Beutellose Staubsauger

Die 7 besten beutellosen Staubsauger im Test & Vergleich

Gewicht
Maße
Stromversorgung
Leistung
Volumen StaubfangbehÀlter
LautstÀrke maximal
Saugkraftregulierung
LĂ€nge Kabel
Ergonomischer Griff
Trockensaugen
Nasssaugen
Allergiefilter
Energieeffizienzklasse
Staubemissionsklasse
Reinigungsklasse Teppich
Reinigungsklasse Hartboden
SaugdĂŒsen
Vorteile
Nachteile

Beutelloser Staubsauger-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Beutellose Staubsauger arbeiten mithilfe der Zyklon-Technologie oder eines eingebauten Wasserfilters ohne Beutel.
  • Neben den klassischen Bodenstaubsaugern gibt es auch Hand- und Stielstaubsauger, die meist mithilfe eines Akkus funktionieren.
  • Da HEPA-Filter nicht nur den feinsten Schmutz, sondern auch Pollen erfassen, eignen sie sich besonders fĂŒr Allergiker.
  • Achten Sie beim Kauf weniger auf die Watt-Angabe als vielmehr auf das Zusammenspiel der verarbeiteten Technik.
  • Reinigen Sie Ihren beutellosen Staubsauger im Idealfall mindestens alle vier Wochen.

FĂŒr die Umwelt und die Nerven

Jeder, der Wert auf eine saubere Wohnung legt, benötigt einen guten Staubsauger. Dabei handelt es sich um eine langfristige Investition, die Ihnen ĂŒber Jahre hinweg gute Dienste leisten soll. Die Wahl des passenden Staubsaugers sollte wohl ĂŒberlegt sein. Wer sich fĂŒr einen beutellosen Staubsauger entscheidet, zahlt einmal; der Kauf von Staubsauger-Beuteln ist bei dieser Art nicht nötig. Das ersparte Geld kann anderweitig verwendet werden.

Insbesondere in Zeiten des Umweltschutzes werden beutellose Staubsauger zunehmend beliebter; immerhin muss der Nutzer nicht regelmĂ€ĂŸig neue Beutel kaufen und entsorgen, sondern nur ab und an den BehĂ€lter entleeren. Ein beutelloser Sauger verursacht weniger Abfall bei gleicher Leistung.

Erfunden wurde der beutellose Staubsauger von James Dyson, der mit den damaligen Staubsaugern auf dem Markt nicht zufrieden war. Nach zwei Jahren und vielen Fehlversuchen meldete er im Jahr 1980 das erste GerĂ€t zum Patent an. Noch heute erfreuen sich beutellose Staubsauger des Herstellers Dyson großer Beliebtheit. Staubsauger ohne Beutel sind also keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Die verschiedenen Hersteller haben langjĂ€hrige Erfahrung bei der Konstruktion dieser Modelle.

Vor- und Nachteile beutelloser Staubsauger

Ein beutelloser Staubsauger hat gegenĂŒber einem Staubsauger mit Beutel einige Vor- und auch Nachteile. Die Unterschiede beginnen beim Preis: Der reine Anschaffungspreis ist bei Staubsaugern mit Beuteln geringer; auf Dauer sparen Sie mit einem beutellosen Staubsauger allerdings sehr viel Geld. Das liegt daran, dass Sie auf die Kosten der Staubbeutel verzichten können. Zudem sparen Sie sich auch den Frust, den einen Beutel zu finden, der zu Ihrem Staubsauger-Modell passt. Da der BehĂ€lter eines beutellosen Staubsaugers zumeist transparent ist, erkennen Sie leicht, wann er zu leeren ist. Im Gegensatz zu Staubsaugern mit Beuteln hat die FĂŒlle des BehĂ€lters jedoch keinen negativen Einfluss auf die Saugkraft. DarĂŒber hinaus mĂŒssen Sie nicht stĂ€ndig benutzte Staubsaugerbeutel entsorgen, was der Umwelt zugutekommt.

FĂŒr Allergiker sind beutellose Staubsauger nur bedingt geeignet. Mit dem passenden Filter lassen sich Feinstaub und Pollen zwar weitgehend auffangen, aber spĂ€testens beim Entleeren der Kammer können Allergiker die aufgesaugten Allergene nicht vollstĂ€ndig meiden. Eine Sonderform beutelloser Staubsauer arbeitet mit einem Wasserfilter. Da die Allergene im Wasser „eingeschlossen“ werden, verteilen sie sich beim Entleeren nicht wie bei den anderen beutellosen Varianten. Die Reinigung des BehĂ€lters ist bei Staubsaugern ohne Beutel grundsĂ€tzlich aufwendiger. Zudem erreichen beutellose Staubsauger eine LautstĂ€rke von bis zu 80 Dezibel. Das entspricht ungefĂ€hr dem GerĂ€uschpegel einer stark befahrenen Straße.

Vorteile
  • Langfristig gĂŒnstiger
  • Kein Beutel nötig
  • Umweltfreundlicher
  • Konstante Saugkraft
  • Voller BehĂ€lter direkt erkennbar
Nachteile
  • Hohe Anschaffungskosten
  • FĂŒr Allergiker nur bedingt geeignet
  • Aufwendige Reinigung
  • Zum Teil sehr laut

So funktionieren beutellose Staubsauger

Alle Staubsauger ohne Beutel funktionieren nach demselben Prinzip: der Zyklon-Technologie. Diese trennt Luft und Staub mittels ZentrifugalkrÀfte. Der Schmutz wird in die Zyklon-Kammer gesaugt und nach oben gewirbelt. Die entstehende Fliehkraft presst ihn an den Rand des Fliehkraftabschneiders, also des Zyklons, und transportiert ihn in den AuffangbehÀlter. Hersteller setzen diese Technologie auf zwei Art und Weisen um: der Einfachzyklon-Technologie und der Mehrfachzyklon-Technologie.

Beutellose Staubsauger mit Einfachzyklon-Technologie

Einfachzyklon-Staubsauger sind, wie es der Name bereits vorwegnimmt, mit einem einzigen Zyklon innerhalb des kegelförmigen BehĂ€lters ausgestattet. Durch die einströmende Luft entsteht ein Wirbel. Die FliehkrĂ€fte, die dieser Zyklon kreiert, drĂŒcken die gröberen Staubpartikel an den Rand und von dort in den AuffangbehĂ€lter. Anschließend wird die Luft in der Mitte nach oben gesaugt. Die Abluft strömt auf ihrem Weg nach oben durch das Abluftgitter ins Freie. Dabei fĂ€ngt ein zentraler Filter aus Papier den ĂŒbrigen feinen Schmutz ab.

Beutellose Staubsauger mit Mehrfachzyklon-Technologie

Die Mehrfachzyklon-Technologie funktioniert wie die Einfachzyklon-Variante – mit dem Unterschied, dass nach dem ersten Reinigungsvorgang ein zweiter folgt. In diesem zusĂ€tzlichen Prozess arbeiten mehrere kleine Zyklone, welche die Luft ein weiteres Mal reinigen und damit den Papierfilter ersetzen. Durch ihre geringe GrĂ¶ĂŸe sind die Fliehkraftabschneider um einiges schneller, sodass der Staub noch feiner abgespalten und nach außen gepresst wird. Je mehr Zyklonen eingebaut sind, desto geringer ist der Feinstaubanteil in der Abluft.

Sonderfall: Beutellose Staubsauger mit Wasserfilter

Staubsauger mit Wasserfilter sind eine Sonderform der beutellosen Staubsauger. Diese Modelle besitzen weder einen Staubbeutel noch arbeiten sie mit der Zyklon-Technologie. Stattdessen sind sie mit einem Wassertank ausgestattet, in den der Schmutz geleitet wird und verbleibt. Nur dann, wenn auch die feinsten Staubpartikel entfernt werden sollen, ist ein zusÀtzlicher Filter oder ein sogenannter Separator nötig. Der Filter kommt nach dem Wasserbad zum Einsatz; der Separator rotiert mit hoher Geschwindigkeit im Wassertank und verwirbelt die Schmutzpartikel, wodurch sie ebenfalls gebunden werden. Damit Àhnelt die Funktionsweise des Separators einem Zyklon. Ein Staubsauger mit Wasserfilter und Separator erreicht einen Reinigungsgrad von bis zu 99 Prozent und arbeitet somit am effektivsten.

FĂŒr wen lohnt sich ein beutelloser Staubsauger mit Wasserfilter?

Beutellose Staubsauger mit Wasserfilter eignen sich am besten fĂŒr Allergiker. Der Schmutz und die Pollen befinden sich im Wasser, sodass sie beim Ausleeren nicht in die Luft austreten können. Ist ein Separator verbaut, trennt er den Schmutz noch feinteiliger von der Luft. omit ist die Umgebung weitgehend von Staub und Pollen befreit; Allergiker bleiben von entweichenden Allergenen verschont, wenn sie das Wasserbad entleeren.

Diese Staubsauger-Arten gibt es

FĂŒr den Gebrauch im Haushalt finden Sie Staubsauger in drei Bauarten: Bodenstaubsauger, Handstaubsauger sowie Stiel- und Stabstaubsauger. Alle drei Arten können sowohl mit als auch ohne Beutel arbeiten. Die letzten beiden Bauweisen sind vorwiegend Akkusauger, das heißt, sie leisten die Arbeit mit einem Akku.

Bodenstaubsauger

Der Bodenstaubsauger ist das am hĂ€ufigsten verwendete GerĂ€t; er eignet sich fĂŒr jeden Haushalt. Von allen Bauarten besitzt er die beste Saugleistung. Zudem zeichnet er sich durch die Vielzahl von GrĂ¶ĂŸen und Filtersystemen sowie das erhĂ€ltliche Zusatzequipment aus. Zu letzterem lassen sich verschiedene DĂŒsen und BĂŒrsten zuordnen, etwa eine FugendĂŒse oder eine spezielle BĂŒrste zum Entfernen von Tierhaaren. Sie können Ihr WunschgerĂ€t also genau auf Ihre Wohnsituation anpassen, sei es eine Ein-Zimmer-Wohnung, eine Mehr-Zimmer-Wohnung oder ein mehrstöckiges Haus.

Die meisten Bodenstaubsauger schließen Sie mittels Kabel an die Stromzufuhr; den Saugaufsatz fĂŒhren Sie manuell ĂŒber den Untergrund, um den Boden zu reinigen. Mit verschiedenen SaugaufsĂ€tzen gelangen Sie fĂŒr eine umfassende Reinigung in jede Ecke. Insbesondere in grĂ¶ĂŸeren Wohnungen oder HĂ€usern sind Sie durch die LĂ€nge des Kabels und den Abstand zur nĂ€chsten Steckdose eingeschrĂ€nkt; ein Hin- und Herrennen wĂ€hrend des Saugens lĂ€sst sich meist nicht vermeiden. Von allen Bauweisen benötigt der Bodenstaubsauger den grĂ¶ĂŸten Stauraum.

Vorteile
  • StĂ€rkste Saugleistung
  • Verschiedene AufsĂ€tze, etwa eine FugendĂŒse
  • Hohes Fassungsvermögen
  • FĂŒr jede WohnflĂ€che geeignet
Nachteile
  • EingeschrĂ€nkter Aktionsradius
  • Groß und schwer
  • Viel Stauraum nötig

Handstaubsauger

Handstaubsauger sind besonders platzsparend: Saugrohr, Motor, StaubbehĂ€lter und GeblĂ€seeinheit befinden sich in einem kleinen GehĂ€use, das Sie ohne große Anstrengung in der Hand halten können. Ein Großteil der GerĂ€te betreiben Sie mit einem Akku, sodass Handstaubsauger ohne rĂ€umliche Begrenzung anwendbar sind. Im Gegensatz zu Bodenstaubsaugern ist ihre Saugkraft aber nur mittelmĂ€ĂŸig.

Auch hier erlauben SaugaufsĂ€tze das Saugen verschiedenster Ecken und UntergrĂŒnde; der Innenraum eines Autos lĂ€sst sich mit einem Handstaubsauger beispielsweise sehr gut reinigen. In Haushalten mit kleinen Kindern oder auch Haustieren ist er ebenfalls von Vorteil: Tierhaare auf dem Sofa oder kleine UnfĂ€lle wie eine umgefallene Zuckerdose sind schnell und einfach zu entfernen. Aus diesem Grund ist diese AusfĂŒhrung auch als Tisch- und Autostaubsauger bekannt. FĂŒr Grobschmutz auf kleinen FlĂ€chen oder fĂŒr schwer zugĂ€ngliche Bereiche ist der Handstaubsauger die effizienteste Option; aufgrund der geringen Filterleistung und dem entweichenden Feinstaub ist er fĂŒr Allergiker aber weniger geeignet. Somit ist er kein Ersatz, sondern vielmehr eine ErgĂ€nzung zum beutellosen Bodenstaubsauger.

Vorteile
  • Jede Ecke erreichbar
  • UneingeschrĂ€nkter Aktionsradius
  • Klein und kompakt
  • Platzsparend
Nachteile
  • Nicht fĂŒr große FlĂ€chen geeignet
  • MittelmĂ€ĂŸige Saugleistung
  • Schwache Filterleistung

Stiel- und Stabstaubsauger

Diese Bauart kennen Sie möglicherweise als Stielstaubsauger, Stabstaubsauger oder Standstaubsauger. Zum Teil wird sie auch als Handstaubsauger vermarktet, da sich einige AusfĂŒhrungen mittels aufsteckbaren Teleskopgriffen und BodendĂŒse bei Bedarf umbauen lassen. Folglich gewinnen Sie mit dem Kauf eines 2-in-1-GerĂ€ts an FlexibilitĂ€t.

Stielstaubsauger sind eine GerĂ€teeinheit: Saugrohr und Griff sind miteinander kombiniert, der Korpus befindet sich je nach Bauweise in der NĂ€he des Griffteils oder der DĂŒse. Die Konstruktion Ă€hnelt einem Besen oder einem Wischmopp; das Saugen findet somit ganz bequem und vor allem rĂŒckenschonend im Stehen statt. Die meisten dieser GerĂ€te werden mit einem Akku betrieben, ein geringer Teil ist allerdings kabelgebunden. Die Staubbox ist kleiner als bei den Bodenstaubsaugern; die Saugkraft und die Tiefenreinigung sind ebenfalls schwĂ€cher. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise eignen sich Stielstaubsauger gut fĂŒr die Bodenreinigung kleiner Wohnungen mit wenig Stauraum sowie die schnelle Reinigung zwischendurch. Sie sind also der Mittelweg zwischen Boden- und Handstaubsaugern.

Vorteile
  • RĂŒckenschonend
  • Zumeist uneingeschrĂ€nkter Aktionsradius
  • Platzsparend
  • Mitunter in Handstaubsauger umwandelbar

Nachteile
  • Kleine Staubbox
  • MittelmĂ€ĂŸige Saugkraft
  • Schwache Tiefenreinigung

Lohnt sich ein Akkusauger?

Akkusauger sind entweder Handstaubsauger, Stilstaubsauger oder eine Kombination beider Arten. Wer also den Kauf einer dieser GerĂ€te erwĂ€gt, ist mit einem Akkusauger gut beraten. Achten Sie aber auf die Akkulaufzeit. Bei voller Saugkraft ist der Akku schnell aufgebraucht; die meisten Modelle schaffen keine Viertelstunde. FĂŒr kleine FlĂ€chen und leicht verschmutze UntergrĂŒnde, die nicht die höchste Leistung erfordern, genĂŒgt ein Akkusauger allerdings. Beachten Sie auch die Aufladezeit. WĂ€hrend ein Staubsauger mit Kabel im Vergleich sofort funktionstĂŒchtig ist, muss der Akku eines Akkusaugers mitunter erst aufgeladen werden. Falls Sie Wert auf völlige Bewegungsfreiheit legen und nur kleine FlĂ€chen saugen mĂŒssen, ist ein Akkusauger dennoch die richtige Wahl.

Die bekanntesten Hersteller:

AEG, Bosch, Cleanmaxx, Dirt Devil, Dyson, Holife, Homeline, Hoover, Miele, Philips, Rowenta

Worauf Sie beim Kauf achten mĂŒssen

Beim Kauf eines beutellosen Staubsaugers gibt es einige Aspekte zu beachten. Faktoren wie die WohnflĂ€che, die Personenanzahl im Haushalt sowie etwaige Allergien beeinflussen die Wahl. Ein großer, unhandlicher Bodenstaubsauger kann in einer kleinen und verwinkelten Wohnung nicht alle Ecken erreichen; ein kleiner Staubsauger ist in einer großen Wohnung beziehungsweise in einem Haus dagegen weder zeit- noch energieeffizient.

Das Filtersystem

Entscheidend fĂŒr eine effiziente Reinigung ist ein gutes Filtersystem. Dieses wirkt sich darauf aus, von wie viel Feinstaub Sie Ihrer Wohnung befreien können. Das System mit der höchsten Filterleistung fĂŒr Staubsauger ist der HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air Filter). Ein beutelloser Staubsauger mit HEPA-Filter ist besonders wichtig fĂŒr Allergiker. Da dieser Schwebstofffilter auf Partikel mit weniger als einem Mikrometer Durchmesser spezialisiert ist, filtert er Bakterien, Viren, Milbeneier und -kot, Aerosole, Rauchpartikel sowie Pollen aus der Abluft. Die zwei Filterklassen der HEPA-Filter sind zum einen H13 mit 99,95 Prozent Abscheidegrad und zum anderen H14 mit 99,995 Abscheidegrad. Mikrofilter aus Vlies sind gröber gekörnt als HEPA-Filter und lassen somit mehr Staub hindurch. Sofern Sie aber kein Allergiker sind oder mit einem Allergiker zusammenleben, genĂŒgt in der Regel ein Mikrofilter.

Die Leistung

Um den Stromverbrauch in Privathaushalten zu reduzieren, wurde die sogenannte EU-Ökodesign-Richtlinie eingefĂŒhrt. Seit Herbst 2017 dĂŒrfen Staubsauger maximal 900 Watt verbrauchen. Somit hat die Anzahl an Watt, jahrelang eines der wichtigsten Kaufkriterien, durch diese Regelung an Aussagekraft verloren. Achten Sie bei Ihrem Wunschmodell vielmehr auf die verwendete Technologie anstelle der angegebenen Watt, denn diese entscheidet darĂŒber, wie gut die Leistung des beutellosen Staubsaugers letztendlich ist. Wenn das VerhĂ€ltnis zwischen dem Filtersystem, dem Aufbau der DĂŒsen und dem Saugrohr passt, stehen GerĂ€te mit weniger als 900 Watt den Ă€lteren Modellen mit mehr als 2.000 Watt bezĂŒglich Saugleistung in nichts nach.

Was sagt das EU-Energielabel aus?

Im September 2014 wurde ebenfalls das sogenannte Energielabel fĂŒr Staubsauger eingefĂŒhrt. Das bunte Balkendiagramm zeigte, wie energieeffizient der jeweilige Staubsauger war. Gemessen wurden die Energieeffizienz, der Stromverbrauch, der Staubemissionsklasse, die Teppich- und Hartbodenreinigungsklasse sowie die LautstĂ€rke. Allerdings wurde dieses Label Anfang 2019 abgeschafft. Der Grund ist ein Urteil des EU-Gerichts in Luxemburg zum sogenannten Dyson-Prozess. Der Hersteller kritisierte, dass die Effizienz nur mit leeren StaubbehĂ€ltern gemessen wurden und somit nicht den Alltag reflektierte. Schließlich steigt der Stromverbrauch mit einem gefĂŒllten Beutel. Aufgrund dieses Beschlusses sollte sich der Kunde beim Kauf nicht nach dem Energielabel richten, wenngleich sich die Angaben bei Modellen, die vor 2019 erschienen sind, finden lassen.

Das Gewicht

Staubsauger können je nach Modell bis zu zehn Kilogramm schwer sein. Ein solches Gewicht schrĂ€nkt die Handhabung stark ein, besonders bei Nutzern mit einer weniger guten Konstitution. Wer mehrere Stockwerke saugen muss oder eine hohe FlexibilitĂ€t benötigt, sollte sich nach einem leichteren GerĂ€t umschauen. Es gibt auch Bodenstaubsauger ohne Beutel, die weniger als fĂŒnf Kilogramm wiegen, etwa den Philips FC9332/09 mit 4,5 Kilogramm. Das Gewicht wirkt sich allerdings nicht auf die Saugwirkung aus. Sie können also unabhĂ€ngig vom Gewicht ein GerĂ€t suchen, das Ihren Anforderungen entspricht.

Die GrĂ¶ĂŸe des StaubbehĂ€lters

Achten Sie beim StaubbehĂ€lter auf das Fassungsvermögen und die Handhabung. Das Fassungsvermögen des AuffangbehĂ€lters betrĂ€gt bei den meisten Bodenstaubsaugern ohne Beutel zwischen 1,5 und 4 Litern; Hand- und Stielstaubsauger hingegen besitzen im Vergleich einen kleineren BehĂ€lter. Je grĂ¶ĂŸer Ihr Haushalt ist, desto sinnvoller ist ein hohes Volumen. Diese Modelle sind jedoch schwerer als beutellose Staubsauger mit kleinerem StaubbehĂ€lter. Wer ein leichtes Modell benötigt, etwa aufgrund seiner Konstitution oder weil er mehrere Etagen zu saugen hat, sollte zu einem Staubsauger mit geringem Fassungsvermögen greifen. Es nĂŒtzt Ihnen nichts, einen Staubsauger mit großem StaubbehĂ€lter zu kaufen, wenn Sie diesen nicht verwenden können.

Die WohnflÀche und der Aktionsradius

Die zu reinigende WohnflĂ€che und die damit verbundenen Anforderungen beeinflussen Ihre Staubsaugerwahl maßgeblich: je nachdem, ob Sie in einer kleinen oder großen Wohnung beziehungsweise in einem mehrstöckigen GebĂ€ude leben.

Wohnen Sie allein oder zu zweit in einer kleinen Wohnung, genĂŒgt zumeist ein einfacher und kompakter Monozyklon-Sauger mit einer 1,5-Liter-Staubbox. In kleinen Wohnungen ist meistens nur eine Art von Bodenbelag verlegt. Deshalb benötigen Sie kein GerĂ€t, das auf verschiedenen UntergrĂŒnden, etwa Hartböden und Teppich, eine identisch starke Saugleistung erbringt. Ein KombigerĂ€t, das Sie als Stiel- oder Handstaubsauger verwenden können, reicht vollkommen aus. Der Preis dieser beutellosen Staubsauger beginnt ab 50 Euro.

FĂŒr Familien oder Mehrpersonenhaushalte im Allgemeinen eignen sich beutellose Bodenstaubsauger besser als Stiel- oder Handstaubsauger. Mit der hohen, meist regulierbaren Saugkraft und dem vielfĂ€ltigen Zubehör an DĂŒsen und BĂŒrsten können Sie sowohl Polsterfugen als auch Textilien reinigen und diese beispielsweise von Tierhaaren befreien. Hat der StaubbehĂ€lter ein Fassungsvermögen von mindestens zwei Litern, ersparen Sie sich das hĂ€ufige Entleeren. FĂŒr einen möglichst hohen Aktionsradius sollte das Kabel mindestens zehn Meter lang sein. Einen Monozyklon-Staubsauger fĂŒr pflegeleichte UntergrĂŒnde bekommen Sie schon fĂŒr einen Preis von 60 Euro; sollte Ihre Wohnung aber unterschiedliche, teils anspruchsvolle UntergrĂŒnde besitzen, ist ein Multizyklon-Staubsauger ab 100 Euro die bessere Wahl. Letzterer bietet die stĂ€rkste Saugleistung, sodass er jegliche Boden-Arten, seien es Teppich oder unterschiedliche Hartböden, von grobem und feinem Schmutz befreit.

Falls Sie ein Haus oder eine Wohnung mit mehreren Etagen besitzen, sollte der Staubsauger möglichst leicht sein; Boden- oder Stielsauger eignen sich gut hierfĂŒr. WĂ€gen Sie ab, welches der beiden Modelle eher Ihren Anforderungen entspricht.

Wie laut darf der beutellose Staubsauger sein?

Die EU-Regelung von September 2017 begrenzte die maximale LautstÀrke eines Staubsaugers auf 80 Dezibel. Zum Vergleich: Ein normales GesprÀch weist eine LautstÀrke von 65 Dezibel auf, eine Waschmaschine erreicht beim Schleudern eine LautstÀrke von 75 Dezibel und 80 Dezibel entsprechen einem Klavierspiel oder StreitgesprÀch. Die meisten beutellosen Staubsauger messen zwischen 60 und 80 Dezibel. Es gibt aber auch besonders leise Modelle mit einer LautstÀrke von weniger als 60 Dezibel. Diese sind besonders empfehlenswert, wenn Sie mit Kindern oder Tieren leben.

So pflegen Sie beutellose Staubsauger

Damit Sie lange Freude an Ihrem beutellosen Staubsauger haben, mĂŒssen Sie ihn richtig pflegen. Bei einem Staubsauger mit Beutel muss der Nutzer den vollen entnehmen und durch einen leeren ersetzen. Bei einem beutellosen Staubsauger ist das Prozedere etwas aufwendiger.

Die richtige Entleerung

Entleeren Sie den BehĂ€lter spĂ€testens dann, wenn die FĂŒllung bis zur Trennscheibe des FiltergehĂ€uses reicht. Lösen Sie als nĂ€chstes die Verriegelung und öffnen Sie den Deckel. Wenn der Schmutz hierbei schon ĂŒber den Rand tritt, mĂŒssen Sie die Staubbox sofort entleeren, da andernfalls die Saugkraft nachlĂ€sst. Als nĂ€chstes heben Sie den AuffangbehĂ€lter inklusive FiltergehĂ€use aus dem Staubsauger und halten ihn möglichst gerade. Schmutzpartikel sollen nicht herausfallen. Bestenfalls haben Sie die MĂŒlltonne bereits geöffnet, sodass Sie das FiltergehĂ€use vorsichtig entfernen und die Schmutzteile problemlos in den MĂŒllbeutel entleeren können.

Übrige Staubflusen entfernen Sie leicht mit einer BĂŒrste, feine Partikel klopfen Sie am Rand des MĂŒlleimers aus. WĂ€hrend Sie den Inhalt des SchmutzfangbehĂ€lters leicht ausklopfen können, lohnt es sich bei einer großen Menge Feinstaub, die MĂŒlltĂŒte ĂŒber den BehĂ€lter zu stĂŒlpen, um Schmutzwolken zu vermeiden. Falls Sie eine Schmutzschicht am Boden des SammelbehĂ€lters entfernen mĂŒssen, nehmen Sie ein Werkzeug und lockern diese Schicht sanft auf; dann lĂ€sst sie sich auch entfernen.

Die richtige Reinigung

Eine regelmĂ€ĂŸige Reinigung sorgt dafĂŒr, dass der beutellose Staubsauger nicht an Leistung verliert. WĂ€hrend Sie beim StaubbehĂ€lter leicht erkennen, wann er zu leeren ist, mĂŒssen Sie den Filter sorgfĂ€ltig prĂŒfen. Staub im Filter schrĂ€nkt die Saugkraft stark ein. SpĂŒlen Sie deshalb den entleerten BehĂ€lter vollstĂ€ndig mit Wasser aus und lassen ihn 24 Stunden lang bei Zimmertemperatur trocknen. Kontrollieren Sie den Filter im Idealfall bei jeder Entleerung. SpĂ€testens vier Wochen nach der letzten Reinigung sollten Sie aber die nĂ€chste durchfĂŒhren.

FĂŒr eine grĂŒndliche Reinigung von GerĂ€t und Rohren empfiehlt es sich, den Staubsauger mit Ausnahme des Motors auseinanderzubauen. Das ist insbesondere dann nötig, wenn der Staubsauger ohne Beutel trotz gereinigtem Filter nicht die volle Leistung aufbringt; es könnte in dem Fall an grĂ¶ĂŸeren Partikeln im Saugrohr liegen. Halten Sie das Rohr gegen das Licht, können Sie womöglich grĂ¶ĂŸere Verunreinigungen erkennen. Diese schĂŒtteln Sie einfach aus dem Rohr. Mit einem Besenstil können Sie den Schmutz im Rohr sowie im Inneren des Saugschlauchs lösen. Den Schlauch sollten Sie aber nicht nass reinigen, da er sich von innen nur schwer trocknen lĂ€sst. Die BodendĂŒsen reinigen Sie am besten mit einer BĂŒrste oder einem Kamm. Eine TierhaarbĂŒrste funktioniert ebenfalls sehr gut. Sollten Sie einen Einfachzyklon-Staubsauger mit Papierzentralfilter besitzen, reinigen Sie diesen ebenfalls regelmĂ€ĂŸig.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von beutellosen Staubsaugern. Wir haben die vorgestellten beutellosen Staubsauger nicht getestet.

Die Stiftung Warentest fĂŒhrt regelmĂ€ĂŸig Staubsauger-Tests durch, zum Teil mehrmals im Jahr. Ein Teil dieser Produkte sind beutellose Modelle. In den beiden TestdurchlĂ€ufen von 2018 und 2020 wurden insgesamt 15 beutellose Staubsauger getestet. Zu den Testkriterien aller Staubsauger-Modelle zĂ€hlen unter anderem das Saugen, die Handhabung, die Umwelteigenschaften sowie das Vorhandensein von Schadstoffen.

Das Ranking der neun 2018 getesteten GerĂ€te ohne Beutel fĂŒhrte der BGS5BL432 von Bosch an, der die Note „gut“ (2,0) erhielt. Der Testsieger ĂŒberzeugte insbesondere mit seinen Umwelteigenschaften und seiner Haltbarkeit sowie in puncto Schadstoffe, jedoch war er nicht so gut in der Handhabung. Der Zweite im Test war der SKCP3 Blizzard CX1 Excellence von Miele, der ebenfalls mit „gut“ (2,1) bewertet wurde. Genau wie der Erstplatzierte punktete der zweitbeste Testkandidat vor allem in den Testkategorien Umwelteigenschaften, Haltbarkeit und Vorhandensein von Schadstoffen. Mit dem Testurteil 2,3 belegte der MY 7116.142 von Severin den dritten Platz; seine große StĂ€rke war seine Haltbarkeit, hinsichtlich der Handhabung schwĂ€chelte er jedoch ein wenig. Schlusslicht war der CY27 Dyson Ball von Dyson, der nicht ĂŒber die Gesamtnote „befriedigend“ hinauskam. Er schnitt in den Testkategorien Saugleistung und Haltbarkeit am schwĂ€chsten ab.

Im Jahr 2020 testete die Stiftung Warentest sechs beutellose Staubsauger. Auch in diesem Test erzielten die Produkte von Bosch gute Ergebnisse: Testsieger war der BGS5FMLY2Relaxx’x mit der Note „gut“ (2,2). Den zweiten Platz im Test erreichte der SKCG3 Blizzard CX1 Efficiency EcoLine von Miele, ebenfalls mit der Note „gut“ (2,2). Beide GerĂ€te punkteten mit einer sehr guten Haltbarkeit, Sicherheit und mangelnden Schadstoffen, wĂ€hrend die Handhabung den Testern zufolge nur befriedigend war. Von den sechs beutellosen Staubsaugern, mit denen sich die Tester beschĂ€ftigt hatten, gehörten drei Produkte dem Hersteller Miele an; den dritten Platz erlangte der SKCP3 Blizzard CX1 Electro EcoLine mit der Note „befriedigend“(2,6), wĂ€hrend der letzte Platz vom SKCP3 Blizzard CX1 Electro EcoLine mit ElektrobĂŒrste EB03 beansprucht wurde. Letzteres Produkt erreichte die Gesamtnote „ausreichend“ (4,1), da dieser Staubsauger im Test insbesondere beim Saugen schwĂ€chelte. Die ĂŒbrigen beiden PlĂ€tze belegten der DD2425-3 Rebel35 PET von Dirt Devil und der VCC 6670 A Cyclonic von Grundig mit befriedigenden Testurteilen von 2,8 und 2,9. Beide Produkte zeichneten sich durch eine sehr gute Haltbarkeit aus, jedoch nur bei mittelmĂ€ĂŸiger Handhabung und Saugkraft.

Das insgesamt gĂŒnstigste Modell in den Tests der Jahre 2018 und 2020 war der DD 2224 von Dirt Devil, dessen mittlerer Online-Preis nur 96,00 Euro betrug. Zum Vergleich: Der Letztplatzierte im Test des Jahres 2020, welches das schlechteste Gesamtergebnis von allen getesteten Produkten beider Jahre erzielte, kostete in Online-Shops durchschnittlich 590,00 Euro. Auch bei Staubsaugern ohne Beuteln gilt also, dass die QualitĂ€t nicht immer am Preis ablesbar ist.