Akku-Handkreissäge

Die 7 besten Akku-Handkreissägen im Vergleich

Produkteigenschaften
Typ Säge
Durchmesser Sägeblatt
Schnittbreite maximal
Schnitttiefe maximal
Neigungswinkel
Arbeitsdrehzahl
Akku inklusive
Akkukapazität
Akkuspannung
Parallelanschlag
Anschlussmöglichkeit Absaugung
Zweihandgriff
LED-Beleuchtung
Transportbox inklusive
Allgemeine Merkmale
Maße
Gewicht
Vorteile
Nachteile

Akku-Handkreissäge-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Akku-Handkreissägen sind flexibel einsetzbar, da Sie keinen Netzstromanschluss benötigen.
  • Je leistungsstärker das Gerät ist, umso leichtgängiger, schneller und sauberer gelingt der Schnitt.
  • Auf vorhandene Sicherheitsvorrichtungen wie eine Einschaltsperre, einen Spaltkeil und eine Pendelhaube ist besonders zu achten.

Grundausstattung für die Heimwerkstatt

Elektrowerkzeug ist nicht gerade billig. Deshalb schaffen sich viele Hand- und Heimwerker nur dann ein neues Produkt an, wenn das Werkzeug unabdingbar ist. Zwar gibt es für jeden Einsatzzweck ein dediziertes Gerät, einige Werkzeuge überschneiden sich jedoch in ihrem Einsatzbereich, sodass eine Werkstatt nicht alles braucht. Um eine Handkreissäge kommen jedoch die wenigsten Heimwerker herum. Immer dann, wenn lange gerade Schnitte insbesondere durch Holz ausgeführt werden müssen, kommt eine Handkreissäge zum Einsatz. Im Gegensatz zu einer normalen Kreissäge ist eine Handkreissäge nicht stationär. Sie kann also in die Hand genommen und frei genutzt werden.

Akkubetriebene Modelle sind besonders flexibel einsetzbar. Kabelgebundene Handkreissägen müssen dagegen zum einen in der Nähe eines Netzstromanschlusses genutzt werden. Zum anderen ist das Kabel beim Sägen oft im Weg. Beide dieser Probleme fallen bei einer Akku-Handkreissäge weg. Dafür ist ihre Leistung nicht so hoch wie die von kabelgebundenen Modellen, weshalb sie nicht jedes Material durchtrennen können. Zudem ist die Nutzungsdauer begrenzt. Für lange Arbeiten benötigen Sie bei Akku-Handkreissägen einen oder mehrere aufgeladene Ersatzakkus.

Vorteile
  • Flexibel einsetzbar
  • Kein störendes Kabel vorhanden
  • Präzise und gerade Schnitte möglich
Nachteile
  • Nicht stark genug für jedes Material
  • Für langen Einsatz Ersatzakkus notwendig

Wichtige Kaufkriterien

Zwar sind Akku-Handkreissägen oft etwas leistungsschwächer als netzstrombetriebene Modelle, dennoch erreichen sie eine hohe Drehzahl und können jegliche Holzarten zersägen. Die Leistung der Geräte ist stark von der Akkuspannung abhängig.

Umdrehungsgeschwindigkeit

Zwischen 2.000 und 4.000 Umdrehungen pro Minute schaffen in der Regel Akku-Handkreissägen. Besonders leistungsstarke Modelle können sogar 5.000 Umdrehungen pro Minute erreichen. Je schneller sich das Sägeblatt dreht, umso leichtgängiger und geschmeidiger arbeitet die Säge. Zudem ist mit zunehmender Umdrehungsgeschwindigkeit auch mit einer schnelleren Schnittgeschwindigkeit sowie einem saubereren Schnittergebnis zu rechnen.

Akku: Power auf Dauer

Die Akkumulatoren der meisten Akku-Handkreissägen haben eine Spannung von 18 oder 20 Volt. Bei den schwächeren 12-Volt-Modellen handelt es sich hauptsächlich um Mini-Handkreissägen. Die Akkukapazität beträgt in der Regel zwischen 2 und 6 Amperestunden (Ah). Ein durchschnittliches Modell kann etwa eine Stunde lang genutzt werden, bis der Akku erneut geladen oder ersetzt werden muss. Erhältlich sind Handkreissägen sowohl mit als auch ohne Ersatzakku.

Die Ladedauer der Akkus kann je nach Akku und Ladegerät zwischen 45 Minuten und 3 Stunden betragen. Wenn ein Schnelllademodus vorhanden ist, sind es sogar nur 20 bis 30 Minuten. Auf Dauer kann die Nutzung des Schnelllademodus die Lebenszeit des Akkus jedoch verkürzen.

Zwischen 350 und 450 Gramm bringt der übliche 18-Volt-Akkumulator auf die Waage und macht somit etwa ein Zehntel vom Gewicht der Akku-Handkreissäge aus. Je nach Hersteller sind dafür etwa 20 bis 50 Euro fällig. 20-Volt-Varianten sind meist einige Gramm schwerer. Sehr viel teurer sind sie jedoch nicht.

18 Volt: Mit Spannung in die Zukunft

Am üblichsten für Elektrowerkzeuge sind 18-Volt-Akkus. Metabo erkannte als erstes, dass es weder sinnvoll noch nachhaltig ist, wenn jedes Unternehmen für jedes Gerät einen eigenen Akku zur Verfügung stellt. So entstand das erste Akkusystem, nämlich das Cordless Alliance System (CAS). Das Konzept schaute sich Bosch ab und gründete die Power for all Alliance sowie das Professional 18V System basierend auf dem gleichen Konzept. Einige Hersteller wie Makita führten ebenfalls ein Akkusystem ein, allerdings nur für firmeneigene — genau genommen 360 — Geräte (Stand: September 2021).

Solche Akkusysteme machen den Kauf einer Akku-Handkreissäge mit einem 18-Volt-Akku besonders attraktiv. Je mehr Geräte mit der gleichen Akkuspannung sowie aus demselben Akkusystem Sie kaufen, umso mehr lohnt sich der Kauf eines 18-Volt-Akku-Geräts. Durch die hersteller- beziehungsweise geräteübergreifenden Akkus sparen Sie Geld und Platz. Ein Akku kann nun für mehrere Geräte genutzt werden. Vor allem sind Akkusysteme umweltfreundlich. Zwar sind aufladbare Akkus in diesem Punkt besser als Einwegbatterien, dennoch ist ihre Herstellung nicht gerade umweltschonend. Wirkungsvoller ist es, den Bedarf an Akkus und damit ihre Produktion zu senken.

Folgende Tabelle liefert eine Übersicht der Hersteller von Elektrowerkzeugen, die sich den jeweiligen 18-Volt-Akkusystemen bereits angeschlossen haben (Stand: September 2021):

Akkusystem Hersteller Gründer
Cordless Alliance System Metabo, Mafell, Rothenberger, Collomix, Eibenstock, Eisenblätter, Haage, Starmix, Steinel, Rokamat, Birchmeier, Edding, Fischer, Prebena, Cembre, Pressfit, Jöst, Trumpf, Gesipa, Montipower, Scangrip, Baier, Ith Metabo
Power for all Alliance Bosch, Gardena, Gloria, Wagner, Rapid, Steinel, Flymo Bosch
Professional 18V System Bosch Professional, Brennenstuhl, Cox, Fein, Heraeus, Klauke, Ledlenser, Lena, Ramset, Sonlux, Wagner Bosch Professional
Immer mehr Hersteller schließen sich den Systemen an.

Das Sägeblatt: Durchmesser, Breite, Schnitttiefe

Für gewöhnlich beträgt der Durchmesser von Sägeblättern bei Akku-Handkreissägen zwischen 160 und 190 Millimeter und der Radius somit zwischen 80 und 95 Millimeter. Der Radius des Sägeblattes und die Schnitttiefe sind jedoch unterschiedlich groß. Maximal ein Drittel des Sägeblatts schaut unten heraus und wird genutzt, um es zu durchtrennen. Die Schnitttiefe der meisten Modelle beträgt zwischen 40 und 60 Millimeter. Dieser Wert wird vom Hersteller angegeben und ist für die Kaufentscheidung maßgeblich. Die Schnitttiefe kann stufenlos eingestellt werden. Achten Sie darauf, dass die maximale Schnitttiefe bei Gehrungsschnitten kürzer ist.

Die Schnittbreite von Akku-Handsägen beträgt häufig zwischen 2,0 und 3,2 Millimeter. Bei präziser Arbeit ist dieser Wert besonders zu beachten. Wenn Sie sich nämlich einen geraden Schnitt mit einer Markierung vornehmen und das Sägeblatt mittig durchführen, sägen Sie bei einer 2-Millimeter-Schnittbreite effektiv 1,0 Millimeter vom Werkstück ab. Es ist also ratsam, das Sägeblatt an der Kante der Markierung zu positionieren.

Die richtige Handhabung: Alles im Griff

Gerade bei langer handwerklicher Betätigung ist eine unangenehme Handhabung unvorteilhaft. Idealerweise sollte der Umgang mit dem Gerät auch etwas Spaß machen.

Griff

Eines der wichtigsten Merkmale einer Akku-Handkreissäge ist ihr Griff. Dieser sollte gut in der Hand liegen. Eine Gummierung bietet sicheren Halt und sorgt dafür, dass das Gerät auch mit schwitzenden Händen nicht rutscht. Zudem sollte sich auf der Oberseite des Werkzeugs eine kleine Griffmöglichkeit befinden, um die beidhändige Nutzung zu gewährleisten. Einige Hersteller wie Bosch oder Makita bieten ihre beliebtesten Modelle auch für Linkshänder an. Motor, Griffe und Sägeblatt sind bei Linkshänder-Handkreissägen spiegelverkehrt angebracht. Allerdings sind solche Modelle um einiges teurer als die Standardausführungen.

Größe

Die Größe von Akku-Handkreissägen fällt herstellerübergreifend ähnlich aus. Viele Geräte sind ungefähr 35 Zentimeter lang, 20 Zentimeter breit und 25 Zentimeter hoch. Größenunterschiede gibt es hauptsächlich bei den Sägeblättern. Was die Gehäusegröße betrifft, bestehen lediglich zwischen normalen Handkreissägen und Mini-Handkreissägen auffällige Unterschiede. Letztere sind klein genug, um auch einhändig genutzt zu werden. Die Leistung und Schnitttiefe von Mini-Ausführungen ist jedoch ebenfalls geringer.

Gewicht

Das Gewicht fällt unterschiedlicher aus. Zwischen drei und fünf Kilogramm bringen Akku-Handkreissägen auf die Waage. Beim einmaligen Anheben ist das für die meisten zwar nicht viel. Wer das Gerät aber mehrere Stunden lang betätigt, spürt den Gewichtsunterschied.

Neigungswinkel

In der Regel ist der Neigungswinkel des Sägeblattes bei Akku-Handkreissägen justierbar. Diese Funktion ist besonders wichtig, um Gehrungsschnitte durchzuführen. Der Winkel lässt sich zwischen 0 und 45 Grad, mitunter sogar bis 50 Grad einstellen. Idealerweise ist das Gerät mit einer Skala versehen, um den Winkel stufenlos und gradgenau anpassen zu können.

Pluspunkte für Gimmicks

Einige Gimmicks erleichtern die Handhabung. Dabei handelt es sich um eine LEDBeleuchtung und den CutControl. Die LED-Beleuchtung springt bei der Betätigung des Motors automatisch an und beleuchtet das Werkstück dort, wo das Sägeblatt ansetzt. So können Sie die Handkreissäge auch in einer etwas dunkleren Werkstatt nutzen. Beim CutControl handelt es sich um ein kleines aufklappbares Plastikteil vor dem Sägeblatt. Wenn Sie dies herunterklappen, hilft es Ihnen, auf der vorgezeichneten geraden Linie zu bleiben.

Nützliches Zubehör

Akku-Handkreissägen kommen meist in einem Koffer. Käufer können sich entscheiden, ob sie nur die Handkreissäge samt Akku oder auch weiteres Zubehör kaufen möchten. Je umfangreicher das Zubehör, desto höher der Preis.

Ein Ersatzakku mit einem Akkulader ist bei Handkreissägen unabdingbar. Mit nur einem Akku müssen Sie gegebenenfalls die Arbeit unterbrechen und warten, bis dieser vollgeladen ist. Ein zweiter Akku ermöglicht es Ihnen, länger zu arbeiten. Wenn Sie, solange Sie den einen Akku nutzen, den anderen aufladen, können Sie mit den Akkus abwechselnd über mehrere Stunden arbeiten.

Besonders wichtig ist außerdem ein Parallelanschlag. Dieser kann am Gehäuse der Akku-Handkreissäge angebracht werden und sorgt für gerades Sägen. Die kleine Vorrichtung wird rechtwinklig an der Kante des Werkstücks angesetzt und stellt sicher, dass Sie parallel zu dieser sägen. Ist keine parallele Kante in der Nähe des Schnitts vorhanden, dann können Sie den Parallelanschlag auch an eine Führungsschiene befestigen, diese ist jedoch nicht im Lieferumfang einer Akku-Handkreissäge enthalten.

Nicht zuletzt sorgt eine Absaugung dafür, dass kaum Sägespäne herumgeschleudert werden. Zum einen ist das sinnvoll, weil keine Späne in Augen, Mund oder Nase geraten. Zum anderen reduziert eine Absaugung den Reinigungsaufwand nach dem Sägen erheblich. Allerdings muss diese an einen Staubsaugerschlauch befestigt werden, der die Handhabung eventuell etwas erschwert.

Hauptsache sicher

Elektrowerkzeuge sind nicht gerade ungefährlich. Gleiches gilt für Akku-Handkreissägen. Ein vorsichtiger Umgang ist beim Arbeiten das A und O. Deswegen verfügen die Geräte über mehrere Sicherheitsvorrichtungen. Einige Sicherheitsaspekte wie die Schutzkleidung liegen allerdings in der Verantwortung der Nutzer.

Sicherheitsvorrichtungen

Die wohl wichtigste Sicherheitsvorrichtung für Handkreissägen ist der Spaltkeil, da er einen gefährlichen Rückschlag verhindert. Der Spaltkeil ist hinter der Säge positioniert und hält die Schnittfugen offen, damit das eingespannte Holz, die Säge nicht einklemmt.

Ein Sägeblattschutz verhindert zum einen, dass Sie von oben das Sägeblatt berühren, und zum anderen, dass Späne in Richtung Ihres Gesichts geschleudert werden.

Die Pendelhaube deckt den unteren Teil des Sägeblattes ab, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Ausgenommen ist nur der Bereich, der für das Sägen genutzt wird.

Die Motorbremse stoppt den Motor möglichst schnell – meist innerhalb von zehn Sekunden.

Eine Einschaltsperre sorgt dafür, dass die Säge erst dann betätigt werden kann, wenn sie entsperrt wurde, ähnlich wie es bei modernen Waffen der Fall ist.

Mit einer Bauklemme befestigen Sie zwei aufeinandergestapelte Werkstücke, sodass Sie die Handkreissäge mit beiden Händen sicher betätigen können. Diese müssen Sie jedoch dazukaufen. Im Akku-Handkreissägen-Koffer ist sie nicht dabei.

Sicherheitshinweise

Vergewissern Sie sich, dass das Werkstück sicher befestigt ist. Führen Sie die Handkreissäge daraufhin immer mit beiden Händen. Zwar wird beim Handwerk oft auf Handschuhe bestanden, im Fall einer Handkreissäge gefährden diese den Nutzer jedoch eher, als dass sie ihn schützen: Wenn der Handschuh im Sägeblatt hängenbleibt, wird die Hand mit hineingezogen.

Oft kommt es dazu, dass Sie an der Akku-Handkreissäge etwas herumwerkeln müssen, beispielsweise um das Sägeblatt zu ersetzen. Bevor Sie dies tun, sollten Sie immer den Akku entfernen, damit das Gerät nicht unerwartet anspringt. Am besten ist es außerdem, wenn Sie beim Einsatz des Geräts Schutzkleidung tragen. Damit Sie keine Späne einatmen oder Staub ins Auge bekommen, ist es ratsam, eine Schutzbrille und -maske aufsetzen. Eine Arbeitshose, die nicht leicht reißt, ist ebenfalls von Vorteil. Nicht zuletzt sollten Sie Sicherheitsschuhe anziehen, damit Sie sich nicht verletzen, wenn Ihnen ein abgesägtes Werkstückteil auf die Fußspitzen fällt.

Sägeblatt: Wichtig aber ersetzbar

Das Sägeblatt einer Akku-Handkreissäge ist eine Metallscheibe, deren Rand mit vielen scharfen Zähnen versehen ist. Wenn der Motor läuft, rotiert die Scheibe extrem schnell – meist über 3.000 Umdrehungen pro Minute. Das Gerät wird an die Kante eines Werkstücks gehalten und langsam durch das Material geführt. Sägeblätter unterschieden sich unter anderem in der Anzahl der Zähne und im Material. Nicht jedes Sägeblatt ist für jeden Einsatzbereich geeignet. Darum ist es ratsam, mehrere Sägeblätter zu besitzen und sie nach Bedarf auszutauschen, was bei hochwertigen Geräten mit wenigen Handgriffen möglich ist. Zu beachten ist jedoch, dass nicht jedes Sägeblatt auf jede Akku-Handkreissäge passt. Diesbezüglich müssen Sie sich im Voraus erkundigen.

An den Sägeblättern können Sie Informationen bezüglich der Maße und Zähne ablesen. Zum Beispiel kann Folgendes auf dem Blatt stehen: 165 x 30 x 2,4 mm /42 max. 9.500 min. Die erste Zahl bezieht sich auf den Sägeblattdurchmesser. In diesem Fall beträgt er 165 Millimeter. Die zweite Zahl gibt den Durchmesser der Bohrung in der Mitte des Sägeblatts an. Diese Information ist wichtig, um zu wissen, ob das Sägeblatt auf Ihre Handkreissäge angebracht werden kann. Die dritte Zahl gibt Auskunft über die Schnittbreite. Darauf folgt eine Zahl, die oft zusammen mit einem „Z“ angeführt wird. Das „Z“ steht für „Zähne“ – auf Englisch oft „T“ für „Teeth“ – also die Zähnezahl. Hier sind es also 42 Zähne. Nicht zuletzt bedeutet „max. 9.500 min“, dass das Sägeblatt mit maximal mit 9.500 Umdrehungen pro Minuten betrieben werden darf.

Das Material des Sägeblattes

Sägeblätter bestehen meist aus Chrom-Vanadium-Stahl. Sägezähne aus diesem Material sind zwar sehr scharf, nutzen sich aber schnell ab. Aus diesem Grund sind die Zähne hochwertiger Sägeblätter mit Hartmetall beschichtet, was ihre Schnitthaltigkeit erhöht.

Zähne: Klein, aber wichtig

Den stärksten Einfluss auf die Sägeeigenschaften eines Kreissägeblattes habe die Zähne. Schließlich stellen sie den Kontakt zum Werkstück her. Von ihnen hängt nicht nur die Schnittqualität und die Schnittgeschwindigkeit ab, sondern auch, für welches Material und welche Schnittrichtung – längs der Faser oder quer zu ihr – sich ein Sägeblatt eignet.

Zähnezahl

Die Zahl der Zähne ist relativ zum Durchmesser zu betrachten. Ein Sägeblatt mit einem großen Durchmesser benötigt mehr Zähne. Wichtig ist demnach nicht die absolute Anzahl an Zähnen, sondern ihre Größe und der Abstand zueinander. Mehr Zähne führen in der Regel zu einer sauberen Schnittqualität. Dennoch sind mehr Zähne nicht immer besser:

Bei einer geringen Zähnezahl ist der Abstand zwischen den jeweiligen Zähnen groß. Solche Sägeblätter setzen sich bei der Nutzung nicht so leicht zu und sägen schnell. Am besten sind sie für Längsschnitte geeignet, also längs zu den Holzfasern. Die Schnittqualität kann allerdings etwas rau ausfallen.

Bei einer hohen Zähnezahl ist auch eine hohe Schnittqualität zu erwarten. Solche Sägeblätter sollten ausschließlich für Querschnitte zum Einsatz kommen. Bei Längsschnitten herrscht nämlich Verstopfungsgefahr. Allerdings die Schnittgeschwindigkeit niedriger.

Zahnform

Die Zahnform beeinflusst vorwiegend die Schnittqualität und die Standzeit. Der Flachzahn hat eine flache, rechteckige Fläche. Die Schnittqualität, die damit erzeugt wird, ist etwas grob und der Lauf nicht so butterweich wie bei anderen Zahnformen. Vorwiegend finden Flachzähne bei Längsschnitten für Vollholz zum Einsatz Verwendung.

Der Trapezzahn hat eine trapezförmige Kante und gilt als besonders qualitativ sowie langlebig. Solche Zähne sind sehr robust und werden für harte Werkstoffe genutzt. Auch Fremdkörpern wie Nägeln halten sie Stand.

Dachzähne weisen eine eckige Kante auf wie bei einem Dach. Am häufigsten werden sie genutzt, um kunststoffbeschichtete Holzplatten zu sägen.

Wechselzähne haben eine schräge Kante. Sie heißen so, weil nicht jeder Zahn gleich ist. Die Kanten sind abwechselnd rechts und links angeordnet. Lediglich jeder zweite Zahn ist somit identisch. Der Vorteil dieser Zahnform ist, dass einzelne Zähne nicht so stark belastet werden, was ihre Lebenszeit verlängert und zu einem ruhigen Lauf führt. Der Schnitt verläuft schnell sowohl quer als auch längs.

Einige Zähne sind ausgehöhlt. Besonders nützlich sind diese Hohlzähne für furnierte Werkstücke, da sie wenig Ausriss erzeugen.

Zahnstellung

Bei den Zähnen spielt es außerdem eine Rolle, in welchem Winkel sie zum Sägeblatt stehen. Schräg ausgerichtet Zähne werden in der Fachsprache als positiv bezeichnet, aufrechte hingegen als negativ. Je schräger beziehungsweise positiver die Stellung ist, umso schneller sägt das Blatt.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Akku-Handkreissägen nicht selbst getestet.

Zwar gibt es Handkreissägen-Tests von unterschiedlichen Zeitschriften und Portalen, diese beziehen sich jedoch vorwiegend auf kabelgebundene Geräte und andere Werkzeuggattungen wie Stichsägen und Tauchsägen. Einen flächendeckenden Akku-Handkreissägen-Test führten bislang weder die Stiftung Warentest noch andere renommierte Verbraucherportale durch.

Lediglich ein Gerät testete die Stiftung im Jahr 2004. Dabei handelt es sich um ein günstiges Angebot von Lidl. Zur Zeit des Tests kostete das Produkt PAHKS des Herstellers Parkside knapp 50 Euro. Mit einer Akkuspannung von 18 Volt und einer Leistung von 3.000 Umdrehungen pro Minute schnitt das Schnäppchen im Test überraschend gut ab. Das Fazit der Tester besagt, dass das Gerät für das Sägen von Holz bis zu einer Dicke von 40 Millimetern geeignet ist. Profis sollten sich jedoch nach einem leistungsstärkeren und umfangreicher ausgestatteten Gerät umschauen.