Unsere Redakteure bewerten die Produkte unabhängig, Netzsieger verdient aber gegebenenfalls Geld, wenn Sie unsere Links anklicken. Erfahren Sie mehr.

Gasanbieter

Die besten Gasanbieter im Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung
1 E WIE EINFACH 4,20
2 E.ON 4,13
3 Grünwelt Energie 4,10
4 eprimo 4,05
5 Vattenfall 3,78
6 LichtBlick 3,63
7 ExtraEnergie 3,33
8 innogy 3,10
9 Yello Strom 3,05

Bewertung Wichtig: So bewerten wir! Erfahren sie mehr.

Angebot

Kosten

Konditionen

Beratungsangebot

Den besten Gastarif finden

    Das Wichtigste in Kürze
  • Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Gasanbietern können sehr hoch sein. Haushalte können die Energiekosten gegebenenfalls senken, indem sie sich für einen Wechsel zu einem neuen Gasanbieter entscheiden.
  • Der beste Gasanbieter ist nicht zwingend der mit dem billigsten Angebot. Beim Anbieterwechsel kommt es auf das Gesamtpaket aus Kosten, Vertragsgestaltung und Serviceleistungen an.
  • Die Preisgarantie ist oft eingeschränkt und bezieht sich nur auf den Energiekostenanteil und das Netznutzungsentgelt. Steuern, Umlagen und Abgaben können Gasanbieter gegebenenfalls auf den Kunden umlegen.
  • Beim Gasanbieterwechsel kümmert sich der neue Energieversorger um die Kündigung des Vertrages bei dem alten Gaslieferanten.

Unsere Testsieger

Im Test der besten Gasanbieter erzielt der Energielieferant E WIE EINFACH die höchste Gesamtpunktzahl, indem er mit einer einfachen, transparenten Tarifstruktur sowie fairen Preisen und kundenfreundlichen Konditionen überzeugt. Ähnlich gut schneidet E.ON ab. Hier erhalten Kunden günstige Tarife mit einer besonders langen Preisgarantie, die alle Preiskomponenten einschließt. Eine große Auswahl an Tarifen zu günstigen Preisen bietet außerdem Grünwelt Energie.

1. Wofür wird Gas im Haushalt eingesetzt?

Einfach ausgedrückt, benötigen wir Gas, um uns Zuhause wohlzufühlen. So werden die meisten Heizungen mit Gas betrieben, und auch zur Warmwasseraufbereitung nutzen wir diesen Energieträger. In einigen Haushalten finden sich außerdem Gasherde zur schnellen Zubereitung warmer Mahlzeiten. Diese Art von Herd benötigt nämlich keine Vorheizzeit. Darüber hinaus ist das Heizen mit Erdgas üblicherweise günstiger als das Heizen mit Strom. 

Natürlich variieren aber auch beim Gas die Preise je nach Anbieter, Wohnort, Verbrauch und Tarif. Der Wettbewerb zwischen den diversen Gasanbietern startete vor rund zehn Jahren mit der Liberalisierung des Gasmarktes. Der Strommarkt wurde dagegen bereits 1998 liberalisiert. Mit der Öffnung des Gasmarktes konnten die bis dahin regionalen Gasanbieter ihr Angebot auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten. Es entstanden viele neue Energieunternehmen.

Wussten Sie, dass …

… sich auf dem deutschen Energiemarkt zurzeit etwa 900 Energieunternehmen tummeln? In manchen Gebieten sind bis zu 95 Gasanbieter aktiv.

2. Darum lohnt sich ein Gasanbieterwechsel

Der starke Wettbewerb sorgt dafür, dass die Gaslieferanten ihre Angebote sehr kundenfreundlich gestalten. Die diesbezüglichen Kriterien sind einfach:

  • Serviceleistungen
  • Vertragskonditionen
  • Preise

Die Endverbraucher profitieren also sehr von der Reform des Energiemarktes. Sie haben nunmehr die Chance, sich den besten Gasanbieter auszusuchen. Das bedeutet für den Kunden aber auch, dass er die Vertragskonditionen der einzelnen Anbieter sorgfältig vergleichen und gegeneinander abwägen muss.

Jeder dritte Haushalt zahlt teuren Grundversorgungstarif

Die Grundversorgung beschreibt die Gas- und Stromlieferung an Haushalte zu den Konditionen des Grundversorgers. Der Grundversorger ist der jeweilige Gasanbieter, der die meisten Haushalte in einem bestimmten Gebiet mit Energie beliefert. Er ist in Deutschland durch das sogenannte Energiewirtschaftsgesetz gesetzlich dazu verpflichtet, jeden Haushalt in seiner Region zu den öffentlichen Konditionen zu versorgen. Aktuell beziehen noch über 30 Prozent der deutschen Haushalte die Grundversorgung, und das ist – vor allem hinsichtlich des Gaspreisvergleiches – mehr als unnötig. Die Gaspreise der Grundversorgung gestalten sich nämlich wesentlich teurer.

Ein Gaspreisvergleich lohnt sich

In Berlin kann ein Zweipersonenhaushalt, der mit Gas heizt, gegebenenfalls mehr als 250 Euro im Jahr sparen, wenn er vom Grundversorgertarif der GASAG zu einem anderen Anbieter wechselt. Die aktuelle Studie des Deutschen Institutes für Service-Qualität (DISQ) zeigt, dass die Ersparnis in manchen Regionen bis zu 900 Euro betragen kann. Zwischen den einzelnen Gaslieferanten bestehen also recht große Preisunterschiede. Gasverbraucher, die von einem Grundversorgertarif wechseln, sparen am meisten, denn diese Tarife gehören oft zu den teuersten. Zudem belohnen viele Gasanbieter den Wechsel zu ihnen mit einem Neukundenbonus. Verbraucher zählen dann als Neukunden, wenn sie mit dem gewählten Gasanbieter mindestens sechs Monate lang keinen Vertrag abgeschlossen haben.

Auch das ARD Mittagsmagazin berichtet, dass ein Gasanbieterwechsel in vielen Haushalten für mehr Geld in der Haushaltkasse sorgen kann. Verbraucherschützer geben in folgendem Video nützliche Tipps für die Wahl eines neuen Anbieters:

3. Wie funktioniert der Gasanbieterwechsel?

Mit dem Wechsel ihres Gasanbieters können Verbraucher also gegebenenfalls viel Geld sparen. Dennoch scheuen viele, meist aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit, den Wechsel. Dabei ist dieser ganz einfach und mit wenigen Klicks online zu erledigen. Zudem brauchen Kunden keine Unterbrechung ihrer Gasversorgung zu fürchten. Falls der alte Gastarif schön gekündigt wurde und der neue Vertrag noch nicht in Kraft getreten ist, übernimmt in der Zwischenzeit der Grundversorger die Belieferung mit Gas.

Der Wechsel zu dem neuen Gasanbieter erfolgt außerdem nur auf dem Papier. Ein Umbau oder ein Austausch des Gaszählers ist dafür nicht erforderlich. Die größte Herausforderung dabei ist die Suche nach dem neuen Anbieter mit passendem Tarif. Die Kündigung beim alten Gasanbieter übernimmt der künftige Energieversorger. Worauf Verbraucher bei der Suche nach dem bestmöglichen Angebot achten sollten, erläutern im Folgenden.

Die Gaspreise

Selbstverständlich sind bei der Wahl des neuen Gasanbieters Tiefpreise wünschenswert. Der Gaspreis setzt sich wie beim Strom immer aus einem monatlichen Grund- und einem Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde zusammen. Für sparsame Verbraucher rechnet sich ein niedriger Grundpreis, während Kunden mit hohem Gasverbrauch mehr von einem niedrigen Arbeitspreis profitieren. Bei der Errechnung der monatlichen und jährlichen Kosten helfen die Tarif- bzw. Gasrechner, die die Anbieter in der Regel auf ihrer Homepage zur Verfügung stellen. So findet der Verbraucher den für ihn günstigsten Tarif.

Die Vertragslaufzeit

Vor dem Anbieterwechsel sollten sich Verbraucher überlegen, wie lange sie sich an den neuen Gasversorger binden möchten. Die meisten Tarifangebote für Neukunden umfassen eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten. Hinzu kommt in der Regel eine verlockende Bonuszahlung. Im Online-Bereich setzen sich jedoch immer mehr flexible Vertragsmodelle durch, die der Kunde monatlich kündigen kann. Einige Unternehmen bieten inzwischen gar Gastarife, die auf eine Mindestlaufzeit komplett verzichten.
Der Vorteil einer kurzen (oder gar nicht vorhandenen) Vertragsmindestlaufzeit: Der Kunde kann zügig auf Veränderungen des Energiemarktes oder auf Vertragsanpassungen reagieren und bei Bedarf schnell zu einem neuen Gasanbieter wechseln. Darüber hinaus gibt es vereinzelt auch stabile Zweijahresverträge, die eine langfristige Preisfixierung versprechen.

Die automatische Vertragsverlängerung

Wer seinen Versorger wechseln möchte, muss selbstverständlich die Kündigungsfrist beachten. Ansonsten verlängert sich der Versorgungsvertrag In der Regel um die gewählte Laufzeit. Bei Zweijahresverträgen sollte er jedoch um nicht mehr als zwölf Monate länger werden.

Die Kündigungsfrist
Experten-Tipp

Beim Wechsel zu einem neuen Gasanbieter ist eine kurze Laufzeit die bessere Wahl, damit der Nutzer flexibel bleibt.

Die Kündigungsfrist für einen Standardvertrag sollte nicht mehr als sechs Wochen betragen. Noch besser sind vier Wochen zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit. Eine kürzere Mindestvertragslaufzeit bietet keiner der Energieversorger in unserem Vergleich.

Das Sonderkündigungsrecht

Bei einer Erhöhung der Gaspreise muss der Gasanbieter seinen Kunden ein Sonderkündigungsrecht gewähren. Dann steht dem sofortigen Wechsel zu einem neuen, günstigeren Versorger nichts mehr im Weg.

Umfang und Dauer der Preisgarantie

Bei Tarifangeboten für Neukunden versprechen Gasanbieter oft Preisgarantien beziehungsweise eine Preisfixierung. Sollte sich der Gaspreis während der Vertragslaufzeit erhöhen, dann zahlt der Kunde dennoch weiterhin den niedrigen Preis, der bei Vertragsabschluss galt. Allerdings sollten Konsumenten genau hinschauen: Die Preisgarantie sollte sich über die gesamte Laufzeit erstrecken. Die kleingedruckten Angaben zum Tarifangebot verraten mehr über den Umfang der Garantie. In den meisten Fällen handelt es sich um eine eingeschränkte Preisfixierung, die sich nicht auf Steuern und Umlagen bezieht. Verbraucher sollten außerdem beachten, dass der Energiepreis im Falle eines Rückgangs des Gaspreises nicht automatisch angepasst wird. Folgende drei Preisgarantie-Abstufungen gibt es:

Verkehrsschild Anbieterwechsel
Bei einer Preiserhöhung muss der Gasanbieter dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht gewähren.
Garantie - erster Platz

Vollständige Preisgarantie

Die meisten Vorteile für den Verbraucher bringt die vollständige Preisgarantie. Alle Preisbestandteile unterliegen der vereinbarten Preisfixierung. Eine Ausnahme ist die Mehrwertsteuer. Diese darf der Gasanbieter direkt an die Kunden weitergeben. Dieses Modell ist jedoch recht selten in den Tarifbedingungen zu finden. Meist ist es an einen langfristigen Vertrag geknüpft.
Garantie - zweiter Platz

Eingeschränkte Preisgarantie

Die Preisfixierung gilt für den Energiekostenanteil und die Netznutzungsentgelte. Steuern, Umlagen und andere Abgaben sind davon ausgenommen. Sollte es also zu einer Erhöhung der Gassteuer kommen, dann kann der Energieanbieter dies auf die Nutzer umlegen. Auch wenn neue Abgaben hinzukommen, darf der Gaslieferant die Kosten entsprechend anpassen.
Garantie - dritter Platz

Energiepreisgarantie

Noch stärker begrenzt ist die Preisfixierung bei der Energiepreisgarantie. Wie der Name schon sagt, bezieht sich die garantierte Preisfestsetzung ausschließlich auf den Energiekostenanteil des Gaspreises. Neben den Steuern, Umlagen und Abgaben darf der Gasanbieter in diesem Fall auch die Netznutzungsentgelte erhöhen.
Zahlungsmodalitäten

Am besten und auch am verbreitetsten ist eine monatliche Abschlagszahlung. Diese birgt für den Konsumenten kein Risiko, falls der Anbieter Insolvenz anmelden muss. Von Bezahlungen per Vorkasse oder Sonderabschlägen raten Experten den Verbrauchern dringend ab. Diese Tarife verlocken durch besonders günstige Preiskonditionen. Allerdings muss der Gasverbraucher dafür in Vorleistung gehen. Ein Sonderabschlag wird zum Vertragsende in der Regel wieder zurückgezahlt beziehungsweise verrechnet. Falls der Gasanbieter jedoch Insolvenz anmelden muss, ist der gezahlte Vorschuss bei beiden Zahlvarianten verloren.

Bonuszahlungen

Bonuszahlungen unterscheiden sich üblicherweise neben ihrer Höhe auch durch ihren Auszahlungszeitpunkt. So wird ein sogenannter Sofortbonus im Normalfall direkt nach beziehungsweise zeitnah zu dem Vertragsabschluss ausgezahlt, während ein Treuebonus üblicherweise erst zum Ende der Vertragslaufzeit gutgeschrieben wird.

Flexibel oder sicher – Welches Tarifmodell ist besser?

Neukundenbonus Gasvergleich
Wer regelmäßig den Gasanbieter wechselt, profitiert vom Neukundenbonus.

Oft hat der Kunde die Wahl zwischen kurzfristigen Verträgen und Tarifen mit einer Mindestvertragslaufzeit von bis zu zwei Jahren.

Der flexibler Gastarif

Die wichtigsten Vor- und Nachteile eines flexiblen Tarifs zeigt die folgende Übersicht:

  • Eine kurze Vertragsmindestlaufzeit und Kündigungsfrist erlaubt einen schnellen Anbieterwechsel.
  • Der Vertrag verlängert sich um einen kurzen Zeitraum.
  • Die Nutzer sind nicht auf ein Sonderkündigungsrecht angewiesen.
  • Flexibel-Tarife können bei langfristiger Nutzung teuer werden.

Für Kunden, die die Preisentwicklung auf dem Gasmarkt mitverfolgen und zeitnah auf sie reagieren möchten, sind Verträge mit kurzer Bindung empfehlenswert. Auch Verbraucher, die nur für einen kurzen Zeitraum eine Gasversorgung benötigen, sind mit den flexiblen Vertragskonditionen gut beraten.

Gastarif mit Preisgarantie

Kunden, die sich Planungssicherheit und stabile Preise wünschen, sind mit einem Gastarif mit Preisgarantie besser bedient. Die Laufzeit dieser Verträge beträgt bei den meisten Anbietern zwölf Monate. Auch solche Tarife haben natürlich ihre Vor- und Nachteile:

  • Durch die Preisfixierung kann der Kunde seine Ausgaben für Gas langfristig planen.
  • Grund- und Arbeitspreis sind oft günstiger als bei kurzfristigen Verträgen.
  • Die Preisgarantie wird bei Preisschwankungen nicht nach unten angepasst.
  • Die lange Vertragslaufzeit erlaubt keinen schnellen Wechsel zu günstigeren Angeboten.

Gasarife mit einer Laufzeit von einem Jahr sind empfehlenswert für Kunden, die eine sichere Gasversorgung wünschen und nicht vorhaben, ständig den Anbieter zu wechseln.

Notwendige Angaben beim Wechsel

Diese Angaben benötigt der Kunde für den Anbieterwechsel:

  • die Nummer des Gaszählers
  • den Jahresverbrauch in Kilowattstunden
  • den Vertrag mit dem alten Gasanbieter
  • die Informationen zum neuen Gasanbieter und zum neuen Tarif
vertragswechsel
Für den zügigen Gasanbieterwechsel benötigt der Verbraucher verschiedene Angaben aus den alten Vertragsunterlagen.

4. Ökogas, Biogas, CO2-neutrales Gas – was ist was?

Für immer mehr Haushalte ist Klimaschutz ein wichtiges Thema. Mittlerweile bietet fast jedes Energieunternehmen wenigstens einen ökologischen Tarif an. Schließlich ist der Wunsch nach einer klimafreundlichen Energieversorgung ebenfalls ein häufiger Grund, weshalb Kunden den Gasanbieter wechseln möchten.

Wer sich bei den klimafreundlichen Gasangeboten umsieht, stellt fest, dass dort von verschiedenen Gasarten die Rede ist:

  • Ökogas
  • Biogas

Was steckt hinter diesen Bezeichnungen und wo liegt der ökologische Nutzen dieser Tarife?

Ökogas und die CO2-Neutralisierung

Der Begriff Ökogas bezeichnet, anders als Erdgas oder Biogas, keine bestimmte Gasart. Es kann sich dabei um herkömmliches Erdgas aus fossilen Quellen handeln, aber auch um Mischformen wie Erdgas mit Biogasanteil. Der Öko-Aspekt liegt in der CO2-Neutralisierung, die der Gasanbieter zu diesem Tarif garantiert. Beim Verbrennen von Erdgas wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Dieser Stoff gilt als ein Hauptauslöser des Treibhauseffektes. Damit die Nutzung dieses Gases umweltfreundlich bleibt, sorgt der Gasanbieter dafür, dass der CO2-Ausstoß an anderer Stelle wieder ausgeglichen wird. Dazu gibt es unterschiedliche Verfahren. Einige Unternehmen unterstützen Klimaschutzprojekte, andere erwerben Emissionszertifikate. Das Ziel von Ökogas-Tarifen ist also eine ausgeglichene Ökobilanz. Die Bezeichnungen CO2-neutrales Gas oder klimaneutrales Gas beziehen sich auf dasselbe Prinzip.

Umweltfreundliches Biogas

Biogas ist ein brennbares Gas, das aus organischen Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Fossiles Erdgas ist in dieser Gasart nicht enthalten. Als Ausgangsstoffe dienen Speisereste und Klärschlamm genauso wie Abfälle aus der Landwirtschaft (Gülle und Mist) sowie Rohstoffe von sogenannten „Energiepflanzen“. Dazu zählen Mais oder Raps, die extra für die Biogasgewinnung angebaut werden. Biogas gilt als klimaneutral, da es bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid freisetzt, wie die Pflanzen beim Wachstum aufgenommen haben. Anders als bei der Nutzung von fossilem Erdgas wird dadurch die Atmosphäre nicht zusätzlich belastet.

raps
2014 gab es in Deutschland etwa 8.000 Biogasanlagen.

Die Herstellung von Biogas ist noch relativ kostenaufwendig. Viele Energieunternehmen bieten daher keine reinen Biogastarife, sondern nur Mischformen mit Biogasanteil an.

5. So testen wir

Unsere Redaktion nimmt in diesem Vergleich die besten Gasanbieter unter die Lupe und stellt sie jeweils in einzelnen Testberichten vor. Anhand von vier Kriterien bewerten wir das Leistungsangebot der Versorger. Im Testbereich „Angebot“ geht es um die gesamte Tarifstruktur und den Umfang der Tarifauswahl. Das mögliche Sparpotential wird in der Testrubrik „Kosten“ näher beleuchtet. Schließlich analysieren und bewerten wir im Abschnitt „Konditionen“ die genauen Vertragsdetails. Abschließend betrachten wir die Serviceleistungen auf der Webseite des Gasanbieters.

In jeder dieser Bewertungskategorien kann ein Gasanbieter maximal fünf Punkte erzielen. Aus den Teilbewertungen berechnet die Redaktion eine Gesamtnote im Gasvergleich. Daraus ergibt sich die Rangfolge der getesteten Gaslieferanten. Leser sollten jedoch berücksichtigen, dass dieses Ranking lediglich eine Orientierungshilfe ist. Bei der Wahl eines neuen Gasanbieters wägt schließlich jeder Verbraucher individuell ab, welche Kriterien bei dem Tarifangebot, der Preisgestaltung und der Serviceleistungen am wichtigsten sind.

Unsere Preisbeispiele

Um die Kosten der verschiedenen Anbieter vergleichen zu können, haben wir zwei Fallbeispiele ausgewählt:

  • Eine 50 Quadratmeter große Wohnung mit einem Jahresverbrauch von 7.500 Kilowattstunden Gas
  • Eine 100 Quadratmeter große Wohnung mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden Gas
  • Beide Wohnungen befinden sich in 10405 Berlin

Angebot

In diesem Abschnitt dreht sich alles um die Vielfalt der Tarife, die der Versorger für seine Kunden bereitstellt. In der Bewertung erhalten Energieanbieter mit vielen Tarifen jedoch nicht zwingend mehr Punkte. Eine zu komplexe Tarifstruktur kann für Verbraucher schnell unübersichtlich sein. Wichtig ist lediglich, dass die gebotenen Vertragsmodelle kundenfreundlich sind und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen. Dabei spielt auch das Angebot an Gasarten eine signifikante Rolle. Neben herkömmlichem Erdgas sollten für den Kunden auch Tarife mit CO2-neutral produziertem Erdgas beziehungsweise Biogas zur Auswahl stehen. Umweltbewusstsein und klimafreundliche Energienutzung werden für Verbraucher schließlich immer wichtiger. Während CO2-neutrales Erdgas bereits bei vielen Anbietern wie etwa bei E WIE EINFACH, E.ON und Grünwelt Energie verfügbar ist, ist Lichtblick in unserem Test bislang der einzige Anbieter mit einem Biogasanteil.

Kosten

Die meisten Endverbraucher wechseln den Gasanbieter, um Kosten zu sparen. Daher gehören die selbstverständlich auch die Kostenmodelle zu den Testkriterien. Die Ersparnisse können für neue Kunden im ersten Vertragsjahr recht hoch sein, wenn der Anbieter einen Sofortbonus oder einen Neukundenbonus gewährt. Die genauen Kosten sind selbstverständlich abhängig vom tatsächlichen Verbrauch. Viele Gasanbieter haben zudem keine bundeseinheitlichen Preise. Je nach Postleitzahl können sich bei gleichem Energieverbrauch deutliche Kostenunterschiede ergeben. Um die Tarife der verschiedenen Energieanbieter miteinander zu vergleichen, haben wir für jeden Anbieter die oben erläuterten Rechenbeispiele durchgeführt: Anhand dieser Angaben berechnen wir mit den jeweiligen Tarifrechnern der Anbieter die Kosten für die verschiedenen Tarife eines jeden Energielieferanten. Der günstigste Tarif jedes Gasanbieters dient als Vergleichsbasis und fließt mit in die Bewertung der Kosten ein. Diese Preise finden Interessierte auch in unserem Datenblatt zum direkten Vergleich. In den einzelnen Testberichten können sie außerdem die Beispielkosten für alle angebotenen Gastarife nachlesen. Den günstigsten Gastarif für 10405 Berlin bietet in unserem Test Vattenfall, während LichtBlick-Kunden am meisten bezahlen, dafür aber umweltfreundliches Gas erhalten.

Konditionen

Von entscheidender Bedeutung bei der Anbieterwahl sind selbstverständlich die Vertragskonditionen. In diesem Testabschnitt beschäftigen wir uns mit Fragen rund um die Vertragsgestaltung. Dazu zählen unter anderem die Mindestvertragslaufzeit sowie die Kündigungsfrist. Hier überzeugen im Gasvergleich Energieanbieter, die mit einem breitgefächerten Angebot an Tarifmodellen unterschiedliche Kundenbedürfnisse berücksichtigen. Verträge mit kurzer Laufzeit sprechen Kunden an, die flexibel bleiben möchten, während Einjahresverträge mit Preisgarantie für Nutzer interessant sind, die auf langfristige finanzielle Planung setzen. Sehr genau schauen die Redakteure im Gasvergleich auf die Bestimmungen rund um die Preisfixierung. Welche Komponenten des Preises fallen darunter? Über welchen Zeitraum erstreckt sich die Fixierung? Während die Tarife der meisten Gasanbieter lediglich eine eingeschränkte Preisgarantie beinhalten, punkten E.ON und Yello im Test mit einer vollen Preisgarantie. Schließlich ist ein möglicher Mindestverbrauch ein relevanter Punkt in der Bewertung der Konditionen. Tarife, die sich aus hohen Grundgebühren, aber geringen Arbeitskosten zusammensetzen, sind für Wenignutzer ungeeignet. Für Kunden mit hohem Energieverbrauch sind sie hingegen ideal.

Hilfe und Support

Schließlich haben wir im Gasvergleich auch die Serviceleistungen der Energieunternehmen unter die Lupe genommen. In diesem Zusammenhang war es den Redakteuren wichtig, dass das Tarifangebot übersichtlich auf der Webseite präsentiert wird. Die Preisgestaltung und die Vertragskonditionen sollten für den Kunden transparent und verständlich sein. Ein Gasanbieter mit gutem Kundenservice sollte einen strukturierten FAQ-Bereich sowie Zusatzinformationen zur Energiegewinnung und zum sparsamen Gasverbrauch bereitstellen. Selbstverständlich gehen Supportoptionen wie E-Mail, Service-Hotline und Live-Chat in die Bewertung mit ein. Gern gesehen ist auch eine persönliche Kundenberatung vor Ort. Um uns einen Eindruck von der Qualität und Reaktionszeit des jeweiligen Supports zu verschaffen, kontaktieren wir jeden Anbieter je nach Verfügbarkeit per E-Mail, Live-Chat oder Telefon, um eine allgemeine Frage zu den Zahlungsmöglichkeiten zu stellen. Hierbei verdienten sich manche der Gasanbieter mit einer schnellen, freundlichen und zufriedenstellenden Antwort Pluspunkte.