Online-Banken

Die besten Online-Banken im Vergleich

Thomas Güth
Platz Produkt Bewertung
1 Commerzbank 4,84
2 Targobank 4,81
3 ING-DiBa 4,76
4 DKB 4,70
5 Postbank 4,70
6 comdirect 4,70
7 Consorsbank 4,55

Kontoführung & Gebühren

Sicherheit

Hilfe & Support

Zusatzleistungen

Bei diesen Internetbanken empfiehlt sich ein Girokonto

    Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt zwei Arten von Online-Banken: Direktbanken,die ihre Produkte ausschließlich online anbieten, und während Filial-Banken, die das klassische System durch ein Online-Angebot erweitern.
  • Das Angebot an mobilen Lösungen für das Banking ist bei Direktbanken meist stärker ausgeprägt als bei Filial-Banken mit Online-Angebot.

Unsere Vergleichssieger

Die Konkurrenz unter den Online-Banken ist groß, und das belebt das Geschäft. Keines der Angebote leistet sich große Schwächen.

Der erste Platz in unserem Online-Banken-Vergleich gebührt der Commerzbank. Das kostenlose Girokonto fordert keinen monatlichen Mindestgeldeingang und gewährt seinen Kunden obendrein ein Startguthaben von 100 Euro.

Die Targo Bank, eine reine Direktbank, erringt Platz zwei. Die Privatbank aus Düsseldorf zeichnet sich durch ein breit aufgestelltes Angebot und eine hohe Sicherheit bei moderaten Gebühren aus.

Drittplatziert ist schließllich die ING-DiBa. Diese Online-Bank berechnet für ein Tagesgeldkonto keine Kontoführungsgebühren. Zudem verfügt die ING-DiBa über ein dichtes Netz aus Geldautomaten.

1. Wofür benötige ich die Online-Banken?

Die Art und Weise wie Bankgeschäfte abgewickelt werden, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben den klassischen Filialbanken gibt es mittlerweile auch Online-Banken. Für den Verbraucher ist es wichtig, zu wissen, wie gut – und wie sicher – Internetbanken wirklich sind und was genau sie leisten.

Bis vor wenigen Jahren zeichnete sich Deutschland durch eine große Dichte von Filialbanken aus. Ein Online-Bankkonto erschien nicht zwingend nötig. Inzwischen haben sich die Verhältnisse geändert. In vielen Dörfern gibt es keine Bankfiliale mehr, in der Kunden Geld vom Girokonto abheben und ihre Bankgeschäfte erledigen könnten.

Hinzu kommt die Tatsache, dass das Internet inzwischen so gut in das Alltagsleben integriert ist, dass die sofortige Erreichbarkeit von Internetbanken ein zugkräftiges Argument selbst gegenüber der nächsten Filialbank vor Ort darstellt. Girokonten bei Online-Banken sind damit in vielen Gegenden die beste Möglichkeit geworden, Finanzgeschäfte schnell und einfach zu erledigen. Der Weg zur nächsten Filiale der Bank erübrigt sich.

Ferner liegen die Kosten für Girokonten oftmals unter denen der Filialbanken. Dies hat einen einfachen Grund: Da Online-Banken kein Geld für die Unterhaltung von Filialen benötigen, können sie eine ganz andere Kostenplanung vornehmen. Diese Ersparnis wird häufig in Form niedriger Gebühren für die Kontoführung, höherer Zinsen für Tagesgeld- und Festgeldkonten sowie niedriger Zinsen für den Dispokredit an die Kunden weitergegeben. Dies gilt vor allem für ein Girokonto bei einer reinen Direktbank, die keine eigene Filiale betreibt.

Sicherheit
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Dem Wunsch der Kunden nach Online-Banking entzieht sich kaum noch eine Bank.

2. Die Leistungen der Online-Banken

Beim Online-Banking spielen die Uhrzeit und der Ort, an dem sich Kunden befinden, keine Rolle. Den Kontostand einsehen, Überweisungen durchführen, Daueraufträge erstellen, das alles ist auch nachts möglich. Zudem funktioniert die Authentifizierung bei der Eröffnung eines Kontos oder bei der Antragsstellung für einen Kredit anders. Auch ein umfangreiches Angebot an Anwendungen für mobile Endgeräte kommt dem Wunsch vieler Kunden nach mehr Flexibilität entgegen. Gerade in diesem recht jungen Trend unterscheiden sich viele Internetbanken.

Kunden müssen bei der Entscheidung für eine Online-Bank stets abwägen, was für sie persönlich wichtig ist. Benötigen sie die Bank nur für ein Girokonto, möchten sie auch einen Sparplan abschließen oder einen Baukredit aufnehmen? Gerade bei größeren Investitionen lohnt sich die Vor-Ort-Beratung, die Direktbanken naturgemäß nicht anbieten. Dafür sind die Konditionen im Bereich der Sparanlagen und der Konten bei den Direktbanken für Verbraucher oft wesentlich besser.

3. FinTech

Seit einigen Jahren macht der Begriff FinTech auf sich aufmerksam. Das Kunstwort setzt sich aus den Begriffen „financial services“ und „technology“ zusammen und bezeichnet die Gesamtheit moderner Technologien der Finanzdienstleistungsbranche. Besonders Start-ups haben dieses Segment in jüngster Zeit geprägt und setzen mit ihren innovativen Lösungen, die sich stark auf den mobilen Bereich fokussieren, die etablierte Finanzbranche unter Druck. Diese antwortet ihrerseits mit Anwendungen für mobile Endgeräte. 

FinTech
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Mehr Flexibilität: Der mobile Trend macht auch vor den Banken nicht halt.

Der Online-Banken-Vergleich zeigt, dass vor allem die Direktbanken in diesem Eifern um die Gunst der Kunden die Nase vorn haben. So gehören zwar Banking-Apps, mit denen Kunden auf ihre Konten unterwegs zugreifen können, mittlerweile bei allen Banken zum Standard-Angebot, einige Banken führen die Möglichkeiten von Smartphone und Co allerdings noch weiter und nutzen beispielsweise die Fingerabdruck-Scanner zur Autorisierung von Transaktionen.

Manche Anwendungen erleichtern die Überweisung von Geld oder von fälligen Rechnungen: Mit der Kamera des Smartphones werden Rechnung gescannt, und das Programm füllt daraufhin einen Überweisungsträger aus. Das lästige Abtippen langer IBANs fällt damit weg, und zudem verringern sich Fehler beim Übertragen der langen Nummern.

So vergleichen wir

Für die Bewertung der Online-Banken haben wir uns hauptsächlich auf die Konditionen bezüglich des Online-Kontos konzentriert. Daneben spielen aber auch Kriterien wie der Service der Bank und der Umfang anderer Leistungen wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten eine Rolle.

Folgende Banken sind im Online-Banken-Test vertreten:

Targobank | ING Diba | DKB | Postbank | Comdirect | Consorsbank

Kontoführung & Gebühren

Die Höhe der monatlichen Kontoführungsgebühren und die Kosten für eventuelle Kreditkarten können je nach Bank stark variieren. Besonders augenfällig bei vielen Internetbanken ist, dass sie gar keine Gebühren für das Führen des Girokontos berechnen beziehungsweise dass sie das Konto ab einem bestimmten monatlichen Grundentgelt – einer festen Einzahlung wie etwa einem Gehalt – kostenfrei anbieten.

Ein weiterer wichtiger Faktor in der Bewertung des Girokontos sind die Konditionen für einen Dispokredit. Die Dispozinsen für Dispositionskredite liegen in Deutschland auf einem hohen Niveau. Je nach Bank schwankt jedoch der Dispozins sehr stark.

Network
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Alles aus einer Hand. Mit einem Online-Konto verwalten Kunden ihr Konto nicht nur bequem, sondern bezahlen auch wann und wo sie wollen.

Gerade die Dispozinsen bieten damit einen guten Vergleich für die Angebote der verschiedenen Online-Banken, da sich beim Dispozins deutlich die Spreu vom Weizen der Banken trennt. Eine gute Bank erkennt man auch online am besten daran, wie hoch die Kosten sind, welche ihre Kunden für die verschiedenen Dienstleistungen wie etwa einer Kreditkarte zahlen müssen.

Sicherheit

Eine sichere SSL-Verschlüsselung auf höchstem internationalen Standard ist im Bereich der Internetbanken Pflicht. Neben diesem Aspekt werben viele Online-Banken mit Sicherheits-Garantieversprechen. Unter dem Aspekt Sicherheit ist für Kunden zudem relevant, welches TAN-Verfahren die Bank zur Verifizierung von Online-Transaktionen einsetzt. Denn hier gibt es zahlreiche und in ihrer Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit stark variierende Verfahren.

Die Klassiker

Diese TAN-Verfahren finden Verbraucher bei fast allen Internetbanken. Sie zählen inzwischen zu den Standards der Branche und sollten bei jeder Online-Bank zu finden sein.

iTAN

Kunden erhalten von der Bank eine Liste mit indizierten TAN-Nummern, mit denen Transaktionen bestätigt werden.

eTAN

Bei einer Transaktion erhalten Kunden einen Code, der in ein kleines Gerät eingegeben werden muss, welches daraufhin eine TAN generiert

mTAN

Nach einer Transaktionsabfrage wird bei diesem Verfahren eine TAN per SMS an den Kunden gesendet. Daher wird häufig auch von smsTAN gesprochen.

chipTAN

Ähnlich dem eTAN-Verfahren erhalten Kunden ein Gerät von der Bank, mit dem eine TAN generiert wird. Hierzu wird die Bankkarte des Kunden benötigt.

Die Mobilen

Das Thema Mobile Banking gewinnt mit der Verbreitung mobiler Endgeräte an Bedeutung. Um es sicher und vor allem bequem benutzen zu können, bieten Online- und vor allem Direktbanken andere TAN-Verfahren an, die sich der mobilen Nutzung besser erschließen als die üblichen Online-Methoden, die vornehmlich für den stationären Einsatz konzipiert wurden.

pushTAN

Im Fall einer Transaktionsabfrage bestätigten Bankkunden hier die Transaktion über eine App auf ihrem Mobilgerät.

photoTAN

Ebenfalls eine mobiles Verfahren, bei dem ein Bild-Code generiert wird, den eine Applikation oder ein Lesegerät dann in eine TAN umwandeln.

Touch-ID

Dieses Verfahren nutzt die Touch-ID-Sensoren, über die einige Mobilgeräte verfügen. Kunden bestätigen Transaktionen hier einfach über den eigenen Fingerabdruck.

Für Individualisten

HBCI

Steht für Homebanking Computer Interface. Kunden benötigen hierfür ein Kartenlesegerät und eine separate Finanzsoftware, über die sie sich bei ihrem Bankinstitut anmelden. Die Methode ist für Verbraucher teurer, weil sie Software und Lesegerät selbst bezahlen, bietet allerdings auch den Vorteil, über die Software mehrere Konten zu verwalten, und gilt allgemein als äußerst sicher.

Hilfe & Support

Da Online-Banken oft Direktbanken sind, die keine Filialen unterhalten, ist die Erreichbarkeit des Kundenservice der Bank natürlich ein wichtiges Kriterium. Doch Online-Banken können mittlerweile viel mehr. Die FinTech-Industrie bereichert Kunden mit neuen Möglichkeiten, Banking bequem in jede Situation des Alltags zu integrieren. So gibt es Apps für Smartphones, die es erlauben, Rechnungen zu fotografieren und dadurch eine Überweisung auszufüllen. Auch das Bestätigen von Transaktionen über den Fingerabdruck auf dem Smartphone kann beim Online-Banking über mobile Geräte durchgeführt werden.

Zusatzleistungen

Wer Geld braucht und einen Kredit bei einer Filialbank beantragt, muss oft mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen bis zu einem Kreditentscheid seitens der Bank warten. Bei Online-Banken geht dieser Entscheidungsprozess deutlich schneller vonstatten. Hier erfolgt oft binnen weniger Minuten, manchmal sogar innerhalb von 30 Sekunden, die Entscheidung der Bank, ob diese den Kredit und somit Geld an den Antragssteller vergeben möchte.

Damit wird im Bedarfsfall ein Kredit, sei es ein Raten- oder Autokredit, oftmals viel schneller gewährt. Zudem haben Kunden die Option, zusätzlich zum Girokonto auch Festgeld- oder Tagesgeldkonten anzulegen. In einigen Fällen gewähren die Banken ein solches Festgeld- oder Tagesgeldkonto gratis zum Girokonto dazu.