Nudelmaschine

Die 7 besten Nudelmaschinen im Vergleich

Material
Elektrisch
Tischbefestigung
Pasta
Maße
Gewicht
Vorteile

Nudelmaschinen-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Nudelmaschinen erleichtern Ihnen die Herstellung von Pasta.
  • Es wird zwischen manuellen, elektrischen und vollautomatischen Nudelmaschinen differenziert.
  • Sie können Eier-, Vollkorn- oder Gemüsenudeln herstellen – Pastamaschinen kommen generell mit jeder Teigart zurecht.
  • Selbstgemachte Nudeln lassen sich trocknen und über mehrere Monate aufbewahren.

Nudeln in Hülle und Fülle

Nudelgerichte gehören zum liebsten Essen der Deutschen. Einmal pro Woche isst jeder durchschnittlich Pasta. Für viele sind diese aus dem regelmäßigen Essensplan nicht mehr wegzudenken. Einer der Gründe, warum Nudeln so beliebt sind, ist wahrscheinlich ihre Vielfältigkeit. Sie selbst kommen in verschiedenen Formen wie Spaghetti, Cannelloni, Farfalle oder Penne, und sind variabel in ihrer Zubereitungsform. Ob klassisch mit Sauce, als Auflauf oder gebraten, mit frischem Gemüse, Käse oder Pesto – Nudeln gelingen eigentlich immer.

Hergestellt werden sie lediglich aus Mehl und Wasser, aber auch hier gibt es Varianten: Eiernudeln, Dinkel- und Vollkornnudeln sowie Pasta aus Erbsen oder Linsen; wer im Supermarkt seinen Blick durch die entsprechenden Regale schweifen lässt, findet eine große Auswahl.

Wenn Sie Nudeln zu Hause selbst herstellen, haben Sie den genauen Überblick über die Inhaltsstoffe. Gerade bei Allergien und Unverträglichkeiten sind Sie hier auf der sicheren Seite. Um Pasta möglichst einfach und zufriedenstellend zu produzieren, brauchen Sie eine Nudelmaschine.

Was ist eine Nudelmaschine?

Unterschieden wird zwischen der manuellen, der elektrischen und der vollautomatischen Nudelmaschine oder auch Pastamaschine. Bei der manuellen Variante wird der vorher zubereitete Nudelteig mittels zwei Walzen geplättet. Nach einigen Wiederholungen ist der Teig flach genug, sodass er in die Form der Nudeln gebracht werden kann. Das geschieht durch einen speziellen Aufsatz, der die Nudeln meist zu Spaghetti oder Bandnudeln verarbeitet. Als Platte kann der Teig gut für Lasagne genutzt werden. Die Walzen werden mit einer Kurbel bewegt, was bei der elektronischen Ausführung automatisch erfolgt. Der vollautomatische Pastamaker spart einige Arbeitsschritte. Sie müssen lediglich die Zutaten für den Teig einfüllen. Der Automat mischt und knetet automatisch; am Ende drückt er wie bei einem Fleischwolf die Nudeln durch eine Schablone, auch Matrize genannt.

Funktionsweisen der unterschiedlichen Bauarten

Ob Sie sich eine manuelle, elektrische oder vollautomatische Nudelmaschine zulegen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn Sie das Gerät nur sporadisch nutzen wollen, genügt wahrscheinlich ein handbetriebenes Gerät. Wenn Sie sich möglichst wenig Arbeit machen wollen und bereit sind, etwas mehr Geld zu investieren, wird Ihnen die automatische Pastamaschine gute Dienste leisten.

 Die manuelle Nudelmaschine

manuelle Nudelmaschine

Die manuelle Nudelmaschine besitzt Formwalzen, die den Teig plätten und für die Endgültige Form vorbereiten. Sie zeichnet sich meist durch ein verhältnismäßig leichtes Gewicht aus. Da sie selten einen festen Stand gewährleistet, wird sie mit speziellen Klemmen am Tisch beziehungsweise der Arbeitsplatte befestigt. Achten Sie darauf, dass Ihre Nudelmaschine aus Edelstahl besteht. Dieses Material ist nicht nur sehr robust, sondern auch einfach zu reinigen, beispielsweise mit einem feuchten Tuch. Entsprechende Reinigungsutensilien werden für gewöhnlich mit der Maschine mitgeliefert.

 Die elektrische Nudelmaschine

elektrische Nudelmaschine

Durch den motorisierten Antrieb laufen die Walzen einer elektrischen Nudelmaschine schnell und gleichmäßig. Da für diese Variante weniger Kraft aufgewendet werden muss, ist sie angenehmer für den Benutzer. Es gibt Modelle, die einen Hybrid zwischen manueller und elektrischer Pastamaschine darstellen; das heißt, dass der Motor optional nachgerüstet oder entfernt werden kann. Die Motorenleistung spielt eine Rolle für unterschiedliche Teigarten. Beispielsweise benötigen Sie einen stärkeren Motor, wenn Sie Vollkornnudeln herstellen wollen.

 Die vollautomatische Nudelmaschine

automatische Nudelmaschine

Die praktischste, aber kostenintensivste Form der Nudelmaschinen arbeitet nahezu selbstständig. Über ein Display können Sie Einstellungen wie die Dauer des Knetvorgangs oder der Ruhezeit eingeben. Geben Sie einfach die Zutaten hinein, den Rest erledigt die Maschine, bis hin zu den fertigen Nudeln. Einige Geräte verfügen über eine Wiegefunktion, sodass Sie zum Abmessen der Zutaten keine Küchenwaage benötigen. Die Größe der integrierten Rührschüssel ist unterschiedlich; die meisten Modelle fassen 300 Gramm Teig, andere die doppelte Menge.

Vor- und Nachteile verschiedener Typen von Nudelmaschinen

Manuelle und elektrische Modelle sind deutlich günstiger als die vollautomatischen. Daher sind sie auch bei lediglich sporadischem Gebrauch schnell rentabel. Sie sind leichter und zumeist auch einfach zu verstauen. Die Walzen können ganz einfach mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Die vollautomatische Nudelmaschine hingegen bereitet die Nudeln deutlich schneller und einfacher zu, als Sie es mit einer manuellen Version erledigen könnten. Mischen, KnetenPressen – alles geht automatisch nach vorheriger Einstellung. Dadurch haben Sie genug Zeit, nebenher noch andere Dinge zu erledigen. Auch hier ist die Reinigung unkompliziert, da Sie die Einzelteile der Maschine auseinandernehmen und teilweise sogar in der Spülmaschine säubern können. Meistens können Sie von vornherein aus zwei oder drei Arten von Matrizen wählen, die meisten Hersteller bieten jedoch eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten für ihre Modelle. Der Nachteil ist, dass die vollautomatischen Maschinen deutlich teurer sind als die manuellen. Eine Anschaffung rentiert sich daher nur, wenn sie viel genutzt wird.

Küchenmaschine erweitern

Einige Hersteller von Küchenmaschinen bieten für ihre Modelle Erweiterungen an, mit denen Sie diese auch als Nudelmaschine nutzen können. Der Aufsatz ermöglicht es Ihnen, den Teig zu pressen und die Nudeln in ihre Form zu bringen.

Wie viel kostet eine Nudelmaschine?

Manuelle Nudelmaschinen sind günstiger als elektrische und reichen für den sporadischen Gebrauch aus. Sie sind oft schon für deutlich unter 100 Euro zu haben, auch von renommierten Marken. Ein Preisvergleich kann besonders sinnvoll sein, wenn Sie sich für eine motorisierte Variante entscheiden. Der Motor, mit dem sie eine manuelle Pastamaschine aufrüsten können, kann Sie genauso viel kosten, als wenn Sie gleich die elektrische Variante gekauft hätten. Vollautomatische Nudelmaschinen sind teurer; der Preis kann hier bis über 1.000 Euro reichen. Die Kosten bemessen sich allerdings auch daran, wie viele Zusatzfunktionen Sie sich für Ihre Maschine wünschen.

Herstellung des Nudelteigs

Für den Nudelteig selbst brauchen Sie nicht viel: Sie müssen lediglich 400 Gramm Mehl oder Hartweizengries mit circa 150 Millilitern Wasser vermengen, schon ist der Teig fertig. Original italienische Pasta besteht aus nicht mehr als diesen beiden Zutaten. In Deutschland wird häufig noch Ei hinzugegeben, was den Nudeln eine kräftigere Farbe und ein besonderes Aroma verleiht. Des Weiteren können Sie auch noch einen Esslöffel Olivenöl hinzugeben.

Italienische Pasta ist für gewöhnlich etwas bissfester. Dort wird mit Vorliebe das Hartweizenmehl Typ 00 verwendet. Es ist besonders fein, wodurch es das Wasser besser aufnehmen kann und der Teig geschmeidiger wird. Als Alternative zu klassischem Weizenmehl können Sie auch auf Dinkel- oder Vollkornmehl zurückgreifen. Aus Kichererbsen oder roten Linsen kann Gemüsemehl hergestellt werden, das wiederum zu kohlenhydratärmeren und proteinreicheren Gemüse-Pasta verarbeitet wird.

Sollte der Teig zu hart sein, können Sie schlückchenweise Wasser hinzugeben. Anfangs mag es nicht sofort gelingen, die perfekte Konsistenz des Teigs zu erreichen. Wenn er zu feucht ist, bleibt er zwischen den Walzen der Pastamaschine kleben; ist er zu trocken, bröckelt er und bleibt nicht in Form. Den Teig müssen Sie in Folie eingewickelt für eine halbe Stunde ruhen lassen, bis Sie ihn weiterverarbeiten können. Die fertige frische Pasta kann zwei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn sie kein Ei enthält. Andernfalls müsste sie sofort verzehrt werden, da sonst die Gefahr von Salmonellenbildung besteht.

Einfaches Nudelrezept:

  • 400 Gramm Mehl oder Hartweizengries
  • 150 Milliliter Wasser
  • 4 Eier (bei Bedarf)
  • 1 Esslöffel Öl

Nudeltrockner

Falls Sie Nudeln länger als ein paar Tage aufbewahren wollen, empfiehlt sich ein Nudeltrockner. Auf diesen können sie längliche Nudeln wie Spaghetti und Bandnudeln aufhängen, wie auf einem kleinen Wäscheständer. Nach ein bis zwei Tagen sollte bei üblicher Raumtemperatur alle Feuchtigkeit verflüchtigt sein und die Nudeln können über Monate hinweg gelagert werden.

Herkunft und Variation der Pasta

Italien wird zwar oft als Mutterland der Nudeln bezeichnet, doch die Italiener sind Italiener zumindest nicht die alleinigen Erfinder dieses Gerichts. Funde in China belegen, dass es auch dort schon vor mehreren Tausend Jahren Nudelgerichte gegeben hat. Gerüchte besagen, dass der italienische Seefahrer Marco Polo nach einer China-Reise im 13. Jahrhundert die Idee mit in seine Heimat genommen hat. Auch die Römer und Griechen der Antike kannten bereits Nudeln.

Die Idee, aus Mehl und Wasser – zwei der günstigsten und am leichtesten zu beschaffenden Lebensmittel überhaupt – ein Gericht herzustellen, ist auch nicht so originell, dass nicht mehrere Kulturen unabhängig voneinander darauf kommen könnten. Genau wie die Pizza galt Pasta in Italien lange als Essen der Armen. Heute kennen wir sie in fast endlosen Formen: als Bandnudeln, Röhren, Schleifen, Muscheln oder kleine Buchstaben. Ravioli und Tortellini werden mit Fleisch, Käse oder Gemüse gefüllt. Die beliebteste Nudelart ist hierzulande ohne Zweifel Spaghetti, die sich hervorragend auf die Gabel wickeln lässt und meist mit Tomaten-, Hackfleisch- oder Käse-Sahne-Sauce serviert wird.

Nudeln – nicht nur typisch italienisch

Als typisch deutsche Nudelsorte kennen wir die Spätzle. Hierbei wird der Nudelteig nicht in eine Form gepresst, sondern auf einem Brett ausgerollt und direkt in kleinen Stücken ins kochende Wasser gegeben. Das Wort Spätzle stammt wahrscheinlich vom Italienischen „spezzare“, was „zerhacken“ bedeutet. Als Käsespätzle (regional auch Kasspatzn) werden sie mit Emmentaler, Bergkäse und gerösteten Zwiebeln serviert.

Ebenfalls beliebt sind die Gnocchi (in Süddeutschland und Österreich als Nockerl bekannt), auch wenn sie keine Nudeln im klassischen Sinne sind. Weizen- oder Maisgries wird mit gestampften Kartoffeln vermischt und in kleine ovale Klößchen geformt. Je nach Zubereitungsart können Kürbis, Maronen oder Kräuter beigefügt werden. Gnocchi sind auch in vielen osteuropäischen Küchen ein wichtiger Bestandteil.

Chinesische Nudeln, die nicht nur aus Weizenmehl, sondern bisweilen auch aus Reismehl hergestellt werden, haben sich ebenfalls in unterschiedlichen Formen über den südost- und ostasiatischen Raum verbreitet. Als bekannteste Version aus dem Reich der Mitte kennen wir die Mie-Nudeln, die mit Gemüse, Fleisch oder Tofu in Sojasauce gebraten werden. Aus Japan stammen die hierzulande als Minutensnack beliebten Ramen- oder Udon-Nudeln. Sie werden in der Regel in einer Suppe mit Gemüse, Fleisch, Ei oder Fisch serviert.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Nudelmaschinen nicht selbst getestet.

Das ETM Testmagazin nahm im Jahr 2019 sechs Nudelmaschinen unter die Lupe – zwei handbetriebene und vier vollautomatische. Das Ergebnis war durchweg zufriedenstellend, es gab immer mindestens die Note „Gut“ und keine schlechtere Bewertung als 84,3 Prozent. Testsieger bei den Vollautomaten wurde die Häussler Luna mit 92,2 Prozent. Die mit dieser Maschine hergestellten Nudeln waren von nahezu perfekter Konsistenz und Gleichmäßigkeit. Durch eine Öffnung im Deckel können während des Knetvorgangs Zutaten hinzugegeben werden. Wird der Deckel geöffnet, während die Maschine in Betrieb ist, stoppt sie automatisch. Matrizen aus hochwertigem Messing können bis zu 32 verschiedene Nudelarten kreieren. Von Anfang an ist allerdings nur die Form für Spaghetti dabei. Das Gerät verbraucht deutlich mehr Strom als die getestete Konkurrenz. Mit rund 13 Kilogramm ist die Luna relativ schwer und auch der Preis von 1.300 Euro dürfte nicht in jedermanns Budget liegen.

Rang zwei mit 89 Prozent sicherte sich der Philips Pastamaker Avance. Der entnehmbare Knetbehälter fasst bis zu 600 Gramm Nudelteig. Die Maschine punktet besonders bei der Ausstattung. Sie besitzt eine eingebaute Waage und berechnet für Sie automatisch die benötigte Wassermenge. Die acht verschiedenen Nudelschablonen können in einem integrierten Schubfach aufbewahrt werden. Kritisch wurde angemerkt, dass der Pastamaker nicht besonders intuitiv ist. Sein Preis liegt bei 230 bis 260 Euro.

Für unter 200 Euro sind der Unold 68860 Nudelmeister Pasta und der Trebs Comfortcook 99333 zu haben. Sie schnitten im Test mit 85,6 beziehungsweise 84,3 Prozent ab. Während das Gerät von Unold mit verschiedenen Automatikprogrammen überzeugt, hat der Trebs eine umfangreiche Ausstattung inklusive Ravioli-Zubehör und ein Fassungsvermögen von 640 Gramm. Dafür werden bei beiden Modellen die Nudeln bei der Ausgabe schon relativ warm und weich, wodurch sie schlechter voneinander zu trennen sind. In diesem Fall können Sie sie noch etwas mit Mehl bestreuen. Alle getesteten Vollautomaten werden inklusive Messbecher und Reinigungswerkzeug geliefert.

Bei den manuellen Nudelmaschinen wurde die Imperia SP 150 von GSD-Haushaltsgeräte mit „Sehr gut“ bewertet. Sie besteht aus verchromtem Stahl und liefert sehr saubere, gleichmäßige Ergebnisse. Die Dicke des Teigs lässt sich in sechs Stufen von 0,2 bis 2,2 Millimeter regeln. Mithilfe eines Zuführblechs wird der Nudelteig gleichmäßig in die Walzen gezogen, ohne dass Sie ihn halten müssen. Die namenlose Nudelmaschine von WMF schrammt mit einer Benotung von 90,5 Prozent nur knapp an „Sehr gut“ vorbei. Das Gerät fällt durch seine hochwertige Edelstahlverarbeitung und die große Auswahl an Einstellungen der Walze auf. Trotz Befestigungsklemmen steht sie allerdings nicht besonders stabil. Dafür ist das Modell mit einem Preis von rund 50 Euro ein Schnäppchen.


Teaserbild: © New Africa / stock.adobe.com | Abb. 1: © Pixel-Shot / stock.adobe.com | Abb. 2–4: © Netzsieger | Abb. 5: © Achim Kietzmann / stock.adobe.com