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Forge of Empires

Martin Elicki
Pro
  • Epochenfortschritte einzigartig im Genre
  • Spannende, strategische Kämpfe
  • Dank stetig neuer Möglichkeiten über Jahre motivierend
  • Hochwertige Präsentation
Kontra
  • Bedienung punktuell noch verbesserbar
  • (Hohe Komplexität im Late-Game könnte jüngere Spieler überfordern)
Fazit Ein Titel, der mit zunehmender Spieldauer immer vielfältiger und komplexer wird, eine großartige, wandelbare Präsentation aufweist und ein sehr faires, ausgeglichenes Erlebnis bietet. Forge of Empires motiviert sowohl Einsteiger als auch Profis über Jahre.
Forge of Empires Jetzt Spielen

Forge of Empires Test

Anmeldung & Einstieg

4,50 Pkt

Strategie-Spieler, die ihre ganz eigene Imperienschmiede anwerfen möchten, haben in Forge of Empires die Möglichkeit, sich direkt über die offizielle Homepage anzumelden oder über die sozialen Netzwerke Facebook und Google+ einzusteigen. Nach der in allen Browsergames üblichen Eingabe eines Nutzernamens, der E-Mail-Adresse sowie eines Passworts steigt das Spiel direkt in die Steinzeit ein, von wo aus die Spieler ihre Stadt bis in die Gegenwart und sogar die Zukunft weiterentwickeln. Ein umfangreiches Tutorial begleitet Anfänger bei den ersten Schritten und führt gründlich in die verschiedenen Spielmechaniken ein, ohne durch zu viel Information auf einmal zu überfordern.

Auch nach dem Tutorial helfen viele Quests bei der Konzentration auf die relevanten Ziele und führen immer weiter in die Feinheiten des Gameplays ein. Für das erfolgreiche Abschließen einer Quest erhalten Spieler kleine Belohnungen in Form neuer Gebäude, Einheiten oder Funktionen. Ein Mentorenprogramm gibt es zwar nicht, allerdings stehen den Neulingen nach dem Beitritt in eine Gilde deren Mitglieder in praktischen Gilden-Chats, -foren und Nachrichtensystemen mit Rat und Tat bei.

Forge of Empires Mittelalter
Gold und Vorräte sind in Forge of Empires von jedem Gebäude einzeln einzusammeln.

Einen Anfängerschutz vor den erfahreneren Kontrahenten gibt es allerdings nicht – jeder neue Spieler kann sofort von anderen mit ähnlich hoher Spielstufe angegriffen werden. Die Konsequenzen solcher Plünderungen halten sich mit einigen geraubten Rohstoffen aber sehr in Grenzen. Die komplette Siedlung geht niemals verloren – ein fairer Kompromiss.

Konzept & Gameplay

4,10 Pkt

Von der Steinzeit bis in die Zukunft

Dem klassischen Konzept der Browser-Strategie folgend gilt es, aus einem bescheidenen Dörfchen eine blühende Metropole zu entwickeln. Dazu errichten die Spieler auf einer begrenzten Landfläche Wohnhäuser, Produktionsbetriebe sowie Militärgebäude. Simplere Konstruktionen nehmen nur wenige Sekunden in Anspruch, wohingegen komplexere Bauprojekte bereits mehrere Stunden zur Fertigstellung benötigen. Mit zunehmendem Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum stehen neue technologische Fortschritte zur Erforschung bereit, die wiederum bei der Weiterentwicklung des Imperiums helfen.
 

Das Besondere an Forge of Empires ist dabei, dass der Spieler nicht auf ein Zeitalter beschränkt bleibt, sondern in der Steinzeit beginnt und schrittweise durch die wichtigsten Epochen der Menschheitsgeschichte bis in die Zukunft voranschreitet. Die NPC und Gebäude erhalten bei Epochenfortschritten einen umfangreichen, optischen Neuanstrich. Dorfbewohner werden beispielsweise zu Bürgern einer mittelalterlichen Stadt oder das traditionelle Rathaus wandelt sich zu einem futuristischen Gebäudekomplex.

Forge of Empires Moderne
Der Techtree bietet in jedem Zeitalter eine Fülle spannender Fortschrittsoptionen zum Erforschen.

Die Entwickler sorgen regelmäßig für spielerische Neuerungen wie besondere Quests oder PvP-Events, sodass sich auch Veteranen stets auf neue Herausforderungen in den nächsten Zeitaltern freuen können. Vor allem in den späteren Epochen geht dabei im bunten Trubel der Städte ein wenig die Übersicht verloren; eine Funktion zum Herunterklappen von Gebäuden, etwa beim Bauen, wäre hier hilfreich.

Der Städtebau: Vertraut, aber wenig komplex

Forge of Empires ist ein typisches Aufbaustrategiespiel aus der isometrischen Vogelperspektive und erinnert damit an Klassiker wie Stronghold oder Age of Empires. Mit der Maus navigieren Spieler durch ihre Stadt und wählen ihr nächstes Bau-, Ausbildungs- oder Forschungsprojekt aus. Gebäude generieren mit der Zeit Gold und Ressourcen. Mit diesen Währungen realisieren Spieler, abgesehen von den Mammutprojekten wie Weltwundern, jeden Bau selbstständig. Die verschiedenen Baumaterialien fasst Forge of Empires der Einfachheit halber unter „Vorräte“ zusammen.

Forge of Empires Zukunft
Gerade in futuristischen Epochen kann die Übersicht schnell verlorengehen. Eine Funktion zum Herunterklappen der Gebäude gibt es nicht.

Eine feinere Unterteilung in verschiedene Materialien wäre für ein Aufbaustrategiespiel allerdings durchaus angebracht.

Für alle Projekte, von der Erfindung des Rades bis zum Errichten moderner Produktionsstätten, müssen Spieler die namensgebenden Forge-Punkte aufwenden. Einmal in Auftrag gegebene Forschungsprojekte entschädigen Spieler zusätzlich mit einer kleinen Menge Münzen. Sind die Forge-Punkte aufgebraucht, ist erstmal Warten angesagt, bis sich der Vorrat wieder aufgefüllt hat.

Das Wirtschaftssystem: Solidarität statt Ellbogengesellschaft

Um ein Imperium erfolgreich durch die Zeitalter zu führen, müssen Spieler Technologien im umfangreichen Forschungsbaum freischalten und außerdem über genügend Rohstoffe verfügen. Als ebenso vielseitig wie motivierend erweisen sich immer wieder die zahllosen Produktionsbetriebe, die Bedarfs- und Luxusgüter wie etwa Honig, Parfüm, Papier oder Plastik herstellen – in jedem Zeitalter gibt es Unmengen neuer Möglichkeiten zu entdecken.

Allerdings kann nicht jeder Spieler alle Rohstoffe selbst in ausreichender Menge erzeugen. Hier greift das Handelssystem, das die Spieler auf übersichtlichen Tauschbörsen zusammenführt und den Warentransfer ermöglicht. Überhaupt wird Zusammenarbeit in Forge of Empires großgeschrieben. So haben Spieler unter anderem die Möglichkeit, sich beim immens aufwändigen Bau von Weltwundern zu unterstützen oder durch das „Polieren“ und Motivieren von Dekorationsgebäuden die Effizienz der Produktionsstätten von Mitspielern für einen Tag zu boosten – das motiviert zum Teamwork und erzeugt ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Das Kampfsystem: Selten waren Browserschlachten so spannend

Auf einer hübsch modellierten Landkarte sehen Spieler benachbarte Provinzen, in die sie nach der Erkundung ihre Truppen entsenden können. Die ersten Schlachten während der Einstiegsphase sind recht einfach und schnell zu gewinnen. Im weiteren Spielverlauf steigt der Anspruch der Gefechte jedoch erfreulicherweise spürbar.

Das Kampfsystem hebt sich sehr angenehm von anderen Titeln des Strategiegenres ab. Wo manche Konkurrenten eine bloße Ergebnistafel nach der virtuellen Schlacht anzeigen, fährt Forge of Empires ein interaktives Kampfsystem auf, das an die Heroes-of-Might-and-Magic-Reihe erinnert. Die Einheiten stehen auf Hexfeldern und greifen den Feind rundenweise an. Der Spieler hat jederzeit die Kontrolle über das Geschehen und entscheidet bis ins Detail über Angriffe, Spezialfähigkeiten oder auch den Rückzug aus dem Kampf.

Forge of Empires Kampf
Die aktiv geführten Rundenkämpfe heben sich deutlich von Konkurrenztiteln ab.

Mit einer enormen Menge an Einheiten in jeder Epoche, die jeweils ihre eigenen Stärken, Schwächen und besonderen Fertigkeiten besitzen, weist Forge of Empires eine immense Komplexität in den PvP- und PvE-Schlachten auf.

Wird ein Spieler angegriffen, muss er sich nicht einmal selbst aktiv verteidigen – der Computer übernimmt für ihn die Kontrolle über die zuvor abbestellten Defensiveinheiten. Werden diese geschlagen, ist es nicht einmal notwendig, sie noch einmal neu zu rekrutieren, denn sie stehen unmittelbar nach dem Kampf wieder bereit. Verliert der Aggressor hingegen Einheiten, muss er neue ausheben. Das ist äußerst fair und schützt Spieler davor, sich ständiger Belagerungen erwehren zu müssen.

Faires Premium-Modell

Ein Reizthema in fast allen Browserspielen sind die Ingame-Shops, in denen sich gegen echtes Geld spielerische Vorteile erkaufen lassen. Forge of Empires löst dieses Problem dank seiner fairen Spielmechanik souverän. Aufgrund des Nachbarschaftssystems, das automatisch Spieler ähnlicher Stufe miteinander agieren lässt, muss niemand befürchten, von hochgerüsteten Veteranen völlig ausgeraubt zu werden oder alle seine Truppen zu verlieren. Natürlich haben Spieler ohne den Einsatz von Echtgeld mit immer längeren Wartezeiten beim Bauen und Aufstufen zu rechnen, allerdings bleiben diese stets in einem Rahmen von etwa 24 Stunden. Wer etwas investieren möchte, dem bietet Forge of Empires sehr viele Gelegenheiten, sein Spiel zu beschleunigen oder durch Sondergebäude zu verschönern. Völlig überzogene Vorteile erwachsen daraus jedoch niemandem.

Technische Daten

4,50 Pkt

Dank Crossplay immer am Puls der Stadt

Sehr erfreulich ist, dass das Forge of Empires sowohl auf dem PC mit Flash Player als auch auf mobilen Geräten funktioniert. Dank der Crossplay-Funktion ist dabei nur ein Account nötig – so können sowohl Android- als auch iOS-Nutzer unterwegs jederzeit einige schnelle Eingaben vornehmen und danach am heimischen PC direkt fortsetzen. Die Android-App krankt allerdings (noch) an einigen kleineren Bugs.

Grandiose Präsentation

In puncto Grafik bildet der Titel die Speerspitze der Browser-Strategie. Alle Einheiten und Gebäude sind aufwendig modelliert und wirken dank enorm vieler Animationen sehr lebendig. Es gibt immer wieder neue, witzige Details zu entdecken. Von Anfang an herrscht viel Bewegung auf dem Bildschirm, und insbesondere die modernen Zeitabschnitte erinnern durch die vielen Lichter und das rege Treiben allerorts an die Sim-City-Reihe.

Auch die musikalische Untermalung entwickelt sich je nach Epoche immer weiter und spielt im Mittelalter etwa mit Dudelsäcken auf oder läutet die Zukunft mit elektronischen Klängen ein.

Forge of Empires Konzert
Forge of Empires gehört zu den schönsten Browsergames. Allein das Konzert in den Straßen zeugt von der Detailfülle des Titels.

Community & Support

5,00 Pkt

Rege Community, aufmerksame Entwickler

Forge of Empires erfreut sich seit Jahren enormer Nutzerzahlen. Schon in den frühen Morgenstunden ist der Ingame-Chat belebt und zeugt von der aktiven Teilnahme der Community am Spielgeschehen. Das Forum gibt den Nutzern außerdem die Möglichkeit, Wünsche und Ideen direkt an die Entwickler zu bringen, womit die Community einen maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung des Games hat.

Toller Fan-Support

InnoGames bietet für seine diversen Online-Titel hervorragenden Support. Die Navigation auf der Homepage zu den jeweiligen Spielen und deren Unterseiten funktioniert schnell und einfach. In klar gegliederten Dropdown-Menüs finden sich die Hilfe-Foren, die FAQ sowie der Entwickler-Blog, der etwa über neue Patches oder Events informiert. Äußerst praktisch ist das sauber sortierte Wiki mit den Info-Sektionen zu den Spielregeln, Gebäude- und Einheitentypen, dem Gildenkampf oder auch dem PvP. Es liefert vor allem Einsteigern alle Informationen, die sie für das erfolgreiche Schmieden ihrer eigenen Imperien benötigen.

Anfragen über das Ticket-System beantworten die Service-Mitarbeiter in der Regel sehr schnell. In dem beliebten Video-Blog InnoGames TV berichten die Entwickler zudem regelmäßig über Neuigkeiten rund um ihre verschiedenen Spiele-Franchises. Insgesamt ist der Service damit vorbildlich.

Zusammenfassung

4,53 Pkt

Forge of Empires gelingt das Kunststück, ein wahres Monstrum an Umfang und Komplexität zu sein und trotzdem eine hervorragende Zugänglichkeit zu bewahren. Jedes Spielelement, vom Handel über den Kampf bis zum Städtebau, stellt eigentlich schon für sich ein eigenes Spiel dar, fügt sich zugleich aber exzellent in das Gesamtpaket ein. Das Spielerlebnis bleibt dank der regelmäßigen Erweiterung um neue Elemente stets spannend. Im Verbund mit der hochwertigen Präsentation, den sukzessiven Weiterentwicklungen der Spielmechanik, dem fairen Premium-Modell und dem vorbildlichen Support schwingt sich InnoGames‘ Vorzeigetitel damit zum Testsieger auf.

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