Kontaktlinsen

Die 7 besten Kontaktlinsen im Vergleich

Typ
ErhĂ€ltliche PackungsgrĂ¶ĂŸen
Weitere PackungsgrĂ¶ĂŸen erhĂ€ltlich
Durchmesser (DIA)
Radius (BC)
Material
Wassergehalt
SauerstoffdurchlÀssigkeit
UV-Schutz
Sehfehlerkorrektur
ErhÀltliche SehstÀrken

Kontaktlinsen-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Bei Kontaktlinsen handelt es sich um eine ideale Alternative zur herkömmlichen Brille – sei es zur Korrektur von Kurz- und Weitsichtigkeit, einer HornhautverkrĂŒmmung oder Alterssichtigkeit.
  • Ihre Vorteile springen sofort ins Auge: Sie sind optisch kaum wahrnehmbar, ermöglichen eine Rundumsicht und gewĂ€hrleisten FlexibilitĂ€t bei sportlichen AktivitĂ€ten.
  • GrundsĂ€tzlich unterscheidet man weiche und formstabile Kontaktlinsen. Je nach Verwendungszweck sind sie eher als Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresvariante geeignet.
  • Der Kontaktlinsenpass informiert ĂŒber die wichtigsten Werte. Neben dem Dioptriewert sollten Verbraucher vor allem auf eine gute SauerstoffdurchlĂ€ssigkeit und einen niedrigen Wassergehalt Wert legen.

Kontaktlinsen – die ideale Alternative zur Brille

Einer Umfrage von Statista zufolge trugen im Jahr 2018 24,9 Millionen Deutsche stĂ€ndig sowie 19,3 Millionen Deutsche gelegentlich eine Brille. Damit gab es 2018 insgesamt 44,2 Millionen BrillentrĂ€ger in Deutschland – mehr als die HĂ€lfte der Bevölkerung. Vier Jahre zuvor lag der Anteil noch etwas darunter, nĂ€mlich bei 42,78 Millionen BundesbĂŒrgern. Die steigende Tendenz zeigt, dass immer mehr Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen sind. Die Sehhilfen erweisen sich jedoch bei vielen AktivitĂ€ten als hinderlich und nicht etwa als modisches Accessoire: Sie verschmutzen oder beschlagen stĂ€ndig, drĂŒcken auf den Ohren und rutschen von der Nase. Insbesondere beim Sport, sei es Schwimmen, Joggen oder Volleyball, gelten Brillen eher als Störfaktor.

3,36 Millionen Deutsche griffen 2018 auf eine praktische Alternative zurĂŒck: Kontaktlinsen. Da sie die SehschwĂ€che direkt am Auge korrigieren, sind sie nicht nur kaum sichtbar, sondern verzichten auch auf das Gestell. Dadurch entfallen die lĂ€stigen Übel, die eine Brille mit sich bringt, wie Druckstellen oder ein eingeschrĂ€nktes Sichtfeld, sei es durch Unsauberkeiten oder den Rahmen. WĂ€hrend BrillentrĂ€gern die Rundumsicht fehlt, ist das Sichtfeld mit Kontaktlinsen bis zu den RĂ€ndern hin scharf. Im Gegensatz zu BrillenglĂ€sern, die je nach Dioptriewert sehr dick ausfallen können und die Augen des TrĂ€gers stark vergrĂ¶ĂŸert beziehungsweise verkleinert wirken lassen, verzerren Kontaktlinsen die GrĂ¶ĂŸen weniger. Viele Anwender empfinden das als angenehmer. Auch auf das Putztuch können sie verzichten, da Kontaktlinsen weder verstauben noch beschlagen. Anders als Brillen verursachen sie bei sportlichen AktivitĂ€ten zudem kaum EinschrĂ€nkungen.

Neben diesen VorzĂŒgen gibt es aber auch den ein oder anderen Nachteil. Um Infektionen wie eine BindehautentzĂŒndung oder eine Sauerstoffunterversorgung der Hornhaut zu vermeiden, erfordern Kontaktlinsen einen höheren Pflegeaufwand als Brillen. FĂŒr das korrekte Einsetzen beziehungsweise Herausnehmen ist zudem eine gewisse Fingerfertigkeit und mehr Zeit erforderlich. Nach dem Ablaufen der Tragezeit (höchstens zwei Jahre) mĂŒssen sie schließlich ersetzt werden. Damit sind die Folgekosten deutlich höher als bei einer Brille. Aufgrund der vielen Vorteile der Kontaktlinsen nehmen Menschen mit einer SehschwĂ€che diese Wermutstropfen jedoch gern in Kauf.

Vorteile
  • Äußerlich kaum wahrnehmbar
  • Höherer Tragekomfort durch den Verzicht auf das Gestell
  • Scharfe Rundumsicht
  • FlexibilitĂ€t bei sportlichen AktivitĂ€ten
  • Kein Beschlagen oder Verstauben möglich
Nachteile
  • Intensiver Pflegeaufwand
  • Ein- und Absetzen nimmt mehr Zeit in Anspruch
  • Fingerfertigkeit erforderlich
  • Höhere Folgekosten

Was ist eigentlich eine Kontaktlinse?

Bei Kontaktlinsen handelt es sich um kleine, dĂŒnne Kunststoffschalen, die Anwender auf die AugenoberflĂ€che setzen. Sie liegen jedoch nicht direkt auf der Hornhaut auf, sondern schwimmen auf einem TrĂ€nenfilm, der das Auge bedeckt. Dadurch wird das Licht zunĂ€chst durch die kĂŒnstliche sowie anschließend durch die eigene Linse gebrochen. Eine Fehlsichtigkeit hat nĂ€mlich zur Folge, dass die Lichtstrahlen nicht mehr so gebrochen werden, dass sie genau auf die Netzhaut auftreffen, um ein scharfes Bild zu projizieren. Die Funktion der Kontaktlinsen besteht also darin, verschiedene Arten von SehschwĂ€chen zu korrigieren.

Linsen zum SchnÀppchenpreis?

Bei Kontaktlinsen handelt es sich zwar streng genommen um ein medizinisches Produkt, die Haftschalen sind aber auch problemlos ohne notwendige Untersuchung im Versandhandel oder gar im Supermarkt erhĂ€ltlich. Anders als beispielsweise in den USA, wo Anwender einmal im Jahr zur Kontrolle bei Spezialisten gehen mĂŒssen, besteht in Deutschland keine gesetzliche Regelung fĂŒr den Erwerb von Kontaktlinsen. GrundsĂ€tzlich ist jedoch Vorsicht beim Kauf geboten, da minderwertige Linsen eine Gesundheitsgefahr fĂŒr die Augen darstellen. RoutinemĂ€ĂŸige Untersuchungen sind also immer zu empfehlen. Vor allem die Erstbestimmung sollte von einem Fachmann erfolgen. Zu den bewĂ€hrten Herstellern gehören beispielsweise Alcon mit den Modellen Air Optix und Dailies, Bausch & Lomb, Acuvue, Biomedics sowie Cooper Vision, insbesondere mit ihrer Biofinity-Linie.

FĂŒr den Durchblick: Kontaktlinsentypen nach FormstabilitĂ€t und Tragedauer

Vor dem Kauf ist es wichtig zu ĂŒberlegen, aus welchen GrĂŒnden und wie lange die Kontaktlinsen zum Einsatz kommen sollen. Neben harten und weichen AusfĂŒhrungen gibt es auch Tages-, Wochen-, Monats- und gar Jahreslinsen. Welche Art am besten geeignet ist, hĂ€ngt von der individuellen Beschaffenheit der Augen ab.

Hart oder Weich? Die Typen nach FormstabilitÀt

Die ersten Kontaktlinsen bestanden in den 1880er Jahren noch aus Glas. Da Anwender diese nur wenige Stunden am StĂŒck tragen konnten, ging man spĂ€ter zu Kunststoff ĂŒber. In den 1970ern wurden die ersten Linsen aus Hydrogel produziert. Das Material ist besser in der Lage, den Sauerstoff zu transportieren, wodurch lĂ€ngere Tragezeiten möglich sind. GrundsĂ€tzlich unterscheidet man zwei Typen: die harten, formstabilen Linsen und die weichen, flexiblen Linsen.

Weiche Kontaktlinsen: Die flexible Lösung

Weiche Kontaktlinsen bestehen entweder aus Hydrogel oder Silikon-Hydrogel, einem flexiblen Material, das sich perfekt der Form des Auges anpasst. Bei Hydrogelen handelt es sich um wasserhaltige und gleichzeitig wasserunlösliche, gelierte FlĂŒssigkeiten. Im Vergleich zur harten Silikonvariante haben sie eine geringere Lebensdauer von höchstens einem Jahr. Durch ihren festen Sitz ist es beinahe unmöglich, dass sie, etwa beim Blinzeln oder sportlichen Bewegungen, aus dem Auge springen. Die Kehrseite der Medaille: Die Hornhaut wird schlechter mit Sauerstoff versorgt, sodass sie fĂŒr trockene Augen nicht empfehlenswert sind. Auch der hohe Wassergehalt, der ihrer FlexibilitĂ€t zugrunde liegt, fĂŒhrt zu einem Feuchtigkeitsentzug, sodass das Auge nach einer Weile auszutrocknen beginnt.

Heutzutage bestehen die meisten weichen Kontaktlinsen aus Silikon-Hydrogel. Der Silikonanteil sorgt fĂŒr eine erhöhte SauerstoffdurchlĂ€ssigkeit, sodass die Linsen lĂ€ngere Zeit ohne Unterbrechung, also Tag und Nacht, getragen werden können. Da das Material aber auch steifer ist, mĂŒssen sie sehr genau angepasst sein, um Reizungen zu vermeiden. ZusĂ€tzlich zum höheren Infektionsrisiko und grĂ¶ĂŸeren Pflegeaufwand haben Softlenses einen weiteren Nachteil: Sie reißen leichter ein. Ihr Durchmesser liegt fĂŒr gewöhnlich zwischen 12 und 16 Millimetern, womit sie deutlich grĂ¶ĂŸer als harte Kontaktlinsen sind. Da sie trotz alledem kaum spĂŒrbar und leicht zu handhaben sind, eignen sie sich insbesondere fĂŒr Einsteiger. Anders als harte Kontaktlinsen erzeugen sie kein FremdköpergefĂŒhl – zumindest solange sie richtig herum ins Auge gesetzt werden.

Vorteile
  • Ideal fĂŒr Einsteiger
  • Perfekt fĂŒr sportliche AktivitĂ€ten
  • Kurze Eingewöhnungszeit
  • Hoher Tragekomfort
  • Fester Sitz
  • Einfach in der Handhabung
Nachteile
  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Schnelleres Austrocknen der Augen
  • Aufwendige Pflege nötig
  • Einreißen möglich
Harte Kontaktlinsen: Die stabile Lösung

Im alltĂ€glichen Sprachgebrauch vor allem als harte Kontaktlinsen gelĂ€ufig handelt es sich hierbei vielmehr um formstabile Haftschalen. Sie sind nicht nur fester, sondern auch kleiner als ihre weiche Alternative (acht bis zehn Millimeter Durchmesser). DarĂŒber hinaus sind sie bei richtiger Pflege langlebiger, sodass sie bis zu zwei Jahre getragen werden können. Hier ist es nicht möglich, die Linsen verkehrt herum ins Auge zu setzen, da sie sich nicht umstĂŒlpen lassen. Durch ihre stĂ€rkere KrĂŒmmung bieten sie dem Auge eine bessere Sauerstoffversorgung. Allerdings benötigen Anwender in der Regel eine lĂ€ngere Eingewöhnungszeit, da sie sich anfangs wie ein Fremdkörper anfĂŒhlen. Sitzen sie nicht perfekt, kann es zu Reizungen an der Hornhaut kommen. Außerdem ist es möglich, dass eine Linse beim Blinzeln aus dem Auge springt.

Durch den niedrigen Wassergehalt nehmen sie kaum Wasser auf, weshalb die Augen nicht austrocknen und weniger zu Reizungen neigen. Da sie sich nicht am Auge festsaugen, sondern auf dem TrĂ€nenfilm schwimmen, werden sie dauerhaft mit FlĂŒssigkeit umspĂŒlt, wodurch sie auf lange Sicht besser vertrĂ€glich sind. Nachteilig daran ist jedoch, dass leichter Fremdkörper unter die Linse geraten können.

Vorteile
  • Bessere Sauerstoffversorgung
  • Kaum Austrocknung
  • Auf Dauer vertrĂ€glicher
  • Lange Lebensdauer
Nachteile
  • LĂ€ngere Eingewöhnungszeit
  • Verlust der Linsen leicht möglich
  • AnfĂ€llig fĂŒr Fremdkörper

Von Tageslinsen bis Jahreslinsen: Die Typen nach Tragedauer

Zwar garantieren individuell angefertigte Kontaktlinsen einen besonders hohen Tragekomfort, da sie exakt nach der Wölbung beziehungsweise GrĂ¶ĂŸe der Hornhaut, ihrer Abflachung im Übergangsbereich zur Bindehaut, der Lidstellung und Spannung sowie der TrĂ€nenfilmzusammensetzung angefertigt sind. Tauschsysteme, als Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahreslinsen erhĂ€ltlich, sind jedoch wesentlich gĂŒnstiger und vor allem flexibler, weshalb sie sich vor allem bei Allergien oder eingeschrĂ€nkten hygienischen Möglichkeiten eignen. Die Nutzungsdauer ist abhĂ€ngig von dem individuellen Lebensstil und der bevorzugten Tragefrequenz.

Tageslinsen – die Einmaligen

Manche kennen sie als Tageslinsen, andere als Wegwerflinsen oder auch Einmallinsen: Die weichen Kontaktlinsen werden nur fĂŒr einen Tag getragen und anschließend entsorgt. Damit entfĂ€llt die andernfalls tĂ€glich notwendige Reinigung der Linsen, was insbesondere all denjenigen zugutekommt, die auf Pflegemittel allergisch reagieren. Wer hohe HygieneansprĂŒche, eine Pollenallergie oder empfindliche Augen hat, ist mit Tageslinsen also gut beraten, da sie jeden Tag durch ein neues, steriles Paar ersetzt werden. Das Risiko fĂŒr eine Infektion durch Verunreinigungen oder Keime ist entsprechend gering. DarĂŒber hinaus eignen sie sich als kurzfristige Ersatzlinsen oder Alternative zur Brille fĂŒr besondere AnlĂ€sse wie einen Urlaub, ein Festival oder Sport – mit Ausnahme von Leistungssport, da ihre SauerstoffdurchlĂ€ssigkeit hierfĂŒr nicht ausreicht.

GĂ€nzlich unkompliziert sind sie nicht, da es sie fĂŒr gewöhnlich lediglich in einer StandardgrĂ¶ĂŸe gibt, die nicht auf jedes Auge passt. Bei einer tĂ€glichen Anwendung sind die Verbrauchskosten wesentlich höher als bei Wochen-, Monats- oder Jahreslinsen. Sie eignen sich insbesondere fĂŒr Menschen, die nur selten Kontaktlinsen tragen. Als tĂ€gliche Sehhilfe sind sie hingegen ungeeignet.

Wochenlinsen – die Frischegaranten

Wochenlinsen sind fĂŒr das Tragen von einer ganzen Woche ausgelegt. Einige Exemplare sind sogar bis zu zwei Wochen nutzbar. DafĂŒr mĂŒssen sie tĂ€glich gereinigt werden. Anwender bewahren sie dementsprechend ĂŒber Nacht in einer speziell dafĂŒr vorgesehenen Lösung auf. Zwar können sie auch ohne Unterbrechung, also auch ĂŒber Nacht, getragen werden, in diesem Fall halbiert sich jedoch die Tragedauer. Andererseits sparen sich Nutzer dadurch den Pflegeaufwand samt Reinigungsmittel. Da ihr Wassergehalt leicht höher ist als bei den Monatslinsen, sind sie sehr weich und im Auge kaum spĂŒrbar.

Durch die wöchentliche Entsorgung ist das Risiko fĂŒr EntzĂŒndungen durch eine Verunreinigung sehr gering. Doch auch hier gilt: Wer Wochenlinsen fĂŒr den regelmĂ€ĂŸigen Gebrauch nutzen möchte, muss mit wesentlich höheren Ausgaben rechnen als bei Monats- oder Jahreslinsen. Daher eignen sie sich beispielsweise als Ersatz fĂŒr lĂ€ngere AusflĂŒge.

Kontaktlinsen in der Nacht

Befinden sich die Kontaktlinsen die ganze Nacht ĂŒber im Auge, werden die Augen durch die geschlossenen Lider nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Am nĂ€chsten Morgen sind hĂ€ufig Rötungen oder auch Reizungen die Folge. Die Augen brauchen eine Pause, um sich von den Linsen zu erholen. Außerdem lagert sich ĂŒber den Tag hinweg ein Biofilm ab, der zum Brutkasten fĂŒr Keime und Bakterien werden kann. Deshalb ist es empfehlenswert, die Kontaktlinsen vor dem Schlafengehen herauszunehmen.

Eine Ausnahme bilden Tages- und Nachtlinsen. Sie bestehen aus einem hochsauerstoffdurchlĂ€ssigen Silikon-Hydrogel und können bis zu 30 Tage am StĂŒck getragen werden. Ihr geringer Wassergehalt verhindert ein Austrocknen der Augen. Sie eignen sich vor allem fĂŒr Menschen mit einer Pflegemittelallergie, da sie nicht gereinigt werden mĂŒssen.

Monatslinsen – die RegelmĂ€ĂŸigen

Monatslinsen sind die beste und vor allem kostengĂŒnstigere Lösung fĂŒr jeden, der Kontaktlinsen als tĂ€gliche Alternative zur Brille nutzen möchte, da sie lediglich einmal pro Monat auszutauschen sind. Zwar gibt es auch einige wenige Ausnahmen, die ununterbrochen tragbar sind, in der Regel entnehmen Nutzer Monatslinsen jedoch jeden Abend vom Auge, um sie ĂŒber Nacht in eine Reinigungslösung zu geben und am nĂ€chsten Tag wieder einzusetzen. Dadurch halten sie das Risiko einer Augeninfektion möglichst gering. UnabhĂ€ngig davon, wie hĂ€ufig die Linsen in einem Monat eingesetzt wurden, ist es aber unbedingt nötig, sie nach dem Ablauf der Zeit zu entsorgen. Ihr geringer Wassergehalt ist ideal fĂŒr TrĂ€ger, die unter trockenen Augen leiden.

Ein Kompromiss aus Monats- und Jahreslinsen sind die Sechs-Monatslinsen, die jedes halbe Jahr einen Austausch erfordern. Der Verlust einer Linse wĂŒrde Nutzern jedoch teuer zu stehen kommen.

Jahreslinsen – die Langlebigen

Jahreslinsen werden erst nach einem Jahr gewechselt. Dabei handelt es sich hĂ€ufig um formstabile Modelle, die nicht ĂŒber Nacht getragen werden dĂŒrfen, da sie Druck auf die AugĂ€pfel ausĂŒben. Noch mehr als bei den Monatslinsen ist hier eine regelmĂ€ĂŸige, intensive Reinigung Pflicht, um dem Hygienestandard gerecht zu werden. Die tĂ€gliche Reinigung schĂŒtzt TrĂ€ger vor möglichen Infektionen, die beispielsweise durch Keimbildungen auf den Linsen entstehen können.

Aufgrund der besonders langen Tragedauer ist es bei Jahreslinsen wichtig, dass Nutzer sie individuell von einem Spezialisten anpassen lassen, damit sie ihren BedĂŒrfnissen gerecht zu werden. Deshalb eignen sie sich insbesondere fĂŒr Personen mit einem stabilen Dioptriewert. FĂŒr jeden DauertrĂ€ger sind Jahreslinsen zwar eine preisgĂŒnstige Wahl, da sie die geringsten Verbrauchskosten mit sich bringen. Genau wie bei den Halbjahreslinsen mĂŒssen Anwender aufgrund der hohen Anschaffungskosten jedoch besonders vorsichtig sein, dass sie nicht aus Versehen eine Linse verlieren.

Der Kontaktlinsenpass: Vom Dioptriewert bis zum Wassergehalt

Die ideale Kontaktlinse sollte perfekt sitzen, gut benetzbar, möglichst sauerstoffdurchlĂ€ssig und vertrĂ€glich sein. DafĂŒr sind verschiedene Parameter entscheidend. Die wichtigsten Werte, die vor dem Kauf der Linsen bekannt sein sollten, finden Verbraucher auf ihrem Kontaktlinsenpass.

Dioptrien

Dioptrien

Doptrien, SphĂ€re, PWR oder SPH – bei all diesen Begriffen handelt es sich um gĂ€ngige Einheiten zur Berechnung des Linsenbrechwertes, in der Regel in dpt angegeben. Je höher der Wert ist, desto stĂ€rker korrigiert die Linse die SehschwĂ€che und umso dicker ist sie. WĂ€hrend eine negative Dioptriezahl bei Korrekturen einer Kurzsichtigkeit angegeben wird, stehen positive Werte fĂŒr eine Weitsichtigkeit. Sollte das Vorzeichen fehlen, ist von einem Plus auszugehen. Hier gilt zu beachten, dass die Werte der Brille nicht einfach ĂŒbertragen werden können, weil die Entfernung der Kontaktlinsen zur Pupille viel geringer ist.

Basiskurve

Basiskurve

Mit der Basiskurve (BC) ist der Radius gemeint, aus dem sich die StĂ€rke der KrĂŒmmung ergibt. FĂŒr gewöhnlich betrĂ€gt der Wert zwischen 8,3 und 9,0 Millimeter. Bei einem niedrigen Wert liegt die Linse flacher auf dem Auge. Je höher der Wert ist, desto gewölbter ist die Linse, das heißt, umso mehr Sauerstoff lĂ€sst sie ans Auge. Formstabile Kontaktlinsen besitzen in der Regel eine stĂ€rkere KrĂŒmmung als weiche Modelle. An eine stĂ€rkere KrĂŒmmung mĂŒssen sich die Augen lĂ€nger gewöhnen. Ist die Basiskurve geringer, so sinkt auch das Risiko, beim Blinzeln eine Linse zu verlieren.

DIA

DIA-Wert

Der DIA-Wert bezieht sich auf den Durchmesser der Linsen und wird in Millimetern angegeben. Dabei richtet sich die GrĂ¶ĂŸe der Linse nach der GrĂ¶ĂŸe der Hornhaut. Harte Linsen (8 bis 10 Millimeter) haben in der Regel einen kleineren DIA-Wert als weiche Linsen (12 bis 16 Millimeter). Die richtige GrĂ¶ĂŸe ist entscheidend fĂŒr den Tragekomfort und die VertrĂ€glichkeit der Kontaktlinsen.

Zylinder

Zylinder

Der Zylinder (ZYL oder CYL) beschreibt die StĂ€rke der HornhautverkrĂŒmmung und ist somit nur bei torischen Linsen relevant. Dabei sind die Werte immer in Minus angegeben. Sie liegen zwischen minus 0,25 und minus 10,00 Dioptrien. Je höher der Wert, desto stĂ€rker die VerkrĂŒmmung.

Achse

Achse

ZusĂ€tzlich zum Zylinder benötigen TrĂ€ger torischer Kontaktlinsen den Wert der Achse. Der Achsenwert, auch als A, AX, ACH oder AXIS zu finden, gibt an, in welchem Winkel zur Horizontalen die Hornhaut verkrĂŒmmt ist. Damit bestimmt die Achsenlage die Richtung der Zylinderwirkung im Glas. Die Winkel liegen zwischen 0 und 180 Grad.

Addition

Addition

Die AbkĂŒrzung ADD bezeichnet die Addition bei Multifokallinsen bei zusĂ€tzlicher Alterssichtigkeit. Addition, auch Nahzusatz, beschreibt folglich die StĂ€rke zur Fernkorrektion. Der Wert ist immer positiv und fĂŒr beide Augen identisch. Mit zunehmendem Alter steigt der Additionswert. FĂŒr gewöhnlich liegt er aber nicht höher als plus 3,00 Dioptrie.

SauerstoffdurchlÀssigkeit

SauerstoffdurchlÀssigkeit

Die SauerstoffdurchlĂ€ssigkeit ergibt sich aus dem Dk-Wert und der Linsendicke. Als Richtwert wird minus 3,00 Dioptrien herangezogen. Je niedriger der Wert, desto geringer die Sauerstoffzufuhr. Wer seine Kontaktlinsen tagsĂŒber lĂ€nger im Auge behalten möchte, sollte auf eine möglichst hohe SauerstoffdurchlĂ€ssigkeit achten. Bei einer guten SauerstoffdurchlĂ€ssigkeit können weiche Linsen bis zu zwölf und harte Linsen bis zu 18 Stunden im Auge verbleiben. Werden die Kontaktlinsen tagsĂŒber getragen, darf der Wert nicht unter 20 Dk/t liegen. Da die Gefahr einer Hornhautschwellung ĂŒber Nacht besonders groß ist, sollte der Wert hier mindestens 87 Dk/t betragen. Hochwertige Linsen haben bis zu 125 Dk/t. Eine hohe SauerstoffdurchlĂ€ssigkeit verhindert ein schnelles Austrocknen der Augen.

Wassergehalt

Wassergehalt

Der Wassergehalt der Kontaktlinsen ist vom Material abhÀngig. Es handelt sich dabei um das Wasser, das in der Linse enthalten ist. In der Regel betrÀgt der Gehalt zwischen 40 und 70 Prozent. Den höchsten Wassergehalt besitzen Hydrogellinsen. Je höher der Wassergehalt, desto besser die Sauerstoffzufuhr, umso stÀrker trocknen aber auch die Augen aus. Ein hoher Wert kann sich also auch negativ auswirken, falls die Anwender unter trockenen Augen leiden.

Verschiedene Funktionsweisen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten

Man unterscheidet drei verschiedene Arten von Sehfehlern: Kurz- und Weitsichtigkeit, HornhautverkrĂŒmmung und Alterssichtigkeit. FĂŒr jede der drei Arten gibt es einen jeweiligen Kontaktlinsentyp.

SphÀrische Kontaktlinsen: Zur Korrektur einer Kurz- oder Weitsichtigkeit

SphĂ€rische Kontaktlinsen eignen sich zur Korrektur von Kurzsichtigkeit (Myopie) und Weitsichtigkeit (Hyperopie). WĂ€hrend die Brechkraft bei einer Kurzsichtigkeit zu stark ausgeprĂ€gt ist, fĂ€llt sie bei einer Weitsichtigkeit zu schwach aus. So kommen bei ersterer Fehlsichtigkeit Zerstreuungslinsen mit einem verdickten Rand und einer dĂŒnnen Mitte zum Einsatz, welche die einfallenden Lichtstrahlen auseinanderlaufen lassen. Hier steht ein negatives Vorzeichen vor dem Dioptriewert. Bei Weitsichtigkeit finden hingegen Sammellinsen mit einer verdickten Mitte und einem dĂŒnnen Rand Verwendung, um die Strahlen zu bĂŒndeln und direkt auf die Netzhaut zu leiten. In diesem Fall befindet sich ein positives Vorzeichen vor dem Dioptriewert. Der Vorteil sphĂ€rischer Kontaktlinsen liegt vor allem darin, dass sie nicht von einem Fachmann angepasst werden mĂŒssen, sodass Betroffene diese problemlos erwerben können, sobald sie den erforderlichen Dioptriewert wissen.

Torische Kontaktlinsen: Zur Korrektur einer HornhautverkrĂŒmmung

Torische Kontaktlinsen werden zur Korrektur von HornhautverkrĂŒmmungen, auch als Astigmatismus oder Stabsichtigkeit gelĂ€ufig, eingesetzt. Eine HornhautverkrĂŒmmung hat eine Fehlleitung der einfallenden Lichtstrahlen zur Folge. Anstatt gebĂŒndelt als Punkt auf die Netzhaut zu fallen, treffen sie als Linie darauf, sodass Betroffene lediglich ein unscharfes Bild erkennen. Um diese BeeintrĂ€chtigung auszugleichen, Ă€hneln torische Kontaktlinsen in ihrem Aufbau ZylinderglĂ€sern. Sobald Betroffene sie in die Augen setzen, richten sie sich automatisch so aus, dass der Korrektionszylinder passend sitzt. Da die VerkrĂŒmmung aber nur in eine Richtung fĂŒr ein unscharfes Bild sorgt, mĂŒssen die Linsen immer gleich ausgerichtet sein. Eine beschwerte Unterseite gewĂ€hrleistet, dass sie immer wieder von allein in die richtige Position rutschen.

Man unterscheidet zwischen außentorischen Linsen fĂŒr die dem Auge abgewandten Seiten, innentorische Linsen fĂŒr die dem Auge zugewandten Seiten und bitorischen Linsen fĂŒr beide Seiten. Neben dem Dioptriewert sind bei torischen Kontaktlinsen auch der Zylinderwert und der Achsenwert von Bedeutung, welche die StĂ€rke und Richtung der VerkrĂŒmmung angeben. Damit es nicht zu einer SchĂ€digung der Augen kommt, sollten ein Optiker die Linsen anpassen.

Multifokale Kontaktlinsen: Zur Korrektur von Alterssichtigkeit

Wenn das Auge im Alter zwischen 40 und 45 Jahren allmÀhlich die FÀhigkeit verliert, nahe Entfernungen zu fokussieren, spricht man auch von Alterssichtigkeit oder Presbyopie. Kommt diese SehschwÀche zu einer bereits vorhandenen Fehlsichtigkeit hinzu, sind spezielle Linsen gefragt. Auch hier kommen Betroffene nicht um den Besuch eines Optikers zur Anpassung herum.

Bifokale Linsen kombinieren zwei SehstĂ€rken in einer einzigen Linse mit zwei optischen Zonen unterschiedlicher Wirkung. WĂ€hrend das Auge beim Blick in die NĂ€he nach unten gedreht und die Linse nach oben geschoben wird, sieht es beim Blick in die Ferne durch die obere optische Zone. Bifokale Linsen verfĂŒgen also sowohl ĂŒber eine Fern- als auch eine Nahkorrektur. Trifokale Modelle besitzen zusĂ€tzlich einen zentralen Bereich fĂŒr Zwischendistanzen. Damit die Linsen stets in der richtigen Position bleiben, sind beide AusfĂŒhrungen genau wie die torischen Linsen im unteren Bereich beschwert. Zwar setzen sich auch Gleitsichtkontaktlinsen aus drei Zonen zusammen, anders als bi- und trifokale Linsen ist die Ausrichtung hier jedoch unwichtig, da die Zonen in konzentrischen Kreisen um die Mitte herum verlaufen.

Linsen in schrillen Farben, zur Korrektur ĂŒber Nacht oder bei Verletzungen

Neben den Kontaktlinsen, die fĂŒr die Korrektur einer SehschwĂ€che getragen werden, gibt es auch besondere Kontaktlinsentypen, etwa fĂŒr kosmetische Zwecke, zur Behebung der SehschwĂ€che ĂŒber Nacht oder bei Verletzungen.

TypverĂ€nderung gefĂ€llig? Kontaktlinsen fĂŒr kosmetische Zwecke

Auch wenn in der Regel eine medizinische Notwendigkeit das Tragen von Kontaktlinsen erfordert, nutzt sie der ein oder andere Verbraucher aus modischen GrĂŒnden. Wer seine Augenfarbe intensivieren oder gar verĂ€ndern möchte, verwendet dafĂŒr Farblinsen ohne Sehkorrektur Besonders zu Karneval, Halloween oder auf Mottopartys sind außerdem Motivlinsen, auch als „Crazy Lenses“ bekannt, in ungewöhnlichen Farben oder in Anlehnung an Tiere wie Reptilien oder Katzen gefragt. UV- und Glow-Linsen leuchten sogar im Dunkeln. HĂ€ufig sind die Linsen mit StĂ€rke erhĂ€ltlich, sodass sie auch Verbraucher mit einer SehschwĂ€che tragen können.

Da der Farbaufdruck das Gesichtsfeld jedoch enorm einschrĂ€nkt, sind diese Art Kontaktlinsen nur bedingt empfehlenswert. Besonders beim Autofahren ist das Tragen von Motivlinsen sehr gefĂ€hrlich. DarĂŒber hinaus ist die SauerstoffundurchlĂ€ssigkeit der Linsen durch die aufgedruckte Farbschicht vermindert, was Reizungen oder EntzĂŒndungen zur Folge haben kann.

Alles OK? Ortho-K-Linsen zur Sehkorrektur ĂŒber Nacht

Die formstabilen orthokeratologischen Linsen, auch Ortho-K- oder OK-Linsen, können leichte Sehfehler, vor allem Kurzsichtigkeiten bis etwa minus 4,5 Dioptrien, ĂŒber Nacht korrigieren, sodass es nicht nötig ist, sie tagsĂŒber zu tragen. Verbraucher setzen sie einfach vor dem Schlafengehen ein. Nach drei bis fĂŒnf Tagen erreichen sie in der Regel die gewĂŒnschte SehschĂ€rfe, die dann fĂŒr 5 bis 12 Stunden anhĂ€lt. Das gelingt ĂŒber eine Hornhautverformung mithilfe der speziellen Form. Eine strenge medizinische Kontrolle ist hier unbedingt notwendig, da eine falsche Linse die Hornhaut beschĂ€digen könnte. Sobald die Linsen nicht mehr zum Einsatz kommen, lĂ€sst die Wirkung nach, und die Hornhaut bildet sich langsam wieder in ihre ursprĂŒngliche Form zurĂŒck.

Therapie fĂŒr die Augen? Verbandslinsen bei Verletzungen

Bei Verbandslinsen oder therapeutischen Kontaktlinsen handelt es sich um weiche Speziallinsen, die aus medizinischen GrĂŒnden, etwa bei Verletzungen der Hornhaut durch Verbrennungen oder VerĂ€tzungen sowie nach einer Operation, vom Augenarzt verordnet werden. Manche therapeutischen Linsen sind zur UnterstĂŒtzung des Heilungsprozesses mit einem medizinischen Wirkstoff angereichert, andere dienen lediglich als Schutz, beispielsweise vor Schmutz. Sie werden durchgehend, also Tag und Nacht, getragen. RegelmĂ€ĂŸige Untersuchungen stellen sicher, dass die Linsen richtig sitzen, vertrĂ€glich sind und positiv zur Heilung beitragen.

Tipps und Tricks fĂŒr die Nutzung von Kontaktlinsen

Gerade als ErsttrĂ€ger ist es wichtig, vom Augenarzt oder Optiker eine Anpassung der Kontaktlinsen durchfĂŒhren zu lassen. ZunĂ€chst einmal fragt der Augenarzt nach den WĂŒnschen des TrĂ€gers und bespricht diese mit ihm; anschließend misst der Spezialist die Hornhaut mit speziellen Messinstrumenten. HĂ€ufig erhalten Neulinge vorerst Probelinsen. Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung werden die Linsen dann speziell an die BedĂŒrfnisse des TrĂ€gers angepasst. Aufgrund der Gefahr, dass das Auge dauerhaft unterversorgt wird, sind regelmĂ€ĂŸige Kontrollen nötig. Sollten sich Kratzer oder TrĂŒbungen auf der Linse befinden oder falls die Augen jucken, trĂ€nen oder gar schmerzen, ist es an der Zeit fĂŒr einen Wechsel.

So funktioniert das Auf- und Absetzen der Linsen

Kontaktlinsenerstanwender kĂ€mpfen anfangs hĂ€ufig mit BerĂŒhrungsĂ€ngsten. Mit der Zeit wird die Nutzung jedoch zur Routine. Hier eine Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung fĂŒr das Einsetzen ins Auge:

  1. Waschen Sie Ihre HĂ€nde grĂŒndlich, bevor Sie die Linsen anfassen.
  2. Stellen Sie sich vor einen Spiegel und setzen Sie die Linse auf die Kuppe des Zeigefingers.
  3. Ziehen Sie das Unterlid mit dem Mittelfinger der gleichen Hand nach unten und greifen Sie mit der anderen Hand das Oberlid, um es in die entgegengesetzte Richtung zu ziehen.
  4. Setzen Sie mit Blick auf ihren Mittelpunkt die Kontaktlinse auf Ihre natĂŒrliche Linse.
  5. Sobald sich die Linse im Auge befindet, können Sie langsam Ihre Augen schließen.
  6. FĂŒr die perfekte Positionierung hilft ein leichtes Blinzeln.

Beim Herausnehmen blicken Anwender nach oben und ziehen gleichzeitig das untere Lid nach unten. Nachdem sie die Linse mit der Kuppe des Zeigefingers nach unten gedrĂŒckt haben, können sie diese mit leichtem Druck von Daumen und Zeigefinger entfernen.

Folgende Tipps und Regeln sollten Sie ebenfalls beachten:

  • Ein Kontaktlinsensauger hilft beim Einsetzen, indem er die Linse platziert, sodass der TrĂ€ger seine Finger nicht zu Hilfe nehmen muss.
  • Um zu verhindern, dass die Linsen durch den Abfluss verschwinden, hilft ein kleines Gummisieb beziehungsweise eine Auffangmatte, die darĂŒber platziert wird.
  • Beachten Sie immer die vorgesehen Tragedauer, da das Auge andernfalls Schaden nehmen kann.
  • Vertauschen Sie die jeweils auf das linke und rechte Auge abgestimmten Kontaktlinsen nicht.
  • Achten Sie darauf, dass keine Make-up-, Puder- oder Glitzer-Partikel auf die Linsen kommen, da schon die kleinsten RĂŒckstĂ€nde zu Reizungen fĂŒhren können.

So behalten KontaktlinsentrÀger eine klare Sicht

Nach einiger Zeit setzen sich auf der KontaktlinsenoberflĂ€che Schmutzpartikel und Ablagerungen ab, welche die Sicht stören. Daher ist die Kontaktlinsenpflege nicht zu vernachlĂ€ssigen. Es wird empfohlen, die Linsen einmal pro Woche grĂŒndlich zu reinigen. Um alle Bakterien und Ablagerungen zu entfernen, ist es außerdem ratsam, tĂ€glich ein Pflegemittel mit Peroxid zu benutzen. Nach einer Einwirkzeit von mindestens sechs Stunden werden die Linsen mit einer Kochsalzlösung gespĂŒlt. Es bietet sich an, die Linsen vor dem Schlafengehen in die Kochsalzlösung zu legen, sodass sie ĂŒber Nacht gereinigt werden. Auch wenn die Linsen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum, beispielsweise ĂŒber eine Woche, nicht zum Einsatz kamen, empfiehlt es sich, diese erneut zu sĂ€ubern.

Kein Wasser verwenden!

Da im Wasser unter anderem Bakterien und Keime vorkommen, und es zudem aus einer Zusammensetzung besteht, welche die empfindlichen Augen reizen kann, ist es zum AusspĂŒlen der Kontaktlinsen ungeeignet.

Schließlich kommt es auf die richtige Lösung an:

  • Aufbewahrungslösung: Zur zwischenzeitlichen Aufbewahrung werden die Linsen in einen BehĂ€lter gegeben, der eine Lösung zur Desinfektion und Bewahrung der Benetzbarkeit enthĂ€lt.
  • OberflĂ€chenreiniger: Dieses Mittel entfernt Fett- und Schmutzablagerungen von der LinsenoberflĂ€che und sollte tĂ€glich zum Einsatz kommen.
  • Kochsalzlösung: Nach der OberflĂ€chenreinigung verwenden TrĂ€ger diese sterile FlĂŒssigkeit zum AbspĂŒlen. Sie ist jedoch nicht fĂŒr die Aufbewahrung der Linsen geeignet.
  • Peroxidlösung: Eine Peroxidlösung dient der Desinfektion nach dem tĂ€glichen Gebrauch. Sie ist insbesondere fĂŒr empfindliche Augen ratsam, da sie keine Konservierungsstoffe enthĂ€lt. Anschließend bedarf es einer Neutralisation, etwa durch Tabletten.
  • Kombilösung: Da diese Lösung alle PrĂ€parate zur Reinigung, Desinfektion und Aufbewahrung vereint, verringert sie den Pflegeaufwand.
  • Nachbenetzlösung: Die Tropfen, fĂŒr gewöhnlich in kleinen Flaschen oder Ampullen erhĂ€ltlich, versorgen die Augen zusĂ€tzlich mit Feuchtigkeit.

Im KontaktlinsenbehĂ€lter sind die Linsen vor Verschmutzungen und Bakterien geschĂŒtzt. Er bedarf ebenfalls einer regelmĂ€ĂŸigen Reinigung, bestenfalls wöchentlich, mit steriler Aufbewahrungs- oder Kochsalzlösung. Alle drei Monate sollte er ausgewechselt werden.