SSD-Festplatten

Die 7 besten SSD-Festplatten im Test & Vergleich

Ausstattung
Festplattentyp
Hersteller
SpeicherkapazitÀt
ErhĂ€ltliche GrĂ¶ĂŸen
Formfaktor
Schnittstelle
Lesegeschwindigkeit
Schreibgeschwindigkeit
Cache
Flash-Technologie
Farbe
Maße
Gewicht

SSD-Festplatten-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • SSD-Festplatten sind robust, lautlos und weniger strom- beziehungsweise kĂŒhlungshungrig.
  • Sie sind in vielen verschiedenen Formaten und KapazitĂ€ten sowie mit diversen Anschlussmöglichkeiten zum Um- oder AufrĂŒsten verfĂŒgbar.
  • Die blitzschnellen Halbleiterfestplatten im Kleinstformat positionieren sich nun auch preislich als attraktiver Ersatz fĂŒr die in die Jahre gekommene Magnetfestplatten.
  • Mit SSD-Festplatten sind endlose Reaktionszeiten beim Hochfahren und Laden endlich passĂ©: Der Datentransfer erfolgt blitzschnell.

Blitzschnelle Festplatten mit Sofortzugriff

Endlich sind sie auch in akzeptablen SpeichergrĂ¶ĂŸen erschwinglich, die Solid State Disks, kurz SSD, die im Grunde gar keine Scheiben sind. Auch die alternative Bezeichnung Solid State Drive ist streng genommen unzutreffend. Denn in diesen Flash-Speichern, die in zunehmendem Maße die guten, alten HDD (Hard-Disk-Drives) mit rotierender Magnetscheibe sowie hin- und herfahrenden Schreib-Lese-Kopf ersetzen, bewegt sich außer Elektronen nichts.

Warum sind SSDs also nicht nur eine Überlegung wert? Mit dem „Alter“ wird auch die beste Festplatte immer langsamer, sodass sich alles zusehends in schier unertrĂ€gliche LĂ€nge zieht: Hochfahren, Laden, Kopieren. Wer sein vorhandenes System nicht komplett ersetzen, sondern stattdessen massiv verjĂŒngen und flott machen möchte wie nie zuvor, hat nun Gelegenheit, sehr gute und gleichzeitig bezahlbare Einbau- oder auch externe SSDs mit mindestens 500 Gigabyte fĂŒr weit unter 100 Euro zu erwerben. Da die Modellvielfalt und die Spezifikationen fĂŒr den Laien kaum noch ĂŒberschaubar sind, soll der nachfolgende Überblick beim Einordnen helfen.

SSD versus HDD

SSD-Festplatten sind, stark vereinfacht, nichts anderes als viele USB-Sticks beziehungsweise SD-Karten auf einer Platine vereint. Dank langer Optimierungsjahre sind diese schon sehr lange vorhandenen großen Flash-Speicher mittlerweile nicht nur alltagstauglich, sondern auch preislich fĂŒr jedermann interessant geworden. Als nichtflĂŒchtige „Turbo-Massenspeicher“ haben sich die Halbleiterfestplatten in neueren PCs sowie in Note- und Ultrabooks bis zwei Terabyte KapazitĂ€t bereits durchgesetzt. Ab vier Terabyte wird es jedoch mit etwa 1.000 Euro fĂŒr eine Einbauplatine kostentrĂ€chtiger.

Ihre DomĂ€ne sind die schnellen Zugriffszeiten, denen herkömmliche Festplatten, selbst zu mehreren als RAID-Verbund, geradezu hinterherhinken. Insgesamt scheint sich die Reaktionszeit des Rechners mit Halbleiterplatte verflĂŒchtigt zu haben. Auf einer SSD-Festplatte kann eine Datei in Hundertsteln einer Millisekunde aufgefunden werden, auf Magnetfestplatte dagegen etwa in 20 Millisekunden. Ähnliches gilt fĂŒr die Übertragungsraten: Statt ĂŒber einer Minute braucht eine mittlere Notebook-SSD nur noch 14 Sekunden zum Kopieren eines Full-HD-Spielfilms; die schnellsten erledigen das in vier Sekunden.

Das liegt unter anderem auch daran, dass hier der Datenzugriff nicht mechanisch per Lesekopf, sondern elektronisch erfolgt. Ein netter Nebeneffekt: Dadurch sind SSD-Festplatten so wohltuend still und mechanisch robust. SSDs sind ideal fĂŒr Notebooks und als Kleinstversion in Smartphones und Tablets lĂ€ngst allgegenwĂ€rtig. Hinzu kommen ein geringerer Stromverbrauch begleitet von niedrigeren Betriebstemperaturen und einer kleinerer Dimensionierung. Die Speicherchips lassen sich in beliebiger Anordnung auf der kleinen Platte platzieren. Daten auf einer SSD sind nicht so hĂ€ufig ĂŒberschreibbar wie auf einem HDD, sie verschleißt also ebenfalls. Das Ausmaß im Durchschnittsgebrauch ist jedoch von keinerlei Relevanz, wie Langzeittests inzwischen gezeigt haben.

Die folgende Übersicht zeigt noch einmal alle wesentlichen Unterschiede zu HDDs:

Vorteile
  • Deutlich schnellere Zugriffsgeschwindigkeit
  • Je nach Anschluss schnellere Übertragungsraten
  • Schnelleres Booten, Starten, Laden, Kopieren und Rendern
  • Geringerer Energiebedarf
  • Stoßunempfindlich
  • Geringere WĂ€rmeentwicklung
  • Leichter im Gewicht
  • Weniger Platzbedarf
Nachteile
  • Komplett gerĂ€uschlos
  • Höhere Kosten pro Gigabyte
  • Jenseits von zwei Terabyte KapazitĂ€t noch zu teuer
  • Geringere Anzahl Schreibzyklen, sprich kĂŒrzere Haltbarkeit bei Extremnutzung

Der Aufbau: So arbeitet eine SSD

Bei einer SSD-Festplatte handelt es sich um einen Zusammenschluss von zwei bis drei Bauteilen: dem Flash-Speicher, dem Controller sowie hĂ€ufig einem schnellen Zwischenspeicher, sprich einem Cache. Das Flash als HerzstĂŒck, in aller Regel ein sogenannter NAND-Speicher, also ein Halbleiter aus logischen Not-AND-Gattern (Nicht-UND), Ă€hnelt einem flĂŒchtigen RAM.

Die Speicherzellen

Die Bits lagern hier in Form von elektrischen Ladungen auf Speicherzellen und sind in Speicherblöcken zu meist vier Kilobyte organisiert, wo sie zwar einzeln geschrieben, aber nur im Block gelöscht werden können. Zu löschende Daten werden programmgesteuert im Block zwischengelagert (Garbage Collection), nach und nach aufgefĂŒllt und erst spĂ€ter als gesamte Einheit zurĂŒckgesetzt. Dieser Lösch- sowie jeder Schreibvorgang „verschleißt“ den Speicher, was die Controller-Firmware jedoch mittels Reserveblöcken zum Auslagern und durch gleichmĂ€ĂŸiges Verteilen „alternder“ Blöcke (Wear Leveling) auf ein Minimum reduziert. Je mehr Speicherzellen zur VerfĂŒgung stehen, desto besser und lĂ€nger gelingt dies, weshalb die SpeicherkapazitĂ€t keinesfalls zu knapp sein sollte. Der voraussichtliche Ausfall der Festplatte lĂ€sst sich mittels SMART (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) ermitteln.

Der Controllerchip

Der Controllerchip, also der Verwalter und steuernder Vermittler zwischen Host-System („Gastgeber“) und Flash, hat mindestens zwei Kerne, nutzt mehrere KanĂ€le und meist die Hilfe eines DRAM-Cache fĂŒr schnelleres Schreiben. Neben den oben schon beschriebenen Verwaltungsaufgaben ĂŒbernimmt der Controller unter anderem die DatenverschlĂŒsselung. Über einen TRIM-Befehl vom Betriebssystem erhĂ€lt er ĂŒbrigens auch die Information, welche Dateien zur Löschung vorgesehen sind und veranlasst diese in Leerlaufzeiten.

Die Kommunikation zwischen Controller und Host-System findet entweder via AHCI (Advanced Host Controller Interface) fĂŒr herkömmliche Festplatten oder neuerdings ĂŒber das eigens fĂŒr SSDs entwickelte neue Protokoll NVMe (Non Volatile Memory Express) statt. Letzteres hat deren Effizienz noch einmal um ein weiteres Level erhöht, da es freie sowie Ă€ußerst schnelle Zugriffsraten ĂŒberhaupt erst ermöglicht und auf mechanisch bedingte Verzögerungen keine RĂŒcksicht nehmen muss.

Aufholjagd in jeder Disziplin

Flash-Speicher können per se sehr viel schneller auslesen als schreiben. Diverse Maßnahmen sorgen dafĂŒr, dass hiervon in heutigen SSD-Festplatten kaum noch etwas wahrzunehmen ist und sie auch in dieser Disziplin handelsĂŒbliche HHDs hinter sich lassen.

Die SSD-Grundtypen

SSD-Festplatten gibt es sowohl zur internen Um- oder AufrĂŒstung in zwei Formaten als auch in Gestalt von externen Modellen, die sich bis auf den Anschluss nicht unterscheiden. ZusĂ€tzlich kann auch eine Einbau-Kombi-Festplatte von Interesse sein. Sie vereint eine Magnet- und Halbleiterfestplatte in Form einer SSHD (Solid State Hybrid Disk) in sich.

Interne SSD-Festplatten im 2,5-Zollformat

2,5-Zoll-SSDs sind als Ersatz fĂŒr eine auszumusternde HDD gedacht und kommen in entsprechend vertrauten Dimensionen daher. Die Form einer HDD im Laufwerksschacht wird nur durch einen FĂŒllrahmen simuliert, denn die SSD an sich beansprucht diesen Raum bei weitem nicht. 2,5-Zoll-Hard-Disks lassen sich damit sehr einfach im BĂŒro-PC oder Surf-Notebook ersetzen. Die vorhandenen SATA-Schnittstellen und Protokolle sind auch fĂŒr moderne SSD noch brauchbar, sofern kein Power-Datentransfer verlangt ist.

Interne Mini-SSD-Festplatten als M.2-Steckplatine

In diesem Riegelformat fĂŒhlen sich SSDs heimisch und sitzen direkt auf der Hauptplatine am passenden Steckplatz. Der Einbau ohne Kabel und Umwege erfordert etwas mehr Erfahrung und Kenntnis ĂŒber Steckverbindungen und Kommunikationswege zwischen Mainboard und Festplatte. Sie sind auch geeignet zum Aufstocken einer gemĂ€chlich gewordenen HDD mit liebgewonnener SpeicherkapazitĂ€t.

Externe (tragbare) SSD-Festplatte

Externe Festplatten ĂŒbernehmen so manche Rolle als praktisch flexible Lageroption fĂŒr Dokumente, Musik, Filme und Fotos: als sicheres Datengrab fĂŒr Backups, Speichererweiterung auf Abruf, mobiles, miniaturisiertes Aktenregal, Datenspeicher am Router im Heimnetzwerk oder Rekorder am Smart-TV.

Letztlich können SSDs das mindestens so gut wie Magnetfestplatten, sofern KapazitĂ€t und USB-Anschluss stimmen und die Vorteile der SSD ĂŒberhaupt zum Tragen kommen können. Auch hier kann die SSD ihre Vorteile der mechanischen Robustheit und kleinen Dimensionen voll ausspielen. Intern sind dieselben Teile verbaut wie bei den gehĂ€uselosen M.2-Formaten. Somit sind die Kriterien bis auf die Schnittstelle also identisch.

Interne Kombi-SSD-Festplatten: SSHDs

Als Alternative fĂŒr kapazitĂ€tslastige Verbraucher, denen eine große SSD-Festplatte zu kostspielig ist, bietet sich ein Hybrid an. Betriebssystem und Programme liegen auf einer schnell reagierenden SSD-Sektion mit beispielsweise acht Gigabyte Platz, wĂ€hrend kaum genutzte große Dateien sicher auf der großzĂŒgigen Magnetscheibe auf den nĂ€chsten Zugriff warten. Ohne Zutun des Benutzers landen auch hĂ€ufig genutzte Daten auf der SSD und sind damit immer sofort parat.

Darauf kommt es beim Kauf an

Ein geradezu ĂŒberwĂ€ltigendes Angebot an Modellen macht die Orientierung nicht einfacher, hĂ€lt andererseits aber fĂŒr jeden Bedarf die passende Lösung bereit. Die untenstehende Liste mit nachfolgender Aufarbeitung unterstĂŒtzt beim Herausfinden der individuellen Anforderungen.

Der Formfaktor: Klassisch oder kleine Steckplatine?

SSD-Festplatten haben zwei unterschiedliche Formfaktoren: die gebrÀuchlichen 2,5-Zoll-Variante und die kleinformatige M.2-Variante.

2,5-Zoll-SSDs

Mit entsprechendem Einbaurahmen und dem richtigen Anschluss ist das UmrĂŒsten von Magnet- auf SSD-Festplatte im vorhandenen Laufwerkschacht besonders einfach. Allerdings sind auch die verfĂŒgbaren Anschlussstandards nicht die neuesten. Diese Varianten machen das Gros des Angebots aus und sind durchweg sehr preisgĂŒnstig.

M.2-Modelle

Bei diesem leistungsfÀhigen und kompakten Modultyp handelt es sich um 22 Millimeter breite Platinen-SSDs, die in der Regel 80 Millimeter LÀnge aufweisen und direkt oder via Adapter auf dem entsprechenden Steckplatz der Hauptplatine Platz finden; Kabel entfallen hier komplett.

Sie sind nicht auf einen freien Laufwerksschacht angewiesen und können daher eine konventionelle Harddisk auch ergÀnzen. Nur M.2-SSDs sind in allen Anschlussvarianten zu haben, weshalb Anwender auch nur in dieser Kategorie in den Genuss der aktuell schnellsten Leistungsparameter kommen.

Die KapazitĂ€t: GenĂŒgend bezahlbarer Platz

Die KapazitĂ€ts-Spanne reicht von 120 Gigabyte bis zwei Terabyte sowie je nach Budget auch darĂŒber hinaus. Speicher unter 500 Gigabyte werden heute gemeinhin als nicht mehr ausreichend angesehen, zumindest wenn sie Spiele- oder umfangreiche Foto-Sammlungen aufnehmen sollen. Die meisten aktuellen Tests beschrĂ€nken sich daher auf den 500-Gigabyte-Bereich und höher. Als UnterstĂŒtzung eines HDD verbaut haben die kleinen SSDs fĂŒr das Betriebssystem und große Programme jedoch durchaus ihren Platz.

Die Zugriffszeit: Kurze Bedenkzeit versus blitzartige Reaktion

Schon SSDs mit konventionellem SATA-Anschluss verblĂŒffen mit bis 100.000 IOPS (Input Output Instructions per Second), wohingegen die wenigen Hundert IOPS von HDDs wahrnehmbar sind und sich bei Prozessen wie Booten oder Laden großer Anwendungen aufsummieren.

Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit: Schreiben etwas langsamer als Lesen

Die besten Modelle als Maßstab sind aktuell bei etwa 3,5 Gigabyte Datenlesen pro Sekunde zu verorten. Über zwei Gigabyte in der Sekunde können die schnellsten PCIe-SSD-Festplatten derzeit in den Speicher schreiben. Zum Vergleich: HDDs schreiben und lesen jede Sekunde bis zu rund 200 Megabyte.

Der Anschluss: Flaschenhals oder freie Datenbahn

Funktionell von Bedeutung ist auch die physische Schnittstelle, also der Anschluss, denn er kann entweder zur bremsenden Sanduhr-Engstelle der Datenbahn werden oder die potenzielle Leistung erst zur vollen Entfaltung bringen.

SATA (Serial AT Attachment)

SATA ist die klassische Schnittstelle fĂŒr Festplatten und die hĂ€ufigste Steckverbindung der 2,5-Zoll-SSD-Festplatten. M.2-SSD mit SATA-Schnittstelle sind oft erkennbar an ihren zwei Steckerkerben.

In Notebooks ab Baujahr 2010 finden sich gelegentlich mSATA-AnschlĂŒsse mit „m“ fĂŒr Mini. Sie entsprechen entweder SATA II oder SATA-6G und sind fĂŒr mSATA-SSDs konzipiert. Neuerer Standard ist SATA-6-Gbit/s, der mit höchstens 600 Megabyte je Sekunde den möglichen Datendurchsatz einer SSD zwar erheblich ausbremst, ihren Effekt trotzdem noch deutlich spĂŒrbar macht. Die Ă€ltere SATA-3 dagegen halbiert diesen bereits. SATA 3.2, auch mit SATA-Express bezeichnet, ist zwar Nachfolger von SATA 6, hat sich jedoch bisher nicht durchgesetzt. Sie lĂ€sst sich ĂŒber zwei Ports auch an PCI-Express-Pins anschließen und liefert damit schnelleren Datenfluss (maximal knapp zwei Gigabyte pro Sekunde).

PCIe, PCI-E oder PCI-Express (Peripheral Component Interconnect Express)

Der PCIe-Standard stellt momentan den schnellsten bezahlbaren Anschluss fĂŒr SSD-Festplatten dar und verbindet sie direkt mit dem PCI-Bus am Hauptprozessor. Er erspart Kabel, Treiber und ist selbstredend nur mit dem M.2-Typ verfĂŒgbar.

Aktuell ist die Version 3.0, die bei neueren M.2-SSDs mit 4 PCIe-Ports Ă€hnliche Geschwindigkeiten erreichen kann wie die Profi-Schnittstelle U.2: bis zu vier Gigabyte pro Sekunde. Diese SSDs fĂŒhren hĂ€ufig die Bezeichnung „PCIe 3.0 x4“. Mit einem passenden Adapter lassen sich die Steckkarten auf jedem Mainboard montieren, wenn es das Protokoll unterstĂŒtzt.

USB fĂŒr externe SSD

USB 3.0, die am weitesten verbreitete Anschlussversion fĂŒr externe SSD-Festplatten, arbeitet mit bestenfalls 440 Megabyte in der Sekunde, wenn beide Verbindungspartner ĂŒber den UASP-Modus (USB Attaches SCSI) verfĂŒgen. Ansonsten fahren Anwender mit einem gĂŒnstigeren tragbaren HDD besser. FĂŒr wirklich schnelleren Datenfluss sorgt USB 3.1 Gen. 2 mit real etwa einem Gigabyte pro Sekunde. Wichtig ist die Zusatzbezeichnung Generation 2, denn USB 3.1 kann auch nur die halbe Geschwindigkeit meinen.

Chiptyp: Ein, zwei oder drei Bit?

Auch die Speicherzellen als SchlĂŒsselfaktor fĂŒr schnelle, sichere und langlebige SSD-Festplatten mit großer KapazitĂ€t bestimmen maßgeblich die SSD-Leistung. Sie existieren in verschiedenen AusfĂŒhrungen, die teilweise auch im Mix auf einer SSD-Festplatte Anwendung finden. Nicht immer gibt es Angaben zum Speicherzelltyp und leider passieren auch minderwertige Chips so manche QualitĂ€tskontrolle.

  • SLC: Single Level Cells speichern jeweils ein Bit. Sie sind als ursprĂŒnglichste Flash-Zellen die schnellsten und langlebigsten von allen, aber auch die teuersten und fordern mehr Platz je Gigabyte.
  • MLC: Multi Level Cells werden am hĂ€ufigsten verbaut und speichern zwei Bit. Sie ermöglichen eine höhere Speicherdichte und gĂŒnstigere Preise. Der Zuwachs an KapazitĂ€t geht allerdings auf Kosten von Schreibgeschwindigkeit, Lebensdauer und Fehlerquote bei der Arbeit. Momentan liefern sie jedoch das beste Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis.
  • TLC: Triple Level Cells haben eine SpeicherkapazitĂ€t von drei Bit und gehen in Bezug auf die Eigenschaften der MLC einen Schritt weiter: noch grĂ¶ĂŸere, noch gĂŒnstigere Speicher mit reduzierter Performance und ZuverlĂ€ssigkeit.

Die Lebensdauer: Kein Thema (mehr)

Einige Zeit lang sorgte die Herstellerangabe zur begrenzten Lebenserwartung (Write Endurance) der Halbleiterfestplatten fĂŒr Skepsis, ihre Eignung als sicherer Massenspeicher stand in Zweifel. Die Anzahl maximaler Schreib-Lösch-Zyklen wird in TBW fĂŒr Terabytes Written angegeben und ist auch kapazitĂ€tsabhĂ€ngig. Langzeittests unter Extrembedingungen (zum Beispiel von cÂŽt in 2016) haben die Sorge mittlerweile grundlegend entkrĂ€ften können. Selbst Billiganbieter sind ĂŒbervorsichtig in ihrer Lebensdauer-Garantie.

Das Zubehör im Lieferumfang: NĂŒtzliches im Karton

Manchen 2,5-Zoll-SSDs liegen verschiedene Spacer und andere Einbauhilfen bei, sodass sie auch einen improvisierten Platz im Desktop-GehÀuse ohne freien Laufwerkschacht finden können. Erfreulicherweise bringen SSDs teilweise auch gleich mehrere Anschlussadapter mit. Hilfreich sind zudem Migrationsprogramme zum Umzug von Windows-Installation und Daten.

Tipps zum Einbau und Einrichten

Die folgenden Tipps und Hinweise sollen KĂ€ufern beim Einbau und der anschließenden Einrichtung ihrer neuen SSD-Festplatte behilflich sein.

Der Einbau

2,5-Zoll-SSD-Festplatten passen in den Laufwerkschacht der meisten Desktop-GehĂ€use. Bei Notebooks ist darauf zu achten, dass die Bauhöhe ĂŒbereinstimmt: 7 oder 9,5 Millimeter sind ĂŒblich. Unter den AnschlĂŒssen am Mainboard stehen hĂ€ufig zwei SATA-Versionen zur Wahl: ein langsamerer SATA-3-Gbit/s- und ein schneller SATA-6-Gbit/s-Anschluss, die meist durch Markierungen zu unterscheiden sind. Nur der 6-Gbit/s-Steckplatz bietet den Geschwindigkeitsvorteil beim Schreiben und Lesen.

Einige Notebooks haben außerdem nur fĂŒr die kĂŒrzeren M.2.-Steckkarten von 42 Millimeter LĂ€nge Platz, gĂ€ngige 80 Millimeter SSDs passen nicht hinein.

Das Betriebssystem und die BIOS-Einstellung des Steuerprotokolls

Neuere Rechner mit vorinstalliertem Betriebssystem Windows 8 und höher oder Linux erkennen bei Neuinstallation die SSD und ĂŒbernehmen die entsprechenden Einstellungen und Einrichtungen selbststĂ€ndig. So wird der TRIM-Befehl fĂŒr die Datenlöschroutine eingerichtet und auch automatisch keine Defragmentierung mehr veranlasst, denn diese ist fĂŒr die Lebensdauer einer SSD-Festplatte eher kontraproduktiv.

Das Kommunikationsprotokoll ist bei diesen Windows-Versionen im BIOS standardmĂ€ĂŸig auf das SSD-kompatible AHCI voreingestellt. Dies ist bei Windows 7 noch nicht der Fall und kann bei Umstellung vom alten IDE auf AHCI zu Boot-Problemen (Bluescreen) fĂŒhren.

Auch PCIe-SSDs laufen teilweise noch ĂŒber das AHCI-Protokoll, die Voreinstellung kann und muss also beibehalten werden. Nur die neueren nutzen das schnellere NVMe und sind letztlich auch nur mit aktuellen Mainboards kompatibel, deren BIOS eine NVMe-Einstellungsoption vorsieht.

Tests von SSD-Festplatten

Achtung: Da es uns nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von SSD-Festplatten.

Stiftung Warentest und ÖKO-TEST lassen mit Tests von SSD-Festplatten noch auf sich warten. Der aktuelle Test der Stiftung Warentest zum Thema Festplatten vom Mai 2019 galt Netzwerkfestplatten (NAS) mit Cloudfunktion zum Anschluss an den heimischen Router. Der letzte Warentest davor stammt mit Datierung von 2010 aus dem „digitalen Mittelalter“ und befasste sich mit externen Festplatten jener Zeit. Dazwischen klafft eine riesige TestlĂŒcke.

Ganz anders sieht es bei den Testexperten einschlĂ€giger Fachmagazine aus: Sie unterziehen SSDs unterschiedlicher Kategorien regelmĂ€ĂŸig detaillierten Tests, in denen die Modelle von Samsung das Feld beherrschen. Das Testmagazin Computer Bild stellte im MĂ€rz und Juli 2019 gleich mehrere Tests von-SSDs vor. Als Testkriterien werteten die Tester Datentransferraten, Programmbeschleunigung, Zugriffszeiten, WĂ€rmeentwicklung sowie Bonbons wie Migrationsprogramme. Auch externe SSD-Festplatten erhielten einen Testsieger: Hier kamen zu den Performance-Kriterien noch weitere wie Gewicht, LĂ€nge des Anschlusskabels und das Überstehen eines Falltests hinzu.

Computer Bild kĂŒrte folgende Testmodelle zu den Testsiegern in ihrer Testkategorie:

  • 2,5 Zoll um 500 Gigabyte: Platz eins erreichte die Crucial MX500 (500 GB) mit gĂŒnstigerem Gigabyte-Preis als die Zweitplatzierten Samsung Evo 860 (500 GB) und 860 Pro (512 B). Bei den Ein-Terabyte-Speichern siegte die Samsung 860 Evo (1TB) mit der Testnote 1,0. Auf Platz zwei folgt die Samsung 860 Qvo (1TB) mit dem Preis-Leistungs-Sieg.
  • 2 SATA um 500 Gigabyte: Testeieger wurde die Samsung 850 Evo (500 GB), Preis-Leistungssieger die Intenso M.2 Top Performance (512 GB). Mit 1.000 Gigabyte konnte die Crucial MX500 (1 TB) ĂŒberzeugen.
  • 2 mit NVMe 500 und 1000 Gigabyte: Das Testsiegertreppchen erklomm die Samsung 970 Evo (500 GB) und (1 TB), Preis-Leistungs-Sieger wurde die Adata Gammix S11 (500 GB).
  • Externe SSD-Festplatte 0,5 und 1 Terabyte: Hier konnte sich die Samsung Portable SSD T5 (500 GB) und (1 TB) als Testsieger hervortun.

Dieselben Produktbezeichnungen listet auch die Chip-Redaktion in ihren neuen Test-Rankings auf den Top- und EmpfehlungsplĂ€tzen. PC Games Hardware kommt in ihren Tests 2019 zu fast identischen Ergebnissen, sieht aber bei den M.2 NVMe-Modellen in der Corsair Force Series MP510 einen ebenbĂŒrtigen Samsung-Konkurrenten und Preis-Leistungs-Sieger.