Smart-TV

Die 7 besten Smart-TVs im Vergleich

Bild & Ton
HD-Standard
Auflösung
Bildschirmtyp
HbbTV
Curved-TV
HDR-fÀhig
Ausstattung
WLAN-fÀhig
LAN
Bluetooth-fÀhig
CI+-Slot
DVB-T2
DVB-C
DVB-S2
Anzahl USB-AnschlĂŒsse
Anzahl HDMI-AnschlĂŒsse
Energiemerkmale
Energieeffizienzklasse
Leistungsaufnahme Standby
Vorteile
Nachteile

Smart-TV-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Ein Smart-TV verbindet die Funktionen eines modernen FernsehgerĂ€tes mit jenen eines internetfĂ€higen Computers. Streaming, Videotelefonie, Online-Spiele und Surfen sind ohne ZusatzgerĂ€te möglich.
  • Smart-TVs analysieren die Vorlieben des Nutzers und schlagen ihm individuell passende Programme vor.
  • Ein internetfĂ€higer Fernseher ist nur dann ein Smart-TV, wenn er ĂŒber die HbbTV-FunktionalitĂ€t verfĂŒgt.
  • Bei der Auswahl des geeigneten Smart-TVs ist vor allem auf den Bildschirm zu achten: Diagonale, Auflösung, Technologie, Kontraste und Bildwiederholfrequenz sind entscheidend.

Smart-TV: Einfach fernsehen war gestern

Womit beschĂ€ftigen wir uns hierzulande in unserer Freizeit am liebsten? Sind es die Kinder oder der Partner, mit denen wir schöne Stunden verbringen, ist es der Wochenendbesuch bei Freunden und Verwandten oder der Sportverein und das Fitnessstudio zum Auspowern am Feierabend? Weit gefehlt. Persönliche Begegnungen mit anderen Menschen liegen nach einer reprĂ€sentativen Umfrage des Freizeit-Monitor aus dem Jahr 2018 nicht mehr im Trend. Die Freizeitgestaltung findet stattdessen mehr und mehr im digitalen Raum statt. Der Konsum von Medien, allen voran Fernsehen, Radio und Internet, fĂŒhren die Liste der beliebtesten FreizeitaktivitĂ€ten gemeinsam mit Musik hören und Telefonieren mit Abstand an.

Untersuchung der Mediennutzung

Der Verband Privater Medien, VAUNET, untersucht laufend die Mediennutzung der hierzulande lebenden Menschen. Den neuesten Meldungen zur Marktanalyse aus dem ersten Quartal 2019 zufolge sind Fernsehen, Radio und Internet die meistgenutzten Medien in Deutschland. Der Verband zitiert dabei eine Studie der AGF Videoforschung aus dem Oktober 2018 zur Bewegtbildnutzung der in Deutschland lebenden Bevölkerung ĂŒber 18 Jahren.

Immer flacher, grĂ¶ĂŸer und mit mehr technischen Variationen treten die GerĂ€te auf, doch damit nicht genug: Der gute alte TV schickt sich an, auch den Sprung in die Generation Internet zu meistern. Vor allem die Altersgruppe der ĂŒber 60-jĂ€hrigen verfolgt zwar noch das herkömmliche Fernsehprogramm, bei jĂŒngeren Medienkonsumenten geht der Trend hin zur Nutzung internetbasierter Dienste, sprich Mediatheken, Streamingdienste und YouTube.

Ein Smart-TV ist nicht nur das FernsehgerĂ€t der neuesten Generation, sondern er verbindet die Eigenschaften eines modernen TV mit jenen eines Computers. Daher bezeichnet man die GerĂ€te auch als Hybrid-TV. Die GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber USB-AnschlĂŒsse, WLAN und Speicherkarten-Slots. Was ein Smart-TV unter allen Funktionen aber vor allem auszeichnet, das ist seine HbbTV-FĂ€higkeit.

HbbTV

Die abkĂŒrzende Bezeichnung HbbTV steht fĂŒr „Hybrid Broadcast Broadband Television“. HbbTV-fĂ€hige GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber einen Decoder fĂŒr digitales Fernsehen (Broadcast) und einen Internetzugang (Broadband). Internet und Fernsehen verschmelzen also in einer Anlage.

Insofern ist ein Smart-TV weniger ein TV mit Internet, sondern vielmehr eine Multimedia-Station, die zahlreiche funktionale Aspekte vereint.

Welche Vorteile bietet ein Smart-TV?

Immer mehr, vor allem jĂŒngere, Fernsehzuschauer möchten selbst Herr ĂŒber ihr Fernsehprogramm sein. Sie wollen selbst bestimmen, was sie wann sehen. Der Smart-TV bietet fast alle relevanten KanĂ€le, die wir zum tĂ€glichen Entertainment nutzen, in einem einzigen GerĂ€t: Fernsehen, Streaming, Social-Media.

Welche Möglichkeiten bietet ein Smart-TV?

SelbstverstĂ€ndlich kann man mit einem Smart-TV zunĂ€chst eines: Fernsehen. Die Zusatzfunktionen, die er gegenĂŒber einem herkömmlichen GerĂ€t bietet, sind allerdings zahlreich und vielfĂ€ltig. Eine Umfrage des Verbraucherpanels GfK von Internet-Nutzern ab 14 Jahren gibt einen Einblick in die Aspekte, die Konsumenten bei Internet-Fernsehen besonders wichtig sind:

  • Zeitversetztes Fernsehen
  • Gute BildqualitĂ€t
  • Individuelle Sendungsarchive
  • Große Programmauswahl
  • Elektronischer TV-Programm-Guide
  • Online-Videothek
  • Interaktive Teilnahme an Abstimmungen und Quiz-Sendungen
  • Sprachauswahl bei Filmen und Videos
  • Online-Spiele ĂŒber den TV

Der Begriff „Smart-TV“ ist allerdings nicht standardisiert. Einige Hersteller verkaufen einen internetfĂ€higen Fernseher bereits als Smart-TV. Entscheidend ist allerdings seine HbbTV-FĂ€higkeit, die es erlaubt, ein vielfĂ€ltiges Angebot neuer Informationen und Dienste bereitzustellen, die Nutzer ĂŒber den sogenannten „Red Button“ abrufen.

Der Red Button – nur Teletext 2.0?

Über einen Klick auf den Red Button gelangt der Fernsehende auf eine Informationsseite des Senders, auf der dieser weiterfĂŒhrende Aspekte und Inhalte zum aktuellen Programm prĂ€sentiert.

Das Potenzial vernetzter Inhalte und Informationen ist enorm: Wer ein Fußballspiel verfolgt, erhĂ€lt so beispielsweise bequem Informationen zu Spiel- und Spielerstatistiken, historische Informationen zu vergangenen Begegnungen der beiden Mannschaften, Wettquoten, Interviews, Zugang zum Fanshop und Videos der bisherigen Highlights. Wer gerne Serien sieht, erhĂ€lt auf Knopfdruck Hintergrundinformationen zu Schauspielern und der Serie selbst sowie Zugang zu Fanshops und Fan-Communities in sozialen Medien.

Über den Red Button im HbbTV eröffnen sich dem Nutzer folgende Möglichkeiten:

  • Fernsehen on Demand, beispielsweise aus Mediatheken der Sender
  • Zusatz- und Hintergrundinformationen wie News, Rezepte, Wetter
  • Teilnahme an interaktiven Elementen wie Zuschauer-Votings
  • Elektronischer TV-Programm-Guide, optisch ansprechender, multimedialer und informativer als im Videotext
  • Zugriff auf soziale Netzwerke und das Internet
  • Interaktive Werbung, Rabattaktionen und Shoppingoptionen
  • Interaktive Spiele

VerfĂŒgt das FernsehgerĂ€t ĂŒber einen HbbTV-Receiver, ist der Dienst kostenfrei fĂŒr den Nutzer verfĂŒgbar. Dank der internationalen Standardisierung ist er weltweit verbreitet und die durch ihn zugĂ€nglichen Inhalte in verschiedenen Sprachen aus jedem Land der Erde abrufbar.

Anwendungen und Apps

Mit einem Smart-TV kann man nicht nur das gewöhnliche, lineare Fernsehprogramm der öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten verfolgen, sondern parallel dazu natĂŒrlich auch alle Entertainment-VorzĂŒge genießen, die das Internet zu bieten hat – bei brillanter Bild- und TonqualitĂ€t. Folgendes ist in diesem Bereich mit einem Smart-TV möglich:

  • Zugriff auf Video-, Musik- und Bilddateien
  • Nutzung von Video- und Streamingplattformen wie YouTube, Twitch, Netflix oder Amazon
  • Zugang zu Mediatheken sowie on Demand-Inhalten
  • Abruf interaktiver Programminformationen
  • Teilnahme an Online-Spielen
  • Empfang von Internet-Radio
  • Zugang zu sozialen Netzwerken ĂŒber Apps oder den Browser
  • FĂŒhren von Telefonaten ĂŒber Online-Telefon- oder Videotelefonie-Dienste

Smarte Funktionen, smarte Steuerung, smartes Zuhause

Smart-TVs sind mit einem Webbrowser ausgestattet. Um dessen Möglichkeiten bequem ausschöpfen zu können, ist eine Tastatur von Vorteil. Die GerĂ€te sind daher mit herkömmlichen Tastaturen ĂŒber USB-Anschluss oder via Bluetooth koppelbar. Somit dient der Fernseher mit WLAN wie ein gewöhnlicher PC zum Surfen im Internet. Einige Hersteller statten ihre Fernbedienungen sogar mit kleinen Tastaturen aus.

Viele Modelle unterstĂŒtzen inzwischen Spracherkennungstools wie beispielsweise Alexa. Über die Sprachsteuerung via integriertem Mikrofon nimmt der Nutzer auch die Suche nach Sendungen und Filmen vor, wechselt auf einen anderen Kanal oder bestellt sich kurzerhand die Pizza zum abendlichen FilmvergnĂŒgen online. Der Hersteller Samsung beispielsweise verbaut das Mikrofon in der Fernbedienung. Alternativ ist natĂŒrlich auch eine Steuerung des Smart-TV mit den herstellereigenen Apps ĂŒber mobile EndgerĂ€te wie Smartphones oder Tablets möglich.

Sprachsteuerung und die Möglichkeit, den Smart-TV in eine Smart-Home-Umgebung zu integrieren, befĂ€higen den Nutzer, von der Couch sĂ€mtliche Funktionen des Hauses und darin befindlicher GerĂ€te mit seinen Worten ĂŒber das TV-GerĂ€t zu steuern. Das Licht anschalten oder dimmen, die Überwachungskamera aktivieren und einsehen, die Alarmanlage anschalten, den TĂŒröffner betĂ€tigen, den Staubsaugerroboter dirigieren, die FensterlĂ€den herunterlassen oder die Heizungstemperatur regulieren – all dies ist dank der Einbindung des Smart-TV mit Spracherkennungsfunktion in das Smart-Home-System mit wenigen Worten erledigt. Gerade fĂŒr in ihrer MobilitĂ€t eingeschrĂ€nkte oder sehbehinderte Nutzer ist dies eine wahre Erleichterung.

Sicherheit und Personalisierung

VerfĂŒgt der Smart-TV ĂŒber eine Webcam, kann der Benutzer seinen Account mit einer Gesichtserkennungsfunktion sichern. Andererseits dient die Funktion auch der Personalisierung des Benutzerprofils. So erhĂ€lt ein durch die Gesichtserkennung verifizierter Nutzer individuell seinen Interessen und bisherigen Sehgewohnheiten entsprechende ProgrammvorschlĂ€ge.

In einer Familie erkennt ein Smart-TV ĂŒber die Kamera also, welches Familienmitglied gerade fernsieht, und schlĂ€gt das jeweils passende Programm fĂŒr Mutter, Vater, Tochter oder Sohn vor. Auch der Zugang zum persönlichen Social-Media-Account ĂŒber den Smart-TV ist dank Gesichtserkennung ohne Eingabe des Passworts möglich. Eine Kindersicherung zĂ€hlt zum Standard bei Smart-TVs. Sie bewirkt, dass Kinder ohne verifizierte Gesichtserkennung oder ein entsprechendes Passwort entweder gar keinen Zugriff oder nur auf bestimmte Programme erhalten. Durch Eingabe einer simplen und individuell bestimmbaren Tastenkombination entsperrt sie der Nutzer wieder.

Der Herr ĂŒber das Programm

Nutzer eines Smart-TV entscheiden jederzeit, was sie gerne sehen möchten und zu welcher Zeit sie es sehen möchten. Ein zentrales Feature ist hierbei die bewĂ€hrte und beliebte Timeshift-Funktion, die es erlaubt, das lineare Fernsehprogramm zu pausieren und die Wiedergabe zu einem beliebigen spĂ€teren Zeitpunkt fortzusetzen. Das GerĂ€t nimmt die folgende Sendung mit Unterbrechung der Wiedergabe auf, sodass der Nutzer beim spĂ€teren, zeitversetzten Ansehen beispielsweise auch lĂ€stige Werbeblöcke ĂŒberspringen kann.

Möglich machen dies einerseits die PVR-Funktion („Personal Video Recorder“), bei der der Nutzer Sendungen auswĂ€hlen und auf ein USB-Speichermedium abspeichern lassen kann, und andererseits die IPTV-Lösung, die Sendungen in einer Cloud aufzeichnet und dort zur Wiedergabe vorhĂ€lt. Wer eine Sendung ganz verpasst hat, findet sie meist in den sendereigenen Mediatheken zum Streamen. Sagt das Programm der öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten allerdings ĂŒberhaupt nicht zu, dann bieten Video-on-Demand-Plattformen dem Nutzer ein unerschöpfliches Repertoire an Inhalten zur freien Auswahl.

Effizient auf Empfang: Worauf beim Kauf achten?

Was bei den Spezifikationen des Bildschirms anfĂ€ngt, setzt sich bei den anderen wichtigen Merkmalen eines Smart-TV fort: BuchstabenkĂŒrzel, AbkĂŒrzungen und Superlative zieren die Verpackungen und Produktbeschreibungen. Mit toll klingenden Begriffen locken alle Hersteller, doch was verbirgt sich dahinter und worauf kommt es eigentlich an in Sachen Energieverbrauch, Anschlussbuchsen, Empfangsmöglichkeiten und Betriebssystem?

Ist der Energieverbrauch noch ein Thema?

Der Energieverbrauch eines Smart-TV hĂ€ngt hauptsĂ€chlich von der verwendeten Bildschirmtechnologie und von der BildschirmgrĂ¶ĂŸe ab. Ein LCD/LED-GerĂ€t verbraucht tendenziell mehr Energie als ein OLED-GerĂ€t, ein großer Fernseher mehr als ein kleiner. Doch auch moderne hochwertige LCD/LED-GerĂ€te weisen keinen exorbitant hohen Strombedarf auf. Gemeinsam mit allen anderen GerĂ€ten der Haushaltselektronik verbrauchen Fernseher laut Angaben der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und Öko-Institut e.V. nur etwa zehn Prozent des Stroms im Durchschnittshaushalt.

Energieeffizienzklasse und Leistungsaufnahme

Seit 2011 mĂŒssen FernsehgerĂ€te verpflichtend ein EU-Energielabel tragen. Seit 2017 reicht die Spanne der Energieeffizienzklassen dabei von A++ bis E, ab 2020 wird die Skala auf A+++ bis D verschoben. Die auf dem Markt erhĂ€ltlichen Smart-TVs gehören momentan in aller Regel entweder der Klasse A oder der Klasse A+ an. Die Angabe der Energieeffizienzklasse bezieht sich bei FernsehgerĂ€ten allerdings weniger auf den tatsĂ€chlichen Verbrauch, sondern vielmehr auf das VerhĂ€ltnis des Stromverbrauchs zur BildschirmgrĂ¶ĂŸe bei eingeschaltetem GerĂ€t.

Wenig RĂŒckschlĂŒsse auf den tatsĂ€chlichen Stromverbrauch erlaubt auch die Angabe der Leistungsaufnahme in der Einheit Watt auf dem Energielabel. Sie bezieht sich rein auf die Leistungsaufnahme im Betrieb, die Leistungsaufnahme im Standby hingegen fließt dabei nicht mit ein und findet sich auch nicht als gesonderte Angabe auf dem Label.

Der Jahresstromverbrauch

AussagekrÀftiger als die Energieeffizienzklasse ist also die Angabe des absoluten Energieverbrauchs pro Jahr, die sich ebenfalls auf dem Energielabel in Form der Angabe kWh/annum (Kilowattstunden pro Jahr) findet. Dabei gilt zu beachten, dass sich der angegebene Jahresstromverbrauch auf eine voreingestellte Bildschirmhelligkeit von 60 Prozent bei vier Stunden Betriebszeit pro Tag bezieht.

Strom sparen

Ist der Bildschirm dauerhaft heller als 60 Prozent eingestellt, verbraucht er deutlich mehr Energie. Sogar die Art der gesehenen Inhalte haben Einfluss auf den Stromverbrauch: Ein Film mit vielen dĂŒsteren Szenen verbraucht weniger Energie als ein Film, der viele helle Szenen enthĂ€lt. Dieser Unterschied ist vor allem bei der OLED-Technologie signifikant, doch gleicht sich dieser Effekt bei lĂ€ngerer Nutzung und dem Betrachten verschiedenartiger Inhalte ohnehin aus. Der Standby-Modus verbraucht ebenfalls Energie. Allerdings fließt im Stand-by nur eine minimale Stromzufuhr durch die Komponenten des GerĂ€ts, beim Einschalten des Stroms jedoch eine plötzliche Höchstspannung. Dadurch könnte der Kondensator auf Dauer Schaden nehmen. Das oftmalige Aus- und Wiedereinschalten ist zudem auf Dauer stromintensiver als die gleichmĂ€ĂŸig geringe Stromversorgung im Stand-by.

Ein entscheidendes Kaufkriterium sollte der Stromverbrauch in aller Regel nicht darstellen. Wer den Bildschirm nicht dauerhaft zu hell einstellt und das GerĂ€t zwei bis drei Stunden am Tag nutzt, wird mit den entstehenden Betriebskosten von lediglich 20 bis 50 Euro pro Jahr leben können. Das GerĂ€t sollte ĂŒber einen echten Ausschalter verfĂŒgen und der Nutzer sich nicht scheuen, von ihm Gebrauch zu machen.

AnschlĂŒsse: Wie viel passt rein?

Jeder Smart-TV verfĂŒgt ĂŒber eine Reihe verschiedener Anschlussbuchsen, ĂŒber die sich weitere GerĂ€te, wie beispielsweise ein DVD-Player oder eine PlayStation, mit dem FernsehgerĂ€t verbinden lassen. Über folgende Anschlussmöglichkeiten sollte ein Smart-TV in jedem Fall verfĂŒgen:

  • HDMI: Über den HDMI-Anschluss sind Heimkino-Anlagen, Blu-Ray-Player oder Spielekonsolen an das GerĂ€t anschließbar. Zwei AnschlĂŒsse sind das Minimum.
  • USB: Festplatten und USB-Sticks sind ĂŒber entsprechende USB-Ports direkt mit dem Fernseher koppelbar.
  • Bluetooth: Mobile GerĂ€te wie Smartphones oder Tablets sind ebenso wie ComputermĂ€use oder Tastaturen kabellos ĂŒber Bluetooth mit dem TV zu verbinden.
  • WLAN und LAN: An das Internet ist ein Smart-TV entweder ĂŒber Kabel (LAN) oder kabellos ĂŒber WLAN einzubinden. LAN-Verbindungen sind leistungsstĂ€rker.
  • Audio-EingĂ€nge und -AusgĂ€nge: Kopfhörer oder Lautsprecher sind ĂŒber die AudioanschlĂŒsse mit dem TV-GerĂ€t zu verbinden.
  • CI+-Slot: Ein CI+-Schacht nimmt ein CI+-Modul auf, welches den Empfang verschlĂŒsselter TV- und Radiosender ermöglicht.

Auf Empfang gestellt – von Twin- bis Quattro-Tuner

Von Twin-, Dual-, Triple- oder sogar Quattro-Tunern ist im Zusammenhang mit Smart-TVs die Rede. Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Der Tuner ist dafĂŒr zustĂ€ndig, Fernsehsignale in digitaler QualitĂ€t und in High Definition zu empfangen. Die Signale werden ĂŒber verschiedene Varianten und Formen des Digital Video Broadcasting (DVB), der digitalen VideoĂŒbertragung, ĂŒbertragen.

DVB-T
DVB-T2

Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“, was auf Deutsch „Digitale VideoĂŒbertragung – Antennenfernsehen“ bedeutet. Digitale Hörfunk- und Fernsehsignale werden bei dieser Übertragungsform ĂŒber erdgebundene Wege mit Antennen ĂŒbermittelt. DVB-T2 ist der Nachfolgestandard, der die Übertragung einer grĂ¶ĂŸeren Anzahl an Programmen in besserer QualitĂ€t als beim VorgĂ€ngerstandard erlaubt.

DVB-C
DVB-C

Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr „Digital Video Broadcasting – Cable“, was auf Deutsch „Digitales Kabelfernsehen“ bedeutet. Die digitalen Hörfunk- und Fernsehsignale werden bei diesem Standard ĂŒber einen Kabelanschluss versendet und empfangen. Auch fĂŒr DVB-C gibt es einen Nachfolgestandard, DVB-C2, der allerdings noch keine praktische Anwendung findet, da bereits DVB-C in der Lage ist, Inhalte in HD zu ĂŒbertragen.

DVB-S
DVB-S

Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr „Digital Video Broadcasting – Satellite“, was auf Deutsch „Digitales Satellitenfernsehen“ bedeutet. Die digitalen Hörfunk- und Fernsehsignale werden bei diesem Standard ĂŒber einen Rundfunksatelliten ausgestrahlt. Inzwischen findet der Nachfolgestandard DVB-S2 Anwendung. Die SatellitenĂŒbertragung ist die meistgenutzte DVB-Übertragungsvariante, da ihre DatenĂŒbertragungsrate sehr hoch ist und sie keine Infrastruktur wie Kabelnetze benötigt.

Die Tuner sind dafĂŒr zustĂ€ndig, die Signale ĂŒber die verschiedenen Übertragungsmethoden zu empfangen und in ein sichtbares, hochauflösendes Bild umzuwandeln. Je nach Anzahl verschiedener und zeitgleich empfangbarer Übertragungsvarianten sind verschiedene Tuner-Technologien zu unterscheiden.

TWIN-TUNER
Tuner

Ein Twin-Tuner ermöglicht es, einen Kanal ĂŒber DVB-C zu sehen und simultan ein anderes Programm ĂŒber den gleichen Signalbereich, also ebenfalls DVB-C, aufzuzeichnen. Er ist nicht zu verwechseln mit einem Dual-Tuner. Der Begriff Twin-Tuner stammt noch aus der Zeit analoger Empfangstechnik.

DUAL-TUNER
Tuner

Der Dual-Tuner ermöglicht es im Gegensatz zum Twin-Tuner, nicht nur einen Signalbereich zu empfangen, sondern gleichzeitig zwei Signalbereiche wie beispielsweise DVB-C und DVB-S, also digitales Kabelfernehen und digitales Satellitenfernsehen, zu nutzen. Ein Dual-Tuner mit Twin-Konzept, auch Twin-Dual-Tuner genannt, erlaubt also den Empfang und das gleichzeitige Aufzeichnen von digitalem Kabelfernsehen und digitalem Satellitenfernsehen.

TRIPLE-TUNER
Tuner

Die Mehrzahl der Smart-TVs ist derzeit mit Triple Tunern ausgestattet, die es erlauben, gleichzeitig drei verschiedene Signalbereiche, nÀmlich DVB-T, DVB-C und DVB-S, zu empfangen. Somit sind mit einem Triple-Tuner nahezu alle Empfangsmöglichkeiten abgedeckt. Ein Twin-Triple-Tuner erlaubt den Empfang und das gleichzeitige Aufzeichnen von digitalem Satelliten-, Kabel- und Antennenfernsehen.

QUATTRO-TUNER
Tuner

Der Quattro-Tuner fĂŒgt dem Triple-Tuner-Konzept noch eine Empfangsmöglichkeit hinzu. Die hochmodernen Tuner unterstĂŒtzen nicht nur digitales Satelliten-, Kabel- und Antennenfernsehen, sondern sind darĂŒber hinaus in der Lage, Signale auch via IP-TV zu empfangen und zu verarbeiten. Als Twin-Quattro-Tuner ist er in der Lage, diese Signale ĂŒber die verschiedenen Übertragungsformen zu empfangen und gleichzeitig aufzuzeichnen.

Welcher Hersteller nutzt welches Betriebssystem?

Da es sich bei einem Smart-TV nicht nur um einen Fernseher handelt, sondern das GerĂ€t die Navigation zwischen verschiedensten multimedialen Inhalten ermöglicht, ist eine sinnvolle und benutzerfreundliche Gestaltung des Betriebssystems kaufentscheidend. Einen einheitlichen Standard gibt es hierbei allerdings nicht. Wie so oft braut jeder Hersteller sein eigenes SĂŒppchen und setzt auf eigene Betriebssysteme.

TIZEN
TIZEN

Der Platzhirsch auf dem Markt der Smart-TVs, Samsung, setzt auf das Betriebssystem Tizen. Apps, Programme und Anschlussmöglichkeiten steuert der Nutzer ĂŒber eine ĂŒbersichtliche Leiste am unteren Bildschirmrand, den sogenannten Smart Hub, an. Die Reihenfolge der Elemente ist durch die letzte Nutzung bestimmt und nicht durch den Nutzer individualisierbar. Tizen ist in MenĂŒfĂŒhrung und Steuerung allerdings intuitiv und ĂŒbersichtlich gestaltet. Es kommt ganz ohne ĂŒberflĂŒssige MenĂŒtiefe und lange Klickpfade aus.

WEBOS 2.0
WEBOS 2.0

Der Hersteller LG verwendet als Betriebssystem fĂŒr seine Smart-TVs Web OS 2.0, das vor allem auf kurze Klickpfade und einfache MenĂŒfĂŒhrung glĂ€nzt. Favorisierte Apps sind individuell fĂŒr den Schnellzugriff am unteren Bildschirmrand gruppierbar, ganz Ă€hnlich wie bei Tizen. WebOS 2.0 ist ĂŒbersichtlich und reagiert schnell.

ANDROID TV
ANDROID TV

Der Hersteller Sony setzt bei seinen FernsehgerĂ€ten auf Android TV von Google. Die Fernbedienungen sind mit Touchpad zur Bedienung von Android-Apps und mit einem Mikrofon fĂŒr die Sprachsteuerung ausgestattet. Über Google Cast Ready ĂŒbertragen Nutzer Filme, Fotos oder Musik vom Tablet oder Smartphone direkt auf den Fernsehbildschirm. Neben Sony bedient sich auch Philips des Android TV.

FIREFOX OS
FIREFOX OS

Die Smart-TVs des Herstellers Panasonic nutzen Firefox OS als Betriebssystem. Wie die anderen Systeme positioniert auch Firefox OS favorisierte Anwendungen und Programme an prominenter Stelle des sogenannten Life+-Screen, der BenutzeroberflĂ€che. Die Darstellung wirkt allerdings gigantomanisch, wodurch bei vielen Favoriten schnell die Übersichtlichkeit leidet. Anschlussmöglichkeiten und Einstellungen sind im MenĂŒ schwieriger zugĂ€nglich als bei den Konkurrenzsystemen.

Smarte Anwendungstipps

Die Voraussetzungen, die man zum Betrieb eines Smart-TV in den eigenen vier WĂ€nden benötigt, sind denkbar gering: Neben dem obligatorischen Stromanschluss ist ein Breitbandinternetzugang mit leistungsstarker DatenĂŒbertragung unerlĂ€sslich. Doch wenn ein Fernseher mit dem Internet verbunden ist, kann er sich dann nicht auch Viren und andere Schadprogramme einfangen? Und ist es nicht auch möglich, ein altes GerĂ€t zum Smart-TV aufzurĂŒsten, ohne ĂŒberhaupt einen Smart-TV neu anschaffen zu mĂŒssen? Welches Zubehör ist außerdem sinnvoll, um die Möglichkeiten des Smart-TV ideal auszuschöpfen?

Ist das Internet schnell genug?

Die Vorteile eines internetfĂ€higen TV-GerĂ€ts lassen sich selbstverstĂ€ndlich nur dann nutzen, wenn eine ausreichend schnelle Internetverbindung ĂŒber LAN oder WLAN zur VerfĂŒgung steht. Doch wie schnell muss diese Verbindung mindestens sein?

FĂŒr ein reibungsloses Streaming von HD-Inhalten ist eine stabile und konstante Internetverbindung von mindestens 8 Megabyte pro Sekunde notwendig, sofern nicht noch gleichzeitig zahlreiche weitere GerĂ€te im WLAN betrieben werden. Eine LAN-Verbindung ist leistungsstĂ€rker und daher zu bevorzugen. Zum Streamen von 4K-Inhalten reicht hingegen nicht einmal ein 16K-DSL-Anschluss aus. Gerade in einigen lĂ€ndlichen Regionen sollten Interessenten daher vor dem Kauf prĂŒfen, ob ihre Verbindung die jeweils nötigen Anforderungen erfĂŒllt. Die Wiedergabe von Musikdateien stellt dabei weniger hohe AnsprĂŒche als die flĂŒssige Wiedergabe von HD-Inhalten ĂŒber Streaming-Plattformen wie Netflix.

Kann sich mein Smart-TV einen Virus einfangen?

FĂŒr den Gebrauch des Internets ĂŒber einen Smart-TV gelten die gleichen Regeln wie fĂŒr das Surfen ĂŒber ein beliebiges anderes EndgerĂ€t. Denn die in der Online-Welt lauernden Gefahren sind dieselben. Die beste Möglichkeit, sich und seinen Smart-TV vor Viren zu schĂŒtzen, ist es, anstehende Updates zeitnah durchzufĂŒhren, ausschließlich offizielle Apps zu installieren und auf vertrauenswĂŒrdigen Websites zu surfen. Einen wirksamen Virenschutz fĂŒr Smart-TVs gibt es bislang nĂ€mlich nicht.

Bildschirm: scharf und dynamisch

Er ist das zentrale Element eines jeden FernsehgerĂ€ts. Er ist die Äußerlichkeit, auf die es wirklich ankommt, denn ohne ihn ist jede technische Finesse wertlos – es kĂ€me nĂ€mlich einfach rein gar nichts rĂŒber: der Bildschirm.

Bildschirmdiagonale: je grĂ¶ĂŸer, desto besser?

Smart-TVs gibt es mit Bildschirmdiagonalen von 24 Zoll bis 85 Zoll und mehr. GrĂ¶ĂŸer heißt jedoch nicht automatisch besser. Die BildschirmgrĂ¶ĂŸe sollte immer mit einer ihr angemessenen Auflösung einhergehen.

Zoll Zentimeter Zoll Zentimeter
24" 60,96 58" 147,32
28" 71,12 60" 152,40
32" 81,28 64" 162,56
36" 91,44 68" 172,72
40" 101,60 70" 177,80
44" 111,76 74" 187,96
48" 121,92 78" 198,12
52" 132,08 82" 208,28
56" 142,24 85" 215,90
Die Auswahl der passenden GrĂ¶ĂŸe ist selbstverstĂ€ndlich eine individuelle Angelegenheit, die vom Platzangebot im heimischen Wohnzimmer und vom Geldbeutel abhĂ€ngig ist. Je grĂ¶ĂŸer der Bildschirm ist, desto teurer fallen die GerĂ€te tendenziell aus.

Wo sitzen fĂŒr perfekte Sicht?

Bei GerĂ€ten mit großer Diagonale ist zu beachten, dass auch ein grĂ¶ĂŸerer Abstand zum GerĂ€t notwendig ist, um den gesamten Bildschirm betrachten zu können. Neben der Bildschirmdiagonale hat aber bei Full-HD-GerĂ€ten auch die Auflösung einen Einfluss auf den optimalen Sitzabstand: Je höher die Bildschirmauflösung, desto nĂ€her zum GerĂ€t kann der Betrachter sitzen. Wer nahe am Bildschirm eines HD-GerĂ€ts sitzen möchte oder muss, sollte einen Fernseher mit geringerer Bildschirmdiagonale, doch höherer Auflösung wĂ€hlen, um kein verpixeltes Bild zu sehen.

Der optimale Sitzabstand zum FernsehgerĂ€t bei GerĂ€ten mit HD-Signal errechnet sich ĂŒbrigens sehr leicht, indem man die Bildschirmdiagonale mit dem Faktor 2,5 multipliziert. Bei einem 52-Zoll-Bildschirm sollte der Nutzer sich dementsprechend 130 Zoll oder 3,30 Meter von ihm entfernt positionieren. Insofern lohnt es sich, bereits vor der Auswahl eines GerĂ€tes die Gegebenheiten des heimischen Wohnzimmers zu vermessen.

Die alte Faustregel gilt nicht fĂŒr 4K-GerĂ€te, denn selbst bei geringem Sitzabstand liefern diese ein klares, detailreiches und nicht verpixeltes Bild. Um jedoch den gesamten Bildschirm im Blick zu haben, empfiehlt sich dennoch ein gewisser Abstand zum GerĂ€t. Diesen ermitteln EigentĂŒmer eines 4K-FernsehgerĂ€tes mit der Formel 0,75 x Bildschirmhöhe.

Alles klar? – Eine Frage der Auflösung

Die Auflösung des Bildschirms ist von der Anzahl der verfĂŒgbaren Pixel (Bildpunkte) abhĂ€ngig. Die Formel ist simpel: Je mehr Bildpunkte, desto schĂ€rfer und klarer das Bild und desto ausgeprĂ€gter die FĂ€higkeit, auch kleine Details darstellen zu können. GĂ€ngige Bezeichnungen fĂŒr verschiedene Arten der Auflösung sind folgende:

  • SD: SD steht fĂŒr Standard Definition und meint 720 x 576 Pixel. Dieser Standard ist inzwischen veraltet.
  • HD Ready: HD steht fĂŒr High Definition und bezeichnet 1.280 x 720 Pixel. HD-Ready-GerĂ€te finden sich in aller Regel nur mit kleiner Bildschirmdiagonale.
  • Full HD: Der Bildschirm verfĂŒgt ĂŒber eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. FĂŒr HD-Fernsehen und AbstĂ€nde von zwei bis vier Metern zum Bildschirm sind sie ideal.

Selbst Full HD soll schon nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ sein, suggerieren die Hersteller, doch normales Fernsehprogramm wird derzeit maximal in Full HD ĂŒbertragen. Höher auflösende Standards, 4K, 4K2K und 8K laufen unter dem Überbegriff Ultra HD (UHD) und finden bisher kaum praktische Anwendung.

  • 4K: Die Auflösung von 4K-GerĂ€ten betrĂ€gt 3.840 x 2.160 Pixel.
  • 4K2K: 4.096 x 2.304 Pixel zeichnen GerĂ€te dieses Auflösungsstandards aus.
  • 8K: Der neueste Standard bezeichnet eine Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln.

Die BildschĂ€rfe hat sich in den letzten Jahren stetig und rasant verbessert und die Entwicklung setzt sich momentan mit 8K weiter fort. FĂŒr die Farbdarstellung ist jedoch ein anderer Faktor ausschlaggebend: der Dynamikumfang.

Welche Auflösung ist sinnvoll?

Bei GerĂ€ten von weniger als 50 Zoll Bildschirmdiagonale und einer Sitzentfernung von mehr als zwei Metern ist ein Full-HD-Fernseher völlig ausreichend. Ab 50 Zoll oder geringer Sitzentfernung empfiehlt sich ein 4K-GerĂ€t. Die die Gaming-Konsolen Xbox One S, Xbox One X und PlayStation 4 Pro beherrschen die Ausgabe nativen 4K-Bildmaterials. Wer also mit seiner Konsole die volle Grafikpracht genießen möchte, kann ruhig schon zu einem 4K-GerĂ€t greifen.

Kontraste und Dynamik

Smart-TVs nutzen eine moderne Display-Technologie namens HDR (High Dynamic Range). HDR ist in der Lage, deutlich mehr Abstufungen von Farben, Kontrast und Helligkeit abzubilden als es ein Standardbildschirm mit SDR, also Standard-Dynamic-Range-QualitÀt kann. Die Displayhelligkeit ist bei HDR-GerÀten höher, gleichzeitig sind aber auch tiefere Schwarzwerte darstellbar.

Der HDR-Standard wird mit dem 4K-Standard gekoppelt, sodass entsprechende Smart-TVs mit der Bezeichnung „4K HDR“ versehen sind. Doch ein gewöhnliches 4K-HDR-GerĂ€t allein reicht nicht aus, um beliebige Inhalte in HDR sehen zu können, denn das Bildmaterial muss die HDR-Information enthalten. Zwar planen einige Fernsehsender, kompatible Sendungen zu produzieren, doch bieten momentan nur Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Video ausgewĂ€hlte Inhalte in HDR an. Bei reinen HDR-Bildschirmen kann zudem eine Falle lauern: Einige Hersteller bezeichnen ihre GerĂ€te als HDR-fĂ€hig, doch bedeutet dies lediglich, dass der Fernseher HDR-Inhalte verarbeiten kann. Eine Aussage darĂŒber, ob er die Inhalte auch in HDR anzeigen kann, lĂ€sst das noch nicht zu.

Noch besser als herkömmliches HDR ist HDR10. Die Zahl 10 steht fĂŒr die Bit-Anzahl. HDR-Bildschirme verfĂŒgen ĂŒber 8 Bit und können nur 256 Helligkeitsstufen wiedergeben, HDR10-Bildschirme hingegen ĂŒber 10 Bit und die FĂ€higkeit, 1.024 Helligkeitsstufen abzubilden. Bei HDR10-Bildschirmen ist die BildqualitĂ€t sichtbar besser. Wer ein GerĂ€t dieses Standards erwerben möchte, sollte auf das „Ultra HD Premium“-Logo achten. Dabei handelt es sich um TV-GerĂ€te mit UHD und HDR10-Wiedergabe.

Damit nicht genug, denn mit Dolby Vision existiert ein weiteres Bildformat, welches dank der Möglichkeit, 12-Bit-Daten zu verarbeiten, sogar noch bessere Kontraste, mehr Helligkeitsstufen und ein noch breiteres Farbspektrum abbildet. Da die Dolby-Vision-Daten dynamisch sind, können Produzenten fĂŒr jedes einzelne Bild die optimalen Werte hinterlegen. Bei HDR10 sind die Daten statisch und die Einstellungen bleiben fĂŒr einen gesamten Film gleich. Als Konkurrenz zu Dolby Vision entwickelten Samsung und Amazon nun HDR10+, das im Gegensatz zu HDR10 ebenfalls dynamisch ist.

Kein Flimmern, kein Flackern – Bildwiederholfrequenz

Die Bildwiederholfrequenz beziffert die Anzahl an Einzelbildern, die ein FernsehgerĂ€t pro Sekunde darstellt. Je mehr Bilder ein GerĂ€t pro Sekunde wiedergegeben kann, desto flĂŒssiger wirkt das Bild. Dieser Wert der Bildrate wird in der Einheit Hertz (Hz) oder im Englischen als fps (frames per second) angegeben.

Ein Fernseher mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz ist dementsprechend in der Lage, pro Sekunde 60 Bilder darzustellen, was nicht nur fĂŒr normales Fernsehen, sondern auf fĂŒr die Wiedergabe von Blu-Rays völlig ausreichend ist. Bereits ab 24 Hertz nimmt das menschliche Auge Bildfolgen als flĂŒssige Bewegung wahr. Bei schnellen Bildwechseln, beispielsweise in Action-Szenen und bei schnellen BewegungsablĂ€ufen in SportĂŒbertragungen sind mehr Bilder pro Sekunde allerdings gut, um diese als flĂŒssig und scharf zu erfassen. Ein 4K-Fernseher kann maximal 120 Bilder pro Sekunde darstellen, ein Full-HD-Fernseher 200.

Einige Hersteller geben höhere Werte an. Das rĂŒhrt daher, dass sie in ihre Berechnung Multiplikatoren einbeziehen, die eigentlich nichts mit der BildschĂ€rfe zu tun haben. Da die genaue Berechnungsgrundlage dabei oft herstellerspezifisch und nicht transparent nachvollziehbar ist, sollten Interessenten hier Vorsicht walten lassen.

Displaytechnologien – von LCD, LED, OLED und QLED

Fernsehbildschirme beruhen derzeit ĂŒblicherweise auf zwei Displaytechnologien:

  • LED (Light-Emitting Diode, Licht emittierende Diode) mit LCD (Liquid Crystal Display)
  • OLED (Organische LED)
LED/LCD

In LCD-Bildschirmen besteht jeder Pixel aus einem FlĂŒssigkristall. Leuchtstoffröhren stahlen die Kristalle von hinten an, wodurch das Fernsehbild erzeugt wird. Beim LED-Bildschirm ersetzt lediglich LED-Hintergrundbeleuchtung die Leuchtstoffröhre, wĂ€hrend das grundlegende Funktionsprinzip identisch ist. Die Kristalle sind einzeln ausrichtbar, sodass sie das Licht in verschiedenem Maße durchscheinen lassen, was die Wiedergabe verschiedener Farben erlaubt. Die Hintergrundbeleuchtung ist entweder am Bildrand (Edge-LED) oder bei hochwertigeren LED-GerĂ€ten flĂ€chig hinter dem Display (Direct-LED) angebracht. Die Darstellung von Kontrasten und dunklen Bildbereichen leidet unter der konstanten Beleuchtung, die Beleuchtung verbraucht tendenziell mehr Strom als ein OLED-GerĂ€t und die Bauteile beanspruchen so viel Raum, dass keine ultradĂŒnnen Displays möglich sind.

Andererseits bieten gute LED-GerĂ€te gegenĂŒber OLED-Modellen den Vorteil, dass sie wesentlich heller leuchten. Die Leuchtdichte wird in der Einheit „Nits“ angegeben. Spitzen-OLED-GerĂ€te erreichen eine maximale Leuchtdichte von 800 Nits, wĂ€hrend gute LED-GerĂ€te regelhaft ĂŒber 1.000 Nits und bis zu 2.000 Nits erzielen. Um Filme in den neuen HDR- und Dolby-Vision-Formaten ideal wiedergeben zu können, ist jedoch eine hohe Helligkeit notwendig. Gerade in hellen RĂ€umen empfiehlt sich also eher ein LED- denn ein OLED-GerĂ€t.

Den Vorteilen der LED-Technologie stehen nur wenige Nachteile gegenĂŒber:

Vorteile
  • Heller als OLED
  • Besser fĂŒr HDR- und Dolby-Vision-Formate geeignet
  • LĂ€ngere Lebensdauer (etwa 100.000 Stunden)
  • GĂŒnstiger in der Anschaffung
Nachteile
  • Geringere Kontrastwerte
  • Höherer Stromverbrauch als LCDs
  • Keine ultraflachen Bauweisen möglich
  • Frontale Sitzposition vor dem GerĂ€t zu empfehlen
OLED

Bei der neueren OLED-Technologie leuchtet jeder einzelne Bildpunkt von sich aus und ist individuell dimmbar. Damit stellt das OLED helle und dunkle Bildbereiche dicht nebeneinander dar, was die Wiedergabe von optimalen Bildkontrasten ermöglicht. Dementsprechend bietet der OLED-Bildschirm einige Vor-, aber auch Nachteile.

Vorteile
  • Hohe Kontrastwerte
  • Imposantes Bild in dunklen RĂ€umen
  • Perfekte scharfe Kanten möglich
  • Stromsparend
  • Sehr flache Bauweise möglich
  • Großer Blickwinkel
Nachteile
  • Nicht fĂŒr helle RĂ€ume geeignet
  • Weniger gut fĂŒr HDR- und Dolby-Vision-Inhalte geeignet
  • Geringere Lebensdauer (etwa 30.000 Stunden)
  • Teurer in der Anschaffung als LCD
  • Gefahr des Einbrennens stehender Bilder

Aufgrund der zahlreichen Nachteile der OLED-Technologie zog sich der marktfĂŒhrende Hersteller Samsung aus dieser Sparte zurĂŒck und investiert stattdessen in die eigene QLED-Technologie (Quantum-Dot-LED, Quantenpunkt-LED).

OLED-GerÀte bieten folgende Hersteller an:

  • Sony
  • LG
  • Metz
  • Philips
  • Panasonic
Wie steht es um die Haltbarkeit?

Über die Jahre erleiden GerĂ€te beider Varianten einen Leuchtkraftverlust. Bei OLED-Fernsehern ist die Helligkeit des Fernsehers nach etwa 30.000 Stunden halbiert, das entspricht etwa 3,4 Jahren Dauerbetrieb. LED-Fernseher hingegen lassen einen Leuchtkraftverlust erst nach 50.000 bis 70.000 Stunden Betrieb erkennen, was 5,7 bis 8 Jahren Dauerbetrieb entspricht.

QLED

QLED, auch Nanokristall-Display, ist eine Alternativtechnologie des Herstellers Samsung zur OLED-Technologie. Die Bilder sollen dank der Nanokristalle, die besonders reine Farbsequenzen abstrahlen, brillant und leuchtend erscheinen, Farbtiefe und Farbspektrum ihresgleichen suchen. Der Farbraum ist der derzeit grĂ¶ĂŸte unter allen Bildschirmtechnologien, der Stromverbrauch ist geringer als bei LED- oder OLED-Bildschirmen. Im Vergleich zu anderen GerĂ€ten sind TVs mit dieser Technologie kostenintensiver. Wie beim HDR-Standard fehlt es auch hier noch an entsprechenden Inhalten.

Auf Smart trimmen: Geht das?

Das NachrĂŒsten eines TV-GerĂ€ts zum Smart-TV ist nicht nur grundsĂ€tzlich möglich, es existiert eine solch unĂŒbersichtliche FĂŒlle an verschiedenen, aber auch aufwendigen Optionen, das zu tun, dass die einfachste Möglichkeit letztendlich doch der Kauf eines neuen Smart-TV ist.

Den eigentlichen Vorteil eines Smart-TV, nĂ€mlich alle Funktionen der multimedialen Unterhaltung in einem einzigen GerĂ€t zu kombinieren, bietet nĂ€mlich keine der verschiedenen NachrĂŒstoptionen. Denn in jedem Fall ist die Anschaffung eines zweiten GerĂ€tes oder eines separaten Elements notwendig. Die zentralen Vorteile und Funktionen eines Smart-TV bieten vermeintlich gĂŒnstigere Alternativen ebenfalls nicht:

  • Keine native App-UnterstĂŒtzung
  • BildqualitĂ€t nicht auf dem neuesten Standard moderner LCD- oder OLED-TVs

Technik zum Draufstellen: Die Set-Top-Box

Eine Set-Top-Box stellt man als separate GerĂ€teeinheit ĂŒblicherweise auf oder unter den Fernseher. Sie kann fĂŒr den Empfang digitaler Satellitensignale die Rolle eines Receivers einnehmen und die Satellitensignale in ein fĂŒr den Fernseher verstĂ€ndliches Format umwandeln. Ein Fernseher ist also in der Lage, digitales Fernsehen zu empfangen, wenn eine entsprechende Set-Top-Box ĂŒber ein Scart-Kabel an ihn angeschlossen ist. VerfĂŒgt die Set-Top-Box ĂŒber eine CI+-Schnittstelle, empfĂ€ngt der Nutzer neben dem Angebot digitaler Fernsehsender auch noch zusĂ€tzlich das HDTV-Programm.

Neuere Set-Top-Boxen allerdings können weit mehr: IP-fÀhige Set-Top-Boxen (IPTV-STBs) fungieren als Schnittstelle zwischen TV-GerÀt und Internet. Sie werden daher auch als IPTV-Receiver bezeichnet und ermöglichen:

  • den Empfang von IPTV, also Fernsehen ĂŒber das Internet
  • den Abruf elektronischer Programminformationen
  • die Aufnahme von Inhalten, sofern die Box ĂŒber eine Festplatte verfĂŒgt
  • den Empfang von HDTV
  • den Abruf von Inhalten on Demand von Streaming-Dienstleistern
  • das zeitversetzte Fernsehen ĂŒber die Timeshift-Funktion (Festplatte notwendig)

FĂŒr eine qualitativ hochwertige Set-Top-Box sollten Nutzer zunĂ€chst den Einkaufspreis von etwa 100 Euro fĂŒr STBs ohne Festplatte beziehungsweise etwa 350 bis 650 Euro fĂŒr STBs mit Festplatte veranschlagen. Doch daneben ist auch der erhöhte Stromverbrauch fĂŒr ein weiteres separates GerĂ€t nicht zu vernachlĂ€ssigen.

Bekannte IPTV-Angebote sind:

  • MagentaTV der Deutschen Telekom
  • IPTV von 1&1
  • Vodafone IPTV

Wer diese Angebote annimmt, sollte sich allerdings vor Augen fĂŒhren, dass er sich damit von einem Anbieter abhĂ€ngig macht, nicht nur was den Empfang von IPTV, sondern gleichzeitig auch Internet- und Telefonempfang betrifft. Denn IPTV- und Breitbandanbieter mĂŒssen in aller Regel identisch sein. Daher sollten sich Interessenten vorab informieren, ob der momentane Internetprovider ĂŒberhaupt eine Breitbandverbindung und IPTV fĂŒr den eigenen Wohnort anbieten kann.

Streaming-Sticks

Streaming-Sticks sind eine vergleichsweise gĂŒnstige NachrĂŒstoption, um eine schnelle Einbindung des TV-GerĂ€ts ins Internet zu erzielen. Neben den bekannten Produkten mit Sprachsteuerung Amazon Fire TV Stick und Google Chromecast bieten auch Intel oder Microsoft Streaming-Sticks an.

Wer einen Streaming-Stick anschafft und ihn in den HDMI-Port seines FernsehgerĂ€tes einfĂŒhrt, bindet es in sein WLAN-Netzwerk ein. Streaming-Dienste wie Amazon Prime, Netflix, Maxdome oder Sky sind somit ĂŒber das FernsehgerĂ€t erreichbar. Allerdings ist jeder Stick in der Auswahl der verfĂŒgbaren Dienste begrenzt. Kein Stick bietet vollen und unbegrenzten Zugang zu allen Angeboten. Oft ist ein weiteres Abo, beispielsweise ein Amazon-Prime-Abo beim Fire TV Stick, notwendig, um die Funktionen ĂŒberhaupt ausschöpfen zu können. Die Auswahl des passenden Sticks will daher vorab wohl ĂŒberlegt sein.

Nicht zu verwechseln sind die selbststĂ€ndig funktionierenden Streaming-Sticks mit den sogenannten Dongles. Dongles spiegeln lediglich die Inhalte, die ĂŒber ein Tablet oder Smartphone wiedergegeben werden, und projizieren die Inhalte ĂŒber sogenanntes Screen-Mirroring auf ein FernsehgerĂ€t. Ohne primĂ€re Wiedergabequelle sind sie also nutzlos. Dennoch benötigen auch viele Streaming-Sticks den Einsatz eines Smartphones oder einer separaten Fernbedienung, um wichtige Funktionen zu steuern und nutzen.

Welches Zubehör lohnt sich?

Die Entscheidung fĂŒr einen neuen Smart-TV ist gefallen, er hat bereits seinen Platz im heimischen Wohnzimmer eingenommen und sein brillantes Bild strahlt gestochen scharf. Was jetzt noch zum vollendeten Multimedia-Genuss fehlt, sind ein dem beeindruckenden Bild ebenbĂŒrtiger Klang und natĂŒrlich spannende Inhalte, die auf dem neuen Fernseher erstrahlen können. Wir zeigen auf, ĂŒber welche Anschaffungen es sich nachzudenken lohnt, um das Fernseherlebnis mit dem Smart-TV noch weiter zu verbessern.

Perfekter Klang zu perfektem Bild

Die in Smart-TVs verbauten Lautsprechersysteme ĂŒberzeugen in aller Regel mit guter QualitĂ€t. Echten Filmenthusiasten, die authentisches Kino-Feeling in den eigenen vier WĂ€nden erzeugen möchten, wird dies dennoch nicht genĂŒgen. Ein externes Soundsystem fĂŒr perfekten Raumklang muss her!

Heimkino-Soundsysteme bestehen meist aus fĂŒnf, sieben, neun oder elf Lautsprechern sowie einem Subwoofer. Durch die Vielzahl an Lautsprechern, die optimalerweise rund um und ĂŒber dem Sitzbereich platziert werden, entsteht ein 360-Grad-Raumklangerlebnis. Von echtem 3D-Sound spricht man im Fall eines 11.2-Soundsystems. Bedenken muss der Heimkino-Fan allerdings, dass er die Boxen normalerweise untereinander verkabeln muss. Wer Kabelsalat vermeiden möchte, kann inzwischen auch getrost zu kabellosen Lautsprechersystemen greifen.

Wer ĂŒber weniger Platz verfĂŒgt und nicht die Möglichkeit hat, mehrere Boxen an verschiedenen Stellen des Raums unterzubringen, sollte alternativ zu einem 2.1-Soundsystem, bestehend aus Soundbase/Subwoofer und Soundbar, oder zu einer einfachen Soundbar greifen, die ein differenziertes und dennoch sattes Klangbild mit rĂ€umlichem Eindruck erzeugt, obwohl die Boxen allesamt platzsparend unter dem TV-Bildschirm in einer kompakten Leiste zusammengefasst sind.

Mathematik fĂŒr Klangfans

Im Zusammenhang mit TV-Lautsprecheranlagen trifft man zwangslĂ€ufig auf die Zahlenkombinationen 2.1, 5.1 oder 7.1. Deren Bedeutung ist simpel: Die erste Zahl steht fĂŒr die Anzahl der Lautsprecher, die zweite fĂŒr die Anzahl der Subwoofer, aus denen sich das Gesamtsystem zusammensetzt. Ein 5.1-System besteht also aus fĂŒnf Boxen und einem Subwoofer. Eine Soundbar plus Subwoofer lĂ€uft in aller Regel als 2.1-System.

Hochauflösende Inhalte

FĂŒr hochauflösende Inhalte und gestochen scharfes FilmvergnĂŒgen hat die DVD lĂ€ngst ausgedient. Die Blu-Ray-Disc ist der offizielle High-Definition-Nachfolger der DVD. Nur die Blu-Ray-Technologie hĂ€lt die SpeicherkapazitĂ€ten vor, um solche umfangreichen Informationen zu beherbergen. Um die Inhalte von Blu-Ray-Disks mit dem Smart-TV ansehen zu können, bedarf es eines separaten Blu-Ray-Players. Da diese abwĂ€rtskompatibel sind, kann der Nutzer auch DVDs mit ihm wiedergeben.

Wer gern Videogames auf der Konsole spielt, kann sich die Anschaffung eines separaten Blu-Ray-Players mitunter sparen. Die PlayStation 3 und ihre Nachfolgerin, die PlayStation 4, verfĂŒgen ĂŒber Blu-Ray-Laufwerke und sind in der Lage, die Inhalte wiederzugeben. Die Xbox One ist hierzu ebenfalls in der Lage, die Xbox One S und Xbox One X bieten gar ein Ultra-HD-Blu-Ray-Laufwerk. Jede der Spielkonsolen verbindet der Nutzer ebenso wie einen reinen Blu-Ray-Player ĂŒber ein HDMI-Kabel mit dem Smart-TV.

Exklusive Programme

Wer Kunde des Pay-TV-Senders Sky ist, kann dessen Inhalte nicht ohne Weiteres mit dem Smart-TV wiedergeben. Der Anbieter versendet auf Anfrage hierfĂŒr ein Modul, welches der Smart-TV-Besitzer in den CI+-Schacht an seinem GerĂ€t einfĂŒhren kann. So steht auch dem Pay-TV-Filmgenuss oder exklusiven Sportereignissen nichts mehr im Wege.

Smart-TV im Test

Achtung: Es handelt sich hierbei um einen Smart-TV-Vergleich. Die vorgestellten Produkte haben wir keinem Test unterzogen.

Deutschlands renommierteste Testinstitution, Stiftung Warentest, veröffentlicht in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden Testberichte von FernsehgerĂ€ten. Insgesamt enthĂ€lt die Test-Datenbank inzwischen ĂŒber 360 verschiedene FernsehgerĂ€te, die sich seit dem Jahr 2016 dem Testverfahren stellten. Zum Zeitpunkt unserer Recherchen umfasste die Datenbank auch 322 internetfĂ€hige TV-GerĂ€te, darunter auch viele Smart-TVs. Die Testkriterien decken dabei verschiedenste Aspekte ab. Dazu zĂ€hlen einzelne Testbewertungen fĂŒr die BildqualitĂ€t, die BildqualitĂ€t bei der Wiedergabe schneller Bewegungen, den Ton, die Handhabung, die Vielseitigkeit des GerĂ€ts sowie die Umwelteigenschaften.

Als ein Ergebnis des Tests ist ein Trend festzustellen: Die kleineren GerĂ€te von 32 oder 34 Zoll Bildschirmdiagonale verschwinden allmĂ€hlich vom Markt, wohingegen grĂ¶ĂŸere GerĂ€te mit 55 oder 65 Zoll Bildschirmdiagonale einen immer grĂ¶ĂŸer werdenden Marktanteil fĂŒr sich beanspruchen. Mit dem Testurteil „Gut“ bewertete GerĂ€te gibt es sogar erst ab 40 Zoll Bildschirmdiagonale. Der Test ergab zudem, dass OLED-FernsehgerĂ€te insgesamt in puncto BildqualitĂ€t klar die Nase vorn haben. Im Einzelfall stechen jedoch auch getestete LCD-Fernseher positiv heraus.

Das Verbrauchermagazin Öko-Test nahm im Jahr 2014 in Kooperation mit der Fachzeitschrift CHIP einen Test von LCD-Fernsehern vor. Die Auswahl der Testprodukte beschrĂ€nkte sich dabei allerdings auf GerĂ€te mit 40 und 42 Zoll Bildschirmdiagonale. Zudem durchliefen den Test nur die energieeffizientesten GerĂ€te der jeweiligen Hersteller. Neben der BildqualitĂ€t legte Öko-Test besonderes Augenmerk auf Gasemission und Stromverbrauch der TV-GerĂ€te. Da der Test bereits einige Jahre alt ist und keine gesonderte Testkategorie fĂŒr Smart-TVs vorgesehen war, ist eine Neuauflage wĂŒnschenswert.

Bekannte Hersteller von Smart-TVs sind:

  • Samsung
  • LG
  • Philips
  • Sony
  • Panasonic
  • Hisense
  • Telefunken