Handyreparatur

Die besten Handyreparaturen im Vergleich

Andreas Kiener
Platz Produkt Bewertung
1 clickrepair 4,24
2 McRepair 3,28
3 kaputt.de 2,45
4 refixo 2,17
5 handyreparatur
vergleich.de
1,40
6 MeinMacher 1,37
7 marktgenius.de 1,06

Dienstleistung

Preise

Versand & Zahlungsmöglichkeiten

Hilfe & Support

Schnelle und günstige Reparaturwerkstatt finden

    Das Wichtigste in Kürze
  • Viele Defekte am Smartphone lassen sich reparieren.
  • Reparaturen sind die wirtschaftliche Alternative zum Neukauf.
  • Ethische Überlegungen sprechen für die Reparatur.
  • Auch Drittanbieter können ein Smartphone reparieren.
  • Eine Handyversicherung deckt Reparaturkosten ab.

Unsere Vergleichssieger

Den mit Abstand besten Eindruck hinterlässt clickrepair. Der Marktplatz vereinheitlicht Versand und Zahlung, so dass viele einzelne Anbieter unter einem gemeinsamen Dach agieren. Einzigartig: Die Seite ermöglicht nicht nur einen direkten Preisvergleich, sondern vermerkt zu jedem Angebot auch die Qualität der Ersatzteile.

Auf dem zweiten Platz landet McRepair. Die Werkstatt aus Berlin arbeitet mit mehr als 350 Annahmestellen in ganz Deutschland zusammen, nimmt defekte Geräte aber auch auf dem Versandweg an. Auf alle Reparaturen gibt es ein Jahr Garantie. Auf der Website werden die Preise für eine große Anzahl von Geräten und Defekten angeführt. Findet der Kunde seinen Reparaturwunsch nicht, kann er ein individuelles Angebot einholen. Der Anbieter überzeugt, Schnäppchenjäger sehen sich aber besser auf einem Marktplatz oder bei einem Preisvergleich um.

Unsere Nummer Drei ist kaputt.de. Auf dem sympathischen Reparaturportal können Anwender nicht nur nach einer Werkstatt suchen, Preisvergleich inklusive, sondern auch nach Anleitungen zum Selbstreparieren stöbern. Das passende Werkzeug und Ersatzteile verkauft kaputt.de im eigenen Onlineshop. Mit einer großen Karte, die Anbieter in der Nähe des Nutzers zeigt, legt die Seite den Schwerpunkt auf lokale Reparaturen, findet aber auch Versandanbieter.

1. Eine Reparaturwerkstatt finden

Wenn das Smartphone kaputt ist, muss nicht unbedingt ein neues her. Für Fachleute ist es nicht schwierig, übliche Schäden wie Sprünge im Display, altersschwache Akkus und wackelige USB-Buchsen zu reparieren.

Dank Internet ist die Suche nach der richtigen Werkstatt für das Handy so einfach wie noch nie. Vergleichsportale sorgen für Überblick, da dort viele Anbieter die Preise für verschiedene Reparaturdienstleistungen auflisten. Einen Schritt weiter gehen Marktplätze, die gleich die ganze Abwicklung übernehmen und damit wie eine Art Reparatur-Amazon funktionieren. Große Werkstätten werben oft mit Fixpreisen für bestimmte Reparaturen. Sie bieten ihre Dienste deutschlandweit an, Kunden reichen ihre defekten Geräte auf dem Versandweg ein.

Clickrepair Marktplatz
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Marktplätze wie Clickrepair schaffen Preistransparenz.

In unserem Vergleich treten zwei Reparatur-Marktplätze, vier Vergleichsportale und einer der größten Reparaturdienstleister gegeneinander an. Wo finden Kunden die besten Preise, wer macht die Reparaturabwicklung am transparentesten, gibt es Qualitätszusagen und Garantien? Solche und ähnliche Fragen beschäftigen uns dabei.

2. Was tun, wenn das Handy kaputt ist?

Das Display ist mit einem Netz aus Sprüngen überzogen, der Akku lädt die ganze Nacht und ist trotzdem schon am Vormittag leer oder der Bildschirm bleibt nach dem Einschalten schwarz. So kann es nicht weitergehen, das Smartphone ist unbenutzbar geworden! Wie geht es nun weiter? Lohnt sich eine Reparatur oder muss ein neues her? Und falls die Wahl auf die Reparatur fällt: Wer macht es? Der Hersteller, eine unabhängige Werkstatt oder gar der Handybesitzer selbst?

Neus Handy oder Reparatur?

Bei der Frage, ob sich eine Reparatur lohnt oder ein Ersatzgerät die bessere Wahl ist, spielt vor allem das Verhältnis von Gerätewert zu Reparaturkosten eine Rolle. Je teurer das Gerät und je günstiger die Reparatur, desto sinnvoller ist es, es nicht zu ersetzen, sondern wieder fit zu machen. Bei sehr billigen oder sehr alten Smartphones lohnt sich eine Reparatur hingegen kaum. Die Kosten können sogar höher sein als der Gebrauchtwert des Geräts.

Die Reparatur neuer, hochpreisiger Geräte ist zwar nicht billig, aber deutlich günstiger als der Neukauf. So kostet es beispielsweise mehr als 200 Euro, den Display eines Samsung Galaxy S9 austauschen zu lassen. Das ist nicht gerade wenig Geld, im Vergleich zum Neupreis von rund 550 Euro aber immer noch ein Schnäppchen. Noch teurer ist der Displaytausch beim Apple iPhone X. Mit rund 300 Euro kann der Kunde dafür rechnen. Apples Spitzen-Modell kostet aber eintausend Euro und mehr, so dass sich die Investition in die Reparatur für den Besitzer lohnt.

Handyreparatur in Werkstatt
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Mit Geduld und Fingerspitzengefühl gelingt es Reparatur-Profis, so gut wie jeden Defekt zu beheben.

Unabhängig von der Wirtschaftlichkeit sprechen ethische Aspekte für reparieren statt wegwerfen. Eine Reparatur ist üblicherweise ressourcenschonender als ein Neukauf. Bei der Gewinnung der Rohstoffe für die Smartphone-Herstellung kommen giftige Chemikalien zum Einsatz, die massive Schäden an der Natur verursachen. Zudem sind trotz Bemühungen der Hersteller die Arbeitsbedingungen in chinesischen Smartphone-Fabriken immer noch weit von europäischen Standards entfernt. Eine Reparatur verbraucht immer weniger Ressourcen und die Arbeitsbedingungen von Fachleuten in deutschen Reparaturwerkstätten sind deutlich besser als die der Fließbandarbeiter in China.

In manchen Fällen kommt eine Versicherung für die Behebung des Schadens auf. Das kann bei Fremdverschulden die Haftpflichtversicherung des Verursachers sein. Bei selbstverursachten Schäden greift eventuell die Schutzleistung einer speziellen Handyversicherung. Wenn die Versicherung zahlt, lässt sich die Frage nach Reparatur oder Neukauf schnell beantworten. Einen Neukauf finanzieren Versicherungen normalerweise nur bei einem wirtschaftlichen Totalschaden, also wenn die Reparaturkosten den Preis eines gleichwertigen Neugeräts übersteigen.

Zum Profi oder selbst versuchen?

Wer im Internet stöbert, findet haufenweise Anleitungen zum Reparieren von Smartphones und Videos von Tüftlern, die vorzeigen, wie es geht. Die passenden Ersatzteile und Werkzeug liefert das Netz praktischerweise gleich mit; Bastler bestellen sie mit wenigen Klicks beim Online-Händler ihrer Wahl. Das sind oft Anbieter aus China, dem Land, in dem so gut wie alle Handys hergestellt werden. Für relativ wenig Geld liefern sie alles, was experimentierfreudige Smartphone-Besitzer für die Reparatur im Alleingang benötigen.

Versicherung, Garantie und Gewährleistung

Schäden durch unsachgemäße Reparaturversuche deckt weder eine Handyversicherung noch die Herstellergarantie oder die gesetzliche Gewährleistung ab. Selbst an seinem Mobiltelefon Hand anzulegen, ist daher nicht zu empfehlen, wenn das Gerät versichert ist (dann bezahlt die Versicherung ohnehin eine Reparatur durch den Fachmann) oder es sich noch innerhalb der Garantie- oder Gewährleistungszeit befindet.

Für viele kommt es natürlich nicht in Frage, ihr Handy selbst zu reparieren. Sie haben weder die Zeit noch die Geduld oder trauen sich schlicht und einfach nicht zu, eine „Operation“ an so einem komplexen technischen Gerät vorzunehmen. Andere reizt gerade die Herausforderung. Und schließlich war das Ding schon teuer genug, warum also auch noch viel Geld für die Reparatur ausgeben, wenn es sich vermeiden lässt?

Bei der Smartphone-Reparatur ist sehr vorsichtiges und geschicktes Vorgehen gefragt. Wer wenig Übung damit hat, kann viel kaputt machen. Dann wird der vermeintliche Trick zum Geldsparen schnell sehr teuer. Neulinge sollte am besten nur an alten und günstigen Geräten „üben“, bei denen sich eine fachmännische Reparatur nicht mehr lohnt.

3. Das Handy reparieren lassen

Ein defektes Smartphone reparieren zu lassen, ist der goldene Mittelweg zwischen Selbstreparatur und Neukauf. Es ist meistens wirtschaftlicher und ethischer als der Erwerb eines Neugeräts, eventuell zahlt sogar eine Handyversicherung dafür und im Vergleich zur Selbstreparatur ist es der unaufwändige und risikoarme Weg.

Für die Reparatur können sich Smartphone-Besitzer direkt an den Hersteller wenden. Auch lokale Werkstätten und Handyläden übernehmen Reparaturen. Größere Anbieter, die deutschlandweit agieren, nehmen Geräte auf dem Versandweg an und schicken sie nach getaner Arbeit an den Auftraggeber zurück. Welche dieser Varianten ist nun die beste, welche liefert die hochwertigsten Ergebnisse, geht am schnellsten und kostet am wenigsten?

Reparatur beim Hersteller

Niemand weiß um die technischen Details und die richtige Vorgehensweise besser Bescheid als der Hersteller selbst. Hersteller verwenden bei der Reparatur üblicherweise auch nur neue, hochwertige Originalteile und keine Billigprodukte von Fremdherstellern oder gar gebrauchte Ersatzteile.

Kunden können bei Reparaturen durch den ursprünglichen Hersteller die beste Qualität erwarten. Anders sieht es beim Preis aus. Die Displayreparatur des schon etwas älteren Modells iPhone 6s beispielsweise kostet bei Apple 181 Euro. Unabhängige Werkstätten verlangen dafür teilweise nur 49 Euro. Das Drittanbieter günstiger sind als der Hersteller ist aber nicht garantiert. Wir haben auch Preise von deutlich mehr als 200 Euro für die Displayreparatur beim iPhone 6s gefunden.

iPhone Reparatur Preise
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Apple (Screenshot der Website) verlangt saftige Preise für die iPhone-Reparatur.

Wie lange die Reparatur dauert, ist von der Servicequalität und der Auslastung abhängig. Viel Einfluss können Kunden darauf nicht nehmen. Wenn sie Glück haben, erfahren sie vorab, wann ungefähr sie mit der Erledigung ihres Auftrags rechnen können. Zusätzliche Zeit kostet das Einschicken.

iPhone-Reparatur nur bei Apple?

Auch wenn die Reparatur durch Apple besonders teuer ist: So lange für das iPhone noch Garantie besteht, sollten sich Kunden zweimal überlegen, ob sie es bei einem Drittanbieter reparieren lassen. Apple ist nämlich bekannt dafür, rigoros gegen Fremdreparaturen vorzugehen. In der Vergangenheit führte jede Reparatur durch Drittanbieter zu einem Garantieverlust.

Mittlerweile hat das Unternehmen seine Garantiebedingungen gelockert und akzeptiert immerhin den Displaytausch durch andere Unternehmen. Trotzdem kann es unliebsame Überraschungen geben, wenn das iPhone von jemand anderem als Apple oder einem zertifizierten Service-Partner repariert wurde. Im April 2018 beispielsweise berichtete die Technik-Website Motherboard, dass mit dem Update auf iOS 11.3 viele Ersatzdisplays, die keine Originalteile sind, nicht mehr auf Touch-Eingaben reagierten. Ein weiteres bekanntes Problem ist, das der Ambient-Light-Sensor, der die Umgebungshelligkeit erkennt und die Bildschirmbeleuchtung daran anpasst, bei einem Displaytausch durch eine unabhängige Werkstatt seine Funktion verliert. Wer also sicher gehen will, dass sein iPhone nach einer Reparatur auch in Zukunft reibungslos funktioniert, muss wohl zähneknirschend die geschmalzenen Apple-Preise bezahlen.

Reparatur beim Online-Anbieter

Die Reparatur bei einem Online-Anbieter hat einiges mit der Reparatur beim Original-Hersteller gemeinsam. Der Kunde schickt das Smartphone ein und dann heißt es warten, bis es gefixt zurückkommt. Das Einschicken kostet leider immer zusätzliche Zeit. Wer es eilig hat, sucht sich besser eine lokale Werkstatt, die bei freien Kapazitäten den Auftrag eventuell sogar am selben Tag erledigt.

Der Vorteil von Online-Anbietern ist allerdings, dass der Kunde zwischen vielen verschiedenen Dienstleistern wählen kann. So kann er sich einen suchen, der besonders günstige Preise hat oder der verspricht, die Reparatur besonders schnell zu erledigen. Viele reparieren nicht nur die Geräte eines Herstellers, sondern vieler verschiedener Marken. Das heißt: Wer gute Erfahrungen mit einem Dienstleister gemacht hat, kann in den meisten Fällen auch zukünftige Reparaturen von ihm erledigen lassen, selbst wenn er die Handymarke wechselt.

Reparatur in lokalen Werkstätten

Bei der Reparatur in einer lokalen Werkstatt entfällt das nervige Einschicken. Das spart Zeit und Geld. Der Nachteil ist allerdings, dass Kunden nur zwischen den Anbietern in ihrer Umgebung wählen können. In Großstädten und Ballungsgebieten ist das weniger ein Problem, dort ist es meisten einfach, eine Werkstatt mit kompetenten Mitarbeitern und vernünftigen Preisen zu finden. In ländlichen Gegenden ist die Auswahl hingegen nicht so groß. Wer Pech hat, findet gar keine Werkstatt in der näheren Umgebung und wer mit dem Service oder der Arbeit eines Anbieters unzufrieden ist, hat kaum Ausweichmöglichkeiten.

lokaler Laden
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Zur Reparatur in einen lokalen Laden zu gehen, ist einfach netter als die Nutzung eines anonymen Online-Services.

Durch den persönlichen Kontakt ist es einfacher, die Konditionen einer lokal durchgeführten Reparatur zu verhandeln. Der Kunde kann Wünsche äußern, beispielsweise eine Reparatur mit günstigen, gebrauchten Ersatzteilen oder eine besonders rasche Bearbeitungszeit (eventuell gegen Aufpreis). Für alle, die keinen Service „von der Stange“ wollen, sondern Wert auf persönlichen Kontakt legen und sich beraten lassen möchten, ist die lokale Werkstatt daher die richtige Wahl.

Vor- und Nachteile der Reparaturvarianten

Wer soll also das Smartphone wieder heil machen? Der Hersteller, der besser als jeder andere weiß, wie sich der Originalzustand wiederherstellen lässt, der Online-Anbieter mit den guten Konditionen oder der sympathische Handyschrauber in der eigenen Stadt? Der Kunde hat die Wahl. Hier noch einmal die Vor- und Nachteile der Reparaturvarianten im Überblick:

KriteriumHerstellerOnline-AnbieterLokale Werkstatt
Dauerlangmittelkurz
Kostenhochanbieterabhängiganbieterabhängig
Reparaturqualitätperfektdurchscnittlichdurchschnittlich
Garantie bleibt erhaltenJaNeinNein
Unterschiedliche AnbieterNeinvielewenige
Persönlicher Kontaktnur Hotlinenur HotlineJa
Entscheidungsfindungsmatrix für die Handy-Reparatur

4. Die häufigsten Schadensursachen

Die mit Abstand häufigste Schadensursache bei Smartphones ist das Herunterfallen, das oft einen Displaybruch nach sich zieht. Dieser Art von Schaden beugen Displayschutzfolien und Handyhüllen vor. Laut einer Umfrage des Reparaturmarktplatzes Clickrepair reduzieren diese Schutzmaßnahmen die Schadenswahrscheinlichkeit um die Hälfte.

Gegen die zweithäufigste Schadensursache helfen aber auch die besten Schutzmaßnahmen nicht. Auf Platz zwei landen nämlich Fehler, die von selber auftreten. Smartphones sind nämlich vollgepackt mit empfindlicher Elektronik, daher ist es meistens nur eine Frage der Zeit, bis der eine oder andere Bestandteil seinen Geist aufgibt.

Ein typisches Verschleißteil ist der Akku. Früher war er meist wechselbar, inzwischen ist der Großteil der Hersteller dazu übergegangen, ihn fest zu verbauen.

Handy an Powerbank
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Mit einem altersschwachen Akku ist eine Powerbank nötig, um das Smartphone durch den Tag zu bringen.

Auch Micro-USB-Buchsen gehen oft kaputt. Sie tendieren dazu, mit der Zeit lose zu werden, so dass beim Laden und bei Datenverbindungen mit dem Computer Wackelkontakte auftreten.

Die dritthäufigste Schadensursache sind Wasserschäden. Viele Werkstätten bieten ihre Diagnose als gesonderten Service an. Das Wasser kann nämlich alle möglichen Teile im Gerät zerstören. Welcher Bauteil genau betroffen ist, kann der Nutzer selbst nicht feststellen.

5. Schäden im Detail

Nicht alle Teile des Smartphones erleiden gleich häufig einen Schaden. Es sind nur eine Hand voll Bauteile, die besonders oft kaputt gehen. Sei es, weil sie sie besonders exponiert sind, wie das Display, weil sie besonders starken mechanischen Beanspruchengen ausgesetzt sind, wie die Ladebuchse, oder weil sie naturgemäß einem gewissen Verschleiß unterliegen, wie der Akku.

Displaybruch

Der Nutzer steckt das Smartphone in eine Hosentasche, die dafür nicht geeignet ist, oder es liegt zu nah an der Tischkante und schon ist es passiert: Es fällt klirrend zu Boden. Die Folge eines solchen Missgeschicks ist häufig ein gesprungenes Display. Wie problematisch das ist, hängt vom Ausmaß der Beschädigung ab. Kleine Splitter am Rand oder ein einzelner Sprung, der sich quer durch die Mitte zieht, sehen zwar unschön aus, mindern die Nutzbarkeit des Geräts aber nur wenig.

Glas oder Displaybruch?

Bei manchen Herstellern lassen sich das LCD-Panel und das Displayglas separat austauschen. Wenn der Bildschirm keine defekten Pixel hat und der Touchscreen noch wie gewohnt funktioniert, aber Sprünge zu sehen sind, ist der Display selbst wahrscheinlich intakt und „nur“ das Glas gebrochen.

Anders verhält es sich, wenn ein feines Spinnennetz aus Sprüngen den ganzen Bildschirm bedeckt oder dieser durch Brüche im LCD-Panel teilweise schwarz bleibt. Dann ist die Benutzbarkeit stark eingeschränkt. Im schlimmsten Fall wird das Gerät sogar völlig unbenutzbar.

Viele Anwender nutzen ihr Smartphone allerdings trotz Displaybruch weiterhin, wie in jeder vollen U-Bahn auf dem morgendlichen Weg in die Arbeit zu beobachten ist. Sie scheuen die Ausgaben für ein Ersatzprodukt oder warten einfach darauf, dass die Mindestvertragslaufzeit bei ihrem Mobilfunkanbieter vorüber ist und sie bei Abschluss eines Neuvertrags ein subventioniertes Handy bekommen. Ein defektes Display bedeutet aber meistens keinen Totalschaden. Bei so gut wie allen Smartphones ist es austauschbar. Der Displaywechsel gehört zwar zu den teureren Smartphone-Reparaturen, ist aber immer noch günstiger als ein völlig neues Gerät.

zerstörtes Display
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Der Bildschirm dieses Smartphones ist so stark beschädigt, dass es überhaupt nicht mehr verwendet werden kann.

Kaputter Akku

Noch vor wenigen Jahren war ein Akku, der nicht mehr die volle Leistung brachte, kein Grund für eine Reparatur. Akkus galten als Verschleißteil und konnten einfach ausgetauscht werden. Wer auf Originalteile Wert legte, kaufte diese, wer Geld sparen wollte, griff zu günstigen Produkten von Drittherstellern. Diese Zeiten sind vorbei, mittlerweile sind fest verbaute Akkus bei Smartphones der Normalfall.

Die Trendwende hat Apple eingeleitet. Bereits das allererste iPhone hatte keinen wechselbaren Akku mehr. Das sorgte noch für Diskussionen, als das Gerät 2007 auf den Markt kam. Heute haben die anderen Hersteller nachgezogen und die Konsumenten haben sich mittlerweile daran gewöhnt. Fix verbauten Akkus ermöglichen es den Herstellern, dünnere Handys zu bauen. Dass „Smartphones mit Ablaufdatum“ zudem den Umsatz ankurbeln, dürfte ein willkommener Nebeneffekt sein.

Nach spätestens zwei Jahren lässt die Akkuleistung der meisten Smartphones so sehr nach, dass an einen normalen Gebrauch des Geräts nicht mehr zu denken ist. Die Lebensdauer des Akkus entspricht also in etwa der Mindestlaufzeit eines üblichen Mobilfunk-Vertrags. Viele Konsumenten entschließen sich statt einer Reparatur zu einer Vertragsverlängerung beziehungsweise einem Anbieterwechsel, um ein subventioniertes Neugerät zu erhalten.

Wer diese Möglichkeit nicht hat, weil er beispielsweise noch in einem Vertrag feststeckt, oder wer an seinem alten Gerät hängt und es nicht wechseln will, kann den Akku in einer Werkstatt tauschen lassen. Das ist jedenfalls günstiger als ein neues Handy, das der Kunde ja auch bei subventionierten Geräten indirekt durch die monatlichen Kosten seines Mobilfunkvertrags bezahlt. Warum sollte auch ein funktionsfähiges Gerät auf den Müll wandern, nur weil ein Verschleißteil wie der Akku das Ende seiner Nutzungszeit erreicht hat?

Handy-Akku wechseln
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Nur wenige Smartphones haben einen Akku, den die Anwenderin einfach selbst wechseln kann.

Wasserschaden

Ist das Handy ins Wasser gefallen, sind größere Schäden sehr wahrscheinlich. Nur etwa die Hälfte aller Smartphones ist nach dem versehentlichen Wässern noch zu retten. Der Wasserschaden ist sozusagen der Super-GAU unter den Handyschäden. Die Herstellergarantie und die gesetzliche Gewährleistung greifen in diesem Fall nicht. Auch die Haushalts- oder Haftpflichtversicherung kommt üblicherweise nicht für die Reparatur auf. Daher kann es sich lohnen, eine spezielle Handyversicherung abzuschließen, die auch solche Defekte abdeckt.

Wie erkennen Hersteller Wasserschäden?

Bei einem Wasserschaden ist mit bloßem Auge meist keine Beschädigung erkennbar. Somit wäre es einfach, ihn in betrügerischer Absicht als Mangel zu deklarieren, für den der Hersteller im Rahmen der Gewährleistung aufkommen muss. Das wissen auch die Hersteller und verbauen daher Wassersensoren. Das sind kleine Schnipsel aus Spezialpapier im Gerät, die sich bei Kontakt mit Flüssigkeiten permanent verfärben.

Wenn das Handy in den Pool, den Badesee oder in die Toilette fällt, ist schnelles Handeln angesagt. Die richtigen Rettungsmaßnahmen erhöhen die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass das Mobiltelefon den Kontakt mit dem kühlen Nass unbeschadet übersteht.

Wenn sich das Mobiltelefon trotz aller Rettungsversuche nicht einschalten lässt oder nicht wie gewohnt funktioniert, gibt es die Möglichkeit der Reparatur beim Fachmann. Da das Schadensausmaß meistens nicht ohne Weiteres beurteilt werden kann, bieten Werkstätten eine sogenannte Wasserschadendiagnose an. Dabei stellen sie fest, welche Bauteile überhaupt defekt sind, damit der Besitzer entscheiden kann, ob sich eine Reparatur lohnt. Dieser sachkundige Befund ist üblicherweise nicht kostenlos, sondern schlägt mit etwa 30 bis 50 Euro zu Buche.

Ladebuchse defekt

Eigentlich sind Micro-USB-Stecker ein Segen. Bis etwa 2011 herrschte nämlich bei Lade- und Datensteckern für Handys Wildwuchs. Jeder Hersteller hatte seinen eigenen Standard. Dem machte die Micro-USB-Norm zumindest in der EU ein Ende.

Der kleine, trapezförmige Stecker hat aber einen Nachteil: Genauso wie bei großen USB-Steckern ist die richtige Orientierung beim Einstecken wichtig. Verkehrt herum geht er nicht in die Ladebuchse. Aufgrund der geringen Größe ist aber nur schwer zu erkennen, ob der Stecker richtig gehalten wird. Die Folge: Durch die vielen vergeblichen Einsteckversuche leiert die Buchse mit der Zeit aus, das Kabel sitzt immer lockerer und irgendwann lässt sich kein stabiler Kontakt mehr herstellen.

Die Antwort der Industrie auf dieses Problem ist USB-Typ-C. Bei diesem neuen Standard gibt es kein Oben und Unten mehr, das Kabel lässt sich beidseitig einstecken. Geräte, die neu auf den Markt kommen, sind immer öfter mit diesem praktischen Anschluss ausgerüstet. Das hilft allerdings Anwendern nichts, die noch ein Handy mit Micro-USB haben. Ihnen bleibt nur, das Ladekabel immer besonders sorgsam einzustecken und das Gerät im Fall eines Defekts zur Reparatur zu geben.

USB Typ C
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USB-Typ-C löst langsam die fummeligen Micro-USB-Stecker ab.

Kopfhöreranschluss defekt

Genauso wie die Ladebuchse neigt auch der Kopfhöreranschluss von Smartphones zu Wackelkontakten. Für die meisten Zwecke lässt sich das Handy auch dann zwar noch problemlos nutzen, aber Musikhören über Kopfhörer macht keinen Spaß mehr und an Telefonieren mit der Freisprecheinrichtung ist nicht mehr zu denken. Der Wackelkontakt ist eine Verschleißerscheinung, die durch häufige Nutzung entsteht.

Nicht immer liegt ein Defekt vor, wenn die Soundwiedergabe über Kopfhörer nicht funktioniert, wie vorgesehen. Manchmal sammeln sich Staub und Fusseln in der Buchse und können zu einer Fehlfunktion führen. Wenn das der Fall ist, kann sich der Handybesitzer mit Fingerspitzengefühl selber helfen.

Mit einer aufgebogenen, lackierten Büroklammer angelt er vorsichtig nach dem Schmutzpfropfen und zieht diesen heraus. Keinesfalls sollte er dabei wild im Kopfhöreranschluss umherstochern. Wenn sich der Schmutz mit behutsamen Vorgehen nicht entfernen lässt, ist es besser, die Angelegenheit in die Hände eines Fachmanns zu geben.

Kamera defekt

Ähnlich wie ein schadhafter Kopfhöreranschluss ist auch eine kaputte Handykamera nichts, was das Smartphone völlig unbrauchbar macht. Keine Fotos mehr damit machen zu können, schränkt jedoch die Benutzbarkeit stark ein. Schließlich hat für viele Nutzer das Smartphone die Kompaktkamera abgelöst.

Die Kameralinse selbst ist bei den meisten Smartphones ziemlich robust. Aufgrund ihrer geringen Größe zerbricht sie nur in seltenen Fällen durch einen Sturz. Gefährdet ist vor allem die Linsenabdeckung, die vor der Linse montiert ist, um diese vor Staub und Kratzern zu schützen. Smartphone-Besitzer können sie eventuell selbst austauschen. Ersatzteile sind häufig für wenig Geld im Online-Handel erhältlich. Bevor sich ein Handynutzer an eine solche Reparatur wagt, sollte er sich mit Anleitungen im Internet und Online-Videos über das genaue Vorgehen informieren. Das hilft auch, einzuschätzen, ob es sinnvoll ist, diese Reparatur selbst durchzuführen.

Aufbau Smartphone-Kamera
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Der Aufbau einer Smartphone-Kamera.

Wenn auch die Kamera und nicht nur die Linsenabdeckung beschädigt wurde, ist eine Reparatur durch den Nutzer nicht so einfach möglich. Dazu muss er das Handy nämlich in seine Einzelteile zerlegen. Die Gefahr ist groß, dass unerfahrene Anwender bei einem solchen Eingriff noch mehr Schaden anrichten und das Gerät am Ende überhaupt nicht mehr funktioniert. Nur lernwillige und experimentierfreudige Nutzer, die auf das betroffene Smartphone notfalls verzichten können, mögen versuchen, die Kamera selbst auszutauschen. Alle andere senden es am besten beim Hersteller ein oder geben die Reparatur bei einer unabhängigen Fachwerkstatt in Auftrag.

So testen wir

Wohin kann sich ein Nutzer wenden, wenn sein Smartphone defekt ist und er es reparieren lassen möchte? Um diese Frage dreht sich in diesem Vergleich alles. Wer im Netz nach „Handyreparatur“ sucht, kommt auf vier verschiedene Arten von Seiten:

  • Marktplätze: Online-Marktplätze für Reparaturdienstleistungen vereinheitlichen die Abwicklung der Reparatur. Egal, für welchen Anbieter sich der Kunde entscheidet, die Buchung und Bezahlung läuft immer über den Marktplatz.
  • Vergleichsportale: Auf diesen Websites kann der Kunde nach einer spezifischen Reparatur für sein Gerät suchen und erhält Angebote von verschiedenen lokalen und Versandwerkstätten. Will er eine Reparatur buchen, wendet er sich direkt an den gewählten Anbieter.
  • Verzeichnisse: Im Unterschied zu Vergleichsportalen ermöglichen Verzeichnisse zwar die Suche nach Werkstätten, aber keinen Preisvergleich.
  • Werkstätten: Große Versandwerkstätten bieten Anwender eine Benutzererfahrung, die mit dem von wie Marktplätzen vergleichbar ist. Das Reparaturangebot ist ähnlich groß und vielfältig. Da es sich dennoch nur um einen einzelnen Anbieter handelt, gibt es jedoch keinen Preisvergleich.

Wir beurteilen jede Seite in den vier Kategorien „Dienstleistung“, „Preise“, „Versand & Zahlungsmöglichkeiten“ und „Hilfe & Support“ mit maximal fünf Punkten. Die Gesamtnote ist der Durchschnittswert dieser Beurteilungen, jede Kategorie wird gleich gewichtet.

Eine Schwierigkeit dabei ist, dass die vier Arten von Handyreparatur-Websites sehr unterschiedliche Merkmale aufweisen. Die Seite einer Werkstatt ermöglicht natürlich keinen Preisvergleich, bei einer Preisvergleichswebsite hingegen hängen die Regeln zu Versand, Zahlung und Garantie von den einzelnen Anbietern ab.

Wir haben uns dafür entschieden, die Bewertungskriterien so zu gestalten, dass sie alles beinhalten, was aus Kundensicht wünschenswert wäre. Dass dadurch bestimmte Arten von Websites in manchen Kategorien beinahe keine Punkte bekommen, nehmen wir bewusst in Kauf, da es die tatsächliche Nützlichkeit (oder den Mangel an Nützlichkeit) dieser Seiten reflektiert. Eine reine Verzeichnisseite beispielsweise ermöglicht weder Preisvergleiche und vereinheitlicht die Versand- und Zahlungsbedingungen nicht. Das ist zwar auch nicht ihre Absicht, dennoch hat sie dadurch für den Kunden einen deutlich niedrigeren Nutzwert als ein gut aufgebauter Marktplatz.

Dienstleistung

In dieser Kategorie beschäftigen wir uns damit, was die Website anbietet und möglich macht. Das umfasst auch Fragen aus den Bereichen Nutzer- und Kundenfreundlichkeit. Werden auf der Website Preise angegeben und sind die einzelnen Angebote nach Preisen sortierbar? Kann der Kunde den Reparaturstatus jederzeit nachverfolgen? Kostet die Schadensdiagnose extra und gibt es eine Garantie auf die Reparatur?

Bei Marktplätzen, Vergleichsportalen und Verzeichnissen interessiert uns auch, wie viele Anbieter sie gelistet haben, auch wenn genaue Angaben dazu rar sind. Leichter, nämlich durch einfaches zählen, lässt sich meistens Herausfinden, für wie viele unterschiedliche Handymarken sie Reparaturen anbieten. Diese Zahl dient zusätzlich zum „Reparaturwarenkorb“ im Kriterium „Preise“ als Indiz für die Breite des Angebots.

Die volle Punktezahl kann in diesem Testkriterium nur ein Reparaturmarktplatz erreichen. Somit verwundert es wenig, dass clickrepair mit großem Abstand zu den anderen in Führung liegt.

Preise

Um herauszufinden, auf welchem Preisniveau sich ein Anbieter bewegt beziehungsweise ob eine Website wirklich hilft, die günstigsten Preise zu finden, haben wir einen kleinen „Reparaturwarenkorb“ zusammengestellt, anhand dessen wir die Preise vergleichen. Für drei Smartphone-Modelle ermitteln wir die Kosten für den Displaywechsel und den Akkutausch, zwei der häufigsten Reparaturen. Bei Modellen handelt es sich zum einen und das Samsung Galaxy S9 und das Apple iPhone 8, also zwei häufig verkaufte Spitzenmodelle von bekannten Marken, die eigentlich jede Werkstatt reparieren können sollte, zum anderen um das Honor 6X, ein Modell von HTCs weniger bekannten Zweitmarke Honor.

Sieger in dieser Kategorie ist clickrepair, da wir dort nicht nur die Preise für den gesamten Reparaturwarenkorb ermitteln konnten, sondern auch fast durchgängig die günstigsten Preise fanden. Überraschenderweise war die einzige andere Website, die Preise für den gesamten Reparaturwarenkorb auflistete kein Marktplatz oder Vergleichsportal, sondern McRepair, die einzige Werkstatt in unserem Vergleich.

Versand & Zahlungsmöglichkeiten

Wie bezahlt ein Kunde die Reparatur, wie kommt das Gerät von ihm zur Werkstatt und wieder zurück? Das sind die Fragen, um die es im Abschnitt „Versand & Zahlungsmöglichkeiten“ geht. Wirkliche Antworten gibt es nur dort, wo diese Dinge einheitlich gehandhabt werden, also nur bei einzelnen Werkstätten und bei Marktplätzen. In dieser Kategorie können wir somit nur für clickrepair und McRepair alle Zeilen des Datenblatts füllen. refixo ist zwar auch ein Marktplatz, überlässt aber die Organisation von Versand und Zahlung den einzelnen Anbietern.

Einzig auf der Frage, ob Versandreparaturen und Reparaturen vor Ort möglich sind, gibt es für jede Art von Seiten beziehungsweise Anbietern eine eindeutige Antwort. Bei Marktplätzen, Verzeichnissen und Vergleichsportalen vermerken wir im Datenblatt „k.A.“ (keine Angabe), wenn die Konditionen von den einzelnen Anbietern abhängig sind.

Hilfe & Support

Bei reinen Verzeichnissen und Vergleichsportalen ist es relativ unwichtig, ob sie gut erreichbar sind oder nicht. Schließlich besteht keine Kundenbeziehung zwischen ihnen und dem Nutzer. Anders verhält es sich bei Marktplätzen und Werkstätten. Hier ist der Anwender gleichzeitig auch Kunde und benötigt eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, um eventuelle Fragen zu Reparatur und Rechnung zu klären. Auch ausführliche Informationen sind wichtig, damit der Kunde vor der Buchung einer Reparatur weiß, was ihn erwartet. Diese liefern die besseren Seiten in Form von FAQ, die auf alle wichtigen Fragen zur Buchung, zum Ablauf und zur Bezahlung einer Reparatur eingehen.