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Internet-Security

Die besten Security-Suites im Vergleich

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Zuverlässig vor Angriffen aus dem Internet schützen

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Internet Security ist ein Software-Paket, welches aus verschiedenen Programmkomponenten besteht. Neben einem Virenscanner beinhaltet eine Internet Security auch eine Firewall, E-Mail-Schutz und einen Netzwerkschutz.
  • Internet Security Software hilft beim Schutz gegen alle aktuellen und zukünftigen Gefahren aus dem Internet.
  • Neben dem Virenchutz sorgt eine Internet-Security-Suite auch für höhere Sicherheit bei Online-Aktivitäten wie Online-Banking oder Online-Shopping.
  • Einige Internet Security Suites, bieten auch für Smartphone und Tablet einen wirksamen Malware-Schutz.
  • Achtsames Surfverhalten des Users gewährleistet ebenfalls den Schutz der Privatsphäre und gewährleistet die Sicherheit sensibler Daten.

1. Warum braucht der PC einen Virenschutz?

Wer die Nachrichten aus der Technologie-Branche aufmerksam verfolgt, der weiß, dass es Cyberkriminelle verstärkt auf Kunden- und Zugangsdaten abgesehen haben. Insbesondere namhafte Unternehmen sind von dem Datendiebstahl betroffen. Auch Erpresser-Trojaner wie Locky, TeslaCrypt oder der berüchtigte Bundespolizei-Trojaner sind in den letzten Jahren immer häufiger aufgetaucht. Ein effizienter Schutz der persönlichen Daten auf der Festplatte ist damit besonders wichtig.

Dies gilt vor allem für Computer, auf denen das Betriebssystem Windows läuft. Obwohl Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 vor einiger Zeit verschenkte und ein kostenloses Update zur Verfügung stellte, läuft auf den meisten Desktop-Rechnern weltweit immer noch Windows 7. Dabei fungieren alte Betriebssysteme, ebenso wie veraltete Programmversionen, als Einfallstor für Schadsoftware.

Welche Schäden können durch Malware entstehen

Die Schäden, die Malware auf dem Computer verursachen kann, sind sehr vielfältig. Das Schadensspektrum reicht von einer zunehmenden Verlangsamung der Rechenprozesse bis hin zum Totalausfall eines Netzwerkes. Folgende Probleme und Schäden treten typischerweise auf, wenn ein PC mit einem Virus infiziert ist:

  • Änderung der Nutzereinstellungen wie Browser-Startseite
  • Aggressiver Werbe-Spam
  • Allmähliche Zunahme des ausgehenden Datenvolumens
  • Deutliche Verlangsamung des Rechners und der Arbeitsprozesse
  • Totalausfall des Systems durch Zerstörung von relevanten Systemkomponenten
  • Verlust oder Verschlüsselung von wichtigen Daten
  • Datendiebstahl

Über einen Bot-Trojaner können Hacker auch den Rechner von ahnungslosen Privatpersonen fernsteuern und zum Versenden von Spam-Mails missbrauchen. Eine zuverlässige Sicherheitssoftware verhindert auch diese Fernsteuerung.

2. Welche Vorteile bringt mir eine Internet-Security-Suite?

Wenn mehrere Anwendungen, die Computer-Betriebssysteme vor Gefahren aus dem Internet schützen, zusammengefasst sind, dann bezeichnen die Software-Entwickler dieses Programm-Paket als "Internet Security".

Sicherheit im WLAN-Netz

Sicherheit im WLAN-Netz

Auch unterwegs sorgt eine Internet-Security-Suite für Sicherheit. Beim Einloggen in ein fremdes WLAN-Netz prüft der Virenwächter, ob die Verbindung sicher ist oder ob sich dort eine Gefahr für den Computer verbirgt.
Schutz der Privatsphäre

Schutz der Privatsphäre

Mithilfe von cleveren Anti-Phishing-Tools schützt eine Internet-Security-Software die Privatsphäre und die persönlichen Daten des Users. Neben einer virtuellen Tastatur gehört auch ein wirksamer Schutz vor Ransomware zur Ausstattung von ausgezeichneten Sicherheits-Paketen dazu.
Euro Geld

Sicherer Zahlungsverkehr

Online-Banking und Online-Shopping sind für die meisten Internetnutzer in Deutschland selbstverständlich geworden. Bei derartigen Transaktionen gibt der User viele sensible Daten preis. Die Versandhändler setzen dafür ebenfalls Sicherheitsverfahren wie SSL-Verschlüsselung bei der Datenübertragung ein. Trotzdem sind User auf der sicheren Seite, wenn auch auf Rechner-Seite ein Schutzmechanismus eingebaut ist. Eine Internet Security sorgt dafür, dass die Transaktion in einem geschützten Browser-Bereich stattfindet, und schirmt auch die Dateneingaben gegen mögliche Daten-Spione ab.
Kinderschutz-Einstellungen

Schutz von Kindern und jungen Internetnutzern

Auch Kinder möchten Computer und Internet mitbenutzen. Schließlich bietet das World Wide Web für die Kleinen viele Spiel- und Lernangebote – doch eben nicht nur. Eine Internet-Security-Suite sorgt mit verschiedenen Kinderschutz-Einstellungen dafür, dass Content für Erwachsene blockiert wird. Außerdem kann die Software die Online-Aktivitäten des Sprösslings im Auge behalten und die unbedachte Herausgabe persönlicher Daten sperren.
Akku voll

Konstant starke PC-Leistung

Ein Virenschutz, der das System zwar schützt, dabei aber viele Systemressourcen braucht, verfehlt seinen Zweck. Eine professionelle Internet Security arbeitet unauffällig im Hintergrund. Sie sorgt für Sicherheit, ohne dass der PC-Nutzer dies bemerkt. Einige Programme bieten sogar Optimierungstools oder nutzen eine Cloud zum Scannen und Prüfen von verdächtigen Anwendungen.

3. Funktionen einer Internet Security Software

Internet Security Allgemein
Eine zuverlässige Sicherheitssoftware schützt den Computer vor Schadsoftware und Hacker-Angriffen.

Zu einer Sicherheitssuite gehören ein Virenscanner mit verschiedenen Scan-Modi ebenso wie ein Browserschutz für sicheres Surfen und ein Schwachstellenscan, der Sicherheitslücken im System aufspürt. Darüber hinaus verfügen viele dieser Programme über spezielle Anwendungen, die etwa den persönlichen E-Mail-Verkehr überwachen oder eine Kindersicherung für den privaten Internetzugang bereitstellen. So können Eltern den Internetzugang für ihre Kinder soweit einschränken, dass die jungen Computernutzer nur kinderfreundliche Internetseiten finden. Auch die Gefahr, dass das Kind unbeabsichtigt Malware auf den Rechner lädt, ist damit eingedämmt.

Jede Internet-Sicherheitssuite sollte jedoch die wesentlichen Schutzleistungen eines erweiterten Virenschutzes mitbringen. Dazu zählen unter anderem folgende Komponenten:

Echtzeit-Scan

Dieser Virenschutz ist ständig aktiv und überwacht im Hintergrund sämtliche Dateien, Anwendungsaktivitäten sowie den Arbeitsspeicher. Sollte im Zuge dieses Prozesses eine verdächtige Aktion oder ein bösartiges Programm entdeckt werden, meldet der Echtzeit-Scanner dies dem Anwender und erfragt die weitere Vorgehensweise.

Spam-Schutz und Anti-Phishing-Funktion

Ein E-Mail-Schutz überwacht den ein- und den ausgehenden elektronischen Briefverkehr. Dabei werden auch die Anhänge einer E-Mail sowie enthaltene Links in einer Nachricht überprüft. Findet der Malware-Wächter dabei einen verdächtigen Programmcode, erhält der User eine Warnung und die Empfehlung, die E-Mail nicht zu öffnen. Ergänzend dazu ist in vielen Sicherheitssuiten noch ein Anti-Phishing-Schutz integriert, welcher das böswillige sowie unbefugte Abgreifen sensibler Daten – wie Passwörtern, Nutzernamen oder Kontodaten – durch dubiose E-Mails oder gefälschte Webpräsenzen unterbindet.

Firewall

Eine Firewall ist ein Schutzsystem, das den Datenverkehr zwischen dem Computer beziehungsweise einem Netzwerk und dem Internet überwacht. Bei verdächtigen Aktionen blockiert sie den Zugang zum System. Der Nutzer muss gegebenenfalls seine Zustimmung zu der Ausführung geben.

Kindersicherung

Die Kinderschutz-Funktion sichert Eltern ab, wenn diese nicht gemeinsam mit dem Kind am Computer sitzen. So kann der Sprössling den Computer auch mal für eine Weile eigenständig nutzen. Die Internet Security fungiert dann gewissermaßen als virtuelle Aufsichtsperson. Sie sorgt dafür, dass junge PC-Nutzer beim Surfen im Internet ausschließlich auf kindgerechten Webseiten landen. In der Regel erfolgt dies über Black- und Whitelists, auf denen die Eltern die Webadressen eintragen, welche gesperrt beziehungsweise erlaubt sind. Auch die Sperrung bestimmter Suchwörter sowie die Einschränkung der Nutzung sozialer Netzwerke ist möglich – hier sind vor allem die Kommunikation mit Dritten sowie die Preisgabe vertraulicher Informationen betroffen.

Online-Banking-Schutz

Der Online-Banking-Schutz schafft eine vom restlichen Browser isolierte Umgebung, sodass Nutzer ihre sämtlichen Finanztransaktionen in einem sicheren Bereich tätigen. Häufig ermöglichen die Suiten auch eine Passworteingabe per Bildschirmtastatur, um das unbefugte Abgreifen von Informationen zusätzlich zu erschweren.

Ransomware-Schutz

Ransomware blockiert und verschlüsselt private, persönliche Dateien auf der Festplatte und fordert ein Lösegeld für die Freigabe vom Nutzer. Die sogenannte Erpressersoftware erfreute sich gerade in den letzten Monaten bei Cyberkriminellen wachsender Beliebtheit. Ein Ransomware-Schutz ist daher ein Muss für jede moderne PC-Sicherheitssoftware. Damit kann der User bestimmte Bereiche und Ordner auf der Festplatte gesondert schützen, so dass der unbefugte Zugriff und die Verschlüsselung von außen nicht möglich sind.

4. Zusatzfunktionen einer Internet-Security-Software

Neben dieser Grundausstattung warten zahlreiche Sicherheitssuiten mit vielen sinnvollen Erweiterungen auf, die zusätzlichen Schutz versprechen.

Passwort-Manager

Ein Passwort-Manager verwaltet und schützt sämtliche aktiven Passwörter des Benutzers. Darüber hinaus enthalten viele Sicherheitssuiten einen Passwort-Generator, der sichere Logins erstellt. Diese sind aufgrund ihrer Zeichenlänge und der Zufallsauswahl von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen extrem "knack-sicher".

Datenverschlüsselung

Die Codierung von Daten ist ein wichtiger Teil der Datensicherheit, die die Internet Security bietet. Mithilfe verschiedener Algorithmen werden Daten unleserlich gemacht. Auf diese Weise sind sensible Daten vor dem Zugriff unbefugter Dritter hervorragend abgesichert. Nur, wer den richtigen Decodierungsschlüssel besitzt, kann auf die Dokumente zugreifen.

Datenschredder

Einfaches Löschen ist keine Garantie dafür, dass Daten wirklich unwiederbringlich von der Festplatte verschwunden sind. Wer sich ein wenig mit Informationstechnik auskennt, stellt vermeintlich gelöschte Daten im Handumdrehen wieder her. Beim Verkauf von Hardware ist es ebenfalls ratsam, die Speichermedien möglichst komplett leerzufegen, so dass keine persönlichen Daten, Dokumente oder Fotos in fremde Hände gelangen. Ein Datenschredder sorgt hier für höhere Sicherheit. Er überschreibt die gelöschten Dateien mehrmals mit zufälligen Daten. Auf diese Weise ist eine unbefugte Datenwiederherstellung ausgeschlossen.

PC-Tuning

Sicherheitssoftware arbeitet stetig im Hintergrund. Idealerweise erfolgt dies so unauffällig, dass der Nutzer bei der Arbeit am PC kein Ruckeln oder andere Ladeschwierigkeiten wahrnimmt. Schließlich soll die Systemleistung nicht zu Lasten der PC-Geschwindigkeit gehen. Einige Internet-Security-Suiten unterstützen daher die Performance des Rechners. Sie analysieren installierte Add-Ons oder Toolbars und empfehlen deren Deaktivierung, falls eine dieser Erweiterungen die Systemleistung spürbar verlangsamt. Außerdem beschleunigt die PC-Tuning Funktion den Rechner, indem überflüssige Prozesse abgeschalten werden und Festplattenspeicher optimiert wird.

5. Internet Security vs. Antivirus

Internet-Security-Programme sind Sicherheitspakete, deren Schutzleistung über die Erkennung und Entfernung von Malware hinausgeht. Im Vergleich dazu schützt eine Anti-Virensoftware den PC und das Heimnetzwerk in der Hauptsache vor Viren-, Trojaner- und Spyware-Attacken.

Was ist der Mehrwert einer Internet Security?

Bei einer Internet-Security-Suite erhält der Nutzer einen erweiterten Schutz, der auch die Online-Sicherheit, den Schutz der Privatsphäre beim Surfen im Internet und den klassischen Virenschutz einschließt. Für die Sicherung persönlicher Daten beim Online-Banking oder beim Online-Shopping hat eine Internet Security-Software einige Features mehr zu bieten. Der genaue Funktionsumfang ist von Programm zu Programm unterschiedlich.

Funktionen Anti-Virus Internet Security
Virenscan
Leistungsoptimierung
Echtzeitscan
Netzwerkschutz
Online-Banking-Schutz optional
Firewall optional
Kinderschutz optional
Spamschutz optional
Dateiverschlüsselung
Dateischredder
Keylogger-Schutz
Systemüberwachung bei (unerlaubten) Änderungen
Der Funktionsumfang eines Antivirus-Programmes und einer Internet Security im Vergleich.

6. Freeware oder Kaufversion?

Eine einfache Internet-Recherche genügt, um zu wissen, dass ein Antivirenschutz für den PC auch kostenlos zu haben ist. Bekannte Sicherheitssoftware-Hersteller wie Kaspersky, Bitdefender oder avast! bieten ihre Virenscanner auch als freie Version an. Und diese stehen in ihrer Erkennungsleistung den Tools aus den Kaufversionen in nichts nach. Allerdings sollten sich Verbraucher über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Gratis-Angebote nicht täuschen lassen.

Freeware von bekannten Anbietern oder auch Testversionen sind perfekt geeignet, wenn Nutzer ein neues Programm vor dem verbindlichen Kauf ausprobieren möchten. Auf lange Sicht bietet eine Freeware aber keinen ausreichenden Schutz gegen aktuelle Cyberbedrohungen.

Für den zuverlässigen Schutz vor Malware und beim Surfen müssen Verbraucher nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Der Vergleich der besten Internet-Security-Programme zeigt, dass schon im unteren Preissegment leistungsfähige Programme erhältlich sind.

Software-Empfehlungen unter 50 Euro
Kaspersky Internet Security Norton Security Deluxe F-Secure Safe
Kaspersky Boxshot Norton Boxshot F-Secure Boxshot
39,95 Euro 34,99 Euro 37,40 Euro
Firewall Firewall Firewall
Browserschutz Browserschutz Browserschutz
Kinderschutz Kinderschutz Kinderschutz
Verschlüsseln der Daten Messenger-Schutz Social-Network-Schutz
Registry Cleaner Passwort-Manager Schützt auch Netzlaufwerke
Preiswerte Internet-Security-Programme mit einer Auswahl an wichtigen Schutzfunktionen.

Genügt der Windows Defender als PC-Internet-Schutz?

Dass Windows seit Jahren das beliebteste Ziel für Malware-Attacken darstellt, weiß auch der Entwickler Microsoft. Seit der Vista-Version (erschienen 2007) gehört deshalb auch ein Sicherheitstool zur Ausstattung des Betriebssystems dazu. In den Tests von unabhängigen IT-Security-Instituten wie AV-Test fällt der Virenscanner von Microsoft jedoch regelmäßig durch seine unterdurchschnittliche Erkennungsleistung auf.

Windows-User sind schlecht beraten, wenn sie sich nur auf das Windows-eigene Sicherheitsprogramm verlassen und auf eine separate Security-Software verzichten.

7. Sicherheitssuiten für alternative Betriebssysteme

2015 registrierten die Virenscanner der Sicherheitssoftware-Entwickler einen Verschlüsselungstrojaner, der sich gegen Linux und besonders gegen Web-Server richtet. Dies verdeutlichte, dass neben Windows auch andere Betriebssysteme wie Linux in den Fokus der Cyberkriminellen rücken.

Linux-Web-Server im Visier von Cyberganoven

Linux-Web-Server sind auch deshalb für kriminelle Hacker attraktiv, weil sich diese länger als Bot-Netz missbrauchen lassen. Spürbaren Schaden richten die Viren auf Linux nicht an. Daher wird ein Malware-Befall recht spät bemerkt. Doch der Linux-Rechner beziehungsweise das Netzwerk verwandeln sich ohne Virenschutz unbeabsichtigt in Virenschleudern.

Linux-basierte Web-Server kommen oft in Unternehmen zum Einsatz. Landet ein Virus in einem Unternehmensnetzwerk, kann dies außerdem teuer werden. Dabei ist es nicht die Hardware, die der Firma Kosten verursacht, sondern der Ausfall des Netzwerkes. Hinzu kommt der Aufwand für die Entfernung der Schadsoftware.

Braucht Mac OS eine Internet Security?

Apple Macbook
Das Macbook von Apple gehört zu den sichersten Rechnern auf dem Markt.

Malware-Attacken auf das Mac OS sind 2016 sehr selten aufgetreten. Hinzu kommt, dass Apple sein Betriebssystem mit mehreren Sicherheitskomponenten ausstattet. Dazu zählen Gatekeeper, Sandbox und die Download-Schutzeinheit Xprotect. Ergänzt wird dieses Security-Paket durch die Dateiquarantäne, die zu Programmen gehört, welche Dateien aus dem Internet herunterladen. Das betrifft unter anderem den Browser Safari sowie das E-Mail-Programm.

Mac-User vertreten die Auffassung, dass Mac OS kein externes Sicherheitsprogramm benötigt. IT-Security-Experten mahnen jedoch zur Vorsorge. Wenn immer mehr Verbraucher auf Mac OS umsteigen, wird das Betriebssystem auch für Hacker ein zunehmend attraktives Angriffsziel.

Nach Angaben von Fachmagazinen ist das Apple-Betriebssystem vor allem in den USA eher von aggressiver Adware betroffen. Auch Ransomware könnte so weiterentwickelt werden, dass sie für OS X eine ernste Bedrohung darstellen dürfte.

Tipp:
Nähere Infos über Mac-Virenscanner finden Sie in unserem Vergleich der besten Mac-Antivirus-Software.

Einige Firmen bestehen ebenfalls auf ein zusätzliches Schutzprogramm für Mac. Ebenso wie Linux kann sich ein Mac in einem Unternehmensnetzwerk als Malware-Schleuder für Windows-Viren erweisen. Um eine größtmögliche Sicherheit für Unternehmenszahlen, Kundendaten und Logins zu garantieren, sollten Mac-User, die ihren Computer beruflich und privat verwenden, mit einer separaten Internet-Security-Software ausstatten.

8. Internet Security für Smartphones und Tablets

Ohne Sicherheitssoftware bilden mobile Endgeräte eine Sicherheitslücke. Cyberganoven, die an persönliche Daten und Geld herankommen wollen, wissen dies genau.

Android ist ein beliebtes Ziel für Hacker

IT-Security-Experten von Kaspersky berichten in ihren Quartalsreports, dass neben Windows auch das mobile Betriebssystem Android ein beliebtes Angriffsziel von kriminellen Hackern ist. So habe sich die Anzahl mobiler Malware 2015 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 verzeichneten die Virenscanner eine Anzahl von Schadsoftware-Paketen, die jeweils im siebenstelligen Bereich liegt. Den Höhepunkt bildet der Zeitraum zwischen April und Juni 2016, in welchem die Virenwächter von Kaspersky etwa 3,6 Millionen schädliche Installationspakete registrierten.

Wenn man bedenkt, wie viele Verbraucher ihr Handy beziehungsweise Tablet zum Surfen oder Online-Shopping nutzen, ist dies keine Überraschung. Mittlerweile speichern viele User private Daten wie Logins, Kontaktdaten oder Fotos auf den kleinen, mobilen Computern, um alles Wichtige immer und überall dabei zu haben. Fintech-Apps machen die Abwicklung der Bankgeschäfte über Smartphone und Co wunderbar einfach und kommen entsprechend oft zum Einsatz. Kein Wunder, dass Banktrojaner und mobile Ransomware zu den Schadprogrammen gehören, die allmählich an Popularität gewinnen.

Die bekannten Hersteller von Internet-Security-Software bieten daher jeweils eine passende App für Android an. Einige Anbieter stellen auch Bundles zur Verfügung, in denen sowohl eine Lizenz für den Desktop-Computer, etwa für Mac oder Windows, als auch für ein mobiles Gerät vorhanden ist. Dabei kopieren die Entwickler nicht etwa eins zu eins die Software für Desktop-Computer, sondern bieten einen maßgeschneiderten Schutz. Dieser enthält unter anderem Funktionen zum Diebstahl-Schutz oder zur erweiterten Überwachung anderer Apps.

Tipp:
Mehr über die Funktionen und Leistungen von Antivirus-Apps für Android lesen Sie in unserem Vergleich der besten Android-Antivirus-Apps.

Während Windows für den PC auf jeden Fall einen zuverlässigen Virenschutz benötigt, ist das Windows Phone bestens geschützt. Alle Apps laufen nur in einer sicheren Sandbox-Umgebung ab. Zugriffe auf Kamera, Kontaktdaten oder Standort sind strikt eingeschränkt. Ein separater Virenscanner ist somit für Windows Phones nicht nötig. Das gilt auch für das iPhone. Apple sichert sein mobiles Betriebssystem durch eine geschlossene Umgebung und ein verstecktes Dateisystem vor Malware. Zudem beziehen Nutzer ihre Apps ausschließlich aus dem App Store. Jegliche neu im Store aufgenommene Software überprüft Apple vor der Freigabe. Damit ist iOS in verschiedener Weise gegen Viren geschützt.

Für alle Betriebssysteme gilt jedoch Vorsicht bei der Internetnutzung, denn die Gefahr von Phishing und Datendiebstahl beim Besuch von gefälschten Websites besteht generell. Experten raten daher den Nutzern, alle Updates des Betriebssystems zu installieren, um Sicherheitslücken zu schließen. Einige IT-Sicherheitssoftware-Anbieter stellen auch Safe-Browser-Tools zur Verfügung.

9. Tipps zum sicheren Surfen im Internet

Unser Alltag ist ohne den Zugang zum Internet kaum noch vorstellbar. Jegliche Informationen, die wir schnell benötigen, sind bequem im Internet auffind- und abrufbar. Darüber hinaus wickeln inzwischen viele Internetnutzer aller Altersgruppen ihre Überweisungen und andere Finanztransaktionen über PC, Smartphone und Tablet ab. Viele halten sich in ihrer Freizeit in sozialen Netzwerken auf und geben dort, oft ohne Absicht, persönliche und private Informationen preis.

Die Nutzung des Internets mit all seinen attraktiven und nützlichen Angeboten und Möglichkeiten bietet also zahlreiche Vorteile für den Alltag, aber auch Gefahren und Sicherheitsrisiken für PC, Smartphone und Tablet, die jedem User unbedingt bewusst sein müssen.

Internet Security - das doppelte Sicherheitsnetz

Eine Software zum Schutz vor digitalen Angriffen auf den eigenen PC oder das eigene Smartphone ist mittlerweile Pflicht. Die Fähigkeiten und die Folgen von Malware sind mit der immer intensiveren sowie extensiveren Nutzung des Internets stets gewachsen. Das Spektrum reicht von lästigen Werbeeinblendungen über Datenspionage bis zur Verschlüsselung der eigenen Daten.

Um die Sicherheit des eigenen PCs zu gewährleisten, kann jeder Nutzer ganz leicht selbst zur Tat schreiten. Einige kleine, aber sehr nützliche Tipps hält das US-amerikanische Internetunternehmen Google bereit.

Doch selbst wenn User diese einfachen Verhaltensregeln einhalten, können Schwachstellen in vertrauenswürdiger Software für den Endverbraucher signifikante Folgen haben. Zu nennen sind hier beispielsweise Lücken im Code von Betriebssystem wie Windows, MacOS oder Android, aber auch bei Anwendungen wie dem Flash Player. Eine Internet Security sorgt für das doppelte Sicherheitsnetz, das die persönlichen Daten vor Kriminellen schützt.

Welche Bedrohungen lauern derzeit im Internet?

Der Adobe Flash Player war im Jahre 2015 für Cyberkriminelle ein beliebtes Hintertürchen, um Malware in PC-Systeme einzuschleusen. Das Programm enthielt zahlreiche Sicherheitslücken. Der Schadcode wurde dabei zum Teil über Webseiten verbreitet, die ahnungslose Internetnutzer besuchten.

IT-Sicherheitsexperten beobachten auch, dass Unternehmen stärker ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Dies hängt mit der zunehmenden Beliebtheit der Verschlüsselungstrojaner (Ransomware) zusammen. Diese Malware verschlüsselt wichtige Dateien oder persönliche Dokumente. Der betroffene User erhält eine Nachricht, dass der Zugang wieder freigeschaltet werde, sobald er ein Lösegeld gezahlt hat. Im Schadensfall sind Firmen eher bereit, eine Zahlung zu leisten als Privatpersonen. Darauf legen es die kriminellen Hacker an.

Weiterhin berichten IT-Sicherheitsexperten, dass Online-Banking-Systeme auf den Schirm der Hacker geraten. So versuchen die Kriminellen, Zugangsdaten zu Bankkonten abzufangen, um Geld zu stehlen.

So surfen Sie sicher im Internet

Trotzdem ist ein Sicherheitsprogramm allein keine hundertprozentige Garantie, dass keine Malware auf den Rechner gelangt und Schaden anrichtet. Indem Nutzer beim Surfen im Netz Vorsicht walten lassen, können sie viele Sicherheitsrisiken von vornherein umgehen.

Passwörter & Login-Daten

Der Diebstahl von Zugangsdaten steht bei kriminellen Hackern hoch im Kurs. Surfer im Netz sollten daher sorgsam mit ihren Login-Daten umgehen. Sicherheitsexperten empfehlen, die Passwörter regelmäßig zu ändern. Für die Erstellung und sichere Verwaltung der Kennwörter können User einen Passwort-Manager nutzen. Dieses Tool gehört bei einigen Internet-Security-Suites zur Ausstattung dazu.

Sicheres Online-Banking

Die Verbindung zur Bank sollte über eine verschlüsselte https-Webseite erfolgen. Auf der sicheren Seite sind User mit einer Software, die einen Online-Banking-Schutz enthält. Die Eingabe der sensiblen Daten erfolgt dann über eine zusätzlich abgesicherte Browser-Seite, welche die Logins vor Keyloggern und Unbefugten schützt.

Sicherungskopien & Notfallmedien

User sollten wichtige Daten, die sich auf der Festplatte befinden, regelmäßig auf einem externen Speichermedium sichern. Mit dieser Maßnahme ist einem durch Malware hervorgerufenem Datenverlust vorgebeugt. Einige Sicherheitsprogramme ermöglichen zudem die Erstellung eines Notfallmediums. Legt ein Virus den Startprozess von Windows lahm, ist ein solches Reparatur-Tool eine willkommene Hilfe, um verborgene Rootkits aufzuspüren.

Download & Updates

Die zeitaufwendigen Updates von Windows sind für einige User ein Störfaktor. Trotzdem sollten User das Betriebssystem und alle installierten Programme regelmäßig aktualisieren. Gerade veraltete Programmversionen sind beliebte Einfallstore, die Cyberkriminelle ausnutzen. Außerdem gilt: Programme und Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen! Wer hier zu nachlässig ist, könnte sich auch spionierende Malware auf den Rechner holen, die sich in seriösen Anwendungen versteckt.

WLAN- & Netzwerk-Schutz

In Funknetzen sollten User auf den sicheren WPA2-Standard setzen, der eine verschlüsselte Datenübertragung auf dem Advanced Encryption Standard (AES) gewährleistet. Darüber hinaus sollte nur Hardware, deren MAC-Adresse bekannt ist, Zugriff auf den Router erhalten. Wichtig: In freien WLAN-Netzen niemals persönliche Daten eingeben, Kontostände abrufen oder übertragen!

Firewall aktivieren

Eine sichere "Brandmauer" ist auf jedem internetfähigen PC Pflicht. Sie ist ein optimaler Schutz für die Datenübertragung zwischen Computer und Internet. Unsichere Webseiten und Programme, die ohne Autorisierung Daten übertragen, kommen an diesem Schutzwall nicht vorbei. Selbstverständlich gehört eine Firewall zu jedem Internet-Sicherheitsprogrammpaket dazu.

Ausblick der IT-Security-Experten

IT-Sicherheitsexperten erwarten einen Anstieg von Spionage-Attacken. Darüber hinaus könnte sich die Aggression der Attacken verschärfen. Das bedeutet, dass die Malware nicht nur persönliche Daten blockiert, sondern die Festplatte nach verfänglichen Inhalten durchsucht und droht, diese über soziale Netzwerke zu veröffentlichen.

Eine zuverlässige Sicherheitssoftware, die im Idealfall mehr als ein Betriebssystem schützt, ist daher eine wichtige Investition zum Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre.

10. Welche Arten von Malware gibt es?

Schadsoftware (englisch "Malware") bezeichnet Computerprogramme, die dafür entwickelt wurden, unerwünschte Funktionen auszuführen oder dem System beziehungsweise dem Nutzer zu schaden. Im Zusammenhang mit Software sprechen die meisten Verbraucher oft einfach nur von Computerviren. Doch die Erscheinungsformen von Malware haben sich im Laufe der Zeit stark vervielfältigt. Von nervigen Werbe-Pop-ups über Daten ausspionierende Trojaner bis hin zu erpresserischer Ransomware ist alles dabei.

Adware

Der Begriff Adware setzt sich aus den englischen Wörtern "Advertisement" (Werbung) und "Software" zusammen. Konkret handelt es sich dabei um Programme, die dem Nutzer Werbung anzeigen. Mittlerweile ist Adware sogar in der Lage, umfassende Informationen über das Surf- und Kaufverhalten des Nutzers zu sammeln, die eingeblendete Werbung zu personalisieren oder die gewonnenen Datensätze an Dritte zu verkaufen.

Adware richtet keinen direkten Schaden auf dem befallenen Computer an, nistet sich aber für lange Zeit in dem System ein. Die Folge können eine deutlich verringerte Performance des Computers sowie eine Gefährdung der Privatsphäre sein.

Wie verbreitet sich Adware?

Die häufigste Quelle von Adware sind infizierte Internetseiten oder unseriöse Freeware. Wer bei der Einrichtung einer kostenfreien Anwendung keine Vorsicht walten lässt, könnte sich bei der Installation auch schädliche Software auf den Rechner holen.

Daran erkennen Sie, dass sich Adware auf dem Computer befindet

Folgende Anzeichen deuten darauf hin, dass sich Adware auf dem Rechner eingenistet hat:

  • Seriöse Webseiten verfügen über zufällig wirkende Textlinks, die nur zu Werbeanzeigen führen.
  • Pop-ups und Banner zeigen personalisierte Werbung.
  • Die Performance des Computers hat sich deutlich verschlechtert.
  • Startseite und Suchmaschine des Web-Browsers führen nicht mehr zu dem gewohnten Anbieter.

Nicht zuletzt meldet sich auch der installierte Virenwächter, um den Nutzer darauf aufmerksam zu machen, dass Malware ihr Unwesen im System treibt.

Mancher Werbe-Virus ist jedoch gar nicht auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Ask.com tarnt sich beispielsweise als Suchmaschine. Anstatt hilfreiche Antworten zu liefern, warten die Suchergebnisse nur mit bezahlten Werbelinks auf.

Was tun bei Adware-Alarm?

Adware sollten Verbraucher nach dem Erkennen schleunigst entfernen. Einerseits eliminiert dies die lästigen Werbeeinblendungen, andererseits bedroht Adware die Privatsphäre des Computernutzers. Am besten finden User Adware durch einen Virenscan mit der Internet-Security-Suite. Auch ein Blick in die Add-ons des Internet Browsers kann sich lohnen. Unerwünschte Toolbars verstecken sich oft dort. Im Zweifelsfall deaktivieren User verdächtige Programmergänzungen und identifizieren so den Übeltäter. Danach genügt ein Klick auf das Papierkorb-Icon, um den Werbe-Virus aus dem Browser zu werfen.

Trojaner

Trojaner
Trojaner-Schadsoftware gelangt meist unbemerkt durch Freeware oder E-Mail-Anhänge in das PC-System.

Die bekannte griechische Sage vom Trojanischen Pferd stand Pate für die Namensgebung dieser Form von Schadsoftware. Verborgen in einem großen, hölzernen Pferd gelang es den griechischen Soldaten, die umkämpfte Stadt Troja einzunehmen. Die digitalen Trojaner arbeiten auf ähnliche Weise. Sie kapern aus einer Tarnung heraus das System und richten Schaden an.

Wie infiziert sich der Computer mit Trojanern?

Trojaner verbreiten sich meist als Anhänge von E-Mails, die vorgeben, vom Bundeskriminalamt, der eigenen Hausbank oder einem Telefonanbieter zu stammen. Die Betreffzeile versucht, ein Gefühl der Dringlichkeit zu suggerieren. Nutzer sollten derartige E-Mails jedoch niemals öffnen.

Wer nach Lizenzschlüsseln für gecrackte Software sucht oder kostenlos Musik und Filme herunterladen will, kann sich auf den entsprechenden Seiten ebenfalls schnell ein Trojaner-Programm auf die Festplatte holen.

Welche Arten von Trojanern gibt es?

Da ständig neue Trojaner-Versionen in den Weiten des Netzes auftauchen, sollen hier nur die geläufigsten Vertreter vorgestellt werden. Ein Backdoor-Trojaner öffnet auf dem System ein Hintertürchen, um die unautorisierte Fernsteuerung zu gewährleisten. Clicker-Trojaner veranlassen dagegen das Aufrufen bestimmter Internetseiten – meist mit kostenpflichtigen Inhalten. Ein Dropper öffnet die Tür für andere Schadprogramme, während ein Linker unerwünschte Software in harmlos wirkenden Programmen versteckt. Eine der bekanntesten Formen von Trojanern ist die sogenannte Spyware, die auf verschiedenen Wegen den PC des Nutzers ausspäht. Im weitesten Sinne gehören dazu auch die Keylogger, die alle Tastatur-Eingaben an einem Computer aufzeichnen. Ihr Ziel ist es, vertrauliche Daten wie Kennwörter oder PINs auszuspähen. Auch die gefürchtete Ransomware zählt zur Gruppe der Trojaner. Sie ist auch als Verschlüsselungstrojaner bekannt.

Ransomware

Zu dem Begriff Ransomware zählen all diejenigen Schadprogramme, die eine Zugriffs- oder Nutzungsverhinderung von Daten sowie des gesamten Computersystems erwirken. Hierzu werden private Dateien auf einem fremden Computer verschlüsselt oder der Zugriff darauf verhindert. Erst, wenn Betroffene einer Lösegeldforderung nachkommen, geben die Hacker die Daten wieder frei. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern "Ransom" (Lösegeld) und "Software" zusammen. Bekannte Beispiele sind der BKA-Trojaner oder Locky, der Anfang 2016 weltweit sein Unwesen trieb.

IT-Security-Experten sehen in dieser Erpresser-Malware sogar einen neuen Trend der Cyberkriminalität.

Wie kommt Ransomware auf den Rechner?

Ransomware gelangt über E-Mail-Anhänge auf den PC. Locky verbreitete sich beispielsweise über Microsoft-Office-Dokumente, die sich in einer E-Mail befanden. Getarnt ist die Schadsoftware als Rechnung, die ein Script enthält. Auch Sicherheitslücken in Cloud-Speichern wie Dropbox oder im Internet-Browser können die Krypto-Trojaner ausnutzen.

Ein Erpresser-Virus ist auf dem Rechner – was jetzt?

Generell gilt: In gar keinem Falle sollte der betroffene User der Lösegeldforderung nachgeben, da selbst die Bezahlung des Geldbetrages nicht gewährleistet, dass der Erpresser die Daten tatsächlich entschlüsselt und den Computer wieder freigibt. Dies rät auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Weiterhin gibt das Opfer seine Zahlungsbereitschaft zu erkennen, woraufhin Cyberkriminelle weitere Forderungen stellen könnten. Überdies besteht die Gefahr, dass der User unbeabsichtigt weitere persönliche Daten wie etwa seine Kreditkartennummer preisgibt. User sollten die angezeigte Meldung fotografieren und bei der Polizei Anzeige erstatten.

Spyware

Spyware hat es auf die sensiblen und persönlichen Daten von Internetnutzern abgesehen. Unter anderem zeichnen diese Spionageprogramme das Surfverhalten sowie die Tastaturanschläge auf.

Einige dieser digitalen Schädlinge können die Nutzereingaben im Zuge des Online-Bankings oder während eines Login-Vorganges protokollieren und an die Drahtzieher übermitteln. Gelingt es der Spyware, sensible Daten wie PIN, TAN oder Passwörter zu stehlen, drohen finanzielle Schäden, auf denen das Opfer im Ernstfall sitzenbleibt.

So kommt Spyware auf den Computer

Spyware lauert bevorzugt auf manipulierten Websites, die auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind. Hacker nutzen Sicherheitslücken in weitverbreiteter Web-Software aus, um ihre Schadprogramme unbemerkt auf dem jeweiligen Server zu installieren. Für das Einschleusen machen sich die Programmierer bevorzugt Web-Technologien wie ActiveX, Adobe Flash, Java-Applets oder JavaScript zunutze oder verwenden Sicherheitslücken in Browsern oder Betriebssystemen.

Freeware-Programme wie kostenlose Spiele oder Tools können ebenfalls unerwünschte Spyware mit im Gepäck haben.

Typische Hinweise für eine Spyware-Infizierung sind:
  • Die Firewall meldet, dass sich Programme mit dem Internet verbinden wollen.
  • Web-Pop-ups erscheinen selbst bei deaktivierter Online-Verbindung.
  • Die Browser-Startseite hat sich geändert und lässt sich nicht mehr anpassen.
  • Bei der Eingabe einer Adresse wird auf eine andere Webseite umgeleitet.
  • Die Prozessorleistung des Rechners ist extrem ausgebremst.

Phishing und Phishing-Website

Pishing
Beim Phishing versuchen Hacker, die Bank-Logins abzufangen, um die Konten ahnungsloser Nutzer leerzuräumen.

Das Kunstwort "Phishing" bezeichnet das kriminelle Abgreifen beziehungsweise das „Fischen nach“ sensiblen Informationen, die der User oft gutgläubig im Internet preisgibt. Dafür gehen die Cyberkriminellen recht methodisch vor. Sie fälschen E-Mails oder Login-Webseiten von namhaften Institutionen, um User dazu zu bringen, Passwort, Benutzername, TAN, Konto- oder Kreditkartennummer einzutragen. Hierbei kopieren sie Adressen und Layouts von Banken oder Bezahldiensten mitunter täuschend echt. Bemerkt der Nutzer den Betrug nicht, kann dies fatale Folgen haben. Meist erleichtern die Fälscher das Opfer um eine beachtliche Geldsumme.

Wie schütze ich mich vor Phishing-Betrug?

Der effektivste Schutz ist eine gesunde Skepsis beim Öffnen von Dateien oder Anwendungen und selbstverständlich eine Internet Security, die auch den E-Mail-Posteingang überprüft. Wenn die E-Mail vom Kreditanbieter in schlechtem Deutsch geschrieben ist, sollten beim Nutzer die Alarmglocken schrillen. Auch Datei-Anhänge im .exe- oder .zip-Format deuten auf Malware hin, die sich mit dem Öffnen auf dem Computer installiert. Derartige Nachrichten sollten auf dem direkten Wege als Junk gekennzeichnet und gelöscht werden.

Recht beliebt und leider auch wirkungsvoll ist die Aufforderung, einem angegebenen Link zu folgen. Nutzer sollten deshalb die URL genau prüfen und mit der offiziellen Web-Adresse des jeweiligen Absenders vergleichen. Oft unterscheidet sich die URL, die zu einer gefälschten Webseite führt, nur durch Kleinigkeiten, die bei einem flüchtigem Blick kaum auffallen. Über die Fake-Webseite greifen die kriminellen Hacker die persönlichen Login-Daten ab.

Selbstverständlich sollten User auch Anfragen nach Passwörtern, Transaktionsnummern oder Kreditkartendaten niemals beantworten. Kein seriöses Unternehmen verlangt das Offenlegen von persönlichen Login-Daten. Im Zweifelsfall klärt ein Anruf beim entsprechenden Dienstleister die Situation auf.

Computerwürmer

Bei PC-Würmern handelt es sich um Malware, die sich komplett selbständig reproduziert. Im Gegensatz zu einem Virus benötigen sie keine anderen Programme, um sich im System auszubreiten

Wie verbreiten sich Computerwürmer?

Würmer verbreiten sich normalerweise über Netzwerke oder Wechselmedien. Meist genügt ein einziges Hilfsprogramm wie ein Netzwerkdienst oder eine Anwendung als Schnittstelle zum Netz aus. Oft ist nicht einmal eine Interaktion mit dem Benutzer notwendig, damit sich der PC-Schädling selbstständig in den Systemen verbreitet. So verschaffen sich PC-Würmer Zugriff auf das Adressbuch des E-Mail-Programms und versenden eigenständig Mails an alle verfügbaren Kontakte. Der Wurm tarnt sich dabei als angehängte Datei.

Neben den E-Mail-Würmern unterscheiden IT-Security-Experten Instant-Messaging-Würmer, P2P-Würmer, Handywürmer sowie Computerwürmer für Wechseldatenträger und USB-Sticks.

Wie schützen Sie sich vor Computerwürmern?

PC-User sollten auf jeden Fall vorsichtig beim Öffnen von E-Mails und Mail-Anhängen sein. E-Mails von unbekannten Absendern oder Dateien, die unverlangt eintreffen, sollten User nicht öffnen. Besondere Aufmerksamkeit gilt bei E-Mails von bekannten Absendern, denn auch diese garantieren nicht, dass die E-Mail beziehungsweise der Anhang virenfrei ist. Schließlich ist manche Malware auch in der Lage, Adressbuch und Mail-Anwendung selbstständig zu nutzen.

Die meisten E-Mail-Anbieter und Mail-Programme sind inzwischen mit einem Sicherheitstool ausgestattet, welches den Posteingang checkt und den User auf zweifelhafte Nachrichten aufmerksam macht. Der beste Schutz ist dennoch eine professionelle Sicherheitssoftware, die mit einem E-Mail-Schutz ausgestattet ist. Sie prüft Anhänge auf verdächtige Skripte und versteckte Anwendungen und meldet den Verdacht auf einen Computerwurm. Meist gelangen diese virusinfizierten E-Mails gar nicht bis zum Posteingang, sondern werden schon vorher als Junk aussortiert.

11. So vergleichen wir

Wer für seinen Computer einen zuverlässigen Schutz vor diversen Bedrohungen aus dem Internet sucht, ist mit einem Internet-Security-Programm gut beraten. Diese Software-Pakete bieten vom Funktionsumfang her die ideale Ausstattung. Doch worauf kommt es bei der Auswahl der richtigen Sicherheitssoftware wirklich an?

Mit dem Vergleich der besten Internet-Security-Programme möchten wir unentschlossenen Nutzern bei der Kaufentscheidung zur Seite stehen. Für den Vergleich wurden vier Prüfkriterien festgelegt, anhand derer jedes einzelne Software-Produkt auf Herz und Nieren überprüft wird. Folgende Kriterien berücksichtigt unser Vergleichstest:

Sicherheit

Die Hauptaufgabe einer Internet Security-Suite ist es, für ein Höchstmaß an Sicherheit auf dem PC-System und in den Dateien zu sorgen. Aus diesem Grund überprüfen wir, mit welchen Komponenten die Software ausgestattet ist. Selbstverständlich sollten Features wie Anti-Phishing und ein Spyware-Schutz ebenso Pflicht sein wie ein E-Mail-Schutz oder eine leistungsstarke Firewall. Pluspunkte gibt es für Programme, die auch mit Extras wie einem Registry-Cleaner aufwarten können.

Performance

Für die ununterbrochene Absicherung des PC-Systems sind Security-Suites fortwährend im Hintergrund aktiv. Dies hat jedoch auch zur Folge, dass die Sicherheitssoftware dauerhaft einen Teil der Systemressourcen beansprucht. Der Prüfpunkt Performance widmet sich der Frage, inwiefern die Internet Security die Rechenleistung beeinträchtigt. Macht sich ein vollständiger Systemscan vielleicht durch Verzögerungen oder Ruckeln bemerkbar? Ein Virenwächter, der in diesem Punkt unauffällig bleibt und dennoch immer auf dem neusten Stand ist und alle Gefahren meldet, kann am besten punkten. In diesem Zusammenhang wird auch einen kritischen Blick auf die Systemanforderungen geworfen.

Bedienung

Wenn ein Programm verschiedene Features und Tools mitbringt, klingt dies für den Verbraucher zunächst einfach sehr gut. Dennoch hängt der Mehrwert der Funktionen und Extras auch von der Gestaltung der Benutzeroberfläche und vom Bedienkomfort ab. Die Programmoberfläche sollte klar und übersichtlich strukturiert sein, so dass bereits auf den ersten Blick alle notwendigen Features erkennbar sind. Von Vorteil ist es, wenn die Internet Security einen Gamer-Modus enthält oder der Nutzer unterschiedliche Statistiken zur Sicherheit seines Systems abrufen kann. In diesem Testabschnitt wird daher überprüft, ob es den Entwicklern gelungen ist, eine intuitive, praktikable und übersichtliche Programmführung zu implementieren, die selbst für Laien leicht zu erlernen ist.

Hilfe

Selbst die beste Sicherheitssoftware kann Probleme verursachen und Fragen aufwerfen. In solchen Fällen sind Kunden oft auf zügige und fachmännische Hilfe angewiesen. In dieser Rubrik wird sich dem Kundenservice gewidmet, den die Sicherheitssoftware-Hersteller ihren Kunden anbieten. Dazu interessiert uns, auf welchem Wege die Servicemitarbeiter der verschiedenen Hersteller zu erreichen sind. Ebenso liegen Tipps, Anleitungen sowie FAQ-Auflistungen im Fokus der Untersuchungen. Ein Unternehmen, welches einen Telefonsupport rund um die Uhr zur Verfügung stellt, wird dabei gut punkten. Auch kurze Wartezeiten bei Anfragen sowie übersichtliche Service-Center-Webseiten werden mit Bewertungspunkten honoriert.

badgeFazit der Redaktion

Pro Kriterium kann ein Produkt maximal 5,00 Punkte erreichen. Aus dem Durchschnitt der einzelnen Bewertungen ergibt sich schließlich eine Gesamtpunktzahl. Eine kurze Zusammenfassung am Ende des ausführlichen Testberichtes hebt das Wesentliche aus den vier Prüfkriterien hervor und stellt nochmals die relevanten positiven wie negativen Aspekte der jeweiligen Sicherheitslösung gegenüber.

In unserem Vergleich konnten sich vor allem Kaspersky Internet Security, Bitdefender Internet Security sowie Norton Security durchsetzen und die vorderen Ränge einnehmen. Kaspersky überzeugt mit einem großen Funktionsumfang und hoher Kompatibilität. So funktioniert die Kaspersky Internet Security mit Windows, MacOS, Android und iOS. Der rumänische Sicherheitssoftware-Hersteller Bitdefender platzierte sich ebenfalls verdient in den Top drei unseres Vergleichs. Neben einer ausgezeichneten Schutzleistung punktet Bitdefender mit bester Performance. Die Norton Security vom Hersteller Symantec verbindet exzellente Schutzleistung mit hohem Bedienkomfort. Bis zu fünf Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen kann der Nutzer unter diesem Malware-Schutzschirm einrichten.