Sparpläne

Die besten Sparpläne im Vergleich

Thomas Güth
Platz Produkt Bewertung
1 comdirect Sparplan 4,86
2 Consorsbank Sparplan 4,81
3 ING-DiBa Sparplan 4,75
4 DKB Sparplan 4,74
5 S Broker Sparplan 4,65
6 Maxblue Sparplan 4,64
7 flatex Sparplan 4,63

Sparplanangebot

Kontoführung & Gebühren

Sicherheit & Bedienung

Hilfe & Support

Sparpläne für Aktien, Fonds, ETFs und ETCs

    Das Wichtigste in Kürze
  • Sparpläne sind langfristige Geldanlagen, in die monatlich ein fester Betrag investiert wird.
  • Mit Sparraten ab 25 Euro pro Monat sind Sparpläne für so gut wie jeden Anleger geeignet.
  • Klassische Sparpläne mit festen Zinsen stellen die sicherste Investition dar, bieten für Anleger allerdings wenig Rendite.
  • Wertpapiersparpläne in Aktien, Fonds, ETFs oder ETCs locken mit Aussichten auf hohen Renditen, bergen allerdings auch das Risiko von Kapitalverlust.

Fazit der Redaktion

Das Angebot an unterschiedlichen Sparplänen ist für den Durchschnittsverbraucher mittlerweile genauso unübersichtlich wie die exakten Mechanismen, mit denen Fonds ihre Renditen erwirtschaften. Die Abwägung zwischen Renditeaussicht und Kapitalverlustrisiko muss am Ende jeder Sparer mit sich selbst vereinbaren und für sich selbst vornehmen. Mit unserem Vergleich der besten Sparpläne können wir Verbrauchern aufzeigen, welcher Dienstleister das beste, flexibelste und am besten auf die jeweiligen Bedürfnisse verschiedener Anleger zugeschnittene Angebot zur Verfügung stellt.

Das Angebot mit den besten Sparplänen in unserem Vergleich bietet die comdirect. Mit einer Gesamtanzahl von etwa 900 Sparplänen liegt der Anbieter zwar nur im oberen Mittelfeld, doch überzeugt die Online-Bank mit ihrer Übersichtlichkeit der Konditionen, Risiken und Chancen. Insgesamt offeriert comdirect mit ETF-Sparplänen, Wertpapier-Sparplänen aus Aktien, Mischfonds und ETCs ein mehr als ausreichend breites Spektrum an Wertanlagen bei hervorragenden Konditionen, fairen Orderentgelten und einem erstklassigen Service-Angebot. Bereits ab nur 25 Euro Sparrate können Kunden hier investieren, wodurch sich das Angebot auch an Kleinanleger und weniger risikofreudige Anleger richtet.

Nur knapp dahinter befindet sich die Consorsbank, die ebenfalls Sparraten bereits ab 25 Euro anbietet und Kunden ein breites Portfolio an Aktien-, Fonds-, ETF- und Zertifikat-Sparplänen offeriert. Allerdings befinden sich Portfolio dieses Anbieters weniger Zertifikat-Sparpläne als beim Erstplatzierten. Auch der Support offenbarte kleinere Schwächen und konnte uns deshalb nicht vollständig überzeugen. Die große Flexibilität bei der Festlegung der Laufzeit der Sparpläne sowie der Sparrate sind allerdings sehr positiv zu betonen.

Platz 3 im Vergleich der Wertpapiersparpläne belegt die ING-DiBa, bei der Kunden von günstigen Konditionen und einer modernen Bedienung profitieren. Gerade und vor allem die Lösungen für mobiles Banking dieses Anbieters wussten uns zu überzeugen. Negativ fiel die vergleichsweise geringe Auswahl an Sparplänen ins Gewicht. Wegen der etwas höheren Gebühren als beim Erstplatzierten reichte es letztendlich nur für Platz 3 auf dem Treppchen der besten Anbieter von Sparplänen, auch wenn der Service durch umfassende Hilfs- und Informationsangebote glänzt.

1. Wie können Anleger heute noch sparen?

Geld, das ungenutzt auf dem Konto herumliegt, schläft nicht nur, sondern verliert aufgrund der Inflation auch stetig an Wert. Lange Zeit galten Sparbuch oder Tagesgeldkonto als solide Möglichkeit, das Geld wenigstens ein bisschen über die Jahre wachsen zu lassen. Doch seit den Niedrigzinsen lohnt sich diese Form der Geldanlage immer weniger. Die von Banken gebotenen Zinsen können mit der Inflation nicht mithalten.

Möglichkeiten zum Sparen

Wer Sparen möchte, dem eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten, denn der Markt hält eine breitgefächerte Palette verschiedenster Finanzprodukte bereit. Es so gibt es neben dem altbewährten, klassischen Sparbuch die Anlagemöglichkeiten in Tagesgeld, Festgeld oder Fonds – und natürlich Sparpläne. Die wichtigsten dieser Möglichkeiten stellen wir nun mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vor.

Sparbuch

Das Sparbuch ist der Klassiker unter den Geldanlagen. Es ist ein Wertpapier und weist die Transaktionen auf einem Sparkonto aus. Einzahlungen, Auszahlungen, etwaige Zinsgutschriften und ähnliches werden im Sparbuch vermerkt und lassen sich so nachvollziehen. Das Sparbuch ist auf den Namen des Sparers ausgestellt und stellt eine Schuldurkunde dar. Der Sparer, der gleichzeitig Gläubiger der Bank ist, hat bereits mit der Bareinzahlung auf sein Sparkonto Forderungsrechte gegenüber der Bank. So muss die Einzahlung noch am gleichen Tag gutgeschrieben und zur Verfügung gestellt werden. Allerdings können nur Auszahlungen bis zu einer Höhe von 2.000 Euro pro Monat vorgenommen werden.

Da das Wertpapier, hier das Sparbuch, namentlich geführt wird, ist auch ausschließlich der namentliche benannte Sparer berechtigt etwa Geld vom Sparkonto abzuheben. Der alleinige Besitz eines Sparbuchs zieht folgerichtig keinen Anspruch auf das dort hinterlegte Guthaben nach sich. Ferner kann der Sparer im Falle von Verlust oder Vernichtung das Sparbuch für kraftlos und somit wertlos erklären lassen. Insofern handelt es sich bei Einlagen auf einem Sparbuch um eine äußerst sichere Form der Geldanlage.

Das Guthaben auf einem Sparkonto wird verzinst. Die Zinsen werden einmal im Jahr gutgeschrieben, fallen jedoch nicht sofort in die Masse des Sparguthabens und werden folglich nicht mitverzinst. In aller Regel ist der Zinssatz nicht festgeschrieben, orientiert sich aber zumeist am aktuellen Leitzinssatz. Der liegt derzeit bei unter 1%. Das Sparbuch kann unter Einhaltung der Kündigungsfrist aufgelöst werden. Nach Ablauf derselben erhält der Sparer vollen Zugriff auf sein Guthaben. Bei Bedarf kann eine vorzeitige Kündigung ausgesprochen werden, für die der Sparer jedoch mit Zinseinbußen oder Kosten rechnen muss. Ein Sparbuch bietet wenig Zinsen, aber auch wenig Risiko und ist daher noch immer eine beliebte Rücklage. Wer jedoch sein Geld gewinnbringend anlegen möchte, sollte sich nach Alternativen umsehen.

  • Risikolos, da nicht überziehbar und personengebunden
  • Höherer Zinssatz als beim klassischen Sparbuch
  • Zinssatz variabel und derzeit sehr niedrig
  • Nicht für alltägliche Bankgeschäfte und flexiblen Zugriff geeignet
Tagesgeld

Eine Möglichkeit zur Geldanlage stellen sogenannte Tagesgeldkonten dar. Diese sind verzinste Konten ohne festgelegte Laufzeit. Ein Tagesgeldkonto dient ausschließlich der Geldanlage und der Inhaber kann täglich über das auf dem Konto deponierte Guthaben in beliebiger Höhe frei verfügen. Eine festgelegte Mindesthöhe des Guthabens darf er dabei allerding unter keinen Umständen unterschreiten. Das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto wird verzinst, die Habenzinsen in bestimmten Zeitabständen, beispielsweise zum Ende des Quartals oder zum Jahresende, gutgeschrieben.

Der Zinssatz ist dabei allerdings nicht festgeschrieben, sondern variiert je nach aktueller Marktentwicklung. Die Höhe der Tagesgeldzinsen sind vom Leitzins, konkret dem Hauptrefinanzierungssatz, der europäischen Zentralbank abhängig. Der bei Abschluss angegebene Zinssatz bezieht sich in aller Regel auf ein Jahr und daher lateinisch p. a., also per annum angegeben. Dank der sogenannten Zinsgleitklausel darf die Bank die Höhe des Zinssatzes jedoch täglich ändern. Der Kontoinhaber kann das Tagesgeldkonto nicht überziehen und es auch nicht für den Zahlungsverkehr, beispielsweise zum Tätigen von Überweisungen, nutzen.

Die Verzinsung des Tagesgeldkontos ist in der Regel höher als beim klassischen Sparbuch, da die Mehrzahl dieser Konten als Online-Konto geführt und dadurch die Verwaltungskosten geringgehalten werden.

  • Flexibel, da der Kunde täglich über sein Geld verfügen kann
  • Höherer Zinssatz als beim klassischen Sparbuch
  • Zinssatz variabel und nicht garantiert
  • Überweisungen nur auf ein bestimmtes Referenzkonto möglich
Festgeld

Festgeld, auch als Termingeld, Termineinlagen oder Termindepositen bezeichnet, sind von Kreditinstituten angebotene kurz- bis mittelfristige Geldanlagen. Die Laufzeit oder Kündigungsfrist dieser Einlagen beträgt mindestens einen Monat.

Legt der Kunde Festgeld an, vereinbart er mit der Bank vorab eine feste Laufzeit, das heißt, die Einlage wird zu eine, vorab fest vereinbarten Zeitpunkt fällig. Für die Dauer dieser Laufzeit gilt ein ebenfalls vorab festgelegter Zinssatz, der bis zum Fälligkeitsdatum unter Garantie unverändert bleibt. Kündigt der Anleger das Festgeld vor Ablauf der Laufzeit, muss er normalerweise den vollständigen Verlust der Zinsen in Kauf nehmen.

Termingeld ist während der vereinbarten Laufzeit für den Kunden also nicht verfügbar und dient damit ausschließlich zur Geldanlage. In der Regel verlängert sich die Laufzeit der Einlage nochmals um denselben Zeitraum, sollte der Bankkunde vor Ablauf der Zeit keine anderweitig lautende Anweisung erteilen. In einer weiteren Laufzeit werden die in der ersten Laufzeit vergüteten Zinsen ebenfalls mitverzinst, sodass es zu einem Zinseszinseffekt kommt. Auf diese Weise erhalten die eigentlich kurz- und mittelfristigen Anlagen oft ohne weiteres Zutun des Anlegers den Charakter langfristiger Geldanlagen.

Hierfür eignen sie sich jedoch im Grunde genommen weniger, da diese Anlageform einen Zinsnachteil gegenüber auf langfristige Anlagen spezialisierten Produkten, wie etwa Sparbrief, festverzinslichen Wertpapieren, Aktienfonds, Lebensversicherungen und geschlossenen Fonds, aufweist. Perfekt eignen sich Anlagen als Festgeld hingegen zur Überbrückung von absehbaren Zeiträumen, bis der Anleger über das Geld für fest terminierte Anschaffungen oder Zahlungsverpflichtungen verfügen muss.

  • Zinseszinseffekt ab der zweiten Laufzeit
  • Gut zur Überbrückung bis zu fest definierten Zahlungsterminen
  • Einlagen während der Laufzeit nicht verfügbar
  • Für langfristige Geldanlagen wegen zu geringen Zinses nicht beste Option

Die wohl effektivste Form, sein Kapital anzulegen und für sich arbeiten zu lassen sind die sogenannten Sparpläne. Selbst Personen mit äußerst überschaubarem und geringem Einkommen gelingt es bei Sparplänen, regelmäßig bestimmte Beiträge abzuzweigen und gewinnbringend anzulegen.

Zunächst lässt sich zwischen Wertpapier- und Banksparplan unterscheiden. Beim Banksparplan überweist der Sparer in festgelegten regelmäßigen Abständen einen bestimmten Betrag an seine Bank.

Sparpläne Sparschwein
Vergrößern
Mit dem richtigen Sparplan stimmt die Rendite am Ende der Laufzeit.

Diese wiederum legt das Geld zu den vorher vereinbarten Konditionen an. Die Verzinsung erfolgt variabel oder zu festen Konditionen. Minuswachstum und Wertverlust sind bei diesem Modell zwar ausgeschlossen, doch bleibt die durch den Zins erzielbare Rendite äußerst überschaubar.

Eine größere Rendite versprechen im speziellen diejenigen Sparpläne, die auf Wertpapieren wie Aktien aufbauen. Da diese für die Kunden die besseren Konditionen beinhalten, fokussiert sich dieser Test speziell auf Wertpapiersparpläne und nicht auf Banksparpläne.

Mit einer festgelegten, monatlichen Investition in einen bestimmten Wert besteht für Anleger die Möglichkeit, hohe Renditen zu erzielen. Je nach Anbieter haben Kunden die Wahl zwischen verschiedenen Aktien, Fonds, ETFs und ETCs.

Wie viel Geld muss ich bei Sparplänen investieren?

Die meisten Personen, die anhand von Sparplänen ihr Vermögen mehren möchten, investieren monatlich lediglich Summen in Höhe von 150 bis 300 Euro. Wer nicht regelmäßig so viel beiseitelegen kann, kann auch problemlos Pläne mit einem Sparbetrag von nur 50 Euro im Monat abschließen. Einige Anbieter in unserem Test ermöglichen sogar einen Sparbetrag von nur 25 Euro pro Monat. Somit eignen sich Sparpläne nicht nur für erfahrene Anleger, sondern auch für Kleinanleger und weniger risikobereite Anleger gleichermaßen.

Im Gegensatz zu klassischen Banksparplänen haben Kunden, die sich für Wertpapier-Sparpläne entscheiden zudem jederzeit die Möglichkeit, Sparraten anzupassen, einzelne Werte zu veräußern oder den Sparplan ganz aufzulösen. Bei welcher Bank oder sonstigem Anbieter Anleger die besten Konditionen vorfinden, zeigt unser Vergleich der besten Sparpläne.

Warum ein Wertpapiersparplan?

Schon seitdem der Leitzins auf historisch niedrige Werte gerückt ist, lohnt sich das klassische Tagesgeldkonto für Leute, die Geld sparen wollen, kaum noch. Gleiches gilt für andere sichere Formen der Wertanlage, deren Rendite sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) orientieren. Sparbuch, Tagesgeld und ähnliche Konzepte bieten kaum Zinsen und damit einen realen Wertverlust des eingezahlten Geldes.

Fonds und andere Wertpapiersparpläne sind hingegen nicht an den Leitzins gebunden. Die Investition an der Börse ist im Vergleich zu den klassischen Sparmethoden eine einträglichere Alternative. Ihre Rendite leitet sich aus der Entwicklung des konkreten Wertes am Markt ab. Allerdings setzt sie die Beschäftigung mit den aktuellen Wertpapier-Entwicklungen voraus. Wer sich dies nicht zutraut oder schlicht nicht die Zeit findet Aktien, Fonds und Co. selbstständig zu beobachten und zu bewerten, sollte über einen Wertpapier-Sparplan zum langfristigen Vermögensaufbau nachdenken. Ein solcher Sparplan übernimmt die Entscheidung über Kauf und Verkauf. Dazu wird in regelmäßigen Abständen, zumeist monatlich, ein festgesetzter Betrag an der Börse angelegt.

Bei steigenden Kursen werden weniger, bei fallenden Kursen mehr Anteile ins Depot gelegt. Der Sparplan läuft nicht über eine bestimmte Zeitspanne und kann daher üblicherweise ohne Kosten aufgelöst werden. Eine Unterbrechung und Wiederaufnahme des Sparplans ist jederzeit möglich. Auch können die bereits erworbenen beziehungsweise angesparten Wertpapiere zu jedem Zeitpunkt wieder verkauft werden. Die Einlage lässt sich flexibel gestalten. Hat der Sparer beispielsweise nur monatlich 25 Euro zur Verfügung, kann er seinen Sparplan meist auf zweimonatlich setzen und so den Mindestbetrag aufbringen.

Um der schleichenden Inflation etwas entgegenzusetzten, eignen sich langfristige Anlagen, wie ein Fondssparplan, also wesentlich besser als Festgeld-, Tagesgeld-, Rentenversicherungsanlagen oder Banksparpläne.

  • Flexible Sparraten
  • Flexible Laufzeit
  • Jederzeit auflösbar
  • Teilwerte jederzeit veräußerbar
  • Höhere Renditechancen

2. Worauf muss ich bei der Wahl eines Sparplans achten?

Die wichtigsten Überlegungen vor dem Abschluss sind die Höhe der monatlichen Einlage sowie die Laufzeit des Sparplans. Sparpläne bieten zwar eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Erhöhung und Reduzierung des monatlichen Anlagebetrags – die Entscheidung darüber hängt allerdings mit dem zur Verfügung stehenden Kapital des Sparers zusammen.

Des Weiteren bedarf es für einen Wertpapier-Sparplan eines Wertpapier-Depots. Dieses kann grundsätzlich bei allen Banken geführt werden. Jedoch unterscheiden sich die Konditionen erheblich. Einige Onlinebanken bieten kostenlose oder zumindest sehr günstige Wertpapier-Depots. Zusätzlich werden Fonds bei den Direktbanken zum Teil mit 50% bis 100% Reduktion auf den Ausgabeaufschlag, die einmalige Gebühr beim Erwerb eines Fonds, angeboten. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl der passenden Bank kann das angebotene Spektrum an Sparplänen sein. Letztlich muss sich der Sparer bewusst sein, dass es im Wertpapier-Sparplan keine gesicherten Renditen gibt. Eine gute Bilanz in der Vergangenheit muss keine goldene Zukunft verheißen. Ferner gibt es keine Möglichkeit zur steuerlichen Vergünstigung der Anlage, selbst wenn sie der Altersvorsorge dienen soll.

Anleger, die bei fallenden Kursen direkt wieder aus dem Sparplan aussteigen, haben weniger von ihrem Geld. Ein Grundvertrauen in den Markt sollte stets vorhanden sein. Fondssparpläne lohnen sich erst, wenn sie mehrere Jahre bestehen bleiben. Turbulente Zeiten gehören zur normalen Bewegung der Märkte. Dennoch: Um allzu großen Verlusten vorzubeugen, sollten Verbraucher neben einem Wertpapiersparplan auch andere Anlage-Optionen, wie einen sicheren Banksparplan, in Betracht ziehen und nur so viel Geld in einen Sparplan investieren, wie sie monatlich entbehren können. Schließlich kann niemand die Entwicklung der Börsen voraussagen, vor allem nicht, wie es in ein paar Jahren mit den erworbenen Aktien aussieht.

Beachten Sie, dass...

… Sie Ihr zur Verfügung stehendes Kapital auf verschiedene Anlagen streuen. Investieren sie sowohl in konservative Sparanlagen als auch in Wertpapiersparpläne, um Ihr finanzielles Risiko auszugleichen.

3. Anlageformen – Aktien, Fonds, ETFs und ETCs

Wertpapiersparpläne unterscheiden sich in der Form der Werte, in der Anleger ihr Geld investieren. Die Renditeaussichten steigen mit dem Risiko des Kapitalverlustes. Konkrete Aussagen über die Rendite kann dabei natürlich keine Bank oder sonstiger Anbieter treffen, da die Rendite den Wertschwankungen des Marktes unterliegt und nicht wie beim Banksparplan festgeschriebene Zinsen besitzt. Prognosen helfen Verbrauchern dabei, den Sparplan einzuschätzen.

Aktien

Auch mit Firmenanteilen lässt sich ein Sparplan realisieren. Anleger investieren genau wie bei anderen Sparplänen einen festgelegten Betrag kontinuierlich in das Unternehmen und können von steigenden Kursen profitieren. Interessenten sollten sich bei dieser Anlageform gut am Markt auskennen, denn einzelne Aktien können starken Kursschwankungen unterliegen.

Fonds

Ein Fonds ist ein Überbegriff für verschiedene Formen des Investments. Hier verwaltet ein Treuhänder das Geld der Anleger und investiert in unterschiedliche Wertpapiere. Reine Aktienfonds investieren das Geld nur in Aktienwerte, Mischfonds legen das Geld in unterschiedlichen Werten an. Für Anleger ist ein Fonds interessant, weil sie vom Wissen der Finanzexperten profitieren, die das Geld des Fonds verwalten. Dafür sind Fonds für Kleinanleger vergleichsweise teuer, da neben Ordergebühren auch das Management bezahlt werden will, was die Rendite des Fonds schmälert.

ETF

Ein Exchange Traded Fund ist ein Indexfonds. Er bildet unterschiedliche Indizes ab. Anleger profitieren neben der transparenten Struktur dieses Investmentprodukts außerdem von geringen Gebühren gegenüber klassischen Fonds. Anleger sollten die Art der Nachbildung des Index beachten. Viele ETFs tun dies über Swap-Geschäfte. Für Anleger birgt diese Art ein größeres Verlustrisiko.

ETC

Exchange Traded Commodities bilden genau wie ETFs einen Index ab. Anders als diese legen Verbraucher ihr Geld bei ETCs auf die Wertentwicklung von Rohstoffen, Rohstoffindizes oder Rohstoff-Futures an. Der Vorteil besteht wie bei den ETFs zudem darin, dass auch unerfahrene Anleger die Kursentwicklung leicht nachvollziehen können. ETCs bergen jedoch ein höheres Verlustrisiko, da es sich hier um Inhaberschuldverschreibungen handelt und damit ein Emittentenrisiko besteht.

Vorteile der unterschiedlichen Anlageoptionen

Die unterschiedlichen Anlageformen besitzen verschiedene Vor- und Nachteile. Letztendlich muss der Anleger alle Optionen abwägen, um eine für ihn passende Sparanlage wählen zu können. Einen Überblick über die jeweiligen Vorteile der verschiedenen Anlageoptionen bietet folgende Übersicht:

Aktien-Sparplan

  • Direkte Investition in Unternehmen
  • Volle Kontrolle über Investment

Fondssparplan

  • Breite Streuung
  • Management von Experten

ETF-Sparplan

  • Breite Streuung
  • Geringere Managementgebühren
  • Nachvollziehbarkeit des Kurses

ETC-Sparplan/Zertifikate-Sparplan

  • Direkte Investition in Rohstoffe
  • Volle Kontrolle über das Investment
  • Nachvollziehbarkeit des Kurses

So vergleichen wir

In unserem Test der besten Anbieter von Wertpapier-Sparplänen vergleichen wir anhand von vier Kriterien, um so den Top-Anbieter zu ermitteln. Jeder Anbieter musste sich zahlreichen Kriterien in den vier Vergleichskategorien „Sparplanangebot“, „Kontoführung & Gebühren“, „Sicherheit & Bedienung“ und „Hilfe & Support“ stellen. Neben der Quantität – also dem Angebot an Wertpapiersparplänen – achten wir in den Vergleichstests also auch auf die Gebühren, die die Banken ihren Kunden berechnen, auf die Sicherheit des Online-Angebots und auf die gebotene Hilfe und den Support. In jeder dieser vier Kategorien vergeben wir jeweils zwischen 0,00 und 5,00 Punkten. Die Summe der gesammelten Punkte in den vier Kategorien wird durch vier geteilt und ergibt so die Gesamtwertung. Diese wiederum bestimmt im Vergleich mit den Gesamtnoten der anderen Anbieter über die Platzierung im Ranking.

Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass dieses Ranking selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt. Jeder Interessent setzt individuelle Schwerpunkte bei der Auswahl des geeigneten Anbieters und hält bestimmte Teilaspekte für wichtiger als andere. Unser Datenblatt und die ausführlichen Berichte über jeden Anbieter sollen jedoch jedem Leser umfassende Informationen und somit eine Grundlage für seine Entscheidung liefern.

Sparplanangebot

Eine möglichst große Auswahl unterschiedlicher Aktien, Fonds, ETFs und ETCs garantiert, dass Verbraucher den für sie passenden Wertpapiersparplan finden. Leser finden in unserem Testbericht detaillierte Informationen zum jeweiligen Angebot der Banken und vergleichen anhand des Datenblattes die unterschiedlichen Sparpläne unmittelbar miteinander. Sparpläne zählen zweifelsohne im Rahmen einer Planung zum langfristigen Vermögensaufbau zu den renditestärksten Optionen. Da jedoch immer auch ein Risiko mitschwingt, sollten Sparplansumme, Sparplanintervall, die Anzahl der angebotenen Sparpläne maximale Flexibilität und Auswahlmöglichkeiten bieten. Der Interessent tut gut daran, die Angebote der einzelnen Anbieter im Voraus minutiös zu vergleichen. Denn selbst auf den ersten Blick offenbar kleinste Unterschiede wirken sich über einen Sparzeitraum von mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten in beträchtlichem Maße aus.

Kontoführung & Gebühren

Das Depot, das für einen Wertpapiersparplan notwendig ist, stellen die meisten Banken ihren Kunden kostenlos zur Verfügung. Gebühren werden beim Abschluss eines Sparplans fällig. Wie hoch diese ausfallen, hängt sowohl vom Produkt als auch vom Anbieter ab. Gerade Einsteiger und wenig risikofreudige Anleger sollten einen Anbieter mit möglichst niedriger Mindestsparrate vorziehen, um sich zunächst langsam in die Materie einarbeiten zu können, ohne gleich größere Summen pro Monat aufwenden zu müssen.

Sicherheit & Bedienung

Finanzgeschäfte im Internet sind für Verbraucher eine heikle Angelegenheit. Eine sichere SSL-Verbindung zwischen Klient und Banken-Server ist für die Integrität der Daten daher genauso wichtig wie ein zeitgemäßes Angebot an TAN-Verfahren sowie sicheren und gleichzeitig bequemen Apps für das Mobile-Banking.

Hilfe & Support

Für Verbraucher ist es hilfreich, wenn ein Finanzdienstleister detaillierte Informationen zum angebotenen Sparplan leicht zugänglich zur Verfügung stellt. Alle Kosten und Inhalte sollten transparent und verständlich aufgelistet sein. Zudem ist ein gut erreichbarer und qualifizierter Kundendienst im Bereich der Finanzdienstleistung für uns ein wichtiges Bewertungskriterium.