Babysitter-Portale

Die besten Babysitter-Portale im Vergleich

Laura Voigt
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Betreut.de 4,53 39,00 €
2 ErsteKinderbetreuung 4,32 19,95 €
3 HalloBabysitter 4,22 27,99 €
4 Yoopies 4,21 12,90 €
5 babysitter.de 3,95

Serviceleistungen

Benutzerfreundlichkeit für die Betreuer

Benutzerfreundlichkeit für die Auftraggeber

Anmeldung, Sicherheit & Zahlung

Hilfe & Support

Babysitter schnell und einfach finden

    Das Wichtigste in Kürze
  • Eltern, die nach einer Betreuung für ihr ihr Kind suchen, müssen längst nicht mehr auf Zeitungsannoncen zurückgreifen. In übersichtlichen Babysitter-Portalen werden sie schnell und bequem fündig. Gute Vermittlerseiten sind nutzerfreundlich, informativ u
  • Ob Kinderkrippe, Tagesmutter, Leihoma oder Au-pair: Heutzutage wählen Eltern zwischen verschiedenen Betreuungsformen.
  • Bei der Einstellung eines Babysitters gilt es, rechtliche Grundlagen hinsichtlich der Anmeldung, der Vertragsgestaltung, der Versicherung und der Steuern zu beachten.
  • Für die Einstellung des passenden Babysitters sind nicht nur Sympathie oder diverse Zusatzqualifikationen entscheidend, sondern dabei handelt es sich auch um eine Frage der Kosten.

Unsere Testsieger

Mit 4.53 Punkten und einem großen Vorsprung landet Betreut.de auf dem ersten Platz unseres Babysitter-Portal-Tests. Die Plattform überzeugt unter anderem mit ihrer Vielseitigkeit, denn neben den üblichen Betreuungsangeboten für Kinder hält sie auch Anzeigen im Bereich Senioren-, Tier- und Haushaltshilfen bereit. Dabei punktet sie nicht nur mit vielen praktischen Funktionen, etwa einer Jobsuche im Schnelldurchlauf und einem automatisierten Bewerbungsverfahren, sondern ebenso mit ihren Sicherheitsvorkehrungen, von Checklisten über Verifizierungsoptionen bis hin zum TÜV-Siegel.

Das ebenfalls ausgefeilte Portal ErsteKinderbetreuung nimmt mit 4.32 Punkten den zweiten Platz ein. Insbesondere die große Auswahl an Kinderbetreuern, die Bewertungs- und Verifizierungsmöglichkeiten sowie die Geld-zurück-Garantie sind positiv zu verzeichnen. Knapp dahinter belegt Hallobabysitter den dritten Platz. Der Durchschnitt von 4.22 Punkten ist unter anderem der guten Suchfunktion mit vielen Filteroptionen, aber auch den zahlreichen Informationen, Tipps und Checklisten für Eltern zu verdanken.

1. Kinderbetreuung 2.0: Mary Poppins aus dem Internet

Etwa 763.000 Kinder unter drei Jahren wurden laut dem Statistischen Bundesamt im März 2017 entweder in einer Kindertageseinrichtung oder einer öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut, was einen Anstieg von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Der stetige Zuwachs steht höchstwahrscheinlich in einem direkten Zusammenhang mit dem seit August 2013 geltenden bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz. Dennoch fehlen 2017 etwa 228.000 Plätze für die unter Dreijährigen. Was machen also all diejenigen, die ihr Kind nicht in eine öffentliche Betreuungsstätte geben können?

Babysitter - Kampf um Kitaplaetze
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Der Kampf um die Betreuungsplätze.
Unterschiede in Ost und West

Während in den neuen Bundesländern Mütter vor der Wende aufgrund der zahlreichen Betreuungsangebote zeitnah wieder in die Erwerbstätigkeit zurückkehren konnten, existierten derartige Angebote in Westdeutschland kaum. Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde die öffentliche Kinderbetreuung seit 2005 ausgeweitet. Nichtsdestotrotz weist sie in Ost- und Westdeutschland noch immer starke Differenzen auf.

Karriere und sonstige Selbstverwirklichung haben in Deutschland einen hohen Rang inne. Dementsprechend wünschen sich immer mehr Eltern eine ganztätige Betreuung für ihr Kind – seien es Familien oder Alleinerziehende, die wenig Zeit haben und nach einem langfristigen Service suchen, schlichtweg mehr Zeit für sich benötigen oder sich ihrer beruflichen Entwicklung widmen möchten. Familien, die nach einer Kinderbetreuung suchen, häufig unter einem Zeitdruck. Nichtsdestotrotz sollten sie sich Zeit nehmen für ihre Suche, denn sie vertrauen ihr Kind einer fremden Person an. Selbst wenn Eltern das Glück haben, Verwandte und Bekannte in der Nähe zu wissen, können unvorhersehbare Geschehnisse eintreffen, die dazu führen, dass sie auf fremde Betreuer zurückgreifen müssen.

Wo lässt sich ein geeigneter Betreuer finden?

Als erste Anlaufstelle, einen vertrauenswürdigen Babysitter ausfindig zu machen, dient vermutlich die Empfehlung anderer Familien. Bei ihrer Suche nach dem richtigen Babysitter lassen sich viele Eltern zunächst einmal von Familienmitgliedern und Freunden, die bereits Erfahrung mit Kinderbetreuern gesammelt haben, beraten. Gegebenenfalls nutzen sie auch den sogenannten Familienservice, den manche Unternehmen bieten. Dieser hilft bei der Suche nach einer geeigneten Betreuung, damit Eltern Beruf und Privatleben umstandslos miteinander vereinbaren können. Am geläufigsten und praktischsten sind mittlerweile jedoch Online-Portale, auf denen Familien ein Gesuch inserieren und gleichzeitig Angebote von Betreuungskräften finden.

Eine stundenweise Betreuung des Kindes kann den Alltag vieler Eltern sehr erleichtern. Sie erlaubt es ihnen, ihre sozialen Kontakte außerhalb der eigenen Familie weiterhin zu pflegen, Anlässe wie Elternabende wahrnehmen oder einfach einmal ins Kino zu gehen. Am einfachsten gestaltet sich die Suche nach einer passenden Betreuung über Babysitter-Portale. Doch wie vertrauenswürdig sind Babysitter aus dem Internet? In den meisten Fällen handelt es sich um Schüler oder Studenten, die einmal oder mehrmals wöchentlich ihre Zeit anbieten, um ihre Einkünfte aufzustocken. An Angeboten mangelt es keineswegs, doch woher wissen Eltern, wem sie ausreichend Vertrauen schenken können?

Vorteile von Babysitter-Portalen – Eine Win-Win-Situation
Die Suche in Internetportalen hat viele Vorteile:
  • Der Nutzer muss kaum Daten von sich preisgeben.
  • Filterkriterien sparen Zeit.
  • Das Profil der Bewerber ist einsehbar, sodass Eltern zuerst gewisse Angaben – beispielweise den Wohnort, das Alter, die Qualifikationen und Erfahrungen – über den potenziellen Betreuer in Erfahrung bringen können, bevor sie den ersten Kontakt aufnehmen.
  • Das Profil-Foto vermittelt einen ersten optischen Eindruck.
  • Bewertungen und Referenzen anderer Eltern stehen zur Verfügung.
  • Eltern können sich entweder selbst auf die Suche begeben oder finden lassen.

2. Von der klassischen Nanny bis zur Leihoma

Wenn Eltern nach einer Betreuung für ihre Kinder suchen, stehen ihnen eine Reihe an Alternativen zur Verfügung. Deshalb sollten sie sich zunächst über ihre Wünsche und Vorstellungen im Klaren sein. Suchen sie nach einem jüngeren oder älteren Aufpasser? Brauchen sie eine regelmäßige oder eher spontane Betreuung? Wie viel Geld haben sie zur Verfügung? Folgende sind mittlerweile in großer Zahl auf dem Markt vertreten:

Kinderkrippe

Bei einer Kinderkrippe handelt es sich um eine öffentliche, pädagogische beziehungsweise familienergänzende Einrichtung oder Gruppe zur Betreuung von Babys ab drei Monaten und Kleinkindern bis drei Jahre. Eltern können ihre Kinder dort bis zu fünf Tage in der Woche über mehrere Stunden unterbringen. 

In der Regel gibt es mehrere Gruppen, die jeweils von mindestens zwei Kräften betreut werden. Der Schwerpunkt der Betreuung liegt auf der Pflege, dem Beisammensein und der Vermittlung erster Fähigkeiten und Kenntnisse. Jede Krippe hat ein eigenes pädagogisches Konzept, nach dem sich der Tagesablauf sowie der Umgang mit den Kindern richtet.

  • Tägliche Betreuung zu festen Zeiten mit mehreren qualifizierten Betreuern. Mitunter kann es jedoch zu Wartezeiten bis hin zu zwei Jahren kommen.
  • Durch den Kontakt zu Gleichaltrigen lernen Kinder grundlegende Sozialkompetenzen.
  • Erzieher, die eine fünfjährige pädagogische Ausbildung absolviert, oder Kinderpfleger, die eine zwei- bis dreijährige Schulung durchlaufen haben.
  • Je nach Wohnort und individuellem Krippenplatz betragen die Kosten zwischen 50 und 500 Euro im Monat, wobei zwei Drittel der Betreuungskosten, höchstens aber 4.000 Euro pro Kind, steuerlich absetzbar sind.
Bild: Erzieherin mit drei kleinen Kindern
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Kinderkrippe: die soziale Betreuung.

Tagesmutter

Obwohl der Begriff „Tagesmutter“ äußerst verbreitet ist, lautet die eigentliche Bezeichnung „Kindertagespflege“, sodass auch „Tagesväter“ miteingeschlossen sind. Eine Tagesmutter betreut eine Gruppe von bis zu fünf Kindern in ihren privaten Wohnräumen. Sie übernimmt auch pädagogische Aufgaben wie die Bildung und Erziehung der Kinder. Der Zeitraum der Betreuung ist individuell auszuhandeln, beträgt aber meist fünf Tage in der Woche und je nach Bedarf bis zu acht Stunden am Tag.

  • Tägliche Betreuung zu festen Zeiten – allerdings mit Ausfallrisiko (zum Beispiel im Krankheitsfall). Die Vermittlung findet in der Regel über das Jugendamt oder ein Portal statt; Wartelisten gibt es also nicht.
  • Aufgrund des Kontakts zu nicht mehr als fünf Kindern ist dieses Modell besonders für sensiblen Nachwuchs geeignet.
  • Die Tagesmutter verfügt über keine spezifische Ausbildung, muss jedoch eine Tagesmutter-Qualifikation vorweisen können, die pflegerische und pädagogische Grundlagenkenntnisse attestiert.
  • Die Kosten belaufen sich durchschnittlich auf drei bis acht Euro pro Stunde, wobei in manchen Fällen Angestellte von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss bis hin zur vollen Übernahme der Kosten erhalten.
     
Bild: Tagesmutter mit Baby und Kind
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Tagesmutter: die intensive Betreuung.

Nanny beziehungsweise Kinderfrau

Eine Kinderfrau – auch Nanny genannt – übernimmt neben der Kinderbetreuung auch kleinere Aufgaben im Haushalt wie Einkaufen, Waschen und Bügeln. Je nach Absprache sind Kindermädchen für die Pflege, Erziehung und sogar schulische Angelegenheiten zuständig. Manche Familien nehmen ihre Nanny sogar mit in den Urlaub, um auch dort eine umfassende Betreuung zu gewährleisten.

  • Betreuung nur an bestimmten Tagen, beispielweise wenn die Eltern in Teilzeit arbeiten, wobei die Zeiten individuell festzulegen sind. Die Vermittlung verläuft in der Regel über ein Betreuungsportal.
  • Intensiver Kontakt zur Betreuungsperson sowie gegebenenfalls Besuche von Spielplätzen.
  • Keine übergreifende Qualifikation, pädagogische Ausbildung wünschenswert.
  • Nannys verlangen im Durchschnitt acht bis zehn Euro pro Stunde. Eine staatliche Bezuschussung ist individuell mit dem Jugendamt abzusprechen.
Bild: Frau mit Kind an der Hand
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Nanny: die vielseitige Betreuung.

Leihoma

Leihomas und -opas sind, wie es der Name bereits verrät, deutlich älter als Tagesmütter oder Babysitter, respektive überwiegend Rentner, die ihre freie Zeit mit der Betreuung von Kindern verbringen wollen. Aufgrund der zeitlichen Flexibilität eignet sich diese Form insbesondere für spontane Einsätze, aber auch feste Tage in der Woche, etwa um den Zeitraum zwischen der Kinderkrippe und der Rückkehr von der Arbeit zu überbrücken.

  • Betreuung nur an bestimmten Tagen oder nach der Kinderkrippe, falls die Eltern beruflich eingespannt sind, wobei Leihomas mit einer hohen Flexibilität punkten.
  • Intensiver Kontakt zur älteren Generation sowie gegebenenfalls zu Gleichaltrigen durch Besuche auf Spielplätzen oder in Schwimmbädern.
  • Keine spezielle Ausbildung, aber meist viel Erfahrung mit der Erziehung von Kindern.
  • Die Kosten belaufen sich im Regelfall auf zehn bis 15 Euro pro Stunde und sind nur dann steuerlich absetzbar, wenn die Leihoma eine Ausbildung absolviert hat.
Bild: Opa liest Kind vor
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Leihopa: Betreuung durch die ältere Generation.

Au-pair

Au-pair-Jungen und -Mädchen reisen für eine begrenzte Zeit, in der Regel ein Jahr, in ein fremdes Land, leben dort bei einer Gastfamilie und kümmern sich um deren Kinder und zum Teil auch den Haushalt. Praktischerweise stehen Au-Pairs jederzeit zur Verfügung. Im Gegenzug haben die Gasteltern selbstverständlich eine gewisse Verantwortung für die jugendliche Hilfskraft, die bestenfalls nach einer Eingewöhnungsphase zu einem Familienmitglied werden.

  • Der Au-pair-Betreuer ist ständig verfügbar, da er im eigenen Haushalt wohnt. Die Vermittlung erfolgt häufig über Au-pair-Agenturen.
  • Intensiver Kontakt zur Betreuungsperson sowie gegebenenfalls zu Gleichaltrigen durch regelmäßige Besuche auf Spielplätzen oder in Schwimmbädern.
  • Keine pädagogische Ausbildung, jedoch häufig Erfahrung im Umgang mit Geschwistern.
  • Ein Au-pair erhält ein monatliches Taschengeld in Höhe von 260 Euro, wobei die Kosten steuerlich absetzbar sind.
Bild: Au-Pair mit Kindern
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Au-pair: die interkulturelle Betreuung.

Babysitter

Babysitter sind sehr flexible Betreuer. Sie sind sowohl regelmäßig als auch sporadisch einsetzbar. Häufig handelt es sich dabei um Schüler oder Studenten, die stundenweise einspringen, wenn Eltern Essen gehen oder ein Konzert besuchen wollen. Die Länge beziehungsweise Dauer der Beschäftigung und der Lohn werden individuell vereinbart.

  • Hohe Flexibilität außerhalb der Schul- beziehungsweise Studienzeiten, jedoch begrenzte Zeiten bei minderjährigen Betreuern.
  • Relativ intensiver Kontakt zur Betreuungsperson, jedoch seltener Kontakt zu anderen Kindern.
  • Keine pädagogische Ausbildung, sondern Spaß, freie Zeit mit Kindern zu verbringen, sowie Erfahrung im Umgang mit Geschwistern.
  • Je nach Intensität der Betreuung schwanken die stündlichen Kosten für einen Babysitter zwischen fünf und 20 Euro. Zwei Drittel der Kosten, höchstens jedoch 4.000 Euro jährlich, sind steuerlich absetzbar.
Bild: Frau liest Kind vor
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Babysitter: die praktische Betreuung.

3. Die Unterschiede zwischen den Babysitter-Portalen

Je nach den individuellen Umständen eignet sich ein Betreuungskonzept mehr als ein anderes. Da Kinder vor allem eine liebevolle Zuwendung brauchen, ist für alle Varianten jedoch unabhängig von Qualifikationen und Zertifikaten die persönliche Einstellung, sprich ein zuverlässiger, verantwortungsbewusster und spaßiger Umgang mit den Kindern gleichbedeutend.

Wer einen flexibel einsetzbaren Aufpasser für den Nachwuchs wünscht, der ist mit einem Babysitter gut beraten. Mit ihm können Eltern nämlich nicht nur feste Zeitfenster, sondern auch sporadische Einsätze vereinbaren. Je nach Intensivität der Betreuung beziehungsweise Arbeitsspektrum schwankt der Stundenlohn zwar erheblich, insgesamt sind die Kosten allerdings geringer als bei einer Tagesmutter oder Nanny.

Babysitter verfügen zwar in den meisten Fällen nicht über eine Ausbildung, sind aber häufig aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile die beste Lösung:

  • Zeitlich flexibel
  • Vergleichsweise geringe Kosten
  • Entertainment für die Kinder
  • Zusätzliche Hilfe im Haushalt
  • Komfort und Vertrauen

Heutzutage muss niemand mehr haufenweise Zeitungen kaufen und nach einer passenden Anzeige für einen Babysitter suchen. Stattdessen können sowohl die Eltern als auch die Betreuer ihre Gesuche in speziellen Portalen schalten. Vorteilhaft sind dabei insbesondere die große Auswahl an Kandidaten, aber auch die geringen Kosten im Vergleich zu einer Agentur, bei der zusätzliche Vermittlungsgebühren anfallen. Auf den Profilseiten haben Interessierte Einsicht auf Verfügbarkeit, Erfahrungsrahmen und Betreuungsumfang. Eine gezielte Suche ist daher sehr einfach und schnell.

Zwar unterscheiden sich die Portale in ihrer Funktionsweise nur bedingt voneinander, allerdings bieten sie einen stark differierenden Umfang an kostenlosen Leistungen. Während manche Plattformen bereits für das Lesen der Nachrichten eine kostenpflichtige Mitgliedschaft verlangen, ist bei anderen die Nutzung bis hin zur ersten Kontaktaufnahme völlig kostenfrei. Im Regelfall müssen die Eltern einen Beitrag zahlen, während der Betreuer kostenlos dabei ist. Zum Teil ist der Abschluss eines Abonnements, mitunter sind nur Einzelzahlungen nötig.

Auch die Preisspanne klafft weit auseinander: Je nach Laufzeit zahlen Registrierte zwischen fünf und 45 Euro im Monat. Bei der Auswahl eines Portals spielt es eine wichtige Rolle, wie viel Geld die Familien ausgeben wollen.

Deutschland- oder sogar weltweite Online-Portale, auf denen Interessierte ebenso Gesuche aufgeben wie Angebote einsehen können, haben selbstverständlich eine höhere Reichweite als lokale Anzeigen. Ebenso liegt die Trefferquote in Großstädten höher, da die Anzahl der Betreuer größer ist.

4. Eine Checkliste für Eltern und Babysitter

Auf den ersten Blick sind abgesehen von Zuverlässigkeit und Begeisterung für den Job keinerlei Voraussetzungen nötig, um Babysitter zu werden. Es gibt jedoch gewisse Rechtsgrundlagen, die es zu beachten gilt – immerhin handelt es sich dabei um einen Minijob. Wer mit dem Gedanken spielt, einen Babysitter einzustellen, sollte die folgende Checkliste durchgehen, um Probleme zu vermeiden:

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Die Anmeldung

Leider sind nur sehr wenige Familien ausreichend darüber informiert, wie sie die Beschäftigung eines Babysitters anmelden. Häufig übersehen sie sogar die Tatsache, dass es sich um ein meldepflichtiges Arbeitsverhältnis handelt. Ist dieses nicht gemeldet, gilt es als Schwarzarbeit. Eine Person, der haushaltsnahe Dienstleistungen – etwa Kinderbetreuung, Gartenarbeit oder Haushaltsaufgaben – verrichtet und monatlich unter 450 Euro verdient, ist geringfügig beschäftigt; das heißt, die Auftraggeber müssen ihn nicht beim Arbeitsamt, sondern in der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung anmelden und dort pauschale Abgaben zahlen. Liegt sein Gehalt jedoch darüber, so ist er normal versteuert. Arbeitnehmer, die unter 450 Euro verdienen, sind von Sozialabgaben und Steuerzahlungen befreit.
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Der Vertrag

In der Regel handelt es sich bei einem Babysitter um eine selbstständige Arbeitskraft. Um wichtige Regelungen wie die Betreuungszeiten, die Gehaltsvereinbarungen oder den Aufgabenbereich verbindlich zu machen, ist der Abschluss eines Vertrags erforderlich. Gibt es keine festen Arbeitszeiten, können Eltern die Betreuungskraft als „Aushilfe auf Abruf“ einstellen.
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Die Versicherung

Ein fremder Haushalt birgt nicht nur für den Betreuer Gefahren, sondern auch für das Kind. Um sich vor finanziellen Schäden zu schützen, müssen Babysitter versichert sein, denn im Ernstfall tragen Dritte die Konsequenzen. Zum einen brauchen Babysitter eine Unfallversicherung, da sie unter die Kategorie Haushaltshilfen fallen. Der Beitrag beträgt lediglich 1,6 Prozent des Arbeitsentgelts. Zum anderen benötigen Babysitter eine Haftpflichtversicherung. Junge Babysitter sollten dabei prüfen, ob die Haftpflichtversicherung ihrer Eltern auch im Rahmen ihrer Betreuungsbeschäftigung greift.
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Der Urlaub

Gelegentliche Babysitter haben an sich keinen Anspruch auf Urlaub, dennoch sollten sie mit den Eltern abklären, zu welchen Zeiten sie nicht da sind beziehungsweise wie die zeitlichen Vereinbarungen in Ferienzeiten, etwa Weihnachten, Ostern oder Pfingsten aussehen. Handelt es sich hingegen um fest angestellte Babysitter, haben diese Anspruch auf bezahlten Urlaub, was bei einer Fünf-Tages-Woche mindestens 20 Tage bedeutet.
babysitter steuern

Die Steuern

Erfreulicherweise können Eltern die Ausgaben für die Betreuung sowie zwei Drittel der Anmeldekosten steuerlich absetzen. Ersteres gilt jedoch nur bis zu einer jährlichen Gesamtsumme von 4.000 Euro. Wichtig ist hierbei, dass das Beschäftigungsverhältnis durch einen Vertrag beziehungsweise Rechnungen für das Finanzamt nachweisbar ist. Zudem darf das Kind maximal 14 Jahre alt sein, muss im Haushalt des Steuerpflichtigen wohnen und einen Anspruch auf Kindergeld haben. Die Entlohnung muss per Überweisung gezahlt werden, sodass ersichtlich ist, dass der Babysitter das Geld erhalten hat.

Zusätzlich gilt es, folgende rechtliche Vorschriften zu beachten:

  • Minderjährige Babysitter ab 13 Jahren dürfen nur zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten, ab 15 Jahren verlängert sich die zulässige Betreuungszeit auf 20 Uhr.
  • Die Aufsichtspflicht obliegt zwar dem Babysitter, dennoch sollten Eltern bei ihrer Auswahl Sorgfalt walten lassen.
  • Babysitter haben ein Recht auf den Mindestlohn von 8,50 Euro – es sei denn, es handelt es sich um Minderjährige ohne eine abgeschlossene Ausbildung.
  • Mit einer Kamera-Überwachung muss sich der Babysitter vorab schriftlich einverstanden erklären.

5. Die Qual der Wahl: Welcher Babysitter ist der richtige?

Erfüllen mehrere Personen die Anforderungen der Eltern, gibt es einige Zusatzkriterien, die ihnen bei der engeren Auswahl helfen können:

Die Sympathie muss stimmen

Die Eltern müssen dem Babysitter voll und ganz vertrauen können. Aus diesem Grund muss die zwischenmenschliche Chemie sowohl zwischen Eltern und Babysitter als auch zwischen Betreuer und Kind stimmen. Im Idealfall verbringt das Kind vorab Zeit mit seinem potentiellen Babysitter, sodass Sie anhand seines Verhaltens erkennen, ob es sich wohlfühlt. Daher bietet es sich für beide Parteien an, zunächst einen Probearbeitstag zu vereinbaren.

Im Idealfall bringt der Babysitter folgende Eigenschaften mit:

  • Flexibilität
  • Geduld
  • Aufmerksamkeit
  • Verlässlichkeit
  • Ehrlichkeit
  • Begeisterungsfähigkeit

Alles in allem sollte der Babysitter selbstredend kinderlieb sowie vertrauenswürdig und vor allem daran interessiert sein, das Kind kennenzulernen. Damit sich die Eltern nicht dauerhaft um das Kind sorgen müssen, sollte er ebenfalls vertrauenswürdig, ordentlich und kommunikativ sein. Für die Kinder ist es aber auch wichtig, dass er lustig ist, sodass sie sich bei ihm wohlfühlen können.

Zusatzqualifikationen: Diplome, Mehrsprachigkeit, Kreativität

Um sich selbst und den Eltern ein gutes Gefühl zu verleihen, können Betreuer ein sogenanntes Babysitter-Diplom bei der örtlichen Familienbildungsstätte oder beim Deutschen Roten Kreuz erwerben. Die entsprechende Babysitter-Schulung umfasst unter anderem einen achtstündigen Erste-Hilfe-Kurs bezüglich Säuglingen und Kleinkindern, Informationen zur Ernährung, der richtigen Verhaltensweise in Notfällen, zu den rechtlichen Grundlagen und ein Training im Wickeln. Auf diese Weise lernen Babysitter, nicht nur gesundheitsbewusster, sondern vor allem gelassener in unerwarteten Situationen mit dem Kind umzugehen.

Manche Eltern wünschen, dass der Babysitter zweisprachig ist, damit ihr Kind mit einer fremden Sprache vertraut wird. Weitere Pluspunkte sind Kreativität, damit die Zeit schneller vorübergeht, und sportliche Aktivitäten, sodass die Betreuung mit der Energie des Kindes mithalten kann.

Der Kostenfaktor

Da die Stundenlöhne zum Teil stark variieren, können mitunter auch die Kosten der ausschlaggebende Grund für die Einstellung eines bestimmten Babysitters sein. Je nach Qualifikation und Erfahrungen beziehungsweise Intensität der Betreuung verlangen Babysitter zwischen acht und 15 Euro.

Um sicher zu sein, dass sie die richtige Wahl getroffen haben, sollten die Eltern den Babysitter vorab ein paar Mal einladen oder am ersten Arbeitstag ein wenig früher kommen lassen. Auf diese Weise versichern sich beide Seiten vor der Vertragsunterzeichnung, dass die Chemie stimmt. Zudem kann der Babysitter den Tagesrhythmus und Abläufe wie Wickeln oder das Abendritual beobachten.

So testen wir

Die ausgewählten Babysitter-Portale haben wir in vier verschiedenen Kategorien bewertet. In jeder von ihnen haben wir zwischen 0.00 und 5.00 Punkten vergeben, wobei wir den Punkt „Benutzerfreundlichkeit“ in zwei Abschnitte aufgliedern. Addiert und schließlich durch fünf geteilt, ergaben die einzelnen Bewertungen das Gesamtergebnis. Dabei bleibt zu beachten, dass der Testsieger nicht zwangsläufig für jeden Nutzer den optimalen Service darstellt. Unser Vergleich dient lediglich als Orientierungshilfe. Welches Modell den individuellen Bedürfnissen entspricht, entscheidet jeder Leser für sich selbst.

Serviceleistungen

Die Serviceleistungen eines Babysitter-Portals lassen sich zunächst in zwei Kategorien untergliedern. Alle getesteten Plattformen bieten verschiedene Betreuungsformen (Babysitter, Tagesmütter, Au-pairs etc.) an. Einige vermitteln darüber hinaus weitere Arten von Hilfskräften, beispielsweise Senioren- und Tierbetreuung, Haushalts- und Gartenhilfe sowie Nachhilfelehrer. Am meisten überzeugte uns Betreut.de, welches das komplette Spektrum an Dienstleistungen anbietet. Die anderen getesteten Portale beschränken sich vor allem auf den Bereich der Kinderbetreuung. Eine Ausnahme bildet dabei das Netzwerk Yoopies, das zwar eine Reihe an Zusatzleistungen, jedoch nur einen Teil an Kinderbetreuungsformen zur Verfügung stellt.

Benutzerfreundlichkeit für die Auftraggeber und Betreuer

Aus Gründen der Übersichtlichkeit fassen wir die beiden Bewertungspunkte, die Benutzerfreundlichkeit für Eltern und Babysitter, unter einem Abschnitt zusammen.

Unter dieser Kategorie haben wir die Gestaltung der Webseitenoberfläche unter die Lupe genommen. Ein auschlaggebendes Kriterium ist hier die „Intuitivität“ der Bedienung. Das Funktionsrepertoire ist ebenfalls sehr wichtig. Dabei achten wir darauf, ob die Webseite Filter anbietet, um die Suche so effizient wie möglich zu gestalten. Hilfreich ist auch ein Kalender im Profil, in den der Nutzer seine Verfügbarkeit einträgt. Merkzettel und Notizen erleichtern den Überblick für die Suchenden, eine Verifizierung sorgt für das nötige Sicherheitsgefühl und die Anzeige der Besucher-Anzahl sowie die Bewertungen geben Aufschluss darüber, wie erfolgreich beziehungsweise empfehlenswert ein Profil ist.

Auf keinem der getesteten Portale besteht eine Profilbild-Pflicht. Nahezu alle Kriterien erfüllt unser Testsieger, Betreut.de. Lediglich eine Verifizierungs- und Bewertungsmöglichkeit sowie eine Besucherliste auf Seiten des Auftraggebers fehlen. Vergleichbar gut schneidet der Vermittlungsservice ErsteKinderbetreuung in dieser Kategorie ab. babysitter.de, welches lediglich Suchfilter, einen Kalender und eine Validierung für Betreuer bereitstellt, hat hier hingegen nicht überzeugt.

Anmeldung, Sicherheit und Zahlung

Zwar ist die Registrierung auf allen Portalen kostenlos, ein Großteil der getesteten Babysitter-Plattformen bietet aber auch einen kostenpflichtigen Premium-Account an. Mit der Bezahlvariante erhöht der Nutzer die Sichtbarkeit seines Profils und schaltet zusätzliche Funktionen frei. Aus diesem Grund sind auch Zahlungs- sowie Sicherheitsvorkehrungen von besonderem Belang. Bereits bei den Monatstarifen lassen sich bedeutende Unterschiede festhalten. So reichen die Kosten für Babysitter von einem monatlichen Beitrag von 4,95 Euro (bei ErsteKinderbetreuung) bis zu 15 Euro. Eltern zahlen zwischen 12,90 Euro (bei Yoopies) und 39,90 Euro. Die höchsten Tarife fallen jeweils bei Betreut.de an.

Punktabzüge gibt es auch für eine automatische Verlängerung des Abonnements. Über die kürzeste Premium-Dauer verfügt HalloBabysitter. Mit gerade einmal zehn Tagen ist die Premium-Dauer bei HalloBabaysitter am kürzesten. Alle anderen Portale, die eine kostenpflichtige Mitgliedschaft anbieten, verlangen eine Verbindlichkeit von mindestens einem Monat. Die Kündigungsfrist beträgt zwischen drei und sieben Tagen

In puncto Sicherheit liegen alle Portale in etwa auf der gleichen Ebene. Alle Babysitter-Portale schützen die sensiblen Daten ihrer Kunden mit einer SSL-Verschlüsselung, jedoch besitzt nur ein einziges Portal, nämlich Betreut.de, ein TÜV-Siegel sowie keines ein Trusted-Shop-Zertifikat. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die Datenschutzbestimmungen sind einfach und direkt auf den Startseiten zu finden.

Ähnlich verhält es sich mit der Flexibilität: Zwar verfügen alle Portale über eine mobile Seite, doch nur Betreut.de bietet eine App für Smartphone und Tablet, sodass Nutzer auch von unterwegs auf ihrem Smartphone oder Tablet nach einer Betreuung oder einem Job Ausschau halten können.

Am meisten überzeugte uns in dieser Bewertungskategorie babysitter.de, da das Angebot für beide Parteien komplett kostenlos ist. Negativ fiel vor allem HalloBabysitter auf, das zwar nur die Auftraggeber für Zusatzleistungen bezahlen lässt, dafür aber das Abonnement automatisch verlängert.

Hilfe und Support

Hinsichtlich des Hilfe- und Support-Services sieht das Angebot bei allen Portalen eher durchwachsen aus. Die volle Punktzahl erhalten nur Plattformen, die einen E-Mail-, Telefon- und Chat-Support sowie ein Kontaktformular, einen FAQ-Bereich und einen Blog oder ein Magazin bereithalten. Positiv sticht hier die Plattform HalloBabysitter hervor, bei der lediglich ein Live-Chat fehlt. Erstaunlicherweise schneidet unser Testsieger, Betreut.de, eher schlecht ab, was vornehmlich damit zusammenhängt, dass wir vom Kundenservice keine Rückmeldung auf unsere Anfrage erhielten.