Make-Up

Die 7 besten Make-Ups im Vergleich

Menge
Farbe
Konsistenz
Deckkraft
Langanhaltend
Hauttypen
Lichtschutzfaktor
Wirkung
Vegan
Verpackung

Make-Up-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Make-up beschreibt einerseits jedes Produkt zum Schminken des Gesichts, andererseits die Grundierung, auch Foundation genannt, mit der die Haut ebenmĂ€ĂŸig wirken soll.
  • FlĂŒssiges Make-up eignet sich durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt besonders fĂŒr trockene Haut, wĂ€hrend Puder-Foundation ideal fĂŒr fettige Haut ist.
  • WĂ€hlen Sie das Make-up, das Ihrem Hauttyp, -ton sowie -unterton entspricht, um das gewĂŒnschte Ergebnis zu erzielen.
  • Das Make-up sollte ĂŒber mehrere Stunden halten, Makel abdecken, anstelle sie zu betonen, und zugleich besonders natĂŒrlich wirken.
  • Wer problematische Inhaltsstoffe vermeiden will, kann zertifizierte Naturkosmetik nutzen. Allergiker sollten die Produktinformationen allerdings genau studieren.

Der Begriff „Make-up“: komplizierter als gedacht

Wer von Make-up spricht, meint hĂ€ufig ein Kosmetikprodukt fĂŒr das Gesicht, das Makel verdecken sowie die Haut frisch und ebenmĂ€ĂŸig wirken lassen soll. Es ist als Puder, Creme sowie FlĂŒssigkeit in diversen Hauttönen auffindbar und dient als Grundlage fĂŒr weitere Verschönerungen. Make-up ist aber auch der Oberbegriff fĂŒr alle Produkte, die zum Schminken des Gesichts konzipiert sind. Dazu gehören unter anderem Lidschatten, Eyeliner, Rouge, Lippenstift sowie Concealer. Das Make-up zum Grundieren nennt sich demnach Foundation, auf Deutsch Grundierung. Ist also das einzelne Produkt namens „Make-up“ und nicht der Sammelbegriff gemeint, beschreibt es jegliche Art von Foundation fĂŒr das Gesicht.

Was sind die Vorteile von Foundation?

Die passende Foundation leistet mehrere Aufgaben zugleich. Sie verdeckt nicht nur Hautunreinheiten und Unebenheiten, sondern lĂ€sst den Nutzer auch nach einer langen Nacht frisch und munter wirken. Stark deckende Produkte lassen sogar Augenringe, Narben und Tattoos verschwinden FĂŒr spezielle AnlĂ€sse, bei denen das gesamte Make-up ausgefallener sein darf, bietet Foundation eine ebenmĂ€ĂŸige Grundlage. Schließlich wirkt auffĂ€lliges Augen-Make-up bei nahezu perfekter Haut ausdrucksvoller.

Die unterschiedlichen Foundation-Typen

Form und Konsistenz von Foundations, die im Handel zu finden sind, erweisen sich als höchst unterschiedlich. Es gibt Make-up etwa in flĂŒssiger Variante, als Puder oder Creme. Je nach Anwendungsbereich und Hauttyp eignet sich eine andere Darreichungsform.

FlĂŒssig-Foundation

FlĂŒssige Make-up-Grundierung verleiht dem Gesicht ein frisches und ebenmĂ€ĂŸiges Hautbild. Je nach Feuchtigkeitsanteil ist die Deckkraft meist leicht bis mittelstark, es gibt aber auch stark deckende AusfĂŒhrungen. Die Zusammensetzung kann auf Öl oder Wasser basieren. WĂ€hrend sich beides fĂŒr normale bis trockene Haut mit wenigen Rötungen eignet, sollten alle mit fettiger Haut auf eine ölfreie Zusammensetzung achten. Wer nicht seinen exakten Hautton findet, kann eine hellere und eine dunklere AusfĂŒhrung kaufen und sich den idealen Ton selbst zusammenstellen.

Creme-Foundation

Creme-Foundation sorgt fĂŒr ein natĂŒrliches Hautbild und ein weiches HautgefĂŒhl. Die Konsistenz kann einem Mousse Ă€hneln, eher sahnig sein oder einer reichhaltigen Creme entsprechen. Alle AusfĂŒhrungen verschmelzen beim Auftragen mit der Haut und hinterlassen ein geschmeidiges GefĂŒhl. Der Puderanteil ist tendenziell höher als bei flĂŒssigem Make-up und schafft eine gute Deckkraft. Kleine Makel lassen sich problemlos abdecken. Aufgrund der leichten Zusammensetzung eignet sich Creme-Foundation gut fĂŒr trockene und sensible Haut.

Foundation-Sticks

Foundation-Sticks sind wahre Multi-Talente: Sie lassen sich nicht nur als Grundierung anwenden, sondern auch als Concealer und in einem dunkleren Farbton zum Konturieren. In ihrem Aussehen Ă€hneln sie einem grĂ¶ĂŸeren Lippenstift. Die Textur ist geschmeidig und lĂ€sst sich gut verblenden. Foundation-Sticks eignen sich zudem fĂŒr alle, die mit Mischhaut zu kĂ€mpfen haben. Sie decken kleine Rötungen sowie Unebenheiten ab und mattieren obendrein den Teint.

Puder-Foundation

Puder-Foundation bezeichnet meist Kompakt-Makeup, also gepresstes Puder. Im Döschen erscheint die Konsistenz eher wachsartig. Kompakt-Foundation ist tendenziell gut deckend, mittlerweile sind aber auch leichtere Varianten mit geringerer Deckkraft zu finden. Puder-Make-up eignet sich fĂŒr unreine und ölige Hauttypen; bei diesen sorgt es fĂŒr einen matten, ebenmĂ€ĂŸigen Teint. Wer zu trockener Haut neigt, sollte Puder-Foundation dagegen vermeiden.

Mineral-Make-up

Make-up auf Basis von Mineralien besteht vorwiegend aus farbgebenden mineralischen Pigmenten wie Eisen- und Zinkoxiden, Magnesium sowie Calcium. FĂŒr die mattierende Wirkung sorgt zum Beispiel Kieselerde, wĂ€hrend die Glimmerpartikelgruppe Mica das Gesicht strahlen lĂ€sst. KĂŒnstliche Inhaltsstoffe wie Silikone sind bei hochwertigen Produkten nicht auffindbar, wodurch sich diese auch fĂŒr empfindliche Haut eignen. Mineral-Foundation gibt es hauptsĂ€chlich als loses oder gepresstes Puder zu kaufen, seltener als FlĂŒssig-Make-up sowie in leichter bis stark deckender AusfĂŒhrung, wobei stets ein natĂŒrliches Aussehen gewĂ€hrleistet ist.

Cushionoundation

Bei Cushion-Make-up befindet sich die Foundation in einem SchwĂ€mmchen, wodurch sich das Produkt gut fĂŒr unterwegs eignet. Die Verpackung Ă€hnelt der von Kompakt-Puder. Zum Auftragen des Make-ups steht ein weiches Pad zur VerfĂŒgung. Wenn der Nutzer mit dem Applikator auf das SchwĂ€mmchen drĂŒckt, gibt es die eher flĂŒssige Grundierung ab. Die zarte Textur ist nicht spĂŒrbar auf der Haut und die Deckkraft leicht bis mittel. Viele AusfĂŒhrungen besitzen zusĂ€tzlich pflegende Eigenschaften, etwa durch Anti-Aging-Wirkstoffe, sowie einen Sonnenschutz.

Getönte Tagescreme

Getönte Tagescreme beschreibt meist entweder „BB Creams“ („Blemish Balm“) oder „CC Creams“ („Complexion Correction“): Beide sind feuchtigkeitsspendende Tagespflege und Make-up zugleich. Dabei sind die pflegenden Formeln auf diverse Hauttypen abgestimmt. AusfĂŒhrungen fĂŒr ölige Haut verzichten auf fettige Grundlagen, wĂ€hrend Produkte fĂŒr reife Haut mit Anti-Aging Wirkstoffen versehen sind. BB Cream verfĂŒgt ĂŒber eine geringe Deckkraft. Sie kaschiert kleine Unebenheiten und lĂ€sst die Haut ebenmĂ€ĂŸiger erscheinen. CC Cream reduziert Rötungen und korrigiert den Hautton. Das gesamte Hautbild soll sich langfristig verbessern.

So finden Sie die richtige Foundation

Heutzutage muss das ideale Make-up Makel abdecken, ein schönes, natĂŒrliches Hautbild zaubern, pflegen und am besten auch mit einem Lichtschutzfaktor versehen sein. Dabei sollte es obendrein umweltfreundlich sowie frei von Tierversuchen sein. Auf dem Markt steht eine riesige Auswahl an Make-up-Produkten mit den unterschiedlichsten Zusammensetzungen zur VerfĂŒgung, die alle einen perfekten Teint versprechen. Doch welches Produkt den individuellen BedĂŒrfnissen entspricht, lĂ€sst sich schwer ermitteln. Die folgenden Kriterien helfen Ihnen bei der Suche.

Bekannte Marken

alverde |Bare Minerals | Bobbi Brown | Catrice | Estee Lauder |LancĂŽme | La Roche-Posay | L’OrĂ©al Paris |Mac | Manhattan | Max Factor | Maybelline | Nude by Nature | Nyx | Revlon | Shiseido | Smashbox

Hauttyp

Die Wahl der passenden Foundation hĂ€ngt maßgeblich von Ihrem Hauttyp ab. Nur wenn die Form und Zusammensetzung der Grundierung mit der Beschaffenheit der Haut ĂŒbereinstimmt, erscheint das Gesicht rein und aufgeweckt.

Was die jeweiligen Hauttypen brauchen

Wer beispielsweise ein leicht fettendes Hautbild hat, sollte kein Produkt auf Ölbasis verwenden, da die Haut dadurch nur öliger wird und die Problembereiche nicht bedeckt oder gar verstĂ€rkt werden. Die passende Grundierung sollte fettige Haut mattieren und FlĂŒssigkeit absorbieren. HierfĂŒr eignet sich Puder-Make-up am besten.

Trockene Haut benötigt ein feuchtigkeitsspendendes Produkt. Puder-Foundation wĂŒrde die trockenen Stellen zusĂ€tzlich betonen, weil es sich auf trockenen oder schuppigen Bereichen nicht gleichmĂ€ĂŸig verteilt. Hier eignet sich eher ein flĂŒssige Foundation mit feuchtigkeitsspenden Wirkstoffen wie Aloe Vera.

Bei Mischhaut ist der Nasen- sowie Stirnbereich fettig und das restliche Gesicht trocken, sodass die Grundierung zwei gegensĂ€tzliche Anforderungen erfĂŒllen muss. Hier gilt es, verschiedene Foundations zu testen, die in der Beschreibung fĂŒr Mischhaut empfohlen sind. Ein cremiges FlĂŒssig-Make-up eignet sich zu Beginn. Eine andere Option ist die Verwendung von Puder- und FlĂŒssig-Make-up zugleich: Sie verteilen zuerst die flĂŒssige Grundierung auf die trockenen Stellen und, sobald diese eingezogen ist, das Puder auf Stirn und Nase.

Diejenigen mit normaler Haut können unter den Make-up-AusfĂŒhrungen frei wĂ€hlen. Einige Hersteller und Shops geben in den Produktbeschreibungen an, fĂŒr welchen Hauttypen das Produkt geeignet ist. Den Hinweis finden Sie vorwiegend bei FlĂŒssigprodukten, deren Varianten hĂ€ufig fĂŒr normale bis trockene Haut sowie fettige Haut und Mischhaut konzipiert sind. Einige Produkte sind als „fĂŒr alle Hauttypen geeignet“ gekennzeichnet. Es empfiehlt sich, die Angaben nur als Richtwerte heranzuziehen, da die Produkte je nach Beschaffenheit der Haut zu unterschiedlichen Ergebnissen fĂŒhren.

Woran lÀsst sich der Hauttyp erkennen?

Trockene Haut spannt und juckt hĂ€ufig. Anstelle von Unreinheiten treten vorwiegend Schuppen auf. Dieser Typ reagiert hĂ€ufig empfindlich auf Ă€ußere EinflĂŒsse, wodurch die Haut stĂ€rker juckt, brennt und sich mitunter sogar entzĂŒndet. Normale Haut ist geschmeidig, feinporig und unproblematisch. Fettige Haut dagegen glĂ€nzt stark und die Poren sind zum Teil sichtbar. Unreine Hauttypen neigen verstĂ€rkt zu Mitessern, Pickeln und EntzĂŒndungen, da die Poren durch ĂŒberschĂŒssiges Fett sowie Hautschuppen und Schmutz verstopft sind. Bei Mischhaut zeichnet sich der Bereich um Kinn, Nase und Stirn durch einen öligen Glanz aus, wĂ€hrend es im Wangenbereich zu Schuppungen sowie gespannter Haut kommt.

Hautunterton

Um den idealen Farbton zu finden, kommt dem Hautunterton eine besondere Bedeutung zu. Das ist der dezente Farbton unter der HautoberflĂ€che, der sich im Gegensatz zum Hautton nicht durch Ă€ußere EinflĂŒsse wie beispielsweise BrĂ€unung Ă€ndert. Erst wenn Sie diesen ermittelt haben, können Sie die Farbpalette des gewĂŒnschten Produkts vergleichen und das passende finde.

Der Farbunterton lĂ€sst sich in warm, kĂŒhl und neutral einteilen. Bei den verschiedenen Foundations – vor allem aus dem oberen Preisbereich – können Verbraucher zwischen einer großen Anzahl an Nuancen wĂ€hlen. Jede dieser Farben baut auf einem der vier Untertöne auf.

Das Foundation-Produkt ist mit einer spezifischen Nummerierung, teils mit einer zusĂ€tzlichen Bezeichnung, versehen, die ĂŒber den Farbton Auskunft gibt. So kann abhĂ€ngig vom Hersteller beispielsweise „W“ fĂŒr warm, „C“ fĂŒr kĂŒhl und „N“ fĂŒr neutral stehen. Da ein neutraler Unterton hĂ€ufig leicht zu einem Spektrum tendiert, gibt es auch „NC“ und „NW“ fĂŒr neutral-kĂŒhl beziehungsweise neutral-warm. Typische Begriffe wie „golden“ oder „honey“ weisen auf einen warmen Unterton hin. Diese Foundations haben einen leichten Gelbstich. Bezeichnungen wie beispielsweise „tan“ oder „fawn“ deuten auf eine kĂŒhle Nuance und wirken rosa.

Wie lÀsst sich der Hautunterton ermitteln?

Um den Hautunterton zu ermitteln, gibt es fĂŒnf einfache Tricks. Der bekannteste Hinweis ist die Farbe der Venen am Handgelenk. Erscheinen diese blau oder lila, deutet es auf einen kĂŒhlen Unterton hin. GrĂŒnliche Venen implizieren einen warmen Ton. Sind beide Farben erkenntlich, deuten sie auf einen neutralen Farbunterton. Der zweite Trick behilft sich mit der Farbe des Schmucks: Silberne Accessoires passen am besten zu einem kĂŒhlen Unterton, wĂ€hrend ein warmer mit goldenen Accessoires in Szene gesetzt wird. Warme Haut brĂ€unt, wĂ€hrend kĂŒhle Haut tendenziell rosa bleibt. Schwarze und weiße KleidungsstĂŒcke sehen bei kĂŒhlen Typen besser aus, cremefarbene und braune Varianten bei warmer Haut. Zu guter Letzt hilft es, ein weißes Taschentuch oder Papier neben das Gesicht zu halten und sich im Spiegel zu betrachten. Wirkt die Haut im Vergleich zum Weiß eher gelblich, ist der Unterton warm. Erscheint sie eher pink oder blĂ€ulich, deutet es auf eine kĂŒhle Nuance hin.

Farbe der Foundation

Die ideale Foundation soll die Haut makellos, wach und frisch wirken lassen. Der falsche Farbton ist einer der hĂ€ufigsten GrĂŒnde, warum das Produkt an dieser Aufgabe scheitert. Anstelle eines ebenmĂ€ĂŸigen Teints zeichnen sich Flecken und unschöne RĂ€nder am HalsĂŒbergang ab. Preiswerte Drogerieprodukte sind hĂ€ufig nur in wenigen Farbtönen erhĂ€ltlich. Es gibt auch Produktpaletten, vor allem online, die mehr als 40 Farbtöne zur VerfĂŒgung stellen. FĂŒr den Fall, dass Ihr gewĂ€hltes Produkt nicht in Ihrem Farbton vorhanden ist, können Sie sich die richtige Nuance selbst mischen. HierfĂŒr kaufen Sie sich das Produkt in einem etwas helleren und einem etwas dunkleren Farbton. Der Vorteil ist, dass sich die Farbe immer an den aktuellen Hautton anpassen lĂ€sst: Sind Sie beispielsweise im Winter blasser, fĂŒgen Sie mehr von der helleren Foundation hinzu.

Wie lÀsst sich der Farbton des Make-ups feststellen?

Um die richtige Farbe zu finden, empfiehlt es sich, mehrere Töne, die der Haut am nĂ€chsten kommen, miteinander zu vergleichen. Testen Sie die Varianten bestenfalls am Hals oder direkt auf der Wange; HandrĂŒcken und Arm eignen sich nicht, da der Ton an den Stellen die Gesichtsfarbe nicht exakt widerspiegelt. Drei bis vier Testfarben in Form dĂŒnner Striche genĂŒgen hĂ€ufig. Wer Ă€lteres Make-up in mehreren Nuancen zu Hause hat, kann vorweg einen solchen Test durchfĂŒhren. Versuchen Sie bei möglichst neutralem Licht zu arbeiten, da es den tatsĂ€chlichen Farbton am ehesten reprĂ€sentiert. Der passende Farbton ist derjenige, der sich kaum von der Haut unterscheiden lĂ€sst oder nur minimal heller ist.

Deckkraft

WĂ€hrend die einen von Natur auch mit einer nahezu makellosen Haut versehen sind, kĂ€mpfen andere mit Unreinheiten, Schuppen und Rötungen oder einem fettig glĂ€nzenden Hautbild. Die Anforderungen an das Make-up sind deshalb höchst unterschiedlich. Bei einem normalen Hauttyp genĂŒgt hĂ€ufig ein leichtes Makeup mit geringer Deckkraft. Damit lassen sich kleine Unebenheiten und Rötungen abdecken. FĂŒr Pickel, Sommersprossen und grĂ¶ĂŸere Unebenheiten sollte die Foundation eine mittlere Deckkraft haben. Alle mit unreiner Haut benötigen hĂ€ufig ein stĂ€rker deckendes Produkt.

Camouflage- und Theater-Make-up kaschieren am besten, können allerdings maskenhaft wirken und sind nur bedingt alltagstauglich. FĂŒr besondere AnlĂ€sse, Film, Theater und Fotoshootings hingegen ist dieser Typ angebracht, da das gesamte Make-up fĂŒr die Kamera tendenziell dicker aufgetragen werden muss, um zur Geltung zu kommen.

Ergebnis

Eine gute Foundation verhilft im alltĂ€glichen Leben einerseits zu einem makellosen Teint, andererseits muss das Ergebnis natĂŒrlich aussehen. Bestenfalls ist die Grundierung von der tatsĂ€chlichen Haut kaum zu unterscheiden. Des Weiteren fĂŒhlt sich das passende Make-up angenehm auf der Haut an und beschwert diese nicht.

Foundations können den Teint mattieren oder zum Strahlen bringen. Ein mattes Finish ist weder glĂ€nzend noch stumpf und besonders fĂŒr ölige Hauttypen zu empfehlen. Eine trockene Haut ist ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen. Taufrisch beziehungsweise „dewy“ beschreibt eine reine Haut, die jugendlich strahlt und hydriert ist. FĂŒr trockene Haut ist dieses Finish eine gute Wahl. Eine Variante, die sich zwischen matt und „dewy“ bewegt, ist „satin“. Damit erhĂ€lt der Teint einen geringen, natĂŒrlich und dadurch gesund wirkenden Glanz, ohne zu strahlen wie bei der „dewy“-Variante. Das Finish passt zu jedem Hauttyp.

Ein weiterer Faktor ist die Haltbarkeit des Make-ups auf der Haut. Auch an stressigen Arbeitstagen sollte die Foundation möglichst lange halten. Einige Produkte versprechen einen Halt von bis zu 24 Stunden. WĂ€hrend die tatsĂ€chliche Dauer durch Ă€ußere EinflĂŒsse, TĂ€tigkeiten und die jeweilige Hautbeschaffenheit deutlich vom Ideal abweichen kann, halten solche Produkte trotzdem lĂ€nger als andere Foundations. Hochpreisige Grundierungen verbleiben in vielen FĂ€llen lĂ€nger auf der Haut als ihre Drogerie-Pendants.

Inhaltsstoffe

Die Liste an Inhaltstoffen ist oft lang und schwer verstĂ€ndlich. Dabei entscheidet die Zusammensetzung, ob sich das Make-up mit der Haut vertrĂ€gt und die gewĂŒnschte Wirkung erzielt.

Was ist der INCI?

Der INCI, kurz fĂŒr „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients“, gibt vor, wie Inhaltstoffe in Pflege- und Kosmetikprodukten zu kennzeichnen sind. In der Regel erfolgt die Angabe mit den englischen oder lateinischen Begriffen. Die Reihenfolge der Stoffe richtet sich nach der Menge im Produkt, sodass die Hauptbestandteile weiter oben in der Liste der Inhaltsstoffe des Produktes stehen. In der Regel sind das Wasser, Fette, Alkohole und Tenside, dann Wirkstoffe wie Pflanzenextrakte und am Ende Hilfsstoffe, etwa Konservierungs- oder Farbstoffe.

FĂŒr Allergiker ist es ratsam, sich die INCI-Bezeichnung der Stoffe zu merken, um Produkte zu meiden, auf die sie reagieren. Dazu gehören auch diverse pflanzliche Extrakte, Öle und Derivate. Soja taucht beispielsweise in Form von Öl oder als feuchtigkeitsspendendes Glycerin auf. Der INCI schreibt den lateinischen Namen fĂŒr die Pflanze sowie die englische Bezeichnung fĂŒr den Pflanzenteil und die Verwendungsmethode vor, wonach zum Beispiel SonnenblumenblĂŒten-Extrakt als „Helianthus Annuus Petal Extract“ zu kennzeichnen ist.

Der INCI hilft ebenfalls dabei, problematische Kosmetik-Bestandteile zu erkennen. Das sind alle Stoffe, die entweder der Gesundheit oder der Umwelt schaden beziehungsweise bei denen der Verdacht besteht.

Problematische Inhaltsstoffe

Zu den gesundheitsbedenklichen Stoffen gehören Parabene, die als Konservierungsmittel Verwendung finden, und die weichmachenden Phthalate. Beide Inhaltstoffe stehen unter Verdacht, Krebs hervorzurufen und den Hormonhaushalt zu stören.

Viele Duftstoffe können Allergien auslösen oder sie verstĂ€rken. Davon stellen sogenannte kĂŒnstliche Moschus-DĂŒfte ein verstĂ€rktes Risiko dar, da sie mutmaßlich krebserregend und hormonell wirksam sind. Die Kennzeichnung von Duftstoffen erfolgt vorwiegend durch „Parfum“. Lediglich die 26 Duftstoffe, die in einem besonderen Ausmaß allergieauslösend sind, erscheinen ab einer bestimmten Menge namentlich in der Liste der Inhaltstoffe.

Erdöl ist vor allem aufgrund der Gewinnung problematisch. Einige erdölbasierte Inhaltsstoffe in Make-up können allerdings durch sogenannte MOSH („Mineral Oil Saturated Hydrocarbons“ beziehungsweise GesĂ€ttigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) und MOAH („Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons“ beziehungsweise Aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) verunreinigt sein. Diese Substanzen können sich nicht nur in den Organen anlagern, sondern sind potenziell krebserregend und erbgutverĂ€ndernd. Als Bestandteil von Make-up verhindert Erdöl, dass die Haut atmen kann. Paraffine sowie Vaseline gehören beispielsweise zu den Inhaltsstoffe auf Erdölbasis.

Silikone belasten zum einen die Umwelt, zum anderen die Haut selbst. Sie lassen sich von Natur aus nicht abbauen. Auf der Haut bilden Silikone zudem eine luftundurchlÀssige Schicht auf der Haut, wodurch sie die Poren verstopfen und Unreinheiten hervorrufen können.

Palmöl und seine Derivate in Make-up zu verwenden, gilt seit einigen Jahre als bedenklich, da fĂŒr den Anbau der Ölpalmen große RegenwaldflĂ€chen abgeholzt werden. Palmöl ist in einem Großteil an Kosmetikprodukten vorhanden, auch in der Naturkosmetik. Sofern Sie kein palmölfreies Produkt finden, sollten Sie darauf achten, dass der Hersteller den Stoff aus nachhaltigen Quellen bezieht.

Es ist ratsam, Make-up zu kaufen, das frei von problematischen Stoffen ist. Mit zertifizierter Naturkosmetik aus hochwertigen Rohstoffen sind Sie auf der sicheren Seite, da die erlaubten Inhaltsstoffe strikten Regeln unterliegen. Ist die Kosmetik zudem mit dem Siegel „Leaping Bunny“, dem „Hasen mit der schĂŒtzenden Hand“ oder der „Veganblume“ versehen, gilt sie als tierversuchsfrei. Bei anderen Produkten sollten Sie die Inhaltsstoffe grĂŒndlich studieren beziehungsweise von den Filteroptionen einer Website Gebrauch machen.

Tipps zur Anwendung der Foundation

Wenn möglich sollten Sie das Make-up bei Tageslicht auftragen, da die Farben bei kĂŒnstlichem Licht anders aussehen. Bevor Sie allerdings zur Foundation greifen, empfiehlt es sich, Ihr Gesicht grĂŒndlich zu reinigen und zu pflegen. Dies kann mitunter zehn Schritte umfassen, wie ein koreanischer Skin-Care-Trend eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Die koreanische 10-Schritte-Pflegeroutine

FĂŒr einen makellosen Teint sorgen in SĂŒdkorea diverse Pflegeroutinen, wovon die 10-Schritte-Pflegeroutine eine der bekanntesten ist. Sie besteht aus zwei Reinigungsschritten auf Öl- und Wasserbasis sowie einem Peeling. Dann folgen Gesichtswasser, Essenz und Serum sowie eine Tuchmaske. Augencreme und feuchtigkeitsspendende Pflegecremes sowie eine Sonnencreme runden die Routine ab.

FĂŒr den Alltag genĂŒgt es allerdings, das Gesicht zu sĂ€ubern und zur Pflege eine Tagescreme aufzutragen. Um die Haltbarkeit der Foundation zu verlĂ€ngern, kommt ein Primer zum Einsatz. Im nĂ€chsten Schritt können Sie entweder die Foundation auftragen oder kleinere Makel zuerst mit einem Concealer abdecken. Entscheiden Sie sich fĂŒr die erste Variante, leistet der Concealer im nĂ€chsten Schritt seine Arbeit. Damit haben Sie die Grundlage fĂŒr jeden Make-up-Look geschaffen. Danach können Sie beispielsweise Ihre Augen mit Lidschatten, Eyeliner und Mascara zur Geltung bringen. Fixierspray- oder Puder sorgt dafĂŒr, dass die Palette an Kosmetikproduktion auf der Haut nicht verwischt.

So lÀsst sich die Foundation auftragen

Um die Foundation auf der Haut aufzutragen, eignen sich unter anderem ein Pinsel, ein SchwÀmmchen oder ein Make-up-Ei, also ein tropfenförmiger Schwamm, der auch als Beauty-Blender bekannt ist. Alternativ können Sie Ihre Finger nutzen.

Puder-Foundation lĂ€sst sich am besten mit einem großen Pinsel auftragen. FĂŒr loses Mineral-Puder eignet sich ein dichter Kabuki-Pinsel besonders: Je dichter, desto stĂ€rker die Deckkraft. Bei Kompakt-Puder lĂ€sst sich auch ein Schwamm verwenden, der im angefeuchteten Zustand die Deckkraft der Grundierung erhöht.

FlĂŒssig-Make-up lĂ€sst sich je nach PrĂ€ferenz mit Fingern, Pinsel, Schwamm oder Ei auftragen. FĂŒr optimale Ergebnisse empfiehlt es sich, die Foundation zuerst auf den HandrĂŒcken zu geben. Dadurch nehmen Sie eine geringere Menge des Produkts auf einmal mit dem Applikator auf und können es so prĂ€zise auf der Haut verteilen. Beginnen Sie beim Auftragen in der Gesichtsmitte und arbeiten Sie sich dann nach außen vor. Wichtig ist ein sorgfĂ€ltiges Verblenden, sodass keine RĂ€nder und unschöne Flecken entstehen. Vergessen Sie dabei nicht einen Übergang vom Kinn zum Halsansatz zu schaffen und korrekt zu verblenden.

Wer einen Schwamm oder ein Make-upi verwendet, sollte diesen zuerst anfeuchten und dann das Produkt mit leichtem Druck auf die Haut tupfen. Da die Foundation durch die Feuchtigkeit geringfĂŒgig verdĂŒnnt wird, ist das Ergebnis natĂŒrlich, aber die Deckkraft schwĂ€cher. Mit einem festen bauschigen Pinsel oder den frisch gewaschenen Fingern erzielen Sie ein stark deckendes Ergebnis. Der Vorteil der Finger ist ihre natĂŒrliche WĂ€rme, die dafĂŒr sorgt, dass sich die Foundation ideal mit der Haut verbinden kann.

So reinigen Sie Ihre Make-up-Utensilien

Damit Sie lange Freunde an Ihren Make-up-Utensilien haben, sollten Sie Pinsel und SchwĂ€mme oder Beauty-Blender regemĂ€ĂŸig reinigen. Bei Make-up-Pinseln sammeln sich schnell Foundation-Reste an, wodurch die Borsten verkleben und austrocknen können. Keime und Bakterien sind bei allen Applikatoren ein Problem, da sie Pickel und EntzĂŒndungen auf der Haut verursachen können. Deshalb sollten Sie Pinsel fĂŒr flĂŒssiges Make-up alle zwei Wochen und Puderpinsel einmal pro Monat reinigen. Ein mildes Shampoo, etwa Baby-Shampoo, eignet sich fĂŒr Pinsel wie auch fĂŒr SchwĂ€mme und Make-up-Eier. Oder Sie verwenden spezielle Pinsel- oder Beauty-Blender-Reiniger.

Es ist ratsam, Pinsel in der HandflĂ€che zu waschen, da die Zwinge, mit der die Borsten am Schaft befestigt sind, trocken bleiben sollte. Andernfalls kann sich der Kleber lösen, mit dem die Borsten befestigt sind. Bei großen Pinseln massieren sie die Borsten mit dem Pinselkopf herab, bei kleineren genĂŒgt es, den Kopf mit etwas Reinigungsmittel in der HandinnenflĂ€che hin- und herzubewegen. Im Anschluss spĂŒlen Sie sie mit Wasser aus, wickeln den Kopf in KĂŒchenpapier ein und drĂŒcken die Borsten vorsichtig aus. Es ist empfehlenswert, die Pinsel kopfĂŒber trocknen zu lassen.

Beauty-Blender sollten Sie nach jedem Gebrauch zumindest mit Kernseife oder einem milden Shampoo ausspĂŒlen, bestenfalls jedoch einer grĂŒndlichen Reinigung unterziehen. HierfĂŒr sollten Sie das Make-up-Ei zuerst eine halbe Stunde lang in einer SchĂŒssel mit warmem Wasser und dem bevorzugten Reinigungsmittel einweichen. Bei besonders schmutzigen Stellen sollten Sie den Schwamm im Anschluss grĂŒndlich mit Seife einmassieren und dann solange mit lauwarmem Wasser ausspĂŒlen, bis alle RĂŒckstĂ€nde beseitigt sind.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Make-up-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Privatanwender, Beauty- und Lifestyle-Blogger sowie diverse Magazine testen regelmĂ€ĂŸig die neuesten Make-up-Produkte. Auch die Stiftung Warentest nahm 13 Foundations fĂŒr Preise zwischen 4 und 40 Euro unter die Lupe. Der Test verlief auf Basis der folgenden Kriterien:

  • kosmetischen Eigenschaften,
  • Anwendung,
  • mikrobiologischen QualitĂ€t,
  • kritischen Stoffe,
  • Nutzerfreundlichkeit der Verpackung sowie
  • Deklaration und Werbeaussagen.

Um die Eigenschaften und die Anwendung zu ermitteln, trugen 22 Frauen jeweils eines der Produkte fĂŒr drei Tage und dokumentierte ihre Befunde anhand eines Fragebogens. ZusĂ€tzlich bewerteten Experten das Schminkergebnis. Testsieger wurde das alverde Mineral Make-up von dm, das aufgrund seiner guten Deckkraft, der Nutzerfreundlichkeit, der unkritischen Inhaltsstoffe sowie des niedrigen Preises das QualitĂ€tsurteil „gut“ (1,8) erhielt. Ein ebenso gutes, aber teures Produkt ist das korrigierende Make-up Fluid von La Roche-Posay mit der Note „gut“ (1,8). Im Vergleich zum dm-Produkt empfanden die Tester die Deckkraft zwar als besser, bei der Nutzerfreundlichkeit triumphierte jedoch die alverde-AusfĂŒhrung.

In den Foundations der Marken Artdeco, Maybelline und Manhattan fanden die PrĂŒfer der Stiftung Warentest das Silikon Cyclopentasiloxan, kurz D5, welches sich nur schwer abbauen lĂ€sst und deshalb ein Umweltrisiko darstellt. Seit 2020 ist der Stoff, laut Stiftung Warentest, verboten. Das Make-up von Manhattan enthielt zudem einen kritischen Duftstoff namens Lilial, welcher unter Verdacht steht, die FortpflanzungsfĂ€higkeit zu beeintrĂ€chtigen. In der Liste der Inhaltsstoffe ist er als Butylphenyl Methylpropional auffindbar.

Eines der Magazine, das Foundation testete, ist beispielsweise Women’s Health, das acht Neuerscheinungen des Jahres 2019 unter die Lupe nahm. Die Redaktion bewertete die Konsistenz und die Ergiebigkeit der Produkte, das HautgefĂŒhl, die Deckkraft sowie das Ergebnis. Testsieger wurden zwei Produkte: die Total Control Drop Foundation von NYX sowie die Skin Illusion Foundation von Clarins. Beide Make-ups erhielten 4,6 von 5,0 Sternen, nur die Punktzahl bei zwei Kriterien war vertauscht: das Clarins-Make-up war ergiebiger, wĂ€hrend die NYX-Foundation eine bessere Konsistenz aufwies.