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Genealogie Software

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Die beste Genealogie Software 2016 im Test

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Genealogie unterteilt sich in die drei Forschungsbereiche Ahnenforschung, Stammbaumforschung und Familienforschung.
  • Leistungsstarke Genealogie-Software hilft dabei, die Familiengeschichte bis ins kleinste Detail aufzuzeichnen.
  • Das Internet alleine reicht als Forschungsquelle nicht aus und ersetzt den Gang zu Ämtern keineswegs.

1. Was ist eine Genealogie-Software?

Bei einer Genealogie-Software handelt es sich ganz allgemein gesprochen um ein Programm, das als Hilfsmittel bei der Ahnenforschung dient. Genauer gesagt gliedert sich die Genealogie in drei verschiedene Forschungsbereiche:

Die drei Forschungsbereiche der Genealogie.
Die Genealogie
Ahnenforschung Suche nach den direkten Vorfahren einer Familie; Darstellung in einer Ahnenliste (mit Geburts-, Hochzeits- und Sterbedaten)
Stammbaumforschung Zurückverfolgung einer Linie der Vorfahren; Darstellung der männlichen Vorfahren zusammen mit ihren Geschwistern in einem Stammbaum (mit Geburts-, Hochzeits-, Sterbedaten und Berufen)
Familienforschung Suche nach allen Vorfahren, deren Geschwistern und den Familien der Nebenlinien; umfangreichster Teilbereich der Genealogie

Seit jeher sind Menschen an ihrer Abstammung und der Herkunft ihrer Vorfahren interessiert.
In der Antike ließen sich Ahnenforschung und Geschichtsschreibung oftmals kaum voneinander trennen. Im Mittelalter diente die Genealogie in erster Linie dem Adel dazu, seine Abstammung nachzuweisen und damit Besitzansprüche geltend zu machen. Mittlerweile hat sich die Genealogie nicht nur zu einer anerkannten Wissenschaft, sondern auch zu einem äußerst beliebten Hobby entwickelt. Dabei erleichtert eine Genealogie-Software das Erfassen, Verwalten und Bearbeiten von Daten.

2. Welche Vorteile hat eine Genealogie-Software?

Die weltweite Vernetzung über das Internet und die Computertechnologie machen es Hobby-Ahnenforschern heute relativ leicht, ihrer Familiengeschichte auf den Grund zu gehen. Wie kann nun eine Genealogie-Software dabei helfen?

Ein wenig Geschichte am Rande
Um das Jahr 1980 erschien die erste Genealogie-Software Personal Ancestral File (PAF), das die Genealogical Society of Utah in Auftrag gegeben hatte. Das Programm wurde weiterentwickelt und ist heute immer noch kostenlos nutzbar.

Mit einem solchen Programm können Nutzer beispielsweise ganz einfach Datenbanken zu allen relevanten Informationen anlegen. Zum einen ermöglichen die Programme so eine gute Übersicht über das bislang gesammelte Wissen und zum anderen lassen sich alle Informationen immer wieder ergänzen und erweitern. Nutzer entscheiden dabei für sich, ob sie die Ergebnisse ihrer Familienforschung online stellen und mit Gleichgesinnten teilen, oder aber eine Ahnentafel nur für sich persönlich anlegen wollen. Die Möglichkeiten sind dabei nahezu grenzenlos. Der Hobby-Genealoge kann ganz detaillierte Informationen zu allen Personen suchen und eintragen oder sich rein auf Namen und relevante Daten wie Geburts- und Sterbedaten konzentrieren – ganz nach Belieben. Nutzer einer verbreiteten Genealogie-Software profitieren außerdem von einer entsprechend umfangreichen Datenbank und dem Wissen der Community.

3. Welche Quellen gibt es neben dem Internet?

Eine Quelle der Genealogie, welche die Forschung heute deutlich erleichtert und beschleunigt, ist das Internet. Hobby-Forscher finden hier etwa Links zu genealogischen Vereinen und Verbänden in ihrer Nähe oder Anschriften zu Staats- und Kirchenarchiven. Allerdings reicht das Internet allein als Forschungsquelle nicht aus. Einige Informationen erhalten Interessierte nur durch den Gang zu bestimmten Ämtern, aus der Literatur oder aus persönlichen Gesprächen. Unter anderem sind folgende Quellen hilfreich bei der Ahnen-, Stammbaum- oder Familienforschung:

Altes Buch
Trotz Software-Unterstützung und Internet ist die Suche in historischen Werken oft unerlässlich.
  • Ältere Personen in der Familie:
    Helfen oft mit Familienstammbüchern, alten Fotos, Briefen oder Dokumenten wie Geburtsurkunden weiter
  • Kirchenbücher:
    Enthalten in der Regel den Tag der Taufe und den Tag der Bestattung
  • Standesämter:
    Verfügen über Aufzeichnungen aller Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle unabhängig von der Konfession
  • Stadt-, Kreis- und Staatsarchive:
    Ermöglichen den Zugang zu historischen Dokumenten wie Steuer- oder Gerichtsbüchern
  • Vereine:
    Bieten Unterstützung von Gleichgesinnten
Was Sie zur erfolgreichen Ahnenforschung unbedingt benötigen:
Wichtige Daten Wichtige Belege
  • Name, Geburtstag, Geburtsort
  • Namen der Eltern
  • Beruf, Religionszugehörigkeit
  • Hochzeiten und Scheidungen
  • Namen aller Kinder und der Taufpaten
  • Sterbedatum und Ort der Beerdigung
  • Geburtsurkunden
  • Taufbescheinigungen und Konfirmationspapiere
  • Ausbildungsnachweise
  • Grundbesitzdokumente
  • Heirats- und Sterbeurkunden

4. Wichtige Begriffe

Wie in jeder Wissenschaft, so gibt es auch in der Genealogie eine Reihe an Fachbegriffen, deren Bedeutung vor allem für Neulinge auf dem Gebiet nicht immer ganz klar ist. So werden beispielsweise – teilweise sogar in mancher Genealogie-Software – die Begriffe „Stammbaum“ und „Ahnentafel“ häufig nicht richtig verwendet oder vermischt. Um Missverständnissen vorzubeugen, sammelt und erklärt unsere Redaktion einige der wichtigsten Genealogie-Begriffe.

Ahnentafel

Bezeichnet die grafische Darstellung aller leiblichen Vorfahren eines Individuums (Probanden) in aufsteigender Reihenfolge. Werden diese in einer Liste dargestellt, spricht man von einer Ahnenliste.

Aszendenz

Die Vorfahren (auch Aszendenten) eines Probanden in aufsteigender Reihenfolge.

Deszendenz

Alle Nachfahren eines Probanden, ausgehend von einem Stammelternpaar, in absteigender Reihenfolge angeordnet.

GEDCOM

Kommt aus dem Englischen von GEnealogical Data COMmunication und bezeichnet ein rein textbasiertes Datenformat, welches die Daten einzelner Personen sowie zusätzliche Informationen zu diesen enthält und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Genealogie-Programmen ermöglicht. Entwickelt wurde dieses Format von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).

Proband

Bezeichnet die Ausgangsperson auf einer genealogischen Darstellung, etwa auf einer Ahnentafel oder einem Stammbaum.

Stammbaum

Meint in der Genealogie die grafische Darstellung der Nachkommen einer Zielperson oder eines Paares von unten nach oben. Dabei ist die Darstellung einem natürlichen Baum nachempfunden.

5. So vergleichen wir

Fotoalbum
Ein guter Startpunkt für die Familienforschung: Das Fotoalbum der Großeltern.

Die Auswahl an unterschiedlichen Genealogie-Programmen ist groß. Es gibt einige Anbieter von Freeware sowie auch viele kostenpflichtige Programme. Höchstwahrscheinlich wird kaum eine Software jeden Ahnenforscher voll und ganz überzeugen, da jeder Nutzer andere Ansprüche an ein solches Programm hat. Um einen besseren Überblick und eine Orientierungshilfe bei der Entscheidung für das richtige Programm zu bieten, hat unsere Redaktion vier wichtige Auswahlkriterien zusammengetragen und einige der bekanntesten und beliebtesten Genealogie-Programme im Hinblick auf diese miteinander verglichen und bewertet.

Unter dem Bewertungspunkt „Leistung“ nehmen wir genau unter die Lupe, welche Funktionen die verschiedenen Programme zu bieten haben. Verfügt das Programm beispielsweise lediglich über eine einfache Suchfunktion oder stehen dem Nutzer zusätzlich erweiterte Suchkriterien zur Verfügung, mit welchen er seine Suche nach Personen oder Gruppen verfeinern kann? Können mehrere Ahnenforscher gleichzeitig die gesammelten Daten bearbeiten? Lassen sich Stammbaumdaten als GEDCOM-Dateien im- und exportieren? Hat der Anwender die Möglichkeit, eigene Notizen und Ereignisse einzufügen sowie Medien wie beispielsweise Fotos oder Videos einzubinden? Beinhaltet die Software eine Google Maps-Anbindung, sodass der Nutzer seine Familiengeschichte auf der Landkarte verfolgen und darstellen kann? Neben diesen Fragen schauen wir uns auch an, wie umfangreich die Datenbank der Software ist und wie viele Mitglieder sie bereits nutzen.

Die verschiedenen Genealogie-Programme unterscheiden sich zudem durch ihr Tarifsystem und die Art, wie sie angeboten werden. So bieten einige Unternehmen alle Funktionen zur Ahnenforschung über eine Webseite an, während andere ihren Kunden eine Software zum Download zur Verfügung stellen.
Einige Programme sind kostenlos als Freeware erhältlich. Für die Nutzung anderer Anwendungen müssen die User dagegen bezahlen. Die Mischung aus Freeware und kostenpflichtigem Programm nennt sich Freemium-Modell, welches beispielsweise bei Family Tree Builder seine Anwendung findet. Bereits die kostenlose Version der Anwendung verfügt über die wichtigsten Funktionen - allerdings lassen sich viele zusätzliche Features mit einem Upgrade zu einer kostenpflichtigen Premium-Version freischalten.
In puncto kostenpflichtige Nutzung finden sich in unserem Vergleich zwei unterschiedliche Tarifmodelle: Entweder bezahlt der Kunde einen einmaligen Betrag oder er schließt ein Abo über einen bestimmten Zeitraum ab. Viele kostenpflichtige Programme stehen darüber hinaus für begrenzte Zeit als kostenlose Testversion bereit.

Wichtige Kriterien bei der Wahl der passenden Genealogie-Software sind außerdem die Bedienung und die Performance des jeweiligen Programms. Im Hinblick auf die Bedienung überprüfen wir unter anderem, in welchen Sprachen die Software zur Verfügung steht und ob Anwender sich registrieren müssen, um das Programm zu nutzen. Zudem bewerten wir die Übersichtlichkeit und die Bedienerfreundlichkeit der Benutzeroberfläche. In puncto Performance schauen wir uns an, mit welchen Betriebssystemen die Genealogie-Programme kompatibel sind.
Während die Mehrheit der Anwendungen in unserem Vergleich ausschließlich auf Windows-Rechnern läuft, gibt es auch eine Reihe von Programmen, die darüber hinaus MacOS-kompatibel sind oder sich wie zum Beispiel MacStammbaum speziell an Mac-Nutzer richten.
Außerdem sollten Interessierte bei der Wahl einer Genealogie-Software überprüfen, ob ihr Rechner über ausreichend Arbeitsspeicher und freien Speicherplatz verfügt und ob sie zur Installation und zur Nutzung des Programms eine Internetverbindung benötigen.

Schließlich spielen auch die gebotenen Support-Optionen und der Datenschutz eine bedeutende Rolle bei der Kaufentscheidung. Je mehr Kontakt- und Hilfsmöglichkeiten zum Hersteller den Kunden zur Verfügung stehen, umso mehr Punkte kann das Programm in dieser Bewertungskategorie abräumen. Zumindest per Kontaktformular sollte der Anbieter aber in jedem Fall zu erreichen sein. Idealerweise stehen zusätzlich eine kostenlose Telefon-Hotline und ein Live-Chat bereit. Besonders für Einsteiger ist ein Handbuch, das alle wichtigen Funktionen verständlich erklärt, von großem Vorteil. Bei allgemeinen Fragen etwa zur Installation hilft häufig schon ein FAQ-Bereich weiter. Sehr nützlich ist außerdem ein Forum, in welchem sich Nutzer untereinander austauschen und sich gegenseitig weiterhelfen können.
In puncto Datenschutz ist es für den Anwender wichtig zu wissen, ob dieser die Kontrolle über hochgeladene und veröffentliche Daten behält, ob die entsprechenden Daten verschlüsselt werden und wer sie künftig einsehen kann. Häufig können Nutzer in den Einstellungen festlegen, wer Einblick in welche Daten hat.

badgeDas Fazit der Redaktion

Jedes der verschiedenen Genealogie-Programme durchläuft in unserem Vergleich nacheinander alle vier Bewertungskriterien und kann dabei in jedem jeweils zwischen 0.00 und 5.00 Punkte erreichen. Die erzielten Punkte werden am Ende addiert, aus ihrem Durchschnitt errechnen sich das Endergebnis und damit auch die Platzierung.

Stammbaum
Die Darstellung von Familienverhältnissen in Form eines Stammbaums – nicht zu verwechseln mit dem Begriff „Ahnentafel“.

Das bekannte Online-Portal Ancestry überzeugt in unserem Vergleich mit guten Suchfunktionen, einer großen Community, die sich über die ganze Welt verteilt, und einer umfangreichen Datenbank, die ständig erweitert wird.
Ebenso bekannt und weltweit verbreitet ist die Genealogie-Software Family Tree Builder. Dieses Programm bietet Vorlagen und Grafiken für die Erstellung von Stammbäumen und Familienseiten. Außerdem ist die Synchronisation mit mobilen Geräten möglich.
Eine gute Genealogie-Software speziell für Mac-User ist außerdem das Programm MacStammbaum. Darin sind unter anderem verschiedene virtuelle Karten integriert, auf denen sich beispielsweise die Wohnorte der Familienmitglieder anzeigen lassen.