Gartenschlauch

Die 7 besten Gartenschläuche im Vergleich

Länge Schlauch
Durchmesser
Betriebsdruck
Berstdruck
Material
Knickfest
Verdrehungssicher
Ohne Weichmacher
Farbe
Vorteile

Gartenschlauch-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Gartenschlauch sollte nicht so starr sein, dass er sich schlecht aufrollen lässt, aber auch nicht so weich, dass er knickt, wenn er Schlaufen bildet.
  • Flexischläuche sind so beschaffen, dass sie nicht knicken und bei Nichtbenutzung auf ein Drittel ihrer Länge schrumpfen.
  • Sowohl die Düsen mit zahlreichen Sprühfunktionen als auch verschieden breite Innendurchmesser eignen sich für unterschiedliche Anwendungen.
  • Tropf- und Perlschläuche sind optimal für die gezielte und gleichmäßige Bewässerung von Beeten geeignet.

Ein unerlässliches Gartenutensil

Falls Sie auf Ihrem Grundstück eine Rasenfläche oder Blumen- und Gemüsebeete besitzen, sind Sie mit einem Gartenschlauch für die Bewässerung gut beraten, wenn Sie nicht mehrere Male mit einer Gießkanne loslaufen wollen. Das praktische Utensil ist für jeden Garten passend in unterschiedlichen Längen und Ausführungen zu finden. Damit können Sie nicht nur Rasen und Beete bewässern, sondern auch Fahrzeuge und Gartenmöbel von Schmutz befreien oder mit der Sprühfunktion sich oder Ihren Kindern eine sommerliche Abkühlung gönnen.

Darauf kommt es beim Kauf an

Hersteller von Gartenschläuchen bieten ihre Produkte und verschiedenen Ausführungen an, die sich unter anderem in Länge und Material unterscheiden. Achten Sie darauf, einen Schlauchtyp auszuwählen, der für Ihre Ansprüche geeignet ist. Nicht jedes Modell kann sich beispielsweise für hohen Wasserdruck oder zur Verbindung mit Teilen anderer Hersteller verbinden.

Länge des Schlauchs

Für die Bewässerung Ihres Gartens sollten Sie im Vorfeld ausmessen, wie groß die Entfernung vom Wasseranschluss für den Gartenschlauch bis zum weitesten Punkt ist, den es zu gießen gilt. Ein paar Meter können Sie, je nach Druck, mit dem Wasserstrahl noch überwinden, aber planen Sie nicht zu knapp. Kaufen Sie lieber einen Schlauch, der ein paar Meter zu lang ist, als am Ende nicht alles erreichen zu können. Ob 5 oder 50 Meter – die meisten Modelle sind in unterschiedlichen Längen erhältlich. Alternativ können Sie einzelne Schlauchteile mit Verbindungsstücken zusammenschließen. Zur Verbindung des Schlauchs mit einem Wasserhahn benötigen Sie ein Ventil. Achten Sie darauf, dass diese Vorrichtungen mit dem Durchmesser Ihres Schlauchs kompatibel sind.

Robustes Material

Manchmal muss der Gartenschlauch grobe Behandlungen aushalten: Es wird an ihm gezogen, er scheuert an Hausecken, schleift über Schotterboden oder bleibt an herumliegenden Gartengeräten und Spielzeug hängen. Daher ist es wichtig, dass er eine strapazierfähige Hülle besitzt. Gute Schläuche haben mehrere Schichten, einige sogar bis zu fünf. Der innerste Teil besteht für gewöhnlich aus Gummi und ist sehr glatt, sodass das Wasser möglichst ohne Widerstand hindurchfließen kann. Während eine Gewebeschicht im Mittelteil für Stabilität sorgt, muss die Außenschicht der unsanften Behandlung standhalten.

Ist der Schlauch doch einmal beschädigt, bedeutet das allerdings nicht unbedingt gleich, dass Sie ihn wegwerfen müssen. Überprüfen Sie ihn regelmäßig auf Löcher oder kleinere Risse, um den Verschleiß gering zu halten. Derlei Schäden können mit Gewebeband – auch bekannt als Panzertape – eng umwickelt werden. Auch mit einem Fahrradflicken ist ein kleines Loch im Gartenschlauch schnell verschlossen. In diesem Fall kann sich jedoch zukünftig der Maximaldruck des Schlauchs verringern. Je öfter der Schlauch geflickt ist, desto höher ist das Risiko, dass er hohem Wasserdruck nicht mehr standhält. Spätestens dann sollten Sie über einen Neukauf nachdenken.

Wie man einen Schlauch flickt Wenn Sie einen Fahrradflicken nutzen, ist die Vorgehensweise für einen Gartenschlauch identisch mit der für einen Fahrradschlauch. Zuerst säubern Sie die Stelle um das entstandene Loch gründlich, danach rauen Sie sie mit einem Stück Sandpapier auf. Tragen Sie danach die im Fahrrad-Reparatur-Kit enthaltene Vulkanisierungspaste auf; dank dieser verbinden sich Schlauch und Flicken schnell. Lassen Sie die Paste für etwa drei Minuten trocknen und tragen Sie im Anschluss den Flicken fest und gleichmäßig auf.

Auf Schadstoffe achten

Ob aus Gummi oder der Kunststoffverbindung PVC – Gartenschläuche sind nicht immer frei von Schadstoffen. Besonders Phthalat-Weichmacher werden von manchen Herstellern verarbeitet. In diesem Fall sollten Sie mit den Schläuchen kein Gemüse bewässern, da die Schadstoffe ins Erdreich eindringen und von den Pflanzen aufgenommen werden können. Auch zum Befüllen eines Planschbeckens sollten Sie auf schadstofffreie Schläuche zurückgreifen. Bei Unklarheiten ziehen Sie die Herstellerangaben zurate.

Düse mit vielen Sprühfunktionen

Am Ende des Gartenschlauchs sorgt die Düse dafür, dass das Wasser zielgerichtet dort landet, wo Sie es benötigen. Klassische Ausführungen können am Griff gedreht werden, damit die Streuung des Wasserstrahls geändert wird. So können Sie ihn beispielsweise auf eine kleine Fläche, etwa am Fuß eines jungen Baumes, fokussieren oder mit breiterem Strahl ein größeres Beet bewässern. Einige der neueren Düsen haben bis zu zehn verschiedene Sprüh-Einstellungen, die den Strahl auf unterschiedliche Weise aus mehreren Öffnungen schießen. Ein fester Strahl befreit die Gartenmöbel vom Schmutz des Winters oder das Fahrrad von angetrocknetem Schlamm. Ein feiner Sprühnebel hingegen ist gut dafür geeignet, um zarte Pflanzen mit Feuchtigkeit zu benetzen.

Arbeiten unter Druck

Achten Sie beim Kauf eines Gartenschlauchs darauf, für welchen maximalen Wasserdruck er ausgelegt ist. Die Wasserleitung am Haus arbeitet mit einem Druck von etwa vier bis sechs Bar, was für den gemeinen Gartenschlauch kein Problem darstellt; mit einem Bar Druck können etwa zehn Meter überwunden werden. Wenn Sie eine Gartenpumpe verwenden, mit der Sie Wasser aus einem Brunnen oder Teich ziehen, achten Sie darauf, dass der Schlauch dafür geeignet ist. Für gewöhnlich arbeitet eine solche Pumpe mit deutlich mehr Druck. Es gibt Gartenschläuche, die einen Wasserdruck jenseits von 25 Bar aushalten.

In diesem Zusammenhang ist auch der Innendurchmesser des Gartenschlauchs wichtig. Die gebräuchlichen Maße sind ein halber Zoll (½“) und drei Viertel Zoll (¾“), was etwa 13 beziehungsweise 19 Millimetern entspricht. Die breitere Variante ist besser zum Befüllen von Pools und Gartenteichen geeignet oder auch dann, wenn Sie den Schlauch als Teil einer Bewässerungsanlage eingraben. Je breiter der Schlauch ist, desto mehr Wasser fließt bei gleichen Bedingungen hindurch.

Flexischlauch – die Gartenschlauch-Revolution

Im Gegensatz zu herkömmlichen Gartenschläuchen bietet der sogenannte Flexischlauch einige signifikante Vorteile. Maßgebend dafür ist das Material, das den Umgang mit dem Schlauch erleichtert, beispielsweise eine Hülle aus Textilgewebe und ein Schlauchinneres aus Latex. Dadurch verdreht und verknotet er sich nicht. Optisch unterscheidet er sich durch seine Oberflächenbeschaffenheit, die geriffelt ist oder bisweilen zerknittert wirkt, wenn der Schlauch gerade nicht in Benutzung ist. Wenn Wasser hindurchfließt, dehnt er sich bis auf das Dreifache aus; wenn die Spannung nachlässt, schrumpft der Schlauch wieder auf seine ursprüngliche Länge zusammen. In diesem Zustand kann er leichter zusammengefaltet oder -gerollt werden und nimmt weniger Platz weg. Flexischläuche sind knickfest verarbeitet, sodass kein Wasserstau entsteht.

Nachteile des Flexischlauchs

Der Nachteil bei diesen neuartigen Schläuchen ist, dass sie nur einem Wasserdruck im einstelligen Bar-Bereich standhalten. Für eine Kombination mit einer Gartenpumpe sind sie daher nicht geeignet. Im Gegensatz zur glatten Oberfläche eines konventionellen Gartenschlauchs können sich in den Falten den Flexischlauchs leicht Reste von Schlamm und Erde ansammeln, die gegebenenfalls mit in die Garage oder die Gartenhütte gelangen.

Weitere Formen von Bewässerungsschläuchen

Zur gleichmäßigen Bewässerung, insbesondere von in Reihen angelegten Gemüsebeeten, eignen sich Tropfschläuche und Perlschläuche. Diese versorgen Pflanzen langsam und gleichmäßig mit Wasser. Sie können diese Schläuche individuell verlegen und direkt an den Pflanzen platzieren. Aufgrund der porösen Beschaffenheit der Perlschläuche entweicht das Wasser langsam und dringt direkt ins Erdreich ein. So wird der Boden in der direkten Umgebung immer feucht gehalten, ohne dass das Wasser steht.

Die Funktion der Tropfschlauches ist ähnlich, nur dass das Wasser an bestimmten Stellen in Tropfen austritt. Das ist besonders zur gezielten Bewässerung einzelner Pflanzen praktisch. Genau wie beim Perlschlauch dringt in diesem Fall das Wasser ebenfalls direkt ins Erdreich ein, ohne dass es verschwendet oder Erde davongeschwemmt wird. In beiden Fällen bleiben Blätter und Blüten trocken. Dadurch laufen sie nicht Gefahr, durch die Sonneneinstrahlung Verbrennungen zu erleiden.

Ein weiterer spezifischer Gartenschlauch ist der Sprühschlauch, auch Schlauchregner genannt. Dieser eignet sich besonders zur gleichmäßigen Bewässerung von großen Rasenflächen. Er besitzt kleine Löcher, aus denen das Wasser mit großem Druck in einem feinen Sprühstrahl austritt, ähnlich wie bei einem Rasensprenger.

Bewässerungssystem auch unterirdisch möglich

Einen Tropf- oder Perlschlauch langfristig – oder zumindest über den Sommer hinweg – in Form eines Bewässerungssystems zu verlegen, ist eine praktische und zeitsparende Lösung, da Sie ihn nicht bei jeder Benutzung auf- und abrollen müssen. Überirdisch verlegt kann er jedoch eine Stolperfalle sein; beim Rasenmähen wird er beispielsweise schnell zum Hindernis.

Alternativ können Sie den Schlauch vergraben; eine Tiefe von fünf Zentimetern ist dabei schon ausreichend, damit das Wasser an die Wurzeln der Pflanzen gelangt. In diesem Fall ist das Gerät auch vor Sonneneinstrahlung geschützt und weniger frostanfällig. Der Nachteil ist, dass der Schlauch nicht so leicht gereinigt werden kann und es sehr aufwendig wäre, wenn er doch einmal woandershin verlegt werden soll.

Hinweise zum Umgang

Wenn Sie den Gartenschlauch regelmäßig nutzen, jedes Mal auf- sowie abwickeln und durch den ganzen Garten ziehen, sollte er es Ihnen nicht noch schwerer machen. Schläuche, die sich verdrehen, sorgen für lästiges Friemeln beim Aufrollen. Wenn sie zu leicht knicken oder enge Schlaufen bilden, wird der Wasserfluss gestört oder gar unterbrochen. Daher sollte der Gartenschlauch nicht aus allzu weichem Material bestehen. Wenn er ohne Wasserdruck schon sehr anfällig für Knicke ist, sollten Sie skeptisch sein.

Schlauchtrommel

Ein nützlicher Begleiter bei der Gartenarbeit mit dem Schlauch ist eine passende Schlauchtrommel beziehungsweise ein Schlauchwagen. Hierauf wird der Gartenschlauch aufgerollt. Damit kann er ohne Probleme getragen oder gezogen werden. Bei der Benutzung wickeln Sie nur so viel ab, wie Sie brauchen. Zudem können Sie sichergehen, dass der Schlauch nicht knickt. Mit der an der Trommel befestigten Kurbel rollen Sie den Schlauch schnell und sauber wieder auf. Anschließend können Sie die komplette Kombination in der Garage oder Gartenlaube an einem Haken an der Wand aufhängen.

Wetterfest lagern

Sowohl zu heiße als auch zu kalte Temperaturen sind nicht gut für das Material des Gartenschlauchs. Achten Sie darauf, dass er UV-beständig ist; andernfalls kann es passieren, dass sich die Gummihülle im Inneren aufbläht, wenn der Schlauch zu lange in der Sonne liegen gelassen wird. Damit werden auch die äußeren Hüllen beschädigt und der Schlauch kann an dieser Stelle undicht werden. Das Gerät sollte also im Schatten liegen, wenn Sie es nicht wieder wegräumen.

Über den Winter hängen Sie den Schlauch im Idealfall an einem frostfreien Ort auf, damit das Material nicht einfriert und brüchig wird. Auch hierfür gibt es spezielle Vorrichtungen wie eine Aufrollhalterung für Wände. Zuvor sollten Sie sicherstellen, dass keine Wasserreste im Inneren sind, die einfrieren und Schaden anrichten könnten.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Gartenschläuche nicht selbst getestet.

Das Do-it-yourself-Magazin selbst.de hat im Jahr 2019 einige Gartenschläuche getestet und im Testergebnis auch zwischen konventionellen Gartenschläuchen und Flexischläuchen unterschieden. Insgesamt gab es viermal die Note „Sehr gut“, wobei kein Flexischlauch-Modell schlechter als „Gut“ bewertet wurde.

Bei den herkömmlichen Schläuchen kommt der Gardena High Flex mit 1,3 auf die beste Bewertung, hauchdünn vor dem Modell Primo Flex Plus von Kärcher mit 1,3. Beide Schläuche sind optimal verarbeitet und halten selbst einem Druck von 30 Bar bestens stand. Lediglich beim Auf- und Abrollen verhalten sie sich etwas starr. Positiv sticht der Schlauch von Gardena heraus, da er selbst bei engen Schlaufen nicht einknickt und das Wasser daher auch an diesen Stellen gut hindurchfließen kann. Als Preistipp empfiehlt selbst.de das Gartenschlauch-Set Florabest von Lidl. Mit einem Kaufpreis von lediglich neun Euro ist dieser bei gleicher Länge von 20 Metern deutlich günstiger als die Testsieger. Als Maximaldruck sind zwar nur sechs Bar angegeben, im Praxistest hielt er jedoch bis 27 Bar aus.

Als bester Flexischlauch stellte sich der Fitt Yoyo mit der Note 1,3 heraus, dicht gefolgt vom Modell des Herstellers Tresko mit 1,4. Beide besitzen angepresste Verbindungteile, die sehr hochwertig und stabil verarbeitet sind. Sie können platzsparend aufbewahrt werden und sind auch unter Wasserdruck sehr trittfest. Yoyo hielt einem Druck von 26 bar stand, was sogar über dem angegebenen Berstdruck liegt, der Tresko-Schlauch sogar mehr als 30. Auch für Flexischläuche gibt selbst.de einen Preistipp: Das Modell B45726 von Con:P kostet 15 Euro und kommt mit Hahnkupplung und Pistole. Mit einer Länge von etwa 7,5 Metern bei Wasserdurchfluss ist er zumindest für kleine Gärten gut geeignet. Negativ bewertet wurde, dass der Schlauch aufgrund seiner Beschaffenheit schnell schmutzig wird.


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