Espressomaschine

Die 7 besten Espressomaschinen im Vergleich

Material GehÀuse
Maße
Leistung
Fassungsvermögen Wassertank
Wasserstandsanzeige
Anzahl Tassen
Mahlfunktion
Warmhaltefunktion
Tropfstopp-System
MilchaufschÀumer
Farbe
Gewicht
Vorteile

Espressomaschinen-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Eine Espressomaschine besteht aus drei wesentlichen Bestandteilen: Kessel, Pumpe und BrĂŒhgruppe.
  • Es gibt verschiedene Espressomaschinen fĂŒr unterschiedliche AnsprĂŒche an den Espresso, unter anderem Einkreiser, Zweikreiser, Dual-Boiler und Thermoblockmaschinen.
  • FĂŒr den optimalen Espresso ist eine möglichst konstante BrĂŒhtemperatur nötig.
  • Der Pumpendruck betrĂ€gt idealerweise mindestens 9 bar.
  • Üben Sie beim „Tampern“ einen Anpressdruck von 15 bis 20 Kilogramm aus, damit der Espresso gelingt.

Kleiner Kaffee, großer Genuss

Wer gern und hĂ€ufig Espresso oder andere KaffeespezialitĂ€ten genießt, möchte diese zu Hause am liebsten genauso zubereiten wie im CafĂ©. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich Espressomaschinen nicht mehr hauptsĂ€chlich in der Gastronomie, sondern zunehmend auch in Privathaushalten finden. Charakteristisch fĂŒr Espresso ist seine Zubereitungsart: Heißer Wasserdampf wird mit hohem Druck durch besonders feines Kaffeepulver gedrĂŒckt. Auf diese weiße entstehen die espressotypische Crema, eine feine Schaumschicht auf dem Kaffee, und die hohe Koffein-Konzentration.

Was ist eigentlich eine Espressomaschine?

Eine Espressomaschine ist ein GerĂ€t zur schnellen Zubereitung von Kaffee beziehungsweise KaffeespezialitĂ€ten. Synonym wird die Bezeichnung SiebtrĂ€germaschine verwendet. Wie es der Name bereits verrĂ€t, ist ein wichtiger Bestandteil das BrĂŒhsieb, in das gemahlene Kaffeebohnen gefĂŒllt werden. Dadurch unterscheiden sie sich optisch deutlich von den Kaffeevollautomaten. Letztere bereiten zwar ebenfalls Espresso zu, und zwar auf Knopfdruck, sind aber keine Espressomaschinen im klassischen Sinne.

Wie funktioniert die Zubereitung eines Espressos?

Die Herstellung eines Espressos setzt sich aus verschiedenen Schritten zusammen. Bevor die Maschine mit dem eigentlichen BrĂŒhen beginnen kann, muss zunĂ€chst das Wasser erhitzt werden. Diesen Vorgang ĂŒbernimmt der Kessel oder ein Durchlauferhitzer in der Maschine. Meist dauert es nur wenige Sekunden, bis das Wasser die Zieltemperatur von circa 90 Grad Celsius erreicht. Danach wird es unter einem Druck von etwa neun bar durch die gemahlenen Kaffeebohnen gepresst. Je nach Espressomaschine wird dieser Druck entweder durch eine Pumpe oder durch einen Handhebel aufgebaut. Das Pulver befindet sich im BrĂŒhsieb, wo es zuvor mit einem sogenannten Tamper festgedrĂŒckt wird.

Kaffeevollautomat oder SiebtrÀgermaschine?

Diese Frage stellt sich relativ schnell bei der Suche nach der richtigen Espressomaschine fĂŒr den eigenen Gebrauch. SiebtrĂ€germaschinen sind vielen hauptsĂ€chlich aus CafĂ©s bekannt, wo mit ihnen herrliche KaffeespezialitĂ€ten gezaubert werden. Ein Kaffeevollautomat ist in der Anwendung deutlich einfacher: Knopf drĂŒcken und schon geht es los. Bei einem SiebtrĂ€ger ist die Zubereitung dagegen eine Abfolge verschiedener Handgriffe. Das Kaffeemehl muss fest zusammengepresst und anschließend am Auslauf der Maschine befestigt werden. WĂ€hrend der Kaffee am Vollautomaten vermutlich bereits fertig ist, geht es bei der SiebtrĂ€germaschine erst los. Sobald Milch in der Zubereitung enthalten ist, wird diese nochmals aufwendiger.

Vor- und Nachteile einer SiebtrÀgermaschine

Wer sich vor der aufwendigeren Bedienung einer SiebtrĂ€germaschine nicht abschrecken lĂ€sst, kann mit etwas Übung vielseitige KaffeespezialitĂ€ten in hoher QualitĂ€t zaubern. Zudem kann sich das Erlernen der Bedienung zur echten Leidenschaft entwickeln, sodass Sie selbst zum Barista werden. Der Kaffeegenuss steht bei der SiebtrĂ€germaschine nĂ€mlich ganz weit oben. Sie profitieren von diversen Einstellungsoptionen: Unter anderem sind Mahlgrad, BrĂŒhdauer und BrĂŒhtemperatur individuell anpassbar. DarĂŒber hinaus gelingt mit SiebtrĂ€germaschinen eine besonders gute Crema.

Vorteile
  • Hohe Kaffee-QualitĂ€t
  • Schönere Crema
  • Mehr Einstellungsoptionen
  • Weniger Bitterstoffe
Nachteile
  • Lange Aufheizzeit
  • Aufwendige Bedienung

Welche Modelle von Espressomaschinen gibt es?

SiebtrÀgermaschinen lassen sich nach ihrem Heizsystem in vier unterschiedliche Typen aufteilen: Einkreiser, Zweikreiser, Dualboiler und Espressomaschinen mit Thermoblock. Welches Modell das richtige ist, hÀngt vor allem von der Frage ab, ob die Maschine Milch aufschÀumen soll oder nicht.

Integrierter MilchaufschÀumer: Ja oder nein?

Einige elektrische Espressomaschinen enthalten einen MilchaufschĂ€umer bereits in ihrer Grundausstattung. Allerdings sind diese Modelle meist teurer als Espressomaschinen ohne MilchaufschĂ€umer. Zudem zieht ein MilchaufschĂ€umer einen erhöhten Reinigungsaufwand nach sich. GrundsĂ€tzlich lohnen sich Espressomaschinen fĂŒr alle, die ihren Espresso gern mit Milchschaum oder als Cappuccino trinken. Dann sparen Sie sich den Kauf eines separaten MilchaufschĂ€umers.

Vorteile
  • Kein zusĂ€tzlicher MilchaufschĂ€umer nötig
  • Platzsparend
  • Schnelles AufschĂ€umen
Nachteile
  • Teurer als Modelle ohne MilchaufschĂ€umer
  • Höherer Reinigungsaufwand

Espressomaschine mit Thermoblock

Espressomaschinen mit Thermoblock beziehungsweise sogenannte Thermoblockmaschinen findet man heute vor allem unter den Maschinen fĂŒr Privathaushalte. Sie haben beim Wechsel vom BrĂŒhvorgang zum Dampfbezug den Vorteil einer kĂŒrzeren Wartezeit. Die Wartezeit resultiert aus den unterschiedlichen Temperaturen. WĂ€hrend fĂŒr den BrĂŒhvorgang eine Wassertemperatur von etwa 90 bis maximal 94 Grad Celsius benötigt wird, ist fĂŒr das AufschĂ€umen von Milch eine Temperatur von 110 bis 130 Grad Celsius erforderlich.

Bei den gĂŒnstigen Einkreismaschinen werden beide VorgĂ€nge ĂŒber einen Kreislauf umgesetzt. Dadurch dauert es eine Weile, bis das Wasser die gewĂŒnschte Temperatur erreicht hat. Der Thermoblock arbeitet im Vergleich wie ein Durchlauferhitzer. Dadurch reduziert er die Wartezeiten deutlich und erlaubt einen schnelleren Temperaturwechsel. In teureren, grĂ¶ĂŸeren Espressomaschinen werden mitunter sogar mehrere Thermoblöcke verbaut.

Einkreiser

Bei den sogenannten Einkreisern kommen das Wasser fĂŒr den Espresso sowie der Dampf fĂŒr den Milchschaum aus einem Kessel und durchlaufen denselben Weg. Dementsprechend kompakt und gĂŒnstig fĂ€llt dieses Heizsystem aus. Allerdings mĂŒssen Anwender eine lange Zubereitungszeit hinnehmen, da der Espresso bei einer niedrigeren Temperatur aufgebrĂŒht wird. Wer seinen Espresso am liebsten pur trinkt und nur selten Milch aufschĂ€umt, ist mit einem Einkreiser gut bedient.

Zweikreiser

Zweikreiser basieren im Gegensatz zu Einkreisern auf zwei separaten WasserkreislĂ€ufen. Damit sind sie in der Lage, das Wasser fĂŒr den Espresso und den Dampf fĂŒr den Milchschaum zeitgleich unterschiedlich zu temperieren. Zweikreiser sind folglich eine gute Wahl fĂŒr Personen, die hĂ€ufiger Milch aufschĂ€umen möchten.

Dualboiler

Sogenannte Dualboiler gehen noch einen Schritt weiter als Zweikreiser. Sie haben nicht nur zwei separate WasserkreislĂ€ufe, sondern sind sogar mit zwei Boilern ausgestattet: ein kleiner fĂŒr das Wasser zum BrĂŒhen und ein großer fĂŒr den Dampf zum Milch-AufschĂ€umen. Dualboiler ermöglichen eine besonders konstante BrĂŒhtemperatur, die fĂŒr den Geschmack des Espressos wichtig ist. Allerdings sind sie deutlich teurer als Ein- und Zweikreiser.

Was ist eine Handhebelmaschine?

Hierbei handelt es sich um Espressomaschinen mit einem Hebel, die hĂ€ndisch bedient werden. Sie arbeiten völlig ohne Elektronik. Der Druck, mit dem der Espresso aufgebrĂŒht wird, muss bei solchen Handhebelmaschinen durch reine Muskelkraft erzeugt werden.

Welche Bestandteile haben Espressomaschinen?

SiebtrĂ€ger setzen sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen: der Pumpe, dem Kessel, der BrĂŒhgruppe und teilweise noch einem Mahlwerk. Viele SiebtrĂ€germaschinen haben allerdings kein integriertes Mahlwerk. Hier mĂŒssen die Bohnen separat von Hand beziehungsweise mit einer elektrischen MĂŒhle gemahlen werden. Der Vorteil dabei ist das frisch gemahlene Kaffeepulver. Da die Bohnen zudem meist aromaversiegelt aufbewahrt werden, ist dies fĂŒr den Kaffeegenuss von Vorteil.

Ein integriertes Mahlwerk ist in der Anwendung allerdings einfacher. Die Kaffeebohnen werden im dafĂŒr vorgesehenen BehĂ€lter der Espressomaschine aufbewahrt und bei Bedarf frisch gemahlen. Hierbei lassen sich Kegel- und Scheibenmahlwerke unterscheiden. DarĂŒber hinaus gibt es Schlagmahlwerke und Walzenmahlwerke; diese sind im Vergleich allerdings deutlich weniger verbreitet und werden daher nicht gesondert betrachtet.

Das Kegelmahlwerk

Bei diesem Mahlwerk drĂŒckt ein rotierender Metallkegel gegen einen Metallring. Mithilfe der Schwerkraft gelangen die Kaffeebohnen in das Mahlwerk und werden dort von dem Kegel zerkleinert. Die Drehzahl des Kegels liegt nur bei etwa 400 Umdrehungen in der Minute, was eine ErwĂ€rmung der Bohnen wĂ€hrend des Mahlvorgangs verhindern soll.

Aufgrund der im Vergleich langsamen Drehzahl wird das Kegelmahlwerk oft als schonendere Variante zum Mahlen der Kaffeebohnen angesehen. Dieser Effekt ist allerdings schnell dahin, wenn es sich um ein eher gĂŒnstiges Mahlwerk handelt. In dem Fall werden ein kleinerer Metallkegel und -ring mit einem schwĂ€cheren Motor kombiniert. Um damit den gewĂŒnschten Mahlgrad der Bohnen zuverlĂ€ssig zu erreichen, ist eine höhere Drehzahl notwendig, was wiederum eine stĂ€rkere Temperaturbelastung mit sich bringt. Darunter leidet letztlich vor allem eines: das Aroma der Bohnen.

Das Scheibenmahlwerk

Beim Scheibenmahlwerk werden die Kaffeebohnen von zwei konkaven Scheiben gemahlen. Eine ist fest arretiert, die andere rotiert. Bei modernen Espressomaschinen sind beide Scheiben aus Keramik gefertigt und damit Ă€ußerst langlebig. Sie arbeiten sehr gleichmĂ€ĂŸig und sind im Vergleich zu Scheiben aus Metall deutlich gĂŒnstiger. Im Handel sind noch beide Varianten verfĂŒgbar. Einen Unterschied im Mahlergebnis gibt es allerdings nicht.

Die Kaffeebohnen gelangen in erster Linie durch die Zentrifugalkraft in das Mahlwerk, das je nach Modell mit etwa 700 bis sogar 1.400 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Die Schnelligkeit der Rotation ist eher nebensĂ€chlich. Wichtiger ist der Scheibendurchmesser, denn je kĂŒrzer der Weg der Kaffeebohnen ist, desto höher ist die WĂ€rmebelastung. ProfigerĂ€te verfĂŒgen meist ĂŒber Scheiben mit einem Durchmesser von 5,0 bis 8,5 Zentimetern.

Die Wahl der richtigen Espressomaschine

Durch die schiere Vielfalt an Espressomaschinen ist es wichtig, sich im Vorfeld die wichtigsten Kriterien anzusehen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Der Pumpendruck hat einen wesentlichen Einfluss auf die Espresso-QualitĂ€t. Dementsprechend wichtig ist eine hochwertige Pumpe, die einen hohen Druck erzeugt. Weitere entscheidende Kaufkriterien fĂŒr einen SiebtrĂ€ger sind unter anderem das Material und die KapazitĂ€t des Kessels, die Regelung der BrĂŒhwassertemperatur, der BrĂŒhgruppentyp und die Aufheizzeit.

Bekannte Marken: Krups | De’Longhi | Smeg |Jura | Rancilio | Silvia | Gastroback | bezzera | Severin | Beem Germany | Graef | Saeco | La Pavoni

Das Kesselmaterial

Der Kessel ist das HerzstĂŒck einer jeden Espressomaschine. In ihm befindet sich das Wasser, mit dem die Maschine den Espresso brĂŒht. FĂŒr die optimale BrĂŒhtemperatur ist unter anderem das Material des Kessels entscheidend. Am weitesten verbreitet sind die folgenden Materialien:

  • Edelstahl
  • Kupfer
  • Messing

Kupfer ist aufgrund seiner wĂ€rmeleitenden Eigenschaften als Kesselmaterial fĂŒr Espressomaschinen altbewĂ€hrt. Messing ist als Kupfer-Zink-Legierung deutlich robuster und zudem gĂŒnstiger. Das teuerste der drei Materialien ist Edelstahl. Ihm wird allerdings auch die grĂ¶ĂŸte NeutralitĂ€t in Sachen Geschmack zugestanden. Gleichzeitig sind Edelstahlkessel weit weniger anfĂ€llig fĂŒr Kalkablagerungen und mĂŒssen daher seltener gewartet werden. UnabhĂ€ngig vom Material ist eine möglichst dicke Ă€ußere Kesselwand empfehlenswert, um die Kesseltemperatur lange konstant halten zu können.

Die KesselkapazitÀt

Gleich nach dem Kesselmaterial kommt bei der Auswahl der Espressomaschine die KesselkapazitĂ€t. Hier sind wieder die individuellen Anforderungen an den SiebtrĂ€ger ausschlaggebend. Je mehr Tassen Espresso Sie zubereiten möchten, desto grĂ¶ĂŸer sollten Sie das Kesselvolumen wĂ€hlen, um nicht stĂ€ndig nachfĂŒllen und erneut aufheizen zu mĂŒssen. Gleichzeitig fĂ€llt die Aufheizzeit bei einem kleineren Kessel kĂŒrzer aus. Außerdem sind Maschinen mit grĂ¶ĂŸerem Kessel teurer.

Die PID-Steuerung

Die AbkĂŒrzung PID steht fĂŒr die drei Begriffe „Proportional – Integral – Differential“. Die PID-Steuerung regelt die Temperatur des BrĂŒhwassers und hat damit direkten Einfluss auf die QualitĂ€t sowie das Aroma des Kaffees. Geregelt wird dabei die Abweichung von Soll- und Ist-ZustĂ€nden der Temperatur zu einem vorgegebenen Zeitpunkt. Ziel ist eine möglichst konstante Wassertemperatur wĂ€hrend des BrĂŒhvorgangs – eine wichtige Voraussetzung fĂŒr einen gelungenen Espresso. Eine PID-Steuerung ist vor allem fĂŒr Einkreiser sinnvoll, da diese wĂ€hrend des BrĂŒhvorgangs eine TemperaturĂ€nderung des BrĂŒhwassers verzeichnen. Darauf reagiert die PID-Steuerung und gleicht diese aus. Es ist jedoch umstritten, ob das Feature auch fĂŒr Zweikreiser notwendig ist.

Die BrĂŒhgruppe

Die BrĂŒhgruppe bildet den Übergang vom Kessel zum Kaffeepulver und hat damit ebenfalls Einfluss auf QualitĂ€t und Geschmack. In Einkreismaschinen und Dual-Boilern setzt sich die BrĂŒhgruppe meist nur aus einem Steigrohr, einem Magnetventil sowie dem BrĂŒhkopf mit Dusche zusammen. In Zweikreismaschinen besteht sie dagegen aus einem BrĂŒhkopf, einem WĂ€rmetauscher und einem Ventil. An einem Kessel können zudem mehrere BrĂŒhgruppen hĂ€ngen. Verbraucher wĂ€hlen zwischen einer automatischen und einer manuellen AusfĂŒhrung. Die automatische Variante bietet einen hohen Bedienkomfort, da die Maschine alle Arbeitsschritte ĂŒbernimmt. Manuelle BrĂŒhgruppen haben dagegen den Vorteil, dass Verbraucher Heißwasserzufuhr und BrĂŒhtemperatur individuell anpassen können.

Der Pumpentyp des SiebtrÀgers

In den meisten SiebtrĂ€gern sorgt eine Pumpe fĂŒr den notwendigen Druck. FĂŒr einen gelungenen Espresso empfehlen Experten einen Pumpendruck von mindestens neun bar. Einige Maschinen erreichen einen Pumpendruck von bis zu 15 bar. WĂ€hrend einfache Maschinen in der Regel mit einer Vibrationspumpe arbeiten, setzen hochwertigere Modelle auf eine Rotationspumpe in Kombination mit einem festen Wasseranschluss. Bei der dritten Variante zur Druckerzeugung wird das BrĂŒhwasser mittels Handhebel direkt oder in Zusammenarbeit mit einer Feder durch das Kaffeepulver gepresst.

Die Vibrationspumpe

Die Vibrationspumpe wurde Anfang der 1970er-Jahre erfunden und war der Auslöser, der Espressomaschinen in die privaten Haushalte brachte. Um den benötigten Druck aufzubauen, arbeitet die Vibrationspumpe mit einem Gegenpol. Im Fall des SiebtrĂ€gers ist dies das gepresste Pulver im TrĂ€ger oder ein sogenanntes Blindsieb. Durch den Gegenpol muss der Druck fĂŒr jede Zubereitung neu aufgebaut werden. Im Resultat brummt die Maschine wĂ€hrend der Arbeit kontinuierlich und ist deutlich lauter als Maschinen mit einer Rotationspumpe.

Vibrationspumpen sind in der Produktion deutlich gĂŒnstiger, was die SiebtrĂ€ger zu interessanten GerĂ€ten fĂŒr Privathaushalte machte. Trotzdem können sie ausreichende Mengen an Wasser bewegen, um einen guten Espresso zu brĂŒhen.

Vorteile im Überblick:

  • KostengĂŒnstig in der Anschaffung
  • Gute Leistung
  • Einfache Wartung
Die Rotationspumpe

VerfĂŒgt die Espressomaschine nicht ĂŒber eine Vibrationspumpe, hat sie sehr wahrscheinlich eine Rotationspumpe. Beide Typen sind die heute am weitesten verbreiteten Pumpenarten in SiebtrĂ€germaschinen auf dem Markt. Die Rotationspumpe kann nicht nur mehrere BrĂŒhgruppen zur gleichen Zeit bedienen, sondern auch den Druck durchgehend konstant halten.

Im Gegensatz zur Vibrationspumpe benötigt dieser Pumpentyp keinen Gegenpol. Dadurch ist er im Vergleich deutlich schneller bereit und arbeitet zudem um einiges leiser als die laute Vibrationspumpe. Ein weiterer Pluspunkt dieses Typs ist seine Langlebigkeit. Rotationspumpen sind robuster und leistungsstÀrker. In der Produktion sind sie allerdings deutlich teurer.

Vorteile im Überblick:

  • Leistungsstark
  • GerĂ€uscharm
  • Robust und langlebig
  • Konstanter Druck

Weitere Kaufkriterien fĂŒr Espressomaschinen

Durch die genannten Kriterien lĂ€sst sich die Vielfalt der SiebtrĂ€germaschinen bereits deutlich eingrenzen. FĂŒr die genauere Auswahl können weitere Kriterien wie Aufheizzeit, Maße und Gewicht, LautstĂ€rke, Wassertank und der Preis hinzugezogen werden.

Die Aufheizzeit des GerĂ€ts entscheidet darĂŒber, wie lange Sie warten mĂŒssen, bis Ihre Espressomaschine bereit fĂŒr die Zubereitung ist. Bei Modellen mit großen Kesseln dauert das lĂ€nger – teilweise mehr als 45 Minuten. Wie groß die Espressomaschine ausfallen darf, hĂ€ngt von dem Aufstellungsort sowie dem Bedarf an Espresso-Portionen pro BrĂŒhvorgang ab. Modelle mit großem Kessel, etwa fĂŒr das BĂŒro, fallen natĂŒrlich grĂ¶ĂŸer aus. FĂŒr Single-Haushalte bieten sich dagegen kompakte Espressomaschinen an. Das Gewicht eines SiebtrĂ€gers kann Auskunft ĂŒber seine QualitĂ€t geben, da hochwertiger Edelstahl mehr Gewicht auf die Waage bringt als gĂŒnstiger Kunststoff. Zudem stehen schwerere Modelle stabiler. Die Tanks von SiebtrĂ€germaschinen fassen meist zwischen 1,0 und 1,5 Liter Wasser. FĂŒr Single-Haushalte oder seltene EinsĂ€tze reichen auch kleinere Wassertanks aus. Wichtig fĂŒr eine komfortable Reinigung und ein einfaches AuffĂŒllen ist, dass der Wassertank entnehmbar ist.

Praktisches Zubehör

Bei SiebtrĂ€germaschinen ist es empfehlenswert, auf das Zubehör zu achten. Sinnvoll ist ein Tamper mit dem passenden Durchmesser, idealerweise aus Edelstahl. Ebenfalls praktisch ist eine Tamperstation, an der das Kaffeemehl in den TrĂ€ger gepresst werden kann. FĂŒr die Zubereitung der KaffeespezialitĂ€ten empfehlen sich zudem zwei MilchkĂ€nnchen unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe. Eines wird fĂŒr die Zubereitung des Milchschaums genutzt und sollte ein Fassungsvolumen von etwa 500 Millilitern haben. Das zweite dient dem Einschenken des Espressos in den Milchschaum und ist mit einem Fassungsvermögen von 100 Millilitern eher klein. Außerdem sinnvoll sind:

  • Eine TassenwĂ€rmer-Funktion, um die Espressotasse auf die richtige Temperatur zu bringen
  • Ein sogenannter Abklopfkasten, um den FiltertrĂ€ger vom Kaffeemehl zu befreien
  • Ein Blindsieb, um die BrĂŒheinheit rĂŒckspĂŒlen zu können
  • Eine BĂŒrste zum Reinigen der Maschine
  • Reinigungsmittel zum SĂ€ubern des BrĂŒhkopfes, Entkalker sowie ein MĂŒhlenreiniger fĂŒr die allgemeine Pflege der Maschine

Wie bereitet man den perfekten Espresso zu?

Es kommt einer Kunst gleich, den perfekten Espresso zu kochen. Das passende Equipment ist hier nur ein Punkt auf der To-Do-Liste. Je nach Maschine sind Übung und Können gefragt, um einen wirklich guten Espresso zu bereiten. Mit den folgenden Schritten ist die Zubereitung allerdings fast schon ein Kinderspiel:

Schritt 1: Tasse vorwÀrmen

Starke Schwankungen der Temperatur machen sich im Kaffeearoma bemerkbar. Das gilt nicht nur fĂŒr den eigentlichen BrĂŒhvorgang, sondern auch fĂŒr das Einschenken. Der erste Schritt ist daher das VorwĂ€rmen der Espressotasse. Einige Maschinen haben fĂŒr diesen Zweck einen TassenwĂ€rmer. Alternativ reicht es aus, die Tasse mit etwas heißem Wasser auszuspĂŒlen.

Schritt 2: GrĂŒndliche Reinigung

Nur wenige Faktoren beeinflussen den Geschmack des Kaffees so stark wie eventuelle Reste der Tasse davor. Es ist daher wichtig, die Maschine grĂŒndlich zu sĂ€ubern und eventuelle Kaffeemehlreste zu entfernen. Anschließend sind nur noch Öle, Fette sowie andere Reste abzuwischen und schon kann mit der Zubereitung begonnen werden.

Auch der BrĂŒhkopf sollte sorgfĂ€ltig gereinigt werden. Im Normalfall ist es ausreichend, heißes Wasser durch den Kopf laufen zu lassen. Damit lösen sich etwaige RĂŒckstĂ€nde und eine Beeinflussung des Geschmacks wird verhindert.

Schritt 3: Kaffeebohnen mahlen

Nun mĂŒssen die Bohnen gemahlen werden. Dabei ist es wichtig, diese möglichst schonend und gleichmĂ€ĂŸig zu zerkleinern, ohne sie allzu hohen Temperaturen auszusetzen. Zu grob gemahlene Bohnen geben schnell Bitterstoffe ab, die in einem guten Espresso nichts zu suchen haben.

Schritt 4: die richtige Dosierung

Wie viel Kaffeepulver sollte in den SiebtrĂ€ger? Es sollte nicht zu wenig, aber eben auch nicht zu viel sein. Die meisten SiebtrĂ€ger können etwa sieben Gramm Kaffeepulver aufnehmen. Das Pulver sollte daher nur leicht gehĂ€uft in den TrĂ€ger gegeben werden. Anschließend mĂŒssen Sie es glattstreichen und „tampern“. HierfĂŒr braucht es etwas Übung. Der Anpressdruck fĂŒr ein optimales Ergebnis liegt bei 15 bis 20 Kilogramm.

Welcher Kaffee ist der beste fĂŒr Espresso?

Mit den vier Schritten sind die wichtigsten Punkte fĂŒr einen aromatischen Espresso fast geschafft. Doch ein genaues Beachten der einzelnen Schritte bringt nichts, wenn die gewĂ€hlten Kaffeebohnen fĂŒr Espresso eher ungeeignet sind. Das Magazin ÖKO-TEST hat die steigende Beliebtheit von Vollautomaten und SiebtrĂ€germaschinen zum Anlass genommen und 22 Espressoröstungen genauer unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse waren ernĂŒchternd. Nur fĂŒnf Röstungen erhielten die Bewertungen „sehr gut“ oder „gut“, der Rest konnte nicht wirklich ĂŒberzeugen. Geschmeckt haben bis auf einen dennoch alle. Nur der Starbucks Espresso Dark Roast war bitter und schmeckte brandig. Besonders ĂŒberzeugen in puncto Crema und Geschmack konnten die Röstungen mit den Kennzeichnungen „Bio“ oder „Fairtrade“. Testsieger ist zum Beispiel der GEPA Bio Espresso Ankole.

Reinigung und Pflege der Espressomaschine

Wohl niemand möchte die Reste alten Kaffees in einer frischen Tasse haben. Daher ist es wichtig, die Espressomaschine regelmĂ€ĂŸig und grĂŒndlich zu reinigen. Die tĂ€gliche Pflege dauert meist nur wenige Minuten; mindestens alle sechs Monate sollte sie allerdings etwas grĂŒndlicher gereinigt werden.

Die tÀgliche Pflegeroutine

Die tÀgliche Pflegeroutine einer Espressomaschine setzt sich aus vier Schritten zusammen:

Reinigung der Dampflanze

Wer gern und oft Milchkaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato trinkt, benutzt sie tĂ€glich. Mit ihr wird die Milch aufgeschĂ€umt und fĂŒr die Zubereitung weiterverarbeitet. Da die Lanze direkt in die Milch gehalten wird, ist es sehr wichtig, diese nach jeder Nutzung direkt und grĂŒndlich zu reinigen. Milchreste lassen sich am besten frisch entfernen. Sind sie einmal angetrocknet, ist es deutlich schwieriger, sie zuverlĂ€ssig zu beseitigen. Zudem sind alte Milchreste ein idealer NĂ€hrboden fĂŒr Keime.

DurchspĂŒlen

Gerade wenn Sie mehrere Espressi in einem Rutsch zubereiten, geht dieser Schritt unter. FĂŒr den Geschmack ist es allerdings nur von Vorteil, das Sieb hin und wieder grĂŒndlich auszuspĂŒlen. So werden Kaffeereste, alte Öle und andere RĂŒckstĂ€nde beseitigt.

Vor jedem neuen Espresso wird zudem das sogenannte „flushen“ empfohlen. Hierbei wird der SiebtrĂ€ger aus der BrĂŒhgruppe genommen; anschließend wird diese kurz mit heißem Wasser durchgespĂŒlt. Alte EspressorĂŒckstĂ€nde werden damit zuverlĂ€ssig entfernt und es gibt keine Geschmacksbeeinflussung mehr.

BĂŒrsten

Der letzte Espresso ist zubereitet und Sie wissen, dass es heute definitiv keinen weiteren gibt? Dann entfernen Sie einfach kurz die letzten Espressoreste mit einer BĂŒrste aus der BrĂŒhgruppe.

Schritt 4: Auffangsieb reinigen

Der letzte Schritt erledigt sich fast von selbst: Auffangsieb entnehmen, leeren und auswischen. Über Tage angestautes Wasser und Kaffeereste können bei der Maschine zu Rost fĂŒhren. Außerdem sehen sie mit jedem weiteren Tag immer unappetitlicher aus – daher lieber direkt sauber machen.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Espressomaschinen nicht selbst getestet.

Aufgrund ihrer zunehmenden Beliebtheit in Privathaushalten wurden Espressomaschinen in der Vergangenheit mehrfach getestet. Unter anderem veröffentlichte die Stiftung Warentest bereits mehrere Espressomaschinen-Tests. Insgesamt verglichen die Tester bislang 56 Espressomaschinen miteinander. Im Espressomaschinen-Test wurden sowohl Maschinen mit integriertem MilchaufschĂ€umer als auch Maschinen ohne AufschĂ€umer unter die Lupe genommen. Die Unterschiede in Sachen Preis und Ausstattung sind dabei teilweise sehr deutlich. Im letzten Test aus dem Jahr 2019 lagen gleich mehrere hundert Euro zwischen der gĂŒnstigsten und der teuersten Maschine. Stiftung Warentest prĂŒfte die Testkandidaten auf den Geschmack von Espresso und Milchschaum, die Technik der Maschinen, die Handhabung, die Sicherheit sowie die Umwelteigenschaften und potenziell enthaltene Schadstoffe. Zum Testsieger kĂŒrten sie das Modell Jura ENA 8, dessen Milchschaum besonders ĂŒberzeugte, mit der Gesamtnote 1,9. Die zweitplatzierte Kafeemaschine Caffeo Barrista TS des Herstellers Melitta (Note 2,0) produzierte hingegen den besten Espresso im Test.

Einen Vergleich verschiedener Testsieger fĂŒhrte das Verbraucherportal CHIP 365 durch. Im Vergleich konzentrierte sich das Testportal auf SiebtrĂ€germaschinen und untersuchte Produkte der Hersteller Sage, De’Longhi, Rancilio, WMF sowie Smeg. Im Ergebnis sprachen die Tester eine Top-Empfehlung, einen Technik-Tipp, einen Design-Tipp, einen Retro-Tipp und einen Preis-Tipp aus. Jede Maschine beansprucht einen der Bereiche fĂŒr sich. So ist fĂŒr wirklich jeden etwas dabei. Die Top-Empfehlung ging an das GerĂ€t Sage Bambino Plus, das im Test die verlĂ€sslichsten Ergebnisse erreichte.

Einen weiteren Espressomaschinen-Test gibt es von Coffee Circle. Hier wurden gleich 16 Maschinen getestet und auf ihre FunktionalitĂ€t geprĂŒft. Die Tester untersuchten neben Kesselmaterial und KapazitĂ€t unter anderem die Pumpenart, die Aufheizzeit, den BrĂŒhgruppentyp, die Leistung, die LautstĂ€rke und den Preis. So sollte ein möglichst umfassender Vergleich zustande kommen, um einen Testsieger fĂŒr verschiedene Anwendungen zu finden. Testsieger wurde letztlich eine Kaffeemaschine mit Thermoblock, die Quickmill Orione. Sie ist im Vergleich zĂŒgiger einsatzbereit und bietet damit am Morgen den schnelleren Kaffeegenuss.