musik zu versorgen. Es wären folglich unermessliche Speicherkapazitäten und dementsprechend eine Menge Geld erforderlich, um eine Internet-basierte Rundfunk-Versorgung umzusetzen.

Die meisten¬†Nutzer des Internetradios sehen dieses eher als Erg√§nzung oder Abwechslung zu Radiosendern, in denen h√§ufig weniger Musik und viel mehr Gerede der Moderatoren oder Werbung stattfindet. Im Internet finden Verbraucher zudem zahlreiche au√üergew√∂hnliche Programmangebote jenseits des Mainstreams. Dass das Web-Angebot jedoch eher als Erg√§nzung und nicht als Alternative zum Digitalradio dient, liegt vor allem an der d√ľrftigen Klangqualit√§t, die nicht mit der Konkurrenz mithalten kann. Wer weder auf die Vorteile des Internet- noch des Digitalradios verzichten m√∂chte, sollte √ľber die Anschaffung eines Hybridger√§tes nachdenken, das neben DAB(+)- und UKW- auch WLAN-Empfang unterst√ľtzt.

Weiterf√ľhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Digitalradio-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Den letzten Digitalradio-Test f√ľhrte die¬†Stiftung Warentest¬†im Jahr 2018 durch. Die Tester nahmen 18 Digitalradios zu Preisen zwischen 40 und 280 Euro unter die Lupe, darunter zehn Modelle mit Internetanbindung. Das Testfazit: Vor allem beim UKW-Empfang schw√§chelten die meisten Ger√§te im Test. Auch in puncto Ton konnten nur drei Testmodelle √ľberzeugen.

Getestet wurden die Digitalradios in folgenden Kategorien:

  • Ton: H√∂rtests mit verschiedenen Klangbeispielen, Klangunterschiede beim H√∂ren von UKW, DAB+ und Internetradio sowie die Ermittlung von St√∂rger√§uschen, des Bassschalldruckpegels und des Frequenzgangs
  • Radioempfang: die Empfangsqualit√§t bei guten und schlechten Empfangsbedingungen mit eingebauter Teleskopantenne
  • Handhabung: die Gebrauchsanleitung, Inbetriebnahme, Bedienung, Anzeigen sowie die Uhr beziehungsweise der Timer
  • Verarbeitung: die mechanische Stabilit√§t und die Ausf√ľhrung sowie der Schutz vor Funkst√∂rungen
  • Stromverbrauch: die Bewertung des Gesamtstromverbrauchs
  • Vielseitigkeit: die Ausstattung und Funktionen

Bei den Ger√§ten mit Internetradio wurde das¬†Roberts Stream 218¬†f√ľr 214 Euro mit der Testnote 2,2 (‚ÄěGut‚Äú) zum Testsieger gek√ľrt, dicht gefolgt vom¬†Medion P85135 (MD 87990)¬†f√ľr 160 Euro und¬†Sonoro Stream¬†f√ľr 247 Euro, jeweils mit der Testnote 2,3 (‚ÄěGut‚Äú). Auf dem dritten Platz landeten ebenfalls zwei Testmodelle: das¬†Lenco DIR-200¬†f√ľr 169 Euro und das¬†Philips AE8000/10¬†f√ľr 85 Euro, jeweils mit der Testnote 2,4 (‚ÄěGut‚Äú).

Bei den Ger√§ten ohne Internetanbindung konnte sich das¬†Sony XDR-S61D¬†f√ľr 97,50 Euro mit der Testnote 2,4 (‚ÄěGut‚Äú) als Testsieger behaupten. Auf Platz zwei folgt das¬†Sony XDR-V20D¬†f√ľr 125 Euro mit der Testnote 2,5 (‚ÄěGut‚Äú), auf Platz drei das¬†Philips AE5020/12¬†f√ľr 58,50 Euro mit der Testnote 2,6 (‚ÄěBefriedigend‚Äú).


Teaserbild: ¬© New Africa / stock.adobe.com | Abb. 1‚Äď6: ¬© Netzsieger | Abb. 7: ¬© Pixelmixel / stock.adobe.com | Abb. 8: ¬© algre / stock.adobe.com | Abb. 9: ¬© ldprod / stock.adobe.com | Abb. 10: ¬© NAMPIX / stock.adobe.com | Abb. 11: ¬© Sebastian Crocker / stock.adobe.com | Abb. 12: ¬© grandaded / stock.adobe.com | Abb. 13: ¬© RAM / stock.adobe.com | Abb. 14: ¬© janvier / stock.adobe.com | Abb. 15: ¬© Netzsieger