Andreas Kiener

Internet-Security Test

Die beste Security-Suite 2019 im Vergleich

Testergebnis
Ausstattung
Für wie viele Geräte?
Virenscanner
Firewall
Kinderschutz
Passwort-Manager
Banking-Schutz
Anti-Phishing
Anti-Tracking
Backup
Cloud-Speicher
Windows-Version
Mac-Version
Android-Version
iOS-Version
Sicherheit
Echtzeitscan
Automatische Updates
Schutzwirkung (AV-Test)
Genauigkeit (SE Labs)
Malware-Entfernung (AV Comparatives)
Performance
Benötigter Speicherplatz
Auswirkung auf Systemstart
Schnellscan
Vollständiger Scan
AV Test-Wertung
AV Comparatives-Wertung
PC-Optimierung
Bedienung
Keine Werbung
Uninstaller
Spielmodus
Temporär deaktivierbar
Planbarer Systemscan
Statistiken
Automatische Firewall-Konfiguration
Individuelle Firewall-Regeln
Komponentenauswahl bei Installation
Deutschsprachige Version
Dokumentation und Support
Hilfedokumente
Erklärungen im Programm
Webformular
E-Mail-Support
Telefonsupport
24-Stunden-Hotline
Live-Chat
Forum
Forum auf Deutsch

Zuverlässig vor Angriffen aus dem Internet schützen

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Internet-Security-Software ist mehr als ein Virenscanner. Sie ist ein Gesamtpaket für maximale Sicherheit und beinhaltet oft zusätzlich eine Firewall, E-Mail-Schutz, einen Kinderschutz und einen abgesicherten Browser fürs Online-Banking.
  • Internet-Security-Software schützt gegen bekannte und zukünftige Gefahren aus dem Netz.
  • Neben dem Virenschutz sorgt eine Internet-Security-Suite auch für höhere Sicherheit bei sensiblen Aktivitäten im Internet wie Online-Banking oder Online-Shopping.
  • Internet-Security-Suites werden oft als Multi-Device-Lizenz angeboten und beinhalten dann auch Smartphone- und Tablet-Schutz.

Unsere Testsieger

In unserem Vergleich konnten sich vor allem die Programme Kaspersky Internet Security, Bitdefender Internet Security und Norton 360 Standard durchsetzen. Auch die Viertplatzierten Panda Dome Advanced und Avira Internet Security überzeugen mit einem exzellenten Gesamtpaket und liegen nur knapp hinter dem Siegertrio. 

Kaspersky und Bitdefender überzeugen mit einem großen Funktionsumfang und dem besten Support im Test. Auch der dritte Podiumsplatzierte kann mit dem führenden Duo in puncto Bedienbarkeit und Performance mithalten. Lediglich beim Support muss Norton Punktabzüge hinnehmen. Bis auf TotalAV bieten sämtliche Programme des Test zudem eine exzellente Schutzleistung.

Norton und Bitdefender sind zudem nicht nur unter den Top drei platziert, sondern bieten auch das günstigste Gesamtpaket an. Das Testfeld bewegt sich auf einem ähnlichen Preisniveau, lediglich BullGuard fällt ein wenig aus dem Rahmen. Die meisten Programme sind für die Installation auf einem Gerät gedacht; mit Ausnahme von McAfee Total Protection (10 Geräte), BullGuard Internet Security (3 Geräte) und TotalAV Internet Sicherheit (5 Geräte). Die Wahl obliegt dem Nutzer: Sämtliche Internet-Security-Programme lassen sich auch auf mobilen Endgeräten nutzen.

1. Warum braucht der PC einen Virenschutz?

Wer die Nachrichten aus der Technologie-Branche aufmerksam verfolgt, der weiß, dass es Cyberkriminelle verstärkt auf Kunden- und Zugangsdaten abgesehen haben. Insbesondere namhafte Unternehmen sind von dem Datendiebstahl betroffen. Auch Erpressersoftware wie Locky, TeslaCrypt oder der berüchtigte Bundespolizei-Trojaner sind in den letzten Jahren immer häufiger aufgetaucht. Unsere Grafik zeigt die gefährlichsten Viren. Ein effizienter Schutz der persönlichen Daten auf der Festplatte ist damit besonders wichtig.
Daher sollte mindestens einmal pro Woche ein effizienter Schutz die Festplatte auf Virenbefall untersuchen. Bei den kommerziellen Produkten geschieht dies zum Glück automatisch. Hier lässt sich eine permanente Überwachung einstellen. Da regelmäßige Updates durch die Hersteller veröffentlich werden, müssen Nutzer diese selbstverständlich auch einspielen. Nur so ist der Virenschutz zuverlässig gewährleistet.

Welche Schäden kann Malware verursachen?

Die Schäden, die auf einem Computer ohne Internet-Security-Suite verursacht werden, sind vielfältig. Das Schadensspektrum reicht von einer zunehmenden Verlangsamung der Rechenprozesse bis hin zum Totalausfall eines Netzwerkes. Folgende Probleme und Schäden treten typischerweise auf, wenn ein PC ohne Security-Programm mit einem Virus infiziert ist:

  • Änderung der Nutzereinstellungen, beispielsweise der Browser-Startseite
  • Aggressiver Spam
  • Allmähliche Zunahme des ausgehenden Datenvolumens
  • Deutliche Verlangsamung des Rechners und der Arbeitsprozesse
  • Totalausfall des Systems durch Zerstörung von relevanten Systemkomponenten
  • Verlust oder Verschlüsselung von wichtigen Daten
  • Datendiebstahl

Hacker können auch den Computer von ahnungslosen Privatpersonen fernsteuern und als Teil eines Bot-Netzes zum Versenden von Spam-Mails missbrauchen, meistens sogar, ohne dass der Eigentümer des Computers etwas ahnt. Ein zuverlässiger Virenschutz verhindert auch diese Cyber-Angriffe.

2. Welche Vorteile bringt mir eine Internet-Security-Suite?

Eine Internet-Security ist ein Software-Paket, in dem mehrere Programme zusammengefasst sind, die den Computer vor Gefahren aus dem Internet schützen.

SICHERHEIT IM WLAN-NETZ

Auch unterwegs sorgt eine Internet-Security-Suite für Sicherheit. Beim Einloggen in ein fremdes WLAN-Netz prüft sie, ob die Verbindung sicher ist oder sich dort eine Gefahr für den Computer verbirgt.

SCHUTZ DER PRIVATSPHÄRE

Mit cleveren Anti-Phishing-Tools schützt eine Internet-Security-Software die Privatsphäre und die persönlichen Daten des Users. Neben einer virtuellen Tastatur gehört auch ein wirksamer Schutz vor Ransomware zur Ausstattung von ausgezeichneten Sicherheits-Paketen dazu.

SICHERER ZAHLUNGSVERKEHR

Online-Banking und Online-Shopping sind für die meisten Internetnutzer selbstverständlich. Bei solchen Transaktionen versendet der User sensible Daten über das Netz. Die Händler setzen Sicherheitsverfahren wie SSL-Verschlüsselung ein, um diese Daten zu schützen. Aber ein hundertprozentiger Schutz ist auch damit nicht erreichbar. User tun also gut daran, auch selbst für möglichst hohe Sicherheit zu sorgen. Internet-Security-Suites schirmen die Dateneingaben in einen geschützten Browser-Bereich ab, so dass sie vor ungewollten Mitlesern sicher sind.

SCHUTZ VON KINDERN UND JUNGEN INTERNETNUTZERN

Auch Kinder möchten Computer und Internet mitbenutzen. Schließlich bietet das World Wide Web für die Kleinen viele Spiel- und Lernangebote – doch eben nicht nur. Eine Internet-Security-Suite sorgt mit verschiedenen Kinderschutz-Einstellungen dafür, dass Content für Erwachsene blockiert wird. Außerdem kann die Software die Online-Aktivitäten des Sprösslings im Auge behalten und die unbedachte Herausgabe persönlicher Daten sperren.

KONSTANT STARKE PC-LEISTUNG

Ein Virenschutz, der das System zwar schützt, dabei aber viele Systemressourcen braucht, verfehlt seinen Zweck. Eine professionelle Internet-Security arbeitet unauffällig im Hintergrund. Sie sorgt für Sicherheit, ohne dass der PC-Nutzer dies bemerkt. Einige Programme bieten sogar Optimierungstools oder nutzen die Cloud zum Scannen und Prüfen von verdächtigen Anwendungen und schonen so die lokalen Systemressourcen.

3. Funktionen einer Internet-Security-Software

Zu einer Security-Suite gehören ein Virenscanner mit verschiedenen Scan-Modi ebenso wie ein Schutz des Browsers für sicheres Surfen und ein Schwachstellenscan, der Lücken in der Sicherheit des Systems aufspürt. Darüber hinaus verfügen viele Security-Programme über spezielle Anwendungen, die etwa den persönlichen E-Mail-Verkehr überwachen oder eine Kindersicherung für den privaten Internetzugang bereitstellen. So können Eltern den Internetzugang für ihre Kinder soweit absichern, dass die jungen Computernutzer nur kinderfreundliche Internetseiten finden. Auch die Gefahr, dass das Kind unbeabsichtigt schädliche Software auf den Computer lädt, ist damit eingedämmt.

Jede Internet-Security-Suite sollte jedoch die wesentlichen Schutzleistungen eines erweiterten Virenschutzes mitbringen. Dazu zählen unter anderem folgende Komponenten:

Echtzeit-Scan

Dieser Virenschutz  ist ständig aktiv und überwacht im Hintergrund sämtliche Dateien, Anwendungsaktivitäten sowie den Arbeitsspeicher. Sollte im Zuge dieses Prozesses eine verdächtige Aktion oder ein bösartiges Programm entdeckt werden, meldet der Echtzeit-Scanner dies dem Anwender und die Security-Suite erfragt die weitere Vorgehensweise. Je nach Einstellung kann dieser Prozess auch automatisch ablaufen – das Programm löscht dann den Schädling ohne Rückfrage oder verschiebt ihn in einen abgesicherten Quarantäne-Bereich.

Spam-Schutz und Anti-Phishing-Funktion

Ein E-Mail-Schutz überwacht den ein- und ausgehenden elektronischen Briefverkehr. Dabei werden auch die Anhänge einer E-Mail sowie enthaltene Links in einer Nachricht von der Internet-Security überprüft. Findet der Malware-Wächter etwas Verdächtiges, erhält der User eine Warnung und die Empfehlung, die E-Mail nicht zu öffnen. Ergänzend dazu ist in vielen Sicherheitssuiten noch ein Phishing-Schutz integriert, welcher das böswillige sowie unbefugte Abgreifen sensibler Daten – wie Passwörter, Nutzernamen oder Kontodaten – durch dubiose E-Mails oder gefälschte Webpräsenzen unterbindet.

Firewall

Eine Firewall ist ein Schutzsystem, das den Datenverkehr zwischen dem Computer und dem Internet überwacht. Bei verdächtigen Aktionen blockiert die Internet-Security den Zugang zum System. Der Nutzer muss gegebenenfalls seine Zustimmung zu der Ausführung geben.

Kindersicherung

Die Kinderschutzfunktion sichert den Computer so ab, dass Kinder auch ohne das Beisein eines Erwachsenen das Internet nutzen können. Die Internet-Security fungiert dann gewissermaßen als virtuelle Aufsichtsperson. Sie sorgt dafür, dass junge PC-Nutzer beim Surfen im Internet ausschließlich auf kindgerechten Webseiten landen. In der Regel erfolgt dies über Black- und Whitelists, auf denen die Eltern die Webadressen eintragen, welche gesperrt beziehungsweise erlaubt sind. Zur Vereinfachung greift der Kinderschutz auf Datenbanken zu, die Websites nach Kategorien katalogisieren. Eltern müssen dann nur noch angeben, dass sie beispielsweise die Kategorie „Gewalt“ oder „Glücksspiel“ sperren möchten. Auch die Sperrung bestimmter Suchwörter sowie die Einschränkung der Nutzung sozialer Netzwerke ist manchmal möglich – hier sind vor allem die Kommunikation mit Dritten sowie die Preisgabe vertraulicher Informationen betroffen.

Online-Banking-Schutz

Der Online-Banking-Schutz schafft eine vom restlichen Browser isolierte Umgebung, sodass Nutzer ihre sämtlichen Finanztransaktionen in einem sicheren Bereich tätigen. Häufig ermöglichen die Security-Suiten auch eine Passworteingabe per Bildschirmtastatur, um das unbefugte Abgreifen von Informationen durch Keylogger (Programme, die Tastenanschläge protokollieren) zu erschweren.

Ransomware-Schutz

Ransomware blockiert und verschlüsselt private Dateien auf der Festplatte und fordert ein Lösegeld für die Freigabe vom Nutzer. Diese Erpressersoftware erfreute sich gerade in letzter Zeit bei Cyberkriminellen wachsender Beliebtheit. Ein Ransomware-Schutz ist daher ein Muss für jede moderne PC-Sicherheitssoftware. Damit kann der User bestimmte Bereiche und Ordner auf der Festplatte durch die Security-Software so schützen lassen, dass der unbefugte Zugriff und die Verschlüsselung nicht mehr möglich sind.

4. Zusatzfunktionen einer Internet-Security-Software

Neben dieser Grundausstattung warten Sicherheitssuiten mit vielen sinnvollen Erweiterungen auf, die zusätzlichen Schutz versprechen.

Passwort-Manager

Ein Passwort-Manager sollte Teil jeder Internet-Security sein. Er verwaltet und schützt sämtliche aktiven Passwörter des Benutzers. Darüber hinaus enthalten viele Security-Suiten einen Passwort-Generator, der sichere Logins erstellt. Diese sind aufgrund ihrer Zeichenlänge und der Zufallsauswahl von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen extrem knacksicher.

Datenverschlüsselung

Die Verschlüsselung von Daten ist ein wichtiger Teil der Datensicherheit, die eine Internet-Security bietet. Mit verschiedenen Algorithmen werden Daten unleserlich gemacht. Auf diese Weise sind sensible Daten vor dem Zugriff unbefugter Dritter hervorragend abgesichert. Nur, wer den richtigen Decodierungsschlüssel besitzt, kann die Dokumente einsehen.

Datenschredder

Einfaches Löschen ist keine Garantie dafür, dass Daten wirklich unwiederbringlich von der Festplatte verschwunden sind. Dabei werden nämlich nicht wirklich sie gelöscht, sondern nur der Eintrag in der Partitionstabelle der Festplatte, der beschreibt wo die Datei liegt. Mit den richtigen Tools können gelöschte Dateien daher im Handumdrehen wiederhergestellt werden.

Beim Verkauf von Hardware ist es daher ratsam, die Speichermedien möglichst komplett zu überschreiben, so dass keine persönlichen Daten, Dokumente oder Fotos in fremde Hände gelangen. Aus diesem Grund sind Internet-Security-Suites oft mit einem Datenschredder ausgestattet. Er überschreibt die gelöschten Dateien mehrmals mit zufälligen Daten. Auf diese Weise ist eine unbefugte Datenwiederherstellung ausgeschlossen.

PC-Tuning

Sicherheitssoftware arbeitet permanent im Hintergrund. Idealerweise so unauffällig, dass der Nutzer bei der Arbeit am PC kein Ruckeln oder andere Leistungsprobleme wahrnimmt. Schließlich soll die Sicherheit nicht zu Lasten der PC-Geschwindigkeit gehen. Einige Internet-Security-Suites unterstützen daher die Performance des Computers. Die Internet-Security analysiert installierte Add-ons oder Toolbars und empfiehlt deren Deaktivierung, falls eine dieser Erweiterungen die Systemleistung spürbar verlangsamt oder die Sicherheit des Computers gefährdet. Außerdem beschleunigt die PC-Tuning-Funktion den Rechner, indem sie überflüssige Prozesse abschaltet und Festplattenspeicher optimiert.

5. Internet-Security vs. Antivirus

Internet-Security-Programme sind Sicherheitspakete, deren Schutzleistung im Gegensatz zu Antivirenprogrammen über die Erkennung und Entfernung von schädlicher Software hinausgeht. Im Vergleich dazu bietet ein Antivirenprogramm hauptsächlich Virenschutz für den PC und das Heimnetzwerk.

Was ist der Mehrwert einer Internet-Security?

Bei einer Internet-Security-Suite erhält der Nutzer einen erweiterten Schutz, der auch die Online-Sicherheit, den Schutz der Privatsphäre beim Surfen im Internet und den klassischen Virenschutz einschließt. Für die Sicherung persönlicher Daten beim Online-Banking oder beim Online-Shopping hat eine Internet-Security-Software einige Features mehr zu bieten als Antivirus-Software. Der genaue Funktionsumfang ist von Programm zu Programm unterschiedlich.

FunktionenAnti-VirusInternet-Security
Virenscan
Leistungsoptimierung
Echtzeitscan
Netzwerkschutz
Online-Banking-Schutz optional
Firewall optional
Kinderschutz optional
Spamschutz optional
Dateiverschlüsselung
Dateischredder
Keylogger-Schutz
Systemüberwachung bei (unerlaubten) Änderungen
Cloud-Speicher
Backup
Der Funktionsumfang eines Antivirusprogrammes und einer Internet-Security im Vergleich.

6. Freeware oder Kaufversion?

Eine einfache Internet-Recherche genügt, um zu wissen, dass ein Virenschutz für den PC auch kostenlos zu haben ist. Bekannte Sicherheitssoftware-Hersteller wie Kaspersky, Bitdefender oder Norton bieten ihre Virenscanner auch als freie Versionen an. Diese stehen in ihrer Erkennungsleistung den Tools aus den Kaufversionen in nichts nach. Allerdings sollten sich Verbraucher über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Gratis-Angebote nicht täuschen lassen.

Freeware von bekannten Anbietern oder auch Testversionen sind perfekt geeignet, wenn Nutzer ein neues Security-Programm vor dem verbindlichen Kauf testen möchten. Letztere bieten die meisten Hersteller für einen Testzeitraum von rund 30 Tagen an. Auf lange Sicht bietet die Freeware eines Security-Programmes aber keinen ausreichenden Schutz gegen aktuelle Cyberbedrohungen.

Für den zuverlässigen Schutz vor Malware und beim Surfen müssen Verbraucher nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Der Vergleich der besten Internet-Security-Programme zeigt, dass schon im unteren Preissegment manch leistungsfähige Internet-Security erhältlich ist.

7. Sicherheitssuiten für Mac OS und Linux

Im April 2017 meldeten die Virenschutzexperten des Herstellers ESET eine neue Malware, die Computer mit dem Betriebssystem Linux im Visier hat. Die Linux/Shishiga-Malware verbreitet sich über vier verschiedene Protokolle (SSH, Telnet, HTTP und BitTorrent) und versucht mit einer Passwortliste, in den Computer einzudringen. Die Entdeckung verdeutlicht, dass neben Windows auch andere Systeme wie Linux in den Fokus der Cyberkriminellen rücken.

Linux-Web-Server im Visier von Cyberganoven

Linux-Web-Server sind auch deshalb für kriminelle Hacker attraktiv, weil sich diese länger als Bot-Netz missbrauchen lassen. Spürbaren Schaden richten die Viren auf Linux nicht an. Daher wird ein Befall oft erst spät bemerkt. Doch der Linux-Computer verwandelt sich ohne Virenschutz unbeabsichtigt in eine Virenschleuder.

Linux-basierte Web-Server kommen oft in Unternehmen zum Einsatz. Landet ein Virus in einem Unternehmensnetzwerk, kann dies teuer werden. Es ist nicht die Hardware, die der Firma Kosten verursacht, sondern der Ausfall des Netzwerks. Hinzu kommt der Aufwand für die Entfernung der schädlichen Programme.

Braucht Mac OS eine Internet-Security?

Malware-Attacken auf Computer mit Mac OS treten sehr selten auf. Hinzu kommt, dass Apple sein Betriebssystem mit mehreren Security-Komponenten ausstattet. Dazu zählen Gatekeeper, Sandbox und die Download-Schutzeinheit Xprotect.

Ergänzt wird dieses Security-Paket durch die Dateiquarantäne, die zu Programmen gehört, welche Dateien aus dem Internet herunterladen. Das betrifft unter anderem den Browser Safari sowie das E-Mail-Programm.

Viele Mac-User vertreten die Auffassung, dass Mac OS kein externes Security-Programm benötigt. IT-Security-Experten mahnen jedoch zur Vorsorge. Wenn immer mehr Verbraucher auf Mac OS umsteigen, wird das System auch für Hacker ein zunehmend attraktives Angriffsziel.

Nach Angaben von Fachmagazinen ist das Apple-System vor allem in den USA eher von aggressiver Adware betroffen. Auch Ransomware könnte so weiterentwickelt werden, dass sie für OS X eine ernste Bedrohung darstellt.

Tipp:

Nähere Infos über Mac-Virenscanner finden Sie in unserem Vergleich der besten Mac-Antivirus-Software.

Einige Firmen bestehen auf einem zusätzlichen Schutzprogramm für Mac. Ebenso wie Linux kann sich ein Mac in einem Unternehmensnetzwerk als Malware-Schleuder für Windows-Viren erweisen. Um eine größtmögliche Schutzwirkung für Unternehmenszahlen, Kundendaten und Logins zu garantieren, sollten Mac-User, die ihren Computer beruflich und privat verwenden, diesen mit einer eigenen Internet-Security-Software ausstatten.

8. Internet-Security für Smartphones und Tablets

Ohne Security-Software bilden mobile Endgeräte eine große Sicherheitslücke. Kriminelle, die an persönliche Daten und Geld herankommen wollen, wissen dies genau.

Android ist ein beliebtes Ziel für Hacker

IT-Security-Experten von Kaspersky berichten in ihren Quartalsreports, dass neben Windows auch das mobile Betriebssystem Android ein beliebtes Angriffsziel von kriminellen Hackern ist. So habe sich die Anzahl mobiler Malware 2018 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt: von 66,4 Millionen mobilen Angriffen auf 116,5 Millionen.

Wenn man bedenkt, wie viele Verbraucher ihr Handy beziehungsweise Tablet zum Surfen oder Online-Shopping nutzen, ohne dabei an die Sicherheit zu denken, ist dies keine Überraschung. Mittlerweile speichern viele User private Daten wie Logins, Kontaktdaten oder Fotos auf den kleinen, mobilen Computern, um alles Wichtige immer und überall dabei zu haben.

FinTech-Apps (Finanztechnologie-Programme) machen die Abwicklung der Bankgeschäfte über Smartphone und Co wunderbar einfach und kommen entsprechend oft zum Einsatz. Kein Wunder, dass Banktrojaner und mobile Ransomware zu den Schadprogrammen gehören, die allmählich an Popularität gewinnen.

Die bekannten Hersteller von Internet-Security-Software bieten daher jeweils eine passende App für Android an. Viele Anbieter stellen auch Bundles zur Verfügung, in denen sowohl eine Lizenz für den Desktop-Computer, etwa für Mac oder Windows, als auch für ein mobiles Gerät vorhanden ist. Dabei kopieren die Entwickler nicht etwa eins zu eins die Security-Software für Desktop-Computer, sondern bieten eine maßgeschneiderte Security-App. Diese Security-App enthält unter anderem Funktionen zum Diebstahl-Schutz oder zur erweiterten Überwachung anderer Apps.

Während Windows für den PC auf jeden Fall einen zuverlässigen Virenschutz benötigt, ist das Windows Phone gut geschützt. Alle Apps laufen nur in einer sicheren Sandbox-Umgebung ab. Zugriffe auf Kamera, Kontaktdaten oder Standort sind strikt eingeschränkt. Ein separater Virenscanner ist somit für Windows Phones nicht nötig.

Das gilt auch für das iPhone. Apple sichert sein mobiles Betriebssystem durch eine geschlossene Umgebung und ein verstecktes Dateisystem vor schädlichen Programmen. Zudem beziehen Nutzer ihre Apps ausschließlich aus dem App Store. Apple überprüft jedes neue Programm vor der Freigabe für den Store. Damit ist iOS auf vielfältige Weise gegen Viren geschützt.

Anders sieht es jedoch aus, wenn ein Nutzer die Software seines iOS-Geräts mit einem sogenannten Jailbreak modifiziert hat. Der Jailbreak hebelt Sicherheitsmaßnahmen von Apple aus, daher sollten User nicht auf zusätzliche Sicherheitssoftware verzichten.

Für alle Systeme gilt jedoch: Vorsicht bei der Internetnutzung! Die Gefahr von Phishing und Datendiebstahl beim Besuch von gefälschten Websites besteht generell. Experten raten daher den Nutzern, alle Updates des Betriebssystems und zu installieren, um Sicherheitslücken zu schließen. Auch Anwendungen sollten immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden. In manchen Internet-Security-Suites gibt es daher Tools, die überprüfen, ob es Updates für Programme gibt. Einige Security-Software-Anbieter stellen auch Safe-Browser-Tools zur Verfügung, die als weitere Sicherheitsebene die Gefahr, ausspioniert zu werden, minimieren.

So testen wir

Wer für seinen Computer einen zuverlässigen Schutz vor den vielfältigen Bedrohungen aus dem Internet sucht, ist mit einem Internet-Security-Programm gut beraten. Diese Security-Software-Pakete bieten in puncto Funktionsumfang die ideale Ausstattung. Doch worauf kommt es bei der Auswahl der richtigen Sicherheitssoftware wirklich an?

Mit dem Vergleich der besten Internet-Security-Programme möchten wir unentschlossenen Nutzern bei der Kaufentscheidung zur Seite stehen. Für den Test wurden fünf Prüfkriterien festgelegt, anhand derer wir jedes einzelne Security-Software-Produkt gründlich unter die Lupe genommen haben. Folgende Kriterien berücksichtigt der Test:

Pro Kriterium kann ein Security-Produkt maximal 10,0 Punkte erreichen. Aus dem Durchschnitt der einzelnen Bewertungen ergibt sich schließlich eine Gesamtpunktzahl. Eine kurze Zusammenfassung am Ende des ausführlichen Testberichtes hebt das Wesentliche aus den fünf Prüfkriterien hervor und stellt nochmals die relevanten positiven wie negativen Aspekte der jeweiligen Sicherheitslösung gegenüber.

Unser Testsystem

Um Messunterschiede bei der Performance auszuschließen, haben wir jede Software auf dem gleichen System getestet. Unser System besitzt folgende Spezifikationen:

  • Windows 10 Pro 64 Bit
  • Intel-Core i5-6500T 2,5 GHz Quad-Core
  • 8 GB RAM
  • 256 GB SSD-Festplatte

Ausstattung

Der Leistungsumfang von Internet-Security-Suites kann sehr unterschiedlich sein. Manche Produkte glänzen mit einem sehr umfassenden Funktionsumfang, der nichts vermissen lässt. Bei anderen entsteht hingegen der Eindruck, als hätte die Marketing-Abteilung schnell noch ein paar Features verlangt, um den Virenscanner auch als Internet-Security verkaufen zu können.

Nicht immer ist es ganz einfach, aus den Herstellerangaben herauszulesen, was sich tatsächlich hinter einem Feature verbirgt. So kann ein Online-Banking-Schutz nichts weiter sein als ein minimal erweiterter Phishing-Schutz, dahinter kann sich aber auch eine eigens abgesicherte Desktopumgebung mit einem eigenen Browser (meist eine modifizierte Version des Open-Source-Browsers Chromium) verbergen, welche die Verbindung zum Bankserver isoliert, heimliche Screenshots unterbindet und mit einem virtuellen Keyboard vor Keyloggern schützt.

Wir haben daher jedes Programm installiert und uns angesehen, was es tatsächlich leistet. Es würde allerdings den Rahmen eines noch so ausführlichen Tests sprengen, jeder einzelnen Funktion die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken. Daher stehen in unseren Testberichten Kernfunktionen im Mittelpunkt. Auch Dinge, die das jeweils getestete Programm von anderen Internet-Security-Suites unterscheiden, waren für uns besonders interessant.

Wichtige und weniger wichtige Komponenten

Besonders interessant sind die Firewall und die Kinderschutzsoftware. Beide Funktionen können wichtige Gründe für Kunden sein, sich für eine Internet-Security-Suite statt für einen Virenscanner zu entscheiden. Auch das Vorhandensein eines Passwort-Managers ist von Bedeutung, denn diese Software schließt eine der größten Sicherheitslücken auf jedem mit dem World Wide Web verbundenen Rechner. Die entsteht nämlich durch User, die aus Bequemlichkeit unsichere Passwörter verwenden. Passwort-Manager gehören leider nicht zur Standardausstattung von Internet-Security-Suites, sie sind in fünf von acht der getesteten Pakete enthalten. Besonders gelungen sind sie bei Bitdefender Internet Security und Norton 360 Standard.

Wichtig war uns ebenfalls der Phishing- und Tracking-Schutz beziehungsweise das Sicherheitsrating von Websites, das nicht bei allen Anbietern zur Standardausstattung gehört. Diese Komponenten implementieren die Hersteller auf verschiedene Arten: Viele blenden schon in der Ergebnisliste von Suchmaschinen wie Google oder Bing kleine Icons mit einer Sicherheitsbewertung ein. Häufig informiert auch ein Browser-Plug-In über die Sicherheit der aktuellen Website und zeigt beim Versuch, eine unsichere Website zu besuchen, im Browser eine Warnung an.

Spam-Filter sind zwar elementarer Bestandteil von Internet-Security-Software, sie spielen jedoch für Privatanwender heute nur selten eine Rolle, da diese meistens Konten bei Webmail-Anbietern haben, die Spam ohnehin serverseitig filtern. Zudem funktioniert die überwiegende Mehrheit der Spam-Filter nur gemeinsam mit E-Mail-Clients wie Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird. Wer zufällig einen inkompatiblen E-Mail-Client verwendet oder seine Mails per Web-Interface abruft, hat nichts davon. Daher haben wir uns im Test nicht weitergehend mit ihnen befasst.

Einige Pakete beinhalten auch eine Backup-Lösung, namentlich KasperskyBitdefenderNortonPandaAvira und Bullguard. Falls der PC infiziert sein sollte und sich nicht mehr hochfahren lässt, kann der Nutzer das System in einer gesicherten Backup-Umgebung starten und das Internet-Security-Programm von dort aus gegen die Schadsoftware vorgehen lassen. Das ist definitiv ein Pluspunkt, ebenso wie eine verfügbare Cloud. Diese ist in zweierlei Hinsicht nützlich: Als Speicher erlaubt sie dem Nutzer, dessen Daten online zu speichern und vor Übergriffen auf den Computern zu schützen. Zudem arbeiten die meisten Virenscanner mittlerweile cloudbasiert und proaktiv. Bekannte Schadsoftware wird vom Programm in ein Online-Register eingetragen, so dass die Scanner jederzeit darauf zugreifen und Malware erkennen können, bevor diese Schaden anrichtet.

Viele weitere Funktionen können als nette Zugaben gelten. Tools, die die Feature-Liste erweitern, oft nicht besonders aufwändig umzusetzen sind und sicher nicht schaden, aber deren Fehlen auch die Kernfunktion einer Internet-Security-Suite nicht wesentlich beeinträchtigt. Dazu gehören Tools zum sicheren Löschen, Sandboxen (die für die meisten User schlicht nicht sinnvoll sind), virtuelle Keyboards (sowieso ein Bestandteil von Windows 10) und System-Optimierer (nett, nützlich, aber haben nur am Rande etwas mit Internet-Sicherheit zu tun).

Sicherheit

Die Hauptaufgabe einer Internet-Security-Suite ist es, für ein Höchstmaß an Sicherheit auf dem PC-System und in den Dateien zu sorgen. Aus diesem Grund überprüfen wir, welche Komponenten der Internet-Security-Software der Sicherheit zugutekommen. Selbstverständlich sollten Features wie Anti-Phishing und ein Spyware-Schutz ebenso Pflicht sein wie ein E-Mail-Schutz oder eine leistungsstarke Firewall. Pluspunkte gibt es für Security-Programme, die auch mit Extras wie einem Passwort-Manager aufwarten können.

Für die Bewertung der Anti-Malware-Module orientieren wir uns auch an den Ratings unabhängiger Testlabore. Diese anerkannten Prüfinstitute kontrollieren regelmäßig unterschiedliche Anti-Viren-Programme. Dabei unterziehen sie die Software umfassenden Tests mit verschiedenen Sets aus Malware-Samples.

Prüflabore aus dem deutschen Sprachraum sind auf diesem Gebiet weltweit führend. Das möglicherweise wichtigste von ihnen ist AV Test mit Sitz in Magdeburg. Auch AV-Comparatives aus Österreich testet eine Vielzahl einschlägiger Programme. Ebenfalls in Europa ansässig ist das britische Testlabor SE Labs.

Minimale Unterschiede auf hohem Niveau

Generell leistet sich keine der Internet-Security-Suites deutliche Schwächen bei der Sicherheit ihrer Anti-Malware-Komponente. Selbst eine vergleichsweise schlechte Wertung bei AV Test mit nur vier von sechs Punkten bedeutet eine Malware-Erkennungsrate von annähernd einhundert Prozent: Der aktuelle Industriedurchschnitt liegt hier bei 99,97 Prozent.

In der Kategorie Sicherheit geht es also um kleine Nuancen auf hohem Niveau. Bis auf TotalAV erreichten bei AV Test sämtlichte der von uns getesteten Programme die Bestwertung. Als einzige Sicherheitssoftware erreichten Norton 360 Standard und Kaspersky Internet Security bei SE Labs eine 100-prozentige Schutzwirkung. Im Test von AV Comparatives haben sich unter unsren Produkten Avira Internet Security und Bitdefender Internet Security als Sieger hervorgetan. 

Performance

Für die ununterbrochene Absicherung des PC-Systems sind Security-Suites fortwährend im Hintergrund aktiv. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass die Sicherheitssoftware dauerhaft einen Teil der Systemressourcen beansprucht.

Der Prüfpunkt Performance widmet sich der Frage, inwiefern die Internet-Security die Rechenleistung beeinträchtigt. Macht sich ein vollständiger System-Scan der Security-Software vielleicht durch Verzögerungen oder Ruckeln bemerkbar? Ein Virenwächter, der in diesem Punkt unauffällig bleibt und dennoch immer auf dem neusten Stand ist und alle Gefahren meldet, kann im Test am besten punkten. In diesem Zusammenhang werfen wir auch einen kritischen Blick auf die Systemanforderungen jeder Security-Software.

Dazu sehen wir uns die Auswirkungen auf die Boot-Zeit des Rechners an. Im weitesten Sinne unter Performance fällt auch die tatsächliche – im Gegensatz zum unter den Systemvoraussetzungen vom Hersteller angegebenen Wert – Festplattenbelegung der Programme. Von Interesse ist für uns auch die jeweilige Scan-Dauer, hier bestehen deutliche Unterschiede, sowohl beim vollständigen System-Scan als auch bei dem meistens vorhandenen Schnell-Scan.

Bedienung

Wenn ein Security-Programm verschiedene Features und Tools mitbringt, klingt dies für den Verbraucher zunächst gut. Dennoch hängt der Mehrwert der Funktionen und Extras auch von der Gestaltung der Benutzeroberfläche und vom Bedienkomfort ab. Die Programmoberfläche der Security-Suites sollte klar und übersichtlich strukturiert sein, so dass bereits auf den ersten Blick alle notwendigen Features erkennbar sind. Von Vorteil ist es, wenn die Internet-Security einen Gamer-Modus enthält oder der Nutzer unterschiedliche Statistiken zur Sicherheit seines Computer-Systems abrufen kann. In diesem Abschnitt des Tests wird daher überprüft, ob es den Entwicklern gelungen ist, eine intuitive, praktikable und übersichtliche Programmführung zu implementieren, die selbst für Laien leicht zu erlernen ist.

Die User-Interface-Designer stehen immer vor der Herausforderung, einen Ausgleich zwischen Komplexität und einfacher Bedienung zu finden, die auch dadurch erschwert wird, dass Computersicherheit ein sehr abstraktes Thema ist. Die meisten Programme tendieren entweder in die eine oder in die andere Richtung. Panda Dome Advanced beispielsweise glänzt mit einer einladenden, einfachen Benutzeroberfläche, lässt aber oft erweiterte Einstellmöglichkeiten vermissen. Es bestehen deutliche Unterschiede bei der Qualität der deutschen Übersetzung: Während die Beschriftungen der Schaltflächen bei manchen Programmen holprig und unbeholfen wirken, merkt der Anwender bei anderen Produkten, dass viel Sorgfalt aufgewandt wurde, um stimmige Wörter für die Funktionen der Software zu finden.

Unterschiedliche Ansätze führen zu guten Benutzeroberflächen

Ein paar Trends lassen sich bei Benutzeroberflächen ausmachen: Bullguard und Bitdefender verwenden beide gedrungenes Design mit kleinen Schaltflächen, das sehr angenehm zu benutzen ist. Es gibt dem User das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben, ohne ihn zu überfordern. Bitdefender hat sogar einen Autopilot-Modus eingebaut. Per Knopfdruck werden alle Einstellungen auf die Standardwerte zurückgesetzt und das Programm erledigt seine Aufgabe völlig ohne User-Interaktion.

Die meisten Programme, wie beispielsweise Kaspersky und McAfee, setzen darauf, den User mit klar gestalteten und keinesfalls überfrachteten Bildschirmen gleichsam bei der Hand zu nehmen. Oft sind Schaltflächen mit ganzen Sätzen erklärt, kleine interaktive Touren führen durch die wichtigsten Funktionen des Programms und erweiterte Einstellmöglichkeiten werden erst nach expliziter Auswahl durch den Anwender eingeblendet.

Dokumentation & Support

Selbst die beste Sicherheitssoftware kann Probleme verursachen und Fragen aufwerfen. In solchen Fällen sind Kunden auf zügige und fachmännische Hilfe angewiesen. In dieser Rubrik des Tests widmen wir uns dem Kundenservice, den die Sicherheitssoftware-Hersteller ihren Nutzern anbieten. Dazu interessiert uns, auf welchem Wege die Servicemitarbeiter der verschiedenen Security-Hersteller zu erreichen sind. Ebenso liegen Tipps, Anleitungen sowie FAQ-Auflistungen im Fokus der Untersuchungen. Kaspersky und Bitdefender können mit einem besonders vollständigen Support Angebot überzeugen.

Ein Unternehmen, das einen Telefonsupport rund um die Uhr zur Verfügung stellt, punktet dabei selbstverständlich. Bitdefender bietet diesen auf Englisch an, während bei Panda und TotalAV eine 24-Stunden-Hotline zum Premium-Angebot gehört, das gegen Aufpreis erhältlich ist.

Auch übersichtliche Service-Center-Webseiten werden mit Bewertungspunkten honoriert. Die durchschnittliche Punktezahl fällt in dieser Kategorie geringer aus als in anderen Bereichen, was schlicht und einfach daran liegt, dass sich viele Hersteller auf eine bestimmte Kontaktmöglichkeit fokussiert haben. Einzig AviraBitdefender und Panda sind sowohl per Telefon als auch per E-Mail und Chat erreichbar.