Unsere Redakteure bewerten die Produkte unabhängig, Netzsieger verdient aber gegebenenfalls Geld, wenn Sie unsere Links anklicken. Erfahren Sie mehr.

Cloud-Server

Das beste Cloud-Hosting im Vergleich

Anne Röttgerkamp
Platz Produkt Bewertung
1 Host Europe 4,80
2 STRATO Server 4,78
3 1&1 4,71
4 JiffyBox 4,68
5 Dogado 4,60
6 Netcup 4,58
7 Alfahosting 4,42
8 GoDaddy 3,94

Performance

Produktumfang

Sicherheit

Handling

Hilfe & Support

Cloud-Server mieten

    Das Wichtigste in Kürze
  • Cloud Server bieten unbegrenzte Verfügbarkeit an Ressourcen.
  • Extreme Besuchermengen und Traffic-Spitzen werden durch Cloud Server besser abgefangen.
  • Das Rechenzentrum der Cloud Server liegt vorteilhaft in Deutschland, damit die deutschen Datenschutzgesetze greifen.

Cloud Server zeichnen sich durch ihre enorme Flexibilität aus - Unternehmen können Cloud Server daher perfekt an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Auch stellen Cloud Server eine gute Möglichkeit zur zentralen Verwaltung von Dateien dar. Durch diese Art von virtuellen Servern ist die Internetpräsenz auch bei unerwartet vielen Zugriffen erreichbar. Das heißt, Nutzer können durch die Cloud-Technologie flexibler und schneller auf eine tagesaktuelle oder langfristige Beanspruchung Ihrer Server-Infrastruktur reagieren.

Das Wolken-Phänomen

Im Allgemeinen versteht man unter „Cloud-Computing” das Speichern von Daten nicht mehr auf eigenen Festplatten, sondern in einem entfernten Rechenzentrum sowie die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Arbeitsplatz oder Server installiert sind. In der heutigen Zeit, in der immer höhere Bandbreiten für das Internet zur Verfügung stehen und die Verbindungsgeschwindigkeit kein Problem mehr darstellt, ist es ein weiterer logischer Schritt, immer mehr Speicherplatz, Ressourcen und ganze Dienste von lokalen Rechnern beziehungsweise ganze Server-Infrastrukturen als Lösung in diese Wolke zu verlagern.

1. Was zeichnet einen Cloud Server aus?

Bei Cloud Servern handelt es sich um virtuelle Server, deren Rechenleistung und Speicherkapazität über das Angebot von Cloud-Hostern zur Verfügung gestellt werden. Sie verhalten sich aus Sicht der Anwender genauso, als wären es physische Server, und werden über eine Datenverbindung angesprochen.

Idealerweise handelt es sich um jederzeit skalierbare Cloud Server, welche als Server-Lösung genau die Leistung zur Verfügung stellen, die gerade benötigt wird. Außerdem können meist alle Ressourcen der Cloud-Server bequem über einen Web-Zugang verwaltet werden.

Im Gegensatz zu einem fest zugeordneten Server-System lassen sich mit einem Cloud Server Strukturen schaffen, die genau für den Dienst, den sie bereitstellen sollen, zugeschnitten sind. Ob E-Mail-, Daten- oder Webserver: Cloud Server verteilen die Ressourcen je nach Bedarf und Erwartung an die Performance die benötigt wird.

cloud verbindungen
Cloud Server bieten vor allem Unternehmen viele Möglichkeiten

Ein dediziertes System lässt sich beispielsweise durch Dopplungen in der Hardware gegen Ausfall und Datenverlust schützen. In der virtuellen Cloud bringen Server einen zusätzlichen Gewinn an Sicherheit: Durch ein ausgefeiltes Speicher-System der Dateien, alle Dateien sind auf mehrere Festplatten verteilt, zieht ein Ausfall bestimmter Hardware-Komponenten eines Cloud Servers keine Einbußen an Erreichbarkeit und Datensicherheit nach sich.

Geringer Investitionsaufwand

Der Vorteil der Cloud Server ist, dass keine teuren Investitionen in eigene Infrastrukturen getätigt werden müssen. Das schafft Freiräume in der Wahl des Hosters und Services. Je nach Bedarf und Auslastung werden dem Kunden Speicher, Ressourcen und Bandbreite zur Verfügung gestellt und berechnet. Die Infrastruktur besteht aus vielen Servern und Rechnern, die eine hohe Verfügbarkeit und Redundanz garantieren. Um den Sicherheitsbedürfnissen und den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, investieren die Hoster stetig in eine aufwendige Absicherung Ihrer Infrastrukturen.

2. Auf diese Faktoren sollten Nutzer achten!

Bei der Wahl des passenden Cloud Server Anbieters gibt es einige Dinge zu beachten. Gerade wenn es sich um private Unternehmensdaten handelt, zögern viele Firmen, sich externen Hosting-Anbietern anzuvertrauen. Die folgenden Aspekte sollten daher unbedingt berücksichtigt werden:

Besonders der Firmensitz des Hosting-Anbieters sowie die dort geltenden Datenschutzregeln spielen eine wesentliche Rolle. Bestenfalls betreibt der Provider seinen Hosting-Dienst in Deutschland, da hier die strengen Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes für die Dateien gelten. Auch die Standorte der Rechenzentren und der Cloud Server ist von entscheidender Bedeutung. Wenn so der Firmensitz im Ausland, der Standort der Cloud Server allerdings innerhalb Deutschlands liegt, gelten ebenfalls die deutschen Datenschutzgesetze.

In diesem Zusammenhang müssen Kunden auch unbedingt auf die Zugriffsrechte achten. Diese sollten ausschließlich beim Nutzer und dem Hosting-Anbieter liegen.

Ebenfalls lohnt sich ein Blick in die Zukunft: Oftmals gibt es gewisse Ausstiegsklauseln, die bei Vertragsende berücksichtigt werden müssen. Auch sollte geklärt werden, ob nach Ende der Laufzeit alle Speicher und Daten (inklusive Sicherheitskopien) von den Cloud Servern gelöscht werden.

Schlossmatrix
Das Thema Datenschutz sollte niemals aus dem Blickfeld rücken.

Ein Aspekt, der häufig unbeachtet bleibt, ist das Thema „Verschlüsselungstechniken”. Kunden sollten unbedingt darauf achten, dass die Daten nicht nur bei der Übertragung zwischen ihnen und den Cloud Servern des Hosting-Anbieters verschlüsselt werden, sondern auch auf den Cloud-Servern im Rechenzentrum selbst. Im besten Fall werden die Daten bereits beim Nutzer vor Ort verschlüsselt und bleiben dies auch die ganze Zeit.​

3. So vergleichen wir

Da zahlreiche Anbieter Cloud Server zu unterschiedlichen Konditionen bereitstellen, ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen und zu klären, in welchen Faktoren sich die einzelnen Cloud Server unterscheiden. Bevor sich Kunden daher für einen Cloud-Hosting-Dienst entscheiden, sollten sie sich die einzelnen Punkte anschauen und dann individuell entscheiden.
Nachfolgend fünf relevante Bewertungskriterien, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ausstattung, die Bedienung, die Leistung und die Sicherheit des jeweiligen Cloud Servers haben.

Ausstattung

Die Ausstattung eines Cloud Servers hängt in erster Linie von den Bedürfnissen des potenziellen Kunden und wie die Lösung aussehen soll. Aber auch die Größe eines Unternehmens spielt eine wichtige Rolle.
Unter diesem Bewertungskriterium wird auch geprüft, wie viele Zusatz- und Umlaut-Domains, Domainendungen und Subdomains vorhanden sind. Wichtig ist auch die Tatsache, ob die Cloud Server Provider E-Mail-Postfächer anbieten und ob eine DNS-Verwaltung vorhanden ist.

Bedienung

Bevor sich potenzielle Nutzer für einen Cloud Server entscheiden, sollten sie auf die Mindestvertragslaufzeit sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen achten.
Auch die Administrationsoberfläche spielt hierbei eine wichtige Rolle. Idealerweise ist diese so aufgebaut, dass sie die Cloud Server-Verwaltung um einiges erleichtert und angenehmer macht.
Ein sogenannter „Root-Zugriff” bestimmt zudem die Zugriffs- und Verwaltungsrechte der unterschiedlichen Kunden und sollte besonders in großen Unternehmen berücksichtigt werden.
Für eine einfachere Konfiguration bieten viele Anbieter ein Plesk-Panel an. Dabei handelt es sich um eine praktische Verwaltungsoberfläche, die keine Linux-Kenntnisse erfordert. Anwendungen wie Cronjobs erleichtern zudem die Arbeit, da sie Aufgaben automatisch übernehmen. Hilfreich sind auch bestimmte Programmiersprachen und Datenbanken. Diese sind allerdings nicht in allen Cloud Server Angeboten vorhanden.

Leistung

Abhängig von der Dimension eines Unternehmens variiert auch die Größe des benötigten Cloud Speichers. Viele Provider verfügen über einen sogenannten Inklusiv-Traffic, der dem Nutzer zur Verfügung steht. Während manche Provider unbegrenzten Traffic anbieten, können bei anderen Cloud Server Anbietern allerdings gewaltige Kosten entstehen.
Außerdem sind sowohl die Leistung des Prozessors als auch ein Dateiübertragungs-Protokoll (File Transfer Protocol, kurz: FTP) von zentraler Bedeutung. Die Verfügbarkeit der Cloud Server dürfte ebenfalls für viele Kunden interessant sein. Diese ist oft in den AGB zu finden, manchmal werben die Anbieter der Cloud-Dienste mit ihr aber auch bereits auf ihrer Website.

Sicherheit

Da es sich bei den Dateien die in der Cloud gespeichert werden, meist um vertrauliche und private Daten handelt, spielt die Sicherheit des Cloud Servers eine wesentliche Rolle. Durch hochsichere Rechenzentren, die sich bestenfalls in Deutschland befinden, kann diese größtenteils gewährleistet werden. Auch die Zugriffsrechte auf den Cloud Server müssen berücksichtigt werden, denn nicht immer soll beispielsweise jeder Mitarbeiter auch auf alle Daten zugreifen können.
Zudem müssen regelmäßige Backups, Monitoring und automatische Neuinstallationen bedacht werden.

Hilfe und Support

Da sich die wenigsten Kunden ausreichend mit dem Thema Cloud Server auskennen, ist ein umfangreicher Support-Bereich von wesentlicher Bedeutung. Auf jeden Fall sollten ein Telefon- sowie ein E-Mail-Support zur Verfügung stehen. Außerdem geben ein FAQ-Bereich sowie ein Blog Lösungsansätze und Informationen zu Produkten.

Das Fazit der Redaktion

Alle Cloud Server im Vergleich durchlaufen jede dieser fünf Bewertungskategorien. Die ermittelten Einzelnoten werden am Ende in einer Gesamtnote verrechnet, aus welcher sich die Rangliste ergibt. Hierdurch wird versucht, nicht nur die spezifischen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Cloud Server zu erläutern, sondern auch potentiellen Kunden bei ihrer individuellen Kaufentscheidung zur Seite zu stehen. Mit leichten Vorteilen konnten sich die drei Hersteller Hosteurope, Strato und 1&1 von der restlichen Konkurrenz absetzen.