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PDF-Software

Die beste PDF-Software im Vergleich

Andreas Kiener
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Adobe Acrobat DC 4,56 29,74 €
2 Soda PDF 4,21 20,00 €
3 Foxit PhantomPDF 4,16 135,53 €
4 Nitro Pro 3,96 176,99 €
5 PDF Architect 3,96 119,00 €
6 Wondershare PDFelement 3,57 99,95 €
7 Nuance Power PDF 3,00 99,00 €
8 Infix 2,93 89,00 €
9 Corel PDF Fusion 2,26 46,38 €

Leistung

Dokumenten-Tools

Kompatibilität

Dokumentation und Support

PDFs lesen, drucken und bearbeiten

    Das Wichtigste in Kürze
  • Das PDF-Format ist für die layoutgetreue Darstellung von Dokumenten konzipiert.
  • Da für jedes System PDF-Reader verfügbar sind, ist es ein universell einsetzbares Format.
  • PDF-Editoren können Dateien im Gegensatz zu kostenlosen Readern auch bearbeiten.
  • Fast jedes beliebige Dokumentformat lässt sich in ein PDF konvertieren.
  • Automatische Texterkennung (OCR) verwandelt Papierdokumente in PDFs.

Unsere Testsieger

Testsieger mit einigem Abstand ist Acrobat Pro DC. Die Software des PDF-Erfinders Adobe reizt die Möglichkeiten des Formats voll aus und begeistert mit seiner smarten Benutzerführung. Ein Wehrmutstropfen ist allerdings der Preis. Für das Programm sind nämlich relativ hohe Abogebühren zu entrichten. Daher ist es nur für Vielnutzer interessant.

Die Nummer zwei ist Soda PDF. Das Programm wird genauso wie der Testsieger als Abo angeboten, ist jedoch um fast ein Drittel günstiger. Zusätzlich zur Desktop-Version erhalten Kunden hier einen Account für eine Web-App, die mit jedem Browser kompatibel ist und fast den gesamten Funktionsumfang der Desktop-Version bereitstellt.

Foxit PhantomPDF landet auf dem dritten Platz. Es ist zwar recht teuer, dafür bezahlen Kunden aber nur einmal. Abonnenten von Acrobat Pro DC haben bereits nach sechs Monaten mehr Geld ausgegeben. Das Programm braucht den Vergleich mit dem Testsieger nicht zu scheuen. Auf eine Mac-Version müssen Anwender allerdings verzichten.

1. Was ist PDF?

PDF ist ein Dateiformat, das das Potential hat, Papier zu ersetzten. Noch gelten Papierdokumente als unverzichtbar. Moderne PDF-Software zeigt jedoch, dass es auch ohne geht. Das vielbeschworene papierlose Büro hat sich zwar noch nicht flächendeckend durchgesetzt, aber papierlose Workflows und Prozesse finden immer mehr Akzeptanz. Manche modernen Unternehmen kommen völlig ohne platzraubende Aktenordner aus.

PDF, das systemunabhängige Textformat

Eingeführt wurde das PDF-Format im Jahre 1993 von der Firma Adobe. Die Abkürzung steht für „Portable Document Format“, auf Deutsch etwa: „Übertragbares Dokument-Format“. Ziel war es, ein Dateiformat zu finden, das Textdokumente unabhängig vom Endgerät und von der verwendeten Software immer gleich darstellt.

Mit Textverarbeitungsprogrammen funktioniert das nämlich nicht: Sie speichern zwar die grundlegenden Formatierungen, aber ermöglichen kein pixelgetreues Layout. Wer eine Microsoft-Word-Datei verschickt, kann sich nicht darauf verlassen, dass sie beim Empfänger genauso aussieht, wie auf seinem eigenen Computer. Häufige werden Schriftarten und Seitenumbrüche nicht so dargestellt, wie sie ursprünglich erstellt wurden. Mit einer PDF-Datei kann dies nicht passieren: Der Text wird auf dem Empfänger-Computer immer genauso dargestellt, wie es erstellt wurde.

Die Vorzüge professioneller PDF-Software:

  • PDFs nicht nur lesen, sondern auch bearbeiten
  • PDFs trennen, zusammenführen und neu arrangieren
  • Gescannte Seiten in Text umwandeln, durchsuchen und bearbeiten
  • Dateien vom und in das PDF-Format konvertieren
  • Formulare erstellen
  • Dokumente digital unterschreiben und Unterschriften einholen
  • Schwärzen von Texten und Bildern, die unkenntlich gemacht werden sollen
  • Dokumentversionen vergleichen
  • Vollständig papierloser Workflow

Vorteile des PDF-Formats

Der Zweck von PDF ist, eine layouttreue Darstellung unabhängig vom verwendeten Gerät oder Software zu garantieren. Es ist eine vektorbasierte Seitenbeschreibungssprache. PDFs können daher frei skaliert werden. Im Gegensatz zu HTML-Dateien oder Word-Dateien enthalten sie alle Elemente, die für die Darstellung gebraucht werden. Schriftarten und Bilder werden direkt in eine PDF-Datei eingebunden.

Das PDF-Format basiert auf der älteren Seitenbeschreibungssprache PostScript, wurde aber im Vergleich zu dieser wesentlich erweitert. PDF erlaubt das Einbetten von Navigationselementen wie Inhaltsverzeichnissen, Lesezeichen und Vorschaubildern der Seiten. Besonders beliebt ist PDF bei Behörden, die damit Formulare erstellen. Während für die Gestaltung der Formulare professionelle PDF-Software nötig ist, kann jeder sie mit kostenlosen PDF-Readern ausfüllen. Auch die Einbettung von interaktiven Elementen, die mit der Programmiersprache JavaScript erstellt wurden, ist möglich. Videos und 3D-Elemente können ebenfalls Teil einer PDF-Datei sein.

PDF-Formular erstellen
Aus Papierformularen kann PDF-Software digitale Formulare machen.

Moderne PDF-Software erlaubt es, PDFs auf vielfältige Weise zu kommentieren. Bearbeiter können nicht nur Kommentare in Form von Notizzetteln hinterlassen, sondern auch geometrische Figuren einfügen und frei zeichnen. Darüber hinaus ermöglicht der PDF-Standard das Verschlüsseln und das digitale Unterzeichnen von Dokumenten.

2. Wofür wird PDF-Software benötigt?

Eine gute PDF-Software vereinfacht und beschleunigt das Arbeiten mit PDF-Dateien. Darüber hinaus unterstützt sie spezielle Funktionen des PDF-Formats wie beispielsweise die Formularerstellung oder digitale Signaturen.

Nehmen wir an, ein Büromitarbeiter möchte einige Tippfehler in einem PDF-Dokument korrigieren. Ohne PDF-Software müsste er den gesamten Text in ein Textverarbeitungsprogramm kopieren und versuchen, sämtliche Einstellungen so anzupassen, dass das neue Textdokument dem Original möglichst nahekommt. Der Aufwand wäre groß. Mit einem guten PDF-Programm funktioniert es hingegen kinderleicht: Der Anwender öffnet die Datei, korrigiert die Fehler und speichert die berichtigte Version ab. Der Vorgang ist so einfach wie das Bearbeiten einer normalen Textdatei.

PDF-Software: Mehr als ein schlichter Reader

Auf fast jedem PC ist der Acrobat Reader der Firma Adobe oder ein äquivalentes Programm, wie zum Beispiel Sumatra PDF oder der Foxit Reader, installiert. Sie sind kostenlos erhältlich.

Das Anzeigeprogramm für sein PDF-Format kostenlos zur Verfügung zu stellen, war ein kluger Schachzug von Adobe. Nachdem der Verkauf anfangs nur schleppend erfolgt war, konnte sich das Format mit der kostenlosen Verteilung des Acrobat Reader durchsetzen. Geld verlangt Adobe für die Vollversion Adobe Acrobat DC, die weitaus mehr kann als nur PDFs anzeigen. Es handelt sich dabei eher um ein Textverarbeitungs- beziehungsweise Layoutprogramm für PDFs.

Adobe hat das PDF-Format zwar erfunden, allerdings hat die Firma kein Monopol darauf. Im Gegenteil, PDF ist mittlerweile ein ISO-zertifizierter, offener Standard. Es gibt ein breites Angebot von PDF-Editoren verschiedener Hersteller. Zwar hat Adobe sowohl durch seine hohe Benutzerfreundlichkeit als auch durch die vollständige Unterstützung sämtlicher Möglichkeiten des PDF-Formats die Nase vorne, allerdings ist der Abstand nicht groß. Nahezu alle aktuellen Versionen von PDF-Editoren anderer Hersteller erreichen ein hohes Niveau, sind jedoch teileweise deutlich günstiger zu erwerben.

Erstellen, Bearbeiten und Lesen von PDFs

Mit ihrem PDF-Reader konnten User früher Dokumente dieses Dateiformat zwar öffnen und ansehen, aber nicht selbst erstellen. Mittlerweile ist das anders: Alle modernen Betriebssysteme und viele Textverarbeitungsprogramme unterstützen die Erstellung von PDF-Dateien über einen virtuellen Druckertreiber.

PDFs zu bearbeiten mutet aber immer noch wie Zauberei an. Schon das Ändern der Seitenreihenfolge gehört normalerweise nicht zum Funktionsumfang eines PDF-Readers. Mit den professionellen PDF-Programmen in unserem Test ist das hingegen problemlos möglich. Anwender verschieben mit diesen Programmen Seiten sowohl innerhalb eines Dokuments als auch von einem PDF zum anderen. Sie können mehrere PDF-Dateien zu einem vereinen und eines in mehrere PDF-Dateien aufspalten. Auch das Rotieren von Seiten oder die Änderung ihrer Größe gehört zum Leistungsumfang dieser Pdf-Softwares.

PDF-Softwares können aber noch viel mehr: Mit ihnen bearbeitet der Nutzer auch Seiteninhalte wie Texte und Bilder. Es ist möglich, die Position und Größe dieser Elemente zu ändern.

Manche Programme (Infix Pro und Acrobat DC) sorgen sogar dafür, dass Änderungen und Ergänzungen den Vorgaben des PDFs exakt angepasst werden. Neue Texteinheiten fügen sich nahtlos ein. Diese Anpassung gilt auch bei eingescannten Texten mit einer Schriftart, die auf dem Computer gar nicht installiert ist.

Bei den meisten Programmen kann der Nutzer jedoch nur Schriftarten verwenden, die bereits auf dem System installiert sind. Der Anwender muss also gegebenenfalls die Schriftart des Textes ändern, damit seine Hinzufügungen nicht typographisch auffallen.

PDF-Dokument ändern
Infix Pro passt Änderungen und Ergänzungen den Formatvorgaben des Dokuments an.

Fast immer ist es möglich, die Formatierungen von Zeichen und Absätzen nach Belieben zu ändern. Eine andere Schriftgröße, mehr Zeilenabstand oder ein Wort kursiv setzen? Mit professioneller PDF-Software ist das kein Problem.

Inwieweit sich Vektor- und Bitmap-Grafiken mit einem PDF-Programm bearbeiten lassen, hängt vom Programm ab. Bei manchen geht das so weit, dass sie den Funktionsumfang von einfachen Bildbearbeitungs- und Grafikprogrammen beinhalten, bei anderen lässt sich hingegen bis auf die Bildgröße und -position nicht viel ändern. Mit manchen PDF-Programmen kann der Nutzer auf Knopfdruck alle Bilder in einer PDF-Datei extrahieren und als separate Bilddateien speichern.

Auch das Lesen soll mit einem bezahlten PDF-Programm natürlich besonders komfortabel sein. Die Lesezeichenfunktion gehört bei kostenpflichtigen PDF-Programmen zum Standard. Der Wechsel zwischen verschiedenen Ansichten ist ebenfalls selbstverständlich — allerdings auch bei kostenlosen PDF-Readern. Manche Hersteller von PDF-Editoren bieten ihren Kunden Extras wie realistische Animationen beim Umblättern oder besonders ausgereifte Suchfunktionen.

Konvertieren von PDFs

Eine der wichtigsten Aufgaben von PDF-Softwares ist die Umwandlung von Dateien in das PDF-Format. Nur dafür lohnt sich die Anschaffung eines PDF-Programms allerdings nicht mehr. Denn moderne Betriebssysteme verfügen meistens über einen virtuellen Druckertreiber, der genau diesen Zweck erfüllt. Er wird wie ein normaler Druckertreiber in das System eingebunden. Wählt der Anwender diesen PDF-Drucker, ist der Output keine bedruckte Papierseite, sondern eine PDF-Datei. Somit lassen sich mit jeder Anwendung, die sich zum Drucken eignet, PDF-Dateien erstellen.

Für den umgekehrten Weg, den Export von PDF-Dateien in ein anderes Format, benötigt der Nutzer jedoch meistens ein professionelles PDF-Programm. Es ist von Vorteil, wenn dieses möglichst viele Formate unterstützt. Der Export in das Microsoft Word-Format dürfte für viele Anwender im Zentrum stehen und wird auch von der Mehrheit der Programme unterstützt. Auch die Webdesign-Sprache HTML, das universelle Textverarbeitungs-Format RTF sowie unformatierte Textdateien gehören zum Standard-Repertoire. Nur wenige Anwendungen hingegen unterstützen den Export in das freie E-Book-Format EPUB, das beispielsweise für digitale Handbücher verwendet wird.

PDF-Software konvertiert nicht nur in und aus verschiedenen anderen Formaten, sondern unterstützt auch unterschiedliche Versionen und Substandards von PDF. Die aktuelle PDF-Version ist 1.7. Sie zeichnet sich unter anderem durch eine Verbesserung der Darstellung von 3D-Elementen und stärkere Verschlüsselungsalgorithmen aus. Um Abwärtskompatibilität zu gewährleisten, speichert eine PDF-Software Dateien auf Wunsch auch in älteren Versionen des Standards ab. Darüber hinaus gibt es PDF-Formate für spezielle Anwendungen. Die Formate PDF/X für die Übermittlung von Druckvorlagen und PDF/A für die Langzeitarchivierung werden von vielen PDF-Programmen unterstützt.

3. Zusätzliche Funktionen

Bearbeiten und konvertieren von DPDFs steht bei der PDF-Software im Mittelpunkt. Viele PDF-Programme verfügen aber auch über Funktionen, die in gewöhnlichen Textverarbeitungsprogrammen nicht zu finden sind. Mit ihnen spielt das PDF-Format sein volles Potential als Alternative zum Papier im Büro aus. Sie vereinfachen und beschleunigen viele Arbeitsprozesse.

Texterkennung (OCR)

Mit Hilfe von automatischer Texterkennung (auch OCR genannt, die Abkürzung steht für „optical character recognition“, wörtlich übersetzt: „Optische Zeichenerkennung“) werden gescannte Dokumente in Text umgewandelt, den der Nutzer bearbeiten und durchsuchen kann. Moderne OCR-Software hat, eine gut lesbare Vorlage vorausgesetzt, eine sehr niedrige Fehlerquote bei der Erkennung und schafft es, das Layout des Originals weitgehend auf das digitale Dokument zu übertragen.

Beim PDF-Format gibt es verschiedene Methoden, wie das Ergebnis der automatischen Texterkennung eingebunden werden kann. Soll das optische Erscheinungsbild des Originals erhalten bleiben, werden Text und Bild kombiniert. Der Anwender sieht das Bild, das dem Scan der Seite entspricht. Der mittels OCR erstellte Text wird jedoch unsichtbar in der PDF-Datei gespeichert, so dass sie wie ein Textdokument mit der Suchen-Funktion durchsucht werden kann.

Wenn der Anwender auch den Text bearbeitet, muss er meistens Abstriche beim Layout hinnehmen. Dann wird nämlich statt des Scanbildes das Ergebnis der Texterkennung gespeichert und angezeigt. Dabei gleicht das PDF-Programm das Schriftbild zwar weitgehend dem Original an, aber für gewöhnlich wird die Schriftart durch eine ähnliche Systemschriftart ersetzt.

Formulare und digitale Signaturen

Mit gewöhnlichen PDF-Readern funktioniert das Ausfüllen eines Formulars meistens so: Das Formular füllt der Nutzer auf dem Bildschirm aus, dann druckt er es aus, unterschriebt es und verschickt es per Post. Gegebenenfalls scannt der Ausfüller das unterschriebene Formular und sendet den Scan per E-Mail.

Eine kostenpflichtige PDF-Software vereinfacht diesen Prozess. Sie speichert ausgefüllte Formulare und ermöglicht es dem Nutzer, sie digital zu unterschreiben. Damit entfällt das Ausdrucken und Scannen, der Anwender füllt das Formular direkt am Computer aus und versendet es sofort. Bei den digitalen Unterschriften gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist es, wenn der Nutzer die Unterschrift einscannt und sie in das Dokument einfügt – für viele Belange reicht dies aus. Eine höhere Rechtssicherheit bietet aber ein Verfahren, das mit einer Prüfsumme bestätigt, dass das unterschriebene Dokument unverändert ist.

Digitale Signatur erstellen
Zur Sicherheit zeigt Nuance Power PDF Details des digitalen Signaturschlüssels an.

Selbstverständlich eignet sich PDF-Software auch zum Erstellen von Formularen. Dafür kann der Anwender unterschiedliche Formularfelder einzeichnen, die jeweils verschiedene Arten von Daten zulassen.

Einige PDF-Programme gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie bei eingescannten Formularen automatisch die Formularfelder erkennen und in ihr digitales Pendant umwandeln – wenige Programme liefern mit dieser Funktion jedoch zufriedenstellende Ergebnisse. Richtig gut funktioniert es nur mit Adobe Acrobat DC, und selbst hier muss der Anwender gelegentlich manuell nachbessern. Dennoch stellt diese Funktion alles in allem eine große Arbeitserleichterung dar.

Die meisten hochwertigen PDF-Programme inkludieren auch Funktionen zum Einholen von Signaturen. Diese machen es möglich, digitale Signaturen auch von Menschen zu erhalten, die gar kein PDF-Programm haben. Der Nutzer verschickt den Link an eine Web-Plattform, die den Unterschriftsprozess managt. Hat der Empfänger unterschrieben, bekommt der Anwender sofort eine Benachrichtigung. Auf diese Art wird das Einholen von Unterschriften erheblich beschleunigt. Die Benutzung der Web-Plattform lassen sich die Anbieter allerdings bezahlen. Kunden kaufen dafür entweder Flatrate-Abos oder Bündel mit einer gewissen Anzahl von Unterschriften.

Anmerkungen und Schwärzen-Funktion

Wer mit Texten arbeitet, kennt die manchmal auftretende Notwendigkeit, eine Bemerkung an den Rand zu setzen. Auch dafür gibt es in PDF-Editoren die richtigen Werkzeuge. Gute Programme verfügen sogar über eine erstaunliche Vielfalt an Tools zum Kommentieren von Dokumenten. Neben Kommentaren in der Form von Post-It-Notizzetteln sind meistens auch Hervorhebungen, Durchstreichungen und Unterstreichungen möglich. Dazu kommen verschiedene geometrische Formen wie Sterne und Pfeile sowie Werkzeuge zum freien Zeichnen und Skizzieren.

Besonders praktisch ist die Funktion zum Schwärzen von Dokumentstellen. In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass geheime Informationen durch unzureichend unkenntlich gemachte Elemente von PDFs an die Öffentlichkeit gelangt sind. Wenn beim Schwärzen der entsprechende Text nicht entfernt wird, sondern nur überdeckt, bleibt er im Quelltext des PDFs weiterhin sichtbar.

PDF Text schwärzen
Geschwärzte Passagen in Infix Pro.

Gute PDF-Softwares verwenden ein zweistufiges Verfahren: Im ersten Schritt werden die zu schwärzenden Stellen gewählt, im zweiten Schritt wird die Schwärzungsfunktion angewandt – nicht jedoch, ohne den Anwender vorher zu warnen, dass die geschwärzten Stellen endgültig gelöscht werden. Sie sind anschließend auch mit der Rückgängig-Funktion nicht mehr wiederherstellbar.

4. Kostenlose PDF-Software

Für jedes Betriebssystem gibt es kostenlose PDF-Reader. Windows-PCs erzeugen mit Windows 10 dank eines virtuellen Druckertreibers aus nahezu jeder beliebigen Datei ein PDF, und Macs beherrschen diesen Trick sogar schon viel länger. Anwender lesen und erstellen PDF-Dateien also, ohne zusätzliche Software installieren zu müssen. Daher stellt sich die Frage: Warum sollte jemand Geld für eine PDF-Software ausgeben?

Für viele Programme gibt es kostenlose Alternativen. PDF-Editoren sind jedoch eine Programmkategorie, bei der brauchbare Optionen im Freeware- und Open-Source-Bereich völlig fehlen.

Grundlegende PDF-Funktionen gehören bei den Betriebssystemen Microsoft Windows und Apples macOS zum Lieferumfang. Diese sind für die meisten Anwender ausreichend. Mit ihnen können sie PDF-Dokumente erstellen, Formulare ausfüllen und beim macOS sogar die Seitenreihenfolge innerhalb eines Dokuments ändern. Kostenpflichtige PDF-Softwares reizen die Möglichkeiten des Formats aus und eignen sich vor allem für Profi-Nutzer.

Print-to-PDF-Treiber
Mit dem Print-to-PDF-Treiber können fast alle Programme unter Windows 10 PDFs erzeugen.

Zwischen diesen Polen ist nicht viel Platz. Kostenlose PDF-Softwares bieten meist nicht viel mehr Funktionen als die Bord-PDF-Tools der Betriebssysteme. Es handelt sich oft um Lösungen, die nur einen bestimmten Arbeitsschritt ausführen können oder um reine Reader, die ein oder zwei Bearbeitungsfunktionen integriert haben. Zusätzliche Features wie beispielsweise einen Versionsvergleich, Formularerstellung oder digitale Signaturen sind in Gratis-PDF-Anwendungen so gut wie nie zu finden. Auch die Bearbeitung von Text oder Bildern in PDF-Dokumenten ist mit kostenloser Software nicht möglich.

5. So testen wir

Jeder getestete PDF-Editor erhält zwischen Null und fünf Punkten. Die Gesamtpunkteanzahl setzt sich dabei zu gleichen Teilen aus den Bewertungen in den vier Vergleichskategorien „Leistung“, „Dokumenten-Tools“, „Kompatibilität“ und „Dokumentation und Support“ zusammen. Wir gewichten jeden Bereich gleich. Gutes Abschneiden in einem Bereich wiegt also nicht schlechtes Abschneiden in einem anderen Bereich überproportional auf.

Grundsätzlich gilt: Die meisten PDF-Editoren sind auf einem hohen Leistungsniveau und bieten einen ähnlichen Funktionsumfang. Viele der getesteten Produkte sind sich daher sehr ähnlich. Ein Interface, das sich an Microsoft Word anlehnt, hat sich offenbar als Standard durchgesetzt – die meisten Programme setzen darauf. Viele Anwender finden sich deshalb schnell zurecht.

Adobe, Vater des PDF-Formats, schickt mit dem Acrobat Pro DC ein Programm ins Rennen, dass den Mitbewerbern in allen Bereichen ein wenig voraus ist. Infix Pro bietet zwar eine sehr gelungene Funktion zur Bearbeitung von Text, kann aber in den meisten anderen Bereich nicht mit den Mitbewerbern mithalten. Abgeschlagen auf dem letzten Platz steht Corel PDF Fusion. Das Programm wirkt, als wäre es seit sehr langer Zeit nicht mehr aktualisiert worden. Einzig der relativ geringe Preis spricht für diese Software.

Leistung

In diesem Bereich geht es um die allgemeinen Funktionsmerkmale der Software. Was leistet das Programm und wie können Anwender damit arbeiten? Auch die Benutzerfreundlichkeit fließt in die Wertung mit ein.

Stapelkonvertierung und automatische Texterkennung erleichtern die Arbeit erheblich und sind daher Kriterien bei der Leistungsbewertung. Mit welchen Betriebssystemen das Programm kompatibel ist (Windows, macOS und das Web), stellt ebenfalls eine wichtige Frage dar.

Eine Windows-Version gibt es für alle Programme im Test. Drei Programme gibt es auch für den Mac: Adobe Acrobat Pro, Infix Pro und Wondershare PDF Element. Keine Mac-Version, dafür aber eine sehr gute Web-App gibt es bei Soda PDF.

Dokumenten-Tools

Hier gehen wir der Frage nach, was das Programm mit einem PDF-Dokument machen kann. Dies ist der Bereich, in dem sich die getesteten Programme am wenigsten voneinander unterscheiden. Das hat einen Grund: Den Rahmen für die PDF-Software-Funktionen geben die Merkmale des PDF-Formats vor. Und diesen Rahmen nutzen einige Programme nahezu vollständig aus und erhalten dafür die volle Punktezahl.

Auch hier sind Corel PDF Fusion und Infix Pro die Schlusslichter. Im Gegensatz zu allen anderen Programmen bieten sie nicht die Möglichkeit, Formulare zu erstellen. Und bei der Verschlüsselung sind sie die einzigen Programme im Test, die nicht den aktuellen 256-Bit-Standard unterstützten, sondern Dokumente nur mit 128-Bit verschlüsseln.

Kompatibilität

Bei der Kompatibilität bewerten wir zunächst einmal die Anzahl der Formate, in die ein Programm PDF-Dateien konvertiert. Wichtig ist auch, ob und welche Cloud-Speicher-Lösungen das Programm unterstützt. Zu guter Letzt interessiert uns, ob die Software PDF-Dateien automatisch für Smartphones und für die Distribution über das Web optimiert. Als Web-Optimierung reicht uns allerdings auch schon eine Funktion zur Reduzierung der Dateigröße — es geht nämlich vor allem darum, kleine Dateien zu haben, die sich rasch herunterladen lassen.

Erfreulicherweise beherrschen alle Programme den Microsoft-Office-Export. Auch der Export in diverse Bildformate stellt keines der Testobjekte vor Schwierigkeiten. Nur zwei Programme unterstützen allerdings das offene E-Book-Format ePUB, nämlich Infox Pro und Wondershare PDF Element. Cloud-Speicher sind in fast alle Programme eingebunden. Standardmäßig sind es Dropbox, Microsoft OneDrive und Google Drive. Oft ist auch eine Anbindung an das Online-Notizbuch Evernote integriert, und einige Programme arbeiten sogar mit DMS-Software zusammen.

Dokumentation und Support

Generell sind PDF-Programme nicht besonders schwierig zu benutzen. Das macht sich auch bei der Dokumentation und dem Support bemerkbar – diesen Aspekten widmen die Hersteller nämlich meistens nicht allzu viel Aufmerksamkeit.

Oft ist es nicht möglich, den Support direkt zu kontaktieren. Anwender müssen stattdessen den umständlichen Weg über ein Web-Formular gehen. Löbliche Ausnahmen sind Corel und Nuance, die eine Telefonnummer angeben. Die E-Mail-Adresse des Supports hat keiner der Hersteller veröffentlicht. Allerdings gibt es bei der Hälfte der Anbieter ein Support-Forum, in dem sich Anwender gegenseitig helfen. Auch Support-Mitarbeiter frequentieren diese Foren und beantworten Kundenfragen.

Jeder Anbieter hat ein Handbuch veröffentlicht, das bei der Bedienung des Programms hilft. Wer diese Handbücher liest, langweilt sich allerdings schnell: PDF-Editoren sind im Normalfall unkompliziert, so dass Handbücher sich über weite Strecken in der Beschreibung des Offensichtlichen ergehen. Nur wenige Bereiche, etwa Verschlüsselung und digitale Signaturen, sind so abstrakt, dass sich der Blick ins Handbuch einer PDF-Software lohnt.