Hochdruckreiniger

Die 7 besten Hochdruckreiniger im Test & Vergleich

Technische Daten
Maße
Gewicht
Fördermenge maximal
Arbeitsdruck
Leistung
Spannung
Wassertemperatur maximal
LĂ€nge Schlauch
Material PumpengehÀuse
Eigenschaften
Typ Motor
Heißwasser
Kaltwasser
Reinigungsmittel erlaubt
Druck regulierbar
Zubehör im Lieferumfang
Terrassenreiniger
DreckfrÀser
ZusÀtzliche Lanze
SchaumsprĂŒher
Netzkabel
Verbindungsschlauch
Vorteile
Nachteile

Hochdruckreiniger-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Mit einem Hochdruckreiniger lösen Sie Schmutz schneller und effektiver als mit herkömmlichen Reinigungsmethoden.
  • Die wichtigsten Kennzahlen fĂŒr Hochdruckreiniger sind der Wasserdruck, die Fördermenge und die Motorleistung.
  • Man unterscheidet zwischen Sprithochdruckreinigern und elektrischen Hochdruckreinigern. FĂŒr den Privatgebrauch kommen hauptsĂ€chlich elektrische Modelle infrage.
  • Hochdruckreiniger kommen ohne chemische Reinigungsmittel aus.
  • Da die Arbeit mit Wasser unter hohem Druck gewisse Gefahren birgt, sollten Sie sich zu Ihrem eigenen Schutz an die Sicherheitsrichtlinien halten.

Strahlend sauber mit der Kraft des Wassers

Ein Hochdruckreiniger erzeugt einen kraftvollen Wasserstrahl, mit dem sich FlĂ€chen ohne großen Aufwand von hartnĂ€ckigen Verschmutzungen reinigen lassen. Das Prinzip der Reinigung mit einem Wasserstrahl ist bereits vom Gartenschlauch bekannt. WĂ€hrend in einem gewöhnlichen Wasserschlauch allerdings ein mĂ€ĂŸiger Druck von etwa vier bar herrscht, kommt ein Hochdruckreiniger auf mehr als einhundert bar. Dadurch reinigt er um ein Vielfaches effektiver.

Ein mit Moos und Flechten bewachsener Terrassenboden beispielsweise wird mit einem Hochdruckreiniger im Nu wieder strahlend sauber. Auch grobe Verschmutzungen an Fahrzeugen werden Sie mit einem Hochdruckreiniger im Handumdrehen los. Sogar ölige und fettige RĂŒckstĂ€nde an der Karosserie sind fĂŒr diese GerĂ€te kein Problem. Schmutz, der sich mit einer BĂŒrste nur durch langes, mĂŒhevolles Schrubben entfernen lĂ€sst, spĂŒlt der starke Strahl des Hochdruckreinigers in kĂŒrzester Zeit weg. Mit einem Hochdruckreiniger sĂ€ubern Sie auch große FlĂ€chen schnell und ohne viel Kraftaufwand. Ein zusĂ€tzlicher Vorteil von Hochdruckreinigern ist, dass sie völlig ohne chemische Reinigungsmittel auskommen. Dadurch sind sie vergleichsweise umweltfreundlich.

Gefahrenhinweis

UnterschĂ€tzen Sie die Kraft des Wasserstrahls nicht. Richten Sie ihn niemals auf Menschen oder Tiere, da der Kontakt zu ernsthaften Verletzungen fĂŒhren kann. Auch empfindliche FlĂ€chen oder Pflanzen sollten Sie nicht mit einem Hochdruckreiniger sĂ€ubern.

Gut geeignet ist ein Hochdruckreiniger unter anderem fĂŒr folgende Anwendungsbereiche:

  • Terrassenböden
  • Einfahrten
  • Steinplatten
  • Fassaden
  • Dachrinnen
  • GartenzĂ€une
  • Grills
  • Gartenwerkzeuge
  • Gartenmöbel
  • Autos
  • FahrrĂ€der
  • MotorrĂ€der
  • Boote

Arten von Hochdruckreinigern

Hochdruckreiniger schießen durch eine DĂŒse einen krĂ€ftigen Wasserstrahl auf ein Zielobjekt. Die DĂŒse ist nicht direkt am Schlauchausgang montiert, sondern sitzt am Ende eines stabilen Rohrs, der sogenannten Lanze. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Anwender, einen angemessenen Sicherheitsabstand zum Hochdruckstrahl einzuhalten.

GrundsĂ€tzlich unterscheidet man zwischen diesel- oder benzinbetriebenen Sprithochdruckreinigern und Hochdruckreinigern mit Elektromotor. DarĂŒber hinaus sind Modelle erhĂ€ltlich, die das Wasser auf teilweise mehr als 100 Grad Celsius erhitzen und dadurch besonders grĂŒndlich reinigen.

Der Antrieb: Strom oder Benzin

Hochdruckreiniger erzeugen den Wasserdruck mit einer motorbetriebenen Pumpe. Im Heimbereich finden hauptsĂ€chlich Modelle mit Elektromotor Verwendung. Benzin- und auch die eher ungebrĂ€uchlichen dieselbetriebene Hochdruckreiniger sind zwar deutlich leistungsfĂ€higer und robuster als Elektro-Hochdruckreiniger, allerdings sind sie im Betrieb auch um einiges lauter. Da sie zudem sowohl grĂ¶ĂŸer als auch schwerer sind und deutlich mehr Geld kosten als gĂŒnstige Elektromodelle, werden sie vor allem im professionellen Umfeld eingesetzt. Auch ĂŒbersteigt ihr Leistungsspektrum das Anforderungsprofil eines Privathaushalts deutlich.

Ein Vorteil von Sprithochdruckreinigern ist, dass sie unabhĂ€ngig vom Stromnetz sind. Elektro-Hochdruckreiniger hingegen benötigen einen Stromanschluss. In der Praxis bedeutet das oft, dass Sie umstĂ€ndlich mit einer Kabeltrommel hantieren mĂŒssen, um beispielsweise das Auto auf dem Parkplatz oder weiter vom Haus entfernte Ecken Ihres Gartens zu reinigen. Da der Hochdruckreiniger zudem einen Wasseranschluss benötigt, hĂ€ngt er immer an zwei „SchnĂŒren“, was das Handling erschwert. Hier kommen Akku-Hochdruckreiniger ins Spiel.

Akkus als Alternatvive zum Kabel

Vorteile
  • Arbeiten ohne Stromanschluss möglich
  • Mitunter ohne Anschluss an die Wasserleitung nutzbar
Nachteile
  • Begrenzte Laufzeit
  • Niedriger Wasserdruck
  • Schwacher Motor

Elektrische Hochdruckreiniger mit Akku können auch dort eingesetzt werden, wo kein Stromanschluss verfĂŒgbar ist, beispielsweise in KleingĂ€rten oder auf CampingplĂ€tzen. Allerdings haben sie nur eine begrenzte Laufzeit. Rund 20 Minuten können Sie damit arbeiten, dann ist der Akku leer und muss neu geladen werden. Aus StromspargrĂŒnden sind die Akku-Modelle meistens weniger leistungsfĂ€hig: Der Wasserdruck betrĂ€gt typischerweise maximal 100 bar.

Besonders mobil sind Akku-Hochdruckreiniger mit eingebautem Wassertank. Sie benötigen weder einen Strom- noch einen Wasseranschluss. Kleinere FlĂ€chen lassen sich damit sehr bequem reinigen. FĂŒr grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen sind sie jedoch schlecht geeignet, da Sie bei einer lĂ€ngeren Einsatzzeit den Tank wiederholt fĂŒllen und den Akku hĂ€ufig austauschen mĂŒssen.

Heißwasser fĂŒr eine extragrĂŒndliche Reinigung

Vorteile
  • Löst Schmutz besser als Kaltwasser
  • Tötet Keime ab
Nachteile
  • Deutlich höhere Anschaffungskosten
  • Höhere Betriebskosten
  • Gefahr von Verbrennungen

Die Industrie verwendet Heißwasser-Hochdruckreiniger, die mit einer Temperatur von bis zu 155 Grad Celsius arbeiten. Durch die erhöhte Temperatur haben diese GerĂ€te eine noch bessere Reinigungswirkung. Zudem tötet das heiße Wasser beziehungsweise der Wasserdampf viele Krankheitserreger ab. FĂŒr den Heimgebrauch sind solche GerĂ€te jedoch nicht ĂŒblich. Sie bieten mehr Reinigungsleistung, als in Haushalt und Garten benötigt wird. Nicht nur ihre Anschaffungskosten sind höher als die von Kaltwasser-Hochdruckreinigern, das Erhitzen des Wassers verbraucht auch viel Energie, was einen hohen Stromverbrauch und somit hohe Betriebskosten zur Folge hat.

Hochdruckreiniger: Eine Kaufentscheidung treffen

Beim Kauf eines Hochdruckreinigers ist es sinnvoll, auf den geplanten Verwendungszweck zu achten und ein GerĂ€t zu wĂ€hlen, das den Anforderungen gerecht wird. Wer einen hochleistungsfĂ€higen Reiniger fĂŒr leichte Aufgaben kauft, gibt unnötig viel Geld aus. Wer aus Sparsamkeit zu einem Hochdruckreiniger greift, der seiner Aufgabe nicht gewachsen ist, tut sich aber auch keinen Gefallen.

GrĂ¶ĂŸe der zu reinigenden FlĂ€che

FĂŒr kleinere FlĂ€chen, etwa das Auto, das Fahrrad oder den Balkon, ist ein gĂŒnstigen Hochdruckreiniger mit relativ geringer Leistung völlig ausreichend. Auch akkubetriebene GerĂ€te kommen dafĂŒr in Betracht. Wer hingegen regelmĂ€ĂŸig große FlĂ€chen mit mehr als 20 Quadratmetern sĂ€ubern möchte, sollte sich Gedanken ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit des Hochdruckreinigers machen. Ist das GerĂ€t zu schwach ,dauert die Reinigung schlicht zu lange. Hier ist ein kabelgebundener Elektro-Hochdruckreiniger mit ausreichend Druck und einem wattstarken Motor das Mittel der Wahl. Bei noch grĂ¶ĂŸeren FlĂ€chen, etwa ganzen Hausfassaden, kommt auch ein Benzin-Hochdruckreiniger in Betracht.

Wieviel Bar braucht der Hochdruckreiniger?

Je mehr Wasserdruck ein Hochdruckreiniger hat, desto hartnĂ€ckigere Verschmutzungen entfernt er und desto zĂŒgiger schreitet die Arbeit voran. In einer gewöhnlichen Wasserleitung herrscht ein Druck von etwa 4 bar – bereits gĂŒnstige Hochdruckreiniger arbeiten mit einem um ein Vielfaches höheren Druck von 100 bis 140 bar. Vor allem Akku-Hochdruckreiniger werden jedoch mit einem deutlich niedrigeren Maximaldruck angeboten, manchmal sogar mit lediglich 20 bar. Bei diesen GerĂ€ten spricht man auch von Mitteldruckreinigern. Ihr Vorteil ist, dass sie weniger Strom brauchen und dadurch im Akkubetrieb lĂ€nger durchhalten. DarĂŒber hinaus arbeiten sie aufgrund des verminderten Drucks schonender. Es besteht nur eine geringe Gefahr, damit empfindliche OberflĂ€chen zu beschĂ€digen. Besonders leistungsfĂ€hige Hochdruckreiniger schaffen bis zu 200 bar.

Welche Fördermenge sollte der Hochdruckreiniger haben?

Auch die Fördermenge beziehungsweise der Wasserdurchfluss ist fĂŒr die Reinigungsleistung eines Hochdruckreinigers wichtig. Sie wird in Liter pro Stunde gemessen. Je höher die Fördermenge ist, desto höher ist der Wirkungsgrad des Hochdruckreinigers. Hoher Druck bei einer zu geringen Fördermenge fĂŒhrt dazu, dass FlĂ€chen nicht gut gereinigt werden. Empfehlenswert ist eine Fördermenge zwischen 500 und 1.200 Litern pro Stunde.

Mobile Hochdruckreiniger haben meistens einen deutlich geringeren Wasserdurchfluss. Er liegt eher im Bereich von 100 bis 300 Litern pro Stunde. Das hat praktische GrĂŒnde: Bei diesen GerĂ€ten kommt das Wasser aus einem Tank beziehungsweise Eimer. Er darf nicht zu groß sein, da er sonst im gefĂŒllten Zustand nicht mehr transportiert werden könnte. Eine hohe Fördermenge wĂŒrde ein sehr hĂ€ufiges BefĂŒllen des Tanks nötig machen.

Maximale Wassertemperatur des Hochdruckreinigers

Gewöhnliche Kaltwasser-Hochdruckreiniger erhitzen das Wasser nicht. FĂŒr eine bessere Reinigungswirkung können sie aber an die Warmwasserleitung angeschlossen werden. Warmwasser hat ĂŒblicherweise eine Temperatur von 60 bis 70 Grad Celsius, was auch die meisten Kaltwasser-Hochdruckreiniger problemlos vertragen. Mit zu heißem Wasser können Sie Ihren Hochdruckreiniger allerdings nachhaltig beschĂ€digen – lesen Sie in der Bedienungsanleitung nach, was die maximale Wassertemperatur Ihres GerĂ€ts ist.

Zu einem Heißwasser-Hochdruckreiniger, der das Wasser selbst erhitzt und dabei Temperaturen von 100 Grad und mehr erreicht, sollten Sie nur greifen, wenn Sie besondere GrĂŒnde dafĂŒr haben. FĂŒr die ĂŒblichen Einsatzzwecke ist so ein GerĂ€t nicht notwendig. Wenn Sie viel besonders hartnĂ€ckigen Schmutz schnell entfernen wollen oder wenn die keimtötende Wirkung eine Rolle spielt, kann ein Heißwasser-Hochdruckreiniger eine sinnvolle Anschaffung sein.

Hochdruckreiniger und Strom

Bei elektrischen Hochdruckreinigern spielt die Frage der Stromversorgung eine Rolle. Üblicherweise sind kabelgebundene Hockdruckreiniger eine gute Wahl. Diese Modelle sind leistungsfĂ€hig und gĂŒnstig. Sollten Sie Ihren Hochdruckreiniger doch einmal außerhalb der Reichweite einer Steckdose betreiben, können Sie sich immer noch mit einem VerlĂ€ngerungskabel oder einer Kabelrolle behelfen.

Akku-Hochdruckreiniger sind Nischenlösungen fĂŒr besondere Einsatzzwecke. Sie sind ideal, wenn die MobilitĂ€t wichtiger ist als eine hohe Reinigungsleistung. Praktisch sind sie beispielsweise fĂŒr Bewohner von Mietwohnungen, die damit ab und zu ihr Fahrrad oder den Balkon reinigen möchten. Auch auf dem Campingplatz können sie gute Dienste leisten. Sinnvollerweise ist ein Akku-Hochdruckreiniger mit einem Tank oder einer Ansaugvorrichtung fĂŒr die Wasserzufuhr aus einem Eimer versehen, denn wo keine Steckdose in Reichweite ist, ist oft auch keine Wasserleitung verfĂŒgbar.

Reinigungsmittelzufuhr

Meistens kommt man bei der Benutzung von Hochdruckreinigern ohne Reinigungsmittel aus. FĂŒr bestimmte Anwendungen ist die Zugabe von Reinigungsmitteln jedoch sinnvoll. Bei der AutowĂ€sche mit dem Hochdruckreiniger beispielsweise möchten viele Nutzer nicht auf Zusatzstoffe fĂŒr mehr Glanz und Sauberkeit verzichten. FĂŒr diese FĂ€lle sollte der Hochdruckreiniger entweder mit einem integrierten ReinigungsmittelbehĂ€lter oder mit einer Anschlussstelle fĂŒr einen externen ReinigungsmittelbehĂ€lter versehen sein.

Gewicht und GrĂ¶ĂŸe

Klein und leicht sind die meisten Hochdruckreiniger nicht. Das ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass eine robuste Bauweise nötig ist, um dem hohen Druck standzuhalten. Auch der Motor bringt immer ein gewisses Gewicht auf die Waage. Kompaktere GerĂ€te entsprechen in Gewicht und Abmessungen etwa einem handelsĂŒblichen Staubsauger, aber auch ein Gewicht von 15 Kilogramm und mehr ist ĂŒblich. Solche schweren GerĂ€te sind meist mit Rollen ausgestattet. Damit lassen sie sich auf ebenen FlĂ€chen einfach bewegen – bei vorwiegend stationĂ€rem Einsatz ist also auch ein relativ großer Hochdruckreiniger praktikabel. Sollten Sie jedoch vorhaben, Ihren Hochdruckreiniger hĂ€ufiger mit dem Auto ĂŒber lĂ€ngere Strecken zu transportieren, ist es ratsam, ein besonderes Augenmerk auf kompakte Abmessungen und ein geringes Gewicht zu legen.

Lieferumfang

Achten Sie darauf, dass alles mitgeliefert wird, was Sie zum Betrieb des GerĂ€ts brauchen. Das beinhaltet einen Hochdruckschlauch, eine SprĂŒhlanze und mindestens einen Aufsatz. Sinnvoll ist es, wenn zusĂ€tzlich zum Standardaufsatz auch eine FlachstrahldĂŒse fĂŒr die Bodenreinigung und eine RotationsdĂŒse fĂŒr besonders hartnĂ€ckige Verschmutzungen beiliegen. Bei einem AkkugerĂ€t sollten Sie sichergehen, dass mindestens ein passender Akku im Lieferumfang enthalten ist.

Reparatur und VerfĂŒgbarkeit von Ersatzteilen

Vor allem gĂŒnstige ElektrogerĂ€te von unbekannten Marken sind als Wegwerfprodukte konzipiert. Auch Fachleute können sie nicht reparieren, da der Hersteller keine Ersatzteile verkauft. Bei Markenprodukten ist das meist anders, da es den Unternehmen wichtig ist, als Erzeuger hochwertiger und langlebiger Waren wahrgenommen zu werden. So bietet beispielsweise KĂ€rcher sogar selbst einen Reparaturservice an. Dieser ist innerhalb der Garantiezeit kostenlos. Danach repariert das Unternehmen seine Produkte zu einem vorab festgelegten Festpreis, der Kunde wird also nicht mit unerwartet hohen Reparaturkosten ĂŒberrascht.

Zubehör fĂŒr Hochdruckreiniger

Hochdruckreiniger werden normalerweise betriebsbereit verkauft. Ein Hochdruckschlauch, eine SprĂŒhlanze und meistens sogar mehrere DĂŒsen liegen ĂŒblicherweise bei. Sie können also sofort loslegen, sobald Sie ihren neuen Hochdruckreiniger ausgepackt haben. FĂŒr bestimmte Aufgaben ist jedoch die Anschaffung von Zubehör sinnvoll. Mit speziellen DĂŒsen und SchlĂ€uchen eignet sich ein Hochdruckreiniger beispielsweise auch fĂŒr die Reinigung von verstopften Abflussrohren oder Dachrinnen.

Flachstrahler

Die Flachstrahl-DĂŒse ist ein zuverlĂ€ssiges Arbeitstierchen. Sie sprĂŒht das Wasser in einem breiten FĂ€cher auf das Objekt und ermöglicht zĂŒgiges Reinigen. FĂŒr Standardanwendungen ist sie eine gute Wahl: Alles, vom Autoreifen bis zur Zaunlatte, wird damit flugs sauber. Eine Flachstrahl-DĂŒse sollte zum Lieferumfang jedes Hochdruckreinigers gehören.

DreckfrÀser

FĂŒr besonders hartnĂ€ckigen Schmutz lohnt sich der Einsatz eines DreckfrĂ€sers.  Dabei kann es sich um die Schicht aus Motoröl und FeilspĂ€nen auf dem jahrelang vernachlĂ€ssigten Werkstattboden oder eine dick mit Flechten und Moos bewachsene Steinmauer handeln. Diese Art von Hochdruckreiniger-Aufsatz strahlt nicht fĂ€cherförmig, sondern erzeugt einen gebĂŒndelten Wasserstrahl. Die ganze Kraft des Hochdruckreinigers konzentriert sich also auf eine sehr kleine FlĂ€che. Zudem rotiert der Strahl des DreckfrĂ€sers. Dadurch entsteht ein Meißel-Effekt, dem auch dicke, stark haftende Verschmutzungen nicht standhalten.

FlÀchenreiniger

FlĂ€chenreiniger wurden fĂŒr die Reinigung großer horizontaler FlĂ€chen entwickelt. Genau wie Flachstrahler besitzen auch sie einen breiten Strahl, sodass Sie mit der Arbeit rasch vorankommen. Anders als bei Flachstrahlern ist die DĂŒse von FlĂ€chenreinigern allerdings von einem schĂŒtzenden GehĂ€use umgeben, das den Spritzwasseraustritt zur Seite und nach oben verhindert. Umliegende GegenstĂ€nde werden somit nicht mit Schmutzwasser verunreinigt.

BĂŒrste

Auf den ersten Blick scheint ein BĂŒrstenaufsatz dem Prinzip eines Hochdruckreinigers zuwiderzulaufen. Bei diesen GerĂ€ten geht es schließlich darum, schonend nur mit Wasser zu reinigen und empfindliche OberflĂ€chen nicht mit einer kratzigen BĂŒrste zu beschĂ€digen. Allerdings eignet sich der krĂ€ftige Wasserstrahl eines Hochdruckreinigers auch gut dazu, eine BĂŒrste in Rotation zu versetzen. Durch das Wasser wird der herausgebĂŒrstete Schmutz zugleich weggespĂŒlt. Nach diesem Prinzip arbeiten zum Beispiel BĂŒrstenaufsĂ€tze fĂŒr die AutowĂ€sche. Neben diesen rotierenden BĂŒrsten sind auch DĂŒsen mit festsitzenden BĂŒrsten erhĂ€ltlich. Kratzer im Lack muss der Anwender bei der Verwendung von BĂŒrstenaufsĂ€tzen nicht befĂŒrchten, denn die Borsten sind aus besonders weichem Material gefertigt.

Rohrreinigungsschlauch

Verstopfte Abflussrohre sind ein Ärgernis. Jeder, der schon einmal versucht hat, eines mit dem guten alten Pömpel oder mit einer Abflussspirale zu reinigen, kann ein Lied davon singen. Diese Werkzeuge erfordern viel Geduld und Muskelkraft; oft gelingt die Rohrreinigung damit nicht. Am Ende mĂŒssen Sie doch fĂŒr viel Geld einen Installateur beauftragen. Deutlich effektiver als die manuellen Werkzeuge – aber immer noch gĂŒnstiger als ein Handwerkereinsatz – ist ein spezieller Rohrreinigungsschlauch fĂŒr den Hochdruckreiniger. Diese SchlĂ€uche besitzen einen Aufsatz, der den Schlauch mit nach hinten gerichteten DĂŒsen in das Rohr hineintreibt, wĂ€hren gleichzeitig ein nach vorn gerichteter Strahl den Weg freispĂŒlt.

Dachrinnenreinigungsset

Der Handel bietet spezielle Lanzen an, mit denen die Dachrinnenreinigung besonders einfach von der Hand geht. Die Spitze einer solchen Lanze ist ĂŒblicherweise um etwa 45 Grad gebogen, sodass der Anwender den Hochdruckreiniger einsetzen kann, ohne ĂŒber der Dachrinne zu stehen. Noch komfortabler wird die Dachrinnenreinigung mit einer Teleskoplanze. Modelle mit einer LĂ€nge von bis zu 5,5 Metern sind erhĂ€ltlich. Mit einer solchen Lanze können Sie die Dachrinne eines Einfamilienhauses vom Boden aus reinigen. Da Sie bei der Arbeit damit keine Leiter besteigen mĂŒssen, verringern Dachreinigungs-Teleskoplanzen fĂŒr den Hochdruckreiniger die Unfallgefahr.

SchlauchverlÀngerung

Ein lĂ€ngerer Schlauch erhöht Ihren Aktionsradius bei der Arbeit mit dem Hochdruckreinniger. Die HochdruckschlĂ€uche, die standardmĂ€ĂŸig mitgeliefert werden, haben meist eine LĂ€nge zwischen drei und fĂŒnf Metern. Deutlich lĂ€ngere HochdruckschlĂ€uche sind technisch allerdings auch möglich. Der Onlinehandel bietet SchlĂ€uche mit einer LĂ€nge von bis zu 30 Metern an.

Hinweise zur Anwendung und Sicherheit

Hochdruckreiniger sind unkomplizierte GerÀte, die sich von jedermann einfach verwenden lassen. Ein paar Hinweise sollten Sie allerdings beachten, um Verletzungen und SachschÀden zu vermeiden.

WofĂŒr sich der Hochdruckreiniger eignet und wofĂŒr nicht

Hochdruckreiniger sind vielfĂ€ltig einsetzbar. Sie können damit die Mehrheit aller GegenstĂ€nde im Außenbereich reinigen. Bodenplatten, Fassaden und Gartenwerkzeuge sind typische Anwendungsbereiche. Kommen Sie aber nicht auf die Idee, Ihren Hund, Ihre Katze oder gar Ihr Kind zu „kĂ€rchern“. Das fĂŒhrt nicht zu Sauberkeit, sondern zu ernsthaften Verletzungen. Auch Pflanzen vertragen es nicht, mit dem KĂ€rcher abgesprĂŒht zu werden. Auch bei OberflĂ€chen mit empfindlicher Beschichtung und generell bei weichen GegenstĂ€nden (etwa Gummidichtungen und Autoreifen) sollten Sie vorsichtig sein. Um sie nicht zu beschĂ€digen, ist es ratsam, mit verminderten Druck beziehungsweise aus grĂ¶ĂŸerer Distanz zu arbeiten.

Elektrische GerĂ€te aller Art nehmen in der Regel beim Reinigen mit dem Hochdruckreiniger Schaden. Das gilt selbst fĂŒr GerĂ€te, die unter Alltagsbedingungen wasserdicht sind, denn viele Dichtungen halten dem Hochdruckstrahl nicht stand.

AutowÀsche mit dem Hochdruckreiniger

Viele Autobesitzer verwenden den Hochdruckreiniger zur AutowĂ€sche. Bei unsachgemĂ€ĂŸem Gebrauch kann das Auto dadurch jedoch Schaden nehmen. Wird der Lack mit zu hohem Wasserdruck bearbeitet, können unsichtbare Mikrorisse entstehen, die ihn mit der Zeit abblĂ€ttern lassen. Auch Fensterdichtungen, Reifen und andere weiche Gummiteile können beschĂ€digt werden. Halten Sie daher beim Autowaschen unbedingt den in der Bedienungsanleitung empfohlenen Mindestabstand ein. Falls Ihr Hochdruckreiniger eine Regulierung des Drucks ermöglicht, ist es ratsam, nur mit halber StĂ€rke zu arbeiten. Auch mit einer breit abstrahlenden DĂŒse und einem flachen Arbeitswinkel können Sie Ihr Auto schonend reinigen.

Eine Gefahr fĂŒr den Lack stellt nicht nur ein zu starker Wasserstrahl selbst dar, sondern sie geht bei stĂ€rkerer Verschmutzung auch von Sandkörnern und kleinen Kieselsteinen in der Schmutzkruste aus. Wenn sie mit Wucht weggespĂŒlt werden, fĂŒhrt das manchmal zu unschönen Kratzern. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deswegen bei starker Verschmutzung vor dem Einsatz des Hochdruckreinigers den gröbsten Dreck mit dem Gartenschlauch oder einem Niederdruckreiniger abspĂŒlen.

Kann ich mein Fahrrad mit dem Hochdruckreiniger sÀubern?

Ob ein Hochdruckreiniger das geeignete Werkzeug fĂŒr die Fahrradreinigung ist, wird unter Radfahrern kontrovers diskutiert. NatĂŒrlich wird das Rad damit viel schneller und grĂŒndlicher sauber als mit Lappen und Eimer. Andererseits sind FahrrĂ€der deutlich filigraner als Autos. Da sie anders als die motorisierten VierrĂ€der nicht verkleidet sind, prallt der Wasserstrahl direkt auf die Mechanik. Wenn Sie allerdings die Kette, die Lager, die Ventile und eventuelle Aufkleber aussparen, fĂŒhrt das Reinigen mit dem Hochdruckreiniger kaum zu erhöhtem Verschleiß am Fahrrad. Sie sollten ebenso wie beim Auto mit reduziertem Druck, genĂŒgend Abstand und in einem flachen Winkel arbeiten.

Ist fĂŒr einen Hochdruckreiniger Reinigungsmittel notwendig?

Im Allgemeinen wird der bearbeitete Gegenstand auch ohne Reinigungsmittel sauber. Dass sie ganz ohne umweltschĂ€dliche Chemikalien auskommen, ist ein wichtiger Vorteil von Hochdruckreinigern. Allerdings verfĂŒgen viele Modelle ĂŒber ein AufnahmebehĂ€ltnis fĂŒr Reinigungsmittel. Im Handel sind einige spezielle Mittel erhĂ€ltlich: Holzreiniger fĂŒr die SĂ€uberung und Pflege von HolzoberflĂ€chen, Steinreiniger fĂŒr die Entfernung von Moos und Algen von Fassaden und Steinböden, und Kunststoffreiniger, die beispielsweise Gartenmöbel effizient reinigen. Bedenken Sie aber: Die RĂŒckstĂ€nde dieser Reinigungsmittel landen in der Umwelt, meistens sogar in Ihrem Garten. Viele Anwender kommen ohne aus und sparen dadurch Geld. Eine Ausnahme ist allerdings die AutowĂ€sche: Um ihr Automobil auf Hochglanz zu bringen, greifen Konsumenten oft zu speziellen Autoreinigungsmitteln fĂŒr den Hochdruckreiniger.

Gefahren bei der Arbeit mit dem Hochdruckreiniger

Auf den Werbebildern der Hersteller sieht das Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger sehr vergnĂŒglich aus. Es macht Freude, einer schmutzstarrende OberflĂ€che StĂŒck fĂŒr StĂŒck zu Sauberkeit und neuem Glanz zu verhelfen. Doch einfach und ungefĂ€hrlich ist die Arbeit nur, wenn Sie die Risiken kennen und entsprechende Vorkehrungen treffen. Folgende GefĂ€hrdungen gibt es bei der Arbeit mit dem Hochdruckreiniger:

  • Kontakt mit dem Wasserstrahl
  • Wegfliegende lose oder abgebrochene Teile
  • Platzende Leitungen
  • Asbest, Blei, silikogene StĂ€ube und andere Gifte im behandelten Gegenstand
  • Gefahrstoffe im SprĂŒhnebel
  • Kontakt des Wasserstrahls mit stromfĂŒhrenden Teilen
  • UnfĂ€lle durch den RĂŒckstoß des Hochdruckreinigers
  • HörschĂ€den durch den MotorlĂ€rm

Die richtige SchutzausrĂŒstung fĂŒr Hochdruckreiniger

Der grĂ¶ĂŸte TrĂ€ger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland, die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), schreibt bei beruflichen Arbeiten mit HochdruckreinigungsgerĂ€ten folgende persönliche SchutzausrĂŒstung vor:

  • Spritschutzhosen und -jacken
  • Sicherheitsstiefel
  • Handschuhe
  • Gesichtsschutz
  • Atemschutz
  • Gehörschutz

Ausnahmen kennt die VBG nicht: Selbst bei kurzen Arbeiten mit dem GerĂ€t ist die vollstĂ€ndige SchutzausrĂŒstung anzulegen. Im Privatbereich hingegen ist jeder selbst fĂŒr seine Sicherheit verantwortlich. Sich fĂŒr jeden kleinen Hockdruckreiniger-Einsatz in die volle Schutzmontur zu werfen, wĂ€re vielleicht ĂŒbertrieben. Aber zumindest festes Schuhwerk und Kleidung, die die Arme und Beine vollstĂ€ndig bedeckt, sowie eine Schutzbrille sind angebracht. AbhĂ€ngig von der LautstĂ€rke Ihres Hochdruckreinigers sollten Sie auch nicht auf einen Gehörschutz verzichten.

Was muss ich fĂŒr die Sicherheit beim „KĂ€rchern“ beachten?

Neben der richtigen SchutzausrĂŒstung ist ein sorgsamer Umgang mit dem Hochdruckreiniger notwendig, um Verletzungen und UnfĂ€lle zu vermeiden. SelbstverstĂ€ndlich sollten Sie den Hochdruckreiniger nie auf Menschen oder Tiere richten. DarĂŒber hinaus ist ein Sicherheitsabstand zu stromfĂŒhrenden Teilen nötig, um StromunfĂ€lle zu vermeiden. Vor jedem Einsatz des Hochdruckreinigers sollten Sie sich vergewissern, dass der Hochdruckschlauch keine Löcher oder BrĂŒche aufweist. Der unkontrollierte Wasserstrahl, der aus kleinen undichten Stellen austritt, kann zu ernsthaften Verletzungen fĂŒhren. UnterschĂ€tzen Sie außerdem nicht den RĂŒckstoß des Hochdruckreinigers. Ein sicherer Stand ist bei der Benutzung unbedingt nötig. Das gilt besonders fĂŒr die Arbeit auf Leitern oder an anderen erhöhten Positionen. Mit einer Teleskoplanze und einer DachrinnendĂŒse können Sie die meisten Arbeiten auch vom Boden aus ausfĂŒhren.

Höchste Vorsicht bei Asbest

Auf keinen Fall dĂŒrfen Sie den Hochdruckreiniger fĂŒr asbesthaltige OberflĂ€chen verwenden. Asbest wurde aufgrund seiner brandhemmenden Eigenschaften bis in die 1980er gern am Bau verwendet. Bekannt ist die graue Wellpappe, mit der DĂ€cher gedeckt wurden. Aber auch fĂŒr Blumentöpfe, Schindeln, FußbodenbelĂ€ge und sogar Putz kam das krebserregende Material frĂŒher hĂ€ufig zum Einsatz. Der damals verbaute Asbest gilt heute als einer der gefĂ€hrlichsten Schadstoffe in der Bausubstanz und findet sich noch immer in vielen damals errichteten oder renovierten HĂ€usern.

So lange sie nicht beschĂ€digt werden, sind die meisten Asbestwerkstoffe allerdings weitgehend harmlos. Die Asbestfasern sind in ihnen gebunden und stellen keine Gefahr da. Erst durch Bruch oder Bearbeitung lösen sich die mikroskopisch kleinen Fasern in der Luft, geraten in die Lunge und können dort schon in geringen Mengen Krebs auslösen. Auch das SĂ€ubern mit dem Hochdruckreiniger wirkt geringfĂŒgig abrasiv. Der Materialabtrag ist zwar minimal, aber da es fĂŒr Asbest keine ungefĂ€hrlichen Grenzwerte gibt, sollten Sie kein Risiko eingehen.

Bekannte Hersteller von Hochdruckreinigern

Bei Hochdruckreinigern denken die meisten zuerst an KĂ€rcher. Die Firma fĂŒhrte in den 80er-Jahren Hochdruckreiniger fĂŒr den Privatgebrauch ein. Davor waren die GerĂ€te fast ausschließlich im professionellen Bereich verbreitet. Noch heute wird das Wort „kĂ€rchern“ in der Umgangssprache als Synonym fĂŒr „reinigen mit dem Hochdruckreiniger“ gebraucht. Doch auch andere Marken haben sich in diesem Bereich etabliert und mĂŒssen sich nicht vor dem MarktfĂŒhrer verstecken.

KĂ€rcher

KĂ€rcher ist der unangefochtene König der Hochdruckreiniger. Die Marke, deren Hochdruckreiniger alle in einem leuchtenden Gelb gehalten sind, zeichnet sich durch ein breites Sortiment aus. Vom gĂŒnstigen Hochdruckreiniger fĂŒr den Gelegenheitsnutzer bis zur Hochleistungs-Reinigungsmaschine fĂŒr deutlich mehr als tausend Euro ist alles dabei. Auch das Zubehörsortiment kann sich sehen lassen: Mit diversen DĂŒsen, Lanzen, Spritzschutzschalen, BĂŒrsten, SchlĂ€uchen und SprĂŒhpistolen bietet KĂ€rcher fĂŒr jeden denkbaren Einsatzbereich eines Hochdruckreinigers das richtige Werkzeug an.

Nilfisk

Nilfisk ist ein dĂ€nischer Hersteller von ReinigungsgerĂ€ten. Das Unternehmen blickt auf eine lange Geschichte zurĂŒck. Es wurde 1906 von Hans Marius Nielsen und Peder Andersen Fisker gegrĂŒndet. Der Firmenname leitet sich von den Nachnamen der beiden GrĂŒnder ab. In den Nachkriegsjahren wurde Nilfisk als Hersteller von Staubsaugern populĂ€r und brachte mit der Scheuersaugmaschine ein innovatives neues GerĂ€t auf den Markt. Hochdruckreiniger gehören fĂŒr Nilfisk zu den wichtigsten Produkten. Der Unternehmensschwerpunkt liegt bei Reinigungsmaschinen fĂŒr den professionellen Gebrauch und auch die Produkte im Consumer-Segment zeichnen sich durch hochwertige Verarbeitung und eine seriöse Anmutung aus.

Bosch

Das Stuttgarter Unternehmen Bosch hat deutsche Industriegeschichte geschrieben und ist heute eines der grĂ¶ĂŸten Produktionsunternehmen des Landes. Das wichtigste Standbein von Bosch ist Kraftfahrzeugtechnik. Die meisten Konsumenten bringen Bosch allerdings mit zwei anderen Produktkategorien in Verbindung, nĂ€mlich mit Elektrowerkzeugen und elektrischen KĂŒchengerĂ€ten. Eine Bohrmaschine, eine StichsĂ€ge oder ein KĂŒchenmixer von Bosch findet sich in fast jedem deutschen Haushalt.

Auch Bosch-Hochdruckreiniger erfreuen sich bei Verbrauchern einer großen Beliebtheit. Wie bei  dem restlichen Elektrowerkzeug des Herstellers sind zwei Linien erhĂ€ltlich: Werkzeuge in GrĂŒn fĂŒr Heimwerker und Produkte in Blau fĂŒr Industrie und Handwerk. NatĂŒrlich greifen auch Endanwender, die hochwertiges Werkzeug zu schĂ€tzen wissen, gern zu den noblen blauen GerĂ€ten.

Makita

Der japanische Werkzeughersteller Makita verkauft seine Produkte seit den spĂ€ten 1970ern auch in Deutschland. Wer bei der Marke an Billigprodukte aus Fernost denkt, liegt falsch. Makita genießt bei den Profis am Bau einen ausgezeichneten Ruf und auch bei Heimanwendern werden die Werkzeuge und Maschinen mit dem markanten roten Logo immer beliebter. Das Hochdruckreiniger-Sortiment ist mit nur sechs verschiedenen GerĂ€ten allerdings ĂŒberschaubar.

KrÀnzle

Nicht billig, aber gut: So könnte man die Hochdruckreiniger von KrĂ€nzle beschreiben. Als Spezialist fĂŒr diese GerĂ€te produziert die Firma hauptsĂ€chlich Hochdruckreiniger. GegrĂŒndet wurde sie 1974 vom gelernten Eisendreher Josef Leonhard KrĂ€nzle in dessen Garage. Firmensitz ist die schwĂ€bische Kleinstadt Illertissen, mit der der FirmengrĂŒnder durch kommunalpolitisches Engagement und als MĂ€zen stark verbunden ist.

Bei seinen Hochdruckreinigern pflegt KrĂ€nzle zwei Produktlinien: Consumer und Professional. Der Schwerpunkt liegt eindeutig bei den Profi-GerĂ€ten. Auch die Hochdruckreiniger aus der Consumer-Linie sind eher fĂŒr gehobene AnsprĂŒche gedacht und kosten etwas mehr als vergleichbare GerĂ€te anderer Hersteller.

Einhell

Der Hersteller aus Bayern hat sich auf Elektrowerkzeuge fĂŒr Heimwerker spezialisiert. In den Warenregalen der BaumĂ€rkte fallen die Produkte der Firma durch ihr krĂ€ftiges Dunkelrot und ihr gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis auf. Das Produktsortiment ist sehr breit aufgestellt: Von Kapp- und GehrungssĂ€gen bis hin zu elektrischen Wasserpumpen bietet Einhell fast alles an, was im Maschinenpark eines ambitionierten Bastlers brauchbar und nĂŒtzlich ist. Die drei Hochdruckreiniger des Herstellers zeichnen sich durch eine relativ kompakte Bauweise und erschwingliche Preise aus.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Hochdruckreiniger-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Der letzte Test von Hochdruckreinigern fand bei der Stiftung Warentest im Jahr 2014 statt. Er ist also nicht mehr ganz aktuell. In einem Artikel von April 2017 verweisen die VerbraucherschĂŒtzer daher auf die Ergebnisse der jĂŒngeren Tests ihrer Partnerorganisationen im frankophonen Raum. Sowohl die französische Verbraucherzeitschrift Que choisir? als auch das belgische Magazin Test Achats haben Hochdruckreiniger getestet.

In den Tests der beiden Publikationen lagen durchwegs teurere Modelle vorn. Vor allem die GerĂ€te von MarktfĂŒhrer KĂ€rcher und die des Herstellers Stihl konnten ĂŒberzeugen. Der Testsieger von Que Choisir? ist der Stihl RE 129 Plus, der mit hohem Druck und sehr guten Reinigungsergebnissen ĂŒberzeugen konnte. Beim Test von Test Achats erreichten hingegen zwei Modelle von KĂ€rcher die beste Note: Der K 4 Premium Full Control Home und der K 5 Premium Full Control Plus Home. Ein Test des Modells von Stihl wurde von den Belgiern nicht durchgefĂŒhrt.

Bei einer Sache sind sich die Stiftung Warentest, Que choisir? und Test Achats einig: GĂŒnstige GerĂ€te lohnen sich in der Regel nicht. Sie weisen schwere MĂ€ngel auf, die von einer schwachen Reinigungsleistung bis hin zu einer geringen Haltbarkeit reichen. Besonders spektakulĂ€r versagte im Test ein BilliggerĂ€t des Discounters Aldi: Es erlitt einen Kurzschluss und ging in Flammen auf.

Bei ihrem eigenen Test von Hochdruckreinigern im Jahr 2014 legte die Stiftung Warentest das stÀrkste Gewicht auf die Reinigungsleistung, die mit 40 Prozent in die Endnote einfloss. 30 Prozent des Gesamtergebnisses machte die Handhabung aus. Die Haltbarkeit sowie die Umwelteigenschaften wurden mit jeweils 15 Prozent in die Gesamtnote eingerechnet.

Mit dieser Gewichtung konnte der KĂ€rcher K 7 Premium Ecologic Home den ersten Platz erringen, auch wenn er im Kontrast zu seinem Namen nur „befriedigende“ Umwelteigenschaften hat. In den anderen Testkriterien schnitt er jeweils „gut“ oder sogar „sehr gut“ ab. Ebenfalls mit der Gesamtnote 2,0 schnitt das Modell HD 10 / 122 des Herstellers KrĂ€nzle ab. Beide GerĂ€te sind mit einem Preis von 485 Euro (KĂ€rcher) beziehungsweise sogar 560 Euro (KrĂ€nzle) relativ teuer. Deutlich erschwinglicher ist hingegen der Zweitplatzierte im Test, der KĂ€rcher K 5 Compact fĂŒr rund 250 Euro, der mit der Testnote 2,2 den beiden Spitzenreitern in nur wenig nachsteht.