Wasserfilter

Die 7 besten Wasserfilter im Vergleich

Material
Fassungsvermögen
Gefiltertes Wasser
BPA-frei
SpĂŒlmaschinengeeignet
Filterkartuschen inklusive
Farben
Gewicht

Wasserfilter-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Wasserfilter werden entweder in eine Hausleitung eingebaut oder in ein GefĂ€ĂŸ integriert.
  • Es werden hauptsĂ€chlich Aktivkohlefilter und Ionenaustauscher als Filtersysteme genutzt.
  • Sie befreien das Trinkwasser von Kalk sowie Schwermetallen und anderen schĂ€dlichen Substanzen.
  • Die regelmĂ€ĂŸige Reinigung des Filters ist nötig, um Keimbildung zu verhindern und eine gleichbleibende WasserqualitĂ€t zu gewĂ€hrleisten.

Die Situation des Trinkwassers

Wasserfilter bieten die Möglichkeit, das hauseigene Leitungswasser von kalkfördernden- und schĂ€dlichen Stoffen zu befreien. Somit ist nicht nur eine hohe WasserqualitĂ€t gewĂ€hrleistet, sondern auch ein geschmacklicher Unterschied bemerkbar. Mit einem Wasserfilter lĂ€sst sich darĂŒber hinaus der eigene Wasserflaschenverbrauch verringern.

Leitungswasser kann guten Gewissens getrunken werden, denn kein Lebensmittel wird hierzulande so streng kontrolliert wie das Trinkwasser. Die Trinkwasserverordnung trĂ€gt dafĂŒr Sorge, dass kaum Schadstoffe in den Hausleitungen zu finden sind. Diese Regelung legt einen Grenzwert fest und gewĂ€hrleistet, dass das Grundwasser in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden auf chemische, biologische und physikalische Parameter untersucht wird. Zudem kontrollieren die staatlichen GesundheitsĂ€mter die Arbeit der Wasserwerke.

Lassen Sie Ihr Wasser testen

Vermieter und HauseigentĂŒmer sind fĂŒr einwandfreie Leitungen und sauberes Trinkwasser verantwortlich. Zudem können Sie sich auch direkt an das stĂ€dtische Wasserwerk oder an ein unabhĂ€ngiges Institut wenden. Einen Test zu beantragen und durchfĂŒhren zu lassen, kostet zwischen 20 und 50 Euro.

Das Problem mit der Verunreinigung

Ins Grundwasser und damit auch in die Hauswasserleitungen können Schadstoffe gelangen. Mit Pestiziden und DĂŒngemitteln in Form von Nitraten verunreinigt die konventionelle Landwirtschaft FlĂŒsse, Seen und das Grundwasser. Auch die Wasserwerke können nicht immer alle Chemikalien herausfiltern. Deutschland ist diesbezĂŒglich bereits vom EuropĂ€ischen Gerichtshof, auf eine Klage der EU-Kommission hin, verurteilt worden. Das Land habe keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, die Nitratbelastung des Grundwassers zu verringern und somit die EU-Nitratrichtlinien verletzt.

In seltenen FĂ€llen kann es darĂŒber hinaus vorkommen, dass sich coliforme Bakterien und Schwermetalle, wie Blei, Kupfer und Nickel, zum Wasser hinzugesellen. RĂŒckstĂ€nde von Arzneimitteln stellen kaum ein Problem fĂŒr Haushalte dar, da Sie zumeist in Seen und FlĂŒssen auftreten und nicht im Trinkwasser.

Ein Lebenskniff fĂŒr die QualitĂ€tsvorsorge

Lassen Sie das Wasser kurz ablaufen, bevor Sie es trinken. So können Sie Verunreinigungen ganz einfach aus dem Hahn herausspĂŒlen. Als goldene Regel gilt: Nach lĂ€ngeren Abwesenheiten sollte der Wasserhahn erst eine Zeit lang laufen!

Die herkömmlichen Filtersysteme

Es gibt vier verschiedene Arten von Filtersystemen, auf die Verbraucher zurĂŒckgreifen können, um die QualitĂ€t ihres Trinkwassers zu verbessern:

Tischwasserfilter

Tischwasserfilter

Sie werden auch Kannenfilter genannt und sind mobile FiltergerĂ€te fĂŒr den Hausgebrauch. Sie haben meist die Form eines Krugs und sind ebenso handlich. Mit ihnen lassen sich mehrere Liter Wasser abfĂŒllen und nutzen. Die Kannenfilter finden Platz auf jedem KĂŒchen- oder Esstisch und lassen sich bequem im KĂŒhlschrank verstauen. DarĂŒber hinaus benötigen sie keinen Strom. Der Verbrauch des Wassers lĂ€sst sich durch die AbfĂŒllmenge regulieren und erlaubt einen Überblick. Je nach eingebautem Filtersystem kann sich die QualitĂ€t des Wassers verĂ€ndern. Diese wird durch das regelmĂ€ĂŸige Wechseln der Kartusche gewĂ€hrleistet. Der Wechsel wird je nach Hersteller durch eine Anzeige auf dem Deckel deutlich gemacht.

Einbaufilter

Einbaufilter

Diese Filter werden auch Untertischwasserfilter und an einen vorhandenen Wasseranschluss unter dem SpĂŒlbecken angeschlossen. Auch hier arbeiten die Filter mit unterschiedlichen Methoden, das Wasser zu filtern. Der Einbaufilter kann so an die Leitung angeschlossen werden, dass der Verbraucher den bereits vorhandenen Wasserhahn nutzt. In der Regel verfĂŒgen die Filtersysteme jedoch ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Entnahmehahn, damit zwischen Nutz- und Trinkwasser unterschieden werden kann. So haben Sie die Möglichkeit, das gefilterte Wasser zu trinken und das „normale“ Wasser zum Abwaschen zu nutzen. Denn SchmutzrĂŒckstĂ€nde auf Geschirr lassen sich besser mit kalkhaltigem Wasser entfernen. Auch hier ist ein regelmĂ€ĂŸiger Wechsel des Filters von Nöten, um Verunreinigungen vorzubeugen.

Flaschenfilter

Flaschenfilter

Sie sind die kleinste Variante der Wasserfilterfamilie. Sie fassen nur geringen Mengen Wasser und gehen meist nicht ĂŒber das herkömmliche 0,5-Liter-Flaschenformat hinaus. Die geringe Wassermenge garantiert einen Überblick ĂŒber das verbrauchte Wasser und lĂ€sst sich aufgrund der geringen Höhe nahezu an jedem Wasserhahn wieder auffĂŒllen. Diese Wasserfilter eignen sich bestens zum Mitnehmen, da sie sich in den meisten Taschen und RucksĂ€cken verstauen lassen. Sie funktionieren mit einfachen Partikelfiltern, die eventuelle Geruchs- und Schadstoffe wĂ€hrend des Trinkens herausfiltern. Auch Flaschenfilter bedĂŒrfen einer regelmĂ€ĂŸigen Reinigung. Je nach Hersteller muss der Filter nicht nur ausgespĂŒlt, sondern auch ausgetauscht werden. Das Kartuschensystem ist ebenfalls in diesem Format gelĂ€ufig.

Reisewasserfilter

Reisewasserfilter

Kompakte GerĂ€te, die in jedem Koffer verstaut werden können. Sie eignen sich fĂŒr Hotel- und Campingplatzaufenthalte. Diese Filter werden direkt an einen Wasserhahn angeschlossen und filtern das Wasser, sobald dieses den Hahn passiert. Reisefilter beinhalten meist einen Aktivkohlefilter, der bestimmte Stoffe aus dem Wasser entfernt. Die eingebauten Filtersysteme mĂŒssen ebenfalls regelmĂ€ĂŸig gewechselt werden, da es andernfalls zu Verschmutzungen kommen kann. DarĂŒber hinaus existieren Reisefilter, die mit einem Pumpensystem per Hand bedient werden und mit denen das Wasser aus FlĂŒssen, Seen und BĂ€chen gefiltert wird. Diese Filtermodelle sind fĂŒr Outdoor-Urlauber geeignet, erfordern jedoch ebenso eine Reinigung wie die heimischen Varianten.

Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Der menschliche Körper verliert tĂ€glich rund 2,5 Liter FlĂŒssigkeit. Um den Wasserhaushalt wieder aufzufĂŒllen, ist es ratsam, mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag zu trinken. Die restliche Menge nehmen wir ĂŒber feste Nahrung zu uns. 

Wie filtert ein Tischwasserfilter?

Normalerweise werden in Tischkannenfiltern Aktivkohlefilter oder Ionenaustauscher verbaut. Einige Hersteller setzen bei Ihren Filtersystemen auf Stoffe, wie Quarzsand, Zeolithe oder Keramik. Diese wirken wie eine Art Schwamm, durch den das Wasser hindurchfließt. Dabei bleiben bestimmte Substanzen im Wasser an den Poren der „SchwammoberflĂ€che“ hĂ€ngen.

Die Aktivkohle

Das Filterelement, in diesem Fall die Aktivkohle, ist innerhalb des Kruges befestigt. Dieses besteht aus mikroskopisch kleinen Poren, durch die das Wasser hindurchlĂ€uft. Dabei setzen sich Chemikalien und andere natĂŒrliche wie unnatĂŒrliche Substanzen in den Poren fest.

Je feiner das Aktivkohlegranulat ist, desto mehr Schadstoffe werden herausgefiltert. Die entfernten Stoffe setzen sich im Filter fest und verbleiben dort bis zum nĂ€chsten Wechsel der Kartusche. WĂ€hrend dieser SĂ€uberung des Wassers werden keinerlei chemische ZusĂ€tze benötigt. Allerdings ist das Resultat nicht zu 100 Prozent „rein“.

Der Ionenaustauscher

Dieses Filtersystem entzieht dem Trinkwasser anorganische Teilchen (Ionen) und tauscht sie gegen andere aus. In hartem Wasser befinden sich Kalzium- und Magnesiumionen, die positiv geladen sind. Der Ionentauscher sorgt nun dafĂŒr, dass diese gegen andere positiv geladene Teilchen, zum Beispiel Natriumionen, ausgetauscht werden.

Das Umkehrosmose-Verfahren

Unreines bzw. nicht-trinkbares Wasser wird mit kĂŒnstlich erzeugtem Druck durch eine einseitig durchlĂ€ssige Membran gepresst. Dabei werden nur sehr kleine MolekĂŒle hindurchgelassen. GrĂ¶ĂŸere Stoffe, wie Nitrat, Phosphat und andere Schwermetalle werden zurĂŒckgehalten.

Die Magnesium-Technologie

Innerhalb der Ionenfiltersysteme sticht eine besondere Technik hervor. Die sogenannte Magnesium-Filtertechnologie wurde von dem Wasseraufbereitungsunternehmen BWT entwickelt und tauscht die Magnesiumionen nicht aus, sondern fĂŒgt dem Wasser weitere hinzu. Denn Magnesium ist gut fĂŒr Körper und Geist: Es stĂ€rkt das Immun- sowie das Nervensystem und reduziert Stress. Magnesium ist ein wichtiger NĂ€hrstoff fĂŒr den Körper, der auch bei bestimmten Leiden entgegenwirken oder ihnen gar vorbeugen kann. Das Wasser durchlĂ€uft in diesem Wasserfilter, der ebenfalls die GrĂ¶ĂŸe eines herkömmlichen Kruges hat, fĂŒnf Filtrierstufen. WĂ€hrend das Wasser von oben herab durch den Filter fließt, werden Geruchsstoffe wie Chlor und der Kalziumanteil reduziert. Im letzten Schritt wird das Magnesium hinzugegeben. Der Penguin, wie der Filter auch genannt wird, macht das Wasser jedoch nicht weicher. Die Hinzugabe des Magnesiums trĂ€gt letztendlich sogar zu einer höheren GesamthĂ€rte des Leitungswassers bei.

Mineralstoffe = Mineralien?  

Nein, Mineralstoffe sind keine Mineralien! Mineralstoffe sind lebensnotwendige NĂ€hrstoffe, die der Körper fĂŒr bestimmte Funktionen braucht und die ĂŒber die Nahrung zugefĂŒhrt werden. Mineralien sind dagegen zumeist natĂŒrliche Kristallformen in der Erdkruste.

Einen Wasserfilter kaufen

Bevor Sie sich fĂŒr den Kauf eines Tischwasserfilters entscheiden, sollten Sie die Vorteile und auch die eventuellen Nachteile abwĂ€gen. Sobald Sie sich fĂŒr den Kauf eines Tischfilters entschieden haben, gibt es bestimmte Kriterien, wie die Handhabung, die Reinigung oder die FilterqualitĂ€t zu beachten.

Welche Vorteile bringt ein Wasserfilter mit sich?

Allen voran können Wasserfilter das Trinkwasser von Schadstoffen befreien. Auch in Haushalten mit sauberen Leitungen können Filtersysteme fĂŒr eine bessere QualitĂ€t des Wassers sorgen: Dieses wird durch das Filtrieren weicher und somit schmackhafter gemacht. Je mehr Kalzium und Magnesium sich im Wasser befinden, desto hĂ€rter und kalkhaltiger ist das Wasser.

Ein Filter sorgt dafĂŒr, dass keine geschmacklichen VerfĂ€lschungen beim Wasser entstehen; mit ihm schĂŒtzen Sie zudem HaushaltsgerĂ€te vor Verkalkungen. Empfindliche Pflanzen können mit dem gefilterten Wasser gegossen werden. Der Einsatz von Filtern ist umweltschonender und nachhaltiger. Die AbhĂ€ngigkeit von Wasserflaschen wird durch den Einsatz von Wasserfiltern reduziert.

Vorteile
  • Weicheres Wasser
  • Weniger Schadstoffe
  • Nachhaltig und umweltschonend
  • Weniger Kalk im Haushalt
  • Geruchsfreies Wasser
  • Besserer Geschmack
  • Bessere VertrĂ€glichkeit fĂŒr Pflanzen
Nachteile
  • Eventuelle Keimbildung
  • Weniger Mineralstoffe
  • Folgekosten

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Sie sollten sich beim Kauf folgende Fragen stellen: Welche Inhaltsstoffe wollen Sie gefiltert haben? Wie viel Wasser soll tagtĂ€glich gefiltert werden? Welche Extras soll ihr Tischwasserfilter besitzen? Zudem mĂŒssen Sie sich auch entscheiden, wie viel Geld Sie bereit sind auszugeben. Soll es ein preiswertes Produkt aus Kunststoff sein oder doch lieber ein Blickfang aus Glas? Achten Sie darauf, ob Weichmacher in den Kunststofffiltern enthalten sind. Denn in diesem Fall sind Glasfilter die bessere Option.

Der Preis des gefilterten Wassers

FĂŒr einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt ist ein einfacher Tischwasserfilter mit einem Fassungsvermögen von bis zu fĂŒnf Litern vollkommen ausreichend. Die Preise bewegen sich, je nach GrĂ¶ĂŸe und Hersteller, zwischen zehn und 70 Euro. Die glĂ€sernen Exemplare kosten rund 50 Euro und mĂŒssen nicht unbedingt teurer sein als ihre kunststoffhaltigen Kollegen. FĂŒr die Versorgung einer Familie sollten Sie sich eventuell ĂŒberlegen, einen Wasserspender mit Filterfunktion zu kaufen, der in der Regel bis zu zehn Liter Leitungswasser fasst. Auch diese sind ab einem Preis von 50 Euro zu haben, können sich jedoch auch im dreistelligen Bereich befinden. FĂŒr unterwegs empfiehlt sich, eine Flasche mit integriertem Filter oder gar einen Wasserfilter mit Pumpe zu kaufen. Eine solche Flasche kostet zwischen zehn und 30 Euro, wĂ€hrend sich die Pumpenmodelle von 50 Euro an schnell im dreistelligen Bereich befinden.

Die gefilterte Art und Weise

Die Dauer des Filtervorgangs kann ebenso entscheidend fĂŒr einen Kauf sein. Allerdings sind hier die Unterschiede marginal; die Filterprozesse dauern grundsĂ€tzlich rund fĂŒnf Minuten fĂŒr 1,5 Liter Wasser. Neben der GrĂ¶ĂŸe des GefĂ€ĂŸes ist das Filtersystem ein zentrales Kriterium. In der Regel sind Tischwasserfilter mit Aktivkohlefilter und/oder Ionenaustauscher ausgestattet. Manche Modelle enthalten zusĂ€tzlich Silberionen, die antibakteriell wirken. Sie haben auch die Möglichkeit, auf innovative Produkte zurĂŒckzugreifen, wie zum Beispiel auf die Filter mit Magnesium-Technologie von BWT.

Gestern, heute oder doch lieber morgen

DarĂŒber hinaus ist eine Kartuschewechselanzeige empfehlenswert. Es erspart Ihnen das Notieren von Daten, da die Funktion Ihnen anzeigt, wann ein Wechsel nötig ist. Solcherlei Filtersysteme sind nur unwesentlich teurer als diejenigen ohne Anzeige und eine klare Kaufempfehlung. Die Filterkannen der Modellserien Maxtra und Marella von Brita sind mit solchen Anzeigen versehen.

Der HĂ€rtegrad des Wassers

Kalzium- und Magnesiumionen verursachen Kalkablagerungen in der Dusche, in Wasserkochern, Kaffeemaschinen und auf Armaturen. Dieses Wasser wird gemeinhin als hart bezeichnet. Je mehr von diesen beiden Ionen enthalten ist, desto hÀrter ist das Wasser. Das Gegenteil dessen nennt sich weiches Wasser, das frei von Kalzium und Magnesium ist.

Innerhalb der EuropÀischen Union wird dieser HÀrtegrad in Millimol gemessen (Kalzium- und Magnesiumionen pro Liter, mmol/l). In Deutschland ist es jedoch gelÀufig, den Grad des Wassers als deutsche HÀrte (°dH) zu bezeichnen. Mineralhaltig ist das Wasser vor allem dort, wo es durch Böden aus Kalkstein sickert. Menschen mit feinem Gaumen schmecken den Unterschied, vor allem bei Kaffee oder Tee.

HÀrtebereich WasserhÀrte (mmol/l) Grad deutscher HÀrte (°dH)
Weich < 1,5 < 8,4
Mittel 1,5 bis 2,5 8,4 bis 14,0
Hart > 2,5 > 14,0
Die unterschiedlichen HĂ€rtebereiche im Überblick.

Kalkablagerungen im Haushalt

Die meisten Menschen versuchen, Kalkablagerungen bestmöglich zu entfernen. Temperaturen von ĂŒber 60 Grad Celsius sorgen dafĂŒr, dass GerĂ€te schneller verkalken. Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen und Duschen sind somit prĂ€destiniert fĂŒr Kalkablagerungen. RegelmĂ€ĂŸiges Entkalken ist sinnvoll, da die GerĂ€te durch eine dicke Kalkschicht weniger effizient arbeiten und somit mehr Energie verbrauchen.

Die Sache mit dem Tee

Viele Menschen erhoffen sich durch den Kauf eines Wasserfilters erhöhten Teegenuss. Teeliebhaber genießen das populĂ€re HeißgetrĂ€nk am besten mit weichem Wasser und dem leicht sauren Beigeschmack, den dieses mit sich bringt.

FĂŒr ein gutes TeebrĂŒh-Ergebnis sollte ein Filter das herkömmliche, zwischen 16 und 17 °dH harte Wasser auf unter 10 °dH bringen. Denn erst bei weniger als 8,4 °dH spricht man von weichem Wasser. Das harte Wasser ist in Form von Schlieren auf der OberflĂ€che des HeißgetrĂ€nks sichtbar. Mit weicherem Wasser entsteht kein Teefilm auf der OberflĂ€che, da es einen niedrigeren pH-Wert hat und saurer ist.

Haushaltstipp fĂŒr Tee ohne Schlieren

Kochen Sie das Wasser zwei- bis dreimal ab, da sich auf diese Weise der Kalk auf dem Boden des Kochers absetzt und Sie weiches Wasser als Resultat erhalten. DarĂŒber hinaus hilft ein Spritzer Zitronensaft gegen den Teefilm: Die Zitrone macht das Wasser saurer und senkt den pH-Wert.

Sauberkeit und Vorsorge

Hygiene ist wichtig: Mit der Zeit können sich Keime und Bakterien am Filter ansammeln, daher mĂŒssen Sie Ihn regelmĂ€ĂŸig und fachgerecht reinigen. Andernfalls können sich die Mikroorganismen auch an GlĂ€sern und anderen TrinkbehĂ€ltern absetzen. Achten Sie also darauf, auch diese nach Gebrauch hinreichend mit heißem Wasser zu spĂŒlen. Nur so lĂ€sst sich die gute QualitĂ€t des gefilterten Wassers gewĂ€hrleisten.

Wie hÀlt man einen Tischwasserfilter sauber?

Die oberste Regel, um die Sauberkeit eines solchen Filters zu gewĂ€hrleisten, lautet: Die Kartusche wechseln. ZunĂ€chst muss das Restwasser aus dem GefĂ€ĂŸ ausgeschĂŒttet werden. Anschließend kann nach Öffnen des Deckels der Filtereinsatz entfernt und eine neue Kartusche eingesetzt werden. SpĂ€testens nach vier Wochen sollte der Filter gewechselt werden.

Eine auf einigen Modellen befindliche Filterwechselanzeige signalisiert Ihnen, wann der Zeitpunkt fĂŒr einen Wechsel gekommen ist. Abschließend sollte das GehĂ€use mit warmem Wasser und einem Schwamm abgerieben werden. Bevor der Tischwasserfilter wieder genutzt werden kann, mĂŒssen Sie einige Male Wasser durchlaufen lassen, um das Filtermaterial zu durchfeuchten und lose Aktivkohlepartikel aus der Kartusche zu spĂŒlen.

Um eine schnelle Verunreinigung des Tischwasserfilters zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, das Wasser nicht ĂŒber mehrere Tage in der Kanne stehenzulassen. Des Weiteren darf der Wasserfilter nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt sein. Stattdessen wird die Kanne am besten im KĂŒhlschrank gelagert, da Keime dort die geringste Chance haben, sich zu vermehren. Um der Keimbildung entgegenzuwirken, haben manche Hersteller ihre Kartuschen mit Silberionen versetzt, die Bakterien hemmen. Nichtsdestotrotz können sie die Vermehrung der Bakterien nicht vollstĂ€ndig verhindern.

Die Filter dĂŒrfen nicht im HausmĂŒll entsorgt werden. Der Hersteller Brita bietet Ihnen die Möglichkeit, die Wasserfilter-Kartuschen an das Unternehmen zurĂŒckzusenden, damit diese fachgerecht recycelt werden können. GrundsĂ€tzlich sollten Sie die Kartuschen dem HĂ€ndler zurĂŒckgeben oder bei einer Fachfirma entsorgen.

Wie kann man Wasser- und GerÀteverunreinigungen vorbeugen?

GrundsĂ€tzlich gilt: Stehendes Wasser ist kein gutes Trinkwasser. Bevor Sie sich Leitungswasser zum Trinken einlassen, sollte zunĂ€chst einmal das zimmerwarme, abgestandene Wasser aus den Rohren herausfließen. Denn das stehende Wasser in den Leitungen ist eine BrutstĂ€tte fĂŒr Keime und Bakterien; zudem enthĂ€lt es Schwermetalle, die sich von den Rohren lösen. Wenn Sie lĂ€ngere Zeit nicht zuhause gewesen sind, beispielsweise wenn Sie aus dem Urlaub heimkehren, achten Sie darauf, die Leitungen vor dem Trinken des Wassers von eben jenen Unreinheiten zu befreien, indem Sie den Wasserhahn fĂŒr einen Moment aufdrehen und das Leitungswasser durchlaufen lassen.

Die Kalzium- und Magnesiumionen sind der Grund fĂŒr die Kalkablagerungen in Ihren HaushaltsgerĂ€ten. Doch auch hier können Sie dem Verkalken Einhalt gebieten. Kaffeemaschinen und Wasserkocher regelmĂ€ĂŸig zu entkalken, erhöht nicht nur deren Lebensdauer, sondern auch die Effizienz der GerĂ€te. Diese verbrauchen somit weniger Energie und mĂŒssen seltener ersetzt werden, wodurch Sie Geld sparen. Bei Waschmaschinen sollten Sie darĂŒber hinaus darauf achten, den Dosierempfehlungen des Herstellers zu folgen und eventuell Waschmittel nutzen, das schonend fĂŒr die Maschine ist. Aus gesundheitlicher Sicht ist Kalk jedoch nicht bedenklich. Die weißen Kalkkrusten sind zwar kein Hingucker, fĂŒr den Konsumenten aber auch nicht schĂ€dlich. Leitungswasser und dessen Kalkgehalt ist gar empfehlenswerter als Mineralwasser aus Flaschen.

Laut Blue Responsibility, einer Kampagne der deutschen SanitÀrindustrie, kostet hierzulande ein Liter Leitungswasser durchschnittlich 0,2 Cent und enthÀlt weitaus mehr Mineralstoffe als Wasser in Flaschen. Wasserflaschen sind somit nicht nur in der Anschaffung teurer, sondern aufgrund des Plastiks auch potenziell gesundheitsschÀdlicher:

Die Flaschen können RĂŒckstĂ€nde und Weichmacher enthalten. Das Leitungswasser zu filtern, erhöht zwar den durchschnittlichen Preis des Liters von 0,2 auf 15 Cent, doch im Sinne einer guten WasserqualitĂ€t sind Filter trotzdem zu empfehlen.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von Tischwasserfiltern. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem vollumfÀnglichen Test unterzogen.

Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat 2015 neun Wasserfiltermodelle einem Test unterzogen. Das Ergebnis ist ernĂŒchternd: Die drei besten Testkandidaten kamen nicht ĂŒber ein „befriedigend“ hinaus. Folgende Kriterien lagen dem Test zugrunde: die Filterfunktion, das Verkeimungsrisiko, die Handhabung, die Verbrauchskosten und die Genauigkeiten der Angaben seitens des Herstellers. Dem Klin-Tec Pure Water sowie den Modellen Elemaris und Marella von Brita gelingt es zunĂ€chst am besten, das Leitungswasser zu enthĂ€rten. Die anderen Modelle im Test waren hierzu nicht gĂ€nzlich in der Lage, womit deren Hauptaufgabe nicht erfĂŒllt wurde. Allerdings gelang es den meisten Filtern, Schadstoffe innerhalb des Wassers zu reduzieren.

Der Kartuschenwechel gestaltete sich bei den meisten Modellen ebenfalls als schwierig, da seitens der Hersteller kaum kommuniziert wird, fĂŒr wie viele DurchgĂ€nge ihre FiltereinsĂ€tze geeignet sind. Denn je nach Nutzung können die Kartuschen schneller verkeimen als vorgesehen. Hinzu kommt, dass es bei sechs getesteten Modellen zu Problemen mit Keimen kam. Der Filter Eva ist besonders negativ aufgefallen, da sich in diesem aufgrund seiner Konstruktion schnell Bakterien festsetzen können und er zudem zu groß fĂŒr einen herkömmlichen KĂŒhlschrank ist. Im Filtrat ließen sich darĂŒber hinaus Mengen an Dichlormethan finden, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die Firma Aquadec hat kurz darauf den Vertrieb des GerĂ€ts eingestellt.

Warnhinweis!

Informieren Sie sich vor Kauf eines Wasserfilters ĂŒber das Produkt. Tests von Verbraucherorganisationen können darauf aufmerksam machen, ob Filter schĂ€dliche Stoffe enthalten und ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Auch der Penguin von BWT konnte nicht gut abschneiden. Aufgrund einer mangelhaften Filterfunktion erhielt er das vernichtende Testurteil „mangelhaft“. Zudem wurde festgestellt, dass das als Vorteil beworbene HinzufĂŒgen von Magnesium zu einer grĂ¶ĂŸeren GesamthĂ€rte des Wassers und somit zur schnelleren Verkalkung beitrĂ€gt. Hier gilt es somit abzuwĂ€gen, welchen Nutzen der Filter haben soll.

Öko-Test

Auch Öko-Test hat einen Artikel zu Tischwasserfiltern veröffentlicht und sich dabei zum einen auf die Testergebnisse von Stiftung Warentest und zum anderen auf die Aussagen der Verbraucherzentrale Hamburg gestĂŒtzt.

Da es sich bei Trinkwasser um ein verderbliches Lebensmittel handelt, wird darauf hingewiesen, dass das Wasser nicht zu lange im BehÀlter stehen und nicht mit alten Filtern in Kontakt kommen darf. Ein hÀufiger Filterwechsel ist also nötig, da Sie andernfalls Ihre Gesundheit gefÀhrden.

Öko-Test weist darauf hin, dass Sie vor einem Kauf die Notwendigkeit eines Tischwasserfilters ĂŒberprĂŒfen sollten. Hierbei spielen die QualitĂ€t Ihres hauseigenen Leitungssystems sowie Ihre persönlichen PrĂ€ferenzen eine große Rolle. Im Falle von bleihaltigen Leitungen können Tischwasserfilter eine sinnvolle Investition sein.