75-Zoll-Fernseher

Die 7 besten 75-Zoll-Fernseher im Test & Vergleich

Allgemeine Informationen
Maße
Gewicht
Standfuß
Fernbedienung
Bild & Ton
HD-Standard
Auflösung
Bildschirmtyp
Smart-TV
HbbTV
Curved-TV
HDR-fÀhig
Ausstattung
WLAN-fÀhig
LAN
Bluetooth-fÀhig
CI+-Slot
DVB-T2
DVB-C
DVB-S2
Anzahl USB-AnschlĂŒsse
Anzahl HDMI-AnschlĂŒsse
Energiemerkmale
Energieeffizienzklasse
Leistungsaufnahme Standby
Vorteile
Nachteile

75-Zoll-Fernseher-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • 75-Zoll-Fernseher sind ideal fĂŒr RĂ€ume ab einer GrĂ¶ĂŸe von 20 Quadratmetern.
  • FĂŒr eine hochwertige BildqualitĂ€t sollten diese Modelle ĂŒber UHD, also eine Auflösung von rund 3.840 x 2.160 Pixeln verfĂŒgen.
  • Die Fernseher gibt es mit verschiedenen Bildschirmtechnologien: LED, OLED, QLED und Plasma.
  • FĂŒr externe Speichermedien, Konsolen und Medien-Player sollten ausreichend HDMI-AnschlĂŒsse vorhanden sein.

75 Zoll fĂŒr mehr Bild

Mit einem 75-Zoll-Fernseher kann selbst der heimische Filmabend zum Kinoerlebnis werden. Egal welches Genre Sie bevorzugen, mit einem Fernseher in solch einer GrĂ¶ĂŸe wird jeder Film ein einzigartiges Erlebnis. 75-Zoll-Fernseher gehören mit einer Diagonale von 189 bis 195 Zentimetern zu den grĂ¶ĂŸten ihrer Art. Nur wenige Hersteller produzieren grĂ¶ĂŸere Modelle; meist ist 75 Zoll das Nonplusultra des heimischen TV-Erlebnisses. Pures Film- und SerienvergnĂŒgen ist damit garantiert. Nun fehlen nur noch das richtige Modell und Popcorn.

Die richtige Bildschirmdiagonale fĂŒr das Heimkinoerlebnis

Die GrĂ¶ĂŸe eines Fernsehers wird an seiner Bildschirmdiagonale bemessen. Bei 75-Zoll-Fernsehern ist das eine Diagonale von fast zwei Metern. Hier stellt sich die Frage, ob ein so großer Fernseher in jedes Zimmer passt. Noch vor einigen Jahren, als Röhrenfernseher die Wohnzimmer beherrschten, musste ein gewisser Abstand zum Fernseher gehalten werden, damit die BildqualitĂ€t nicht aufgrund eines zu geringen Sitzabstandes zu leiden hatte. Wer zu nah am GerĂ€t saß, wurde Zeuge eines unscharfen, rauschenden Bildflimmerns – keine gute Voraussetzung fĂŒr einen Filmabend. Dank moderner Technik spielt der Abstand bei großen Fernsehern heutzutage kaum noch eine Rolle. 75-Zoll-Fernseher sind auch in kleineren RĂ€umen von etwa 20 Quadratmetern nutzbar und bieten von jeder Sitzposition aus ein gestochen scharfes Bild.

Die unterschiedlichen AusfĂŒhrungen

75-Zoll-Fernseher gibt es, wie jede andere Fernsehmodellklasse auch, mit unterschiedlichen Bildformaten: LCD- und LED-GerÀte, Plasma-Fernseher sowie OLED- und QLED-Modelle. OLED- und QLED-Fernseher gehören heutzutage zu den verbreitetsten Technologien unter den 75-Zoll-Fernsehern. Jeder Hersteller bietet jedoch auch LED- beziehungsweise LCD-Fernseher an. Dabei handelt es sich meist um LCD-GerÀte mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung.

Was ist ein OLED-Fernseher?

Der Begriff des OLED-Fernsehers ist von seiner Technik abgeleitet. Die „Organic Light Emitting Diode“, OLED abgekĂŒrzt, ist eine organische Leuchtdiode und gleichzeitig der zentrale Unterschied zum herkömmlichen LED-Fernseher mit anorganischen Dioden. WĂ€hrend es sich bei den Leuchtdioden, kurz LEDs, um punktförmige Lichtquellen handelt, sind OLEDs dĂŒnnschichtige Bauelemente, die ĂŒber eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che mehrfarbig leuchten. Da OLED-Displays keine zusĂ€tzliche Hintergrundbeleuchtung benötigen, können sie im Vergleich deutlich schlanker gebaut werden. So finden sie sich heute nicht nur in Fernsehern, sondern auch in Smartphones, Kameras und Tablets.

Wie funktioniert ein OLED-Display?

OLEDs bestehen aus mehreren Schichten organischer Halbleiter. Diese befinden sich zwischen zwei Elektroden, wobei zumindest eine der beiden transparent ist. Fließt Gleichstrom durch die einzelnen Schichten, beginnen sie zu leuchten und erzeugen so ein Bild.

Pro und Contra eines OLED-Fernsehers

Die Vorteile der OLED-Technologie zeigen sich insbesondere im Vergleich mit einem LED- beziehungsweise LCD-Fernseher. Dessen Pixel werden aufgrund der aktiven Hintergrundbeleuchtung permanent beleuchtet. Die verschiedenen Farben entstehen durch unterschiedliche Lichtbrechungen, die durch die angeschlossene elektrische Spannung erzeugt werden. OLEDs benötigen diese Hintergrundbeleuchtung nicht. Die Dioden leuchten selbst und können sich einzeln abschalten. Sie fallen zudem dĂŒnner aus und unterstĂŒtzen damit die auffĂ€llig schlanke Bauform der OLED-Fernseher. Die Vorteile der Technologie zeigen sich auch im Farbspektrum des Displays. OLED-Modelle erzeugen sehr satte Schwarzwerte, da sich die Pixel einzeln ausschalten können. Aber auch in allen anderen Farbspektren besticht die OLED-Technologie mit starken, satten Kontrasten.

Ein weiterer entscheidender Vorteil eines 75-Zoll-Fernsehers mit OLED-Technologie ist seine Energieeffizienz. Er verbraucht deutlich weniger Strom als andere Modelle. Das liegt zum einen an den verwendeten Leuchtmitteln, zum anderen an der nicht benötigten Hintergrundbeleuchtung. OLED-Fernseher fallen darĂŒber hinaus durch ihr schlankes Design auf. Sie sind vergleichsweise leicht und verfĂŒgen ĂŒber ein sehr gleichmĂ€ĂŸig ausgeleuchtetes Bild.

Allerdings sind die Bauteile eines OLED-Fernsehers etwas anfĂ€lliger gegenĂŒber Ă€ußeren EinflĂŒssen und haben eine geringere Lebensdauer. Zudem besteht die Gefahr, dass unbewegte Bilder auf dem Bildschirm einbrennen, wenn zeitgleich viel Licht von außen auf das GerĂ€t scheint. Um das zu vermeiden, starten nahezu alle GerĂ€te nach geraumer Zeit einen Bildschirmschoner. Wenn Sie einen Film oder eine Serie schauen und sich das Bild permanent bewegt, besteht ebenso wenig eine Einbrenn-Gefahr. OLED-Displays besitzen nur eine geringe Helligkeit; das ist vor allem tagsĂŒber bemerkbar. Wenn es im Raum zu hell ist, leidet auch die BildqualitĂ€t des Fernsehers darunter.

Vorteile
  • Schlankes Design
  • Sehr energieeffizient
  • Geringes Eigengewicht
  • Satte Farben und hohe Kontraste
Nachteile
  • Kurze Lebensdauer
  • Einbrennen von Standbildern möglich
  • Geringe Helligkeitswerte

Was ist ein QLED-Fernseher?

Die Hintergrundbeleuchtung eines QLED-Fernsehers ist anders umgesetzt. Die sogenannten „Quantum Dot Displays“ bestehen aus einer Folie mit Halbleiter-Nanokristallen und blauen LEDs dahinter. Die blauen LEDs bringen im eingeschalteten Zustand die Millionen Kristalle auf der Folie zum Leuchten. Welche Farbe im Endeffekt erzeugt wird, hĂ€ngt von der GrĂ¶ĂŸe der Kristalle ab. Trifft das blaue Licht zum Beispiel auf einen etwa zehn Nanometer großen Kristall, gibt dieser rotes Licht ab. Ist er nur zwei Nanometer groß, wird dagegen grĂŒnes Licht erzeugt. In Summe ergeben sich so die drei Grundfarben Rot, GrĂŒn und Gelb, aus denen jedes Bild zusammengesetzt ist.

Vor- und Nachteile eines QLED-Fernsehers

Durch die verbesserte Technik ist das Bild eines QLED-Fernsehers deutlich brillanter als beispielsweise das eines normalen LCD-GerĂ€ts. 75-Zoll-QLED-Fernseher bieten hohe Kontrastwerte, die aufgrund der fehlenden Hintergrundbeleuchtung erreicht werden. Viele QLED-Fernseher sind bereits HDR-fĂ€hig; die „High-Dynamic-Range“-Technologie bringt Farben und Kontraste krĂ€ftiger zum Ausdruck. Auch eine 4K-Auflösung ist auf 75-Zoll-GerĂ€ten möglich. Damit gehören sie zum aktuellen Stand der Technik im Heimkino-Segment.

Verglichen mit einem OLED-Fernseher sind QLED-Modelle weniger leistungsstark. Die Kontrastwerte der QLED-GerĂ€te fallen geringer aus, die Farbbrillanz ist allerdings Ă€hnlich hochwertig. Die Energieeffizienz ist ebenfalls gut: Ein QLED-Display verbraucht etwa 30 bis 50 Prozent weniger Strom als ein herkömmlicher LCD-Fernseher. Zudem handelt es sich bei einem QLED-Fernseher um eine Verbesserung zum LED- oder LCD-Fernseher. Er verfĂŒgt ĂŒber eine sehr gute Farbbrillanz und Helligkeit. Sein großes Farbvolumen macht ihn ideal zur Wiedergabe von HDR-Inhalten. Gleichzeitig wurde die Gefahr des Einbrennens hier nahezu beseitigt.

Die QualitĂ€t des Bildes wird auch durch das sogenannte Backlight- oder Local-Dimming erreicht. Einige Hersteller bieten fĂŒr einzelne Modelle die Option an, Teile des Bildschirms oder die ganze BildschirmflĂ€che zu dimmen: Schwarzwerte wirken tiefer und die FarbĂŒbergĂ€nge fließender. Allerdings kann die Technik nicht platzsparend verbaut werden, weshalb diese QLED-Modelle meist nicht ganz so dĂŒnn sind. Zudem sollten Sie immer in gerader Linie vor dem Display sitzen. Bei abweichendem Betrachtungswinkel kann die BildqualitĂ€t eines QLED-GerĂ€ts nachlassen. Einige Hersteller wie Samsung haben hier aber bereits nachgebessert und bieten Modelle ohne Einbußen bei seitlichen Blickwinkeln.

Vorteile
  • Gute Farbbrillanz
  • Geringer Stromverbrauch
  • Kein Einbrennen der Bilder
  • Hohe Helligkeitswerte
Nachteile
  • Schwache Kontrastwerte
  • Weniger platzsparende Bauweise
  • Optimales Bild nur bei geradem Blickwinkel

4K-Auflösung als Standard von 75-Zoll-Fernsehern?

Viele Inhalte werden heute noch in der SD-Auflösung, also der Standard-Definition-Auflösung, ausgestrahlt. Damit haben sie eine Auflösung von 720 x 480 Pixeln. Ein 4K-Display hat je nach SeitenverhĂ€ltnis des Bildschirms eine Auflösung von rund 4.000 Pixeln. Bei einem SeitenverhĂ€ltnis von 19:10 entspricht das Format 4.096 x 2.160 Pixeln. GrundsĂ€tzlich gibt die Bezeichnung 4K keine Auskunft ĂŒber die BildseitenverhĂ€ltnisse, die Bittiefen, die Bildwiederholungsfrequenz sowie die Farb- und Helligkeitswerte der Bilder. Allerdings gilt eben jener Pixelwert meist als Standard, wenn von 4K-Fernsehern die Rede ist. Fernseher mit Full-HD oder UHD können bereits sehr gute Bilder erzeugen. Ein 4K-Display bietet jedoch im Vergleich eine nochmals schĂ€rfere Darstellung, weshalb viele Hersteller bei ihren 75-Zoll-Flaggschiffen auf die 4.000 Pixel setzen.

Namenskunde

Die Bezeichnung 4K rĂŒhrt von den 4.096 Pixeln des Auflösungsformats her. Das „K“ ist eine Anlehnung an die AbkĂŒrzung „k“, die als international standardisiertes PrĂ€fix fĂŒr die Einheit Kilo steht. Ein Kilo ist mit dem Faktor 1.000 gleichzusetzen. Folglich beschreibt 4K einen Wert im Bereich um 4.000.

Gibt es einen Unterschied zwischen 4K und UHD?

4K und UHD beschreiben Auflösungsformate, die zwischen acht und neun Megapixeln liegen. 4K-Fernseher haben meist ein SeitenverhÀltnis von 19:10, bei UHD-Modellen betrÀgt es 16:9. 4K entspricht 4.096 x 2.160 Pixeln, also 8,85 Megapixeln, und UHD 3.840 x 2.160 Pixeln, also 8,29 Megapixeln.

Technologie der Zukunft

Der Großteil des TV-Inhalts wird heute entweder als HD-Inhalt oder sogar noch als SD-Inhalt bereitgestellt. Eine 4K-Auflösung ist dagegen eine RaritĂ€t und lĂ€sst sich allenfalls bei Streaming-Anbietern finden. Dennoch ist der 4K-Standard bereits bei vielen Flatscreen-Modellen vertreten. Einige Modelle werden sogar mit einer 8K-Auflösung angeboten. Der Trend geht zu hochauflösenden, schĂ€rferen Bildern, selbst wenn die entsprechenden Inhalte noch nicht bereitgestellt werden.

Neben der immer besseren Auflösung unterliegt auch die Technik einer stĂ€ndigen Verbesserung. WĂ€hrend OLED- und QLED-Fernseher die aktuell fĂŒhrenden Technologien im Bereich der TV-GerĂ€te sind, arbeiten die Hersteller bereits an der sogenannten MicroLED-Technik. Sie soll die Standards der beiden anderen Technologien nochmals ĂŒbertreffen und zum neuen Highlight im Heimkinobereich werden. MicroLEDs bieten grĂ¶ĂŸere Helligkeits- sowie hellere Kontrastwerte. Zudem bleiben Einbrenneffekte aus und die Langlebigkeit ist höher als diejenige von OLEDs. Die MicroLED-Technologie ist aktuell noch eher unbekannt. Im Jahre 2019 stellte Samsung auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas zwei TV-Modelle basierend auf MicroLEDs vor. Bei einem der Modelle handelte es sich um einen 75-Zoll-Fernseher; das macht deutlich, dass die Technik auch im Consumer-Bereich zu erwarten ist. Bereits ein Jahr spĂ€ter prĂ€sentierte Samsung sechs weitere Modelle, sowohl fĂŒr den privaten als auch den kommerziellen Bereich.

Was ist MicroLED?

Die MicroLEDs sind Ă€hnlich einem OLED-Bildschirm aufgebaut. Sie benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, sondern leuchten selbststĂ€ndig. Ein Pixel setzt sich aus drei verschiedenen, sehr kleinen LEDs zusammen. Dadurch kann jedes Pixel des Bildschirms an- und auch ausgeschaltet werden. Das erlaubt den MicroLED-Fernsehern, sehr natĂŒrliche Schwarzwerte herzustellen, da die betreffenden Pixel schlichtweg ausgeschaltet werden. Auch die Kontraste unter benachbarten Pixeln sind durch die Verwendung der kleinen LEDs deutlich akkurater. Im Ergebnis bietet ein MicroLED-Display damit eine qualitativ besonders hochwertige Farb- und Kontrastdarstellung.

Vorteile der MicroLED-Technologie

Wie in der OLED-Technologie können auch bei MicroLED-Displays einzelne Pixel an- beziehungsweise ausgeschaltet werden. Im Vergleich zu OLED-Displays ĂŒberzeugen MicroLEDs allerdings mit einer deutlich besseren Helligkeit. Zudem gibt es hier keine Folie oder Ähnliches zwischen den LEDs und dem Betrachter. Das hat zum einen Auswirkungen auf die Bilddarstellung, zum anderen fĂ€llt dadurch der Energieverbrauch deutlich geringer aus. Displays mit MicroLED-Technik können ebenfalls Ă€ußerst schlank gebaut werden und haben eine sehr lange Lebensdauer. Allerdings haben diese Vorteile ihren Preis: Anschaffungskosten von mehreren Tausend Euro sind momentan kaum erschwinglich.

Curved oder Flat?

So wie die meisten grĂ¶ĂŸeren Fernseher sind auch 75-Zoll-Modelle entweder mit einem Curved-Bildschirm oder einem Flatscreen erhĂ€ltlich. Sowohl Curved-TVs als auch Flatscreens haben ihre Vor- wie auch Nachteile. Aufgrund der speziellen Bauform eines Curved-Fernsehers kann er nicht ĂŒberall aufgestellt werden. Zudem ist die Anbringung an der Wand aufgrund des hohen Winkels ungĂŒnstig. Ein schrĂ€ger Blinkwinkel von der Seite oder von unten kann das Bild des Curved-TVs verzerren und die Farben sowie Kontraste undeutlich darstellen. Dieses Problem haben Sie bei einem Flatscreen nicht. Allerdings bieten einige Modelle mit Curved-Bildschirm ein schĂ€rferes Bild, wenn Sie den optimalen Blickwinkel gefunden haben und einhalten.

Weitere wichtige Kaufkriterien

Ebenfalls zu wichtigen Kaufkriterien gehören die Bildschirmtechnologie, die Bildauflösung sowie die Bildwiederholungsfrequenz. DarĂŒber hinaus spielen die Fernsehempfangsart, die AnschlĂŒsse und die Option „Smart-TV“ eine Rolle. Zu guter Letzt sind der Energieverbrauch und die SoundqualitĂ€t entscheidend fĂŒr ein hochwertiges Produkt.

Bildschirmtechnologie

Die Auswahl an 75-Zoll-Fernsehern begrenzt sich heutzutage grĂ¶ĂŸtenteils auf OLED- oder QLED-Modellen. Bei der Entscheidung hilft die BerĂŒcksichtigung der Gegebenheiten im Raum. Wenn dieser besonders hell ist und der Fernseher viel tagsĂŒber genutzt wird, ist ein QLED-GerĂ€t von Vorteil, da es höhere Helligkeitswerte erreicht. Ein OLED-Fernseher ist dagegen energieeffizienter und ĂŒberzeugt mit sehr tiefen Schwarzwerten.

Bildauflösung

Die Auflösung eines 75-Zoll-Fernsehers sollte ausreichend hoch sein, um den heutigen Inhalten gerecht zu werden. Alle GerĂ€te besitzen mindestens Full HD. Große 75-Zoll-Modelle sind meist jedoch mit einer UHD- oder 4K-Auflösung erhĂ€ltlich. Langfristig gedacht ist sicherlich die 4K-Version eine gute Entscheidung, da immer mehr Inhalte in dieser Auflösung dargestellt werden können. Doch fĂŒr einen gelungen Filmabend sind auch Full-HD- oder UHD-Modelle ausreichend.

Bildwiederholfrequenz

Die Bildwiederholfrequenz, auch Bildwiederholrate genannt, gibt Auskunft darĂŒber, wie schnell die einzelnen Bilder auf dem Bildschirm dargestellt werden. Die Frequenz wird mittels der Einheit Hertz ausgedrĂŒckt. DarĂŒber hinaus gibt die Bezeichnung „frame per second“, also Bilder pro Sekunde, Auskunft ĂŒber die Bildwiederholrate. Eine hohe Hertz-Zahl ist bei schnellen Filmszenen wichtig, um ein durchgehend flĂŒssiges Bild zu erhalten. GrundsĂ€tzlich gilt: Je grĂ¶ĂŸer der Bildschirm ist, desto höher sollte die Bildwiederholfrequenz sein.

Fernsehempfang

Die Fernsehinhalte können auf unterschiedliche Weise empfangen werden. HierfĂŒr empfiehlt sich meist ein Triple Tuner, der drei verschiedene Empfangsarten zur VerfĂŒgung stellt: Mittels DVB-S empfangen Sie Fernsehen per Satellit, DVB-T stellt Ihnen das Fernsehprogramm per Antenne zur VerfĂŒgung und DVB-C beschreibt Kabelfernsehen, das ĂŒber einen Vertrag mit einem Kabelnetzbetreiber lĂ€uft. Zu guter Letzt gibt es noch IPTV; hier lĂ€uft das Fernsehen ĂŒber eine Internetleitung und einen speziellen Receiver. Ein HD-Triple-Tuner bietet zudem den Empfang von hochauflösendem Fernsehen.

DarĂŒber hinaus gibt es Twin Tuner und Dual Tuner. Die Twin Tuner erlauben es beispielsweise, eine Sendung ĂŒber DVB-C anzuschauen und eine andere ĂŒber DVB-C aufzunehmen. Hier mĂŒssen Sie sich also vorab fĂŒr die Empfangsart entscheiden. Bei einem Dual Tuner können Sie hingegen einen Film ĂŒber DVB-C sehen und eine Serie ĂŒber DVB-T aufnehmen, da der Tuner zwei unterschiedliche Signale empfĂ€ngt.

AnschlĂŒsse

Wichtig sind vor allem die HDMI-AnschlĂŒsse. Über diese werden andere GerĂ€te wie Receiver, Blu-Ray-Player und Konsolen angeschlossen. Je mehr HDMI-AnschlĂŒsse der Fernseher hat, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, Ihre GerĂ€te zu nutzen. Sinnvoll sind zudem USB-Slots und ein Netzwerk-Anschluss. Über den Netzwerk-Anschluss können Sie Ihren 75-Zoll-Fernseher mit dem Internet verbinden; dies ist vor allem fĂŒr Smart-TVs elementar, da sich deren voller Funktionsumfang nur mit einer Internetverbindung nutzen lĂ€sst. Optional können Sie den Fernseher auch per WLAN mit dem Internet verbinden. Der Empfang muss hierfĂŒr jedoch sehr gut und die DatenĂŒbertragung ausreichend stark sein.

Energieverbrauch

Vor allem bei grĂ¶ĂŸeren Fernsehermodellen empfiehlt sich vor dem Kauf ein Blick auf die angegebene Energieeffizienzklasse. Diese wird mittels eines Buchstabens von A bis G angegeben. A stellt den besten Wert dar. Besonders energieeffiziente GerĂ€te besitzen ein, zwei oder drei Plus-Zeichen neben dem. Somit sind vor allem GerĂ€te der Klasse A+, A++ und A+++ empfehlenswert. Sofern Sie Ihr GerĂ€t nicht tĂ€glich ĂŒber mehrere Stunden nutzen, kann ein Fernseher mit einer geringeren Klasse zwar ebenfalls sinnvoll sein. Verglichen mit der Energieeffizienzklasse A verbraucht ein 75-Zoll-Fernseher der Klasse A++ allerdings nur etwa zwei Drittel des Stroms.

Sound-QualitÀt

Da der interne Sound moderner TV-GerĂ€te nicht an die QualitĂ€t externer Anlagen heranreicht, verfĂŒgen viele Modelle ĂŒber passende AnschlĂŒsse. In der Regel können Sie Soundboxen, eine Soundbar oder eine Sound-Anlage ĂŒber ein optisches Audiokabel oder ein einfaches Audiokabel mit dem Fernseher verbinden. Bei einigen GerĂ€ten können Sie die Anlage auch ĂŒber den HDMI-ARC-Anschluss verbinden. ARC bedeutet „Audio Return Chanel“, als Audio-RĂŒckkanal. Das TV-GerĂ€t kann Audiosignale senden und empfangen. So können Sie den Blu-Ray-Film auf dem 75-Zoll-Fernseher ansehen und dem Sound aus der Anlage lauschen. Zudem haben Sie ein Kabel weniger herumliegen, da das ĂŒbliche Audiokabel entfĂ€llt.

Hinweise und Tipps zur Heimkinoeinrichtung

Bevor Sie sich auf der Couch zurĂŒcklehnen und entspannt den neusten Blockbuster genießen können, gibt es noch den einen oder anderen Hinweis, was die Einrichtung Ihres Heimkinos betrifft.

75-Zoll-Fernseher oder Beamer?

Egal was Sie zu Hause schauen möchten, seien Filme, Konzerte oder Sportveranstaltungen, ein hochwertiger Bildschirm ist ein unbedingtes Muss. Gute Fernseher gibt es heute in nahezu allen GrĂ¶ĂŸen. Das grĂ¶ĂŸte Bild bietet Ihnen jedoch eine Leinwand, auf die der Film ĂŒber einen Beamer projiziert wird. Beamer sind mittlerweile sogar in Form von HD-GerĂ€ten erhĂ€ltlich, die hochauflösende Bilder bereitstellen und sich mit einer Sound-Anlage verbinden lassen. Zwar wartet ein Beamer mit einem im Vergleich oft grĂ¶ĂŸeren Bild auf, der Raum muss dafĂŒr jedoch sehr gut abgedunkelt werden. Lichteinfall von außen oder kleinere Lichtquellen im Raum können das Bild bereits negativ beeinflussen. Ein Fernseher ist deutlich unempfindlicher. Zudem sind Beamer weniger flexibel einsetzbar, da die Leinwand meist festmontiert ist und stets ein entsprechender Abstand zwischen GerĂ€t und Leinwand bestehen muss.

Was sollten Sie bei der Einrichtung des Heimkinos beachten?

Die RĂ€umlichkeiten stellen die Basis und liefern wichtige Anforderungen an Bildschirm sowie Sound-Anlage. Wichtig ist zunĂ€chst die Frage, ob der Raum groß genug fĂŒr ein gutes Heimkino ist. Die AbstĂ€nde mĂŒssen stimmen, sowohl vom Sofa zum Bildschirm als auch zu den verschiedenen Lautsprechern des Soundsystems – vor allem wenn Sie ein Surround-Sound-System nutzen. Die Raumbedingungen vermitteln einen guten Eindruck davon, wie groß der Bildschirm sein kann beziehungsweise sollte und wie viele Boxen Sie im Zimmer verteilen können.

Der optimale Sitzabstand ist abhĂ€ngig von der Auflösung des Bildschirms. SD-GerĂ€te benötigen einen ausreichenden Abstand, um ein scharfes Bild zu liefern. Sitzen Sie zu nah, verschwimmt das Bild. Daher ist ein Sitzabstand von etwa 6,5 Metern zum Fernseher mit SD-Auflösung empfehlenswert. Bei HD-Bildschirmen verringert sich der Abstand auf 4,5 Meter. Richtig „klein“ wird der Abstand allerdings erst mit einem 4K-Fernseher. Hier betrĂ€gt der optimale Sitzabstand zum Bildschirm nur noch 2,5 bis 3,0 Meter. Damit lĂ€sst sich das Heimkino selbst in kleineren RĂ€umen umsetzen.

Welche technischen GerÀte gehören zum Heimkinosystem?

Der 75-Zoll-Fernseher ist nur ein Bestandteil des Heimkinos. ZusĂ€tzlich benötigen Sie einen AV-Receiver sowie eine Sound-Anlage. Der AV-Receiver schaltet die verschiedenen Audio- und Videoquellen auf ihre jeweiligen AusgĂ€nge. So kann der Fernseher mit der Sound-Anlage kommunizieren. Gleichzeitig können mit dem AV-Receiver weitere externe GerĂ€te an das System angeschlossen und mit vollstĂ€ndigem Sound genutzt werden. Dazu gehören neben dem Blu-Ray-Player zum Beispiel eine Spielekonsole und weitere AbspielgerĂ€te. Die Sound-Anlage selbst besteht aus verschiedenen Lautsprechern. Diese sind oft unterschiedlich groß und werden im Raum verteilt aufgebaut. So bieten sie einen Rundum-Sound, Ă€hnlich dem Sound-Erlebnis im Kino.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die 75-Zoll-Fernseher nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest testete erst im Oktober 2020 insgesamt 18 Fernseher. Im Test wurden Modelle unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸen von 24 bis 75 Zoll, also Bildschirmdiagonalen von 61 Zentimetern bis zu 165 Zentimetern, getestet. Unter den Herstellern im Test finden sich namhafte Marken wie Samsung, Sony oder auch Philips, die Modelle in verschiedenen Preisklassen anbieten. AusfĂ€llig im Test ist, dass Fernseher erst ab einem Anschaffungspreis von etwa 400 Euro sehr gute Bilder liefern. Modelle mit einer Bildschirmdiagonale von 109 Zentimetern sind laut den Testern besonders empfehlenswert, da hier das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis gut ist. Kleinere Fernseher konnten im Test dagegen kaum ĂŒberzeugen.

Im September 2020 lieferte der „Ratgeber Technik“ des Fachmagazins PC Games Hardware einen weiteren Test. Auch in diesem Test wurden Bildschirme unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸen miteinander verglichen. Die Spanne ist im Test allerdings kleiner; sie reicht nur von 49- bis hin zu 75-Zoll-Fernsehern. Ein weiterer Pluspunkt: Im 75-Zoll-Fernseher-Test wurden die Modelle in AbhĂ€ngigkeit ihrer Technologie miteinander verglichen. Das heißt, ein LCD-Fernseher wurde im Test nur mit anderen LCD-Modellen verglichen, wĂ€hrend sich ein neuer OLED-TV mit den OLED-Flatscreens anderer Hersteller messen musste. Zu den Herstellern im Vergleich zĂ€hlen neben Sony und Samsung auch Panasonic sowie LG. Testsieger unter den OLED-Fernsehern wurde ein 65-Zoll-Modell von Philips. Unter den LED- beziehungsweise LCD-Bildschirmen konnte sich dagegen ein GerĂ€t von Samsung durchsetzen.


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