Gaming-Computer

Die 7 besten Gaming-Computer im Test & Vergleich

Produktdetails
Arbeitsspeicher
Typ Arbeitsspeicher
Prozessor
Prozessortakt
Anzahl Prozessorkerne
Typ Grafikkarte
Typ Mainboard
Speichertyp
SpeicherkapazitÀt
Betriebssystem
Optisches Laufwerk
Typ Optisches Laufwerk
Sound
Beleuchtung
AnschlĂŒsse
WLAN-fÀhig
LAN
USB-Anschluss
Anzahl USB-AnschlĂŒsse
HDMI-Anschluss
Anzahl HDMI-AnschlĂŒsse
Allgemeine Merkmale
Maße
Gewicht
Lieferumfang
Vorteile
Nachteile

Gaming-Computer-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Gaming-PCs sind besonders leistungsstarke Computer, die auf High-End-Gaming ausgelegt sind.
  • Eine Spielekonsole ist hingegen immer ein Kompromiss aus Preis und Leistung, um die GerĂ€te massentauglich zu machen.
  • Bei einem Gaming-PC bestimmen die Spieler selbst, wie leistungsfĂ€hig die Hardware sein soll.
  • Sollte die Technik veralten, sind NachrĂŒstungen nach individuellen NutzerwĂŒnschen möglich, bei einer Konsole ist diese Möglichkeit versperrt.
  • Ein Gaming-PC kann alles, was eine Konsole kann – aber noch mehr und besser.
  • FĂŒr ein flĂŒssiges Gameplay sollten vor allem die CPU, die Grafikkarte und der Arbeitsspeicher ĂŒberdurchschnittlich leistungsfĂ€hig und ausreichend gekĂŒhlt sein.
  • Neben dem High-End-Gaming sind mit einem solchen Gaming-PC auch BĂŒrotĂ€tigkeiten sowie anspruchsvolle Arbeitsaufgaben wie Fotobearbeitung, Videoschnitt und 3D-Modellierung möglich – ein weiterer Vorteil gegenĂŒber einer Konsole.

VorzĂŒge eines Gaming-PCs

Ein moderner Gaming-Computer ist das Eldorado fĂŒr alle, die Videospiele lieben. Eine breit gefĂ€cherte Auswahl an Spieletiteln sorgt fĂŒr langanhaltenden Spaß. Leistungsstarke Grafikchips versorgen den passenden Gaming-Monitor mit atemberaubenden Full-HD- oder sogar 4K-Bildern. Die Landschaften in vielen Spielewelten sind so schön, dass Nutzer gar nicht mehr aufhören wollen zu zocken. Sollten einzelne Bauteile doch einmal in die Jahre kommen und den Anforderungen moderner Spieletitel nicht mehr zur GĂ€nze genĂŒgen, besteht der grĂ¶ĂŸte Vorteil eines Gaming-PCs darin, dass der Besitzer einzelne Hardwareteile gegen neuere austauschen kann.

ZunĂ€chst empfiehlt sich – vor allem fĂŒr technisch weniger affine Interessenten – der Kauf eines den eigenen WĂŒnschen und AnsprĂŒchen entsprechenden, vormontierten Gaming-Computer, der sofort einsatzbereit ist. Kommt dieser dann nach einer gewissen Nutzungsdauer an seine Grenzen, etwa, weil neuere Spieletitel noch mehr Grafik- oder Rechenleistung erfordern, um ein flĂŒssiges Spielerlebnis ohne Schlieren zu ermöglichen, haben Gamer mehrere Möglichkeiten, aktiv zu werden. Dieser Fall kann je nach den eigenen AnsprĂŒchen zwei bis fĂŒnf Jahre nach dem Kauf eintreten.

Gamer können dann einen Fachmann damit beauftragen, einzelne Hardwarekomponenten auszutauschen oder Bauteile kaufen und selbst in das bestehende GehĂ€use einzusetzen. Die Option, veraltete Hardware gegen moderne Technik aufrĂŒsten zu können, ist ein großer Vorteil den PC-Nutzer gegenĂŒber den Konsolen-Spielern haben.

Egal ob vom Spezialisten oder in Eigenregie: So oder so können Nutzer den Prozessor, den Arbeitsspeicher oder die Grafikkarte unkompliziert auf den neuesten Stand der Technik bringen. Auf diese Weise erreicht der Spiele-Rechner noch schnellere Ladezeiten und unterstĂŒtzt höhere Auflösungen. Nutzer haben die Wahl aus einem riesigen Fundus unterschiedlicher Hardware-Produzenten, die Produkte mit einer breiten Leistungspalette und einer ebenso breit gefĂ€cherten Preisspanne im Angebot haben. Gamer sind also im Gegensatz zu einer Spiele-Konsole nicht auf einen bestimmten Hardwaresteller beschrĂ€nkt.

Wichtig ist allerdings, dass die Hardware zusammenpasst, sowohl was die Schnittstellen als auch die Leistung angeht. Bei unterschiedlichen, nicht-kompatiblen Schnittstellen ist die Verwendung gar nicht möglich. Ist ein Bauteil in seiner Leistung im Vergleich zu den restlichen ĂŒberdimensioniert, wird dieses durch das leistungsĂ€rmste ausgebremst. Daher sollten die Einzelteile in etwa der gleichen Leistungsklasse angehören. Interessenten, die sich eine solche Recherche nicht zutrauen, greifen besser zu einem vorkonfigurierten System.

Bei Spiele-Konsolen ist eine solche Auffrischung fĂŒr gewöhnlich nicht möglich: Es handelt sich um geschlossene Systeme, bei denen alle Bauteile aufeinander abgestimmt sind. „Fremde Bauteile“ erkennt das System unter UmstĂ€nden nicht, sodass es sie nicht einbinden kann. Außerdem erlischt die Herstellergarantie, wenn Besitzer Änderungen an ihrem GerĂ€t vornehmen. Sie mĂŒssen auf die nĂ€chste Konsolengeneration warten und haben keine Möglichkeit, Bauteile aus ihren veralteten Konsolen weiterzuverwenden.

Alles in allem bietet ein auf Spiele getrimmter Rechner daher ein Plus an Komfort: Die Ladezeiten zwischen den einzelnen Spieleabschnitten verkĂŒrzen sich, das bedeutet fĂŒr den User weniger Wartezeit. Ein Umstieg von der Full-HD- auf die 4K-Auflösung bedeutet eine Vervierfachung der dargestellten Bildpunkte, und damit einen ungleich höheren Detailreichtum, der sich positiv auf das Gesamterlebnis auswirkt. FĂŒr ein solch brillantes Bild ist neben dem Rechner aber auch ein entsprechender Monitor oder auch Fernseher nötig, der die Darstellung dieser Auflösungen erlaubt.

Zwar können einige Konsolen in puncto Auflösung inzwischen mithalten, was einen Gaming-Computer aber ausmacht, ist die Freiheit der Nutzer: Neben der Auswahl der Komponenten können sie zudem aus einer Reihe von PeripheriegerÀten wie Tastaturen, MÀusen, Gamepads, LenkrÀdern, VR-Brillen und Webcams verschiedener Hersteller frei wÀhlen. Bei der Konsole sind sie hÀufig auf ein vorgegebenes SteuergerÀt festgelegt. Gleiches gilt bei Kommunikationstools wie Chat-Programmen: WÀhrend der Computernutzer die freie Wahl hat, geben die Konsolenhersteller vor, welche Programme genutzt werden können. Meist ist die Auswahl durch einen gerÀteeigenen App-Store begrenzt.

Ein weiteres Argument fĂŒr die Gaming-Computer: FĂŒr viele Spiele sind sogenannte Mods, also Spiele-Modifikationen, die oftmals kostenlos und von Hobby-Spielentwickeln erstellt werden, fĂŒr bereits veröffentliche Computerspiele erhĂ€ltlich. Sie helfen, PopularitĂ€t, QualitĂ€t und Langlebigkeit eines Spieletitels zu erhöhen. FĂŒr Konsolen sind hingegen vielfach nur kostenpflichtige Hersteller-Mods verfĂŒgbar. Diese werden auch als Downloadable Content (deutsch: herunterladbare Inhalte), kurz DLC bezeichnet.

Exklusive Spieletitel am PC

Ein weiterer gewichtiger Grund fĂŒr die Anschaffung eines Gaming-Computers ist die Tatsache, dass einige Titel lediglich fĂŒr den Windows-PC erscheinen. Besitzer einer Spielekonsole und Verwender eines anderen Betriebssystems schauen dann in die Röhre: Sie haben keine Möglichkeit, das Spiel auf ihren GerĂ€ten zum Laufen zu bekommen. Ein Gaming-Computer lĂ€uft in der Regel mit der aktuellsten Windows-Version und erfĂŒllt damit die Voraussetzungen. Im Folgenden listen wir eine Auswahl an populĂ€ren Spielen auf, die nur Windows-Nutzer erreicht hat.

  • Anno 1800 (2019)
  • Age of Empires: Definitive Edition (2018)
  • Quake Champions (2018)
  • Klassiker wie World of Warcraft (2005)

Die wichtigsten Komponenten

Computer, die hauptsĂ€chlich zum Gaming genutzt werden, benötigen eine Reihe leistungsstarker Bauteile. Im Folgenden stellen wir die Einzelteile vor, gehen auf deren Funktion ein und geben einen kurzen Überblick ĂŒber auf dem Markt erhĂ€ltliche Variationen.

Das Mainboard: Schaltzentrale fĂŒr alle Datenströme

Das Mainboard, auch Motherboard genannt, ist das Fundament, auf dem der Gaming-PC aufbaut. Über die verschiedenen Schnittstellen, die ein Mainboard besitzt, wird Strom vom Netzteil auf die einzelnen Komponenten verteilt. Auch steuert es den Datenaustausch zwischen Bauteilen wie Festplatten, Grafikkarte, CPU und Arbeitsspeicher. Bei der Wahl des passenden Mainboards mĂŒssen Interessenten gleich auf mehrere Faktoren achten.

Das Mainboard muss ĂŒber einen passenden Sockel fĂŒr den gewĂŒnschten Prozessor verfĂŒgen. Das schrĂ€nkt die Auswahl bereits leicht ein. Zudem gibt es diverse BaugrĂ¶ĂŸen, die wiederum in ein auszuwĂ€hlendes GehĂ€use passen mĂŒssen. Dabei gilt die Faustregel: Wenn möglich, ein Mainboard-Modell grĂ¶ĂŸerer Bauart verwenden. Groß dimensionierte Mainboards bieten natĂŒrlich mehr Platz fĂŒr Schnittstellen als kleinere Modelle. Zudem haben die einzelnen Schnittstellen so fĂŒr gewöhnlich einen grĂ¶ĂŸeren Abstand zueinander. Das kann von Vorteil sein, wenn Sie große Bauteile wie High-End-Grafikkarten einsetzen möchten. Entscheiden Sie sich hingegen fĂŒr ein kleineres Mainboard, könnten Sie vor dem Problem stehen, dass Ihre Bauteile sich gegenseitig behindern und nicht genĂŒgend Platz auf der Platine finden. Die Wahl des Mainboards gibt die Komponenten-Schnittstellen vor – hierauf sollten Nutzer achten, zuerst ein Mainboard und dann die dazu passenden Komponenten auswĂ€hlen, die wir im Folgenden vorstellen.

Der Prozessor: Taktgeber fĂŒr alle Rechenoperationen

Die Rechenzentrale eines Computers bildet der Prozessor, auch CPU (englisch: Central Processing Unit) genannt. Er verarbeitet die ĂŒber die von den anderen Hardware-Komponenten versendeten Daten.

Single- vs. Multi-Core-Prozessor

In Prozessoren ist traditionellerweise ein Prozessorkern verbaut. Inzwischen ist die Technik aber so weit fortgeschritten, dass mehrere Prozessorkerne in einer CPU verbaut sind. Man spricht in diesem Fall von Multi-Core-Prozessoren. Dual-Core-Prozessoren beherbergen nach dieser Definition zwei Kerne, Quad-Core-Systeme vier, Octa-Core-Lösungen sogar acht. Optisch ist ein solcher Multi-Core-Prozessor nicht von einer Single-Core-Variante zu unterscheiden. Im Computerbetrieb werden die einzelnen Kerne wie mehrere Recheneinheiten behandelt. Das Ergebnis ist, dass Nutzer mehrere Rechenoperationen zur gleichen Zeit ausfĂŒhren können. Im High-End-Gaming-Bereich spielen die Single-Core-Prozessoren inzwischen keine Rolle mehr.

Ein Multi-Core-Prozessor bedeutet also fĂŒr gewöhnlich eine deutliche Leistungssteigerung; je mehr Kerne ein Prozessor hat, desto leistungsfĂ€higer ist er in der Regel (die Leistung jedes einzelnen Kerns ist dabei natĂŒrlich ebenfalls entscheidend). Wie groß die Leistungssteigerung ausfĂ€llt, hĂ€ngt aber auch davon ab, ob eine von dieser Hardware unterstĂŒtzte Software in der Lage ist, mehrere der Kerne gleichzeitig anzusprechen. Zudem ist entscheidend, ob der Nutzer ĂŒber ein 32- oder ein 64-Bit-Betriebssystem verfĂŒgt.

32- und 64-Bit-Architektur bei Betriebssystemen

Unter der Prozessor-Architektur versteht man den Aufbau eines Prozessorkerns. Bei frĂŒheren Windows-Betriebssystemen, etwa Windows XP, kam vorrangig die 32-Bit-Architektur zum Einsatz. Diese Bauweise ist mit gewissen EinschrĂ€nkungen verbunden. So kann die Betriebssystem-Architektur lediglich vier Gigabyte Arbeitsspeicher verarbeiten. Bei 64-Bit-Prozessoren, die ab Windows Vista Einzug in Gaming-PCs hielten, liegt der Hauptvorteil im vergrĂ¶ĂŸerten Adressbereich, also der ArbeitsspeichergrĂ¶ĂŸe, die theoretisch angesprochen werden kann: Er betrĂ€gt bei 64-Bit-Systemen nĂ€mlich 16 Exbibyte Arbeitsspeicher und liegt damit sogar weit ĂŒber den fĂŒr den High-End-Gaming-Bereich ĂŒberhaupt verfĂŒgbaren SpeichergrĂ¶ĂŸen. Von diesem vergrĂ¶ĂŸerten Adressbereich profitieren Gamer, da grĂ¶ĂŸere Datenmengen von mehreren CPU-Kernen gleichzeitig verarbeitet werden können. Das verkĂŒrzt beispielsweise Ladezeiten und verhindert Ingame-Ruckler beim Generieren der Spielwelt.

Auf dem Markt konkurrieren zwei Chiphersteller um die Gunst der Kunden: Intel und AMD. Wir stellen im Folgenden die unterschiedlichen Produktpaletten der beiden Anbieter vor. Zuvor kann allerdings bereits festgehalten werden, dass es mindestens ein Vierkernprozessor mit einer Taktrate von drei, besser noch vier Gigahertz sein sollte.

Intel-Prozessoren

Der US-amerikanische Chiphersteller Intel vertreibt seine aktuellen Prozessoren als Intel-Core-i-Serie. Der Hersteller unterteilt sein Prozessoren-Sortiment in die vier Leistungsklassen i3, i5, i7 und i9. Je höher die Nummer der Klasse, desto mehr Leistung bringt der Chip. Das spiegelt sich auch im Anschaffungspreis wider. Die Einteilung in eine Kategorie allein bringt jedoch noch nicht weiter:

Ein i5-Prozessor mit hoher Modellnummer ist gegebenenfalls stĂ€rker als ein i7-Prozessor mit niedriger Modellnummer. Auf die Kategorienummer 3 bis 9 folgt eine Modellbezeichnung, die aus vier Nummern besteht. Beim Beispiel des i7-4770 bedeutet es, dass es sich um einen leistungsstarken i7-Prozessor der vierten Generation handelt. Die restlichen drei Ziffern, 770, stehen fĂŒr die Modellbezeichnung. FĂŒr Nutzer bedeutet das: Je höher die Zahlen, sukzessive von links nach rechts gelesen, sind, desto leistungsfĂ€higer der Prozessor.

AMD-Prozessoren

Computerprozessoren der Marke AMD haben in den letzten Jahren krĂ€ftig aufgeholt und sind inzwischen den Intel-Chips gegenĂŒber wieder absolut konkurrenzfĂ€hig. Die mit den Intel-Core-Prozessoren vergleichbare Chipserie fĂŒr Gaming-Computer heißt hier Ryzen. Analog zu Intel bezeichnet der Hersteller die CPUs mit den Kategorienamen Ryzen 3, Ryzen 5 und Ryzen 7. Das Konkurrenzmodell zu Intels Core i9 im Hochpreissegment nennt AMD Threadripper. Auch hier folgt nach der Kategorienummerierung eine vierstellige Modellbezeichnung, etwa AMD Ryzen 7 2700. Hier die 2 ebenfalls fĂŒr die zweite Generation und die 700 fĂŒr die Modellbezeichnung. Durch die Namensgebung positioniert AMD seine Prozessoren bewusst in eine bessere Vergleichbarkeit mit der Konkurrenz von Intel.

Zudem bietet AMD mit seiner kostengĂŒnstigen FX-Serie preisgĂŒnstige Prozessoren fĂŒr die Einsteiger- sowie die untere Mittelklasse an. Diese eignen sich fĂŒr Nutzer, die Ă€ltere Games spielen, ohne dabei die maximalen Grafikeinstellungen ausnutzen zu wollen. FĂŒr neuere Adventure-Spiele oder Shooter mit 3D-Grafik und in Full-HD- oder 4K-Grafik eigenen sich diese sparsamen Alternativen nicht. Zudem sind die verwendeten Architekturen meist veraltet und es wird mit der Zeit immer schwerer, noch passende Hardware wie Mainboards oder Arbeitsspeicher-Module zu finden.

Welcher Prozessor-Hersteller ist „besser“?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Bei frĂŒheren Modellen des Herstellers AMD war eine direkte Vergleichbarkeit mit Intel fĂŒr Endverbraucher kaum nachvollziehbar, da verschiedene Taktraten eingesetzt wurden. Seit der Ryzen-Modellreihe ist das nicht mehr der Fall. Zudem hat AMD stark aufgeholt. Welcher Hersteller die bessere CPU liefert, ist nicht selten eine Glaubensfrage. Beide Anbieter haben eine treue AnhĂ€ngerschar, die auf die jeweiligen Produkte schwört. NĂŒchtern und sachlich betrachtet empfiehlt sich fĂŒr jede Anwendung und jeden Nutzer ein anderer Prozessor. Sogenannte Benchmark-Tests simulieren verschiedenste Zugriffe, etwa bei Office-TĂ€tigkeiten, Video-Bearbeitung und Gaming. Durch die ermittelten Leistungskennzahlen der verschiedenen Kategorien lassen sich die einzelnen Modelle sehr gut vergleichen. So findet jeder Anwender das passende Produkt. FĂŒr den durchschnittlichen Gamer kommen Prozessoren der 3er-Serie nicht in Frage. Er sollte sich daher fĂŒr ein aktuelles 5er- oder 7er-Modell von Intel oder AMD entscheiden. Die Prozessoren der 9er-Serie (Intel) beziehungsweise AMDs Threadripper-Prozessor sind derzeit noch vergleichsweise teuer. Sie eignen sich daher vorrangig fĂŒr Enthusiasten, die keine Performance-Abstriche machen wollen. Zudem mĂŒssen bei einem solchen High-Performance-System auch die anderen Komponenten entsprechend hochleistungsfĂ€hig sein, um den schnellen Prozessor voll zur Geltung kommen zu lassen.

Grafikkarte: Das HerzstĂŒck der Grafikpracht

Die Grafikkarte, im Englischen Graphics Processing Unit (GPU) genannt, nimmt neben dem Prozessor die wichtigste Aufgabe bei der Datenberechnung in Spielen ein. Ist die Grafikkarte als HerzstĂŒck der Grafikperformance im Verbund der PC-Komponenten nicht leistungsstark genug, bildet sie einen besonders entscheidenden – und gegebenenfalls besonders engen – Flaschenhals in Sachen Leistung. Auch der in der Grafikeinheit verbaute Arbeitsspeicher ist von entscheidender Bedeutung. In diesem Segment haben die Nutzer die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Anbietern. Nvidia und AMD. Wir stellen die generellen Unterschiede zwischen den Karten der zwei Konkurrenten im Folgenden vor.

Nvidia-GeForce-Serie

Die GeForce-Grafikkarten des Herstellers Nvidia sind seit Jahren etabliert. Hier finden Interessenten leistungsstarke Mittelklasse- bis High-End-Grafikmodule. Vor allem im High-End-Sektor sind die Nvidia-Modelle fĂŒhrend, AMD kommt mit seinen Modellen derzeit nicht an diese Leistung heran. DafĂŒr sind gerade die leistungsstarken GPUs vergleichsweise teuer. Sie können schnell ĂŒber 1.000 Euro und mehr kosten. NatĂŒrlich sind trotzdem Karten fĂŒr die breite Masse an Nutzern verfĂŒgbar, die um die 250 bis 300 Euro kosten.

AMD-Radeon-Serie

Der US-amerikanische Chip-Entwickler AMD ĂŒbernahm 2006 den kanadischen Grafik- und Chipsatz-Spezialisten ATI, der die Radeon-Grafikkartenserie erfolgreich auf dem Markt etabliert hatte. Vor allem in der Einsteiger- und Mittelklasse bietet der US-amerikanische Konkurrent von Nvidia ein unerreichtes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Interessenten, die nicht mit den höchsten Auflösungen spielen möchten, und denen eine gemĂ€ĂŸigte Einstellung bei Spielen in Full-HD genĂŒgt, bekommen hier eine gute Leistung zum kleinen Preis. Der Hersteller hat in den letzten Jahren technologisch krĂ€ftig aufgeholt und könnte in naher Zukunft auch im High-Performance-Bereich voll konkurrenzfĂ€hig werden.

Arbeitsspeicher: fĂŒr schnelle Zugriffszeiten

Der Arbeitsspeicher dient im Computer als Schnellzugriff-Speicher, in den alle gerade auszufĂŒhrenden Programme, deren Programmteile sowie die benötigten Daten geladen werden. Das verkĂŒrzt die Zugriffszeit im Vergleich zum Auslesen einer Festplatte erheblich. Man spricht auch von RAM-Modulen (Random Access Memory, deutsch: Direktzugriffspeicher). Es handelt sich um einen flĂŒchtigen Speicher. Das bedeutet, dass er sich beim Ausschalten des GerĂ€tes vollstĂ€ndig leert. Da der Prozessor unmittelbar auf diese Speichereinheit zugreift, beeinflussen deren GrĂ¶ĂŸe und Übertragungsgeschwindigkeit die Leistung des gesamten Gaming-Computers unmittelbar. Die Zugriffsgeschwindigkeit gibt dabei Auskunft ĂŒber die Dauer, die vergeht, bis die einzelnen Daten aufgerufen sind.

Die Speichergeschwindigkeit, angegeben in Megahertz (MHz), entscheidet hingegen darĂŒber, welche Datenmenge pro Sekunde gelesen werden kann. Neben diesen Angaben ist ferner die SpeichergrĂ¶ĂŸe der einzelnen RAM-Riegel von Bedeutung, die in der Regel zwischen einem und acht Gigabyte liegt. Bedeutsam ist sie, weil viele Anwendungen wĂ€hrend des Betriebes grĂ¶ĂŸere Mengen des Zwischenspeichers fĂŒr sich belegen; selbst das Surfen mit vielen offenen Tabs kann bei eigentlich ordentlichen 8 Gigabyte dazu fĂŒhren, dass Prozesse ins Stocken geraten.

Dabei mĂŒssen Kaufinteressenten stets darauf achten, welche Art von Steckmodulen zu dem Mainboard passen, in das sie eingesetzt werden sollen. Inzwischen existieren fĂŒnf verschiedene DDR-SDRAM-Standards (Double-Data-Rate-Synchronous-Dynamic-Random-Access-Memory-Standard).

KĂ€ufer mĂŒssen also die Beschreibung des Mainboards beachten, um zu erfahren, welche Arbeitsspeicher-Komponenten kompatibel sind. Eine Durchmischung der DDR-RAM-Versionen, etwa zwischen DDR2 und DDR4, ist aufgrund unterschiedlicher Spannungen und teils unterschiedlicher Bauformen nicht möglich. Eine höhere Versionsnummer nach dem „DDR“ beschreibt ein jeweils neueres, schnelleres Modell:

  • DDR-SDRAM, 3,2 GByte/s
  • DDR2-SDRAM, 6,4 GByte/s
  • DDR3-SDRAM, 12,8 GByte/s
  • DDR4-SDRAM, 17,0 GByte/s
  • DDR5-SDRAM (ab 2. Quartal 2019), 19,2 GByte/s

Eine Durchmischung von Bauteilen gleicher DDR-RAM-Version verschiedener Hersteller und SpeichergrĂ¶ĂŸen sollte zunĂ€chst sorgfĂ€ltig geprĂŒft werden: Dabei kann das PhĂ€nomen eintreten, dass das langsamste Bauteil auch die schnelleren Komponenten auf seine Geschwindigkeit herunterdrosselt. In dem Fall stĂŒnde nicht der gesamte Speicherplatz zur VerfĂŒgung.

Festplatte: Der Datenspeicher

Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher können Nutzer hier Daten dauerhaft speichern. Man unterscheidet generell zwischen der klassischen HDD (Hard Disk Drive, deutsch: Festplattenlaufwerk) und den moderneren Flash-Speichern namens SSD (Solid State Drive). Doch auch Hybridspeicher als Kombinationslösungen aus beiden Typen sind erhÀltlich.

Magnetisches Festplattenlaufwerk: bewĂ€hrte und gĂŒnstige Technik

Die Festplatte (HDD, Hard Disk Drive) ist ein magnetisches Speichermedium, bei dem die Daten auf die OberflĂ€che rotierender Scheiben geschrieben werden. Diese Art des Speichermediums wird seit den 1980er-Jahren im Privatcomputerbereich genutzt. Anwender installieren das Betriebssystem auf dieses Medium und speichern hier alle Programme und Daten wie Office-Dokumente, Fotos oder Videos ab. FrĂŒher mit geringem Speicherplatz und vergleichsweise teuer, wurden mit der Zeit auch Festplatten mit großen SpeicherkapazitĂ€ten von einem Terabyte oder mehr immer erschwinglich.

Daher kommen diese magnetischen Festplatten bis heute in Computer- in Laptopsystemen zum Einsatz. Sie haben jedoch einige Nachteile: Es gibt inzwischen schnellere Lösungen, nĂ€mlich die SSDs. Außerdem sind Magnetfestplatten anfĂ€llig fĂŒr physische SchĂ€den durch Verschleiß oder StĂŒrze. Der Grund: Bei dieser Art Festplatte sind bewegliche Teile wie Magnetscheiben, ein Schreib- und Lesekopf mit Motor sowie eine Mechanik verbaut, die Schaden nehmen können. Bei einem Sturzschaden oder einem Motorausfall sind die Daten nur mit einem hohen Kostenaufwand von Spezialisten rekonstruierbar. Schlimmstenfalls sind alle auf dem DatentrĂ€ger gespeicherten Inhalte verloren. Es empfiehlt sich daher generell – ungeachtet vom Typ der verwendeten Festplatte – eine regelmĂ€ĂŸige Datensicherung. Dazu können Sie entweder eine externe Festplatte, einen USB-Stick oder einen Cloud-Speicher-Dienst verwenden.

Vorteile
  • Große SpeicherkapazitĂ€ten zu vergleichsweise kleinen Preisen
  • Viele Lese- und SchreibvorgĂ€nge möglich
Nachteile
  • Mechanische Bauteile anfĂ€llig fĂŒr SturzschĂ€den
  • Hoher Platzbedarf im PC-GehĂ€use
  • Vergleichsweise geringe Lese- und Schreibgeschwindigkeit
SSD-Flash-Speicher: kompakt und schnell

SSD-Speicher sind kompakte Flash-Laufwerke. In ihrer Technik Ă€hneln sie einem USB-Stick. Diese Flash-Speicher arbeiten im Gegensatz zu den klassischen Magnetfestplatten nicht mehr mit einem Lese- und Schreibkopf, sondern greifen auf alle Speicherbereiche, die einzelnen Zellen, gleich schnell zu. Diese einzelnen Bereiche sind nur bis zu einer begrenzten Anzahl an VorgĂ€ngen neu beschreibbar. Ihre maximale Anzahl an SchreibvorgĂ€ngen ist also geringer als bei den klassischen Festplatten. Jedes Mal, wenn eine Datei in ihren Speicher eingeschrieben wird, verringert sich die Lebensdauer der SSD. Jedoch verfĂŒgt sie ĂŒber einen Zugriffs-Algorithmus, der vor schneller Abnutzung schĂŒtzt. Neue Daten verteilt eine SSD grundsĂ€tzlich gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber ihre einzelnen Speicherzellen. Alle Zellen kommen ungefĂ€hr gleich oft zum Einsatz. So ist ein Ausfall einzelner, stark frequentierter Zellen unwahrscheinlich.

Der große Vorteil der SSDs liegt darin, dass kein Schreibkopf die Daten wie bei einer magnetischen Festplatte „suchen“ muss. Dieses Verfahren kann man sich mit der Suche nach dem Titelanfang bei einer Schallplatte verdeutlichen: Hier muss der Tonabnehmer an der exakt richtigen Stelle platziert werden, um das MusikstĂŒck in GĂ€nze abzuspielen. Der Lese- beziehungsweise Schreibkopf einer Magnetfestplatte muss in gleicher Weise den „Anfang“ der Datei finden. SSD-Speicher hingegen sprechen unmittelbar die Speicherzelle und die in ihr abgelegte Datei an. Das fĂŒhrt zu einem Geschwindigkeitsvorteil. Aufgrund ihrer vergleichsweisen geringen BaugrĂ¶ĂŸe und der geringeren AnfĂ€lligkeit gegenĂŒber physischen Einwirkungen wie StĂ¶ĂŸen und StĂŒrzen werden SSDs vermehrt in mobilen GerĂ€ten wie Laptops, Tablets und Smartphones verbaut, um die GerĂ€te kleiner und robuster gestalten zu können.

Vorteile
  • Unbewegliche Bauteile sind weniger stoßanfĂ€llig
  • Vergleichsweise hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeit
  • Kompakte Bauweise
Nachteile
  • Weniger Lese- und SchreibvorgĂ€nge als bei klassischer Festplatte möglich
  • Große SpeicherkapazitĂ€ten noch vergleichsweise teuer
Hybridspeicher: die Vorteile beider Techniken vereint

Ein SSHD (Solid State Hybrid Drive) kombiniert eine klassische Magnetfestplatte und einen modernen SSD-Speicher. Dabei ist der Speicherplatz auf dem SSD-Teil vergleichsweise klein, der Platz auf dem magnetischen Speichermedium hingegen groß. Der Clou dabei: Wichtige Systemdateien wie das Betriebssystem oder hĂ€ufig genutzte Spiele installieren Nutzer auf dem SSD-Teil. Das System erfĂ€hrt dadurch eine signifikante Beschleunigung: VorgĂ€nge wie das Hoch- und Herunterfahren, aber auch Systemdienste und Games fĂŒhrt es sehr schnell aus. Andere Daten, wie selten verwendete Programme und das potenziell große Archiv mit Urlaubsfotos und Bewerbungsunterlagen, werden auf dem HDD-Speicherteil abgelegt, auf dem deutlich mehr Platz vorhanden ist. Systemprozesse sind auf diese Weise besonders rasch verarbeitet, Spiele starten prompt und Ladezeiten reduzieren sich auf ein geringes, gut ertrĂ€gliches Maß. Die Zugriffszeiten, etwa bei Urlaubsbildern, sind weniger wichtig, deshalb werden sie auf dem langsameren Festplattenteil abgelegt. Diese Bauweise sorgt fĂŒr ein gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Ist allerdings ein Bauteil des Verbundes defekt, mĂŒssen Nutzer das gesamte Modul austauschen.

Vorteile
  • Gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis
  • Schnelles System
  • Viel Platz fĂŒr Dateien wie Fotos und Videos
Nachteile
  • Austausch des gesamten Moduls bei Defekt eines Teils nötig

GehĂ€use: Platz fĂŒr alle Komponenten finden

Das ComputergehĂ€use ist vielen Gamern besonders wichtig: Der erste Eindruck entscheidet. Viele legen deshalb Wert auf Form und Farbe sowie spezielle Leuchtelemente, sodass der Rechner beispielsweise auf einer Seite ĂŒber ein Sichtfenster aus Plexiglas verfĂŒgt und einen spannenden Einblick auf das Innenleben freigibt. Auch sind gerĂ€uschdĂ€mmende Materialien beliebt, die das BetriebsgerĂ€usch des Computers im Zaum halten. Wichtig ist aber vor allen, dass das GehĂ€use die passende GrĂ¶ĂŸe aufweist, um das Mainboard und alle darauf installierten Komponenten aufnehmen zu können. Auch mĂŒssen Gewinde vorhanden sein, die eine sichere Befestigung der Hauptplatine gewĂ€hrleisten. Zudem muss ausreichend Platz fĂŒr KĂŒhlung und LĂŒftung vorhanden sein. Manche GehĂ€use verfĂŒgen auch ĂŒber eigene, bereist vormontierte GehĂ€uselĂŒfter.

LĂŒfter- und KĂŒhlsysteme: Überhitzung vorbeugen

Bauteile in Gaming-Computern, vor allem der Prozessor und die Grafikkarte, emittieren viel AbwĂ€rme. Damit die Bauteile nicht zu heiß werden, ist ein gutes KĂŒhlsystem vonnöten. Das kann ein Luft- oder ein WasserkĂŒhlsystem sein. Beim LuftkĂŒhlsystem handelt es sich um Ventilatoren, die je nach Auslastung der Bauteile in angepassten Geschwindigkeiten erhitzte Luft aus dem GehĂ€use ab- oder kĂŒhle Umgebungsluft zufĂŒhren, um die sich erwĂ€rmenden Bauteile zu kĂŒhlen. Bei leistungsstarken Bauteilen und anspruchsvollen Anwendungen, wie modernen, hochauflösenden Spielen kann es vorkommen, dass sich diese LĂŒfter sehr schnell drehen mĂŒssen, um eine ausreichende KĂŒhlung zu garantieren. Dies kann zu einer hohen GerĂ€uschbelastung fĂŒhren.

In einigen FĂ€llen ist die LuftkĂŒhlung aber auch nicht mehr ausreichend: Die Bauteile ĂŒberhitzen. Um einen Schaden zu vermeiden, bricht der Computer das laufende Spiel gegebenenfalls ab oder fĂ€hrt sich direkt ganz herunter. Ein Wiedereinschalten ist erst möglich, wenn sich die Bauteile abgekĂŒhlt haben. FĂŒr Gamer, die mitten in einem Spiel stecken, ist das natĂŒrlich eine Katastrophe. Die Lösung: eine WasserkĂŒhlung. Dabei werden die Komponenten durch einen geschlossenen Wasserkreislauf und eine Pumpe kĂŒhl gehalten. Diese Systeme können Nutzer farbenfroh wĂ€hlen beziehungsweise gestalten. Doch Vorsicht: Unerfahrene User sollten ein solches System nicht selbst verbauen. Bei einer Undichtigkeit drohen ein FlĂŒssigkeitsaustritt und eine irreparable BeschĂ€digung der Hardware.

Netzteil: die Stromversorgung

Das Netzteil ist fĂŒr die Versorgung des gesamten PCs mit Energie verantwortlich. Es wird mit dem Mainboard verbunden, welches die Energie an sĂ€mtliche Hardware verteilt. Da Gaming-PCs oftmals ĂŒber energieintensive High-End-Bauteile verfĂŒgen, reicht ein gewöhnliches Office-PC-Netzteil nicht aus. Um eine ausreichende Energieversorgung sicherzustellen, empfiehlt sich ein Modell mit einer Gesamtleistung zwischen 500 und 700 Watt. Auch hier sollten Verbraucher ein Auge auf die GerĂ€uschbelastung haben: inzwischen bieten viele Hersteller speziell gedĂ€mmte „Silent“-Netzteile an.

Stromverbrauch

Wie viel Strom ein Gaming-Computer verbraucht, hĂ€ngt einerseits von der grundlegenden Leistungsaufnahme der verbauten Hardwarekomponenten ab, andererseits jedoch auch von dem tatsĂ€chlichen Rechenaufwand, den die Komponenten beim Verarbeiten anspruchsvoller Gaming-Titel leisten. Der Watt-Verbrauch unter Volllast unterscheidet sich stark vom Verbrauch im Leerlauf, also im bloßen Betrieb des Systems ohne Beanspruchung der Hardware durch rechenintensive Software. WĂ€hrend Office-Programme oder das Surfen im Internet die Leistung und damit den Strombedarf kaum anheben, kann ein Spiel in Full-HD- oder sogar 4K-Grafik den Verbrauch auf insgesamt 400 Watt und mehr anwachsen lassen. Gamer sollten beim Kauf darauf achten, dass Grafikkarte und Prozessor vergleichsweise energiesparend arbeiten. Sonst drohen bei der Jahresabrechnung der Stromkosten böse Überraschungen.

AnschlĂŒsse: Art und Anzahl enzscheiden ĂŒber KonnektivitĂ€t

Ein guter Gaming-PC sollte ĂŒber eine gewisse Anzahl moderner Schnittstellen verfĂŒgen, damit Besitzer möglichst viele verschiedene PeripheriegerĂ€te wie Monitore, MĂ€use, USB-Sticks oder auch einen 3D-Drucker anschließen zu können. Wir stellen die wichtigsten AnschlĂŒsse vor.

DVI: digitale BildĂŒbertragung
DVI

Das Digital Visual Interface (DVI) ist eine standardisierte Schnittstelle zur Übertragung von Bildsignalen von einer Grafikkarte an einen Monitor. Es löste die alte, analoge VGA-Schnittstelle ab. Ein Nachteil besteht darin, dass keine Audiosignale ĂŒbermittelt werden können. Daher wird die DVI-Schnittstelle nach und nach vom neueren DisplayPort abgelöst.

HDMI: Der Allrounder
HDMI

Das High Definition Multimedia Interface ĂŒbertrĂ€gt sowohl Bild- als auch Audiosignale in hoher QualitĂ€t. HDMI-Kabel sind mittlerweile der Standard fĂŒr Steckverbindungen zwischen PCs, Gaming-Konsolen, Mobil- und FernsehgerĂ€ten. Zu beachten sind dabei unterschiedliche GrĂ¶ĂŸen: so gibt es unter anderem den vergleichsweise groß dimensionierten, „normalen“ HDMI-Stecker, aber auch den winzig kleinen Micro-HDMI-Stecker.

DisplayPort: neuer Standard fĂŒr Bild- und TonĂŒbertragung
DisplayPort

DisplayPort ist ein recht neuer Standard zur Übertragung von Bildsignalen von einem Computer beziehungsweise Laptop auf einen Monitor. Der Vorteil liegt darin, dass sich freie KanĂ€le im Kabel fĂŒr unterschiedliche Zwecke konfigurieren lassen. In der Regel werden sie fĂŒr AudioĂŒbertragungen genutzt. Es sind aber auch Verwendungszwecke wie eine USB-C-FunktionalitĂ€t zur DatenĂŒbertragung (bis 40 Gbit/s) möglich.

USB-3.1: weitverbreiteter Alleskönner
USB

Die blau eingefĂ€rbten USB-Buchsen weisen auf den schnellen DatenĂŒbertragungsstandard 3.1 hin. Diese AnschlĂŒsse sind abwĂ€rtskompatibel, können also auch mit Ă€lteren USB-Sticks verwendet werden, die nur den langsameren Standard 2.0 unterstĂŒtzen. Von diesen AnschlĂŒssen sollten mindestens vier, besser aber sechs oder acht vorhanden sein, damit möglichst viele PeripheriegerĂ€te wie MĂ€use, Tastaturen, Drucker, 3D-Drucker oder Webcams einen Steckplatz vorfinden.

3,5-Millimeter-Klinke: traditionelle Audio-Übertragung
Audio-Klinke

Der analoge Klinkenanschluss ist noch immer weit verbreitet. Über diese Schnittstelle können verbinden Gamer Lautsprecher und Kopfhörer mit dem Gaming-Computer. Allerdings ist sie mit gewissen QualitĂ€tsverlusten verbunden. Sind mehrere dieser KlinkenanschlĂŒsse vorhanden, eignet sich die Schnittstelle beispielsweise fĂŒr die Verbindung mit einem 5.1-Soundsystem.

TOSLINK: digitale AudioĂŒbertragung
TOSLINK

Anders als die langsam veraltende und besonders in MobilgerĂ€ten immer seltener vorzufindende 3,5-Milimeter-Klinke gewĂ€hrleistet die TOSLINK-Schnittstelle eine verlustfreie digitale Audiosignal-Übertragung.

Ethernet-Schnittstelle: kabelgebundene Internetverbindung
Ethernet

Die Ethernet-Schnittstelle ermöglicht den Anschluss eines LAN-Kabels an den Computer. Auf diese Weise bauen Nutzer eine wenig störanfĂ€llige und besonders schnelle kabelgebundene Internetverbindung auf. FĂŒr die meisten Gamer kommt eine drahtlose Verbindung mittels WLAN aufgrund von Geschwindigkeitseinbußen und höheren Ping-Zeiten nĂ€mlich nicht in Frage. Es sollte sich um eine moderne Gigabit-LAN-Schnittstelle mit einer maximalen Datenrate von 1.000 Mbit/s handeln.

Kaufberatung - den passenden Gaming-PC finden

Wie leistungsfĂ€hig die einzelnen Komponenten eines Gaming-PCs sein sollten, hĂ€ngt vom Nutzertyp ab. SelbstverstĂ€ndlich sind die höchsten Grafikeinstellungen fĂŒr alle Gamer ein Traum, die hohen Preise fĂŒr die dafĂŒr notwendige potente Hardware zwingen aber den grĂ¶ĂŸten Teil der Interessenten dazu, Kompromisse bei der Leistung einzugehen, woraus sich verschiedene Zielgruppen ergeben.

Generell kann man folgendes vorwegnehmen: Die Grafikkarte ist das „HerzstĂŒck“ eines Gaming-PCs. Gamer, die sich einen neuen Gaming-PC zusammenstellen, sollten ihr ein Drittel des Gesamtpreises fĂŒr den PC zugestehen. Wenn das Gesamtbudget fĂŒr einen neuen Gaming-PC beispielsweise 1.500 Euro betrĂ€gt, dann darf die Grafikkarte davon 500 Euro fĂŒr sich in Beschlag nehmen, die restlichen 1.000 Euro sollten Kaufinteressierte dann fĂŒr die anderen Komponenten einplanen.

Browser-Gamer: unterer dreistelliger Eurobereich

Interessenten, die gerne und ausschließlich Browser-Games wie Mah-Jongg, Candy Crush oder FarmVille spielen, benötigen keinen hochpreisigen Rechner mit besonderen Leistungsmerkmalen. Hier reicht ein verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig einfacher PC der unteren Preisklasse. Ein vernĂŒnftiger Grafikchip oder eine mittelklassige Grafikkarte sollten es aber schon sein, um eine ruckelfreie Grafik zu ermöglichen. Aus diesem Grund gehören Nutzer, die ausschließlich Online-Games zocken, streng genommen nicht in den KĂ€uferkreis eines Gaming-PCs.

Gelegenheitszocker und Preisbewusste: 400 bis 750 Euro

In diese Kategorie fallen Spiele-Einsteiger und solche Nutzer, die auf den Preis achten wollen oder mĂŒssen. Auch beispielsweise Fans von einfachen Simulationsspielen, wie einem Landwirtschafts-Simulator, kommen in dieser Preisklasse voll auf ihre Kosten. Da sie keine riesigen Erwartungen an die grafische Darstellung ihrer Spieltitel hegen, ist es auch nicht nötig, ihre Systeme in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden durch den Einbau neuer Komponenten zu verbessern. Auf diesen Computern erledigen die Anwender zudem selbstverstĂ€ndlich sĂ€mtliche anfallende Office-Arbeiten. Bei der Entscheidung fĂŒr ein solches System besteht die Gefahr, dass Gamer sich einen Rechner kaufen, mit dem sie aktuell zwar noch zufrieden sind, der aber auch sehr schnell veraltet.

FĂŒr diese Zielgruppe bieten sich beispielsweise die Intel-Prozessoren der i3- und i5-Serie beziehungsweise AMDs FX-Modelle an. In Sachen Grafik kann eine Karte der Radeon- R5er-Serie oder die GeForce-1030er-Serie die nötige Rechenpower liefern. FĂŒr ein solches System empfehlen sich zudem ein Arbeitsspeicher mit einer GrĂ¶ĂŸe von acht Gigabyte sowie ein Terabyte HDD-Festplattenspeicher, der genug Platz fĂŒr alle Anwendungen und Spiele bietet.

RegelmĂ€ĂŸige Zocker mit hohen AnsprĂŒchen: 750 bis 2.000 Euro

Nutzern, die sich in diese Kategorie einordnen, empfiehlt sich ein aktueller Prozessor der i5- bis i7- beziehungsweise Ryzen-5- bis Ryzen-7-Reihe. In puncto Grafikleistung darf es eine Karte sein, die sich in etwa im Leistungsspektrum einer GeForce 1660 Ti beziehungsweise Radeon RX 590 bewegt. Dass dieses Spektrum sowohl nach oben als auch nach unten noch weit reicht und etwa auch eine deutlich leistungsfĂ€higere GeForce 2070 in Betracht kommen kann, ist im Falle der breitgestreuten Mittelklasse selbstverstĂ€ndlich. Mit einem solchen System können auch aktuelle Adventure-Titel gespielt werden. Allerdings mĂŒssen Kompromisse bei den Grafikeinstellungen gemacht werden. So leistet die Karte bei der Detailstufe „hoch“ noch ein flĂŒssiges Bild, ist aber mit „sehr hoch“ oder „ultra“ ĂŒberfordert. Des Weiteren spendieren Zocker dieses Segments ihrem Rechner bestenfalls 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und einen Hybridspeicher mit ungefĂ€hr 2 Terabyte HDD und 100 Gigabyte SSD.

Besitzer solcher Gaming-PCs erfreuen sich an Spielen in Full-HD-Auflösung in Kombination mit einem Monitor von etwa 24 Zoll GrĂ¶ĂŸe. Diese Modelle können aber noch sehr viel mehr: Kreative Arbeiten, die vergleichsweise viel Rechenleistung abverlangen, etwa Bild- und Videobearbeitung, sind mit einem solchen System kein Problem. Ein solcher Computer ist auch fĂŒr mehrere Jahre aktuell und kann viel Freude beim Spielen der neueren Spieletitel bereiten.

High-End-Gamer: ab 2.000 Euro aufwÀrts

Diese Art Zocker-System eignet sich fĂŒr eine vergleichsweise kleine Gruppe von Enthusiasten, denen 4K-Grafik bei höchster Detailstufe in den Spieleeinstellungen wichtig sind. Sie möchten keine Performance-Einbußen in Kauf nehmen. Deswegen nehmen sie auch sehr hohe Anschaffungskosten in Kauf. Sie verfĂŒgen ĂŒber Monitore, die um die 28 Zoll groß sind. Beliebt sind des Weiteren Widescreen-Monitore, die selbst auch schon die vierstellige Euro-Marke im Anschaffungspreis knacken. Einige User betreiben professionellen E-Sport und spielen in einer Liga.

Der Prozessor benötigt eine entsprechend hohe LeistungsfĂ€higkeit: Soll er von Intel kommen, muss es ein moderner i7- oder sogar i9-Prozessor sein. Bei AMD kommen nur die neuen Ryzen-7- oder Threadripper-Modelle in Frage. Die Grafikleistung liefert beispielsweise eine Nvidia GeForce GTX 1080 Ti, eine GeForce RTX 2080 Ti oder eine AMD Radeon Pro Vega 16 GB. Allein diese High-End-Grafikkarten kosten zwischen 500 und 2.000 Euro – je nach Ausstattung. Mancher besonders anspruchsvolle Spieler gönnt sich gleich zwei Grafikkarten in einem sogenannten SLI-Verbund in seinem Computer. Deren Rechenkraft ist extrem hoch, mitunter haben einzelne Spieletitel jedoch Probleme bei der Erkennung oder Ausnutzung von SLI-Kombi-Grafikkarten: Dann ist ein Arbeitsspeicher mit 32, besser mit 64 Gigabyte Speicher angebracht. Hybridspeicher mit bis zu 6 Terabyte GesamtkapazitĂ€t sorgen dafĂŒr, dass in Sachen Speicherplatz niemals eng wird.

NĂŒtzliches Zubehör fĂŒr Spieler

Nutzer können aus einem breiten Portfolio an Zubehör wÀhlen, damit das Spieleerlebnis rundum besonders wird. Wir listen einige Ideen auf.

Gaming-Tastatur: robust und mit Sonderfunktionen
Gaming-Tastatur

Gaming-Tastaturen zeichnen sich durch ihre besondere Robustheit aus. Sie bringen oftmals ergonomische Zusatzfunktionen wie Hintergrundbeleuchtung, USB-Schnittstellen oder Sondertasten mit, die entweder voreingestellt oder durch den Nutzer individuell konfigurierbar sind.

Gaming-Maus: hohe Abtastrate und zusÀtzliche Tasten
Gaming-Maus

Eine Gaming-Maus zeichnet sich im Wesentlichen durch eine hohe Abtastrate des optischen Sensors aus. Die so erzielte sehr genaue ZielfĂŒhrung bringt bei vielen Computerspielen einen entscheidenden Vorteil. Mit den zusĂ€tzlichen Tasten können Anwender die Abtastrate ganz nach Bedarf senken oder erhöhen, sodass der Mauszeiger auf dem Bildschirm auf Wunsch trĂ€ge oder sensibel auf die Handbewegungen des Spielers reagiert.

Gamepads: Konsolen-Feeling am Computer
Gamepad

Wer schon einmal an einer Spiele-Konsole gezockt hat, kennt das unvergleichliche Spielerlebnis, das von dieser Steuerungsart ausgeht. Das Gaming fĂŒhlt sich flĂŒssiger an, Joysticks erlauben eine 360-Grad-Steuerung. in vielen Spielen aus dem Action-Adventure-Bereich genĂŒgen die binĂ€ren Bewegungs-Kommandos von Tastaturen nicht fĂŒr ein sich natĂŒrlich anfĂŒhlendes Movement, etwa beim Wechsel von langsamer, vorsichtiger Bewegungsgeschwindigkeit zu normaler oder schneller Bewegungsgeschwindigkeit – bei den Pfeiltasten von Tastaturen gibt es nur die Optionen „Taste drĂŒcken – gehen“ und „Taste loslassen – nicht gehen“. Zudem sind viele Titel, die auf dem PC erscheinen, zunĂ€chst und vorrangig fĂŒr den Massenmarkt der Konsolen optimiert, sodass die Entwickler sich nicht allzu sehr um eine sinnige Tastatur-Steuerung bemĂŒhen. Außerdem verklicken sich viele Spieler bei Spielen mit umfangreicher Tastenbelegung schnell mal auf der Tastatur, sodass die Steuerung sich nicht intuitiv anfĂŒhlt – die Ergonomie und AufgerĂ€umtheit eines Gamepads ist da fĂŒr die meisten, selbst im Falle einer Mehrfachbelegung der Tasten, mit deutlich weniger FalschdrĂŒcken verbunden. Ein klassisches Beispiel fĂŒr ein Spiel, dass auf dem Gaming-PC ein Gamepad unverzichtbar macht, ist die berĂŒhmte Fußballsimulation FIFA. Mit Gamepads treten mehrere Spieler fĂŒr spannende Partien gegeneinander an – egal, ob mit Freunden auf dem Sofa oder online gegen Mitspieler weltweit.

Monitor: bloß keine Schlieren ziehen!
Gaming-Monitor

Ein guter Monitor mit einer schnellen Bildwiederholungsrate ist wichtig fĂŒr ein farbechtes Spieleerlebnis. Die Wahl, ob der Monitor Full-HD- oder sogar 4K-Auflösungen unterstĂŒtzen soll, hĂ€ngt von der Art des Gaming-Computers sowie den WĂŒnschen und dem Budget des Spielers ab. Besondere Curved-Monitore vermitteln ein besonders breites Sichtfeld und damit das GefĂŒhl, mitten im Geschehen zu stecken. Besonders bei Shootern ist eine schnelle Reaktionszeit entscheidend.

BĂŒrostuhl: die richtige Sitzposition ist entscheidend
Buerostuhl

Langes Sitzen auf einem ungeeigneten Stuhl ist nicht nur unbequem, es schadet bei fortwĂ€hrender Falschbelastung auch dem RĂŒcken. Ein rĂŒckenschonender Stuhl mit LordosenstĂŒtze sichert Nutzern eine beschwerdefreie Sitzposition ĂŒber lĂ€ngere Anwendungszeit. Modelle mit moderner Gestaltung werden auch als GamingstĂŒhle oder Gamingsessel vermarktet. Diese sind Ă€ußerlich Sitzen von Rennautos sehr Ă€hnlich. Auch mit einem guten Gaming-Stuhl sollten Sie allerdings auf Ihre Sitzhaltung achten. Einen krummen RĂŒcken können die StĂŒhle nicht geradebiegen.

Soundwiedergabe: Lautsprecher oder Headset
Audio

Computerspielen ohne Ton ist undenkbar. Das Angebot an Lautsprechersystemen beginnt bei den klassischen Zwei-Wege-Boxen mit oder ohne Subwoofer und reicht ĂŒber 5.1- und 7.1-Systemen bis hin zu großen, mit dem Heimnetzwerk verbundenen, mehrere RĂ€ume umspannenden Smart-Home-Systemen. Anwendern, die RĂŒcksicht auf Mitbewohner oder Nachbarn nehmen mĂŒssen, stehen diverse Kopfhörer- und Headset-Lösungen zur VerfĂŒgung. Diese Lösung bietet noch weitere Vorteile: exzellenter direktionaler Raumklang, prĂ€zise Gegnerortung in kompetitiven Shootern sowie die Möglichkeit des Voicechat per integriertem Mikro.

Alternativen zu fertig zusammengebauten Gaming-PCs

Neben der Option, einen fertig zusammengestellten und aufgesetzten Gaming-Computer zu erwerben, besteht fĂŒr Interessenten die Möglichkeit, einzelne Bauteile gezielt zusammenzustellen und diese in Eigenarbeit zu verbauen. Auch die Anschaffung eines Gaming-Laptops stellt fĂŒr manchen Endanwender eine ĂŒberlegenswerte Alternative dar. Wir gehen auf die einzelnen Möglichkeiten ein.

Rechner selbst zusammenstellen: eine Kostenersparnis

Wer seinen PC nicht fix und fertig kauft, sondern alle Komponenten selbst heraussucht, bestellt und zusammenbaut, spart meist viel Geld gegenĂŒber dem Komplettkauf. Nutzer können die gewĂŒnschten Komponenten gĂŒnstig bei verschiedenen Anbietern einkaufen. Allerdings sind hierfĂŒr sowohl handwerkliches Geschick als auch ein Mindestmaß an technischem Sachverstand vonnöten. Beim Einbau mĂŒssen Nutzer achtsam sein, damit sie die Bauteile nicht beschĂ€digen. Zudem mĂŒssen sie sich vorab informieren, ob die Bauteile miteinander harmonieren, und sich nicht etwa gegenseitig ausbremsen.

Zudem: LĂ€uft ein System nicht rund oder startet ĂŒberhaupt nicht, besteht keine Garantie oder GewĂ€hrleistung. Beides beschrĂ€nkt sich nĂ€mlich lediglich auf das Funktionieren der Einzelteile, nicht aber auf die StabilitĂ€t des Systems als solches. In dem Fall mĂŒssten sich die Nutzer entweder von Dritten helfen lassen, möglicherweise sogar von einem FachgeschĂ€ft gegen Bezahlung. Somit ist ein Rechner-Bausatz eher erfahrenen Computernutzern zu empfehlen.

Vorteile
  • In der Regel gĂŒnstiger in der Anschaffung
Nachteile
  • Bauteile können bei Montage beschĂ€digt werden
  • Computer funktioniert nach Montage möglicherweise nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ
  • Nicht harmonierende Bauteile können zu Flaschenhals-PhĂ€nomen fĂŒhren
  • Ein Bausatz ist nicht sofort einsatzbereit

Reine „User“, die sich nicht mit der Technik auseinandersetzen möchten, sowie AnfĂ€nger setzen daher besser auf ein Komplettsystem. Hier ist alles vormontiert und in vielen FĂ€llen ist das Betriebssystem bereits vorinstalliert. Der Gaming-Computer ist dann sofort einsatzbereit.

Gaming-Laptop: mobiles High-End-Spielerlebnis

Im Prinzip kann ein Gaming-Laptop exakt das gleiche leisten wie ein Desktop-PC. Unter UmstĂ€nden ist die Bedienung aber unhandlicher. Der große Vorteil: Nutzer sind nicht auf einen Standort festgelegt, das mobile Zocken und Arbeiten ist ĂŒberall möglich. Ein großer Nachteil liegt darin, dass KĂ€ufer weit tiefer in die Tasche greifen mĂŒssen, wenn sie die gleiche Leistung wie bei der Desktop-Variante erhalten wollen. Die kompakteren Bauteile sind ungleich teurer. Zudem ist ein Laptop mit seinem begrenzten Platzangebot schwerer aufzurĂŒsten.

Vorteile
  • Flexibel bei der Wahl des Standortes
Nachteile
  • Leistungsstarke Komponenten teurer als bei Desktop-Systemen
  • Zur komfortablen Bedienung eventuell externe EingabegerĂ€te nötig
  • Wenige Möglichkeiten zur AufrĂŒstung

Nach dem Kauf - Pflege und Instandhaltung

Im Innenleben des Computers sammelt sich mit der Zeit Staub an, der ĂŒber die GehĂ€uselĂŒfter ins Innere transportiert wird. Das kann zu Komponentenverschleiß, LĂŒftungswegverstopfung und dadurch zunehmende WĂ€rmeentwicklung fĂŒhren. Sie können diesen Verschmutzungen zu Leibe rĂŒcken, indem sie den Computer herunterfahren, das Netzkabel abziehen, das GehĂ€use öffnen und verschmutzte Bereiche vorsichtig mit einem BĂŒrstenaufsatz des Staubsaugers absaugen. Achten Sie dabei peinlichst darauf, lose Bauteile zu sichern oder herauszunehmen, da sie sonst plötzlich im Saugrohr verschwinden könnten. Drosseln Sie gegebenenfalls auch die Saugleistung herunter. Feine BĂŒrsten oder ein Luftdruckspray verbessern das Ergebnis zusĂ€tzlich. Eine jĂ€hrliche Reinigung, beispielsweise im Rahmen des FrĂŒhjahrsputzes, genĂŒgt bereits, um den PC in Schuss zu halten.

Eine weitere Art FrĂŒhjahrsputz, den Sie als Nutzer eines Gaming-PCs einlegen sollten, ist softwarebasiert: Halten Sie System- und Grafikkartentreiber immer auf dem aktuellen Stand. In der Regel meldet sich die Software von Grafikkarten, sobald ein Update zur Installation bereitsteht. Die PrĂŒfung können Sie aber auch manuell auf den Websites der Hersteller vornehmen. Zudem sind in vielen Grafikkarten-Softwares praktische Shortcuts angeordnet, die beim Anklicken den Update-Prozess starten. Die Verwendung der aktuellen Version des Grafikkartentreibers verringert die Gefahr von Fehlern und SystemabstĂŒrzen. Zudem entwickeln Grafikkartenhersteller zu vielen grĂ¶ĂŸeren Games-Neuerscheinungen eigens optimierte Treiber-Versionen, die das möglichst reibungslose Spielen dieser Titel gewĂ€hrleisten sollen. Das Aktualisieren des Betriebssystems und der Antivirensoftware verhindert, dass der Computer durch Schadsoftware kompromittiert wird und Daten gestohlen oder verschlĂŒsselt werden. Auch das Gaming wĂ€re dann in vielen FĂ€llen nicht mehr möglich.

WeiterfĂŒhrende Testberichte  

Sucht man bei der klassischen deutschen Adresse im Test-Bereich, der Stiftung Warentest, wird man leider nicht fĂŒndig. Zu spezifisch ist die Suche nach Gaming-PCs mit ihren speziell auf Leistung getrimmten Bauteilen. Vielleicht folgt ein solcher Testbericht aber noch in der Zukunft.

FĂŒndig werden Interessierte beim Magazin Computer Bild. Hier werden die „Spielekisten“ auf Herz und Nieren getestet, verschiedene Leistungsmerkmale miteinander verglichen. Zudem unterstĂŒtzt der Artikel bei der Kaufentscheidung und gibt eine Antwort auf die Frage, ob es denn unbedingt das teuerste Modelle werden muss.

Einen weiteren Vergleich finden Sie beim Elektronikmagazin CHIP. Die Redakteure schrieben fĂŒnf Anbieter von Hochleistungsrechnern an und baten sie, ihnen ihre besten High-End-Systeme fĂŒr einen Test zu schicken. Das Testergebnis: FĂŒnf Rechner mit einem Wert zwischen 2.900 und 5.500 Euro. In vier der getesteten GerĂ€te steckt ein Core-i7-Prozessor, in einem sogar eine superschnelle Core-i9-CPU.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Gaming-Computer nicht selbst getestet.

Sucht man bei der klassischen deutschen Adresse im Test-Bereich, der Stiftung Warentest, wird man leider nicht fĂŒndig. Zu spezifisch ist die Suche nach Gaming-Computern mit ihren speziell auf Leistung getrimmten Bauteilen. Vielleicht folgt ein solcher Testbericht aber noch in der Zukunft.

FĂŒndig werden Interessierte beim Magazin Computer Bild. Hier werden die „Spielekisten“ auf Herz und Nieren getestet, verschiedene Leistungsmerkmale miteinander verglichen. Zudem unterstĂŒtzt der Artikel bei der Kaufentscheidung und gibt eine Antwort auf die Frage, ob es denn unbedingt das teuerste Modelle werden muss.

Einen weiteren Vergleich finden Sie beim Elektronikmagazin CHIP. Die Redakteure schrieben fĂŒnf Anbieter von Hochleistungsrechnern an und baten sie, ihnen ihre besten High-End-Systeme fĂŒr einen Test zu schicken. Das Testergebnis: FĂŒnf Rechner mit einem Wert zwischen 2.900 und 5.500 Euro. In vier der getesteten GerĂ€te steckt ein Core-i7-Prozessor, in einem sogar eine superschnelle Core-i9-CPU.