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Hotelsuchmaschinen

Die besten Hotelportale im Vergleich

Benutzbarkeit

Kosten und Konditionen

Support und Beratung

Legende

Immer den günstigsten Hotelpreis finden

Eine Woche mit Freunden auf Mallorca feiern, einen kurzfristigen Städtetrip nach New York einlegen oder über Sylvester einige Tage in Thailand verbringen – das sind fantastische Aussichten! Egal ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter, es gibt eigentlich immer das passende Ziel und bei den meisten von uns auch das nötige Fernweh. 

Bei der Vielzahl verlockender Angebote fällt es jedoch leicht, den Überblick zu verlieren. Was bietet sich da eher an, als eine Hotelsuchmaschine bei der Reiseplanung zu nutzen? In Sekundenschnelle durchsuchen die Dienste riesige Datenbanken und präsentieren anschließend attraktive Angebote, Schnäppchen und Traumhotels in einer komfortablen Übersicht. Doch was ist tatsächlich dran an den großen Versprechen der Anbieter, die von „Bestpreisgarantie“ über „das günstigste Hotel“ bis hin zum „Hot Deal“ reichen? Netzsieger hat es getestet.

Die wohl beste Nachricht über die Hotelsuchmaschinen ist, dass Nutzer mit ihnen nichts falsch machen können. Egal, welche Plattform Reiselustige für die Recherche des Traumhotels und des lang ersehnten Urlaubs nutzen –die Ergebnisse unterscheiden sich selten wirklich dramatisch. Das ernüchternde Ergebnis: Die günstigste Hotelsuchmaschine gibt es nicht.

Getreu dem Netzsieger Motto: Vertrauen ist gut, vergleichen ist besser, sollten Verbraucher immer mehrere Anbieter ausprobieren, um letztendlich auch den günstigsten Preis zu finden. Im Test wurde deutlich, dass auch ein Vergleich mit einer der Metasuchmaschinen: TripAdvisorTrivago und Kayak ratsam ist. Diese ziehen auch vermeintlich kleinere Hotelportale mit in Betracht, bei denen das ein oder andere Schnäppchen zu finden ist.

Und allen, die in diesem Jahr noch kein Reiseziel gefunden haben, stellen wir in der Infografik „Die 10 spektakulärsten Hotels der Welt“ vor, die vielleicht die nötige Inspiration für ihren nächsten Urlaub geben.

1. So hat Netzsieger getestet

Um einen möglichst genauen Eindruck von den Hotelsuchmaschinen zu gewinnen, unterzog Netzsieger die Kontrahenten einer detaillierten Prüfung. Wir ermittelten die mögliche Preisersparnis, die bei der Buchung von fünf verschiedenen Hotels mit der jeweiligen Hotelsuchmaschine möglich ist. Die Beispiele repräsentieren verschiedene Reisesituationen:

  1. Ein Urlaub mit Freunden für eine Woche auf Mallorca.
  2. Eine eintägige Dienstreise nach Frankfurt am Main.
  3. Ein kurzfristig geplanter Städteurlaub in New York.
  4. Ein romantischer, anderthalbwöchiger Urlaub über Silvester in Thailand.
  5. Ein Wochenende mit der Familie an der Ostsee im Juni.

Für alle Situationen wählten wir ein bestimmtes Hotel aus, dessen Zimmerpreis bei allen acht Hotelportalen ermittelt wurde. Zum Vergleich dienten auch die Preise von Bewertungsportalen, Metasuchmaschinen und der Hotel-Homepage.

Bei der Suche bewerteten wir die Hotelportale insbesondere auf folgende Kriterien hin:

1. Benutzbarkeit

Die besten Angebote sind nutzlos, wenn der Suchende nicht in der Lage ist, die für ihn relevanten Hotels zu finden. Eine gute Suchfunktion bietet viele Filtermöglichkeiten und ist auf den ersten Blick verständlich, damit der zukünftige Urlauber seine Reiseplanung nicht im Frust beginnen muss. Ergebnisse sollten sortierbar sein (etwa nach Preis oder Bewertungen), damit die relevanten Ergebnisse an oberster Stelle erscheinen.

Damit überhaupt eine Auswahl stattfinden kann, müssen genügend Einträge in der Trefferliste aufgeführt sein: Der Angebotsumfang entscheidet darüber, ob für jedes Bedürfnis genügend Auswahlmöglichkeiten vorhanden sind.

Eine gut strukturierte Webseite erlaubt es, schnell alle wichtigen Angaben zu erfassen und sich ein Urteil über die Relevanz und Attraktivität eines Angebots zu bilden. Aber auch alle zusätzlichen Informationen wie Geschäftsbedingungen, Kontakt- und Beratungsangebote sollten übersichtlich designt sein.

Schließlich ist der Erfahrungsaustausch mit ehemaligen Gästen eines Hotels ein großer Vorteil von Online-Angeboten. Rezensionen erleichtern die Entscheidung, welche Unterkunft die richtige ist. Sie sollten vertrauenswürdig und in ausreichender Zahl vorhanden sein sowie im Idealfall eine Unterscheidung nach dem Gästetyp zulassen. Je nachdem, ob ein Urlaub mit der Familie oder eine Dienstreise geplant werden, achtet der Nutzer auf andere Eigenschaften der Unterkunft.

 
Das ergab der Netzsieger-Vergleich im Bereich Benutzbarkeit:
Die Suchfunktion lösten die meisten Anbieter sehr gut. Booking.comExpedia und Hotels.com sind leicht zu bedienen und führen schnell zu Ergebnissen. HRS schwächelte in diesem Punkt leider etwas: Nicht immer ließ sich das Gewünschte schnell aufrufen, die Bedienung war teilweise umständlich. Ehotel und Hotel.de merkt man ihren Ursprung in der Geschäftswelt an: Familienurlaub ist hier schwierig planbar, da einige Filter für diesen Zweck fehlen. Die Voreinstellungen aller Portale richten sich nicht nach einer nachvollziehbaren Reihenfolge, stattdessen werden „Empfehlungen“ angezeigt. Anwender müssen, wenn sie nach einem günstigen Preis suchen, immer eine manuelle Einstellung vornehmen.
Der Angebotsumfang der Hotelsuchmaschinen unterscheidet sich nur unwesentlich. Zwar sticht Booking.com mit einer doppelt so großen Datenbank wie alle anderen hervor, einen deutlichen Vorteil erbrachte dies im Test aber nicht. Es kann jedoch dazu kommen, dass einige Hotels nicht bei einem Anbieter vorhanden sind oder sogar exklusiv nur auf einer bestimmten Seite angeboten werden – eine Regel ließ sich nicht ableiten.
Auch in der Übersichtlichkeit der Webseiten sind keine großen Unterschiede erkennbar. Es sind sowohl modernere (zum Beispiel Booking.comExpedia) als auch etwas altbackene Ansätze vertreten, wie etwa bei HRS oder ehotel. Eine schwächere Übersichtlichkeit geht meistens auch mit einem größeren Angebot einher, wie beispielsweise mit zusätzlichen Flugsuchen oder mehr Beratungsmöglichkeiten etwa bei Booking.com oder Expedia. Sehr übersichtlich erscheint Hotel.de, das einen puristischen Weg beschreitet.
Es ist eigentlich Standard in der Branche, dass nur Bewertungen von verifizierten Gästen angezeigt werden. Unterschiede gibt es aber in der Filtermöglichkeit nach dem Gästetyp (Familien, Dienstreisende etc.). Hervorgetan hat sich Hotel.de, wo die Angabe, ob Familien, Singles oder Paare bewerteten, sofort zu sehen ist. Aber auch HRS besitzt die nützliche Funktion, dass nur von bestimmten Gästetypen gut bewertete Hotels angezeigt werden. Sehr wenige Informationen sind in dieser Hinsicht bei ehotel zu finden: Der Dienst gibt eine Zusammenfassung der Bewertungen, im Einzelnen sind sie aber nicht nachprüfbar. Die Hotelsuchmaschinen aus dem Expedia-Konzern (Expedia, Hotels.com, Venere.com) bieten zusätzlich noch die (sehr zahlreichen) Bewertungen der Reiseerfahrungsplattform Tripadvisor an. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Texte von Gästen verfasst wurden.

2. Kosten und Konditionen

Neben der bequemen Auswahl des Reiseziels von zu Hause aus ist die Preisersparnis der zweite wichtige Grund, eine Hotelsuchmaschine zu benutzen. Um die Kosten vergleichen zu können, haben wir fünf Beispiele in den Hotelsuchmaschinen gesucht und die Preise der (identischen) Angebote nebeneinandergestellt.

Wenn alles reibungslos klappt, verliert niemand gerne einen Gedanken an Vertragsbedingungen. Sollte aber eine Buchung nicht richtig verlaufen oder der Preis am Ende höher ausfallen als es abgemacht war, möchte der Kunde zu seinem Recht kommen. Ein Gerichtsstand in Deutschland und verbindliche Geschäftsbedingungen sind für diese Fälle wichtig, damit alle Rechtsfragen vor Ort geklärt werden können.

Auch wenn Buchungs- und Stornooptionen nicht genau erklärt werden oder nur umständliche Zahlungsmodalitäten vorhanden sind, ergeben sich für den Nutzer Nachteile: Er kann sein Geld bei Reiseabbruch wider Erwarten nicht zurückerhalten oder wird mit unverständlichen Bedingungen konfrontiert. Ein gut aufgebautes Buchungsmodul mitsamt allen wichtigen Informationen sollten beim Bezahlen vorhanden sein, damit auch im letzten Schritt die Reiseplanung wie erhofft verläuft.

 
Das ergab der Netzsieger-Vergleich im Bereich Kosten und Konditionen:
Das Ergebnis des Preisvergleichs war ernüchternd. In den meisten Fällen ergaben sich identische Preise bei den Hotelsuchmaschinen. Waren Unterschiede vorhanden, handelte es sich meistens um sehr kleine Beträge. Nur sehr selten konnten wir deutliche Ausreißer erkennen, die zudem nicht auf ein bestimmtes Portal beschränkt waren. Erst in der Preisklasse von mehreren Tausend Euro werden die Preisunterschiede größer, aber auch hier sticht kein Portal im Besonderen heraus. In Einzelfällen sind dennoch (unabhängig von der Preisklasse) Ersparnisse von bis zu 30 Prozent möglich, solange mehrere Hotelsuchmaschinen miteinander verglichen werden.
Die AGB der meisten Hotelsuchmaschinen sind in Ordnung und nach deutschem Recht formuliert. Problematisch erwiesen sich lediglich Booking.com (Niederlande) und Venere.com (Italien), die nach den Gesetzen ihres Herkunftslands handeln. Bei der Buchung und Stornierung ist nur Hotelreservierung.de negativ hervorzuheben, da der Buchungsvorgang etwas schwerer nachzuvollziehen ist. Einen wirklichen Nachteil muss der Kunde aber auch hier nicht in Kauf nehmen.

3. Support und Beratung

Ausführliche Hotelbeschreibungen und genügend Informationen zu allen Ausstattungsmerkmalen gehören zu einer transparenten Beratung des Nutzers dazu. Aber auch beim Finden des richtigen Reiseziels oder der Planung des Aufenthalts können Hotelsuchmaschinen behilflich sein. Nicht alle Funktionen sind obligatorisch, aber wenn sie vorhanden sind, ergibt sich ein Vorteil für den Anwender, der in diesem Kriterium berücksichtigt wird: Reiseführer, Tipps oder ein Blog sind Beratungsmöglichkeiten, die auch ohne den persönlichen Kontakt mit einem Berater funktionieren.

Trotzdem gibt es Gelegenheiten, in denen eine Ansprechperson unumgänglich ist. Bei Buchungsproblemen im Hotel, oder wenn Fragen nicht durch FAQs oder Tutorials beantwortet werden können. Wir bewerten, welche Optionen eine Hotelsuchmaschine bietet und wie gut das Hilfeangebot sich darstellt.

 
Das ergab der Netzsieger-Vergleich im Bereich Support und Beratung:
Bei der Ausführlichkeit der Hotelinformationen sind die Hotelsuchmaschinen in der Regel gut aufgestellt. Gelegentlich können Englischkenntnisse notwendig sein und der Umfang unterscheidet sich je nach Angebot. Etwas knapp beschreiben Venere.com und Hotelreservierung.de einige der gelisteten Hotels.
Sehr große Unterschiede sind in der zusätzlichen Beratung vorhanden: Empfehlenswert sind Booking.comExpedia und Hotels.comVenere.com erscheint für den Italienurlaub geeignet, da das Portal auch eine Beratung durch Experten für das Land anbietet – der tatsächliche Wert dieses Angebots für die Reiseplanung ist aber nicht als allzu hoch einzustufen. Keine zusätzlichen Informationen bieten dagegen Hotel.de und ehotel.
Der Kontakt ist bei allen Anbietern fast gleich gestaltet, es fallen lediglich die begrenzten Geschäftszeiten des Telefonsupports bei ExpediaHotels.comehotel und Hotelreservierung.de auf, der in den Nachtstunden nicht erreichbar ist. Ehotel bietet dafür aber auch den Support per Live-Chat (Skype) an.

2. Metasuchmaschinen

Obwohl es einige Hotels gibt, die exklusiv nur ein Hotelportal anbietet, ist der größte Anteil der Angebote bei allen Dienstleistern zu finden. Die Preise und die gebotenen Leistungen können sich aber in vielen Fällen unterscheiden. Experten raten daher, den Preis der ausgesuchten Unterkunft auf mehreren Portalen zu vergleichen, um das in puncto Umfang und Kosten günstigste Angebot zu erhalten.

Sogenannte Metasuchmaschinen sind in der Lage, einen Teil dieser Arbeit zu übernehmen. Es handelt sich dabei um online nutzbare Rechercheprogramme, welche die Angebote von mehreren Hotelsuchmaschinen sammeln. Bekannte Namen in diesem Bereich sind:

1. trivago

Die Metasuchmaschine trivago hat fast eine Million Hotels im Programm, deren Angebote aus etwa 200 Buchungsportalen gesammelt werden. Gegründet wurde das Unternehmen in Deutschland und hat seinen Sitz in Düsseldorf. 2012 wurden über 60 Prozent der Anteile von trivago durch das Online-Reisebüro Expedia, Inc. erworben, dem mit Expedia.de und hotels.com zwei der größten Hotelportale gehören.

2. KAYAK

Der Inhaber des US-amerikanischen Hotelportals KAYAK ist die Priceline Group, zu der unter anderem auch die Hotelportale Booking.com und Agoda gehören. Die Priceline Group ist einer der großen Mitspieler auf dem Tourismus-Markt, den sich derzeit in Deutschland außerdem noch Expedia und HRS untereinander aufteilen.

3. Check24

Der Vergleichsriese aus München beschäftigt sich auch mit der Hotelsuche. Zwar ist das Angebot noch nicht in allen Regionen konkurrenzfähig mit dem der auf Tourismus spezialisierten Anbieter, aber Check24 arbeitet emsig daran, seine Stellung auszubauen.?

Die Metasuchmaschinen versprechen, zwischen den Angeboten das günstigste herauszufiltern, wobei eine Preisersparnis von bis zu 35 Prozent möglich sei. Nutzer werden dann meistens von der Seite an den Anbieter weitergeleitet, wo sie die Buchung abschließen können. Für den Kunden ist die Nutzung der Metasuchmaschinen kostenlos. Ihren Gewinn machen die Unternehmen durch die Weiterleitung von Kunden an die Hotelsuchmaschinen, die für die Vermittlung bezahlen.

Nachteile

Obwohl sich dieses System für den Nutzer als ideal darstellt, ist es nicht vollkommen unproblematisch: Für die Suche zeichnet ein Algorithmus verantwortlich, dessen Suchkriterien nicht durch den Kunden eingesehen werden können. Ob tatsächlich alle in Frage kommenden Angebote durchsucht und die günstigsten präsentiert werden, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Zwar ließen Stichproben zumeist nicht den Eindruck entstehen, dass trivago und Co, die jeweils zu den größten Tourismus-Unternehmen in der Branche gehören, ihre Unternehmenspartner bevorteilen würden. Der Anwender kann sich jedoch nicht sicher sein, dass das Angebot korrekt angezeigt wird und welche Portale in die Suche aufgenommen wurden. Zudem sind nicht immer die Leistungen (zum Beispiel Frühstück oder Parkplatz) und der Zimmertyp (zum Beispiel Balkon oder Ausstattung) identisch, was den Vergleich erschwert.

Als Fazit ist festzuhalten, dass Metasuchen für den Hotelsuchenden eine nützliche Hilfe sein können, um die Angebote mehrerer Hotelsuchmaschinen miteinander zu vergleichen. Die intransparente Suche und die Zugehörigkeit der Suchmaschinen zu Tourismuskonzernen, die mehrere Hotelportale in ihrem Portfolio führen, lassen dennoch einige Zweifel an der Unabhängigkeit der Dienstleistung zurück.

3. Bewertungsportale

Eine möglichst günstige Übernachtungsmöglichkeit ist wichtig, damit das Urlaubsgeld nicht schon vor der Reise aufgebraucht ist. Wer nur auf den Preis schaut, wird dann unter Umständen im Urlaub seine Sparsamkeit in Frage stellen – nämlich, wenn das Hotel nicht den Erwartungen entspricht. Bewertungen nehmen deshalb einen sehr hohen Stellenwert bei der Wahl von Produkten ein. Es lassen sich auch im Freizeit- und Reisebereich Gästemeinungen aus der ganzen Welt sammeln, die das Bild eines bestimmten Hotels zeichnen können. Zu den am häufigsten konsultierten Portalen zählen:

1. Holidaycheck

Mit Hubert Burda Media tritt als Eigentümer von Holidaycheck der älteste Name im Hotelsuchmaschinen-Vergleich in Erscheinung. Die bekanntesten Marken des Unternehmens, das auf vielen Geschäftsfeldern tätig ist, sind bekannte Zeitschriften wie Focus oder Bunte. Trotz Vorwürfen, dass Bewertungen manipuliert seien, traten Fälle gefälschter Bewertungen bislang nie in auffallender Zahl auf.

2. TripAdvisor

Hinter TripAdvisor steht wie auch hinter trivago und mehreren Hotelportalen der amerikanische Tourismus-Konzern Expedia. Neben Hotels sind auf der Webseite auch Bewertungen von Shops, Reisezielen, Restaurants und vielem mehr zu finden. Die angemeldeten Nutzer können zu allen Kategorien Bewertungen abgeben. Je nach Aktivität eines Nutzers und nach der Menge von Informationen (Texte, Bilder), die er auf der Seite zur Verfügung stellt, wird er einer von sechs „Beitragsstufen“ zugeteilt. Diese sollen über seine Interessen, seine Erfahrung und seine Vertrauenswürdigkeit Auskunft geben.

Bewertungen im Internet sollten Verbraucher nie bedenkenlos hinnehmen: Es handelt sich um subjektive Meinungen, die nicht unbedingt den tatsächlichen Zustand und Service eines Hotels wiedergeben müssen. Je nach Gästetyp (Familien, Paare, Alter der Gäste) oder dem Grund der Übernachtung (Geschäftsreise, Entspannungsurlaub, Bildungsreise) können andere Kriterien wichtig sein. Der zweite große Nachteil sind gefälschte Rezensionen, die entweder verfasst wurden, um ein Hotel möglichst gut darzustellen, oder um einen möglichst schlechten Eindruck zu vermitteln und dem Haus zu schaden.

Bewertungsportale stehen besonders aus letzterem Grund in der Kritik, da die Meinungen anonym verwertet werden (müssen). Kritiker sind nicht gezwungen, Beweise für Behauptungen anzuführen, und der gesamte Prozess ist nicht im Detail nachvollziehbar. Auch Holidaycheck und TripAdvisor veröffentlichen alle Bewertungen von angemeldeten Nutzern, ohne dass diese überhaupt vor Ort kontrolliert werden könnten. Allerdings achten die Anbieter verstärkt auf die formale Überprüfung der abgegebenen Rezensionen und entfernen unseriös wirkende Texte.

Damit der Hotelsuchende ein Angebot findet, das auf seine eigene Situation zugeschnitten ist, zeigen Holidaycheck und TripAdvisor die Bewertungen mit zusätzlichen Informationen zum Gasttyp an: Interessen, Vorlieben, Geschlecht und Familienstand geben Auskunft darüber, ob eine Bewertung relevant ist.

Bewertungsfunktionen der Hotelsuchmaschinen

Die Darstellung von Bewertungen auf den im Netzsieger-Vergleich behandelten Hotelsuchmaschinen ist teilweise sehr unterschiedlich. Während viele Anbieter wie Booking.com und HRS nur die Rezensionen verifizierter Gäste zulassen, die tatsächlich auf dem Portal buchten, nutzen Hotel.com und Venere.com zusätzlich die Bewertungen von TripAdvisor. Um sich aber diese Bewertungen ausführlich ansehen zu können, ist der Kunde gezwungen, die Webseite von TripAdvisor aufzurufen, da insbesondere bei Venere.com die Implementierung nicht perfekt gelöst ist. Gute Funktionen bieten Booking.com, HRS, aber auch Hotel.de, die zusätzlich zu den Bewertungen auch weitere Informationen zum verfassenden Gast anzeigen. Der Nutzer kann so erkennen, ob zum Beispiel ein Hotel den Bedürfnissen eines Paares über 50 entspricht oder ob es unter Geschäftsleuten einen guten Ruf genießt.

Ganz so ausführlich wie bei den Bewertungsportalen sind die Bewertungsfunktionen der Hotelsuchmaschinen aber nicht. Um sich bei der Suche nach einer Unterkunft einen Eindruck zu verschaffen, reichen die Möglichkeiten der Hotelportale meistens dennoch aus. Außerdem bieten sie häufig den Vorteil, dass bei vielen Hotelsuchmaschinen nur Meinungen von Gästen wiedergegeben werden, wenngleich diese zum größten Teil ebenfalls nicht auf Unbefangenheit und Richtigkeit geprüft werden.

Um einen umfassenden Eindruck von seinem Urlaubsdomizil zu erhalten, sollte der Nutzer selbstverständlich auch die Bewertungsportale zurate ziehen. Er muss sich jedoch der Einschränkungen in der Transparenz und Objektivität bewusst sein.