Ergometer

Die 7 besten Ergometer im Vergleich

Hersteller
Charakteristika
Maße
Gewicht
Belastbarkeit maximal
Transportrollen
Einklappbar
RĂŒckenlehne
Ergonomischer Sattel
LCD
Training
Anzahl Trainingsprogramme
Schwungmasse
Kalorienverbrauch
Trittfrequenzmessung
Distanzmessung
Pulsmessung
Anzahl Widerstandsstufen
Fußlaschen verstellbar
Rutschfester PedalenĂŒberzug
GerÀuscharm
Vorteile

Ergometer-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Ergometer simulieren den Bewegungsablauf beim Fahrradfahren.
  • Neben dem klassischen Fahrradergometer gibt es auch rĂŒckenschonende Liegeergometer, professionelle Spinning-Bikes, Ruderergometer zum Indoor-Rowing und klappbare Modelle.
  • Die GerĂ€te kommen nicht nur im privaten, sondern auch im medizinischen Bereich zum Einsatz, etwa zur Leistungsdiagnostik oder Rehabilitation.
  • Ob Senior, Sporteinsteiger oder Wettkampfathlet, mit einem Ergometer kann jeder wetterunabhĂ€ngig, gelenkschonend und messbar seine Fitness steigern.
  • Neben dem Puls messen und speichern Ergometer unter anderem die Geschwindigkeit, die zurĂŒckgelegte Distanz und den Kalorienverbrauch.

Das Trainingsfahrrad fĂŒr das Wohnzimmer

Sie haben sich nach einer lĂ€ngeren Sportpause dazu entschlossen, wieder ins Training einzusteigen und Ihre Ausdauer in Gang zu bringen? Beim Blick auf die Waage stellen Sie erschrocken fest, dass sich die untĂ€tigen Wochen mit der Zeit bemerkbar gemacht haben? Oder sind Sie vielleicht beruflich oder familiĂ€r so eingespannt, dass Sie nicht viel Zeit in einen Sportverein oder ein Fitnessstudio investieren können? Um die Gesundheit des Körpers aufrechtzuerhalten, ist eine regelmĂ€ĂŸige sportliche BetĂ€tigung unerlĂ€sslich. Fahrradfahren gilt gemeinhin als eine der gesĂŒndesten und gelenkschonendsten Sportarten. Doch nicht bei jedem Wetter kann man Fahrrad fahren. Manche Radfahrer haben zudem nicht die Möglichkeit, auf einer geeigneten Strecke zu fahren. Abhilfe schafft ein Ergometer, auch als Fahrradergometer, Indoor-Fahrrad oder Fitnessbike gelĂ€ufig, das Ă€hnlich wie ein Fahrrad aufgebaut, allerdings fĂŒr den Indoor-Bereich konzipiert ist. Mit dieser wetterunabhĂ€ngigen Alternative zum Radfahren verliert auch die gern genutzte Ausrede des Regenwetters ihre GĂŒltigkeit.

Fitter, schlanker, gesĂŒnder: Die Trainingsziele

Sei es der gezielte Fettabbau, ein sportlicher Ausgleich zum Alltag oder ein fittes Herz-Kreislauf-System – mit einem Ergometer können Nutzer je nach persönlicher Kondition und Zielsetzung auf verschiedenen Trainingslevels beginnen. Da es ein intensives Training bietet, das sich individuell einstellen, steigern und messen lĂ€sst, eignet sich ein Indoor-Fahrrad ideal als SportgerĂ€t fĂŒr AnfĂ€nger, Wiedereinsteiger und Fitnessbegeisterte. Bereits 30 Minuten an drei Tagen der Woche reichen aus, um den Kreislauf in Schwung zu bringen, den Stoffwechsel anzuregen, die Muskulatur zu stĂ€rken und die Ausdauer zu optimieren. Das regelmĂ€ĂŸige Training krĂ€ftigt die Herzmuskulatur, wodurch das Schlagvolumen und damit auch die Sauerstoffaufnahme steigen. Im gleichen Zug sinkt der Ruhepuls und der Blutdruck stabilisiert sich. Ein weiterer Bonus: Durch das Cardio-Training erhöhen Sportler ihre LungenkapazitĂ€t. Das kommt insbesondere Asthmatikern zugute.

Die körperliche Bewegung fĂŒhrt zu mehr VitalitĂ€t, einer höheren LeistungsfĂ€higkeit, einem besseren Körperbewusstsein und einem gestĂ€rkten Immunsystem. Da man mit dem Ergometer hauptsĂ€chlich die Beine beansprucht, ist der Kalorienverbrauch zwar geringer als bei anderen Ausdauersportarten wie etwa beim Joggen, fleißige Strampler verbrauchen jedoch bis zu 500 Kalorien pro Stunde. Durch das Ankurbeln des Stoffwechsels werden die Kalorien besser und schneller verbrannt, sodass die ĂŒberschĂŒssigen Pfunde rasch purzeln. Die schonende Mobilisierung der Knie- und HĂŒftgelenke hilft außerdem dabei, nach einem stressigen Tag abzuschalten. Somit wirkt sich die Nutzung positiv auf Körper und Geist aus.

Messbar besser trainieren: Die Vorteile von Ergometern

UnabhĂ€ngig vom Alter, Fitnesslevel und Trainingsziel bieten Ergometer im Vergleich zu gewöhnlichen FahrrĂ€dern, aber auch LaufbĂ€ndern und anderen SportgerĂ€ten fĂŒr das Cardio-Training zahlreiche Vorteile. Das Training auf einem Fahrradergometer ist eine einfache, komfortable und gelenkschonende Methode, die tĂ€gliche beziehungsweise wöchentliche Fitnesseinheit zu absolvieren. Dank der zahlreichen Programme und der einstellbaren Widerstandsgrade bestimmen Nutzer ihr Training ganz individuell und beugen einer Überbelastung vor. Dadurch wird unter anderem AnfĂ€ngern ein sanfter Einstieg ermöglicht.

Profisportler, Senioren und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen profitieren von der permanenten Kontrollmöglichkeit. Mit einer Leistungsanzeige, die den Puls, den Kalorienverbrauch und die bewĂ€ltigte Distanz misst, können Nutzer genau ĂŒberprĂŒfen, wie fit ihr Körper ist. Gleichzeitig ermöglichen es Indoor-Bikes, Ziele zu setzen, was die Motivation steigert. DafĂŒr sind Interessierte, die nicht den Luxus eines rund um die Uhr zur VerfĂŒgung stehenden Fitnessstudios haben, nicht einmal auf die Öffnungszeiten angewiesen, denn die Unterbringung eines Ergometers ist aufgrund seines begrenzten Platzanspruchs in den eigenen vier WĂ€nden möglich. Somit ist ein Fahrradergometer immer verfĂŒgbar. WĂ€hrend des Trainings ist es sogar möglich, Musik zu hören oder einen Film zu schauen.

Zwar sparen sich Nutzer die GebĂŒhr fĂŒr das Fitnessstudio, die Anschaffung eines Fitnessbikes ist jedoch zumindest einmalig mit einem höheren Kostenaufwand verbunden. Das Training ist zudem kein Ganzkörper-Workout, sondern beansprucht hauptsĂ€chlich die Bein- und Pomuskulatur. Dadurch, dass es im Sitzen ausgefĂŒhrt wird, ist es vergleichsweise einseitig und fĂŒr Menschen, die vorrangig am Schreibtisch arbeiten, kein adĂ€quater Ausgleich. Gleichwohl ĂŒberwiegen deutlich die Vorteile, wie es die nachfolgende Tabelle veranschaulicht:

Vorteile
  • KrĂ€ftigung der Muskeln
  • StĂ€rkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Steigerung der Ausdauer
  • Gelenkschonend
  • Kontrollmöglichkeiten der Körperleistung
  • Verschiedene Trainingsprogramme
  • WetterunabhĂ€ngig nutzbar
  • Jederzeit verfĂŒgbar
  • Geringer Platzbedarf
Nachteile
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Unausgewogenes Training, da immer die gleichen Muskelgruppen trainiert werden

Die Typen - Sitzend, liegend oder rudernd

Ergometer gibt es in zahlreichen AusfĂŒhrungen. Interessierte sollten zunĂ€chst ĂŒberlegen, ob fĂŒr sie ein klassisches Fahrradergometer oder vielleicht doch eher ein Liegeergometer, ein Spinning-Bike oder ein Ruderergometer infrage kommt. Vorab gilt es außerdem zu klĂ€ren, worin sich ein Ergometer von einem Heimtrainer unterscheidet.

Der Unterschied zwischen einem Ergometer und einem Heimtrainer

Die Begriffe Ergometer und Heimtrainer werden zwar gern als Synonyme verwendet, zwischen den GerĂ€ten gibt es jedoch den ein oder anderen Unterschied – insbesondere in der Technik. Anders als ein Heimtrainer, der mit Batterien betrieben wird, verfĂŒgt ein Ergometer ĂŒber einen Stromanschluss. So erbringt ein Ergometer beispielsweise mehr Leistung (ab 250 Watt) als ein Heimtrainer, der in der Regel nicht mehr als 140 Watt aufbringt. Entsprechend ist die Widerstandsleistung bei einem Ergometer wattgenau und somit Ă€ußerst exakt einstellbar, bei einem Heimtrainer jedoch nicht; dort ist die Einstellung fĂŒr gewöhnlich manuell vorzunehmen. Im Gegensatz zu Ergometern erlauben Heimtrainer außerdem keine Leistungsmessung, was ihren Anwendungsbereich erheblich einschrĂ€nkt. Wer seine Fitness sehr gezielt verbessern möchte, ist mit einem Ergometer besser bedient. Auch der Gesetzgeber zieht eine klare Trennlinie: WĂ€hrend ein Ergometer die europĂ€ische Norm EN 957-1 aufweisen muss, ist das bei einem Heimtrainer nicht erforderlich.

FĂŒr jeden das passende Modell

Auf einem klassischen Ergometer fĂŒhlen sich Nutzer beinahe wie auf einem Fahrrad: Sie sitzen auf einem Sattel, greifen den Lenker und treten in die Pedale. Deshalb ist das Fahrradergometer besonders fĂŒr Radsportbegeisterte zu empfehlen. Daneben gibt es aber noch weitere Ergometertypen, die sich fĂŒr verschiedene Nutzergruppen eigen:

Das Liegeergometer: Die erste Wahl bei RĂŒckenproblemen

Beim Liegeergometer oder auch Recumbent-Ergometer befindet sich der Trainierende in einer halbliegenden Position, die sich stĂŒtzend auf den RĂŒcken auswirkt. Anstatt eines Sattels verfĂŒgt es ĂŒber einen Schalensitz. Die Halterungen fĂŒr die HĂ€nde sind jeweils links und rechts neben dem Sitz angebracht. Dank des schonenden Bewegungsablaufs werden RĂŒcken und Lendenbereich weniger belastet, wĂ€hrend die HĂŒfte mobilisiert wird.

Durch den nach hinten verlagerten Sitz und die RĂŒckenlehne eignen sich Liegeergometer fĂŒr jeden, der Probleme mit der WirbelsĂ€ule oder Beschwerden im Lendenwirbelbereich hat. Diese sichere, bequeme Haltung ist die beste Wahl fĂŒr Senioren, die auch im Alter weiterhin fit bleiben wollen. Dank der Entlastung der WirbelsĂ€ule kommt das Recumbent-Bike vor allem im Reha-Bereich zum Einsatz. Das Liege-Bike eignet sich aber nicht nur fĂŒr Menschen mit RĂŒcken- oder Gewichtsproblemen, sondern fĂŒr jeden, der eine bequeme Liege-Position bevorzugt. Das Training darf jedoch nicht unterschĂ€tzt werden, denn hier wird die Bein- und GesĂ€ĂŸmuskulatur sogar noch stĂ€rker beansprucht als bei einem gewöhnlichen Ergometer.

Das Spinning-Bike: Profimodelle fĂŒr anspruchsvolle Radler

Das sogenannte Spinning-Bike, auch Racer-Bike oder Indoor-Cycling-Bike genannt, ist in seiner Form dem Rennrad nachempfunden und vor allem aus dem Fitnessstudio bekannt. Inzwischen kommt es aber auch im privaten Bereich zum Einsatz. Durch die besonders große (65 Zentimeter Durchmesser) und schwere Schwungmasse (18 bis 25 Kilogramm), die ein grĂ¶ĂŸeres TrĂ€gheitsmoment aufweist, ist das Training mit einem erheblichen Kraftaufwand verbunden. Im Vergleich zu einem klassischen Ergometer ist das Spinning-Bike darauf ausgerichtet, in einer sportlichen Sitzhaltung viel Kraft in die Pedale zu geben. Dadurch erzeugt es ein sehr realistisches FahrgefĂŒhl mit hohen Beschleunigungen. Ein Freilauf (der Nutzer tritt nicht mehr in die Pedale, sodass diese stehen bleiben) ist hier aber nicht möglich. Das bedeutet, die Pedale bewegen sich so lange, wie sich auch die Schwungmasse dreht. FĂŒr ein Plus an Sicherheit sind Spinning-FahrrĂ€der mit einer Notbremse ausgestattet.

Insbesondere ambitionierte Radfahrer und Fitnessbegeisterte, die sich intensive Fatburner- und Intervall-Trainingseinheiten wĂŒnschen, kommen mit Spinning-Bikes auf ihre Kosten. DarĂŒber hinaus eignen sich die HochleistungsrĂ€der auch als wirksame TrainingsgerĂ€te fĂŒr das Herz-Kreislauf-System.

Das Ruderergometer: Wassersport im Trockenen

Mithilfe eines Ruderergometers simulieren Trainerende die BewegungsablĂ€ufe eines Ruderbootes, auch Indoor-Rowing genannt, um ihre körperliche Leistung zu messen und zu optimieren. Man unterscheidet grundsĂ€tzlich zwischen einem Magnet-, Wind- und Wasserantrieb, wobei letzterer die BewegungsablĂ€ufe beim Rudern in einem Boot am besten wiederspiegelt. Die FĂŒĂŸe werden auf den Stemmbrettern positioniert. FĂŒr ein effektives Training bedarf es nicht nur einer idealen Sitzposition, sondern auch einer guten Kraftverteilung zwischen Armen und Beinen. Hier kommt es auf kraftvolle, aber zugleich ruhige, gleichmĂ€ĂŸige Bewegungen an.

Das FitnessgerĂ€t eignet sich auch fĂŒr das Konditionstraining, die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems und die gleichmĂ€ĂŸige, gelenkschonende StĂ€rkung der Schulter-, Arm- und RĂŒckenmuskulatur. Ruderergometer kommen auch hĂ€ufig in Cross-fit- und Functional-Training-Kursen fĂŒr ein Ganzkörper-Workout zum Einsatz. Ein weiterer Pluspunkt: Das Training mit dem Ruderergometer optimiert die Haltung, da es die StĂŒtzmuskeln der WirbelsĂ€ule krĂ€ftigt.

Das klappbare Ergometer: Ideal bei Platzmangel

Wer keinen Platz in der Wohnung hat, greift zu einem klappbaren Ergometer, aufgrund seiner Konstruktion auch als X-Bike gelĂ€ufig. FĂŒr gewöhnlich sind die faltbaren GerĂ€te nur halb so schwer wie ein konventionelles Ergometer; sie wiegen zwischen 14 und 18 Kilogramm. Zwar verfĂŒgen sie nicht ĂŒber einen Freilauf, durch ihre leichtere Schwungmasse macht sich dieses Defizit aber nicht weiter bemerkbar. Sie lassen sich ĂŒber ein Gelenk in der Mitte mĂŒhelos zusammenklappen und entsprechend platzsparend in einer freien Zimmernische unterbringen. Beispielsweise sind sie in einer Abstellkammer verstaubar. So sind sie immer griffbereit, ohne im Weg zu stehen.

Der Nachteil: Ein spezifisches Training ist hiermit nicht möglich, denn integrierte Programme besitzen Ergometer mit Klappfunktion nicht. Wer also ein intensives Rad- oder Krafttraining absolvieren möchte, ist mit einem klappbaren Modell nicht gut beraten. Auch fĂŒr Menschen mit EinschrĂ€nkungen in ihrer Beweglichkeit sind diese GerĂ€te nicht die beste Wahl, da der Einstieg durch den Klappmechanismus in der Mitte des Rahmens hoch ausfĂ€llt und die Sattelhöhe nur bedingt verstellbar ist. Sehr große, schwere Personen sollten in der Produktbeschreibung darauf achten, dass das Ergometer auf ihr Nutzergewicht zugelassen ist. Viele klappbare Modelle können nĂ€mlich lediglich ein Maximalgewicht zwischen 100 und 110 Kilogramm tragen.

Das Handergometer: Arm- statt Beintraining

Diese besonders kleinen Varianten kommen hauptsĂ€chlich fĂŒr therapeutische Zwecke, etwa fĂŒr Patienten, Senioren oder Menschen mit Behinderung, zum Einsatz, um die Arm- und Schultermuskulatur aufzubauen. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Ergometern steht hier nicht das Ausdauertraining im Fokus, stattdessen wird mit den Armen getreten.

Aufbau und Funktionsweise

Ein „Ergometer“ ist im eigentlichen Sinne des Wortes ein MessgerĂ€t fĂŒr körperliche Leistung („Ergo“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Arbeit“). Im Handel ist ein Ergometer allerdings vor allem als AusdauergerĂ€t fĂŒr das Heimtraining bekannt, das die LeistungsfĂ€higkeit des Sportlers misst. Der Bewegungsablauf des Indoor-Bikes gleicht dem Fahrradfahren: Nutzer bewegen im Sitzen die Beine auf einer Pedalvorrichtung und halten dabei zwei Griffe fest, die das Pendant der Lenkergriffe eines Fahrrads darstellen. Auch in seiner Bauweise erinnert das Fitnessbike an ein Fahrrad – mit dem entscheidenden Unterschied, dass es stationĂ€r ist, sich also nicht von der Stelle bewegt. Anstelle der Fahrradreifen besitzen sie StandfĂŒĂŸe. Wer aufrecht sitzend trainiert, kann sich mit seinen HĂ€nden an den vorderen Griffen festhalten. Ebenso ist es möglich, sich wie auf einem Rennrad nach vorn zu beugen, sodass die Unterarme auf den ArmstĂŒtzen aufliegen. Neben einem Bremssystem haben sie einen Bordcomputer, der alle Messdaten erfasst. Die sogenannte Ergometrie erfolgt durch Sensoren, die etwa die Pedaldrehzahl oder den Puls messen. Der Computer errechnet daraus Trainingswerte wie die durchschnittliche Herzfrequenz oder die verbrauchte Energie.

Die Schwungmasse: Ausschlaggebend fĂŒr einen runden Lauf

Das HerzstĂŒck eines Ergometers ist die sogenannte Schwungmasse, auch als Schwungrad oder Schwungscheibe gelĂ€ufig. Durch einen Keilriemen ist die Schwungmasse mit Tretlager und Pedalen verbunden, was in ihrer Gesamtheit das Antriebssystem eines Indoor-Fahrrads bildet.

Die Funktion der Schwungscheibe besteht darin, fĂŒr einen gleichmĂ€ĂŸigen Bewegungsablauf zu sorgen; es entsteht ein Rundlauf beziehungsweise eine Laufruhe. GrundsĂ€tzlich gilt: Je höher die Schwungmasse, desto runder, also fließender und natĂŒrlicher, die Bewegungen. Das heißt, das Gewicht und die GrĂ¶ĂŸe des Schwungrads sind relevant fĂŒr das FahrgefĂŒhl. Bei einer zu kleinen Schwungmasse erschwert die eher unrunde Bewegung das Treten. Zwar reicht ein Schwunggewicht von fĂŒnf Kilogramm prinzipiell aus, empfehlenswert sind jedoch mindestens acht Kilogramm. Große Schwungscheiben (zwischen 50 und 60 Zentimetern) weisen sogar ein Gewicht zwischen 15 und 30 Kilogramm auf.

Das Bremssystem: FĂŒr Berg- und Talfahrten

Die Schwungmasse ist mit einem Bremsmechanismus ausgestattet, der nicht nur fĂŒr einen ruckelfreien Lauf sorgt, sondern auch flexibel verstellbar ist. Das Wort „Bremse“ ist hier jedoch etwas missverstĂ€ndlich: Über die Bremse wird nĂ€mlich der Widerstand, der den verschiedenen Belastungsstufen entspricht, bereits vor Trainingsbeginn eingestellt . Er lĂ€sst sich entweder manuell oder elektrisch anpassen und beeinflusst die IntensitĂ€t des Trainings. Hier gilt: Je höher der Widerstand ist, desto mehr Kraft mĂŒssen Nutzer fĂŒr das Treten der Pedale aufwenden.

Etwas Widerstand gefÀllig? Die Leistung in Watt

Ein hochwertiger Mechanismus erlaubt mindestens 16 Widerstandsstufen (bis zu 30 Stufen bei besonders hochwertigen Modellen) sowie eine Anpassung in Schritten von höchstens 20 Watt (mehr Watt bedeutet ein höherer Widerstand), im Idealfall in Schritten von fĂŒnf oder zehn Watt. Eine hohe Anzahl an Einstellungsmöglichkeiten ist fĂŒr ein flexibles, individuell gestaltetes Training unabdingbar. WĂ€hrend professionelle Sportler mit einem GerĂ€t, das mindestens 400 Watt aufweist, gut beraten sind, reicht ein Ergometer mit 250 Watt fĂŒr Hobbysportler in der Regel völlig aus. Die richtige Einstellung der Wattzahl hĂ€ngt vom persönlichen Fitnessgrad ab. FĂŒr den Anfang ist beispielsweise eine Leistung von 20 bis 40 Watt empfehlenswert; nach der AufwĂ€rmphase sind weitere 25 Watt denkbar. Wer mehr ins Schwitzen kommen möchte, sollte dagegen auf 80 oder gar 100 Watt erhöhen.

Mit einem Bordcomputer lassen sich sogar Steigungsfahrten simulieren. Diese GelĂ€ndesimulationen bringen Abwechslung ins Ausdauertraining und sind somit ein zusĂ€tzlicher Trainingsanreiz. Über die Verbindung mit einem Smartphone können Nutzer hierfĂŒr ein heruntergeladenes Video oder eine selbst aufgezeichnete Strecke benutzen.

DrehzahlabhÀngige vs. drehzahlunabhÀngige Modelle

Ergometer unterscheiden sich in ihrem Aufbau nach drehzahlabhĂ€ngigen und drehzahlunabhĂ€ngigen Modellen. Ein drehzahlabhĂ€ngiges Ergometer zeigt zwar die Leistung in Watt an, diese lĂ€sst sich jedoch nicht fixieren, das heißt, Fahrer mĂŒssen stĂ€ndig kontrollieren, ob sie sich in ihrem gewĂŒnschten Belastungsbereich befinden. Bei einem drehzahlunabhĂ€ngigen Ergometer stellen Trainierende eine bestimmte Leistung in Watt ein, die sie unabhĂ€ngig von der Trittgeschwindigkeit erbringen möchten. Die Leistung in Watt bleibt also gleich, egal wie schnell und stark sie treten. Wenn Nutzer langsamer in die Pedale treten, steigt der Widerstand und sie mĂŒssen mehr Kraft aufwenden, um die eingestellte Leistung zu erreichen. Treten sie hingegen schneller, sinkt der Widerstand und sie erreichen eine gleichmĂ€ĂŸigere Belastung. Im Idealfall handelt es sich bei dem Modell der Wahl also um ein drehzahlunabhĂ€ngiges Fitnessbike, um ein gezieltes Training zu ermöglichen.

Magnet- oder Induktionsbremsen?

Am hÀufigsten kommen Magnetbremsen oder Induktionsbremsen (Wirbelstrombremsen) zum Einsatz:

Induktionsbremsen
Induktionsbremse

Bei den Induktionsbremsen werden Wirbelströme erzeugt, die mithilfe von Strom Magnetfelder entstehen lassen und dadurch die Schwungmasse ausbremsen. Anstelle eines Dauermagneten verwenden sie eine elektrische Spule. Dieser Mechanismus ermöglicht eine besonders feine, stufenlose Anpassung der LeistungsstÀrke.

Magnetbremsen
Magnetbremse

Bei den meisten Ergometern funktioniert das Abbremsen der Schwungmasse ĂŒber einen Dauermagnet. Durch die Einstellung, also das Ab- und Anlegen, der Magnetkomponenten, lĂ€sst sich die Fahrtgeschwindigkeit stĂ€rker oder schwĂ€cher abbremsen. Je nĂ€her der Magnet an der Schwungscheibe ist, desto stĂ€rker wird diese abgebremst.Da sich Magnet und Schwungschreibe nicht berĂŒhren, funktionieren beide Mechanismen verschleißfrei und leise. Billige GerĂ€te mit Bremsbacken oder Riemenbremsen sind dagegen nicht empfehlenswert, da sie keinen flĂŒssigen Lauf gewĂ€hrleisten.

Der Bordcomputer: Das Cockpit fĂŒr den Trainierenden

Um Daten zu messen, zu speichern und wiederzugeben, verfĂŒgen Ergometer ĂŒber Sensoren und einen Bordcomputer. Die Einstellungen lassen sich auf dem Display vornehmen, das ausreichend groß sein sollte, damit der Nutzer alle Daten gut ablesen kann. Neben Datum und Uhrzeit sind in der Regel auch der Widerstand, die Geschwindigkeit, die zurĂŒckgelegte Distanz, die Trainingszeit und die Pulsfrequenz ablesbar. Manche Modelle zeigen auch die Zahl der verbrannten Kalorien; hierbei handelt es sich jedoch lediglich um SchĂ€tzwerte.

Die Sensoren: Griffsensoren, Brustgurte oder Ohrenclips

Das Ergometer kann bestimmen, wie hoch die maximale Herzfrequenz, die verbrauchte Energie und die durchschnittlich erreichte Geschwindigkeit ist. Durch die ermittelten Daten ist eine Kontrolle des eigenen Gesundheits- und Leistungsstands sowie der Belastbarkeit möglich. Außerdem kann ein Indoor-Fahrrad Werte zur Trainingssteigerung bestimmen. Dadurch erfahren Profisportler beispielsweise, wie viele Kilometer sie noch zurĂŒcklegen mĂŒssen, um die gleiche Energiemenge zu verbrauchen wie mit einem konventionellen Fahrrad. Auch AnfĂ€nger, Wiedereinsteiger und semiprofessionelle Sportler wissen durch den Abruf der Leistungsdiagramme ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum, wie sie ihre Kondition verbessern können.

Die Körperwerte werden mithilfe von Sensoren in den Griffen (Handpulssensoren am Lenker), in einem Brustgurt oder in einem Ohrenclip gemessen. WĂ€hrend des Trainings messen die Sensoren den Puls und ĂŒbertragen den Wert ihn an den Computer, sodass die aktuellen Werte auf dem Display ablesbar sind. Ein Brustgurt gestattet die genausten Messangaben, weshalb er bei einer professionellen Beobachtung der Messungen in jedem Fall den anderen beiden Methoden vorzuziehen, im Amateurbereich jedoch nicht notwendig ist. Der telemetrische Sendegurt sitzt in der Regel direkt am Herzen und sendet die Daten drahtlos an das Fitnessbike. Diese Gurte sind jedoch allenfalls bei ProfigerĂ€ten bereits im Lieferumfang enthalten. Standard ist heute vielmehr die Pulsmessung ĂŒber in die Handgriffe eingebaute Sensoren, die die Herzfrequenz wĂ€hrend des Workouts an den Bordcomputer ĂŒbertragen. HierfĂŒr mĂŒssen Nutzer ihre HĂ€nde jedoch dauerhaft auf den Handgriffen auflegen; dadurch sind sie stark eingeschrĂ€nkt in ihrer Bewegungsfreiheit. Ohrenklips, die am OhrlĂ€ppchen befestigt werden, haben wiederum den Nachteil, leicht zu verrutschen.

Die Trainingsprogramme: Mehr ist nicht unbedingt besser

Viele GerĂ€te bieten mehr als 15 vorinstallierte Programme sowie die Möglichkeit, Programme selbst zu gestalten. Da jedoch einige Verbraucher mit diesem Angebot ĂŒberfordert sind und nur einen Bruchteil der Trainingsprogramme nutzen, ist eine Vielzahl von Programmen nicht unbedingt ein Kaufargument. GerĂ€te mit ĂŒber 50 verschiedenen Programmen bieten sich allenfalls fĂŒr Intensivnutzer an, die auf ein sehr abwechslungsreiches Training Wert legen. Empfehlenswert sind aber in jedem Fall eine Auswahl an Intervall- und Leistungssteuerungs-Programmen sowie an benutzerdefinierten und vorgefertigten Programmen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Einstellung der Programme auch mit schwitzenden Fingern leicht vorzunehmen ist. FĂŒr eine einfache Bedienung sollte die Symbolik zudem möglichst selbsterklĂ€rend sein.

Moderne GerĂ€te erlauben es, die Daten von bis zu vier Personen zu speichern und Rahmendaten wie die persönliche Belastungsgrenze einzugeben. Das ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn gleich mehrere Personen abwechselnd auf dem GerĂ€t trainieren möchten. Auf die individuellen BedĂŒrfnisse abgestimmt wird das Training effektiver.

Von der StellflÀche bis zum Zubehör - Darauf kommt es beim Kauf an

Fahrradergometer werden in den unterschiedlichsten Ausstattungen und damit auch Preisklassen angeboten. Nachfolgend zeigen wir die wichtigsten Aspekte auf, die es beim Kauf zu beachten gibt.

FĂŒr einen sicheren Stand: StellflĂ€che, Gewicht und maximale Belastbarkeit

Damit sich das GerĂ€t problemlos in das dafĂŒr vorhergesehene Zimmer integrieren lĂ€sst, sind vorab die genauen Maße in Erfahrung zu bringen. Die meisten GerĂ€te benötigen eine StellflĂ€che von etwa einem bis zwei Quadratmetern. Mit seinem Eigengewicht von durchschnittlich 40 bis 60 Kilogramm ist es außerdem wichtig, dass das Indoor-Fahrrad stabil steht. Das GerĂ€t sollte also auch schwungvollen Körperbewegungen standhalten, ohne umzukippen. Hier gilt: Je höher das Gewicht, desto stabiler in der Regel auch das GerĂ€t. Damit der Nutzer das Ergometer bequem von einem Standort zu einem anderen transportieren kann, verfĂŒgt es fĂŒr gewöhnlich ĂŒber Transportrollen.

Nicht jedes Fitnessbike ist fĂŒr jedes Körpergewicht geeignet. In der Regel sind Indoor-FahrrĂ€der aber mit einem Gewicht von 100 bis 150 Kilogramm belastbar. Eine Überschreitung des Höchstgewichts kann die StabilitĂ€t des Ergometers beeintrĂ€chtigen.

Einstellungsmöglichkeiten fĂŒr den optimalen Sitzkomfort

Da ein GerĂ€t nur dann den gewĂŒnschten Erfolg bietet, wenn es auf die individuelle KörpergrĂ¶ĂŸe eingestellt werden kann, ist die Möglichkeit der Höheneinstellung von Lenker und Sattel wichtig. Dadurch können mehrere Personen ein GerĂ€t nutzen. Die richtige Einstellung gewĂ€hrleistet, dass die Belastung auf den Körper beziehungsweise die Gelenke nicht zu stark ist. Dadurch können nĂ€mlich HalteschĂ€den entstehen. Eine aufrechte Haltung, also das Vermeiden eines Hohlkreuzes, ist aber nur dann möglich, wenn Lenker und Sattel die richtige Höhe aufweisen beziehungsweise der Abstand zu den Pedalen stimmt. DarĂŒber hinaus sollten Lenker und Sattel vertikal verstellbar sein, um den Abstand optimal einstellen zu können. FĂŒr einen noch besseren Fahrkomfort sind Lenker und Sattel auch in ihrem Neigungswinkel verstellbar. WĂ€hrend sich manche Ergometer ĂŒber einen Hebel oder Drehknopf verstellen lassen, verfĂŒgen andere ĂŒber eine Skala oder Nummerierung. Hier gilt: Je feiner die Einstellung, desto besser.

Die Form des Lenkers sollte außerdem verschiedene Griffpositionen bieten, die ein entspanntes Auflegen der Unterarme ermöglichen. HĂ€ufig ist der Abstand zum Vorbau zu gering, wodurch die Bewegungsfreiheit eingeschrĂ€nkt ist. Auch der Einstieg sollte (insbesondere im Falle von Knieproblemen) tief genug sein, um bequem aufsteigen zu können.

Handhabung und Komfort: Ergonomische Konstruktionen verhindern Fehlhaltungen

Zum Komfort gehören unter anderem ein angenehmes SitzgefĂŒhl, weiche, ergonomisch geformte Griffe und ein fester Stand. Schließlich beugt eine ergonomische Konstruktion Fehlhaltungen vor. Außerdem sollten die Pedale rutschfest und bequem sein. FĂŒr einen sicheren Halt sollten sie außerdem ĂŒber eine Halteschlaufe verfĂŒgen. Damit das Training so angenehm wie möglich ist, sind Sattel und Handgriffe mit Schaumstoff gepolstert. Die OberflĂ€che der Griffe sollte aus rutschfestem Material bestehen, damit auch schwitzende HĂ€nde nicht abrutschen. Ein mit Gel gefĂŒllter Sattel ist besonders komfortabel, da er sich dem jeweiligen Körper anpasst. Wichtig ist, dass der Sattel weder einschneidet noch unangenehm drĂŒckt. Die Treteinheit des Ergometers sollte außerdem möglichst gerĂ€uschlos arbeiten.

Siegel: GeprĂŒfte Sicherheit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit des Ergometers. Siegel wie das CE- oder TÜV-Zeichen garantieren, dass das GerĂ€t den verbindlichen Sicherheitsstandards entspricht. Auch die EuropĂ€ische Norm EN 957-1 klassifiziert FitnessgerĂ€te unter dem Aspekt der UnfallverhĂŒtung und UmweltvertrĂ€glichkeit. Darunter fĂ€llt zum Beispiel die Verkleidung aller beweglichen Teile, die dafĂŒr sorgen soll, dass sich wĂ€hrend des Trainings nichts einklemmt oder verhakt. Mit einer guten Verkleidung aller beweglichen Teile ist das GerĂ€teinnere vor Ă€ußeren EinflĂŒssen wie Schweiß, Schmutz oder Staub geschĂŒtzt. Nur bei geprĂŒften GerĂ€ten besteht die Garantie, dass das GerĂ€t nicht schon nach kurzer Gebrauchszeit erste mechanische ErmĂŒdungserscheinungen aufweist.

Die GerÀte werden in die Klassen A, B, C und D eingeteilt:

  • Ergometer der Klasse A sind fĂŒr medizinische und sportwissenschaftliche Zwecke geeignet. Dementsprechend hĂ€ufig fĂ€llt eine Wartung an.
  • In Klasse B fallen die hochwertigen Ergometer mit Freilauf.
  • Bei Klasse C handelt es sich dagegen um einfachere Ergometer, die keinen Freilauf mitbringen.
  • GerĂ€te mit der Klassifizierung D besitzen StandfĂŒĂŸe, auf die sich ein normales Fahrrad installieren lĂ€sst.

Zubehör und weitere Features

Im Handel gibt es fĂŒr Ergometer praktisches Zubehör, das das Training komfortabler gestaltet, darunter:

  • Unterlegmatte: Eine Unterlegmatte sorgt nicht nur fĂŒr einen sicheren Stand und verhindert Kratzer im Boden, sondern dĂ€mmt auch den Schall, was insbesondere den Nachbarn zugutekommt.
  • Tablet- und Handyhalterung: Wer sein Smartphone oder Tablet immer parat hat kann wĂ€hrend des Trainings eine fitnessbezogene App nutzen, Musik hören oder einen Film schauen.
  • Flaschenhalter: Eine Befestigungsmöglichkeit fĂŒr die Trinkflasche ermöglicht es Trainierenden, wĂ€hrend des Radelns zu trinken.
  • SattelĂŒberzĂŒge: Damit der Sattel im Falle einer lĂ€ngeren Lagerung nicht verstaubt oder gar beschĂ€digt wird, hilft ein schĂŒtzender Überzug.
  • Pflegemittel: Spezielle Pflegemittel, etwa Reinigungssprays, Antistatik-Sprays und Silikon-Sprays, halten die Plastikteile sauber und die Griffe hygienisch.
  • KonnektivitĂ€t: Manche GerĂ€te bieten die Möglichkeit, sie via Bluetooth mit Smartphones und PCs, aber auch MP3-Playern, Sound-Systemen und Fernsehern zu verbinden, etwa um Leistungsdaten zu ĂŒbertragen. Hiermit ist beispielsweise auch eine Streckenplanung ĂŒber Google Maps möglich.

Hinweise fĂŒr ein gelungenes Training - So radeln Sie richtig

Ist das richtige Ergometer gefunden, wollen sich viele sofort motiviert auf das Rad schwingen. Vorab sind jedoch einige Einstellungen vorzunehmen. Schließlich kann eine falsche Sitzposition zu Schmerzen oder gar GelenkschĂ€den fĂŒhren. Die wichtigste und somit erste Einstellung ist die Sattelhöhe. Der Sattel sollte sich etwa auf HĂŒfthöhe befinden. Um zu kontrollieren, ob diese Einstellung passt, setzen sich Nutzer auf den Sattel, gehen mit einem Fuß in das Pedal und bringen dieses in die unterste Stellung. Je nach Vorliebe können Nutzer auch einen kleinen Neigungswinkel im Sattel einstellen. Ein zu hoch gewĂ€hlter Neigungswinkel wĂŒrde auf Dauer jedoch Schmerzen im Unterleib auslösen, wĂ€hrend ein zu tiefer Winkel die Arme zu stark belasten wĂŒrde. Auch die Einstellung des Lenkers ist je nach Vorliebe zu wĂ€hlen: WĂ€hrend mancher lieber sportlich radelt, sitzen andere am liebsten aufrecht – Hauptsache, der RĂŒcken bleibt gerade oder bildet zumindest nur ein kleines Hohlkreuz.

Folgende Tipps verhelfen zu einem effektiven Training:

  • Sorgen Sie fĂŒr Abwechslung! Zwar beginnen viele Verbraucher enthusiastisch ihr Training, mit der Zeit verlieren sie jedoch die Motivation.
  • Planen Sie feste Zeiten fĂŒr das Training ein und halten Sie diese ein. Wichtig ist nĂ€mlich vor allem die RegelmĂ€ĂŸigkeit.
  • Setzen Sie lieber auf lĂ€ngere Trainingseinheiten und weniger IntensitĂ€t, sprich Widerstand, wenn Sie die Fettverbrennung ankurbeln wollen.
  • Belohnen Sie sich mit ihrer Lieblingsmusik, einem Film oder einer Serie wĂ€hrend des Trainings.
  • Halten Sie Ihre Schulter und HĂ€nde stets entspannt sowie den Kopf gerade.
  • Vermeiden Sie die sogenannte „Knick-Hand“! Unterarm und Handgelenk sollten eine Linie bilden.
  • Überanstrengen Sie sich nicht! Wenn sie beim Training ein Schwindel- oder ÜbelkeitsgefĂŒhl vernehmen, ist es besser, das Training abzubrechen.
  • Sobald Sie merken, dass Ihr Körper eine Auszeit benötigt, sollten Sie ihm diese auch gönnen. Überlastungen können nĂ€mlich schnell zu GelenkschĂ€den, gerissenen BĂ€ndern, Muskelfaserrissen oder Fehlhaltungen fĂŒhren.

Angemessene Trainingszeiten fĂŒr AnfĂ€nger und Fortgeschrittene

GrundsĂ€tzlich empfiehlt es sich, die Leistung zu steigern und je nach aktuellem Befinden die Belastungsstufen zu variieren. Die Steigerung der IntensitĂ€t lohnt sich: Sobald sich der Körper an einen Kraftaufwand gewöhnt, empfindet er es nĂ€mlich nicht mehr als notwendig, Muskeln aufzubauen. DarĂŒber hinaus ist das Einhalten einer AufwĂ€rm- und einer Cool-Down-Phase wichtig, damit sich die Muskeln ausreichend aufwĂ€rmen beziehungsweise langsam abkĂŒhlen können und das Herz-Kreislauf-System stabil bleibt.

Welche Trainingsdauer und ZeitabstĂ€nde zwischen den Trainingseinheiten richtig sind, hĂ€ngt vom eigenen Fitnesslevel beziehungsweise dem Trainingsziel ab. FĂŒr ein effektives Training sind 20 Minuten die Mindestdauer, empfehlenswerter sind 35 bis 45 Minuten. Da AnfĂ€nger und Wiedereinsteiger diese Zeitspannen hĂ€ufig noch nicht schaffen, sollten sie zunĂ€chst ihr eigenes Tempo finden. Zwar sind sie anfangs besonders motiviert, dadurch ĂŒberfordern sie ihren Körper aber auch schnell. Es ist ratsam, langsam anzufangen. In der ersten Trainingswoche bieten sich zwei Einheiten von jeweils 15 bis 25 Minuten an. In Woche zwei bis vier steigern Nutzer die Trainingsdauer wöchentlich um fĂŒnf Minuten. Nach einer stetigen Anpassung halten sie in der fĂŒnften beziehungsweise sechsten Woche bereits 40 bis 45 Minuten durch. Neben der Dauer können AnfĂ€nger auch schrittweise die HĂ€ufigkeit des Trainings sowie die Wattzahl steigern. Zwischen den Einheiten sollte allerdings mindestens ein Tag zur Regeneration liegen.

Ist das Training fortgeschritten, muss die Leistung entsprechend angepasst werden. Damit sich der Körper nicht an das wiederkehrende Training gewöhnt, bietet sich ein abwechslungsreiches Workout bestehend aus einem High-Intensity-Intervall-Training (HIIT) und einer Ausdauereinheit an. High-Intensity-Intervall-Training ist besonders dann geeignet, wenn jemand Fett verbrennen möchte. Die Einheiten sind bei dieser hohen Belastung vergleichsweise kurz. FĂŒr etwa 30 bis 60 Sekunden gehen Trainierende an ihre Belastungsgrenze, bevor sie im Anschluss die dreifache Zeit in moderater Geschwindigkeit fahren. Danach folgt erneut eine HIIT-Phase. FĂŒr Fortgeschrittene eignen sich beispielsweise vier Einheiten pro Woche mit jeweils zwei HIIT-Einheiten und zwei Ausdauereinheiten.

Der Kalorienverbrauch

Je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht verbrauchen Trainierende auf einem Ergometer unterschiedlich viel Kalorien. Je schwerer und jĂŒnger die Trainierenden, desto höher der Kalorienverbrauch. MĂ€nner verbrennen mit den gleichen körperlichen Voraussetzungen durchschnittlich mehr Kalorien als Frauen. ZusĂ€tzlich gilt: Je höher die Wattzahl, desto höher der Kalorienverbrauch.

Im Einklang mit dem Puls trainieren

Bei der EffektivitĂ€t des Trainings auf dem Ergometer spielt auch der Puls eine große Rolle – nicht umsonst besitzen alle GerĂ€te eine Möglichkeit zur Pulsmessung. Jeder Mensch hat eine maximale Herzfrequenz, die je nach Alter, Geschlecht, Gewicht und Fitnesslevel variiert. Unter der maximalen Herzfrequenz versteht man die Anzahl der SchlĂ€ge, die ein Mensch bei grĂ¶ĂŸtmöglicher Anstrengung erreichen kann. Um einschĂ€tzen zu können, mit welcher IntensitĂ€t Nutzer trainieren können, ist es wichtig zu wissen, welche Pulsfrequenz fĂŒr welches Alter maximal zulĂ€ssig ist. Nach einer Faustregel lĂ€sst sich diese folgendermaßen errechnen: 220 minus das Lebensalter. Bei einer 40-jĂ€hrigen Person betrĂ€gt die maximale Pulsfrequenz und somit die Belastungsgrenze folglich 180 SchlĂ€ge pro Minute. Im Idealfall trainieren Verbraucher mit 60 bis 70 Prozent ihrer maximalen Pulsfrequenz.

Was inzwischen keinesfalls fehlen darf, ist ein pulsgesteuertes Trainingsprogramm. Hierbei wird der Widerstand automatisch an den kontinuierlich gemessenen Puls angepasst, sodass Nutzer immer in ihrem optimalen Trainingsbereich bleiben. Vorab bestimmten die Trainierenden, welche Pulsfrequenz maximal erreicht werden darf.

Bauch, Beine, Po: Diese Muskelgruppen werden beansprucht

Das Ergometertraining stĂ€rkt auf Dauer nicht nur die Beinmuskulatur, genauer gesagt die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur sowie die Schienbein- und Wadenmuskulatur, sondern auch die RĂŒcken-, GesĂ€ĂŸ-, und Bauchmuskulatur – und zwar ohne die Gelenke, BĂ€nder und Sehnen stark zu belasten. Diese Muskeln sind fĂŒr das aufrechte Gehen und das Rennen verantwortlich. Das heißt, das Training auf dem Ergometer dient unter anderem als Vorbereitung fĂŒr einen Marathon. Der Bonus: Durch die gekrĂ€ftigte GesĂ€ĂŸmuskulatur bekommen Trainierende einen knackigen Po.

Allerdings sollten Nutzer ihr Training nicht allein auf das Ergometer ausrichten. Übungen mit leichten Gewichten fĂŒr den Oberkörper, also Brust, RĂŒcken, Arme und Schultern sollten im Wochenplan nicht fehlen, um einer Disbalance entgegenzuwirken.

Ergometer im medizinischen Bereich

Ergometer kommen nicht nur im privaten, sondern auch im medizinischen Bereich, etwa in physiotherapeutischen Praxen, zum Einsatz. Da mit einem Ergometer sichergestellt ist, dass die Belastung konstant bleibt, eignet es sich auch fĂŒr Menschen mit Knie- der Gelenkverletzungen sowie all diejenigen, die unter einer Herzkrankheit leiden beziehungsweise bereits eine Herzoperation hinter sich haben. Damit können Sportler beispielsweise nach einer Verletzung langsam wieder das Training beginnen. FĂŒr Menschen mit Knieproblemen gibt es zudem spezielle Reha-Pedale, die sich so verstellen lassen, dass der Beuge- und Streckwinkel individuell anpassbar ist, damit das Knie geschont wird. Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose dient ein Ergometer beispielsweise als BewegungstherapiegerĂ€t.

Daneben werden die GerĂ€te in der Medizin zur Diagnostik, genauer gesagt als Belastungs-EKGs, eingesetzt, um die LeistungsfĂ€higkeit beziehungsweise den Gesundheitszustand des Herzens zu testen. Damit stellen Ärzte fest, ob ein Patient körperlich fit ist oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt.

Die bekanntesten Hersteller - Wer macht das Rennen?

In Fitnessstudios sind vor allem Ergometer der Marke Kettler zu finden. Da Kettler-GerĂ€te stylisch aussehen, sind sie ebenfalls im privaten Bereich sehr beliebt. Vergleichsweise gut schneiden auch die GerĂ€te von Christopeit ab. Die Marke Christopeit besticht vor allem durch ihr gutes Preis-LeistungsverhĂ€ltnis, denn trotz ihres eher geringen Preises zeichnen sich die GerĂ€te durch StabilitĂ€t, gute Ergonomie und hohe Schwungmasse aus. Auch der Anbieter Skandika steht fĂŒr gute QualitĂ€t. Die hochwertig verarbeiteten Ergometer von Finnlo gehören zum mittleren bis hohen Preissegment. Fitnessbikes des Herstellers Ultrasport kommen insbesondere fĂŒr SparfĂŒchse infrage. Die Marke Horizon ĂŒberzeugt nicht nur mit einem modernen Design, sondern auch mit einem hohen Komfort. Im Angebot von Horizon befinden sich unter anderem GerĂ€te mit besonders leichter Schwungmasse oder auch ergonomisch geformte Sattel. Die Produkte des Herstellers Sportstech sind schließlich hauptsĂ€chlich auf den Heimgebrauch ausgelegt.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Ergometer nicht selbst getestet.

Im Jahr 2014 hat sich die Stiftung Warentest, das wohl bekannteste Testportal Deutschlands, einem Test von insgesamt elf Ergometern angenommen, darunter auch zwei ergonomische LiegerĂ€der. Getestet wurden die Modelle auf Faktoren wie „Training“, „Handhabung“, „Technische PrĂŒfung“, „Sicherheit“, „Schadstoffe in den Griffen“ und „Ausstattung“. Beim Test musste das Stiftung Warentest feststellen, dass sich in den Griffen der HĂ€lfte aller getesteten GerĂ€te Schadstoffe befinden, die in der EU bereits seit Jahren verboten sind. Aus diesem Grund erhielten vier Modelle im Test die Note „Mangelhaft“. Gleichwohl sind viele der Ergometer aus dem Test fĂŒr das Ausdauertraining geeignet. Sie laufen angenehm rund, sind gerĂ€uscharm und ĂŒberzeugten im Test unter anderem mit genauen Anzeigen zu Drehzahl und Leistung. Drei TestgerĂ€te erreichten sogar eine Genauigkeit, die an medizinische Ergometer herankommt.

Als Testsieger der Kategorie Standergometer gingen zwei GerĂ€te, jeweils mit der Gesamtnote „Sehr gut“, hervor: das Testmodell Exum III von Finnlo und das Ergometer E3 von Kettler. In der technischen PrĂŒfung konnten beide sogar das TestprĂ€dikat „Sehr gut“ ergattern. Ebenfalls die Testnote „Gut“ erreichte ein GerĂ€t von Horizon, nĂ€mlich das Comfort 5i. Zwei weitere Modelle, von Sport Tiedje und Life Fitness, konnten zumindest mit dem TestprĂ€dikat „Befriedigend“ ĂŒberzeugen. Zu den vier Testmodellen, die mit „Mangelhaft“ abschnitten, gehörten jeweils ein Ergometer von Intersport, Christopeit, Rex und Tunturi Fitness.