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Passwort-Manager

Die besten Passwort-Manager im Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Dashlane 4,30
2 Kaspersky Password Manager 4,28 13,95 €
3 Keeper Security 4,03 29,99 €
4 LastPass 3,88
5 True Key 3,88
6 Steganos Passwort 3,75 19,95 €
7 Enpass 3,75
8 1Password 3,58 4,49 €

Sicherheit & Funktionen

Kompatibilität & Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Passwörter schützen und ordnen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Passwort-Manager nehmen dem Nutzer das Erstellen und Verwalten sicherer Passwörter ab.
  • Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens zwölf Zeichen und enthält Buchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen.
  • User eines Passwort-Managers müssen sich lediglich ein Masterpasswort merken, den Rest übernimmt die Software.

Fazit der Redaktion

In unserem Passwort-Manager-Test durchlaufen die verschiedenen Programme nacheinander alle vier Bewertungskriterien und erhalten dabei jeweils 0,00 bis 5,00 Punkte. Der Mittelwert dieser Einzelbewertungen ergibt die Gesamtpunktzahl und damit auch die Platzierung des Passwort-Managers im Ranking. So fließen alle Bewertungskriterien zu gleichen Teilen in das Endergebnis ein und ermöglichen auf diese Weise einen objektiven Vergleich der verschiedenen Passwort-Verwalter. Da jeder Anwender andere Ansprüche an eine Passwortverwaltung stellt, ist unser Testsieger nicht automatisch der beste Passwort-Manager für alle Anwender. Jeder User muss letztendlich für sich selbst abwägen und entscheiden, welche Kriterien für ihn ausschlaggebend sind.

Insgesamt erweisen sich alle Passwort-Manager in unserem Test als solide Programme, die ihren Zweck erfüllen. Unterschiede zeigen sich in erster Linie hinsichtlich des Aufgabenumfangs und des Bedienkomforts. Mit dem besten Gesamtpaket sichert sich Dashlane den ersten Platz: Der Passwort-Verwalter, der als kostenlose Basisversion erhältlich ist, überzeugt mit einem hohen Schutz, vielen nützlichen und komfortablen Funktionen, einer äußerst anwenderfreundlichen Bedienung sowie einem freundlichen und kompetenten Support. Ein ähnlich gutes Gesamtpaket erhalten Anwender mit dem Kaspersky Password Manager, der ebenfalls bereits in der kostenlosen Variante die wichtigsten Funktionen beinhaltet und ein breitgefächertes Support-Angebot bereitstellt. Wer großen Wert auf die Möglichkeit einer sicheren Zwei-Faktor-Authentifizierung legt und dafür Einbußen in puncto Anwenderfreundlichkeit in Kauf nimmt, findet in Keeper Security das passende Programm, das in unserem Test zudem das beste Gesamtergebnis in der Kategorie „Hilfe & Support“ erzielen konnte.

1. Wozu benötige ich einen Passwort-Manager?

Wer online aktiv ist, benötigt in der Regel eine ganze Reihe an Passwörtern etwa für Social-Media-Accounts, Nutzerkonten bei Online-Shops, E-Mail-Konten oder das Online-Banking. Diese Passwörter dienen dazu, die Privatsphäre und (etwa im Falle des Online-Bankings) sogar die finanzielle Existenz des Users zu schützen. Cyberkriminelle entwickeln stets neue Methoden, Passwörter zu knacken und so an sensible Nutzerdaten zu gelangen. Deshalb ist es besonders wichtig, für jeden Zugang ein individuelles Passwort zu verwenden und dieses regelmäßig (etwa alle drei Monate) durch ein neues zu ersetzen. Zudem enthalten die genutzten Passwörter im Idealfall Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen und sind mindestens zwölf Zeichen lang. Natürlich sind solche Passwörter deutlich schwieriger zu merken als das eigene Geburtsdatum oder der Name des Haustiers. Und natürlich besteht die Möglichkeit, sich die Passwörter mit Stift und Papier zu notieren. Eine optimale Lösung stellt diese Option jedoch nicht dar: Ein Zettel kann schnell verloren gehen, in falsche Hände geraten oder gerade dann nicht parat sein, wenn man ein Passwort benötigt.

Vorsicht: Phishing

Unter anderem durch sogenanntes Phishing (Abfangen persönlicher Daten durch gefälschte E-Mails, Kurznachrichten oder Websites) versuchen Cyberkriminelle, an die persönlichen Zugangsdaten von Usern zu gelangen.

Laut einer Studie des Portals Statista wurden im Jahr 2016 in Deutschland knapp 11.000 Fälle des Ausspähens von Daten polizeilich erfasst. Damit ist diese Zahl deutlich niedriger als noch vier Jahre zuvor (knapp 17.000 polizeilich erfasste Fälle), was unter anderem auf den Einsatz zuverlässiger Sicherheitssoftware und einen vorsichtigeren Umgang mit sensiblen Zugangsdaten zurückzuführen ist.

Unterstützung bei der Passwortverwaltung

Damit Verbraucher nicht aus Bequemlichkeit oder Angst vor ihrer Vergesslichkeit auf einfache Passwörter zurückgreifen, ein und dasselbe Passwort für alle Accounts verwenden oder ständig vor dem Problem stehen, sich nicht mehr an das richtige Passwort erinnern zu können, empfiehlt sich unbedingt die Nutzung eines Passwort-Managers. Dabei handelt es sich um ein Computerprogramm, welches Passwörter und häufig zudem noch weitere persönliche Daten sicher verschlüsselt abspeichert und verwaltet. Zur Verschlüsselung verwenden Passwort-Manager anerkannte Techniken: Aktuell ist die AES-256-Bit-Verschlüsselung gewissermaßen Standard.

2. Wie funktioniert ein Passwort-Manager?

Ein Generalschlüssel zu allen Passwörtern

Zugriff auf ihre verschlüsselten Zugangsdaten erhalten Anwender in der Regel mit einem Masterpasswort, welches dann auch das einzige Passwort ist, das sie sich noch merken müssen. Üblicherweise wählen Anwender dieses Passwort selbst aus, wobei sie von den meisten Passwort-Managern Vorgaben hinsichtlich der Länge und der enthaltenen Zeichen und ein Feedback über den Schutz des gewählten Kennworts erhalten. Wichtig: Das Masterpasswort sollte nur der User kennen. Daher wird dieses weder vom Passwort-Manager gespeichert, noch ist es dem Anbieter des Programms bekannt. Wer sein Masterpasswort vergisst, hat im Normalfall keine Möglichkeit mehr, auf seine verschlüsselten Zugangsdaten zuzugreifen. Dies mag zwar ärgerlich sein, dient aber der Sicherheit. User müssen in einem solchen Fall also den vorhandenen Datenspeicher löschen und einen neuen Speicher mit neuem Masterpasswort anlegen.

Sichere Passwörter erstellen

Darüber hinaus beinhalten gängige Passwort-Manager einen sogenannten Passwort-Generator, der den Usern sichere Passwörter erstellt. Im Idealfall legen sie hierbei fest, wie lang das erstellte Passwort sein soll und ob es Klein-, Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen erhält. Gute Passwort-Manager prüfen außerdem die vorhandenen Passwörter des Nutzers auf ihre Sicherheit und warnen ihn bei mehrfacher Verwendung eines Passworts sowie bei der Verwendung unsicherer Passwörter. Bei der Bewertung der Sicherheit eines Kennwortes spielt meist die Kennwortlänge eine zentrale Rolle. Von Vorteil ist es, wenn das Programm hierbei auch die Verwendung verschiedener Zeichenarten berücksichtigt. Die meisten Passwort-Verwalter erinnern ihre User zudem daran, ihre Passwörter regelmäßig zu erneuern, um so den Schutz zu verbessern.

Der Passwort-Generator des Kaspersky Password Managers.

Automatisches Eintragen

Nutzer eines Passwort-Managers haben damit die Möglichkeit, ein benötigtes Passwort in die Zwischenablage zu kopieren und dann manuell in das entsprechende Feld einzufügen. Es geht aber auch komfortabler: So stellen die meisten Anbieter zusätzlich zu einer Desktop- oder Online-Anwendung Browser-Erweiterungen zur Verfügung, die ein automatisches Ausfüllen von Zugangsdaten ermöglichen. Dabei erkennt der Passwort-Manager in der Regel auch bei der Anmeldung auf Webseiten, wenn sich Login-Daten noch nicht im Datenspeicher befinden und fügt diese auf Wunsch des Users hinzu. Besonders bequem ist die Option der Ein-Klick-Anmeldung: Hierbei genügt ein Mausklick auf die im Passwort-Manager gespeicherte URL, woraufhin das Programm das Öffnen der Webseite und die vollständige Anmeldung gänzlich automatisch übernimmt. Bei den meisten Passwort-Managern können Anwender in den Einstellungen für jede Webseite individuell wählen, ob sie eine automatische Anmeldung wünschen oder nicht. Falls sie sich dagegen entscheiden, erscheint üblicherweise in den Login-Feldern das Logo des verwendeten Passwort-Managers. Bei Mausklick auf dieses Logo füllt der Passwort-Manager Nutzername und Passwort automatisch ein. Zudem ermöglicht ein guter Passwort-Manager auch das Speichern und automatische Eintragen diverser persönlicher Daten in Online-Formulare.

3. Wie unterscheiden sich gängige Passwort-Manager?

Wie andere Programme stehen auch Passwort-Manager in zahlreichen Varianten zur Verfügung. Hinsichtlich welcher Kriterien sich diese unterscheiden lassen und welche speziellen Eigenschaften, Vorzüge oder Nachteile verschiedene Arten von Passwort-Managern mit sich bringen, erläutern wir hier.

Wo werden die verschlüsselten Daten gespeichert?

Ein wichtiger Aspekt, anhand dessen sich Passwort-Manager voneinander unterscheiden, ist der Speicherort der verschlüsselten Daten. Hierbei bestehen drei gängige Optionen:

  • Lokales Speichern auf dem Rechner des Nutzers
  • Speichern auf dem Server des Anbieters
  • Speichern in einer Cloud

Viele Passwort-Manager, welche die Daten lokal auf dem Rechner des Anwenders abspeichern, bieten zusätzlich die Option, die Daten bei Bedarf verschlüsselt in einer Cloud zu hinterlegen, um so zum Beispiel auch von unterwegs aus Zugriff auf die Passwörter zu haben oder sie über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren.

Wichtig: Das Masterpasswort, das Nutzer benötigen, um die gespeicherten Daten zu entschlüsseln, wird dabei niemals mit abgespeichert, unabhängig davon, wo die Daten lagern. Zwar mag es vor allem bei vorsichtigen Usern ein unangenehmes Gefühl auslösen, ihre komplette Kennwortsammlung irgendwo im Internet abgelegt zu wissen. Mit einem sicheren Masterpasswort ist das Risiko, dass jemand unbefugten Zugang dazu erhält, dennoch sehr gering. Ein deutlich höheres Risiko, Opfer eines Hacker-Angriffs zu werden, gehen Anwender ein, die für sämtliche Accounts dasselbe Passwort oder unsichere Passwörter wie Namen oder Daten verwenden.

Ein USB-Stick als Passwort-Manager

Wer seine Passwörter auf verschiedenen Rechnern nutzt, seine Daten aber nicht auf einem fremden Server ablegen möchte, profitiert von der Möglichkeit, einen USB-Stick als Passwort-Manager zu nutzen. Diese Option bietet beispielsweise der Steganos Passwort-Manager. Über die Funktion „portabler Passwort-Manager“ speichern Nutzer ihre verschlüsselten Daten auf einem gängigen USB-Stick und nehmen ihre Zugangsdaten überall hin mit, ohne sie online speichern zu müssen. Dabei sollten Anwender natürlich darauf achten, die Daten auf dem USB-Stick auf dem aktuellen Stand zu halten und regelmäßig zu synchronisieren.

Wer nutzt den Passwort-Manager?

Darüber hinaus stehen Passwort-Manager für verschiedene Nutzergruppen zur Verfügung:

  • Für Einzelpersonen zur privaten Nutzung
  • Für ganze Familien
  • Für Unternehmen

Passwort-Manager im Familienpack haben in der Regel den Vorteil, dass Anwender damit sowohl eigene Passwörter speichern als auch Passwörter untereinander austauschen können. Zudem ergeben solche Angebote meist einen Preisvorteil, da nicht jedes Familienmitglied eine eigene Lizenz benötigt. Das Programm 1Password beispielsweise ist als Passwort-Verwalter für mehrere Mitglieder erhältlich, wobei hier die Familienlizenz (für bis zu fünf Mitglieder) lediglich zwei Dollar mehr kostet als eine Einzellizenz. Lösungen für Unternehmen sind darauf ausgerichtet, Datensätze und verschlüsselte Ordner sicher innerhalb von kleineren und größeren Teams zu teilen und beinhalten dafür üblicherweise eine Administratoren-Konsole.

4. Wie viel bezahle ich für eine gute Passwortverwaltung?

Ein wichtiges Entscheidungskriterium für einen Passwort-Manager stellt für viele User der Preis dar. Dabei unterscheiden sich die Kosten je nach Anbieter und Lizenzmodell. Häufig finden sich auch kostenlose Versionen, die meist im Funktionsumfang eingeschränkt und zusätzlich als umfangreichere, kostenpflichtige Premium-Variante erhältlich sind. Ein Beispiel hierfür ist Dashlane: Die Basisversion ist zwar für unbegrenzte Zeit kostenlos nutzbar, beinhaltet aber keine Zwei-Faktor-Authentifizierung und keine Möglichkeit, die gespeicherten Daten über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren. Die genannten Funktionen erhalten User erst in der kostenpflichtigen Premium-Version. Die kostenpflichtigen Modelle sind meist als Abonnement mit jährlicher Abbuchung erhältlich. Die Kosten der Programme in unserem Test reichen von Null bis zu 30 Euro pro Jahr für einen User.

5. Nützliche Tipps für mehr Sicherheit

Für Personen, die mehrere Passwörter benötigen, empfiehlt es sich prinzipiell immer, einen Passwort-Manager zu nutzen, um die Sicherheit ihrer Passwörter zu erhöhen. Darüber hinaus gibt es einige Aspekte, deren Beachtung für mehr Schutz sorgt. Wir versammeln unter diesem Absatz die wichtigsten Sicherheitstipps:

Keine Passwörter im Browser speichern

Die gängigen Internet-Browser wie Mozilla Firefox und Google Chrome bieten die Option, Passwörter für wiederholt besuchte Websites zu speichern. Das mag zwar komfortabel sein, birgt aber vor allem an öffentlichen PCs oder etwa im Büro ein hohes Risiko. Zwar bietet Mozilla Firefox die Option, die gespeicherten Passwörter mit einem Masterpasswort zu schützen, dies ist jedoch nicht verpflichtend und bedeutet zusätzlichen Aufwand.

Niemals dasselbe Passwort für alle Accounts verwenden

Ebenfalls bequem, weil einfach zu merken, ist die Verwendung eines einzigen Passworts für alle Logins. Das Risiko hierbei liegt auf der Hand: Wird das Passwort für einen Account geknackt, hat der Cyberkriminelle damit automatisch Zugriff auf alle Accounts des Anwenders.

Unsichere Passwörter vermeiden

Viele Verbraucher nutzen immer noch Passwörter wie Namen, Geburtsdaten, Zahlenkombinationen wie „12345“ oder „Passwort“. Die Beliebtheit solcher Passwörter erklärt sich aus ihrer Einfachheit. Dabei gilt allerdings: Je beliebter und einfacher ein Passwort ist, desto unsicherer ist es auch. Gängige Passwort-Manager beinhalten einen Generator, der sichere Zufallskombinationen erstellt. Generell gilt: Je länger ein Passwort ist und je mehr Kombinationsmöglichkeiten (verschiedene Zeichenarten) es beinhaltet, desto schwerer ist es zu knacken. So besteht ein sicheres Passwort aus mindestens zwölf Zeichen und enthält sowohl Groß- wie Kleinbuchstaben, als auch Zahlen sowie Sonderzeichen.

6. So testen wir

Diverse Anbieter stellen eine Vielzahl von Passwort-Managern bereit, die sich hauptsächlich in ihrem Aufgabenumfang, ihrer Bedienbarkeit und den Kosten unterscheiden. Um Verbrauchern bei der Suche nach dem passenden Programm für ihre individuellen Bedürfnisse eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben, haben wir einige der beliebtesten und besten Passwort-Manager getestet. Hierzu haben wir alle Passwort-Manager im Test in einer kostenlosen Variante (entweder in einer kostenlosen Basis- oder einer zeitlich beschränkten Testversion) heruntergeladen, installiert und alle wichtigen Funktionen genau unter die Lupe genommen.

Unser Testsystem

Für unseren Passwort-Manager-Test haben wir einen PC mit den folgenden Settings verwendet:

  • Betriebssystem: Windows 10 Pro, 64-Bit
  • Arbeitsspeicher: 4 Gigabyte RAM
  • Prozessor: Intel Core 2 Duo 3,3 Gigahertz

Als Grundlage für unseren Test und die Bewertung der verschiedenen Programme dienen uns vier Bewertungskriterien:

Sicherheit & Funktionen

Unter unserem ersten Kriterium sehen wir uns an, welche Funktionen die Passwort-Manager im Test mitbringen und in welcher Form sie den Schutz des Nutzers erhöhen. Wichtige Aspekte hierbei sind die Speicherorte der Nutzer-Passwörter und die Technik, mit der sie verschlüsselt werden. Bei letzteren greifen alle Passwort-Verwalter in unserem Test auf die sichere AES-256-Bit-Verschlüsselung zurück. Hinsichtlich des Speicherorts gibt es aber durchaus Unterschiede: Während einige Programme wie etwa Keeper Security die Daten in einem digitalen Tresor auf einem Server des Anbieters speichern, legen andere Passwort-Manager wie zum Beispiel Enpass die verschlüsselten Zugangsdaten lokal auf dem Rechner des Users ab und bieten die Option, die Daten zur Synchronisation mit anderen Geräten oder als Sicherungskopie in einer Cloud zu speichern.

Pluspunkte sammeln die Programme hinsichtlich ihrer Sicherheit, wenn sie die Möglichkeit einer Multi-Faktor-Authentifizierung bieten. Das bedeutet, dass Anwender für den Zugriff auf ihre Daten mindestens zwei unabhängige Berechtigungsnachweise erbringen müssen. Neben dem Faktor Wissen, den in der Regel ein selbstgewähltes Masterpasswort abdeckt, können diese Nachweise über etwas, das der Anwender besitzt (etwa ein Handy, an das per Nachricht ein einmaliger Pin gesendet wird) oder über individuelle körpereignene Identifikationsmerkmale (etwa per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung) erbracht werden. Darüber hinaus werfen wir einen genauen Blick auf den Passwort-Generator. Hierbei sammeln Programme Punkte, deren Passwort-Verwalter schnell auffindbar ist, über Einstellungsmöglichkeiten zur Passwortlänge und zu den enthaltenen Zeichen verfügt und das Erstellen möglichst langer Kennwörter ermöglicht.

Wichtig ist außerdem eine genaue Sicherheitsanalyse der verwendeten Passwörter. Im Idealfall bewerten die Programme hierbei nicht ausschließlich die Länge des Kennworts, sondern auch die Verwendung möglichst vieler verschiedener Zeichen. Gute Passwort-Manager warnen den User außerdem, wenn er dasselbe Passwort für mehrere Accounts verwendet oder das Kennwort über einen längeren Zeitraum nicht geändert hat. Neben den genannten Aspekten bewerten wir unter „Sicherheit & Funktionen“ die mit dem Programm speicherbaren Daten und die enthaltenen Zusatzfunktionen. Hierbei gilt: je mehr, desto besser. So punkten beispielsweise Programme wie Enpass, die neben Passwörtern eine Vielzahl sonstiger persönlicher Daten (Reisedaten, Ausweise, Bankkonten, Kreditkarten) und sichere Notizen speichern und das Hochladen von Dateianhängen erlauben.

Eine detaillierte Passwortanalyse bietet zum Beispiel Dashlane.

Mit vielen Zusatzfunktionen wie etwa dem Hinzufügen von Notfallkontakten und dem Erstellen von Sicherungskopien punktet unter anderem der Passwort-Manager Dashlane, der in diesem Bewertungskriterium auch insgesamt die meisten Aspekte vorweisen kann.

Kompatibilität & Performance

Hinsichtlich ihrer Kompatibilität sammeln Passwort-Manager Punkte, die auf möglichst vielen Betriebssystemen (Windows, Mac OS und Linux) einsetzbar sind und Apps für verschiedene mobile Betriebssysteme wie Android und iOS bereitstellen, um den Passwort-Verwalter auch unterwegs durch Apps nutzen zu können. Mit besonders vielen Betriebssystemen sind beispielsweise die Passwort-Manager Keeper Security und Enpass kompatibel. Negativ fällt hier dagegen 1Password auf, welches in der Desktop-Version zwar für Windows und Mac OS verfügbar ist, dessen Windows-Version aber einige wichtige Funktionen wie der Sicherheitscheck vorhandener Passwörter fehlen. Eine wichtige Rolle spielen in dieser Kategorie außerdem die verfügbaren Browsererweiterungen, die das bequeme automatische Ausfüllen von Online-Login-Daten und Online-Formularen ermöglichen. Hierbei vergeben wir zum einen Punkte für die Kompatibilität mit möglichst vielen Browsern und zum anderen für eine einfache, problemlose Aktivierung der Erweiterung sowie für ein zuverlässiges und schnelles automatisches Ausfüllen der passenden Felder. Abzüge erhalten Passwort-Manager für Systembeeinträchtigungen, die in unserem Test erfreulicherweise bei keinem der Programme spürbar waren, sowie Abstürze des Passwort-Verwalters. Mit in unsere Bewertung fließen außerdem die Größe der Installationsdatei und der benötigte Festplattenspeicher mit ein. Programme mit sehr großen Dateien erhalten hierbei leichte Abzüge, da sie in der Regel eine längere Download- und Installationszeit bedeuten. Die meisten Kriterien für seine Kompatibilität und Performance erreicht in unserem Test der Passwort-Manager Enpass.

Bedienung

Neben den gebotenen Funktionen und der Kompatibilität der Passwort-Manager ist die Bedienung ein entscheidendes Kriterium. Hier legen wir besonderen Wert auf Anwenderfreundlichkeit und Komfort. Dabei sehen wir uns zunächst an, wie einfach oder komplex sich der Download und die Installation der einzelnen Passwort-Manager gestalten. Hierzu zählt auch, ob eine Anmeldung bei einem Benutzerkonto notwendig ist und wie viele Nutzerangaben dafür erforderlich sind. Sehr einfach und schnell geht die Installation beispielsweise bei Lastpass vonstatten, während etwa der Passwort-Manager 1Password deutlich mehr Zeit und Geduld erfordert, bis er startbereit ist. Die Hauptrolle in diesem Bewertungskriterium spielt die Benutzeroberfläche. Hier bewerten wir, wie übersichtlich und ordentlich diese ausfällt und ob alle wichtigen Funktionen einfach zu finden sind. Einen Überblick über die Anwenderfreundlichkeit der Benutzeroberfläche finden Interessierte in unserem Datenblatt, wo wir diese in Prozent angeben.

Eine bedienerfreundliche Software bringt außerdem viele Einstellungsoptionen mit, mit denen User das Programm an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Positiv bewerten wir auch Zusatzaufgaben, die den Komfort erhöhen. Beispielsweise bietet Dashlane die Möglichkeit, mit nur einem Klick beliebig viele Passwörter zu ändern. Hierzu zählen auch solide Import- und Export-Optionen, dank welcher User Sicherheitskopien anfertigen und Daten ohne großen Aufwand auf einem anderen Passwort-Manager oder dem Browser in ihr Programm übertragen. Zusätzliche Aspekte verdienen sich Programme mit einer kostenlosen Testversion, die im Idealfall den vollen Funktionsumfang beinhaltet.

Dashlane überzeugt mit einer übersichtlichen Nutzeroberfläche, komfortablen Zusatzfunktionen und vielen Einstellungsoptionen.
Dashlane überzeugt mit einer übersichtlichen Nutzeroberfläche, komfortablen Zusatzfunktionen und vielen Einstellungsoptionen.

Als besonders anwenderfreundlich erwies sich in unserem Test Dashlane, das im Bewertungskriterium „Bedienung“ die meisten Aspekte vorweisen kann, während Keeper Security aufgrund seiner ungewohnten Ordnerstruktur, versteckten Funktionen und wenigen Einstellungsmöglichkeiten das Schlusslicht bildet.

Hilfe & Support

Unter unserem vierten und letzten Bewertungskriterium sehen wir uns an, welche Möglichkeiten die verschiedenen Anbieter ihren Nutzern bei Fragen und Problemen zur Verfügung stellen. Besonders für Anwender ohne Englischkenntnisse ist es wichtig, dass deutschsprachige Support-Optionen bereitstehen. Zudem punkten Anbieter mit einem möglichst vielseitigen Angebot an Hilfsmöglichkeiten. Hierzu zählen beispielsweise eine umfangreiche FAQ-Sammlung, ein ausführliches Handbuch zum Nachschlagen aller wichtigen Funktionen, mehrere Hilfefunktionen im Programm und anschauliche Tutorials. Ebenfalls nützlich ist ein Forum, in welchem sich User untereinander austauschen und gegenseitig weiterhelfen können. Sollten diese Support-Optionen einmal nicht weiterhelfen, ist es vorteilhaft, wenn Anwender über verschiedene Kanäle möglichst schnell persönlichen Kontakt zu einem Mitarbeiter aufnehmen können. Einen E-Mail-Support bieten alle Passwort-Manager im Test. Seltener sind die Kontaktaufnahme per Telefon oder Live-Chat möglich. Um nicht nur das Angebot an sich, sondern auch dessen Qualität in die Bewertung einfließen zu lassen, haben wir im Rahmen unseres Tests allen Anbietern per E-Mail oder Live-Chat eine ähnliche Frage zum Aufgabenumfang ihres Passwort-Managers gestellt. Dabei verdienen sich Anbieter mit einer schnellen, freundlichen und zufriedenstellenden Antwort zusätzliche Punkte. Abzüge erhalten sie dagegen für eine sehr lange Wartezeit beziehungsweise gar keine Antwort. Hierbei ist uns der äußerst freundliche Support von Dashlane, der zudem sehr schnell reagierte, besonders positiv in Erinnerung geblieben. Eine ebenfalls freundliche, schnelle und kompetente Antwort erhielten wir von Keeper Security, das zudem die meisten Support-Optionen bereitstellt und sich damit den Gesamtsieg in diesem Bewertungskriterium sichern kann. Länger warten mussten wir dagegen auf die nicht ganz zufriedenstellende Antwort von Enpass, dessen Support auch insgesamt am schlechtesten abschneidet.