LED-Fernseher

Die 7 besten LED-Fernseher im Test & Vergleich

Allgemeine Informationen
Maße
Gewicht
Standfuß
Fernbedienung
Bild & Ton
HD-Standard
Auflösung
Bildschirmtyp
Smart-TV
HbbTV
Curved-TV
HDR-fÀhig
Ausstattung
WLAN-fÀhig
LAN
Bluetooth-fÀhig
CI+-Slot
DVB-T2
DVB-C
DVB-S2
Anzahl USB-AnschlĂŒsse
Anzahl HDMI-AnschlĂŒsse
Energiemerkmale
Energieeffizienzklasse
Leistungsaufnahme Betrieb
Leistungsaufnahme Standby
Jahresstromverbrauch
Vorteile
Nachteile

LED-Fernseher-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Fernseher mit LCD-Technologie und LED-Backlight haben sich gegenĂŒber den Plasma-Fernsehern durchgesetzt.
  • FĂŒr einen stĂ€rkeren Kontrast und eine noch höhere BildqualitĂ€t sorgen neue Technologien wie OLED oder QLED.
  • Curved-TVs haben nicht nur ein schickes Design, sondern erzeugen auch einen besonders guten Bildeindruck.
  • Der Sitzabstand zum Fernseher sollte im Idealfall etwa 2,5-mal so groß sein wie die Bildschirmdiagonale.
  • FĂŒr ein ruckelfreies Bild empfiehlt sich eine Bildwiederholungsfrequenz ab 100 Hertz.

In fast jedem Haushalt mindestens ein Fernseher

In Deutschland gibt es kaum einen Haushalt, der ohne einen Fernseher auskommt. Laut einer Forschung des Statistischen Bundesamts besaßen im Jahr 2016 ganze 97,9 Prozent aller deutschen Haushalte mindestens ein TV-GerĂ€t. Dabei ist festzustellen, dass die Beliebtheit von Flachbildfernsehern in den letzten fĂŒnf Jahren rasant angestiegen ist: WĂ€hrend 2011 etwas weniger als die HĂ€lfte der Fernseher (48,7 Prozent) Flachbildfernseher waren, betrugen sie im Jahr 2016 84,4 Prozent. Der Flachbildfernseher fĂŒhrt zudem die Liste der „Ausstattung von Privathaushalten 2016“ im Bereich Unterhaltungselektronik an. Danach folgen die Digitalkameras mit 73,6 Prozent. Aus der Statistik geht außerdem hervor, dass einige Haushalte mehr als ein TV-GerĂ€t besitzen. So liegt der ermittelte Ausstattungsbestand, also die Anzahl der Fernseher je 100 Haushalte, im letzten Jahr in Deutschland bei 169,8. Moderne Fernseher bringen sehr viele Features mit und unterschieden sich oft in leicht ĂŒbersehbaren, aber dennoch wichtigen Details voneinander. Um Interessierten die Wahl beim Kauf eines neuen TV-GerĂ€ts zu erleichtern,  zeigen wir, worauf es ankommt.

Moderne Technologien

GrundsÀtzlich lassen sich bei modernen Fernsehern zwei verschiedene Technologien unterscheiden:

  • Plasma
  • LCD

Über Jahre nahm die Plasma-Technologie bei hochauflösenden Flachbildfernsehern eine Vorreiterrolle ein. Die Plasma-Technik hat den Vorteil, dass die kleinen, mit einem Gasgemisch gefĂŒllten Kammern von selbst, also ohne eine zusĂ€tzliche Lichtquelle, leuchten. Dadurch erreichen Plasma-Fernseher eine gute Bewegtbilddarstellung, eine sehr natĂŒrliche Farbwiedergabe und einen großen Kontrastumfang.

Die Plasma-Technologie

Hierbei wird ein Gemisch aus Ionen, Elektronen und neutralen Atomen, das sich zwischen zwei Glasplatten befindet, durch Gasentladung zum sogenannten Plasma. Je nach zugefĂŒhrter Strommenge leuchtet das Plasma unterschiedlich stark.

LCD-Fernseher auf dem Vormarsch

Allerdings birgt die Plasma-Technologie auch viele Nachteile: Da die Bildschirme aus Glas bestehen, spiegeln sie andere Lichtquellen wie etwa Fenster und sind zudem leicht zerbrechlich. DarĂŒber hinaus ist der Stromverbrauch bei Plasma-Fernsehern recht hoch und schwer kontrollierbar. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich LCD-Fernseher, die in der Regel stromsparender sind und in den letzten Jahren durch morderne LED-Technik hinsichtlich Kontrast und BildqualitĂ€t stark aufgeholt haben, in zunehmendem Maße durchsetzen. LCD steht fĂŒr „Liquid Crystal Display“. Das bedeutet: Ein LCD-Bildschirm besteht aus FlĂŒssig-Kristallen. Im Gegensatz zu den Plasma-Fernsehern benötigen TV-GerĂ€te mit LCD eine konventionelle Lichtquelle, da die FlĂŒssig-Kristalle nicht von alleine leuchten. HierfĂŒr verwenden die Hersteller die sogenannten LEDs (Licht emittierende Dioden) – bei ihnen handelt es sich schlichtweg um kleine, helle Lichter. Dementsprechend besteht ein LCD-Fernseher aus mehreren Schichten, wie die folgende Grafik veranschaulicht.

Edge- oder Direct-LED?

Hinsichtlich der Hintergrundbeleuchtung mit LEDs in LCD-Fernsehern gibt es derzeit zwei gÀngige Technologien:

  • Edge-LED
  • Direct-LED

Edge-LED-Bildschirme sind lediglich an den RĂ€ndern mit LEDs ausgestattet. Kleine Spiegel verteilen das Licht ĂŒber die gesamte FlĂ€che. Diese Beleuchtungsmethode hat den Vorteil, dass sich damit Ă€ußerst flache Fernseher herstellen lassen. Im Gegensatz dazu sind Direct-LED-Fernseher gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber die komplette FlĂ€che mit LEDs ausgestattet. Dadurch fĂ€llt der Fernseher zwar weniger flach aus, verfĂŒgt dafĂŒr aber in der Regel ĂŒber eine bessere BildqualitĂ€t. Um einen stĂ€rkeren Kontrast zu erzeugen, verwenden hochwertige Fernseher die sogenannte „Local Dimming“-Technologie. Hierbei leuchten kleine LED-GrĂŒppchen weniger stark und erhöhen so das KontrastverhĂ€ltnis.

OLED und QLED – die neuesten Technologie

Große Hersteller wie Samsung und LG versuchen natĂŒrlich stets, sich gegenseitig mit besonders innovativen Technologien zu ĂŒbertrumpfen. Dazu zĂ€hlt unter anderem die Verwendung der OLED-Technik. OLED heißt so viel wie „organische Leichtdiode“, wobei organisch in diesem Kontext bedeutet, dass die Verbindungen der Diode aus Kohlenstoff bestehen. Im Gegensatz zu LEDs, die im Fernseher lediglich fĂŒr die Hintergrundbeleuchtung verantwortlich sind, dienen OLEDs gleichzeitig als Bildquelle und Bildgeber. Dementsprechend ist es möglich, einen OLED-Bildschirm mit nur zwei Schichten herzustellen. Auf diese Weise geht weniger Licht verloren als in den vielschichtigen LED-Bildschirmen, und die Farben wirken krĂ€ftiger und lebensechter. Zudem sind OLED-Fernseher energiesparender und können deutlich dĂŒnner gebaut werden. Vorreiter in Sachen OLED-TV ist der sĂŒdkoreanische Hersteller LG. Doch die Konkurrenz schlĂ€ft nicht: Unter anderem setzen auch Panasonic und Philips mittlerweile auf die OLED-Technik. Der Konkurrent Samsung will sich dagegen mit der QLED-Technik abheben. Dabei kommen sogenannte Quantum Dots, Nano-Kristalle aus Halbleitermaterialien, zum Einsatz, die Licht absorbieren und wieder abgeben. Sowohl OLED- als auch QLED-Fernseher bieten im Vergleich zum LED-Fernseher einen stĂ€rkeren Kontrast und eine höhere BildqualitĂ€t. Welche Technologie sich am Ende durchsetzt, wird die Zukunft zeigen. Wer Wert auf einen besonders flachen Fernseher legt, ist mit Edge-LED gut beraten. Soll zudem die BildqualitĂ€t sehr hoch ausfallen, empfiehlt sich der Kauf eines OLED-TV-GerĂ€ts.

Welche verschiedenen Bauformen gibt es?

Hinsichtlich der Bauform gibt es aktuell zwei Arten von Fernsehern:

  • Flat-TVs (Flachbildfernseher)
  • Curved-TVs (gekrĂŒmmter Bildschirm)

Die Vor- und Nachteile von Curved-TVs

Die Fernseher mit dem gekrĂŒmmten Display sind erst seit wenigen Jahren auf dem Markt und waren zu Beginn kaum bezahlbare Technik-Highlights. Mittlerweile sind sie zu Preisen erhĂ€ltlich, die nur geringfĂŒgig höher sind als bei Flachbildfernsehern mit gleicher Ausstattung. Dabei unterscheiden sich die beiden Bauformen nicht nur durch das Design: Curved TVs erzeugen nĂ€mlich auch einen besseren Bildeindruck, wie die Grafik rechts veranschaulicht. Ein gekrĂŒmmtes Display gibt dem Bild mehr Tiefe. Zudem hat der Zuschauer durch die Wölbung zu allen Bildpunkten den gleichen Abstand, was Farb- und Kontrastverluste an den BildschirmrĂ€ndern minimiert. Die konkave Form eines gekrĂŒmmten Fernsehers kommt darĂŒber hinaus der Wahrnehmung des menschlichen Auges sehr nahe, was die Betrachtung eines Curved-TV-Bildschirms angenehmer macht. Da die gekrĂŒmmten Fernseher erst in den letzten Jahren auf den Markt kamen, sind alle Modelle in der Regel mit der neusten Technik ausgestattet. Curved-TVs haben aber nicht nur Vorteile. So sind beispielsweise Spiegelungen von Lichtquellen auf gebogenen Displays störender als auf Flachbildfernsehern. DarĂŒber hinaus kritisieren Experten hĂ€ufig, dass ein hervorragender Bildeindruck nur dann möglich ist, wenn der Zuschauer genau mittig zum gekrĂŒmmten Bildschirm sitzt. Eine andere Positionierung zum Fernseher fĂŒhre zu Farb- und Kontrastverlusten. Dementsprechend wird es problematisch, wenn mehrere Personen zusammen fernsehen möchten. Da der Platz in der Mitte schließlich begrenzt ist, sollten diese Personen eher zu Flachbildfernsehern tendieren. Alles in allem ĂŒberwiegen jedoch die Vorteile der gekrĂŒmmten Curved-TVs.

Vorteile
  • Bild wirkt grĂ¶ĂŸer und tiefer
  • Weniger Farb- und Kontrastverluste an den RĂ€ndern
  • VerfĂŒgen ĂŒber die modernste Technik
  • „Ergonomisch“ fĂŒr das Auge
Nachteile
  • Spiegelungen von Lichtquellen sind störender
  • Hervorragender Bildeindruck ist nur bei mittiger Sitzposition möglich

Welche BildschirmgrĂ¶ĂŸe ist die richtige?

Fast noch wichtiger als die Bauform ist die richtige Bildschirmdiagonale. Große Fernseher mit hohen Zollzahlen liegen im Trend, doch das hat wenig Relevanz fĂŒr die eigene Kaufentscheidung. Wer sich nicht sicher ist, wie groß der neuer Fernseher sein soll, sollten sich folgende Fragen stellen:

  • Über wie viel Platz verfĂŒge ich?
  • Wie weit entfernt vom Fernseher möchte ich sitzen?
  • Wie groß war der VorgĂ€ngerfernseher und wie zufrieden war ich mit seiner GrĂ¶ĂŸe?
  • Welche Art von Sendungen, Filmen und Serien schaue ich mir an? Muss der Fernseher dafĂŒr unbedingt groß sein?

Der passende Sitzabstand zum TV-GerÀt

Besonders wichtig fĂŒr den optimalen TV-Genuss ist der richtige Sitzabstand zum Fernseher. Dieser lĂ€sst sich mit einer einfachen Faustformel berechnen: Er sollte in etwa der zwei- bis dreifachen GrĂ¶ĂŸe der Bildschirmdiagonale entsprechen. Zur Veranschaulichung zeigt die folgende Übersicht einige Fallbeispiele:

Diagonale in ZollDiagonale in ZentimeternEmpfohlener Abstand min.Empfohlener Abstand max.
32 Zoll 80 Zentimeter 1,60 Meter 2,40 Meter
43 Zoll 108 Zentimeter 2,16 Meter 3,24 Meter
49 Zoll 123 Zentimeter 2,46 Meter 3,69 Meter
55 Zoll 138 Zentimeter 2,76 Meter 4,14 Meter
65 Zoll 165 Zentimeter 3,30 Meter 4,95 Meter
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Die Auflösung und die Bildwiederholungsfrequenz

Hersteller bewerben ihre Fernseher meist mit einer besonders hohen Auflösung und Bildwiederholfrequenz. Was genau unter diesen FachausdrĂŒcken zu verstehen ist, erlĂ€utern wir im Folgenden.

HD-ready, Full-HD oder 4K-Ultra-HD?

Die Auflösung des Bildschirms wird in Pixel angegeben. Ihre Anzahl unterscheidet sich je nach verwendeter Technologie. Bei einer höheren Auflösung besteht das Bild aus mehr Pixeln, dadurch sind mehr Bildpunkte erkennbar und das Bild erscheint schĂ€rfer und detailreicher. Je niedriger die Auflösung ist, desto kleiner sollte der Bildschirm sein, damit das Bild nicht unscharf erscheint. Die veraltete Standardauflösung SD betrĂ€gt 720 mal 576 Pixel und ist damit relativ klein. SD wird mittlerweile nur noch bei Ă€lteren FernsehgerĂ€ten, DVDs und Filmen, die fĂŒr das Smartphone oder Tablet gedacht sind, verwendet. FĂŒr grĂ¶ĂŸere Bildschirme reicht SD nicht mehr aus. Aktuell können Konsumenten zwischen FernsehgerĂ€ten mit folgenden Auflösungen wĂ€hlen:

BezeichnungAuflösung in PixelGeeignet fĂŒr
HD-ready 1.280 x 720 Fernseher bis 40 Zoll
Full-HD 1.920 x 1.080 Fernseher ab 40 Zoll
4K-Ultra-HD 3.840 x 2.160 Fernseher ab 55 Zoll
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Viele Hersteller verwenden die Bezeichnung 4K-Ultra-HD. Streng genommen, meinen sie damit aber Ultra-HD. „4K“ bezeichnet nĂ€mlich eine noch höhere Auflösung (4.096 mal 2.160 Pixeln), die bislang nur bei Kinofilmen Verwendung findet. Ultra-HD entspricht dagegen dem vierfachen HD.

Wie viele Hertz braucht der Fernseher?

Die Bildwiederholfrequenz, die in Hertz angegeben wird, drĂŒckt aus, wie viele Bilder pro Sekunde auf dem Fernseher erscheinen. Ist die Bildwiederholfrequenz zu niedrig, nehmen wir das Bild als „ruckelig“ wahr. Beim Fernsehprogramm, dem Blu-ray-Player und aktuellen Konsolen betrĂ€gt die SignalĂŒbertragung aktuell zwischen 50 und 60 Hertz. Hier stellt sich natĂŒrlich die Frage, ob es ĂŒberhaupt einen qualitativen Mehrwert gibt, wenn der Fernseher ĂŒber eine Bildwiederholfrequenz von 100 Hz oder mehr verfĂŒgt. TatsĂ€chlich gibt es einen Nutzen: Eine höhere Bildwiederholfrequenz garantiert ein scharfes, ruckel- und flimmerfreies Bild, da das TV-GerĂ€t bei Signalen mit niedriger Frequenz Zwischenbilder einfĂŒgt und so die Hertzzahl kĂŒnstlich erhöht. FĂŒr Verbraucher, die ihren Fernseher auch fĂŒr rasante Videospiele verwenden, empfiehlt sich ein GerĂ€t mit mindestens 100 Hertz Bildwiederholfrequenz, damit es die raschen Bewegungen scharf wiedergibt. Wer dagegen sein TV-GerĂ€t lediglich fĂŒr Serien und Filme benötigt, wird auch mit 50 oder 60 Hertz zufrieden sein. Höher als 200 Hertz muss die Bildwiederholrate nicht sein, denn ab diesem Wert ist fĂŒr das menschliche Auge kein Unterschied mehr erkennbar.

Die verschiedenen Tuner und ihre Merkmale

Der Empfang von hochauflösendem HD-Fernsehen ist nur ĂŒber digitales Fernsehen möglich. Dies ist ĂŒber verschiedene Tuner (Empfangsteile) möglich, die unterschiedliche Signale empfangen. Dabei wird zwischen DVB-T2, DVB-C und DVB-S2 unterschieden.

DVB-T2 (Antenne)

Heim- oder kleine Stabantennen fangen Signale aus der Luft ab und bringen sie ĂŒber den EmpfĂ€nger auf den Bildschirm. In der Umgangssprache ist diese Empfangsart auch als das „Überall-Fernsehen“ bekannt, da der Empfang eines Signals wie beim Rundfunk an jedem beliebigen Ort möglich ist, und das ganz ohne Kabel. Ende MĂ€rz löste der neue digitale terrestrische Übertragungsstandard DVB-T2 den VorgĂ€nger DVB-T ab. DVB-T2 ermöglicht im Gegensatz zum VorgĂ€nger nun die Übertragung von HD-Inhalten. WĂ€hrend der alte Standard kostenfrei war, mĂŒssen Nutzer von DVB-T2 Geld bezahlen, sobald sie damit Privatsender empfangen möchten.

DVB-C (Kabel)

NutzerInnen von DVB-C empfangen ihr TV-Signal ĂŒber Breitbandkabelnetze. Wer Kabelfernsehen empfangen möchte, muss dafĂŒr Geld bezahlen und benötigt einen externen Receiver. Mit ihm sind mehrere Dutzend Sender empfangbar. An die Vielfalt des Satellitenfernsehens kommt das Kabelfernsehen aber noch nicht heran.

DVB-S2 (Satellit)

Wer Fernsehen anstatt ĂŒber Kabel oder Antenne ĂŒber Satellit empfangen möchte, benötigt dazu eine Satellitenanlage. Zwar fallen dafĂŒr Anschaffungskosten an, allerdings sind die Sender mit Ausnahme von Pay-TV und HD-TV kostenlos empfangbar. Beim Anbringen der SatellitenschĂŒssel mĂŒssen Nutzer darauf achten, dass die SchĂŒssel freie Bahn zum gewĂŒnschten Satelliten hat. Wie bei DVB-T2 handelt es sich auch bei DVB-S um eine Weiterentwicklung eines Ă€lteren Standards, der unter anderem den Empfang von HD-Fernsehen ermöglicht. Die großen Vorteile des Satellitenfernsehens sind der kostenfreie Empfang und die Sendervielfalt.

Mehrere Sender zeitgleich empfangen

Äußerst praktisch sind sogenannte Twin- oder auch Doppel-Tuner. Das bedeutet: Ein FernsehgerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber zwei Empfangsteile einer Art, also etwa zwei DVB-C-Tuner. Damit können Nutzer einen Sender schauen, wĂ€hrend sie zeitgleich einen anderen Sender aufzeichnen. Die Begriffe Dual- und Triple-Tuner meinen dagegen, dass ein Fernseher ĂŒber zwei beziehungsweise drei verschiedene Tuner verfĂŒgt.

Welche AnschlĂŒsse sollte mein Fernseher haben?

Neben der Frage nach den Tunern eines Fernsehers ist es vor dem Kauf eines neuen TV-GerĂ€ts entscheidend, zu wissen, welche AnschlĂŒsse der KĂ€ufer benötigt. GrundsĂ€tzlich gilt dabei: Je mehr, desto besser. Die wichtigsten AnschlĂŒsse zeigt und erklĂ€rt die folgende Übersicht:

HDMI-ANSCHLUSS

Besonders wichtig ist das High Definition Multimedia Interface, das eine Schnittstelle zur digitalen Übertragung von hochauflösenden und kopiergeschĂŒtzten Video- und Audiodateien darstellt. Über HDMI-AnschlĂŒsse schließen Nutzer diverse externe GerĂ€te wie Spielekonsolen, Blu-ray-Player und Heimkino-Zubehör an ihren Fernseher an. Daher sollte ein TV-GerĂ€t mindestens zwei AnschlĂŒsse dieser Art haben – besser sind mehrere.

USB-ANSCHLUSS

Wer gelegentlich eine externe Festplatte oder einen USB-Stick an seinen Fernseher anschließen möchte, um damit zum Beispiel Fotos oder Handyvideos im Großformat anzuschauen, muss beim Kauf des TV-GerĂ€ts darauf achten, dass es auch ĂŒber die entsprechenden AnschlĂŒsse verfĂŒgt. Einige TV-Modelle bieten die Möglichkeit, Aufnahmen auf einem USB-DatentrĂ€ger zu erstellen.

CI+-ANSCHLUSS

„Common Interface“-SteckplĂ€tze ermöglichen es, verschlĂŒsselte Pay-TV-Inhalte wie beispielsweise Sky zu empfangen. Dazu platziert der Anwender die HD+-Karte des entsprechende Bezahlsenders in den CI+-Slot und empfĂ€ngt diesen gegen eine monatliche GebĂŒhr in hochauflösender QualitĂ€t.

INTERNETANSCHLUSS

Um Apps und Online-Mediatheken auf einem Smart-TV nutzen zu können, ist natĂŒrlich eine Internetverbindung erforderlich. Dazu verfĂŒgen die meisten GerĂ€te ĂŒber ein WLAN-Modul sowie einen Netzwerkanschluss (LAN). Die kabelgebundene Variante ĂŒber LAN empfiehlt sich fĂŒr eine besonders stabile Netznutzung, da das WLAN-Signal durch WĂ€nde und Decken geschwĂ€cht wird.

SCART-ANSCHLUSS

Der SCART-Anschluss ist gewissermaßen ein VorgĂ€nger der HDMI-Schnittstelle und ein europĂ€ischer Standard fĂŒr Verbindungen von Audio- und VideogerĂ€ten. Zwar nimmt die Bedeutung des SCART-Anschlusses immer mehr ab, doch wer Ă€ltere GerĂ€tschaften an seinen Fernseher anschließen möchte, muss darauf achten, dass ein solcher vorhanden ist.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von LED-Fernsehern. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

In der Testdatenbank der Stiftung Warentest sind aktuell Testberichte zu 430 FernsehgerÀten zu finden. Bewertet wurden die Testprodukte in folgenden Kategorien:

  • Bild: Fernsehen ĂŒber Satellit, Kabel und Antenne, die HDMI-Schnittstelle, die Auflösung (UHD), die WiedergabequalitĂ€t von Fotos, das Bild bei schnellen Bewegungen, die VerĂ€nderungen von Kontrast und Farbe je nach Betrachtungswinkel sowie die Eignung fĂŒr eine helle Umgebung
  • Ton: Hörtest bei Spiel- und Fernsehfilmen, Musik und Sprache sowie die maximale LautstĂ€rke ohne Verzerrung
  • Handhabung: die Gebrauchsanleitung, die integrierten Hilfen, die Installation und AnschlĂŒsse, das BildschirmmenĂŒ, der tĂ€gliche Gebrauch, die elektronische Programmzeitschrift, die Verwendung des USB-Anschlusses, die Fernbedienung, das Bedienen am GerĂ€t, die Aufnahmefunktionen und die Einbindung ins Netzwerk
  • Vielseitigkeit: die Art, Vielfalt und der Nutzen der EmpfĂ€nger sowie die AnschlĂŒsse und Zusatzfunktionen wie die Aufnahmefunktion, die Netzwerktauglichkeit und die InternetfĂ€higkeit
  • Umwelteigenschaften: der Stromverbrauch und die Verwendung problematischer Flammschutzmittel.

Das Gesamtfazit: Die beste BildqualitĂ€t liefern OLED-GerĂ€te. Im letzten Test aus dem Jahr 2019 wurde der LG OLED65C97LA mit der Testnote 1,4 („Sehr gut“) zum Testsieger gekĂŒrt. Den zweiten Platz mit der Testnote 1,5 („Sehr gut“) teilen sich gleich fĂŒnf GerĂ€te: der LG OLED55C8, der LG OLED55C97LA, der LG OLED65C8, der Samsung GQ65Q85R und der Samsung GQ65Q90R. Auch Platz drei ergatterten mehrere Fernseher, darunter erneut vier GerĂ€te von LG.

Im Test des Testinstituts ÖKO-TEST aus dem Jahr 2013 sicherten sich zwei TestgerĂ€te das Testurteil „Sehr gut“. Das Fazit der Testredaktion: FĂŒr eine gute BildqualitĂ€t mĂŒssen Verbraucher kein Vermögen ausgeben


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