HD-SAT-Receiver

Die 7 besten HD-SAT-Receiver im Test & Vergleich

Produktinformation
Hersteller
Elektronischer Programmf√ľhrer (EPG)
Timeshift-Funktion
Media-Player
Recording-Funktion (PVR)
HbbTV
SmartCard-Reader
Anschl√ľsse
SCART-Anschluss
HDMI-Anschluss
Ci+-Modul
USB-Anschluss
S/PDIF
AV-Anschluss
WLAN-fähig
Ethernet
Audio-Ausgänge
Produktdetails
Maße
Gewicht
Farbe
Fernbedienung
Zubehör
Batterien inklusive
HDMI-Kabel
Netzteil
Handbuch

HD-SAT-Receiver-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Trotz Smart-TV und Internet-Streaming leistet ein HD-Sat-Receiver gute Dienste: Er erg√§nzt das TV-Ger√§t um wichtige Funktionen und liefert ein einzigartiges Fernseherlebnis.
  • F√ľr die Anschaffung eines HD-Sat-Receivers spricht die M√∂glichkeit, HD-Inhalte der TV-Sender zu empfangen.
  • Weitere hilfreiche Faktoren sind die M√∂glichkeit, Sendungen aufzuzeichnen, sowie die Ausstattung mit einem CI+-Slot.
  • Vor allem die Besitzer √§lterer HD-TV-Ger√§te profitieren von einem HD-Sat-Receiver.

HD-Sat-Receiver: Sendervielfalt in ausgezeichneter Qualität

Bei dem Begriff Sat-Receiver handelt es sich um die Kurzform f√ľr Satellitenfernsehempf√§nger. Mit einem solchen Ger√§t lassen sich zahlreiche Programme f√ľr Radio und Fernsehen √ľber die unterschiedlichen Rundfunk-Satelliten ins Wohnzimmer holen. Die Bezeichnung HD steht f√ľr ‚ÄěHigh Definition‚Äú. Im Vergleich zum SD (‚ÄěStandard Definition‚Äú) stellt das Fernsehbild wesentlich mehr Bildpunkte (Pixel) dar. Das Resultat ist ein √§u√üerst realistisches TV-Erlebnis in brillanten Farben. Ein HD-Sat-Receiver garantiert also echten Kinogenuss in den eigenen vier W√§nden.

Der Großteil der aktuell erhältlichen Fernsehgeräte sind bereits mit einem integrierten Receiver ausgestattet. Allerdings zeigt sich, dass längst nicht alle Receiver das Optimum aus dem erhaltenen Satelliten-Signal herausholen können. In manchen Fällen fehlen gewisse Merkmale am Fernsehgerät, zum Beispiel eine Aufnahmefunktion oder der CI+-Slot. Daher kann sich die Anschaffung eines hochwertig ausgestatteten HD-Sat-Receivers durchaus lohnen.

Das macht einen HD-Sat-Receiver aus

Bereits seit 2010 liefert das öffentlich-rechtliche Fernsehen seine Sendungen in HD-Qualität. Im Jahr 2012 wurde vollständig auf digitales Fernsehen umgestellt. Spätestens seit diesem Zeitpunkt muss jeder Sat-Receiver digitale Signale empfangen können. Der aktuelle Standard beim Sat-Fernsehen wird als DVB-S2 bezeichnet, währen die veraltete analoge Technik unter dem Namen DVB-S bekannt war.

HD-Sat-Receiver bieten einen sehr guten Empfang und sind dar√ľber hinaus sehr benutzerfreundlich. Viele Hersteller arbeiten seit Jahren an der Entwicklung von Set-Top-Boxen. Damit liefern sie deutliche Vorteile hinsichtlich der Men√ľf√ľhrung und der Bedienung. Au√üerdem sind HD-Sat-Receiver in der Regel mit zus√§tzlichen Features ausgestattet, die beim Fernsehger√§t nicht vorhanden sind. Dazu z√§hlt neben der M√∂glichkeit, verschl√ľsselte Frequenzen via CI+ zu empfangen, auch das Speichern von TV-Inhalten auf einem Speichermedium.

Die Vor- und Nachteile eines HD-Sat-Receivers im √úberblick:

Vorteile
  • Guter bis sehr guter Empfang digitaler Signale
  • In der Regel √ľbersichtliche Men√ľf√ľhrung und einfache Bedienung
  • Funktion zum Aufnehmen und Speichern von TV-Inhalten
  • Zus√§tzliche Features wie CI+
Nachteile
  • Zus√§tzlicher Stromverbrauch
  • Weitere Fernbedienung

Die unterschiedlichen Varianten

Alle HD-Sat-Receiver weisen eine gemeinsame Grundfunktion auf: den Empfang digitaler Signale f√ľr das Fernsehger√§t. Dennoch lassen sich die Sat-Receiver anhand zus√§tzlicher Funktionen in Kategorien einteilen, die wir im Folgenden genauer vorstellen:

Der einfache HD-Sat-Receiver

In dieser Klasse sind sehr kompakt konstruierte Modelle zu finden, die lediglich √ľber die notwendigsten Merkmale verf√ľgen. Dazu z√§hlen der Anschluss f√ľr das Satellitenkabel und ein Ausgang f√ľr HDMI. Zahlreiche einfach HD-Sat-Receiver bieten zus√§tzlich USB-Anschl√ľsse. So lassen sich Aufzeichnungen auf externen Speichermedien ablegen.

Der HD-Sat-Receiver mit Festplatte

Auf der integrierten Festplatte können Nutzer Mitschnitte von TV-Sendungen speichern. Bei den Geräten dieser Kategorie ist in der Regel kein weiteres externes Speichermedium nötig. Als Nachteil könnte sich erweisen, dass die Wiedergabe der Aufzeichnungen nur vom Sat-Receiver aus möglich ist.

Der Twin-HD-Sat-Receiver

Der Twin-Tuner in einem HD-Sat-Receiver ist mit zwei separat arbeitenden Empfangsmodulen ausgestattet. Dieses Feature bietet den √ľberzeugenden Vorteil, dass Nutzer das Programm eines Senders aufzeichnen und zeitgleich eines anderen Senders ansehen k√∂nnen. Um diese Funktion nutzen zu k√∂nnen, ben√∂tigt der Receiver zwei Quellsignale.

Anschluss unabhängig vom Receiver

Die Anschlussmöglichkeit eines HD-Sat-Receivers ist nicht abhängig vom Receiver-Typ. In jeder Kategorie gibt es Modelle mit und ohne CI+-Slot.

Darauf kommt es beim Kauf an

Vor der Anschaffung eines HD-Sat-Receivers sollte der Interessent sich √ľber einige wichtige Punkte im Klaren sein. Welche Anforderungen stellt er an das Ger√§t? Wie viel m√∂chte er investieren? Spielt der Hersteller beziehungsweise die Marke eine Rolle? Im Folgenden betrachten wir die wichtigsten Kaufkriterien im Einzelnen.

Die Entscheidung zwischen Single- und Twin-Tuner

Im Gegensatz zum Single-Tuner ist ein Twin-Tuner mit zwei Empfangsmodulen ausgestattet. Mit letzterem ist es möglich, die Sendung auf einem TV-Programm anzuschauen, während sie auf einem anderen Programmplatz aufgezeichnet wird. Falls das TV-Programm zur gleichen Zeit mehrere interessante oder wichtige Sendungen anbietet und Nutzer sich ungern entscheiden, ist ein HD-Sat-Receiver mit Twin-Tuner eine gute Wahl.

Gut zu wissen

Manche Sender √ľbertragen ihre Programme auf derselben Ebene wie andere. Geschickte Anwender wissen dies zu nutzen: Sie k√∂nnen auch mit einem Single-Tuner gleichzeitig fernsehen und das Programm eines anderes Senders aufzeichnen. Vor allem die Sender einer Mediengruppe √ľbertragen ihre Programme h√§ufig auf derselben Ebene, darunter 3Sat, ZDFinfo und KiKa, ARD und SWR, Arte, Phoenix und Tagesschau24, ProSieben, kabel eins und Sat1, RBB, MDR und HR sowie RTL, n-tv und VOX.

Die Anschl√ľsse am HD-Sat-Receiver

Die Funktionalität eines HD-Sat-Receivers hängt in hohem Maße von dessen Anschlussmöglichkeiten ab. Im Folgenden beschreiben wir die unterschiedlichen Optionen genauer.

Der Antennenanschluss

Der Antennenanschluss sorgt f√ľr den Signaleingang von der Sch√ľssel zum Receiver. Das daf√ľr notwendige Koaxialkabel wird √ľber einen so genannten F-Stecker an der entsprechenden Buchse an der Sat-Sch√ľssel angeschlossen. Je l√§nger das Kabel, desto geringer die Signal-Qualit√§t. Je k√ľrzer das Kabel, desto besser der Empfang.

Der HDMI-Anschluss

Dieser Anschluss ist der wichtigste, um die HD-Signale auf das Fernsehger√§t zu √ľbertragen. HDMI ist die Abk√ľrzung f√ľr ‚ÄěHigh Definition Multimedia Interface‚Äú. Die Technik gibt es in unterschiedlichen Versionen, die bereits seit 2012 nicht mehr separat gekennzeichnet werden. Sie √ľbertr√§gt sowohl Ton- als auch Bildsignale. Der aktuelle Standard √ľbermittelt sogar 4K-Ultra-HD-Signale und unterst√ľtzt eine breite Palette an Audio-Formaten. Wer Bild und Ton in h√∂chster Qualit√§t konsumieren will, sollte sich also f√ľr einen HD-Sat-Receiver mit HDMI-Anschluss entscheiden.

Der USB-Anschluss

USB-Anschl√ľsse werden eingesetzt, um externe Laufwerke und Speichermedien anzuschlie√üen und Updates durchzuf√ľhren. Heutzutage verf√ľgt der Gro√üteil der HD-Sat-Receiver √ľber wenigstens einen solchen Anschluss. Eine gro√üe Anzahl der HD-Sat-Receiver mit USB 2.0-Anschl√ľssen ist ausgestattet. Die neuere Version wird als USB 3.0 bezeichnet und stellt mehr Strom zur Verf√ľgung. F√ľr USB 3.0 eignen sich die sogenannten ‚ÄěSuperSpeed‚Äú-Festplatten. Die anzuschlie√üenden externen Laufwerke sollten darauf gepr√ľft werden, welche USB-Technik sie voraussetzen.

Das Ethernet

Viele digitale Receiver sind heutzutage mit einem Internetanschluss ausgestattet. Die meisten Hersteller setzen dabei auf Kabelverbindungen. Das hei√üt, dass die Verbindung zum Internet mit einem Ethernet-Netzwerkkabel hergestellt wird. Fachleute bezeichnen die daf√ľr vorgesehene Steckverbindung h√§ufig als RJ-45.

Die handels√ľblichen Router und Switches liefern mittlerweile hohe Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich. Dagegen verf√ľgen die Ethernet-Buchsen in den HD-Sat-Receivern √ľber maximal 200 Megabit. In der Regel reicht diese √úbertragungsgeschwindigkeit aus, denn es werden vergleichsweise kleinere Datenmengen verarbeitet als beispielsweise beim Server.

Verf√ľgt ein HD-Sat-Receiver √ľber das Android-Betriebssystem, k√∂nnen Nutzer via Internet Apps und Spiele herunterladen. Der Receiver l√§sst sich mithilfe von Apps per Smartphone und Tablet bedienen. Arbeitet der HD-Sat-Receiver mit einem anderen Betriebssystem, lassen sich per Internetverbindung √ľber HbbTV unterschiedliche weitere Informationen zu einzelnen TV-Sendungen abrufen.

Die Sat-over-IP-Technik

Steht eine entsprechende Infrastruktur zur Verf√ľgung, l√§sst sich der HD-Sat-Receiver dank des Ethernet-Anschlusses als Empf√§nger f√ľr Sat-over-IP nutzen.

Der SCART-Anschluss

SCART steht f√ľr die franz√∂sische Bezeichnung ‚ÄěSyndicat des Constructeurs d'Appareils Radior√©cepteurs et T√©l√©viseurs‚Äú und hei√üt so viel wie ‚ÄěHersteller-Vereinigung von Radio- und Fernsehger√§ten‚Äú. In Europa galt der SCART-Anschluss lange als Standard und bildete die klassische Verbindung zwischen TV-Ger√§t und Receiver, Videorekorder oder DVD-Player. Allerdings lassen sich damit keine HD-Bildsignale √ľbertragen. Somit ist dieser Anschluss f√ľr einen HD-Sat-Receiver im Prinzip ungeeignet.

Notwendig wird der SCART-Anschluss allerdings dann, wenn es sich beim Fernsehger√§t noch um einen R√∂hrenfernseher handelt und dar√ľber digitales Fernsehen empfangen oder etwas auf einer Videokassette aufgezeichnet werden soll. F√ľr solche F√§lle besitzen manche HD-Sat-Receiver sogar zwei SCART-Anschl√ľsse: einen Anschluss f√ľr das Fernsehger√§t und einen Anschluss f√ľr den Videorekorder.

Der CI+-Slot

Wer mit dem HD-Sat-Receiver auf Inhalte zugreifen m√∂chte, die kostenpflichtig sind, ben√∂tigt einen CI+-Slot. Zu diesen kostenpflichtigen Inhalten geh√∂ren zum Beispiel Angebote von Privatsendern oder Pay-TV-Anbietern. Die Abk√ľrzung CI steht f√ľr ‚ÄěCommon Interface‚Äú, zu Deutsch etwa ‚Äěallgemeine Schnittstelle‚Äú. √úber diese Spezifikation haben die Anbieter kostenpflichtiger Inhalte gewisse M√∂glichkeiten beim Senden. Zum Beispiel k√∂nnen sie in einer bestimmten Sendung so genannte Time-Shift-Sperren einrichten, damit Werbebl√∂cke nicht √ľbersprungen werden k√∂nnen. Andere Einschr√§nkungen beziehen sich auf die Aufzeichnungsm√∂glichkeiten oder auch auf die Zeitr√§ume. Im Vergleich zum freien TV-Empfang haben die Sender deutlich mehr Kontrolle √ľber ihre Programme, was zum Teil scharfe Kritiken der Verbrauchersch√ľtzer zur Folge hat.

Die Aufzeichnungsfunktion

Bei den aktuellen HD-Sat-Receiver-Modellen ist eine Aufnahme- oder Aufzeichnungsfunktion integriert. So k√∂nnen Nutzer Sendungen mitschneiden und auf eine integrierte Festplatte oder ein externes Medium speichern. Integrierte Festplatten weisen abh√§ngig vom Receiver-Modell unterschiedliche Kapazit√§ten auf. Kaufinteressenten sollten daher genau darauf achten, dass die Gr√∂√üe der Festplatte ihren Anspr√ľchen gerecht wird. Wer nur wenig aufzeichnet beziehungsweise die Sendung nach dem Ansehen l√∂scht, kommt durchaus mit kleineren Speichermedien aus.

Verbraucher, die lieber eine externe Festplatte verwenden, m√ľssen auch hier auf gewisse Voraussetzungen achten. Viele HD-Sat-Receiver nutzen ein eigenes Format oder ein eigenes Formatierungssystem. Die gemeinsame Nutzung der Festplatte von PC und Receiver ist nur dann m√∂glich, wenn das FAT- oder NTFS-Festplattenformat unterst√ľtzt wird.

Das Display

Einige Nutzer legen Wert darauf zu erkennen, welcher Sender gerade √ľber den Bildschirm flimmert. W√§hrend der Werbeunterbrechungen wird das Logo bei Privatanbietern h√§ufig nicht eingeblendet. Daher ist f√ľr viele TV-Begeisterte ein Receiver mit entsprechendem Display sinnvoll.

Die meisten HD-Sat-Receiver sind mit einem LC-Display ausgestattet. Dieses Display zeigt allerdings h√§ufig nur den Sendeplatz, nicht jedoch den Namen des Senders an. Da sich kaum jemand die Sendepl√§tze aller Kan√§le merken kann, erweist sich dies eher als Nachteil. Dagegen sind die Displays mancher HD-Sat-Receiver aus dem oberen Preissegment deutlich aussagekr√§ftiger. Sie weisen nicht nur den Sendeplatz, sondern auch den Namen des aktuellen Senders aus. Die wenigsten Modelle verf√ľgen √ľber gar kein Display.

Lohnt sich ein Display?

Vor dem Kauf sollten sich die Interessenten genau √ľberlegen, wie wichtig ihnen das Display tats√§chlich ist. Je mehr im Display angezeigt wird, desto teurer ist der HD-Sat-Receiver in der Anschaffung. Hier lohnt sich auf jeden Fall eine Kosten-Nutzen-Analyse.

Das Zubehör

Damit es beim ersten Anschließen des HD-Sat-Receivers keine böse Überraschung gibt, sollte entweder ein HDMI-Kabel im Haus vorhanden oder im Lieferumfang enthalten sein. Ohne HDMI-Kabel ist ein Zugriff auf hochwertige HDTV-Sendungen nicht möglich.

Eine Fernbedienung geh√∂rt heutzutage zum Standard und wird vom Gro√üteil der Hersteller gleich mitgeliefert. Wer weitere Fernbedienungen nutzt, zum Beispiel f√ľr das Fernsehger√§t, den DVD-Player, die Konsole oder auch die Stereoanlage, erh√§lt hiermit also eine weitere. Eine praktische L√∂sung ist deshalb eine Universalfernbedienung. Voraussetzung daf√ľr ist ein externer IR-Anschluss am HD-Sat-Receiver.

Wichtige Hinweise zur Nutzung des HD-Sat-Receivers

Bei der Bedienung des neuen HD-Sat-Receivers gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, auf die wir anschließend eingehen.

Der Anschluss eines HD-Sat-Receivers

Die Empfangseinheit der Satellitensch√ľssel gibt vor, wie viele TV-Ger√§te beziehungsweise Sat-Receiver sie versorgen kann. Am Ausleger der Sch√ľssel ist der LNB oder LNC, ein rauscharmer Umsetzer, angebracht. M√∂glicherweise ist er auch in einer Flachantenne eingebaut. Der LNB versorgt jeweils nur einen Receiver. W√ľrde ein zweiter angeschlossen werden, w√§re das Angebot an TV-Programmen deutlich begrenzt. Ein Doppel-LNB bietet die M√∂glichkeit, zwei Receiver oder TV-Ger√§te anzuschlie√üen. Alternativ k√∂nnen Nutzer einen HD-Sat-Receiver mit Twin-Modul anschlie√üen.

Der Handel bietet dar√ľber hinaus Octo- und Quad-LNBs an, die vier oder acht Sat-Receiver versorgen k√∂nnen. Hier ist jeweils ein Kabel von der Satellitensch√ľssel zum Receiver zu legen. Quad-LNBs lassen sich mit einem Multischalter erweitern. Der kleine Kasten verlangt nach einer eigenen Stromversorgung und einem eigenen Antennenkabel, bietet daf√ľr allerdings Anschl√ľsse f√ľr acht oder mehr Sat-Receiver.

Die Nutzung alter Antennenkabel

F√ľr Umsteiger vom Antennen- oder Kabel-Empfang bietet sich die Einkabel-L√∂sung an, denn das Verlegen mehrerer Kabel entf√§llt. Das sogenannte Unicable-System verwendet die vorhandene Antennenleitung f√ľr die gesamte Satellitenanlage. Die Antennendose ist zwingend durch eine Satelliten-taugliche Dose zu ersetzen.

Auch bei dieser L√∂sung bildet der LNB das Herzst√ľck der Anlage. Der Umsetzer kann als externes Modul zwischen Quad-LNB und Antennenkabel eingesetzt werden oder er befindet sich direkt im LNB. Beim Kauf des HD-Sat-Receivers ist unbedingt darauf zu achten, dass das Ger√§t laut Standard EN 50494 Unicable-tauglich ist. Ist der LNB extern angeschlossen, l√§sst sich das Unicable-System erweitern.

HDMI-Anschluss vorhanden?

Nachdem der Sat-Receiver ans Stromnetz angeschlossen wurde, folgt die Verkabelung von HDMI oder SCART in der entsprechenden Buchse. Diese Buchsen befinden sich grunds√§tzlich auf der R√ľckseite des TV-Ger√§tes. Au√üerdem ist das Antennenkabel der Satellitensch√ľssel mit dem Sat-Receiver zu verbinden.

Verf√ľgt das Fernsehger√§t nicht √ľber einen HDMI-Anschluss, ben√∂tigt der HD-Sat-Receiver einen HF-Modulator. Dieser Anschluss √§hnelt der Verbindung des TV-Ger√§tes mit einem Videorekorder via Antennenkabel. Das Antennenkabel wird demnach √ľber den HF-Ausgang des Receivers mit dem Fernsehger√§t verbunden.

Stereo-Anlage, PC-Monitor und Co.

Ist der HD-Sat-Receiver mit einem separaten Audio-Ausgang versehen, kann er mithilfe eines Chinch-Kabels an den HiFi-Verst√§rker der Stereoanlage angeschlossen werden. Der Anschluss erfolgt √ľber den Stereo-Eingang des Verst√§rkers und erfordert ein weiteres Kabel.

Wer gern am PC-Monitor fernsehen m√∂chte, sollte pr√ľfen, ob der Monitor und der HD-Sat-Receiver √ľber denselben Anschluss verf√ľgen. Es eignen sich der VGA-Eingang und -Ausgang oder der HDMI-Ausgang am Receiver sowie der DVI-Eingang am Monitor. Besitzt der via HDMI angeschlossene Monitor integrierte Lautsprecher, so ist der Anschluss eines Soundsystems oder externer Boxen nicht notwendig.

Die Bedienung des HD-Sat-Receivers per App

Die Knöpfe auf den Fernbedienungen der HD-Sat-Receiver werden immer kleiner. Eine praktische Alternative ist die Bedienung des Receivers per App vom Smartphone oder Tablet aus. Außerdem entfällt dadurch die zusätzliche Fernbedienung, die auf dem Couchtisch mit allen anderen zusammen viel Platz wegnimmt.

Im App-Store finden sich diverse Universal-Remote-Apps, zum Beispiel SURE. Sie sind laut Beschreibung f√ľr die Bedienung des HD-Sat-Receivers nutzbar. Allerdings gibt es kaum eine App, die mit allen Ger√§ten funktioniert. Hinzu kommt die Tatsache, dass die HD-Sat-Receiver per Infrarot-Fernbedienung gesteuert werden. √Ąltere Smartphones verf√ľgen in der Regel noch √ľber dieses Feature; bei neueren Modellen wird jedoch grunds√§tzlich darauf verzichtet.

Tests von HD-Sat-Receivern

Achtung: Da es uns nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von HD-Sat-Receivern.

Das wohl bekannteste Testinstitut Deutschlands, die Stiftung Warentest, ver√∂ffentlichte bisher letztmalig einen Sat-Receiver-Testbericht im Mai 2015. Auf dem Pr√ľfstand befanden sich insgesamt zw√∂lf Ger√§te unterschiedlicher Anbieter. Acht Testmodelle waren mit Single-Tuner, vier mit Twin-Tuner ausgestattet. Die HD-F√§higkeit wurde zwar mit gepr√ľft, jedoch standen hier nicht ausschlie√ülich HD-Sat-Receiver im Vordergrund. Im Test zeigten sich unterschiedliche Schwachstellen. Manche Test-Receiver waren nicht in der Lage, die Programme von Sat1 und RTL in HD anzuzeigen. Die Aufzeichnung von Sendungen in un√ľblichen Dateiformaten wurde von den Testern ebenfalls negativ gewertet. Auch die fehlenden oder mangelhaften Netzwerkfunktionen brachten Minuspunkte im Testergebnis ein.

Zum Testsieger unter den Single-Tunern wurde der Humax HD Nano Eco gek√ľrt, dicht gefolgt von der Samsung Media Box HD+ GX-SM550SH. Beide Testmodelle lieferten hervorragende Testergebnisse in Bild und Ton. Au√üerdem erhielten beide die Testnote ‚ÄěBefriedigend‚Äú hinsichtlich ihrer Handhabung. Das Testmodell von Humax kostete zum Testzeitpunkt √ľberraschende 84 Euro; die Samsung Media Box lag immerhin schon bei 130 Euro.

Bei den Twin-Tunern machte der Kathrein UFSconnect 916 das Rennen. Mit einem Anschaffungspreis von seinerzeit 325 Euro liegt er deutlich h√∂her als der zweitplatzierte Technisat Digit Isio S2 im Test mit 203 Euro. Der Testsieger lieferte fast ausschlie√ülich gute bis sehr gute Ergebnisse, lediglich die Vielseitigkeit wurde mit ‚ÄěBefriedigend‚Äú bewertet.