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Stromanbieter

Die besten Stromanbieter im Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung
1 naturstrom 4,36
2 Neckermann Strom 4,35
3 E WIE EINFACH 4,34
4 LichtBlick 4,33
5 Rheinenergie 4,31
6 Grünwelt Energie 4,20
7 MAINGAU Energie 4,18
8 innogy 4,15
9 enviaM 4,09
10 E.ON 4,08
11 Strogon 4,08
12 Vattenfall 4,05
13 Yello Strom 4,05
14 eprimo 4,00
15 ExtraEnergie 3,95
16 EnBW 3,91
17 Süwag 3,90
18 enervatis 3,90
19 BEV-Energie 3,88
20 EWE 3,83

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Angebot

Kosten

Konditionen

Hilfe & Support

Alles, was Sie über Strom wissen müssen

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit dem Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter sparen Verbraucher jährlich bis zu mehrere hundert Euro.
  • Im Falle einer Preiserhöhung können Stromkunden bis zu zwei Wochen nach deren Ankündigung von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.
  • Bei der Suche nach dem passenden Stromtarif sollten Stromkunden vor allem auf die Dauer und Art der Preisgarantie, die Vertragslaufzeit und die Kündigungsfrist achten.

1. Stromanbieter wechseln lohnt sich!

Wussten Sie schon, …
… dass Sie mit dem Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter jährlich mehrere hundert Euro sparen können? Ein Stromvergleich lohnt sich.

Vor allem Personen, die noch nie ihren Stromanbieter gewechselt haben und sich dementsprechend in einem Grundversorgungstarif befinden, sparen mit einem Wechsel zu einem günstigeren Anbieter beziehungsweise in einen günstigeren Stromtarif in der Regel viel Geld. Doch auch wer bereits einen Wechsel hinter sich hat, kann einen noch günstigeren und verbraucherfreundlicheren Vertrag finden. So betrug das durchschnittliche Sparpotential im vergangenen Jahr rund 270 Euro.

Ein Stromvergleich ist sehr sinnvoll

Zudem beinhalten viele Tarife Bonuszahlungen, wie einen Neukundenbonus, von welchen Verbraucher beim Wechsel profitieren. Bei einem Neukundenbonus handelt es sich entweder um einen festen Betrag, dessen Höhe sich meist nach dem Tarif und der Höhe des Stromverbrauchs richtet, oder um einen prozentualen Bonus. Dementsprechend können sich Verbraucher bewusst für einen Stromtarif mit kurzer Laufzeit und hohem Neukundenbonus entscheiden, zum Ende der Laufzeit in einen ähnlichen Tarif eines anderen Anbieters wechseln und dort erneut einen Neukundenbonus erhalten. Jedoch sollten Stromkunden, die sich für einen Wechsel entscheiden, dabei einige Punkte im Vertrag beachten. Die drei wichtigsten wären:

  • Die Kündigungsfrist sollte einen Monat nicht überschreiten.
  • Um flexibel zu bleiben, sollte die Mindestvertragslaufzeit nicht mehr als ein Jahr umfassen.
  • Ein günstiger Stromtarif ohne Preisgarantie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch im ersten Vertragsjahr teurer.

Wie funktioniert der Anbieterwechsel?

Anbieterwchsel
Der Wechsel des Stromanbieters ist einfacher als viele Stromkunden denken. Ein Stromvergleich spart viel Geld.

Vor der Öffnung des Energiemarkts im Jahr 1998 gab es in Deutschland geschlossene Versorgungsgebiete. Innerhalb dieser hatte jeweils ein bestimmter Energieversorger das exklusive regionale Versorgungsrecht. Erst die Liberalisierung des deutschen Strommarkts ermöglichte es Privatkunden, ihren Stromanbieter zu wechseln.

So können Verbraucher durch einen Stromvergleich etwa einen günstigeren Stromanbieter mit kundenfreundlicheren Konditionen finden. Doch wie genau funktioniert so ein Wechsel und was sollte man dabei beachten?

Der Anbieterwechsel in drei Schritten

Viele Privatkunden scheuen einen Wechsel, weil sie befürchten, dass dieser einen großen Aufwand bedeutet. Dabei ist es ganz einfach, seinen Stromanbieter zu wechseln. Lediglich folgende drei Schritte sind hierfür notwendig:

  1. Stromvergleich
  2. Wunschtarif auswählen
  3. Wechselantrag unterschreiben

Um die Preise der verschiedenen Anbieter und deren Stromtarifen vergleichen zu können, benötigt der Interessent lediglich seine Postleitzahl und seinen jährlichen Stromverbrauch. Letzteren kann er auf seiner letzten Stromrechnung nachlesen. Dort findet er auch seine Zählernummer, die er ebenfalls für den Wechsel benötigt.

Postleitzahl und Stromverbrauch gibt der Kunde in den meist einfach gehaltenen Stromrechner ein, der sich in der Regel auf der Homepage der verschiedenen Stromanbieter befindet. Falls der jährliche Stromverbrauch nicht bekannt und die letzte Rechnung gerade nicht zur Hand sein sollten, bieten die meisten Stromrechner die Möglichkeit, alternativ die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen anzugeben. Einige Stromrechner ermöglichen darüber hinaus zusätzliche Angaben, mit welchen Interessenten die Auswahl auf bestimmte Tarife – etwa ausschließlich Ökostrom oder Angebote mit Bonuszahlungen – eingrenzen können. Anschließend werden dem potentiellen Kunden die in seinem Wohnort verfügbaren Stromtarife mit ihren wichtigsten Konditionen und den dazugehörigen Kosten angezeigt.

Nun muss der Neukunde sich nur noch für seinen Wunschanbieter und -tarif entscheiden, dann steht dem Wechsel nichts mehr im Weg. Der Wechselantrag ist bei den meisten Anbietern online auf deren Webseiten verfügbar. Dort können Verbraucher ihn entweder direkt online ausfüllen oder ihn ausdrucken und ausgefüllt per Post zurückschicken. Nachdem der Kunde den Wechselantrag unterschrieben hat, muss er sich um nichts weiter kümmern. Die Kündigung seines alten Vertrags übernimmt nämlich der neue Stromanbieter.

2. Die Wahl des richtigen Stromtarifs

Lupe
Bei der großen Auswahl ist es für Verbraucher nicht einfach, den richtigen Stromtarif zu finden.

Beim Wechsel des Stromanbieters müssen Verbraucher sich nicht nur für den passenden Anbieter, sondern auch für den richtigen Stromtarif entscheiden. Auch hier ist die Auswahl groß und gerade unerfahrene Personen können dabei schnell den Überblick verlieren. Daher werden im Stromvergleich die geläufigsten Tarifarten beziehungsweise Stromangebote präsentiert und erläutert. Die verschiedenen Angebote unterscheiden sich nämlich nicht nur durch ihre Kosten, sondern vor allem durch die enthaltenen Konditionen, mit welchen sie sich an unterschiedliche Bedürfnisse richten.

Grundversorgung

Verbraucher, die keinen expliziten Energievertrag (Sondervertrag) abschließen, sondern ihren Strom einfach nur beziehen, werden nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) von einem sogenannten Grundversorger beliefert. Dabei handelt es sich jeweils um das Unternehmen, das vor Ort die meisten Haushaltskunden mit Strom versorgt. In der Regel bezahlen Stromkunden in der Grundversorgung einen höheren Preis als in einem Sondervertrag, da der Grundversorger innerhalb der Grundversorgungskosten auch Risikozuschläge – beispielsweise für nicht eintreibbare Forderungen – berücksichtigt. Gemäß der Stromgrundversorgungsordnung (StromGVV) können Verbraucher ihren Grundversorgungstarif mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende kündigen. Damit ist die Kündigungsfrist kürzer als in einem Sondervertrag, in dem sie in der Regel einen Monat oder mehr beträgt.

Ersatzversorgung

Wenn Haushaltskunden weder einem Sondervertrag noch der Grundversorgung zugeordnet werden können, greift die sogenannte Ersatzversorgung. Dies ist dann der Fall, wenn ein Sondervertrag nicht erfüllt werden kann – beispielsweise bei einem fehlgeschlagenen oder verzögerten Wechsel des Stromanbieters. Da die Ersatzversorgung nicht als Dauerlösung vorgesehen ist, beschränkt sich ihre maximale Dauer auf drei Monate. Eine Kündigungsfrist beinhaltet die Ersatzversorgung nicht. Der Kunde kann sie jederzeit dadurch beenden, dass er einen Stromanbieter seiner Wahl mit der Belieferung beauftragt. Die Preise für die Grundversorgung und die Ersatzversorgung sind in der Regel identisch, allerdings dürfen die Kosten der Ersatzversorgung laut StromGVV von den Grundversorgungspreisen abweichen.

Ökostrom für umweltbewusste Verbraucher

Windraeder
Mit rund 40 Prozent hält die Windenergie in Deutschland den größten Anteil an regenerativen Energien.

Bereits im Jahr 2011 beschließt Deutschland den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis spätestens zum Jahr 2022. Dies bedeutet einen grundlegenden Wandel des deutschen Energiesystems, der auch als Energiewende bezeichnet wird. Natürlich stellt sich hier die Frage, wie und womit Deutschland die Kernkraft künftig ersetzen wird, damit die Energieversorgung auch nach dem Atomausstieg sichergestellt bleibt.

Das langfristige Ziel ist es, dass das zukünftige Stromsystem überwiegend auf erneuerbaren Energien basiert. Einige Stromanbieter haben neben Tarifen mit konventionellem Energiemix bereits Öko-Tarife mit Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Wasserkraft stammt, in ihrem Sortiment. Darüber hinaus gibt es auch Stromanbieter, deren Sortiment ausschließlich Ökostrom enthält. Hierzu gehören beispielsweise die Energieversorger Lichtblick, Neckermann Strom und Naturstrom.

Einige Energieversorger haben zudem einen sogenannten Klimatarif im Angebot. Dieser beinhaltet zwar nicht ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen, dafür gleicht der Anbieter die CO2-Emissionen, die bei der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern entstehen, durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten aus. Allerdings schließen nicht alle Klimatarife Atomstrom automatisch aus, da dieser als CO2-neutrale Art der Stromerzeugung gilt.

Online-Stromtarife – alles bequem übers Internet erledigen

In den Zeiten des Internets bieten viele Versorger auch sogenannte Online-Tarife an. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass unter anderem die Anmeldung, die Übermittlung des Zählerstands und Abschlagsrechnungen ausschließlich über das Internet erfolgen. Zudem erhalten Kunden hierbei ihre Rechnungen per E-Mail anstatt mit der Post. Der dadurch geringere Personalaufwand hat zur Folge, dass solche Online-Tarife in der Regel günstiger sind als die herkömmlichen Standardtarife. Wer großen Wert auf einen umfangreichen Service und Support legt, sollte allerdings aufpassen: Die Online-Tarife mancher Anbieter beinhalten einen eingeschränkten Service.

  • Meist preisgünstiger.
  • Alles bequem online erledigen (Anmeldung, Änderungen, Rechnungen einsehen…).
  • Teilweise eingeschränkter Service (etwa ausschließlich per E-Mail).

Stabile Tarife mit langer Preisgarantie

Zu den wichtigsten Konditionen beim Vergleich diverser Stromtarife gehört unter anderem die Preisgarantie. Je nach deren Art – eingeschränkt oder vollständig – ist der Strompreis damit für die vertraglich festgelegte Zeit komplett oder zumindest teilweise stabil. Viele Anbieter führen in ihrem Sortiment einen besonders stabilen Tarif mit verlängerter Preisgarantie – etwa für 24 Monate oder bis Ende des Jahres 2020 – für Kunden mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis. In der Regel geht eine verlängerte Preisgarantie mit einer längeren Vertragslaufzeit einher. Somit eignen sich diese Tarife weniger für Kunden, die gerne flexibel bleiben.

  • (Weitestgehend) stabiler Preis innerhalb der festgelegten Zeitspanne.
  • In der Regel längere Vertragslaufzeit.
  • Häufig höherer Preis als Tarife ohne Preisgarantie.

Flexible Tarife mit kurzer Laufzeit

Auch für Kunden, die großen Wert auf Flexibilität legen, haben einige Anbieter spezielle Tarife mit besonders kurzer oder komplett ohne Vertragslaufzeit im Sortiment. Einige dieser Tarife haben zudem eine kürzere Kündigungsfrist und beziehungsweise oder eine vergleichsweise kurze Vertragsverlängerung. Allerdings beinhalten flexible Tarife meist keine Preisgarantie. Da Kunden hier jedoch relativ schnell kündigen und im Falle einer Preiserhöhung in einen günstigeren Tarif wechseln können, sollten sie sich hieran eher weniger stören. In jedem Fall ist es ratsam, das Angebot verschiedener Versorger genau zu vergleichen. Bei einigen Anbietern ist der flexible Tarif mit kürzerer Laufzeit nämlich deutlich teurer als etwa der Standardtarif mit zwölf Monaten Laufzeit.

  • Schneller Wechsel zu einem günstigeren Anbieter möglich.
  • Enthalten in der Regel keine Preisgarantie.
  • Bei manchen Anbietern teurer als Tarife mit Standard-Vertragslaufzeit.

Pakettarife für Kunden, die ihren Verbrauch genau kennen

Stromkunden, die ihren jährlichen Stromverbrauch genau und zuverlässig einschätzen können, profitieren bei manchen Anbietern von besonders günstigen Pakettarifen. Diese Tarife zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine feste Anzahl von Kilowattstunden (kWh) für einen bestimmten Zeitraum – in der Regel ein Jahr – beinhalten. Wer allerdings seinen Stromverbrauch zu gering einschätzt, muss meist mit einem sehr hohen Mehrverbrauchspreis rechnen, womit das anfangs so günstige Angebot schnell teuer werden kann. Kunden, die ihren Stromverbrauch dagegen zu hoch einschätzen, verschenken Strom. In den meisten Fällen verfällt nämlich das Guthaben, wenn der Kunde weniger Strom verbraucht, als in seinem Paket enthalten ist. Darüber hinaus bieten manche Stromversorger ihren Pakettarif lediglich mit Vorkasse an.

  • Bei genauer Abschätzung sehr günstig.
  • Fester, unveränderlicher Preis.
  • Mehr verbrauchte Kilowattstunden sind deutlich teurer.
  • Nicht verbrauchte Kilowattstunden werden nicht zurückerstattet.
  • Bei einigen Anbietern per Vorkasse zu zahlen.

HT/NT-Tarife mit günstigem Nachtstrom

Einige Energieversorger haben darüber hinaus sogenannte HT/NT-Tarife in ihrem Angebot. Dabei steht HT für Haupttarif und NT für Neben- oder auch Niedertarif. Um einen solchen Tarif zu nutzen, benötigt der Verbraucher einen Doppeltarifzähler mit einem NT-Zählwerk, das den Stromverbrauch während der Nebenzeiten berechnet, und einem HT-Zählwerk, welches den Stromverbrauch in der restlichen Zeit misst. Die Haupt- und Nebenzeiten variieren je nach Stromversorger und Netzbetreiber. Häufig gilt der Niedertarif (NT) nachts und am kompletten Wochenende. Wer hauptsächlich innerhalb dieser Zeiten Strom verbraucht, kann so mit günstigem Nachtstrom Geld sparen.

  • Günstiger Strom im Nebentarif.
  • Spezieller Doppeltarifzähler nötig.
  • Teilweise höhere Verbrauchpreise im Hochtarif.

4. Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Um die Stromkosten verschiedener Anbieter richtig miteinander vergleichen zu können, ist es hilfreich, zu verstehen, wie sich diese überhaupt zusammensetzen. Der Preis des Stroms ist nämlich nicht nur ein Produkt aus Tarif und Mehrwertsteuer, sondern gestaltet sich etwas komplexer.

Grund- und Verbrauchspreis

Stromrechnung
Die Kosten eines Stromtarifs bestehen üblicherweise aus einem festen Grundpreis und einem Verbrauchspreis pro Kilowattstunde Strom.

Üblicherweise bilden sich die Kosten eines Stromtarifs aus einem jährlichen Grundpreis und einem Verbrauchs- oder auch Arbeitspreis pro Kilowattstunde (kWh). Die gesamten jährlichen Stromkosten errechnen sich demnach aus dem Grundpreis plus der Multiplikation des Arbeitspreises mit der Anzahl an verbrauchten Kilowattstunden. Dabei deckt der Grundpreis in der Regel die festen Kosten für den Stromanschluss und den Zähler ab, während der Arbeitspreis an den tatsächlichen Verbrauch gekoppelt ist und die Kosten pro genutzter Kilowattstunde Strom nennt.

Die Bestandteile des Arbeitspreises

Der Arbeitspreis setzt sich im Wesentlichen aus drei Hauptbestandteilen zusammen:

Kosten für die Stromerzeugung, den Transport und den Vertrieb

Dieser Preisbestandteil ist vom Markt abhängig, also beispielsweise von den Produktionskosten und der Beschaffung von Rohstoffen. Die Höhe dieses Preisanteils wird hauptsächlich an sogenannten Strombörsen, in Deutschland beispielsweise an der EEX-Börse Leipzig, bestimmt. Dabei handelt es sich um Großhandelsmärkte, an denen Energieerzeuger und -versorger Strom ver- und einkaufen. Aktuell macht diese Komponente etwas über ein Fünftel des Haushaltsstrompreises aus.

Kosten für die Netznutzung

Stromnetzbetreiber erheben für die Stromdurchleitung durch ihre Netze ein gesetzlich reguliertes Netznutzungsentgelt. Darin sind unter anderem die Kosten für den Aufbau, den Betrieb und die Instandsetzung von Stromnetzen enthalten. Somit finanziert das Netzentgelt die Sicherheit und die Stabilität der Stromversorgung. Dieser Bestandteil beläuft sich in diesem Jahr auf knapp ein Viertel des aktuellen Strompreises, also etwas mehr als die Kosten für die Stromerzeugung, den Transport und den Vertrieb. Nach einem Jahr fast ohne Preissteigerung wird es 2017 wieder spürbar nach oben gehen mit den Strompreisen. 50 Euro pro Haushalt sollten Verbraucher einplanen, dies liegt vor allem an den Kosten für die Stromnetze.

Abgaben, Umlagen und Steuern

Denn größten Bestandteil des Stroms machen mit aktuell über 50 Prozent die staatlich festgesetzten Abgaben, Umlagen und Steuern aus. Hierzu zählen etwa die Mehrwertsteuer von 19 Prozent, die wie bei anderen Waren und Dienstleistungen auf den Nettopreis erhoben wird, sowie die Stromsteuer, die auch als Ökosteuer bekannt ist und aktuell rund sieben Prozent des Strompreises ausmacht. Neben der Konzessionsabgabe, die für die Einräumung von Wegerechten – etwa für den Bau von Stromleitungen – an Gemeinden gezahlt wird, zählen unter anderem noch folgende Umlagen zu diesem Preisbestandteil:

  • Die EEG-Umlage, die mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingeführt wurde, dient dazu, den Unterschied zwischen dem Strompreis aus konventionellen und erneuerbaren Energien auszugleichen.
  • Die KWK-Umlage soll die Stromerzeugung aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung fördern.
  • Die Offshore-Haftungsumlage deckt Schadensersatzkosten, die durch Verzögerungen oder Ausfälle bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks entstehen.

In diesem Jahr beträgt der durchschnittliche Verbrauchspreis für Haushaltskunden in Deutschland nach Angabe des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 28,69 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Die prozentuale Beteiligung der drei Hauptkomponenten veranschaulicht das folgende Kreisdiagramm:

Kreisdiagramm
Die prozentuale Beteiligung der drei Hauptbestandteile am Strompreis 2016 (Daten: BDEW 2016).

Die Preisgarantie – welche Varianten gibt es?

Teilweise steigen die Strompreise um mehr als fünf Prozent im Jahr. Für Kunden mit einem hohen Bedürfnis nach Kostensicherheit bieten sich deshalb Stromtarife mit einer sogenannten Preisgarantie an. Die Preisgarantie sichert dem Verbraucher nämlich für einen bestimmten Zeitraum, der häufig der Dauer der Erstlaufzeit entspricht, stabile Strompreise zu. Allerdings müssen Stromkunden hier genau darauf achten, welche Variante der Preisgarantie ihr Tarif beinhaltet. Die verschiedenen Arten der Preisgarantie unterscheiden sich nämlich hinsichtlich der Bestandteile der Stromkosten, auf die sie sich beziehen.

Welche Varianten der Preisgarantie gibt es?
Vollständige Preisgarantie oder Netto-Preisgarantie
Die sicherste Variante der Preisgarantie umfasst mit Ausnahme der Mehrwertsteuer alle Bestandteile des Strompreises. Allerdings wird sie heutzutage nur noch von wenigen Energieversorgern angeboten.
Eingeschränkte Preisgarantie oder Preisfixierung
Die eingeschränkte Preisgarantie umfasst lediglich die beiden Kostenbestandteile „Stromerzeugung, Transport, Vertrieb“ und „Netznutzung“. Abgaben, Umlagen und Steuern sind hier von der Preisgarantie ausgenommen. Demnach dürfen Preiserhöhungen in diesem Bestandteil bei eingeschränkter Preisgarantie an den Verbraucher weitergegeben werden.
Energiepreisgarantie
Diese Variante bezieht sich lediglich auf den Preisbestandteil „Stromerzeugung, Transport, Vertrieb“ und ist damit weniger umfassend als die eingeschränkte Preisgarantie.

Die drei verschiedenen Varianten der Preisgarantie beziehen sich jeweils auf unterschiedliche Bestandteile des Strompreises.

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung

Stromkunden, die sich in einem Tarif ohne vollständige Preisgarantie befinden, sind einer Preiserhöhung durch ihren Stromanbieter allerdings nicht schutzlos ausgeliefert. Im Fall einer Strompreiserhöhung haben Verbraucher nämlich ein Sonderkündigungsrecht, mit welchem sie ihren Vertrag auch vor Ende ihrer Mindestvertragslaufzeit kündigen können. Der Stromanbieter ist verpflichtet, seine Kunden rechtzeitig über anstehende Preisanhebungen zu informieren. Nach der Ankündigung bleiben dem Kunden zwei Wochen Zeit, in denen er sein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen und zu einem anderen Anbieter wechseln kann.

4. Tipps zum Strom sparen

Auch Verbraucher mit einem sehr günstigen Stromtarif können immer noch mehr Geld sparen und dabei zusätzlich noch die Umwelt schonen, indem sie ganz einfach weniger Strom verbrauchen. Mit diesen Top 3 der effizientesten Stromspar-Tricks spart jeder Haushalt zusätzlich.

Stand-By-Modus abschalten

Mehrfachsteckdoese
Eine Steckdosenleiste mit praktischem Fußschalter nimmt Elektrogeräte schnell vom Netz.

Auch wenn sich elektronische Geräte im sogenannten Stand-by-Modus befinden, verbrauchen sie dennoch weiter Strom. Daher sparen Verbraucher Energie, wenn sie

  • ungenutzte Elektrogeräte immer komplett abschalten
  • Ladegeräte etwa vom Handy oder vom Laptop bei Nichtgebrauch immer vom Netz trennen
  • Geräte wie einen Fernseher, einen Computer oder eine Waschmaschine, die nach dem Ausschalten noch Strom verbrauchen, etwa mithilfe einer Steckdosenleiste mit Fußschalter nach Gebrauch vom Netz trennen

Moderne Leuchtmittel einsetzen

Besonders dann, wenn Lampen im Durchschnitt eine Stunde oder länger pro Tag leuchten, sparen Verbraucher eine ganze Menge Strom und damit auch Geld, indem sie Glüh- und Halogenlampen durch sparsame Energiespar- oder LED-Lampen ersetzen. Zusätzlich sollten sie natürlich vor dem Licht-Einschalten immer überlegen, ob das vorhandene Tageslicht nicht schon hell genug ist und die Lampe eventuell noch ein paar Stunden ganz ausbleiben kann.

Alte Haushaltsgeräte austauschen

Besonders bei großen Haushaltsgeräten wie dem Kühlschrank, der Gefriertruhe oder der Waschmaschine kann der Verbraucher Strom sparen, indem er das alte Gerät durch ein deutlich sparsameres Neugerät ersetzt. In der Regel gilt hier, dass sich bei einem etwa zehn Jahre altem Gerät, auch wenn es noch einwandfrei funktionieren sollte, der Austausch durch ein modernes, sparsames Gerät lohnt. Beim Kauf sollten Verbraucher dann direkt darauf achten, dass die Gerätegröße auch ihrem Bedarf entspricht. So verbraucht etwa ein zu großer Kühlschrank unnötig viel Energie, die der Verbraucher durch den Kauf eines seinem Bedarf entsprechenden Geräts ganz einfach sparen könnte.

5. So vergleichen wir

Laut Angabe des Statistik-Portals statista gibt es im Jahr 2016 knapp 1.200 Stromlieferanten auf dem deutschen Energiemarkt. Dementsprechend hart ist der Wettbewerb um die Kunden. Diese wiederum haben bei einer riesigen Auswahl von Stromanbietern und noch mehr verschiedenen Stromtarifen die Qual der Wahl. Um einen besseren Überblick und eine Orientierungshilfe bei der Wahl des Stromanbieters zu bieten, wurden einige der bekanntesten und beliebtesten Stromanbieter im Test miteinander verglichen. Anhand 4 festgelegter Kriterien werden alle Versorger bewertet. Diese Bewertungspunkte sind allerdings nicht immer klar voneinander abzugrenzen. So können beispielsweise Konditionen wie Vertragslaufzeit und Preis auch im Bewertungskriterium „Angebot“ von Relevanz sein, da diese für Flexibilität beziehungsweise Stabilität eines Stromtarifs auschlaggebend sind.

Angebot

Energiearten
Pluspunkte im gibt es im Stromvergleich unter anderem für umweltfreundlichen Strom aus erneuerbaren Energien.

Unter dem Bewertungskriterium „Angebot“ wird im Test erfasst, welche Stromtarife die einzelnen Anbieter in ihrem Sortiment haben. Unter anderem wird die Vielseitigkeit der diversen Angebote im Stromvergleich gewichtet. Können Kunden Ökostrom aus ausschließlich erneuerbaren Energien oder doch nur aus einem konventionellen Energiemix beziehen? Bietet der jeweilige Energieversorger zusätzlich auch Wärmestrom an? Haben Verbraucher die Wahl zwischen einem stabilen Stromtarif mit verlängerter Preisgarantie und einem flexiblen Tarif mit kurzer oder komplett ohne Vertragslaufzeit? Gibt es die Möglichkeit eines Paket-Tarifs oder eines HT/NT-Tarifs mit Doppeltarifzähler? Einige Stromanbieter haben außerdem einen Online-Tarif im Angebot.

Viele Stromtarife machen noch kein gutes Angebot

Allerdings reicht Vielseitigkeit allein nicht aus, um als Stromanbieter in der Kategorie „Angebot“ eine hohe Punktzahl zu erreichen. Auch Übersichtlichkeit und Transparenz sind im Stromanbieter-Test wichtig. Denn vor allem unerfahrene Stromkunden laufen bei einer zu großen Anzahl verschiedener Tarife schnell Gefahr, den Überblick zu verlieren. So punkten Stromanbieter auch mit einer übersichtlichen Auflistung ihrer Stromtarife und deren wichtigsten Konditionen. Darüber hinaus spielt im Stromvergleich eine Rolle, ob das Angebot bundesweit oder nur in bestimmten Teilen Deutschlands – etwa ausschließlich im Grundversorgungsgebiet des Anbieters – verfügbar ist. So stellen einige Stromanbieter im Test bestimmte Tarife nur innerhalb ihres Grundversorgungsgebiets zur Verfügung, während das bundesweite Angebot eingeschränkter ist.

Kosten

Energiekosten
Für viele ist der Strompreis das wichtigste Kriterium beim Stromvergleich.

Das wohl wichtigste Vergleichskriterium in puncto Stromanbieter sind für die meisten Kunden die Kosten. Die Preise sollen selbstverständlich so niedrig wie möglich sein. Allerdings sind die Stromkosten schwer zu bewerten, da sie in der Regel je nach Wohnort und Verbrauch variieren. Um dennoch eine Orientierung über die Preise der verschiedenen Anbieter geben zu können, wurde im Stromanbieter-Test jeweils ein Preisbeispiel für die Berliner Postleitzahl 10405 und der Verbrauch eines Zwei- sowie eines Vierpersonenhaushalts berechnet. Mehr als die tatsächlichen Kosten bewertet der Test unter diesem Kriterium aber die Preisstruktur und die Transparenz. So steht im Stromvergleich im Fokus, ob die Preise der verschiedenen Tarife übersichtlich und nachvollziehbar sind. Darüber hinaus behandelt der Test, ob die Stromanbieter ihre Kunden mit Bonuszahlungen belohnen. Die Höhe der Boni richtet sich typischerweise nach dem Stromverbrauch des Kunden. Wer mehr Strom benötigt, darf demnach auch mit höheren Bonuszahlungen rechnen. Im Stromvergleich lassen sich drei verschiedene Bonus-Arten unterscheiden:

Neukundenbonus
Gilt in der Regel für Kunden, die in den letzten sechs Monaten keinen Vertrag mit dem jeweiligen Stromanbieter hatten und wird schließlich nach zwölf Monaten mit der Jahresrechnung verrechnet. Im Regelfall handelt es sich hierbei um einen Rabatt oder einen Betrag zwischen 50 und 200 Euro.
Sofortbonus
Wird deutlich früher überwiesen als der Neukundenbonus - meist erhalten Kunden bereits nach vier bis zwölf Wochen die jeweilige Prämie.
Treuebonus
Richtet sich normalerweise an Bestandskunden, die ihren Stromvertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängern wollen, wobei die Höhe der Bonuszahlung häufig von der Dauer der Vertragsverlängerung abhängt.

Der Grund- und beziehungsweise oder der Arbeitspreis sind in den Stromtarifen, die einen Bonus oder sogar mehrere Boni enthalten, häufig höher als in Strom-Angeboten ohne Bonuszahlungen.

Konditionen

Zwar spielen die Konditionen der verschiedenen Stromtarife teilweise schon bei der Bewertung des Angebots eine entscheidende Rolle. Dennoch erweisen sie sich bei der Anbieterwahl als so wichtig, dass sie als eigenes Bewertungskriterium im Stromvergleich aufgenommen wurden. Je nach den enthaltenen Bedingungen richten sich die diversen Stromtarife an Verbraucher mit unterschiedlichsten Bedürfnissen.

Tipp: In puncto Konditionen sollten Verbraucher vor allem auf die Dauer der enthaltenen Preisgarantie, die Vertragslaufzeit und die Länge der Kündigungsfrist achten.

Zu den wichtigsten Konditionen zählen hierbei die Preisgarantie, die Vertragslaufzeit, die Kündigungsfrist und die Vertragsverlängerung. Darüber hinaus legen einige Stromanbieter einen jährlichen Mindestverbrauch fest. In Sachen Preisgarantie punkten Anbieter mit einer vollständigen Preisgarantie. Diese sind aber relativ selten. Deutlich häufiger handelt es sich um eine eingeschränkte Preisgarantie. Die Anbieter unterscheiden sich außerdem durch die Dauer ihrer Preisgarantie. Während Verbraucher bei einigen Energieversorgern komplett darauf verzichten müssen, beträgt die Preisgarantie bei anderen Anbietern 24 Monate oder noch länger. In der Regel verlängert sich allerdings zusammen mit der Preisgarantie auch die Vertragslaufzeit, womit der Kunde weniger flexibel wird. Die Kündigungsfrist beträgt in den meisten Tarifen einen Monat zum Ende der Vertragslaufzeit. Bei manchen Anbietern ist sie aber auch länger, etwa sechs Wochen oder teilweise sogar drei Monate.

Hilfe und Support

Beratungsgespraech
Einige Energieversorger bieten ihren Kunden auch ein persönliches Beratungsgespräch vor Ort an.

Neben dem Angebot, den Kosten und den Konditionen ist natürlich auch der Service bei der Wahl des richtigen Stromanbieters entscheidend. Der Service wurde im Test unter dem Kriterium „Hilfe & Support“ im Detail betrachtet. Hier punkten Stromanbieter mit einer übersichtlichen und nutzerfreundlichen Homepage und einem umfangreichen Angebot verschiedener Support-Optionen. So werden im Stromvergleich typische Service-Fragen geprüft:

  • Wie bedienerfreundlich ist der Tarifrechner beziehungsweise der Stromrechner des Stromanbieters?
  • Gibt der Energieversorger seinen Kunden zusätzliche Informationen etwa zu den Themen erneuerbare Energien, Öko-Strom oder Stromsparen?
  • Über welche Kanäle sind die Stromanbieter im Fall von Fragen oder Problemen erreichbar?

badgeDas Fazit der Redaktion

In jedem der vier Bewertungspunkte kann jeder Stromanbieter im Vergleich jeweils zwischen null und fünf Punkten erreichen, die am Ende addiert werden. Aus dem Mittelwert der Gesamtpunktzahl errechnen sich das Endergebnis und damit auch die Platzierung des jeweiligen Energieversorgers. Im Stromvergleich überzeugen Naturstrom und Neckermannstrom mit umweltfreundlichem Strom aus erneuerbaren Energien, einfacher Tarifstruktur und verbraucherfreundlichen Konditionen. Auch der Energieversorger E wie Einfach liegt mit seinem übersichtlichen und gleichzeitig vielfältigen Angebot weit vorne.

Allerdings sollte der Leser beachten, dass dieser Stromvergleich lediglich als Orientierungshilfe bei der Entscheidung für den passenden Stromanbieter dienen kann. Schließlich hat jeder Verbraucher andere Bedürfnisse und legt dementsprechend Wert auf bestimmte Kriterien. So müssen die ersten drei Stromanbieter im Vergleich nicht für jeden Leser automatisch die richtige Wahl sein. Welches Kriterium letztendlich ausschlaggebend ist, muss jeder am Ende für sich selbst entscheiden.