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DSL-Anbieter

Die besten Internetanbieter im Vergleich

Thomas Güth

Angebot

Vertragsgestaltung

Hilfe & Support

Preiswert mit Highspeed durchs Internet

Das Wichtigste in Kürze
  • DSL ist ein Standard zur Übertragung von Daten über bestehende Leitungen.
  • Über DSL ist der Empfang von Internet, Telefon und TV-Sendern möglich.
  • DSL-Tarife unterscheiden sich in der Übertragungsgeschwindigkeit. Datenübertragungsraten von 16 bis zu 400 Mbit/s sind derzeit üblich.
  • Kunden haben die Wahl, ob sie über einen Anbieter nur Internet, Internet und Telefonie, oder aber Internet, Telefonie und TV beziehen. Das und die Übertragungsgeschwindigkeit beeinflussen den monatlichen Preis.

1. Was ist DSL und worauf muss ich achten?

Shoppen, surfen, spielen, Videos schauen, Musik hören, mit anderen chatten und arbeiten – das Internet hat längst Einzug in alle Teilbereiche unseres Alltagslebens gehalten. Was in den 1990er Jahren schleichend begann und in dieser Entwicklung damals für viele noch nicht absehbar war, ist nun so selbstverständlich wie Fernseher und Telefon. Kein Wunder also, dass der Kampf um den Kunden bei den Internetanbietern auf Hochtouren läuft. Damit Verbraucher sich im Dickicht der Angebote zurechtfinden, haben wir die besten DSL-Provider miteinander verglichen.

Wer zu Hause ins Internet geht, verfügt üblicherweise über einen DSL-Anschluss. Die Abkürzung steht für Digital Subscriber Line und bezeichnet einen Übertragungsstandard für Daten. Der Anschluss eines Haushalts an das DSL-Netz erfolgt über einen der zahlreichen Kommunikations-Provider, die bundesweit und lokal agieren. Diese schließen den Haushalt entweder über die Telefon- oder die Kabelleitung an ihr Netz an und garantieren für einen vereinbarten Zeitraum die Bereitstellung des Service.

Welcher Provider über das beste DSL-Angebot verfügt und worauf Verbraucher bei der Entscheidung achten sollten, verrät unser Vergleich. Auf folgende Informationen sollten Verbraucher bei der Angebotswahl insbesondere achten:

  • Vertragslaufzeit
  • Versteckte Kosten durch Bereitstellungsgebühren o.ä.
  • Bandbreite
  • Leistungsumfang

2. Wie schnell sollte mein Internetanschluss sein?

Scheinbar nichts vollzieht sich so rasant wie neue Entwicklungen in der Technik. Verbraucher sehen sich regelmäßig mit steigender Leistung, aber auch neuen Standards und Anwendungsformen konfrontiert. Dabei spielt die Internetgeschwindigkeit als grundlegende Infrastruktur auf vielen Gebieten des Alltags die entscheidende Rolle.

Auf Flatrate achten! Eigentlich ist eine Internet-Flatrate – also die unbegrenzte Nutzung der Internetleitung – mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Achten Sie bei der Wahl des DSL-Tarifes trotzdem immer darauf, dass es sich um eine echte Internet-Flatrate handelt, bei der Sie in unbegrenztem Umfang Daten nutzen können.

Die Download-Geschwindigkeit

Immer mehr Geräte sind mit dem Internet verbunden: Darunter befinden sich Handys, PCs, Spielekonsolen, Fernseher, Heizungen, Kameras oder Bluetooth-Lautsprecher. Die Menge vernetzter Geräte im Haushalt ist jetzt schon umfangreich und ein Ende der Entwicklung in Richtung Smart-Home nicht absehbar. Je mehr Anwender in einem Haushalt gleichzeitig im Internet operieren, desto größer wird die benötigte Bandbreite, da sich das Datenaufkommen erhöht. Dabei sind es vor allem Online-Spiele, Downloads sowie Musik- und Video-Streams, welche die DSL-Leitung stark auslasten. Wie schnell der Internetanschluss sein sollte – und damit die Frage, wie teuer das Internet für Verbraucher im Monat ist – hängt also maßgeblich vom Verwendungszweck ab.

Max. Download Personenanzahl Geeignet für
16 Mbit/s Ein-Personen-Haushalt Surfen
Musik- und HD-Video-Streaming
Online-Spiele
50 Mbit/s Mehr-Personen-Haushalt Surfen
Musik- und UHD-Video-Streaming
Online-Spiele
100 Mbit/s Mehr-Personen-Haushalt und Familien Surfen
Musik- und UHD-Video-Streaming
Online-Spiele
200+ Mbit/s Mehr-Personen-Haushalt und Familien Surfen
Musik- und UHD-Video-Streaming
Online-Spiele
Viele Video- und Musik-Streams gleichzeitig
Je mehr Personen gleichzeitig einen Internetanschluss beanspruchen, desto mehr Bandbreite muss für den ungebremsten Datenstrom zur Verfügung stehen.

Verbraucher sollten stets auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis achten. In vielen Fällen genügt eine Übertragungsrate von 16 oder 50 Megabit pro Sekunde. Wenn die Leitung von vielen Personen gleichzeitig durch große Downloads oder Video-Streams genutzt wird, sind leistungsstärkere Tarife sinnvoll.

Megabit und Megabyte

Bit und Byte in Kürze
Ein Byte entspricht acht Bit.
16 Mbit/s = 2 MB/s
50 Mbit/s = 6,25 MB/s
100 Mbit/s = 12,5 MB/s

Die Angabe der Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses erfolgt in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) - aus Marketinggründen oft auch in Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Durch diese Angabe weist der Provider auf die maximal mögliche Downloadgeschwindigkeit hin. Dies betrifft also die Daten, die aus anderen Quellen an den Internetanschluss des Kunden gesendet werden. Um zu ermitteln, wie lange es dauert, eine bestimmte Datenmenge herunterzuladen, müssen Nutzer nur wissen, dass ein Byte aus acht Bit besteht. Mit einer Geschwindigkeit von 16 Megabit pro Sekunde dauert die Übertragung von 100 Megabyte demnach 50 Sekunden. Unsere Animation zeigt einen Vergleich dieses langsamsten DSL-Standards mit anderen Übertragungsgeschwindigkeiten:

versch Geschwindigkeiten
Vergleich unterschiedlicher Übertragungsgeschwindigkeiten bei einer Datenmenge von 100 MB.

Die Upload-Geschwindigkeit

Die Zahlen, mit denen Netzbetreiber für ihre Internetanschlüsse werben, beziehen sich stets auf die maximale Download-Geschwindigkeit. Verbraucher sollten jedoch auch auf die Angaben zur Upload-Geschwindigkeit achten. Denn bei den Internet-Tarifen für Privatpersonen handelt es sich in der Regel um asymmetrische Anschlüsse. Das bedeutet, dass für Down- und Upload andere Frequenzen zum Einsatz kommen. Es gibt auch symmetrische Anschlüsse, bei denen die Geschwindigkeiten übereinstimmen. Solche Anschlüsse kommen allerdings eher im Business-Bereich zum Einsatz. Die Upload-Geschwindigkeit zeigt, wie schnell Daten vom eigenen Anschluss an andere Parteien gesendet werden. Das ist beim alltäglichen Surfen im Internet zu vernachlässigen, spielt aber etwa beim Übermitteln von Bildern und Videos eine wichtige Rolle. Dementsprechend sollten vor allem solche Nutzer auf die Upload-Geschwindigkeit achten, die regelmäßig Daten hochladen müssen. Das gilt etwa für das Übermitteln von Fotos an Foto-Dienste oder den Upload von größeren Datenmengen auf eine eigene Webseite.

3. So beziehen Sie Internet

Telefonanschluss

DSL beziehen Kunden über die Telefonleitung. Hierbei wird der Router an die Telekommunikations-Anschluss-Einheit (TAE) angeschlossen. In Wohnungen sind meistens mehrere solcher Anschlüsse installiert. Daher genießen Nutzer dieser Variante einige Freiheiten, wo sie den Router aufstellen.

Kabel

In den letzten Jahren sind vermehrt die Anbieter von Kabel-TV mit dem Zusatzangebot von Breitband-Internet auf den Plan getreten. Über die Kabeldose beziehen an das Netz angeschlossene Haushalte damit gegenwärtig die schnellsten Internetverbindungen. Nachteil von einem Anschluss über das Kabelnetz ist der langsame Upload, der zumindest momentan noch deutlich hinter DSL-Anschlüssen liegt. Zum Vergleich: Während Verbraucher mit einem DSL-Anschluss mit maximal 100 Megabit pro Sekunde Daten empfangen, senden sie gleichzeitig mit 40 Megabit pro Sekunde Daten an andere Nutzer. Ein Kabelanschluss erlaubt jedoch selten über 10 Megabit pro Sekunde im Upload.

Art Telefonanschluss Kabelanschluss
Vorteile Gute Upload-Zeiten Gute Download-Geschwindigkeiten
Nachteile Download-Geschwindigkeit limitiert schlechte Upload-Geschwindigkeit
Vor- und Nachteile zwischen einem Internetanschluss über die Telefonleitung und einem Internetanschluss über Kabel

Unterschiede in den Übertragungsarten

Zusätzlich zu den Bezeichnungen mit Megabit pro Sekunde kategorisieren die Provider ihre DSL-Pakete mit ADSL oder VDSL. Dahinter verbergen sich zwei unterschiedliche Standards, die ebenfalls Rückschluss auf die Geschwindigkeit geben. Bei ADSL handelt es sich um einen alten Standard, er steht für „Asymmetric Digital Subscriber Line“. Die letzte Generation dieses Verfahrens, ADSL2+, ermöglicht Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 25 Megabit pro Sekunde.

Was ist Vectoring?
Bei VDSL kommt es im Verteilerkasten zwischen den einzelnen Kupferleitungen zum sogenannten „Übersprechen“, also Störsignalen. Das Vectoring reduziert dieses Phänomen und dadurch den Datenverlust.

Mit VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) sind höhere Übertragungsraten möglich. Die Technik nutzt moderne Glasfaserkabel zur Übertragung. Das letzte Stück zum Kunden läuft jedoch wie bei ADSL auch über die normalen Kupferleitungen der Telefonanlagen. Mit VDSL1 sind Downloadgeschwindigkeiten von 52 Megabit pro Sekunde, mit VDSL2 durch das so genannte Vectoring sogar bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich. Wieviel beim Verbraucher „ankommt“, hängt von seiner Entfernung vom DSLAM ab. Dieser „Digital Subscriber Line Access Multiplexer“ ist ein wichtiger Bestandteil des DSL-Verfahrens. Er reguliert den Datenverkehr, indem er zum Beispiel die einzelnen Frequenzbereiche auf Störungen testet. Mit dem DSLAM fängt die DSL-Übertragung für den Endkunden an. Ursprünglich stehen die DSLAMs im Hauptverteiler. Seit ein paar Jahren stellen Netzbetreiber zudem Outdoor-DSLAMs auf, um die Entfernung zum Endkunden zu verringern und somit die Übertragung zu verbessern.

Highspeed-Internet übers Kabel

Datenübertragungsraten, die darüber hinausgehen, sind mit anderen Kabelarten realisierbar. Die schnellen DSL-Anschlüsse erfolgen ebenfalls über hybride Verbindungen. Sie nutzen das bestehende TV-Kabelnetz und reine Glasfasernetze. Dieses Kabelnetz besteht ebenfalls aus metallischen Leitungen. Offiziell wird diese Art als Hybrid Fiber Coax (HFC) bezeichnet. COAX steht dabei für das im Kabelnetz verwendete Koaxialkabel. Die Kabelnetzbetreiber, die Internet anbieten, nutzen dafür die Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS). Wir fassen diese Anschlüsse ebenfalls unter DSL zusammen, der Tatsache eingedenk, dass die Bezeichnung im Grunde inkorrekt ist. DSL und DOCSIS sind zwei unterschiedliche Verfahren. An ein Kabelnetz angeschlossene Haushalte profitieren von Geschwindigkeiten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde. Eine Übersicht zum besseren Verständnis der drei unterschiedlichen Übertragungstechniken liefert unsere Grafik.

Verbindungsarten
Die Unterschiede der Verbindungsverfahren von DSL im Vergleich.

Probleme mit Datenverlust

Der Vorteil von hybriden Glasfaseranschlüssen liegt nicht nur in der höheren Datenübertragung, sondern auch im geringeren Datenverlust. Während Kupferleitungen auf dem Weg zum Endverbraucher Daten verlieren, wodurch sich die Übertragung verlangsamt, geschieht dies bei Glasfaserleitungen nicht. Je weiter der Endabnehmer mit Kupferleitungen jedoch vom DSLAM entfernt ist, desto höher fällt dieser Verlust aus. Ein Problem für die Übertragung von Daten mittels DSL über das bestehende Telefonnetz stellt zudem die steigende Anzahl der Anschlüsse dar. Je mehr Teilnehmer an derselben Verteilerstelle angeschlossen sind, desto stärker wirken sich Störungen wie das „Übersprechen“ aus. Um eine akzeptable Qualität der Datenübertragung zu gewährleisten, sind die möglichen Anschlüsse also limitiert. Dies hat bereits jetzt Auswirkungen auf die Endkunden. Bei den meisten Internet-Tarifen ist die Angabe von Geschwindigkeiten mit „maximal“ oder „bis zu“ gekennzeichnet. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Netzbetreiber Störgeräusche abschalten müssen, was in einer für den Verbraucher spürbaren Reduzierung der Geschwindigkeit resultiert.

Alternativen zum terrestrischen System

Satelliten-Internet

Der Bezug von Internet über einen Satelliten ist dann empfehlenswert, wenn keine Versorgung durch eine brauchbare Leitung besteht. Für diese Art der Internetverbindung benötigen Nutzer eine Satelliten-Schüssel, die das Signal wie bei den anderen Verbindungsarten auch an einen Router weiterleitet. Die Übertragungsraten variieren stark, müssen sich hinter denen des klassischen DSL oder VDSL aber nicht verstecken. Nachteilig ist lediglich der monatliche Preis, der gegenüber den klassischen Internet-Tarifen höher ausfällt.

Mobilfunk

Ganz ohne Kabel empfangen Nutzer schnelles Internet über den Mobilfunkstandard LTE. Dafür benötigen sie neben einem LTE- oder 4G-fähigen Gerät auch eine SIM-Karte nebst Mobilfunkvertrag bei einem Provider. Im Gegensatz zu den stationären Varianten erreicht LTE jedoch nicht die gewohnten Down- und Uploadraten und ist zudem verhältnismäßig teuer. Dafür verfügen Kunden auch außerhalb der eigenen vier Wände über einen Internetzugang.

4. Warum Sie den Markt immer im Auge behalten sollten

Da sich nicht nur die Technik zur Datenübertragung stetig weiterentwickelt, sondern auch der Ausbau der Leitungen in Deutschland voranschreitet, sollten Verbraucher den Markt stets im Auge behalten und ihren Tarif mit neuen Angeboten des gleichen sowie anderer Anbieter vergleichen. So ändert sich etwa bei Kabelanschlüssen der Übertragungsstandard durch die Weiterentwicklung von DOCSIS. Das ist vor allem für den Upload interessant, der sich mit DOCSIS 3.1 erheblich verbessern soll. Ein Wechsel kann sich hier für Kunden, die einen guten Upload benötigen und daher momentan auf einen DSL-Anschluss setzen, in Zukunft durchaus lohnen. Zudem erhalten Verbraucher durch einen Wechsel oft attraktive Prämien oder können mit ihrem derzeitigen Provider bessere Konditionen aushandeln.

Einzeln, Zweier- oder Dreier-Kombi

Je nach Anbieter wählen Verbraucher bei DSL-Anbietern zwischen Paketen, die nur Internet, Internet und Festnetz-Telefonie oder Internet, Festnetz-Telefonie und spezielle TV-Inhalte umfassen. Die Wahl des Providers hängt also auch von der bestehenden Versorgung ab. Verbraucher mit einem umfassenden Mobilfunkvertrag, der auch eine Festnetz-Flatrate beinhaltet, benötigen beispielsweise kein Internet-Telefon-Kombi-Paket.

5. Wechsel, Umzug, Kündigung – Das sollten Sie beachten

Bei Internet-Verträgen mit langen Laufzeiten von 12 oder sogar 24 Monaten verhält es sich wie bei Stromverträgen: Kunden sollten rechtzeitig vor Laufzeitende – Kündigungsfrist beachten! – die Angebote der Konkurrenz vergleichen. Bei einem Anbieterwechsel sparen Verbraucher häufig nicht nur durch günstigere Tarife, sondern nehmen eventuell auch noch einen Wechselbonus mit. Damit der Wechsel reibungslos abläuft, gibt es einige Dinge zu beachten. Unsere Checkliste hilft beim Anbieterwechsel:

Kündigungsfrist
Wie bei jedem Vertrag besteht auch bei einer Vereinbarung mit dem DSL-Anbieter eine Kündigungsfrist, die in der Regel drei Monate beträgt. Daher gilt es, die Vertragslaufzeit nicht aus den Augen zu verlieren, um eine automatische Verlängerung zu vermeiden, denn in der Regel verlängert sich die Laufzeit eines DSL-Tarifs.
Wechselservice
Verbraucher, die zu einem neuen Anbieter wechseln, müssen häufig ihren alten Vertrag nicht selbst kündigen. Viele DSL-Provider bieten Neukunden einen Wechselservice, der die Kündigung beim alten Anbieter beinhaltet. Dadurch sparen Kunden Zeit, denn der lästige Papierkram erledigt sich von selbst. Die Kündigungsfrist muss natürlich auch hierbei beachtet werden.
Rufnummernmitnahme
Internet und Telefonie gehören bei vielen Anbietern in einen Tarif. Bei einem Wechsel des DSL-Providers wechseln Verbraucher deswegen häufig auch den Telefon-Anbieter. Um die Umständlichkeit zu vermeiden, dass Kunden all ihren Kontakten in diesem Fall eine neue Rufnummer mitteilen müssen, besteht die Möglichkeit, die Rufnummer von einem Anbieter zum anderen mitzunehmen. Verbraucher sollten im Kleingedruckten ihres Providers nachsehen, wie die Regelungen zu diesem Service lauten. Hier sind in den Verträgen häufig Kosten versteckt.

Umzug mit dem Internet

Wer schon einmal umgezogen ist, weiß, dass dies mit der Organisation vieler unterschiedlicher Aufgaben verbunden ist. Auch der DSL-Anbieter muss vom Umzug in Kenntnis gesetzt werden. Schließlich soll am neuen Wohnort schnellstmöglich der gewohnte Zugang zu Telefon und Internet vorhanden sein. Für einen solchen Fall verfügen die Provider in der Regel über einen entsprechenden Umzugs-Service. Meist ist es ausreichend, wenn er 30 Tage vor dem Umzugstermin in Kenntnis gesetzt wird.

6. Hardware für den Empfang von Internet

DSL-Router
Ein Netzwerkrouter empfängt Internetsignale und leitet sie an PC, Laptop, Smartphone und Co weiter.

Für den Empfang der Daten aus dem Internet benötigen Kunden neben einem DSL-Vertrag die passende Hardware. Die Box, die dafür zuständig ist und je nach Empfangsart über ein Telefonkabel per Koaxial-Kabel angeschlossen wird, heißt Router. Solche Netzwerkrouter vermitteln Signale zwischen den Rechenzenten, die für die Kommunikation im Internet notwendig sind. Laptops, Fernseher oder PCs in der Wohnung werden entweder mit einem Kabel oder über eine Funkverbindung mit dem Router verbunden. Nutzer, die eine kabellose Verbindung innerhalb ihrer Wohnung wünschen, sollten bei der Wahl des Internet-Tarifs daher darauf achten, dass der mitgelieferte Router WLAN-fähig ist.

Wer über viel Wohnraum verfügt, der womöglich auch stark verwinkelt ist, findet für gewöhnlich an einigen Punkten der Wohnung Schwachstellen im heimischen WLAN-Netz. Verbindungsabbrüche beim Abspielen von Videos oder Musik sind dabei vorprogrammiert. Abhilfe leisten bei diesem Problem sogenannte WLAN-Repeater, die das ursprüngliche Funksignal aufnehmen, verstärken und weiterleiten.

Sicherheit des Heimnetzwerks

Aus Sicherheitsgründen sollten Kunden nach der Einrichtung ihres DSL-Anschlusses einige Einstellungen in der Konfiguration des Routers vornehmen. Dessen Benutzeroberfläche öffnen Nutzer über ihren Internetbrowser. In der Adresszeile führt in der Regel eine der folgenden IP-Adressen zum entsprechenden Menü:

  • 192.168.1.1
  • 192.168.2.1
  • 192.168.178.1

Alternativ dazu stehen auch Namensbezeichnung wie etwa fritz.box (bei Fritz-Boxen) zur Verfügung. In der Regel erfahren Kunden in der Setup-Anleitung ihres DSL-Anbieters, wie sie den Router ansprechen. Nach erfolgreicher Eingabe der Adresse erscheint eine Anmeldemaske, in die Nutzer ein Passwort eingeben müssen, um Zugriff auf die Einstellungen des Routers zu erhalten. Dieses liefert ebenfalls der DSL-Provider mit und sollte beim ersten Login vom Nutzer geändert werden.

Den Zugriff aufs WLAN schützen
Was bedeutet WPA2?
WPA2 steht für Wi-Fi Protected Access 2 und stellt den aktuellen Sicherheitsstandard für Funknetzwerke dar.

Die Einrichtung eines drahtlosen Netzwerkes für das eigene Zuhause geht mit viel Komfort einher. Ganz ohne lästige Kabel verbinden Nutzer so unzählige Geräte wie Smartphones, Fernseher oder Tablets schnell mit dem Internet. Der Nachteil: Theoretisch kann jeder, der das Signal des Routers empfängt, auch mitsurfen. Daher ist ein Passwortschutz für das eigene WLAN Pflicht. Den Schutz konfigurieren DSL-Kunden ebenfalls über das Menü des Routers. Hier wählen sie die WPA2-Verschlüsselung aus und legen einen Netzwerkschlüssel fest, der den gängigen Sicherheitsstandards folgen sollte: einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

7. Netzausbau in Deutschland

Wie Glasfaser funktioniert
Während die bestehenden Telefon- und Kabelleitung aus Metall bestehen und Informationen elektrisch transportieren, besteht Glasfaser (im Englischen Fiber) aus feinen Glaskanälen, die Daten optisch, als Licht gebündelt, transportieren.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Deutschland im internationalen Vergleich als große Industrienation beim Breitbandausbau des Internets nicht Schritt hält. Vor allem das Gefälle zwischen urbanen und ländlichen Regionen ist dabei markant. An einigen Punkten in Deutschland ist das Surfen im Internet nur unter DSL-Geschwindigkeit oder per Satelliten-Internet möglich – beides keine optimalen Lösungen. Da in Städten auch der Ausbau von Breitbandverbindung teuer ist, die Bundesregierung ihre Agenda, alle Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen, aber dennoch möglichst schnell und kostengünstig vorantreiben möchte, ist in vielen Haushalten nur ein VDSL-Anschluss möglich. Durch das Vectoring sind zwar auch mit VDSL Übertragungsraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich, auf lange Sicht ist dies jedoch zu wenig, da die Anzahl der Anschlüsse absehbar limitiert ist. Besonders im wirtschaftlichen Bereich drängt die Zeit. Die zunehmende Digitalisierung macht Leitungen mit einer möglichst hohen und zuverlässigen Bandbreite erforderlich.

Unterschiede der Glasfaseranschlüsse

Kommunen und Internet-Provider haben mit dem Ausbau ihrer Glasfasernetze bereits begonnen. Die Verteilung in Deutschland ist jedoch sehr ungleich, einen direkten Anschluss an die Glasfaserkabel haben sehr wenige Haushalte. Bei dem Großteil der Internetanschlüsse handelt es sich um die erwähnten hybriden Systeme aus Glasfaser- und Kupferleitungen. Die Situation in Deutschland gestaltet sich momentan so, dass Glasfaser als Rückgrat der Infrastruktur besteht, die letzte Meile zum Endverbraucher jedoch alte TV- und Telefonleitungen bilden.

FTTH
Fiber to the Home
Die Glasfaserleitung führt vom Rechenzentrum direkt in die Wohnung des Teilnehmers und von dort über bestehende Leitungen zur Netzwerkdose.
FTTB
Fiber to the Basement
Die Glasfaserleitung führt ins Gebäude des Teilnehmers und wird über dort vorhandene Kabel weitergeleitet.
FTTN
Fiber to the Node
FTTC
Fiber to the Curb
FTTS
Fiber to the Street
Die Glasfaserleitung führt bis zu einem Verteiler in der Nähe des Teilnehmers und wird von dort über Kupferkabel weitergeleitet
Beispiele: VDSL, HFC
FFTH und FTTB sind spärlich gesät; FTTN/FTTC und FTTS kommen bereits großflächig zur Anwendung.

Während Downloadraten von mehr als einem Gigabyte pro Sekunde für Privatanwender momentan nicht unbedingt notwendig sind und die fehlende Verteilung von direkten Anschlüssen an das Glasfasernetz ein Luxusproblem ist, wird die Technologie im Geschäftsbereich immer wichtiger. Das Internet gehört genau wie Straßenanbindungen zur essenziellen wirtschaftlichen Infrastruktur. Einen Indikator dafür, wie langsam der Netzausbau in Deutschland voranschreitet, bieten die Daten über Kunden von Glasfaseranschlüssen des FTTH Council Europe vom Februar 2016:

Breitbandausbau
Die Grafik zeigt deutlich, dass Deutschland beim Glasfaser-Ausbau den Anschluss verpasst.

Verfügbarkeitsprüfung nutzen und Bandbreite checken

Verbraucher erfahren über die Verfügbarkeitssuche eines DSL-Providers, welche Bandbreite an ihrem Wohnort zur Verfügung steht. Dazu ist nur die Angabe einer Adresse notwendig. Das System des Anbieters prüft innerhalb weniger Sekunden, welche Angebote der Nutzer wählen kann. Internet-Provider geben bei der Bandbreite übrigens stets nur die maximal mögliche Leistung an. Dies ist also keine Garantie, dass Kunden zu jeder Zeit mit voller Geschwindigkeit im Internet surfen können.

Diverse Internetseiten bieten Nutzern die Möglichkeit, die Bandbreite ihres Internetanschlusses kostenlos zu überprüfen. Mit Testmessungen an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten ermitteln Nutzer damit die tatsächliche Geschwindigkeit. Wenn Sie mit den Speed-Tests regelmäßig feststellen, dass Sie zu langsam surfen, sollten Sie Ihren Internet-Provider mit den Messungen konfrontieren und eine Anpassung des Tarifes fordern.

8. So vergleichen wir

Für unseren Vergleich der besten DSL-Anbieter nehmen wir das Angebot der zehn führenden Internet-Provider genau unter die Lupe. Wir recherchieren für Verbraucher die verschiedenen DSL-Pakete und bewerten diese anhand von vier relevanten Testkriterien. In jeder Kategorie vergeben wir zwischen 0,00 und 5,00 Punkten. Die Punktevergabe orientiert sich dabei sowohl an quantitativen Kriterien, die wir anhand eines Katalogs festlegen, als auch an qualitativen Kriterien, die sich diesem Katalog entziehen, was etwa die Leistung des Supports betrifft. Der Durchschnitt der vier Teilwertungen bildet die Gesamtnote des Providers und beschreibt damit gleichzeitig das beste Gesamtpaket in unserem Vergleich. Das bedeutet letztendlich, dass unser Bestplatzierter nicht zwingend die beste Empfehlung für jeden Verbraucher ist, was damit zusammenhängt, dass die Angebote der einzelnen Internet-Provider regionale Unterschiede aufweisen und sich Interessen sowie Anforderungen von Kunde zu Kunde variieren. Beides können wir im Vergleich nicht berücksichtigen.

Angebot

Alle DSL-Anbieter stellen für ihre Kunden verschiedene Tarife zur Verfügung, die sich in ihrem Umfang, ihrer Leistungsfähigkeit und damit auch im Preis voneinander unterscheiden. Reine Internetangebote über DSL gibt es nur noch selten. In den meisten Fällen stellen DSL-Anbieter Pakete aus Telefonie und Internet zur Verfügung. Da die Angebote des kabelbasierten DSL zunehmen, wählen Verbraucher mittlerweile auch aus Paketen, die aus Telefonie, Internet und speziellen TV-Angeboten bestehen. Im Vergleich der Angebote achten wir zudem auf Vorteile, die Verbraucher durch einen Vertragsabschluss erhalten. Dazu zählt neben einem Wechsel- oder Neukundenbonus auch die kostenlose Bereitstellung eines Routers, der zum Empfang des Internets benötigt wird.

Vertragsgestaltung

Verbraucher sollten bei der Recherche nach einem neuen DSL-Angebot stets genau auf die jeweiligen Vertragsbedingungen achten, denn in der Regel gehen sie bei einem Internetanschluss eine Vertragslaufzeit von zwölf oder sogar 24 Monaten ein. Die Internet-Provider werben im Wettlauf um Neukunden dabei mit verlockend günstigen Tarifen, die sich bei näherer Betrachtung jedoch genau als das herausstellen: Lockangebote. Verbraucher sollten daher genau durchrechnen, ob ein niedriger Preis im ersten Jahr den deutlich höheren Preis im zweiten Jahr rechtfertigt. Zudem unterscheiden sich die Internetanbieter bei der Berechnung für die Anschlussgebühr, die eventuell fällig wird, sowie bei den Kosten für den Router. Auch bei Willkommens-Boni gilt es, genau hinzusehen. Oft verbergen sich dahinter Zahlungen, die etwa Kosten für den Router oder die Bereitstellung decken.

Hilfe & Support

Verbraucher, die viel Geld für eine Dienstleistung bezahlen, dürfen einen guten Service erwarten. Dies beinhaltet, dass Kunden bei Störungen, die bei DSL-Anschlüssen erfahrungsgemäß nicht ausbleiben, beim Provider stets einen Ansprechpartner haben, der freundlich und kompetent weiterhilft. Unsere Beurteilung der DSL-Anbieter beschäftigt sich daher auch mit dem Angebot rund um die Hilfeleistungen und die Erreichbarkeit.

badgeFazit der Redaktion

Für Verbraucher ist das Angebot an DSL-Paketen ähnlich schwierig überschaubar wie das Angebot an Versicherungs- und Stromtarifen. Das Angebot ist groß, die Schriftgröße der verlockenden Preise noch größer. Da sich die Laufzeiten von DSL-Verträgen in der Regel auf 12 oder 24 Monate belaufen, sollten Verbraucher die Wahl genau bedenken. Unser Vergleich setzt genau an dieser Stelle an und unterstützt Verbraucher beim Finden des richtigen Internetanbieters. Unser detailliertes Datenblatt listet die Leistungen der Internet-Provider übersichtlich auf und stellt sie einander gegenüber, sodass eine umständliche und zeitaufwändige Recherche für alle Interessenten entfällt. Unser Ranking zeigt zudem, welcher Anbieter für seine Kunden das beste Gesamtpaket liefert.

Im Vergleich überzeugt uns hier insbesondere Vodafone. Der britische Kommunikationsriese beweist sich mit einem starken Angebot an klassischen DSL- und schnelleren Kabel-Angeboten zu Preisen, die dem Branchendurchschnitt entsprechen. Das bestechende Angebot untermauert Vodafone durch einen umfangreichen Support.

Auf Platz zwei positioniert sich Unitymedia mit einem breiten Kabelangebot zu Kampfpreisen. Am Angebot haben wir wenig zu kritisieren. Lediglich die Regelungen zum Wifi-Spot sollten Kunden beachten. Bei Nutzung stimmen sie nämlich zu, durch ihren eigenen Router einen separaten WLAN-Spot für andere Unitymedia-Kunden anzubieten. Kritik üben wir an dieser Stelle nicht unbedingt am System per se, sondern an der in den AGB versteckten Verklausulierung dieser Nutzungsbedingungen.

Mit 1&1 findet sich auf Platz drei ein Anbieter von klassischem DSL und VDSL mit zwar etwas begrenztem, aber dafür günstigem Angebot. Ferner überzeugt 1&1 durch einen tadellosen Kundenservice.