Online-Apotheken Test

Die besten Versandapotheken im Vergleich

Laura Voigt
Platz Produkt Bewertung
1 DocMorris 4,24
2 Apotal 4,18
3 SHOP APOTHEKE 3,99
4 Apodiscounter 3,92
5 medikamente-per-klick.de 3,63
6 medpex 3,62
7 Sanicare 3,23

Produktsortiment und Preisstruktur

Benutzerfreundlichkeit und Bestellablauf

Versand und Lieferung

Sicherheit, Zahlung und Support

Medikamente einfach und bequem nach Hause liefern lassen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Online-Apotheken stellen im Gegensatz zur klassischen Apotheke ein größeres Sortiment zu meist günstigeren Konditionen zur Verfügung.
  • Auch Versandapotheken sind gesetzlich dazu verpflichtet, Kunden über die Anwendung und möglichen Risiken von Medikamenten aufzuklären. Die Kundenberatung bieten sie über Live- und Video-Chats sowie Telefon mit einem ausgebildeten Fachpersonal an.
  • Bei den meisten Anbietern erhalten Verbraucher ihre Ware innerhalb von ein bis zwei Werktagen. Spezialisierte Lieferdienste gewährleisten die ununterbrochene Kühlung und den sicheren Transport der Medikamente.

Unsere Testsieger

Mit 4,24 Punkten steht DocMorris als eine der größten Versandapotheken Europas in unserem Test ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die Online-Apotheke überzeugt mit einem breitgefächerten Sortiment an Arzneien und Drogerieartikeln sowie einer großen Sale-Abteilung. Seine kundenfreundliche Preispolitik macht sich auch im Preisvergleich der Hausapotheken beziehungsweise Sonnenschutzsets bemerkbar, in dem er die Gold- und Silber-Medaille ergattert. Besonders lobenswert sticht das umfassende Beratungsangebot hervor, das neben einem Kontaktformular auch einen Service über Mail, Telefon, einen Live- sowie einen Video-Chat bereitstellt. Die Lieferung erfolgte in unserem Test schnell und kostengünstig. Darüber hinaus belegen die zahlreichen Siegel die Seriosität der Seite. Der manuelle Wechselwirkungscheck, die Möglichkeit eines Folgerezepts sowie die speziell für chronisch Kranke entwickelte Chronic-Match-App komplettieren das rundum positive Gesamtbild der Internetapotheke.

Den zweiten Platz belegt apotal.de mit insgesamt 4,18 Punkten. Auch diese Online-Apotheke überzeugt uns im Preisvergleich, in dem sie sich sowohl die Silber- als auch die Gold-Medaille verdient. Mit Ausnahme eines Video-Chats weist die Online-Apotheke ein ähnlich breites und professionelles Beratungsangebot wie DocMorris auf. Positiv hervorzuheben ist zudem die umfassende Unterstützung der Kunden: Mit Rat und Tat steht das Unternehmen seinen Nutzern mit Erklärungen, Tipps und Hinweisen zur Seite. Zwar erfordert apotal.de einen Mindestbestellwert, allerdings ist die Lieferung bereits ab einem Einkaufswert von zehn Euro kostenfrei. Auch hier erreichte uns die Bestellung nach nur zwei Tagen.

Die Bronze-Medaille ergattert schließlich der international vertretene Anbieter shop-apotheke.com mit 3,99 Punkten. Umfassend informierende Produktbeschreibungen und Filteroptionen in allen Details sind nur zwei Kriterien, die ihre Benutzerfreundlichkeit repräsentieren. Hinzu kommen eine kompetente Beratung über das Kontaktformular und die Telefon-Hotline sowie die Möglichkeit, einen individuellen Medikationsplan zu erstellen. Das Kundenbindungsprogramm umfasst Rezeptboni, Treuepunkte und eine Geld-Zurück-Garantie.

1. Arznei per Mausklick

Sei es krankheitsbedingt, zur Vorbeugung oder als Anlaufstelle für Kosmetikartikel – die Apotheke um die Ecke ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ihnen obliegt seit jeher der gesetzliche Auftrag, die Medikamentenversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Ende 2016 zählt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (ABDA) über 20.000 öffentliche Apotheken in Deutschland. Das bedeutet im Jahr 2018 bei 2.060 Städten in Deutschland etwa zehn Apotheken pro Stadt. Damit befindet sich die die Zahl auf dem niedrigsten Stand seit Anfang der 1990er Jahre.

Seit der Gesundheitsreform im Jahr 2004 ist der Versandhandel für verschreibungspflichtige sowie rezeptfreie Medikamente auch über das Internet rechtens (Paragraph 11a des Apothekengesetzes). Sieben Jahre später erfolgte die Zulassung für den Versand von Arzneimitteln für Tiere. Inzwischen besitzen nicht nur zahlreiche Vor-Ort-Apotheken zusätzlich eine Versanderlaubnis, auf dem Online-Markt bilden sich auch immer mehr reine Internetapotheken heraus. Verbraucher reizt dabei insbesondere eine Ersparnis von bis zu 50 Prozent des Listenpreises.

Die rechtlichen Grundlagen

Versandapotheken – auch Internet- oder Online-Apotheken genannt – verfügen über eine Versandhandelslizenz und sind nach der DIN ISO 9001, der bedeutendsten Norm zur Qualitätssicherung, qualifiziert sowie im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) registriert. Sie unterliegen den gleichen rechtlichen Anforderungen wie traditionelle Apotheken vor Ort.

Dementsprechend sind sie ebenfalls für die qualitative wie quantitative Medikamentenversorgung in der Bevölkerung zuständig. Nähere Informationen zum Impressum und dessen Pflichtangaben folgen im vierten Abschnitt.

Neben der Bereitstellung eines Notfalldepots beteiligen sie sich auch am Nacht- beziehungsweise Notdienst und gewährleisten eine pharmazeutische Kundenberatung, etwa über eine Telefonhotline oder einen Live-Chat. Letzteres dient insbesondere der Prüfung von Wechselwirkungen oder Doppelverordnungen. Verschreibungspflichtige Arzneimittel sind auch online nur über das Vorzeigen eines Rezepts erhältlich. Die Online-Apotheken kooperieren mit den Krankenkassen und rechnen mit ihnen ab.

Privat oder Kasse?

Zwar erfolgt bei den deutschen Versandapotheken die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen direkt, Privatpatienten müssen in der Regel jedoch zunächst in Vorleistung gehen und die Kostenerstattung selbst beantragen.

Die Statistiken: Versandapotheken in Zahlen

Im Jahr 2016 besaßen in Deutschland über 3.000 Apotheken eine Versandhandelserlaubnis, so der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA). Circa 31 Millionen Kunden bestellten ihre Medikamente online, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 49 auf 55 Prozent aller Internetnutzer bedeutet. Eine Statista-Umfrage im Mai 2017 ergab ein ähnliches Bild: Fast die Hälfte aller Befragten nutzte Online-Apotheken. Lediglich 23 Prozent können es sich nicht vorstellen, Medikamente online zu bestellen. Die Altersverteilung ist dabei relativ ausgeglichen: Mit einem leichten Vorsprung stellten sich 2017 die 30- bis 39-Jährigen als größte Nutzergruppe heraus.

Laut Bitkom zeigen sich die Kunden der Internetapotheken sehr zufrieden. Das äußert sich vor allem in der Tatsache, dass sie regelmäßig bestellen. Nach einer Verbraucherumfrage von Boniversum haben die Nutzer von Versandapotheken ein insgesamt positives Bild von ihrer Bestellung: 77 Prozent der Befragten sind mit den frei verkäuflichen Arzneimitteln zufrieden und 67 Prozent überzeugen die rezeptpflichtigen Medikamente auf ganzer Linie. 2016 stieg der Online-Umsatz mit rezeptfreien Arzneimitteln um 17 Prozent an, während die stationären Apotheken leidglich einen Umsatzanstieg von 1,6 Prozent verzeichneten.

Online Apotheke Statistik
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Die Mehrheit der Befragten hat schon einmal Medikamente online erworben.

2. Klassisch versus modern

Nach einer Statista-Umfrage vom Januar 2017 sprechen für Online-Apotheken vor allem die günstigeren Preise und die direkte Lieferung nach Hause, sodass die Nutzer das Haus nicht verlassen müssen. Außerdem wissen sie die durchgehenden Öffnungszeiten, die größere Auswahl an Produkten und die Diskretion der Online-Apotheken zu schätzen. Doch neben den Versandapotheken gibt es selbstverständlich auch die klassische Variante: die altbewährte Apotheke vor Ort. Der nachfolgende Vergleich offenbart das Für und Wider der beiden Modelle:

Der Klassiker: Die Apotheke um die Ecke

Trotz der starken Konkurrenz hat der Klassiker noch nicht ausgedient. Stationäre Apotheken sind schon lange nicht mehr nur auf den Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten ausgerichtet. Um konkurrenzfähig zu bleiben, haben sie ihr Sortiment auf Drogerieartikel ausgeweitet und das Warenlager vergrößert, um eine taggleiche Abholung bestellter Arzneimittel zu gewährleisten. Inzwischen umfassen die Serviceleistungen zusätzlich eine Hautanalyse, Schminkberatung oder auch Tipps zur Reiseplanung. Zum Teil liefern Apotheken sogar bis an die Haustür.

  • Schnelle Versorgung im Akutfall
  • Zügige Einlösung des Rezepts
  • Bei Bedarf Lieferservice
  • Pharmazeutische Beratung mit Fachpersonal
  • Teils mangelnde Diskretion
  • Kaum barrierefreie Zugänge
  • Wartezeiten bei nicht vorrätigen Medikamenten

Günstige Preise, verheerende Beratung? Die Apotheke im Netz

Zwar haben viele stationäre Apotheken ihre Warenlager ausgebaut, an das umfangreiche Sortiment einer Online-Apotheke kommen sie aber nicht heran. Hier haben Kunden 24 Stunden täglich und unabhängig von den Wetterbedingungen die Möglichkeit, bequem vom Rechner oder Smartphone aus Bestellungen aufzugeben, Rezepte einzulösen oder Gesundheitstipps aufzustöbern. Bevor sie an ein verschreibungspflichtiges Medikament gelangen, müssen Verbraucher jedoch zunächst das Originalrezept einsenden. Dementsprechend kann es mehrere Tage dauern, bis die Bestellung der Internetapotheke ankommt.

Ihre Fragen zu Medikamenten, ihrer Einnahme oder auch bestimmten Erkrankungen richten Nutzer über eine Hotline, einen Chat oder eine Mail an ein ausgebildetes Personal, womit die Beratungsmöglichkeiten hier der Apotheke vor Ort in nichts nachstehen. Besteht zu einem Zeitpunkt allerdings eine besonders hohe Nachfrage, kann es wie auch bei stationären Apotheken zu Verzögerungen kommen, bis ein Ansprechpartner zur Verfügung steht. Neben dem kostenlosen Beratungsservice finden Kunden zu den meisten Angeboten eine ausführliche Beschreibung vor. Dieses Angebot ist häufig mit zusätzlichen Informationsquellen wie Newslettern oder Blogs versehen.

Dass die Lieferung direkt vor die Tür erfolgt, kommt nicht nur den Kunden zugute, die ihr Haus aus gesundheitlichen Gründen nicht verlassen können, sondern auch denjenigen, die sich in einer öffentlichen Apotheke unwohl fühlen, weil dort Vertraulichkeit und Privatsphäre im Gespräch mit dem Personal am Tresen, die Warteschlange im Rücken, selten gewahrt bleiben. Davon profitieren ebenfalls Verbraucher aus ländlicheren Regionen, die keine Apotheke in der unmittelbaren Nähe haben. Indem sie ihre Bestellung online tätigen, umgehen sie zudem lange Warteschlangen an der Kasse, was Zeit und Nerven spart. Der Nachteil daran ist, dass zumindest für die rezeptfreien Medikamente in der Regel ein Mindestbestellwert vorliegt, bevor die Versandkosten entfallen.

Da die Preise in einer Internetapotheke im Zuge der Lockerung des Medikamentengesetzes jedoch wesentlich günstiger ausfallen, nehmen viele Kunden die Versandkosten in Kauf. Während es in Vor-Ort-Apotheken nicht gern gesehen ist, kleine Beträge mit der EC-Karte zu begleichen, bieten Versandapotheken alle gängigen Zahlungsmöglichkeiten für jeden Kaufbetrag an.

  • Erhebliche Preisvorteile bei rezeptfreien Medikamenten
  • Umfangreiche Produktauswahl
  • Übersichtliche Präsentation des Sortiments
  • Anonymer, diskreter Einkauf
  • Lieferung nach Hause
  • Durchgehende Öffnungszeiten
  • Fehlende Beratung von Angesicht zu Angesicht
  • Mangelnde Hinweise auf Risiken und Nebenwirkungen
  • Gefahr unseriöser Angebote
  • Komplizierte Abwicklung bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln
  • Zum Teil lange Lieferzeiten

Ein Medikament, viele Preise

Viele Kunden fragen sich, wie es Online-Apotheken bewerkstelligen, Medikamente zu derart günstigen Preisen anzubieten. Dahinter stehen mehrere Gründe: Zum einen umgehen Versandapotheken die teuren Ladenmieten, zum anderen verzeichnen sie niedrigere Personalkosten. Der große Wareneinkauf sichert Anbietern zudem Rabatte. Auf diese Weise sparen sie viel Geld, was wiederum ihren Kunden zugutekommt, da sie die Artikel vergünstigt anbieten können. Je nach Warenbestellwert können die Preisunterschiede zwischen den Apotheken schnell bei 10 oder 20 Euro liegen. Das gilt allerdings nur für die verschreibungsfreien Medikamente. Die rezeptpflichtigen Arzneimittel unterliegen hingegen der Preisbindung und sind überall für die gleichen Kosten erhältlich.

Einen höheren Gewinn erwirtschaften Versandapotheken allemal, da sich mehr Kunden im Online-Geschäft herumtreiben. Auch häufige Spontankäufe sorgen für eine Umsatzsteigerung, die wiederum eine Preissenkung gestatten. Schuld daran sind häufig die Versandkosten, die Verbraucher gern umgehen, indem sie das ein oder andere Produkt mitbestellen, um auf den Mindestwarenwert für einen portofreien Einkauf zu kommen. Schließlich garantieren Bonussysteme wie Kundenkarten oder Mengenrabatte auch ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Privileg einer Vor-Ort-Apotheke: die Kundenbindung. Aufgrund des höheren Umsatzes bei gleichzeitig geringeren Ausgaben können es sich Versandapotheken leisten, ihre Artikel günstig bereitzustellen.

3. Eine gesunde Mischung: Das Sortiment

Im Wesentlichen unterscheidet sich das Sortiment einer Online-Apotheke kaum von einer herkömmlichen Apotheke. Das Angebot unterteilt sich in Arzneimittel, ein Ergänzungssortiment, etwa homöopathische Produkte oder Vitamine, Krankenpflegeartikel wie Verbandsmaterial oder Diagnosegeräte und eine Drogerieabteilung. Die Arzneimittel sind wiederum in verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Medikamente gegliedert. Apothekenpflichtige Medikamente dürfen die Anbieter auch ohne Rezept an den Kunden verkaufen. Zwar sind sie nur in einer Apotheke erhältlich, aber nicht an den Preis gebunden. Rezeptfrei sind neben Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln unter anderem Globuli sowie Erkältungs- und Schmerzmittel. Kosmetika und homöopathische Mittel gibt es meist nur von gesundheitlich wertvollen Marken des gehobenen Preissegments.

Die Grenzen des Online-Sortiments liegen bei den sogenannten T-Rezepten. Diese teratogenen, also fruchtschädigenden Stoffe, worunter beispielsweise die Pille danach fällt, dürfen Versandapotheken ebenso beliefern wie Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Die beliebtesten Artikel

Nach einer Verbraucherumfrage von Boniversum (Januar 2017) kaufen 73 Prozent der Nutzer freiverkäufliche und lediglich 27 Prozent der Befragten rezeptpflichtige Arzneimittel. Zu den am häufigsten erworbenen rezeptfreien Medikamenten zählen

  • Paracetamol, ASS-Ratiopharm oder Thomapyrin gegen Schmerzen und Fieber,
  • Nasenspray, etwa vom Ratiopharm, Nasic oder Olynth, zum Abschwellen der Nasenschleimhaut,
  • Schmerzgel, vor allem von Voltaren, bei Verstauchungen oder Muskelentzündungen,
  • Dexpanthenol zur Heilung oberflächlicher Hautschädigungen,
  • Aspirin bei akuten Schmerzen oder auch Aspirin plus C bei Erkältungsbeschwerden,
  • ACC als Hustenlöser sowie
  • Dolormin bei Kopf- oder Zahnschmerzen.
Beliebte Artikel einer Online Apotheke
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Am häufigsten kaufen Verbraucher Schmerzmittel online.

Sehr beliebt sind auch Waren, die eine gewisse Diskretion erfordern, wie etwa Potenzmittel, Kondome, Gleitmittel oder Schwangerschaftstests.

Medizinische Versorgung für die Vierbeiner

Selbstverständlich benötigen auch Tiere eine medizinische Versorgung, wenn sie krank sind. Die Präparate unterscheiden sich allerdings von den Mitteln für Menschen und sind speziell auf das Tier zugeschnitten, sei es der Hund, die Maus oder das Pferd. Neben den Medikamenten für bestimmte Erkrankungen sind auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel und Produkte für die Fellpflege erhältlich. Während sich die humanmedizinische Produktpalette bei den Online-Apotheken allenfalls geringfügig unterscheidet, lassen sich bei der Tierapotheke deutlichere Differenzen verzeichnen: Verfügen manche Anbieter lediglich über die gängigen Arzneimittel für Hunde und Katzen, so stellen andere zusätzlich Produkte für Kleintiere, Reptilien oder auch Pferde bereit.

4. Gefährliche Arznei aus dem Internet

Mit Bestellungen im Internet geht immer auch ein Risiko einher. Zwar ist der Arzneimittelversand in Deutschland gesetzlich geregelt und vom Gesetzgeber überwacht, gerade der Online-Kauf von Medikamenten ist aber eine Vertrauenssache. Anhand folgender Elemente erkennen Verbraucher die Seriosität einer Versandapotheke:

Vom DIMDI-Siegel zum EU-Logo

Seit Juni 2015 gibt es ein gemeinsames europäisches Logo für Händler, die Medikamente im Internet vertreiben. Das ehemalige Logo des Deutschen Instituts für Dokumentation und Information (DIMDI) hat somit ausgedient. Im Jahr 2009 eingeführt, leitete Nutzer ein Klick auf das Symbol zu einer Datenbank weiter, in der das Institut alle Versandapotheken listete. Auf diese Weise konnten Verbraucher überprüfen, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt.

Im Prinzip funktioniert das EU-Logo genauso: Die EU-Staaten listen in einem Register alle ansässigen legalen Arzneimittelhändler, wobei das DIMDI in Deutschland weiterhin diese Aufgabe übernimmt. Die wohl wichtigste Neuerung ist jedoch die Verpflichtung aller Versandapotheken, zu genanntem Register zu verlinken. Damit möchte die Europäische Union verhindern, dass Verbraucher an gefälschte Medikamente gelangen.

Schnäppchen ohne Risiken und Nebenwirkungen? Medikamente aus dem Ausland

Zwar sparen Verbraucher in der Regel viel Geld (bis zu 50 Prozent), wenn sie ihre Medikamente im Ausland besorgen, die vermeintliche Ersparnis geht aber häufig auf Kosten der eigenen Gesundheit. Grundsätzlich sind Bestellungen nur aus den Ländern erlaubt, in denen ähnliche Sicherheitsvorschriften wie in Deutschland gelten. Dazu zählen

Hände weg!

Von Lifestyle-Arzneimitteln wie Pillen gegen Übergewicht, Erektionsstörungen oder Haarausfall sollten Verbraucher online grundsätzlich ablassen.

  • Großbritannien,
  • die Niederlande,
  • Island,
  • Schweden (ausschließlich verschreibungspflichtige Medikamente) und
  • Tschechien (ausschließlich verschreibungspflichtige Medikamente).

Versandapotheken aus anderen europäischen Ländern dürfen hingegen nur dann Arzneimittel nach Deutschland schicken, wenn sie über eine Einzelgenehmigung verfügen. Händlern außerhalb der Europäischen Union ist es gänzlich untersagt, deutsche Online-Kunden mit Medikamenten zu beliefern.

Tipps für den sicheren Medikamentenkauf im Internet

Im Netz treiben sich einige unseriöse Anbieter herum. Daher sollten Kaufinteressierte vorab prüfen, ob es sich um eine seriöse Versandapotheke handelt. Die folgenden Tipps helfen beim Aufspüren zweifelhafter Online-Shops:

Sicherheitslogo

Das Sicherheitslogo

Der erste Blick gilt der Suche des EU-Logos. Da das Sicherheitslogo verpflichtend ist, gibt dessen Fehlen einen ersten Hinweis auf einen möglichen Betrug. Handelt es sich um einen seriösen Anbieter, befindet sich darauf die Flagge des jeweiligen EU-Mitgliedsstaates beziehungsweise diejenige von Norwegen, Island oder Liechtenstein. Stimmt die Landeszugehörigkeit nicht mit der Angabe im Impressum oder der Sprache überein, ist das Sicherheitslogo gefälscht. Bei einem Klick auf das Logo sollten Verbraucher auf die Webseite der jeweiligen nationalen Arzneimittelbehörde gelangen. Ist das nicht der Fall, führt der Anbieter das Logo offensichtlich unrechtmäßig. Weitere Gütesiegel, etwa eine TÜV-Zertifikation, belegen zusätzlich die Seriosität des Händlers.
Impressum

Das Impressum

Direkt danach kontrollieren Verbraucher, ob alle relevanten Angaben zum Anbieter auf der Webseite zu finden sind, das heißt, der Name der Firma und des Geschäftsführers, die Postadresse, das Handelsregister und die Umsatzsteueridentifikationsnummer. Da eine EU-weite Impressumspflicht gilt, sollten alle Informationen verzeichnet sein. Neben dem Impressum sollten auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Datenschutzerklärung sowie die Widerrufs- und Rückgaberegelungen zügig aufzufinden sein.
Rezept

Das Rezept

Auch Online-Apotheken benötigen das gültige Originalrezept per Brief. Ein digitaler Versand per E-Mail oder Fax ist gesetzlich unzureichend. Missachtet eine Versandapotheke diese Regelung, ist das ein eindeutiges Zeichen für ihre Unseriosität. Ist es unter anderem möglich, sich ein Rezept via Ferndiagnose direkt von der Apotheke ausstellen zu lassen, verstößt der Anbieter gegen deutsches Recht. Der Versand von Präparaten, die in Deutschland nicht zugelassen sind, ist ebenfalls untersagt.
Beratung

Die Beratung

Einige Verbraucher befürchten, dass die Beratung in einer Online-Apotheke nicht dieselbe ist wie in einer Präsenz-Apotheke. Zwar bieten die meisten Versandapotheken eine Beratung über einen Chat, E-Mail oder das Telefon an, diese sollte aber ebenfalls persönlich und kompetent ausfallen. Gibt der Händler nur eine E-Mail-Adresse oder eine kostenpflichtige Telefonnummer an, ist Vorsicht geboten.
Produktbeschreibung

Die Produktbeschreibung und Werbung

Zusätzlich sollten die Produktbeschreibungen detaillierte Informationen, etwa den Namen des Präparats, die aktiven Wirkstoffe, das Anwendungsgebiet, Warnhinweise und den Herstellernamen, enthalten. Werbung sollte klar gekennzeichnet sein. Verlinkungen auf unseriöse Webseiten sind zudem immer ein Zeichen dafür, dass es in dem Online-Shop nicht mit rechten Dingen zugeht. Ähnlich verhält es sich mit Spam-Mails, in denen Medikamente zu Dumping-Preisen angeboten werden, denn hier sind entweder Viren oder Fälschungen im Spiel. Ein weiterer Hinweis auf eine Fälschung ist der Lieferzustand: Das Arzneimittel muss nämlich immer eine Verpackung inklusive Beipackzettel enthalten.
Online Zahlung

Die Zahlung

Bei Überweisungen ins Ausland empfiehlt sich ein Blick auf die Gebühren, damit diese nicht mehr betragen als inländische. Mit Kreditkarte sollten Verbraucher nur dann bezahlen, wenn sie sich auf einer sicheren Seite befinden. Geschützte Internetseiten sind einerseits am Vorhängeschloss-Symbol im Rahmen des Browserfensters und andererseits am „s“ hinter dem „http“ erkennbar. Zudem ist die Kartenprüfnummer niemals dem Händler persönlich zu schicken, sondern stets in die vorgesehen Felder einzutragen, um einen Betrug auszuschließen.

Wundermittel oder Abzocke?

Die meisten dubiosen Händler verraten sich bereits durch ihre Sprache. Tauchen folgende Phrasen auf der Webseite auf, ist den Verbrauchern auf alle Fälle von einem Kauf abzuraten:

  • Sensationelle, schnelle oder garantierte Erfolge
  • Geheime Rezepturen, medizinische Durchbrüche oder Wundermittel
  • Eine absolut sichere Einnahme ohne jegliche Nebenwirkungen

Es erscheint ebenfalls fragwürdig,

  • wenn ein bestimmtes Präparat nur von dieser Versandapotheke über einen kurzen Zeitraum erwerbbar ist,
  • wenn das Mittel bei jedem Anwender gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Beschwerden hilft und
  • wenn uferlose Bewertungen, Erfahrungsberichte oder Expertenmeinungen vorkommen.

Zwar gibt es immer auch schwarze Schafe unter den Online-Händlern, gerade für Versandapotheken gelten in Deutschland beziehungsweise in Europa aber ebenso strenge Regeln wie für Vor-Ort-Apotheken. Greifen Verbraucher also auf Präparate aus der EU zurück, gehen sie in der Regel kein Risiko ein.

So testen wir

In insgesamt vier Teilbewertungskriterien testeten wir sieben verschiedene Online-Apotheken hinsichtlich

  • ihres Produktsortiments und der Preisstruktur,
  • ihrer Benutzerfreundlichkeit und des Bestellablaufs,
  • ihres Versands und der Lieferung sowie
  • ihrer Sicherheit, Zahlung und des Supports.

Dabei kann ein Wertungskriterium zwischen 0.00 und 5.00 Punkte erreichen. Addiert und schließlich durch vier geteilt ergeben die einzelnen Wertungen das Gesamtergebnis. Dabei werden die ersten beiden Kategorien jeweils zu 40 Prozent gewichtet, während letztere jeweils zu zehn Prozent ins Gewicht fallen. Zudem gilt es zu beachten, dass der Testsieger nicht zwangsläufig für jeden Kunden und dessen individuelle Bedürfnisse den optimalen Service bietet, sondern unser Vergleich vielmehr als Orientierungshilfe dient. Welcher Anbieter letztlich am ehesten den individuellen Bedürfnissen entspricht, entscheidet jeder Leser bestenfalls anhand der detaillierten Testberichte für sich selbst.

Online-Apotheken Vergleich
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Sieben Online-Apotheken stellten wir auf den Prüfstand.

Produktsortiment und Preisstruktur

Hinsichtlich des Produktsortiments weisen alle Anbieter in unserem Test ein umfangreiches, breitgefächertes Angebot auf. Hier kam es uns im medizinischen Bereich nicht nur auf rezeptpflichtige und verschreibungsfreie Medikamente, sondern obendrein auf Generika, pflanzliche Arznei und Nahrungsergänzungsmittel an. Zusätzlich bieten alle Online-Apotheken auch eine Drogerie-Abteilung an, in der neben Hygieneartikeln und Kosmetik- und Wellnessprodukte zu finden sind. Mit Ausnahme von einer Versandapotheke, nämlich medpex, grenzen alle Anbieter die vegan deklarierten Produkte vom übrigen Sortiment ab, sodass auch Veganer ohne große Mühen direkt die für sie relevanten Produkte erkennen. Neben humanmedizinischen Arzneimitteln befinden sich bei allen Internetapotheken auch Tierarzneimittel im Repertoire. Während sich apo-discounter.de als einzige Apotheke auf Produkte für Hunde und Katzen beschränkt, stellen die anderen Anbieter auch Medikamente für Kleintiere, Vögel und Pferde bereit. Eine abgegrenzte Sale-Abteilung liefern alle Anbieter außer medpex.

Auf die Größe des Sortiments gehen wir in unserem Test nicht weiter ein, das heißt, wir erstellen kein Ranking, sondern beschäftigten uns lediglich mit dem Umfang des Angebots.

In unserem Preisvergleich stellen wir die Kosten für eine Hausapotheke beziehungsweise ein Sonnenschutz-Set gegenüber (Stand: 10.04.2018). Die Kategorie „Hausapotheke“ unterteilen wir wiederum in die Rubriken „Verbandmittel“ und „Hilfsmittel“. Während erstere sterile Kompressen, Mullbinden, Pflaster und einen Wundschnellverband umfasst, beinhaltet letztere

  • ein digitales Fieberthermometer,
  • ein Wunddesinfektionsmittel,
  • eine Pinzette,
  • eine Zeckenzange,
  • eine Kühlkompresse,
  • Mittel gegen Schmerzen,
  • Mittel gegen Fieber,
  • Halstabletten,
  • Nasenspray,
  • Mittel gegen Husten,
  • eine Wund- und Heilsalbe,
  • Mittel gegen Durchfall,
  • Mittel gegen Juckreiz,
  • ein Gel für Sportverletzungen und
  • ein Mittel gegen Sodbrennen.

Der Preissieger in dieser Kategorie ist medikamente-per-klick.de mit Gesamtkosten von 70,00 Euro. Bronze und Silber ergattern apotal.de mit 75,35 Euro beziehungsweise shop-apotheke.com mit 84,68 Euro. Alle in unserem Preisvergleich gelisteten Produkte inklusive Preise finden sie hier.

Preisvergleich Hausapotheke
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Ein breitgefächertes Preisspektrum zeichnet sich in unserem Preisvergleich in der Kategorie „Hausapotheke“ ab.

In unserem Sonnenschutzset vergleichen wir die Preise für eine Körper- und eine Gesichtssonnencreme, eine After-Sun-Lotion sowie einen Sonnenbrand-Balsam. Insgesamt 31,69 Euro zahlen Kunden bei unserem Preissieger DocMorris. Für ein Sonnenschutz-Set beim Zweitplatzierten, medikamente-per-klick.de, müssen sie wiederum 35,30 Euro entrichten, während bei apotal.de, dem dritten Platz in unserem Vergleich, 36,74 Euro fällig sind.

Preisvergleich Sonnenschutz
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Für ein Sonnenschutz-Set zahlen Kunden zwischen 31,69 und 40,86 Euro.

Benutzerfreundlichkeit und Bestellablauf

Eines der zentralen Bewertungskriterien in unserem Test ist die pharmazeutische Beratung. Hier überprüfen wir sowohl den Service über das Kontaktformular als auch den Chat und die Telefon-Hotline. Abgesehen von einem Anbieter, nämlich Sanicare, antworteten uns alle Anbieter nach einer vertretbaren Wartezeit. Auf eine Rückmeldung von Sanicare warten wir hingegen bis heute, was einen Punktabzug bedeutet. Am wenigsten hilfreich zeigte sich DocMorris, die uns lediglich an ein Telefonat weiterverwiesen. Wer eine zügige Produktempfehlung wünscht, ist wiederum bei medikamente-per-klick.de genau richtig. Während sich medpex eher vorsichtig zeigte und lieber den Besuch eines Arztes anriet, stach shop-apotheke.com mit einer ausführlichen, kompetenten und verständlichen Beratung besonders positiv hervor.

Unser Testleiden

Über das Kontaktformular erfragten wir Rat bei seit einigen Tagen anhaltenden Halsschmerzen mitsamt Husten, die vor allem abends auftreten. Auch im Chat klagten wir über Halsschmerzen, in diesem Fall jedoch ohne Husten. Telefonisch ließen wir uns bei trockenem Husten, beraten der uns nicht schlafen lässt.

Da nur zwei Online-Apotheken einen Chat-Support anbieten, konnten wir lediglich DocMorris und apo-discounter.de dahingehend testen. Leider konnten wir bei DocMorris im Zuge unseres Tests niemanden erreichen, die Beratung bei apo-discounter.de erwies sich allerdings als sehr zügig und hilfreich, was wir mit Zusatzpunkten belohnen.

Bei unserer Testanfrage über das Telefon schilderten wir einen trockenen Husten, der vor allem am Abend auftritt. Über die Hotline konnten wir erfreulicherweise nicht nur jeden Anbieter erreichen, sondern erhielten auch überall eine zufriedenstellende Beratung. Lediglich bei medpex hatten wir den Eindruck, schnell abgefertigt zu werden. Positiv hervorzuheben ist das nahezu rund um die Uhr erreichbare sowie sehr freundliche und professionelle Beratungsangebot bei shop-apotheke.com.

Mit Ausnahme von apotal.de, Sanicare und shop-apotheke.com, verfügen alle Versandapotheken über einen manuellen Wechselwirkungscheck. Diesen überprüften wir auf insgesamt drei Wechselwirkungen:

  • ASS und Ibuprofen: Ibuprofen kann die Wirkung von ASS auf die Thrombozytenaggregation hemmen.
  • Kalium und Telcor Arginin: Die gemeinsame Einnahme lässt den Kaliumspiegel ansteigen, was zu Muskelschwäche oder Herzthymusstörungen führen kann.
  • ACC und Heparin: In Kombination kann ACC die Blutungseignung deutlich heraufsetzen.

Während apo-discounter.de, medikamente-per-klick.de und DocMorris alle drei Zusammenwirkungen als gefährlich einstuften, erkannte medpex nur eine Wechselwirkung.

Lediglich apotal.de stellt auf seiner Seite keine Gesundheitstipps bereit. Bei den anderen Online-Apotheken sind diese zum Großteil in den Themenshops aufzufinden. Für eine benutzerfreundliche Suchfunktion sorgen insbesondere die Filteroptionen. Hier sticht vor allem shop-apotheke.com mit zahlreiche Eingrenzungsmöglichkeiten hervor. Hinsichtlich der Arzneibeschreibung lassen sich unter den getesteten Shops keine großen Unterschiede feststellen. Hier überzeugen alle Anbieter mit ausführlichen Informationen zu jedem Produkt. Auch über einen Merkzettel zum Abspeichern bestimmter Artikel verfügen alle Internetapotheken. Bei medikamente-per-klick.de nennt sich dieses Tool Einkaufsliste.

Die Bestellabwicklung überprüften wir hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit des Ablaufs und der Möglichkeit, einen Firmennamen anzugeben. Positiv sticht in diesem Zusammenhang insbesondere Sanicare hervor, da sie als einziger Anbieter die Möglichkeit bereitstellt, ein Gastkonto anzulegen. Die Option eines Medikamentenabonnements hält nur medikamente-per-klick.de bereit. Einen Newsletter hingegen bieten alle Shops an, häufig auch im Zusammenhang mit einem Gutschein. Während ebenfalls alle Webseiten über eine mobile Version verfügen, offeriert apotal.de als einziger Anbieter keine App.

Versand und Lieferung

Ein Mindestbestellwert fällt nur bei apotal.de an. Dafür entfallen hier bereits ab zehn Euro die Versandkosten. Mit Ausnahme von medikamente-per-klick.de, die ebenfalls ab einem Einkaufswert von zehn Euro versandkostenfrei liefert, versendet ein Großteil der Anbieter erst ab 20 Euro portofrei. Die Versandkosten liegen jeweils zwischen 2,90 Euro und 3,95 Euro. Über eine taggleiche Lieferung verfügen nur zwei Anbieter, nämlich DocMorris und medpex. Hierfür verlangen sie insgesamt 7,90 Euro. Die Option eines Kühlversands findet sich bei fast allen Shops, abgesehen von apo-discounter.de und apotal.de. An eine Packstation liefern alle Versandapotheken. Von zentraler Bedeutung ist zudem der portofreie Rezeptversand, den ebenfalls alle Anbieter bereitstellen.

Um die Dauer und Verlässlichkeit der Lieferung zu testen, bestellten wir bei jeder Online-Apotheke gleichzeitig die gleiche Produktzusammenstellung. Die meisten Päckchen erreichten uns nach nur zwei Tagen, ein anderer Teil nach drei Tagen, womit fast alle im zeitlich vertretbaren Rahmen liegen – allein die Lieferung von apo-discounter.de traf erst nach acht Tagen bei uns ein, deren Lieferung erst nach acht Tagen bei uns eintraf. Immerhin können wir die Vollständigkeit einer jeden Lieferung bestätigen. Löblich hervorzuheben sind zudem die Polsterungen des Leerraums und die Warnhinweise (etwa „Nicht an Kinder oder Nachbarn abgeben“) auf dem Karton. Vorab informierten uns alle Anbieter per Versandbestätigung mitsamt Sendungsverfolgung über den Verbleib des Päckchens. Die Mehrheit der Shops liefert mit dem Versandunternehmen DHL. shop-apotheke.com bietet daneben einen Versand über Hermes und apo-discounter.de zusätzlich zum Versand über Hermes eine Lieferung per DPD an.

Sicherheit, Zahlung und Support

Lediglich bei medikamente-per-klick.de können wir keinerlei Angaben hinsichtlich einer Verschlüsselung persönlicher Daten finden. Alle anderen Anbieter schützen die Angaben ihrer Kunden über ein SSL-Zertifikat. Die Datenschutzerklärung sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind aber bei allen Versandapotheken ebenso wie das Impressum direkt auf der Startseite ersichtlich. Hinsichtlich der Siegel herrscht ein positives Gesamtbild: So verfügen alle über das inzwischen verpflichtende EU-Logo. Abgesehen von medikamente-per-klick.de können ebenfalls alle Anbieter ein TÜV-Siegel vorweisen, eine Trusted-Shop-Zertifizierung besitzen alle außer apotal.de und Sanicare. Ein weiterer Beleg von Seriosität ist ein deutscher Unternehmenssitz, den lediglich DocMorris und shop-apotheke.com nicht bieten.

Im Hinblick auf die Zahlungsoptionen variieren die Versand-Apotheken deutlich: Während alle Shops eine Zahlung auf Rechnung sowie über PayPal, Lastschrift und Kreditkarte anbieten, verfügt ein Teil der Anbieter nicht über eine Zahlung per Nachnahme (alle außer apotal.de und medikamente-per-klick.de), Vorkasse (DocMorris, medikamente-per-klick.de und Sanicare) sowie Sofort (medpex und medikamente-per-klick.de).

Im Vergleich der Kundenservices sind alle Online-Shops ähnlich gut ausgestattet, nämlich mit einem E-Mail- und Telefon-Support sowie einem Kontaktformular. Einen Chat-Support hingegen bieten nur apo-discounter.de und DocMorris. Der Großteil aller Kundendienste antwortete uns innerhalb von wenigen Stunden, spätestens aber nach zwei Tagen, was einer durchschnittlichen Reaktionszeit entspricht; lediglich die Rückmeldung von Sanicare steht bis heute aus, was wir mit einem Punktabzug sanktionieren. apotal.de sticht zudem negativ hervor, da er als einziger Anbieter keinen FAQ-Bereich vorweisen kann. Ein zusätzliches, gern gelesenes Extra ist der Blog, den in unserem Test DocMorris, medpex und medikamente-per-klick.de bereitstellen. Als einzige Versandapotheke besitzt DocMorris zusätzlich zu seiner Internetpräsenz einige lokale Filialen.