Handrasenmäher

Die 7 besten Handrasenmäher im Vergleich

Maße
Gewicht
Schnittbreite
Leistung Motor
Maximale Rasenfläche
Zubehör
Volumen Fangkorb

Handrasenmäher-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Handrasenmäher oder Spindelmäher besitzt statt einer Sichel eine rotierende Spindel.
  • Im Vergleich zum Sichelmäher schneidet der Handrasenmäher Grashalme besonders kurz und präzise.
  • Der Handrasenmäher muss regelmäßig zum Einsatz kommen, da er langes Gras nicht richtig schneiden kann.
  • Neben rein mit Muskelkraft betriebenen Spindelmähern gibt es auch solche mit Motor.

Der perfekte Rasenschnitt

Der Handrasenmäher, auch Spindelmäher genannt, ist etwas für Perfektionisten. Ein solcher Mäher ist für die Anlegung eines typischen, äußerst akkuraten englischen Rasens notwendig. Auch das charakteristische Streifenmuster von Fußballfeldern wird mit Spindelmähern erzeugt. Allerdings verwenden die Greenkeeper hier große Aufsitzmäher. Handrasenmäher für den privaten Gebrauch werden – wie es der Name verrät – nur mit der eigenen Muskelkraft betrieben.

Ein Handrasenmäher wird dazu verwendet, einen kurzen Rasen kurz zu halten. Mit langem Gras kommt er weniger gut zurecht. Viele Gartenbesitzer haben ihn als ergänzendes Gerät zum klassischen Sichelmäher im Gartenschuppen. Der ausschließliche Einsatz eines Handrasenmähers empfiehlt sich nur für kleinere Flächen. Es gibt allerdings auch strombetriebene Spindelmäher, die für größere Gärten infrage kommen.

Handrasenmäher schneiden den Rasen auf andere Weise, als es der sonst übliche Sichelmäher tut. Bei Letzterem kappen zwei rotierende Klingen die Grashalme. Ein Spindelmäher verfügt hingegen über eine rotierende Walze mit mehreren ineinander gebogenen Klingen. Sobald der Handrasenmäher in Bewegung gesetzt wird, dreht sich die Spindel an einer festsitzenden Gegenklinge vorbei und kürzt das Gras. Durch eine Verstellung der Gegenklinge kann die Schnitthöhe verändert werden. Im Grunde schneidet ein Spindelmäher den Rasen wie eine Schere.

Die Schnittweise des Handrasenmähers ist für den Rasen besonders schonend. Ein Sichelmäher sorgt oft dafür, dass die Schnittenden ausfransen. Dadurch bekommen die Grashalme gerade im Sommer unschöne braune Spitzen. Der sehr saubere Schnitt eines Spindelmähers hingegen ist dem weiteren Wachstum des Rasens zuträglich, da die Schnitte schnell verheilen. Ein Handrasenmäher wird in der Regel manuell betrieben und ist daher besonders leise. Nachbarn werden sich über diesen Mäher wohl kaum beschweren. Hinzu kommt, dass die motorlosen Geräte sehr leicht und wendig sind. Das ist ein Vorteil in kleinen Gärten. Die Tatsache, dass auf einen Motor in der Regel verzichtet wird, schlägt sich auch im Preis nieder: Spindelmäher sind vergleichsweise günstig.

Der Spindelmäher ist darauf ausgelegt, den Rasen sehr kurz zu schneiden. Mit langem Gras kommt er nicht zurecht. Gerade im Sommer muss der Handrasenmäher deshalb mindestens einmal in der Woche zum Einsatz kommen. Nach längerer Abwesenheit – etwa nach dem Urlaub – kann es sein, dass der Spindelmäher den Rasen nicht bewältigt. Deshalb ist es unter Umständen sinnvoll, auch einen konventionellen Mäher zu besitzen. Da die Spindel und die Gegenklinge sehr genau aufeinander abgestimmt sind, funktioniert ein Handrasenmäher nur auf ebenen Flächen. Vor dem Einsatz des Mähers ist es notwendig, die Rasenfläche von Zweigen, Steinen und anderen Hindernissen zu befreien: Schon ein kleiner Ast kann die Messer verbiegen und so die Leistung des Mähers deutlich schmälern.

Vorteile
  • Besonders sauberer Schnitt
  • Sehr kurzer Schnitt möglich
  • Geräuscharm
  • Preiswert
Nachteile
  • Für langen Rasen ungeeignet
  • Empfindliche Klingen
  • Nur auf ebenen Flächen nutzbar

Darauf kommt es beim Kauf eines Handrasenmähers an

Ob sich die Anschaffung eines Handrasenmähers lohnt, hängt vor allem von zwei Faktoren ab. Zum einen ist es wichtig, wie groß der Garten ist. Da die meisten Modelle handbetrieben sind, ist das Mähen einer großen Fläche eine langwierige und mitunter anstrengende Aufgabe. Zum anderen spielt die Gestaltung des Rasens eine Rolle. Ein Hand- oder Spindelmäher trimmt den Rasen sehr kurz. Das Gerät richtet sich also an alle, die einen Zierrasen anlegen wollen. Wer darauf keinen Wert legt, benötigt keinen Handrasenmäher.

Schnittbreite – abhängig von der Größe des Gartens

Die Schnittbreite ist die wichtigste Kenngröße beim Kauf eines Handrasenmähers. Je breiter die Messerwalze ist, desto mehr Fläche kann sie bearbeiten. Mit der Größe der Gartenfläche steigt also auch die Schnittbreite, die erforderlich ist, um den Rasen effizient zu mähen. Die Standardbreite für Handrasenmäher ist 30 Zentimeter. Mäher mit einer solchen Breite sind für kleinere Flächen von bis zu 150 Quadratmetern geeignet. Gartenbesitzer, die bereit sind, mehrere Bahnen zu gehen, schaffen damit aber auch größere Flächen. Ein Vorteil dieser Schnittbreite ist die Wendigkeit, die damit einhergeht. So wird das Manövrieren in kleineren Gärten erleichtert. Breite Handrasenmäher sind hingegen sperriger und weniger wendig. Außerdem sollten Sie bedenken, wie viel Platz zur Einlagerung des Gartengeräts zur Verfügung steht. Gängige Schnittbreiten von Spindelrasenmähern sind:

Schnittbreite Fläche
Bis 30 Zentimeter Bis 150 Quadratmeter
30 bis 40 Zentimeter Bis 250 Quadratmeter
40 bis 50 Zentimeter Bis 400 Quadratmeter
Ab 50 Zentimeter Ab 400 Quadratmeter
Gängige Schnittbreiten und die dazu passenden Flächengrößen.

Schnitthöhe – wie kurz darf es sein?

Wer über den Kauf eines Handrasenmähers nachdenkt, möchte seinen Rasen besonders akkurat schneiden. Wichtig ist daher, dass sich die Schnitthöhe einstellen lässt. Manche günstigen Modelle haben nur eine fest vorgegebene Schnitthöhe und sind dementsprechend unflexibel. Bei den meisten Geräten lässt sich aber die Schnitthöhe auf die eine oder andere Weise anpassen. In der Regel handelt es sich um eine mehrstufige Höhenverstellung. Solche Geräte verfügen über vier verschiedene Stufen zwischen 15 und 35 Millimetern. Wer Wert auf absolute Genauigkeit legt, sollte einen Handrasenmäher mit stufenloser Schnitthöhenverstellung wählen. Bei diesen hochwertigen Modellen lässt sich die Schnitthöhe auf den Millimeter genau einstellen.

Antriebsart – per Hand oder strombetrieben?

Die meisten im Handel erhältlichen Handrasenmäher werden mit der eigenen Muskelkraft bewegt. Zwar ist in der Regel das Abgehen mehrerer Bahnen nötig, um die gewünschte Rasenlänge zu erreichen, dennoch ist das Schieben eines Handrasenmähers nicht sonderlich anstrengend. Alle, die grundsätzlich Freude an der Gartenarbeit haben, wird dieser Kraftaufwand nicht stören.

Wer körperlich eingeschränkt ist oder einen sehr großen Garten besitzt, sollte allerdings über den Kauf eines strombetriebenen Geräts nachdenken. Bei diesen Geräten wird die Spindel automatisch angetrieben. Hier haben Sie die Wahl zwischen einem kabelgebundenen Gerät und einer Ausführung mit Akku. Ein Mäher mit Akku ist sowohl flexibler als auch manövrierfähiger und empfiehlt sich für einen sehr großen Garten, in dem nicht überall Stromquellen erreichbar sind. Ein kabelgebundenes Gerät hat den Vorteil, dass es über eine höhere Leistung verfügt und somit weniger Bahnen gegangen werden müssen, um die gewünschte Kürze des Rasens zu erreichen. Große, benzinbetriebene Spindelmäher kommen nur auf Golf- und Sportplätzen zum Einsatz und sind für den Privatgebrauch eher ungeeignet.

Die Antriebsart hat entscheidenden Einfluss auf das Gewicht des Rasenmähers. Die klassischen, motorlosen Geräte wiegen zwischen sechs und zehn Kilogramm. Im Vergleich dazu sind Spindelmäher mit Motor wahre Schwergewichte: Sie bringen mitunter mehr als 20 Kilogramm auf die Waage. Dieses hohe Gewicht kann die Handhabung und die Unterbringung des Geräts erschweren.

Weitere Ausstattungsmerkmale

Neben der Arbeitsbreite und der Schnitttiefe gilt es, auf weitere Ausstattungsdetails zu achten. Schließlich soll das Gerät leicht bedienbar sein und seine Arbeit effektiv verrichten. Hier spielen unter anderem die Qualität der Räder und die Schärfe der Messer eine Rolle. Achten Sie auf folgende Ausstattungsmerkmale:

Griffe und Holme
Griff

Wie beim Sichelrasenmäher spielt auch hier die Ergonomie eine große Rolle. Die körperliche Belastung bei der Arbeit lässt sich durch die Wahl eines ergonomischen Rasenmähers deutlich reduzieren. Ein solcher hat beispielsweise einen höhenverstellbaren Führungsholm. Mit diesem ist es möglich, die Höhe des Griffs an die eigene Körpergröße anzupassen. Ein Griff mit einer Ummantelung lässt sich zudem angenehmer fassen. Ist der Führungsholm ein- oder umklappbar, können Nutzer den Mäher nach dem Einsatz platzsparend verstauen.

Messer und Messerwalze
Messerwalze

Die Messer eines Handrasenmähers sind üblicherweise aus gehärtetem Stahl gefertigt. Wie scharf sie sind, ist vor dem Kauf oft nur schwer festzustellen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass bei günstigeren Mähern weniger hochwertige Messer verbaut sind. Vernachlässigen kann der Käufer die Anzahl der Messer, die an der Walze befestigt sind. So gut wie alle Handrasenmäher verfügen über fünf davon. Eine größere Anzahl an Klingen verspricht zwar tatsächlich eine bessere Schnittqualität, in der Regel verfügen aber nur große Geräte für Gartenbaubetriebe über mehr Messer.

Fangkorb
Fangkorb

Während motorisierte Rasenmäher standardmäßig mit Fangkörben ausgestattet sind, ist das bei Handrasenmähern nicht immer der Fall. Wenn kein Fangkorb vorhanden ist, muss das angefallene Schnittgut nach dem Mähen zusammengerecht werden. Ein Korb hingegen wird an einer geeigneten Stelle einfach entleert. Je nach Größe des Gartens und Fassungsvermögen des Fangkorbs ist mit Unterbrechungen zu rechnen, um das Schnittgut wegzubringen. Je größer der Fangkorb ist, desto seltener sind diese Stopps. Allerdings erleichtert ein großer Fangkorb die Arbeit nicht nur: Der Mäher ist dadurch auch schwerer zu bewegen.

Räder
Räder

Die meisten Handrasenmäher haben zwei Räder, die aus Kunststoff gefertigt sind. Je schwerer der Rasenmäher ist, desto größer und breiter müssen die Räder sein, damit er beweglich bleibt. Ein gut ausgebildetes Reifenprofil erleichtert das Schieben über den Rasen. Manche strombetriebenen Spindelmäher verfügen über einen unterstützenden Radantrieb. Das kann bei sehr großen Flächen und Gärten mit Hanglage hilfreich sein.

Hinweise zum Gebrauch

Wer vom Sichel- auf den Handrasenmäher umsteigt, muss ein paar Dinge beachten. Die Spindel von Handrasenmähern ist besonders empfindlich, weshalb die Rasenfläche vor der Verwendung auf Fremdkörper untersucht werden muss. Darüber hinaus benötigen die Klingen der Spindel mehr Pflege und Wartung als ein Sichelmäher.

Das müssen Sie beim Mähen berücksichtigen

Da Handrasenmäher mit unwegsamem Terrain nicht zurechtkommen, müssen Sie Ihre Wiese vor dem Einsatz entsprechend vorbereiten. Alle Fremdkörper, die dem Mäher im Weg sein könnten, müssen vom Rasen entfernt werden. Dazu gehören vor allem Steine und Äste, aber auch ein Maulwurfshügel ist ein unüberwindbares Hindernis. Um ihn mähen Sie entweder herum, oder Sie ebnen ihn ein. Versuchen Sie unbedingt, Kollisionen mit Stämmen, Zäunen oder Gartenmauern zu vermeiden, denn die Spindeln können davon leicht verbiegen.

Wie auch der Sichelmäher sollte der Spindelmäher am besten auf trockenem Rasen zum Einsatz kommen. Nasser Rasen lässt sich weniger gut schneiden und kann die Messerwalze verkleben, was im Endeffekt einen Mehraufwand bedeutet. Ein Handrasenmäher schneidet das Gras so fein, dass das Schnittgut nicht unbedingt aufgesammelt werden muss, sondern als Mulch auf dem Rasen liegen bleiben kann. Das gelingt allerdings nur mit trockenem Rasen. Feuchtes Schnittgut sollten Sie aufnehmen und kompostieren.

Achten Sie auf Ihre Füße!

Handrasenmäher haben in der Regel keinen Motor und verfügen deshalb nicht über eine Sicherheitsabschaltung, wie sie Sichelmäher haben. Daher ist besondere Vorsicht geboten, denn sobald der Mäher bewegt wird, schneidet die Messerwalze. Halten Sie also Ihre Hände und Füße von der Spindel fern und tragen Sie immer festes Schuhwerk beim Mähen.

Pflege und Wartung eines Handrasenmähers

Damit ein Spindelmäher optimal funktioniert, sind einige Pflegemaßnahmen notwendig. An den empfindlichen Klingen dürfen keine Schnittgutreste zurückbleiben. Deshalb sollten Nutzer die Spindel nach jedem Rasenschnitt mit einer harten Bürste reinigen. Es ist ratsam, die Schneidkanten sowie die Achse der Spindel regelmäßig mit Öl oder Schmiermittel zu behandeln. Nach drei bis vier Jahren muss die Spindel nachgeschärft werden. Da hierfür spezielles Werkzeug gebraucht wird, sollte die Arbeit ein Fachbetrieb übernehmen. Größere Baumärkte bieten diesen Dienst an.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Handrasenmäher nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest führte bisher zwar keinen eigenen Handrasenmäher-Test durch, verweist aber auf einen Test des schwedischen Partnermagazins Råd & Rön. Die Schweden testeten 88 Rasenmäher aller Antriebsraten, wobei die Handrasenmäher gute Ergebnisse erzielten. Positiv bewerteten die Tester vor allem die geringen Anschaffungskosten. Unter den Handrasenmähern erzielte der Husqvarna Novolette 540 die Bestnote. Zweitbester Handrasenmäher war das Modell Klippo Free. Darauf folgten der Gardena 400 und der Wolf Garten TT 380 DL.