Solardusche

Die 7 besten Solarduschen im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Maße StellflĂ€che
Höhenverstellbar
Höhe maximal
Höhe minimal
Gewicht
Ausstattung
Wassertank inklusive
Volumen Wassertank
Vorteile
Nachteile

Solarduschen-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Solarduschen sind spezielle AusfĂŒhrungen fĂŒr den Außenbereich. Ihr Wassertank erhitzt sich durch direkte Sonneneinstrahlung.
  • Maximal sind Temperaturen bis etwa 60 Grad Celsius möglich.
  • Es gilt, zwischen fest installierten Gartenduschen mit Temperaturregler und einfachen Systemen fĂŒr das Camping zu unterscheiden, bei denen sich die Temperatur nicht einstellen lĂ€sst.
  • Da kein Strom verbraucht wird, ist die Nutzung einer Solardusche gĂŒnstig und umweltschonend.

Funktion und Einsatzmöglichkeiten einer Solardusche

Eine Solardusche garantiert eine angenehme AbkĂŒhlung im eigenen Garten, auf der Terrasse oder dem Campingplatz. Egal, ob Sie lange in der Sonne gelegen, draußen körperliche Arbeit verrichtet haben oder nach einem langen Tag im BĂŒro eine AbkĂŒhlung suchen: Eine Dusche im Freien erfrischt und spĂŒlt den Stress des Alltags förmlich weg. Auch als Ersatz fĂŒr einen Pool oder als zusĂ€tzliche Pooldusche macht die Gartendusche eine gute Figur.

Wasser, das direkt aus der Kaltwasserleitung kommt, hat durchschnittlich eine Temperatur von 10 Grad Celsius. Der Mehrzahl der Menschen ist das auch bei sommerlichen Außentemperaturen deutlich zu kalt. Solarduschen schaffen Abhilfe: Sie nutzen die Sonnenenergie, um das kalte Wasser kostenfrei und umweltfreundlich, da völlig emissionsfrei, aufzuwĂ€rmen. Strom wird folglich nicht benötigt.

Wie funktioniert das Aufheizen des Duschwassers?

Eine Solardusche fĂŒr den Garten wird an einen gewöhnlichen Gartenschlauch angeschlossen. Dieser Schlauch speist den Wassertank mit Frischwasser aus dem Wassernetz. Das Kaltwasser heizt sich durch Sonnenlicht, das auf die Ummantelung trifft, auf. Die Wassertanks sind oftmals in schwarzer Farbe gehalten, da Schwarz weniger Licht reflektiert und WĂ€rme somit besonders gut speichert. Auf diese Weise kann das Wasser bei starker Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Stunden Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius erreichen. Bei dieser Temperatur ist an Duschen nicht zu denken – es ist schlicht zu heiß. Mittels einer Mischbatterie, genauer einer Einhebelbatterie, steuern Sie die Zumischung von kaltem Wasser aus dem Gartenschlauch und regulieren so die Temperatur des Duschwassers stufenlos. Eine Installation im Inneren eignet sich aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung nicht.

Solar bedeutet in diesem Fall nicht Photovoltaik

 

Bei den hier beschriebenen Solarduschen heizt sich das Wasser allein durch die Sonneneinstrahlung auf den Wassertank der Dusche auf. Es handelt sich also explizit nicht um eine Technik, bei der ein Solarmodul Sonnenenergie verstromt und das Duschwasser elektrisch aufheizt. Diese Solarduschen arbeiten stromlos durch die WĂ€rmeabsorption der Farbe Schwarz.

Verschiedene Solarduschen-Arten

Bei Solarduschen gilt es, zwischen Versionen fĂŒr den Garten und AusfĂŒhrungen fĂŒr das Camping zu unterscheiden. GrundsĂ€tzlich funktionieren beide Varianten nach dem gleichen Prinzip: Wasser in einem Tank erwĂ€rmt sich allein durch die Kraft der Sonne, sodass ein warmes Duschbad möglich ist.

Gartenduschen: Komfortabel und fĂŒr die Festinstallation vorgesehen

Garten-Solarduschen können als klassische Solarduschen verstanden werden, sind fĂŒr gewöhnlich fest im Boden verankert – sie werden mittels Standfuß und Bodenplatten montiert – und verfĂŒgen ĂŒber einen vergleichsweise großen Wassertank: Circa 60 Liter sind bei diesen Modellen maximal möglich und werden im Tank aufgeheizt.

Anders als Campingduschen haben diese Produkte den Vorteil, dass sie nicht manuell mit Wasser gefĂŒllt werden mĂŒssen, sondern ĂŒber einen Gartenschlauch gespeist werden. Das Wasser im Tank heizt sich durch die Sonneneinstrahlung auf. Nutzer entnehmen dieses Warmwasser beim Duschen und regulieren die Wassertemperatur, indem sie an einer Mischbatterie die gewĂŒnschte Menge Kaltwasser zulaufen lassen. Nachdem sie Wasser entnommen haben, lĂ€uft permanent Frischwasser nach und senkt so die Temperatur des aktuell verfĂŒgbaren Wassers. Entnehmen Sie sehr viel Wasser, mĂŒssen Sie eine Zeitlang warten, bis die Sonne den Mix aus warmem und nachgelaufenem Wasser wieder ausreichend temperiert hat.

Achtung: Ist auch wirklich eine WĂ€rmefunktion vorhanden?

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Gartendusche auch wirklich ĂŒber einen Wassertank verfĂŒgt. Einige Gartenbrausen lassen sich an den Gartenschlauch anschließen, verfĂŒgen aber ĂŒber keinen Tank, in dem Wasser durch die WĂ€rme der Sonne aufgeheizt wird. Diesen Modellen entlocken Sie lediglich erfrischend kaltes, aber kein gewĂ€rmtes Wasser. Dann spricht man von einer Gartenbrause, nicht aber von einer Solardusche.

Im Vergleich zu Campingduschen weisen Solar-Gartenduschen eine höhere Lebensdauer auf. Sie sind nicht als einfacher Plastiksack ausgefĂŒhrt, sondern bestehen aus verschiedenen UV-bestĂ€ndigen Materialien, etwa Kunststoff, Edelstahl, PVC, Aluminium oder Holz.

Da Gartenduschen einen Wasseranschluss erfordern und im Boden verankert werden, sind sie im Gegensatz zu Campingduschen nicht fĂŒr den mobilen Einsatz konzipiert.

Vorteile
  • Wassertemperatur regulierbar
  • GrĂ¶ĂŸere Tanks möglich
  • Hohe Haltbarkeit
Nachteile
  • Nicht transportabel
  • Wasseranschluss nötig

Campingduschen: Weniger Komfort, aber hoch transportabel

Camping-Solarduschen sind abgespeckte Solarduschen, die zwar weniger Komfort bieten, durch ihre freistehende Installation aber deutlich transportabler sind. Oftmals handelt es sich lediglich um einen dunkelfarbenen Plastiksack, der mittels eines Hakens beispielsweise an einem Baum aufgehĂ€ngt werden kann. Am Auslauf des Schlauches lĂ€sst sich ein Duschkopf befestigen, sodass eine Brausewirkung erzielt wird. Diese Art der Duschen ist bestens fĂŒr den Einsatz an Zelt und Wohnmobil abseits von CampingplĂ€tzen mit eigenen SanitĂ€ren Einrichtungen geeignet.

An diese Duschtanks lĂ€sst sich im Gegensatz zu den Gartenduschen kein Frischwasserschlauch anschließen. Stattdessen befĂŒllen Nutzer sie ĂŒber eine große EinfĂŒllöffnung an der Vorderseite. Kleine Varianten lassen sich noch eher mittels Wasserflaschen oder kleinen Kanistern nachfĂŒllen; bei grĂ¶ĂŸeren Varianten mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20 Litern wird dies schnell mĂŒĂŸig. In diesen FĂ€llen sollten Sie auf eine Gießkanne oder – sofern verfĂŒgbar – einen Gartenschlauch setzen, mithilfe dessen Sie den Tank ĂŒber den EinfĂŒllstutzen fĂŒllen.

Ein Nachteil der Campingduschen besteht darin, dass eine Temperaturregelung am anders als bei den Gartenduschen nicht möglich ist. Hat die Sonne die Wassertemperatur im Beutel zu stark erhöht, ist ein manuelles Nachmischen mit kaltem Wasser notwendig. Eventuell mĂŒssen Anwender zunĂ€chst eine gewisse Menge des erwĂ€rmten Wassers ablassen, um kĂ€lteres Wasser nachfĂŒllen zu können.

Da es sich bei Campingduschen um stabile PlastiksĂ€cke in Kombination mit einem Plastikschlauch handelt, sind diese Varianten sehr gĂŒnstig in der Anschaffung. DafĂŒr sind sie weniger langlebig als die fest installierten Gartenbrausen.

Vorteile
  • Sehr transportabel
  • Per Flasche oder Gießkanne befĂŒllbar
  • GĂŒnstig in der Anschaffung
Nachteile
  • Temperatur am Auslauf nicht steuerbar
  • KĂŒrzer haltbar
  • Kleinere Tanks

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Neben der Entscheidung zwischen einer Solardusche fĂŒr den Garten und einer mobilen Solardusche fĂŒr das Camping das gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung berĂŒcksichtigen sollten. Dazu zĂ€hlen beispielsweise das Material, das Volumen des Wassertanks und die Art des Duschkopfes.

Material

Camping-Solarduschen bestehen komplett aus dem Kunststoff PVC. Bei Garten-Solarduschen haben Interessenten die Wahl zwischen Modellen aus PVC, Edelstahl und Aluminium. Teilweise sind die Duschen mit Materialien wie Holz verblendet.

Garten-Solarduschen aus PVC sind UV-bestĂ€ndig, aber nur bedingt langlebig. LĂ€ngerfristige Sonneneinstrahlung lĂ€sst das Material zunĂ€chst ermatten, spĂ€ter spröde und brĂŒchig werden. Allerdings sind diese Materialien sehr gĂŒnstig, was erklĂ€rt, warum die meisten Duschen in der unteren sowie mittleren Preisklasse aus dem Kunststoff bestehen. Eine Haltbarkeit von circa 15 Jahren ist zu erwarten.

Modelle aus Aluminium sind robuster und auch lĂ€nger haltbar. Optisch ein echter Hingucker und in der Haltbarkeit unerreicht sind Modelle aus Edelstahl. Allerdings spiegeln sich diese Pluspunkte auch in einem höheren Anschaffungspreis wider. Das Material ist zudem vor Korrosion geschĂŒtzt und pflegeleicht.

GrĂ¶ĂŸe des Wassertanks

Bei der Auswahl einer Solardusche spielt die Frage nach der GrĂ¶ĂŸe des Wassertanks eine zentrale Rolle. Diese Kennzahl entscheidet darĂŒber, wie viele Personen beim Duschen warmes Wasser erhalten. Als ungefĂ€hres Richtmaß lassen sich folgende Werte heranziehen.

GrĂ¶ĂŸe des Tanks Anzahl Personen, die warm duschen können
15 Liter 1
25 Liter 2
Ab 35 Liter 3 oder mehr
Je grĂ¶ĂŸer der Wassertank ist, desto mehr Personen können nacheinander das erwĂ€rmte Wasser zum Duschen benutzen.

Campingduschen haben in der Regel Wassertanks mit einer GrĂ¶ĂŸe von 10 bis 20 Litern. Einige wenige Modelle weisen sogar ein Volumen von 40 Litern auf. Bei Solarduschen fĂŒr den Garten liegt die Spanne bei 10 bis 60 Litern. GrĂ¶ĂŸere Tanks lohnen sich also vor allem dann, wenn mehrere Mitglieder einer Familie hintereinander duschen möchten. Insbesondere, wenn kleine Kinder die Dusche mitbenutzen, sollten Sie sich fĂŒr einen großen Wassertank entscheiden.

Art des Duschkopfs

Neben normalen Duschköpfen mit kleinem Durchmesser sind Regenduschköpfe, auch Regendusche oder Regenwalddusche genannt, sehr beliebt. Dabei handelt es sich um breitere Duschköpfe mit einem Durchmesser von 20 bis 35 Zentimetern. Der angenehme Effekt: Der Körper wird wie bei einem Regenschauer in GÀnze berieselt, wobei sich der Wasserstrahl nicht nur auf ein kleines Areal wie den Kopf beschrÀnkt.

Höhenverstellbarer und schwenkbarer Duschkopf

Nutzen mehrere Personen unterschiedlicher KörpergrĂ¶ĂŸe die Solardusche, ist es sinnvoll, den Duschkopf in der Höhe verstellen zu können. Zudem ist es praktisch, wenn der Duschkopf nicht starr, sondern schwenkbar ist, sodass Nutzer das kĂŒhle Nass im gewĂŒnschten Winkel auf den Körper niederprasseln lassen können. Wichtig ist, dass die Art des Duschkopfes gefĂ€llt, denn nicht bei allen Modellen lĂ€sst er sich gegen eine andere Variante austauschen. Teilweise verfĂŒgen die Brausen nicht ĂŒber ein Drehgewinde, sondern sind fest mit dem Rest der Solardusche verbunden. In diesem Fall hilft nur ein Komplettaustausch.

Fußdusche

Unter Fußduschen werden WasserhĂ€hne oder Brausen verstanden, die in geringer Höhe an der Solardusche montiert sind. Sinn und Zweck der Fußduschen ist es, die FĂŒĂŸe nach einem Barfußgang durch den Garten von Sand, Erde oder RasengrĂŒn zu reinigen, ohne dafĂŒr die Dusche anstellen zu mĂŒssen.

Abnehmbare Handbrause

Eine abnehmbare Handbrause eignet sich besonders fĂŒr das Abbrausen von HĂ€nden und FĂŒĂŸen, ohne den restlichen Körper nass werden zu lassen.

Mischbatterie

Die Mischbatterie ermöglicht es Nutzern, erwĂ€rmtes Wasser aus dem Tank mit nachfließendem, kĂŒhlem Frischwasser aus dem Gartenschlauch zu vermischen und das Duschwasser so auf die gewĂŒnschte Temperatur zu bringen. Gartenduschen verfĂŒgen gewöhnlicherweise ĂŒber eine Einhandarmatur, mit der sie die Temperatur des Wassers stufenlos einstellen.

Campingduschen ermöglichen das in den allermeisten FĂ€llen nicht: Bei diesen Modellen können Wasserhungrige lediglich das erwĂ€rmte Wasser aus dem Plastiksack nutzen, das Mischen mit kaltem Wasser ist nicht möglich. Hat sich das Duschwasser zu stark erhitzt, bleibt den Nutzern nichts anderes ĂŒbrig, als es manuell ĂŒber den EinfĂŒllstutzen mit kaltem Wasser zu vermischen. DafĂŒr mĂŒssen sie eventuell zunĂ€chst einen Teil des bereits erwĂ€rmten Wassers ausschĂŒtten, um Platz fĂŒr neue FlĂŒssigkeit zu schaffen.

Thermometer

Einige Modelle verfĂŒgen ĂŒber ein in das Standrohr der Dusche integriertes Thermometer, an dem Duschwillige ablesen können, welche Temperatur das aufgeheizte Wasser im Inneren des Tanks aufweist. Anhand dieses Wertes können sie dann grob abschĂ€tzen, welche Einstellung sie an der Mischbatterie vornehmen sollten.

Im Zweifelsfall sollten Erfrischungssuchende zunĂ€chst eine kleine Menge des heißen, noch in der Leitung stehenden Wassers ablaufen lassen, bevor sie die Temperatur des ausfließenden Wassers vorsichtig ĂŒberprĂŒfen, um VerbrĂŒhungen durch eine zu hohe Wassertemperatur zu vermeiden.

Position des Wassertanks und Montageart

Bei Solarduschen ist der Wassertank entweder im Standfuß verbaut oder im StĂ€nder integriert. Die Modelle mit Standfuß-Tank sind aufgrund des tieferliegenden Schwerpunkts deutlich standsicherer. Daher muss bei diesen Modellen nur ein Gartenschlau angeschlossen werden und schon kann das DuschvergnĂŒgen losgehen. Da der Aufstellort bei diesen Modellen auf einfache Weise gewechselt werden kann, eignen sie sich fĂŒr Nutzer, welche die Solardusche an verschiedenen Orten im Garten nutzen möchten. Die mobilen Gartenduschen sorgen also fĂŒr ein temporĂ€res DuschvergnĂŒgen und sind an den heißen Tagen ein temporĂ€res Erscheinungsbild im Garten. Sie können damit bei wenig Platz und einem kleinen Budget als Ersatz fĂŒr den Pool im Garten dienen.

Bei der im StĂ€nder verbauten Variante erhitzt das Wasser aufgrund der höheren GrundflĂ€che oftmals schneller. Sie sollten jedoch fĂŒr eine verbesserte Standfestigkeit am Boden befestigt werden. Die meisten dieser Modelle verfĂŒgen ĂŒber entsprechende Bodenelemente mitsamt Montagematerial wie Schrauben. Diese Duschen eignen sich daher fĂŒr Nutzer, die ihre Solardusche langfristig am gleichen Aufstellort in ihrem Garten betreiben möchten.

Beliebte Marken

Steinbach | Arebos | Berlan | Monzana | time4wellness | G.F. Garden | vidaXL | Steinbach | Nemaxx |

Nach dem Kauf

Haben Sie sich fĂŒr ein Solarduschen-Modell entschieden, stehen Sie möglicherweise vor den nĂ€chsten Unklarheiten. Wir geben Tipps zum Aufstellort und zur Reinigung sowie Hinweise zur Temperaturregulierung und zum Vermeiden von Bakterien.

Wo sollte eine Solardusche aufgestellt werden?

Es empfiehlt sich ein Ort am Rande des Gartens. Ideal ist ferner ein Wasseranschluss in der NĂ€he. Ist dieser nicht vorhanden, mĂŒssen Sie lĂ€ngere Wege mit dem Gartenschlauch ĂŒberbrĂŒcken, was eine zusĂ€tzliche Stolpergefahr schafft. Tipp: Verlegen Sie den Wasserschlauch in diesem Fall unterirdisch, um die Unfallgefahr zu minimieren. Außerdem bietet sich ein Aufstellort in einem Bereich des Gartens an, der tagsĂŒber eine möglichst lange Sonneneinstrahlung aufweist. Schließlich ist diese Voraussetzung fĂŒr die ErwĂ€rmung des Wassers. Bedenken Sie zudem, dass ein vor der Dusche installierter Sichtschutzzaun den Wirkungsgrad durch Schattenwurf mindern kann. Des Weiteren sollte der Ort windgeschĂŒtzt sein, um ein AuskĂŒhlen bei windigem Wetter zu vermeiden. Möchten Sie die Solardusche langfristig an einem Platz nutzen, bietet sich das Gießen eines Betonfundaments fĂŒr einen permanenten sicheren Stand an.

Achten Sie darauf, bei HĂ€usern mit Kellern ausreichend Abstand zu Bodenfenstern einzuhalten. Ansonsten ist es bei unzureichendem Einsickern in das Erdreich möglich, dass Wasser in Ihren Keller gelangt. Am sichersten ist es, wenn in der NĂ€he der Dusche ein Abfluss vorhanden ist, der verbrauchtes Wasser in die Kanalisation abfĂŒhrt.

Was muss ich bezĂŒglich der Wassertemperatur beachten?

An sehr sonnigen Tagen kann sich der Wassertank so stark aufheizen, dass das Wasser im Inneren eine Temperatur von 60 Grad Celsius erreicht oder sogar leicht ĂŒberschreitet. In diesen FĂ€llen besteht bei der Benutzung der Dusche eine akute VerbrĂŒhungsgefahr. Drehen Sie zunĂ€chst das Kaltwasser auf und mischen Sie nach und nach das aufgeheizte Wasser hinzu, um eine fĂŒr Sie angenehme Temperatur zu erreichen. ErklĂ€ren Sie die Vorgehensweise auch unbedingt Ihren Kindern und GĂ€sten, um eine Unfallgefahr auszuschließen.

Achtung: Temperaturwahl bei Campingduschen meist nicht möglich

Bei Campingduschen ist ein Mischen mittels des Temperaturwahlhebels in der Regel nicht möglich. Bei diesen Modellen ist eine TemperaturĂ€nderung nur ĂŒber manuelles EinfĂŒllen von kaltem Wasser erreichbar. Erhitzen Sie daher an besonders heißen Tagen eine geringere Menge, beispielsweise die HĂ€lfte des Beutels, um genug Volumen zum Vermischen ĂŒbrig zu haben.

Wie sollte ich meine Solardusche reinigen?

Ein positiver Aspekt gleich vorweg: Solarduschen sind wenig wartungsintensiv. Ein Problem, das auch in anderen Bereichen auftritt, in denen Wasser im Spiel ist, sind Verstopfungen und Ablagerungen durch Kalk. Je nach WasserhĂ€rte der Region, in der Sie leben, kann der Duschkopf unterschiedlich schnell verstopfen. Eine regelmĂ€ĂŸige Reinigung mit einem Entkalkungsmittel oder Essig garantiert einen optimalen Wasserdurchfluss. Gibt es Bauteile aus Holz, können Sie diese wie andere hölzerne Gartenmöbel mit Wetterschutzlasuren bearbeiten. Diese bewahren die hölzernen Bauteile vor Verwitterung. Edelstahlelemente verlieren mit zunehmender Nutzung im Freien an Glanz. Hier können Sie sich mit etwas Politur behelfen, um die ursprĂŒngliche Strahlkraft zurĂŒckzuerlangen.

Besteht bei der Nutzung von Solarduschen eine erhöhte Bakteriengefahr?   

Innerhalb des Wassertanks und des zufĂŒhrenden Gartenschlauchs steigen die Temperaturen schnell auf Werte zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Diese Bedingungen begĂŒnstigen die Vermehrung von Legionellen. Dabei handelt es sich um Bakterien, die ĂŒber die Atemwege in den Körper gelangen und zu Lungenerkrankungen fĂŒhren können. Zwar sterben Legionellen bei ungefĂ€hr 60 Grad Celsius ab; diese Temperaturen erreicht das Wasser im Tank aber nur an sehr heißen Sommertagen. Lassen Sie Wasser daher nicht zu lange im Tank stehen. BefĂŒllen Sie den Tank am besten nur dann, wenn Sie vorhaben, das Wasser zeitnah zu verbrauchen. Entleeren Sie den Tank regelmĂ€ĂŸig, damit das Wasser nicht zu lange im Tank steht. Die meisten Solarduschen verfĂŒgen dafĂŒr ĂŒber eine Ablassschraube oder ein Ablassventil an der Unterseite. SpĂŒlen Sie den Tank anschließend mit kaltem Wasser durch, indem Sie fĂŒr einige Sekunden Frischwasser laufen lassen.

Wie mache ich meine Solardusche winterfest?

Duschen haben wasserfĂŒhrende Teile. Vor dem ersten Frost sollten Sie also sĂ€mtliches Wasser aus dem Tank und dem Duschschlauch ablassen, damit keine SchĂ€den durch das sich ausdehnende Eis entstehen. Eigentlich sind die Materialien wetterfest, doch das Einlagern einer mobilen, nicht bodenbefestigten Dusche wĂ€hrend der kalten Jahreszeit in Garage, Schuppen oder Keller erhöht ihre Lebenszeit. Auch bei fest montierten Gartenduschen sollten Sie zunĂ€chst das Wasser ablassen, um FrostschĂ€den zu vermeiden. Das Abdecken mit Folie oder einer Schutzhaube schĂŒtzt vor WitterungsschĂ€den. Eine komplette Demontage und anschließende Einlagerung sind ebenfalls möglich, aber aufwendiger. Auch den wasserfĂŒhrenden Gartenschlauch sollten Sie mindestens leerlaufen lassen, besser zusĂ€tzlich einlagern. Achten Sie auch auf die Hinweise, die die Bedienungsanleitung bezĂŒglich der Einlagerung gibt.

Solardusche selber bauen

Mit ein wenig Phantasie, einer kleinen Prise handwerklichen Geschicks und unter geringem Geldaufwand ist das Bauen einer Solardusche nach dem Do-it-yourself-Prinzip möglich. FĂŒr handwerklich wenig Erfahrene und solche Nutzer, die die eine lange Planung und den Aufbau scheuen, empfiehlt sich dennoch der Kauf eines der Produkte aus unserem Vergleich.

Als Wassertank eignen sich alle Materialien, in denen das Wasser ausreichend vom Sonnenlicht aufgeheizt wird. Denkbar sind Materialien wie GartenschlĂ€uche, Gießkannen, Wasserkanister, Leerrohre oder mit Wasser fĂŒllbare StĂ€nder von Sonnenschirmen.

Im folgenden YouTube-Video des Kanals comewithus2 zeigen die Protagonisten, wie der Eigenbau einer Solardusche aus Abwasserrohren fĂŒr die Verwendung beim Camping möglich ist.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Solarduschen-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Bisher prĂŒften weder die Stiftung Warentest noch das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST Solarduschen. DafĂŒr wurden wir beim Camping-Magazin Caravaning fĂŒndig. Die Redakteure testeten im Juli 2017 insgesamt fĂŒnf Außenduschen fĂŒr das Camping, teils mit und teils ohne Warmwasserfunktion.

Die Solardusche von Fritz Berger ist einfaches Modell mit einem Fassungsvermögen von 20 Litern, das eingefĂŒlltes Wasser durch die Kraft der Sonne aufheizt. Die Tester betonten noch einmal die Gefahr einer Verbrennung, da sich die Temperatur kaum regulieren lĂ€sst, und empfahlen, die HĂ€lfte des Wassertanks zu befĂŒllen, um den Inhalt mit Kaltwasser auffĂŒllen zu können.

Beim Modell Camp4 handelt es sich um eine Außendusche mit Fußpumpe. Der Tank umfasst zwölf Liter, erwĂ€rmt wird das Wasser aber nicht. Somit ist das Testprodukt keine Solardusche. Zum Lieferumfang gehört ein zwei Meter langer, biegsamer Brauseschlauch.

Bei der getesteten Comet Mobildusche handelt es sich ebenfalls nicht um eine Solardusche. Die 20 Liter Wasser im Tank lassen sich per 12-Volt-Kabel fĂŒr den ZigarettenanzĂŒnder oder alternativ mit zwei Blockbatterien je sechs Volt erwĂ€rmen. Eine Temperaturregulierung ist jedoch nicht möglich.

Die letzten zwei getesteten Campingduschen von Reich sind Duschen, die in die Außenwand eines Caravans eingelassen werden und sich des Frischwassertanks des Wohnwagens bedienen. Die Tester betonten den hohen Montageaufwand, der sich nur bei regelmĂ€ĂŸiger Nutzung rentiert. Die Kaltwasserversion kostet knapp 50 Euro. Nutzer, die warmes Wasser wĂŒnschen, mĂŒssen knapp das Doppelte investieren. Mit einer Solardusche haben diese Modelle aber nur noch sehr wenig gemein.