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Sterbegeldversicherungen

Die besten Sterbegeldversicherungen im Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung
1 Monuta 4,85
2 Allianz 4,76
3 LVM 4,20
4 DEVK 4,00
5 Ergo Direkt 3,93
6 HUK 3,85

Angebot und Leistung

Konditionen

Zahlungsbedingungen

Hilfe und Support

Todesfall absichern, Familie finanziell entlasten

    Das Wichtigste in Kürze
  • Sterbegeldversicherungen sind dazu gedacht, für die eigene Bestattung vorzusorgen und die Angehörigen zu entlasten.
  • Viele Sterbegeldversicherungen sind ohne Gesundheitsprüfung abschließbar.
  • Es gibt Sterbegeldversicherungen mit sehr hohem maximalen Eintrittsalter.
  • Der Versicherungsnehmer hat die Wahl zwischen unterschiedlich hohen Versicherungssummen – dadurch sind die zu zahlenden Tarife sehr flexibel.

Bei einer Sterbegeldversicherung, handelt es sich um eine Art der Lebensversicherung, die dazu gedacht ist, für die eigene Bestattung vorzusorgen und damit die Angehörigen zu entlasten. Früher wurde diese Art der Versicherung aufgrund ihrer vergleichsweise niedrigen Versicherungssumme auch als Klein-Lebensversicherung bezeichnet.

Beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung legt der Versicherungsnehmer – die Person, welche den Vertrag eingeht und die Beiträge bezahlt – fest, wer nach dem Tod der versicherten Person die Versicherungsleistung erhalten soll; das muss keineswegs der Versicherungsnehmer selbst sein. Der festgelegte Empfänger der Versicherungssumme wird als Bezugsberechtigter bezeichnet.

junge Hände halten eine alte Hand
Kaum jemand möchte seine Angehörigen nach seinem Tod zusätzlich zur Trauer noch finanziell belasten.

Legt der Versicherungsnehmer keine bezugsberechtigte Person fest, gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten:

  • Ist der Versicherungsnehmer nicht gleichzeitig auch der Versicherte, so erhält er nach dem Tod der versicherten Person die Versicherungssumme.
  • Handelt es sich bei Versicherungsnehmer und Versichertem um ein und dieselbe Person, so wird die Versicherungssumme nach dessen Tod an die Erben ausgezahlt.

1. Wozu wird eine Sterbegeldversicherung benötigt?

Bis zum Ende des Jahres 2003 wurde von den gesetzlichen Krankenkassen ein Sterbegeld an die Hinterbliebenen ausgezahlt, um diese bei den Bestattungskosten finanziell zu unterstützen. Vor knapp 20 Jahren betrug das gesetzliche Sterbegeld noch 3.100 Euro, bevor es immer weiter gekürzt und zum Jahr 2004 schließlich ganz abgeschafft wurde. Diesen Wegfall nutzen natürlich besonders Versicherungsunternehmen, um ihre jeweiligen Sterbegeldversicherungen zu bewerben. Schließlich ist eine Alternative zum gesetzlichen Sterbegeld notwendig, um den Bürgern nach ihrem Tode ein würdevolles Begräbnis zu ermöglichen, ohne damit die Hinterbliebenen in Schulden zu stürzen.

Bestattungskosten
Im Rahmen einer würdigen Bestattung kommt schnell eine hohe Summe zusammen.

Viele Menschen vermeiden es allerdings, sich mit Sterbeversicherungen und dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzten, da der bloße Gedanke ihnen ein beklemmendes Gefühl bereitet – so als provozierten sie damit unnötigerweise den Tod. Dabei ist diese Art der Vorsorge schlicht vernünftig und eine Sterbeversicherung kann zudem den nächsten Angehörigen die finanzielle Belastung erleichtern oder sogar ganz abnehmen.

2. Welche Alternativen gibt es zur Sterbegeldversicherung?

Sterbegeldversicherungen sind allerdings nicht ganz unumstritten. Teilweise wird in den Beratungs- und Testportalen von dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung abgeraten, da Alternativangebote wie beispielsweise Risikolebensversicherungen vergleichbare Leistungen zu kundenfreundlicheren Konditionen bieten.

Die Frage, ob der Abschluss einer Sterbegeldversicherung sinnvoll ist oder nicht, lässt sich aber nicht so einfach und pauschal beantworten. Dies hängt nämlich vor allem von den persönlichen Möglichkeiten und Vorstellungen der jeweiligen Person ab.

Kleingeld Stapel
Für eine Bestattung wird in jedem Falle eine größere Summe Geld benötigt.

Mögliche Alternativen zur Sterbegeldversicherung, welche sich für den ein oder anderen durchaus lohnen könnten, sind unter anderem folgende:

Banksparpläne

In verschiedenen Medien wird häufig dazu geraten, anstelle einer Sterbegeldversicherung ganz einfach monatlich einen bestimmten Betrag zur Seite zu legen. Ein möglicher Nachteil dabei: Tritt der Todesfall – etwa durch einen Unfall – früher ein als erwartet, ist möglicherweise nicht genug Geld angespart. Sterbegeldversicherungen hingegen zahlen bei einem Unfalltod der versicherten Person in der Regel die volle Versicherungssumme aus.

Risikolebensversicherung

Sehr häufig wird eine Risikolebensversicherung als günstigere Alternative zur Sterbegeldversicherung genannt. Grundsätzlich ist die Aussage, dass diese im Normalfall bessere Konditionen bietet, auch richtig. Doch auch hier kommt es auf die individuellen Umstände an. Menschen in einem fortgeschrittenen Alter, die bezüglich Gesundheitsfragen vorbelastet sind, haben teilweise gar nicht die Möglichkeit, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, da sie durch die Gesundheitsprüfung ausgeschlossen werden oder ihr Alter bereits über dem höchstmöglichen Versicherungsablauf liegt. Der Abschluss einer Sterbegeldversicherung ist oftmals auch im hohen Alter noch möglich.

Steuern sparen

Hinterbliebene haben die Option, die Bestattungskosten des Angehörigen von der Steuer abzusetzen. Allerdings ist dies nur dann möglich, wenn der Nachlass des Verstorbenen nicht ausreicht, um die Kosten zu decken. Zudem ist dringend zu beachten, dass die Hinterbliebenen sich bei dieser Alternative mit den eigenen Mitteln um die anfallenden Kosten kümmern müssen.

Private Versicherungen

Im Falle eines Unfalltodes der versicherten Person wird Sterbegeld alternativ auch von einer privaten Unfallversicherung ausgezahlt. Ebenso zahlen private Risikolebens- sowie Kapitallebensversicherung nach dem Tod der versicherten Person die Versicherungssumme aus. Doch auch hier muss jeder Interessent individuell nachprüfen, ob eine private Versicherung tatsächlich günstiger für ihn ausfällt beziehungsweise, ob eine solche überhaupt für ihn in Frage kommt.

Dies sind nur einige der bekannteren Optionen, um für die eigene Bestattung vorzusorgen. Die Wahl der passenden Möglichkeit ist jedoch eine sehr persönliche Entscheidung, welche individuell zu treffen ist, und keine Frage, die pauschal für jeden Menschen beantwortet werden kann.

3. Die Vorteile einer Sterbegeldversicherung

Dementsprechend kann eine Sterbegeldversicherung auch keineswegs grundsätzlich als schlechte Wahl bezeichnet werden. Zudem ist zu beachten, dass Sterbegeldversicherung nicht gleich Sterbegeldversicherung ist. Die Angebote an Sterbegeldversicherungen verschiedener Versicherer unterscheiden sich teilweise erheblich in ihren enthaltenen Leistungen und Konditionen. Unter den richtigen Umständen hat eine solche Versicherung einige fundamentale Vorteile vorzuweisen:

  • Viele Sterbegeldversicherungen sind ohne Gesundheitsprüfung abschließbar.
  • Es gibt Sterbegeldversicherungen mit sehr hohem maximalen Eintrittsalter.
  • Der Versicherungsnehmer hat die Wahl zwischen unterschiedlich hohen Versicherungssummen – dadurch sind die zu zahlenden Tarife sehr flexibel.
  • Teilweise sind darin Sonderleistungen wie etwa eine Testaments- oder Bestattungsberatung enthalten, die beispielsweise eine Risikolebensversicherung im Normalfall nicht bietet.

4. So vergleichen wir

Ob eine Sterbeversicherung sinnvoll und lohnend ist, muss jeder Interessent individuell für sich selbst entscheiden, indem er jeweils die Vor- und Nachteile abwägt. Wer sich für eine Sterbegeldversicherung entscheidet, sollte in jedem Fall darauf achten, dass einerseits die Kosten und Beiträge des gewählten Tarifs in einem günstigen Verhältnis zueinander stehen und dass andererseits die Versicherungsbedingungen verbraucherfreundlich sind und die Versicherungssumme ausreichend ist. Um einen besseren Überblick über das vorhandene Angebot an Sterbegeldversicherungen zu ermöglichen, haben wir Sterbegeldversicherungen bekannter Versicherer getestet und miteinander verglichen. Dafür wurden vier relevante Bewertungspunkte ausgewählt, in welchen sich die getesteten Sterbegeldversicherungen beweisen müssen.

Angebot & Leistung

Die verschiedenen Versicherungsunternehmen unterscheiden sich teilweise erheblich in ihren Angeboten. So stellen einige Sterbegeld-Versicherer ihren Kunden eine breitgefächerte Auswahl an verschiedenen Tarifen mit diversen Zusatzpaketen und -optionen zur Verfügung, während bei anderen lediglich die Versicherungssumme der Sterbegeldversicherung variiert werden kann. Hier bleibt zu beachten, dass ein vielseitiges und umfangreiches Angebot nicht automatisch positiv ist. Schlimmstenfalls könnte eine zu breitgefächerte Produktpalette an Tarifen mit unterschiedlichen Leistungen den potenziellen Versicherungsnehmer auch verunsichern.

Ältere Menschen unterzeichnen Vertrag
Bevor er einen Vertrag unterschreibt, sollte der Versicherungsnehmer verschiedene Angebote vergleichen.

Neben dem Umfang des Angebots der Sterbegeldversicherung ist die Höhe der wählbaren Versicherungssumme von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Daher sollten sich künftige Versicherungsnehmer vorher genau überlegen, wie hoch die jeweilige Versicherungssumme ausfallen sollte, um mit der Sterbegeldversicherung die Kosten der gewünschten Bestattung zu decken.

Die meisten Sterbegeldversicherungen beinhalten in ihrer Leistung einen Versicherungsschutz bis zum Todeseintritt. Bei einem Unfalltod der versicherten Person wird in der Regel die volle Versicherungssumme ausgezahlt – unabhängig von der Wartezeit. Einige Versicherungen garantieren in ihren Sterbgeldeversicherungen darüber hinaus zusätzliche Leistungen wie etwa eine Testaments- oder Bestattungsberatung.

Neben den genannten Punkten werden in der Bewertungskategorie „Angebot und Leistung“ zudem folgende Fragen beantwortet:

  • Werden Überschüsse ausgezahlt, und wenn ja, wie erfolgt die Auszahlung?
  • Verpflichtet die Sterbegeldversicherung zur Festlegung auf einen Bestatter?
  • Über welche Zeitspanne sind die Beiträge der Sterbegeldversicherung zu bezahlen?
  • Besteht die Möglichkeit, die im Vertrag festgelegte Versicherungssumme zu erhöhen?

Konditionen

Abseits von Angebot und Leistung unterscheiden sich die einzelnen Sterbegeldversicherungen teilweise auch stark in ihren Konditionen. Dazu gehört beispielsweise die Wartezeit, während welcher nicht die volle Versicherungssumme ausgezahlt wird. Bei Sterbegeldversicherungen, die für alle angebotenen Tarife eine Gesundheitsprüfung voraussetzen, entfällt diese beispielsweise komplett. Bei Versicherungen ohne Gesundheitsprüfung beträgt die Wartezeit meist drei Jahre. In der Regel ist der Unfalltod des Versicherten von der Wartezeit der Sterbegeldversicherung ausgenommen.

Außerdem wird unter diesem Punkt geprüft, in welchem Alter die jeweilige Sterbegeldversicherung abgeschlossen werden kann. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den getesteten Angeboten. So liegt das maximale Eintrittsalter bei der einen Sterbegeldversicherung bei 70 Jahren, während es bei einer anderen Sterbegeldversicherung möglich ist, sie noch in einem Alter über 90 Jahren abzuschließen. Mit dem Mindesteintrittsalter verhält es sich ganz ähnlich.

Zahlungsbedingungen

Unter dem Bewertungspunkt „Zahlungsbedingungen“ prüft die Redaktion unter anderem, welche Zahlungsweisen die verschiedenen Versicherungsunternehmen anbieten und ob sich diese auf die Beitragshöhe der Sterbegeldversicherungen auswirken. So gibt es beispielsweise Anbieter, bei welchen eine jährliche Beitragszahlung günstiger ist als eine monatliche Begleichung des Beitrags. Andere Anbieter stellen für ihre Sterbegeldversicherungen dagegen lediglich eine mögliche Zahlungsweise zur Verfügung. Zu den gängigen laufenden Zahlungsweisen gehören

  • die monatliche Betragszahlung,
  • die vierteljährliche Betragszahlung,
  • die halbjährliche Beitragszahlung sowie
  • die jährliche Beitragszahlung.

Zudem bieten viele der getesteten Sterbegeldversicherungen die Zahlung als Einmalbeitrag an. Dabei begleicht der Versicherungsnehmer den Beitrag für die gesamte Versicherungsdauer im Voraus in einer einzigen Zahlung. Darüber hinaus wird geprüft, ob der Versicherer dem Kunden die Möglichkeit anbietet, die Zahlungsweise nachträglich zu ändern. Bei einigen Sterbegeldversicherungen ist es unter bestimmten Voraussetzungen – meist fällt darunter eine Mindesthöhe der verbleibenden Versicherungssumme – außerdem möglich, die bestehende Versicherung in eine beitragsfreie Versicherung umzuwandeln.

Hilfe & Support

Der Abschluss einer Sterbegeldversicherung ist für viele Menschen keine einfache Entscheidung. Daher sind eine kompetente Beratung und ein umfangreiches Angebot verschiedener Support-Möglichkeiten besonders wichtig. Unter dem Bewertungskriterium „Hilfe & Support“ wird geprüft, welche Optionen dem Kunden oder Interessenten zur persönlichen Kontaktaufnahme zur Verfügung stehen, wann der Support der Sterbegeldversicherung erreichbar ist und welche Hilfsmöglichkeiten Kunden auf der Homepage des Versicherungsunternehmens finden. So sollte der Kunde beziehungsweise Interessent sich in jedem Fall per E-Mail oder Telefon an einen Mitarbeiter des Unternehmens wenden können. Im Idealfall ist die Telefon-Hotline der Versicherung kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Außerdem ist eine schnelle, freundliche und kompetente Antwort auf eine E-Mail sehr wünschenswert – lange Wartezeiten oder gar ganz ausbleibende Rückmeldungen sind schlicht nicht akzeptabel für eine Sterbegeldversicherung und führen zu Abwertungen im Vergleich.

Einige Versicherer stellen zudem einen Live-Chat sowie die Option, einen persönlichen Berater in der näheren Umgebung zu suchen, zur Verfügung. Besonders bei allgemeinen Fragen kann in vielen Fällen schon ein FAQ-Bereich auf der Internetseite der Versicherung weiterhelfen. Sehr hilfreich ist es außerdem, wenn Kunden auf der Homepage des Versicherungsunternehmens auf eine Sammlung wichtiger Formulare etwa zur Adressänderung oder zur Änderung der Zahlungsweise der Lebensversicherung zugreifen können. Einige Anbieter stellen ihren Kunden außerdem ein Forum bereit, in welchem sie untereinander Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig weiterhelfen können.

Telefonsupport
Bei diesem sensiblen Thema ist eine kompetente und freundliche Beratung besonders wichtig.

Die Bewertung

Diese vier Bewertungs-Kategorien dienen dazu, Interessenten die Vor- und Nachteile der verschiedenen Angebote aufzuzeigen und ihnen die Auswahl zwischen den verschiedenen Sterbegeldversicherungen zu erleichtern. Unter jedem Testbericht hat die Redaktion noch einmal die wichtigsten Punkte zu der jeweiligen Sterbegeldversicherung zusammengefasst. Die getestete Versicherung kann in jeder Bewertungskategorie zwischen null und fünf Punkten erreichen. Die gesammelten Punkte werden am Ende zusammengezählt. Aus ihrem Mittelwert ergibt sich dann die Gesamtbewertung und damit auch die Rangliste der Sterbegeldversicherungen.

Besonders überzeugt hat im Vergleich der Sterbegeldversicherungen die Sterbegeldversicherung von Monuta, die mit ihren Zusatzleistungen und den variablen Versicherungstarifen begeistert. Doch auch die zweitplatzierte Sterbegeldversicherung der Allianz und die Sterbegeldversicherung der LVM auf dem dritten Platz sind dank toller Leistungsangebote, verständlichen Tarifen und Konditionen besonders empfehlenswert. Grundsätzlich sollten sich Interessenten genau informieren und die Bedingungen der Sterbegeldversicherungen vergleichen. Besonders Interessant ist eine Sterbegeldversicherung für kranke oder alte Menschen, bei denen das Ersparte nicht für eine Beerdigung reicht.

5. Todesfall in der Familie – Was muss nun alles geregelt werden?

Ob er unerwartet eintritt oder die Angehörigen sich darauf vorbereiten konnten: Für den Tod ist niemand jemals wirklich bereit. Es ist jedoch von großer Wichtigkeit, dass bereits frühzeitig nach dem Eintritt eine Reihe von Aufgaben erledigt wird.

Was muss ich direkt nach dem Tod eines Angehörigen regeln?

Wenn der Angehörige in seiner Wohnung verstorben ist, muss zuerst ein Arzt gerufen werden, da eine Todesbescheinigung benötigt wird. Bei einem Todesfall im Ausland muss eine Überführung in das Land, wo der Verstorbene seinen Wohnsitz hatte, beantragt werden. Zudem sollten natürlich erst einmal die engsten Angehörigen informiert werden.

Wo ist der Angehörige verstorben?
  • In seiner Wohnung
  • Im Altersheim/Pflegeheim
  • Im Ausland
Sarg
Eine würdevolle Bestattung des Verstorbenen kann Angehörigen den Abschied erleichtern.

Was muss ich vor der Bestattung regeln?

Zunächst sollten die Hinterbliebenen prüfen, ob eine Verfügung zur Bestattung vorhanden ist. Darin hat der Verstorbene gegebenenfalls festgelegt, ob er zum Beispiel eine Bestattung auf See oder Einäscherung wünscht. Ist dies nicht der Fall, obliegt die gesamte Planung der Bestattung der Familie. Es empfiehlt sich, hierfür einen Ordner mit allen wichtigen Dokumenten wie dem Personalausweis, der Geburtsurkunde, der Heiratsurkunde und dem Familienbuch sowie der Sterbeurkunde des Partners beziehungsweise des Scheidungsurteils anzulegen.

Notwendige DokumenteLedigVerheiratetVerwitwetGeschieden
Personalausweis
Geburtsurkunde
Heiratsurkunde / Familienbuch
Sterbeurkunde des Partners
Scheidungsurteil
Je nach Familienstand sind vor der Bestattung verschiedene Unterlagen notwendig.

Eine Bestattung ist stets mit beträchtlichen Kosten verbunden. Darum ist es hilfreich, bereits im Vorfeld zu klären, ob der Verstorbene über eine Sterbegeldversicherung verfügt. Sollte eine Sterbegeldversicherung vorhanden sein, müssen Angehörige die Versicherung kontaktieren, damit die Versicherung ihnen das Sterbegeld, die eingezahlte Versicherungssumme, auszahlt. Vom erhaltenen Sterbegeld bestreiten die Hinterbliebenen die Begräbniskosten, wodurch ihnen die finanzielle Belastung dank der Vorsorge des Verstorbenen abgenommen wird. Ist dies geklärt, nimmt die Familie Kontakt zu einem beziehungsweise verschiedenen Bestattungsunternehmen auf, um unterschiedliche Angebote einzuholen. Ist die Entscheidung für einen Bestatter gefallen, übernimmt das Bestattungsunternehmen auf Wunsch alle weiteren Aufgaben, wobei die Angehörigen natürlich stets ihr Mitspracherecht behalten.

Folgende Aspekte werden im Gespräch mit dem Bestatter geklärt:

  • Art der Bestattung (Erd-, See-, Feuer-, Baumbestattung / Sarg oder Urne)
  • Wahl des Ortes, des Friedhofs, die Art des Grabs, des Gewässers
  • Gestaltung der Todesanzeige in der Zeitung
  • Ablauf der Trauerfeier (Dekoration der Trauerhalle, Wahl des Trauerredners, Musik, Blumenschmuck, Wurfblumen, Dekoration des Sargs/der Urne)
  • Trauerkaffee/Leichenschmaus

Andere Aufgaben wie die Meldung des Todesfalls beim Standesamt oder die Beantragung der Sterbeurkunde können auch von den Angehörigen abgewickelt werden. In vielen Fällen übernehmen sie auch die Gestaltung und Versendung der Trauereinladungen. Je mehr Aufgaben vom Bestattungsunternehmen geregelt wurden, umso höher fällt letztendlich auch der Kostenfaktor für die Beerdigung aus.

Was muss ich nach der Bestattung regeln?

Auch nach der Beerdigung gibt es für die Hinterbliebenen noch einiges mehr zu organisieren. Zunächst muss das Bestattungsunternehmen bezahlt werden, außerdem können die Angehörigen eine Danksagung für die lokale Zeitung verfassen. Sofern noch nicht geschehen, gilt es weiterhin, einen Grabstein samt Inschrift bei einem Steinmetz in Auftrag zu geben. Auch die Entscheidung über die Grabpflege müssen die mit der Verwaltung Beauftragten nun treffen. Sie können die Pflege selbst übernehmen oder aber den Friedhofsgärtner damit beauftragen.

Des Weiteren dürfen die Angehörigen nicht vergessen, die letzten organisatorischen Fragen der Kranken- und Rentenversicherung des Verstorbenen zu klären. Überdies müssen sie gegebenenfalls den Arbeitgeber, das Arbeits- beziehungsweise das Sozialamt und den Vermieter über den Todesfall informieren. Auch eventuelle Kündigungen zu laufenden Zahlungen wie Krediten und Verträgen müssen nun vorgenommen werden. Vor allem Konten, Sparbücher und andere Geldanlagen dürfen die Hinterbliebenen dabei nicht vergessen.

Der Gang ins Nachlassgericht ist wichtig, um von Vornherein einen Erbstreit zu verhindern. Die Behörde gibt auf Antrag Erbscheine aus. Auch die Kontaktaufnahme zum Finanzamt steht an, denn alle Sachverhalte, die etwa die Steuererklärung, Immobilien oder die Kfz-Steuer betreffen, sollten überprüft werden.

Wenn der Angehörige im Krankenhaus oder Pflegeheim gestorben ist, müssen die Angehörigen dort noch alle persönlichen Gegenstände des Verstorbenen abholen. Bei einem Todesfall in der Mietswohnung erfolgen noch die Kündigung des Mietvertrags und das Ausräumen der Wohnung.

Sarg mit Blütenblättern
Auch nach der Bestattung gibt es für die Angehörigen noch Angelegenheiten zu erledigen.
Wichtige Kündigungen und laufende Kosten im Überblick

Haushalt

  • (Miet-)Wohnung
  • Strom
  • Wasser
  • GEZ

Telekommunikation

  • Telefon-/Handyvertrag
  • Internet
  • Fernsehanschluss

Policen

  • Unfallversicherung
  • Krankenversicherung
  • Lebensversicherung
  • Rentenversicherung

Weitere laufende Kosten

  • Kredite
  • Mitgliedschaften
  • Haustiere
  • weitere Verträge

6. Wichtige Begriffe kurz erklärt

Wenn sich Interessenten erstmalig genauer mit dem Thema Sterbegeldversicherung auseinandersetzen, können sie mit einigen Begriffen vielleicht zunächst nichts anfangen. Was meinen die Anbieter von Sterbegeldversicherungen mit einer Beitragsgarantie? Und wie kommt die Wartezeit bei einer Sterbegeldversicherung zustande? Diese und weitere Fragen werden im Glossar zu Sterbegeldversicherungen kurz erklärt.

Auslandsverfügung

Der Kunde sollte prüfen, ob seine Versicherung den Vertrag auch beibehalten kann, wenn er sich entschließt, seine letzten Lebensjahre im Ausland zu verbringen. Einige Anbieter sehen es lieber, wenn der zu Versichernde seinen Wohnsitz und sein Bankkonto in Deutschland hat.

Beitragsgarantie

Durch eine Beitragsgarantie braucht der Versicherte keine Kapitalverluste am Laufzeitende seines Vertrages zu fürchten. Es erfolgt bei Vertragsauslauf der Sterbegeldversicherung eine vollkommende Deckungsbegleichung.

Bezugsberechtigung

Die Bezugsberechtigung bestimmt die Person, an welche im Todesfall der versicherten Person die Versicherungssumme der Sterbegeldversicherung ausgezahlt wird.

Einmalbeitrag

Einige Sterbegeldversicherungen ermöglichen die üblicherweise monatlichen Beitragszahlungen auch in einem einzigen Einmalbeitrag. Dies bedeutet, dass der Beitrag für die gesamte Versicherungsdauer im Voraus in einer Zahlung entrichtet wird.

Erhöhungsoption

Die Erhöhungsoption erlaubt die Erhöhung der Versicherungssumme nach Vertragsabschluss der Sterbegeldversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Gesundheitsprüfung

Die Gesundheitsprüfung erfolgt vor Abschluss der Versicherung meist in Form von Gesundheitsfragen. Die Gesundheitsfragen dienen dazu, das von der Versicherung zu tragende Risiko zu beurteilen. Viele Versicherungen verzichten auf die Gesundheitsfragen, wofür sie unter Umständen aber auch etwas höhere Beiträge für die Sterbegeldversicherung von den Versicherten fordern.

Rückkaufswert

Der Rückkaufswert meint den Betrag, welchen der Versicherungsnehmer bei vorzeitiger Kündigung seiner Police vom Versicherer ausbezahlt bekommt.

Tarif

Bezeichnet die jeweils individuellen Kostenmodelle und Bedingungen eines jeden Versicherers. Von Anbieter zu Anbieter unterscheiden sich die Leistungen. Die Höhe der Versicherungssumme, die Länge der Beitragszahlungsdauer und die Entscheidung, ob der Vertragsabschluss mit oder ohne Gesundheitsprüfung erfolgt, sind hier ausschlaggebende Kriterien.

Überschussanteile

Bei Überschussanteilen handelt es sich um die erwirtschafteten Gewinne des Versicherungsanbieters, die er mit dem eingezahltem Kapital seiner Kunden erzielt. Wie und zu welchem Zeitpunkt diese angerechnet oder ausgezahlt werden, kann der Versicherungsnehmer in der Regel bei der Antragsstellung selbst entscheiden.

Versicherungssumme

Bei der Versicherungssumme handelt es sich um den Beitrag, zu dessen Auszahlung sich die Versicherung im Todesfall der versicherten Person verpflichtet. Manche Anbieter gewähren nur fixe, gestaffelte Beträge wie etwa 5.000, 7.500 und 10.000 Euro, andere lassen den Kunden eine ganz eigene Wunschsumme festlegen.

Wartezeit

Die Wartezeit ist die von der Versicherung festgelegte Zeitspanne, in welcher nicht die volle Versicherungssumme ausgezahlt wird. In den meisten Fällen beträgt die Wartezeit drei Jahre. Ein Unfalltod der versicherten Person ist davon aber ausgenommen.