Alkoholtester

Die 7 besten Alkoholtester im Test & Vergleich

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Batterien inklusive
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Alkoholtester-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Alkoholkonsum beeintrĂ€chtigt unter anderem die Konzentration, fĂŒhrt zu Gleichgewichtsstörungen, verleitet zur Risikobereitschaft und verlĂ€ngert die Reaktionszeit.
  • Fahren unter Alkohol ist generell nicht ratsam, wird aber bei verschiedenen Promille-Werten unterschiedlich hart sanktioniert.
  • Ein Alkoholtester kann zwar die Entscheidung, ob noch gefahren werden darf, niemals rechtssicher anzeigen, aber eine gute Entscheidungshilfe darstellen.
  • Neben den gĂŒnstigen Einmal-Blasröhrchen gibt es auch mehrfach verwendbare, elektronische Varianten mit Digitaldisplay.

Was ist ein Alkoholtester?

Ein Alkoholtester oder auch Alkomat misst den Alkoholgehalt der Atemluft. Solche GerĂ€te kommen beispielsweise bei der Polizei zum Einsatz, wenn im Rahmen einer Verkehrskontrolle die FahrtĂŒchtigkeit von Auto-, Motorrad- oder Fahrradfahrern geprĂŒft werden soll.

Entscheidungshilfe nach einer langen Nacht

Alkoholtester eignen sich, um Ihnen nach einem GetrĂ€nk in der Kneipe oder auch nach einer durchfeierten Nacht bei einer Party, einer Firmenfeier oder dem Stammtisch einen NĂ€herungswert Ihres Promillewertes anzuzeigen. Hierauf aufbauend können Sie die Entscheidung fĂ€llen, ob Sie noch mit dem Auto nach Hause fahren dĂŒrfen. Am besten befolgen Sie natĂŒrlich die einfache Maxime: Don’t drink and drive.

Wie funktioniert eine Atemalkoholmessung?

FĂŒr eine Alkoholkontrolle pustet der zu Testende ein paar Sekunden in ein Röhrchen. Anschließend kann der PrĂŒfende das Ergebnis innerhalb kĂŒrzester Zeit ablesen: entweder durch eine VerfĂ€rbung bei einem analogen Einmal-Blasröhrchen oder durch die Anzeige eines Promillewertes auf einem digitalen Display. Letztere elektronische Varianten sind mehrfach benutzbar. Das heißt, Sie mĂŒssen zwischen den Anwendungen lediglich das MundstĂŒck wechseln, um eine sterile Verwendung sicherzustellen.

Wieso ist der Alkoholwert messbar?

Bei normaler AtmungsaktivitĂ€t ohne den Konsum alkoholischer GetrĂ€nke nehmen die LungenblĂ€schen Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid ab. Nach dem Konsum von Alkohol wird auch Ethanol ĂŒber die Atemluft ausgestoßen, der aus dem Blutkreislauf stammt. Diesen Ethanol-, also Alkoholgehalt der Atemluft kann man durch die Messinstrumente ermitteln. Dadurch können die Beamten dann RĂŒckschlĂŒsse auf den Promillewert ziehen. Der Blutalkoholspiegel in Promille ist zahlenmĂ€ĂŸig doppelt so groß wie der Atemalkoholgehalt in Milligramm pro Liter. FĂŒr den Fall, dass Sie mit einem Alkoholtester, der einen Wert in „mg/l“ ausgibt, messen, mĂŒssen Sie den Wert verdoppeln, um auf den Promillegehalt der Atemluft zu kommen.

Alkohol-Promillegrenze im Straßenverkehr

Die gefĂ€hrlichen Auswirkungen von Alkohol werden hĂ€ufig unterschĂ€tzt. Laut Zahlen der EuropĂ€ischen Beobachtungsstelle fĂŒr Drogen und Drogensucht sind ein Viertel der jĂ€hrlich 30.000 Verkehrstoten in der EuropĂ€ischen Union auf Alkohol zurĂŒckzufĂŒhren. Alkohol ist ein weit verbreitetes, legales Rauschmittel, das in allen gesellschaftlichen Schichten sehr verbreitet ist. Bei vielen Traditionsfesten gehört das Glas Bier oder Wein dazu.

Der Konsum von Alkohol verlĂ€ngert die Reaktionszeit, was in brenzligen Situationen verheerende Folgen haben kann. Die Gefahren werden hĂ€ufig unterschĂ€tzt Egal ob Auto-, Motorrad-, Fahrradfahrende oder FußgĂ€nger. Bereits nach geringem Alkoholeinfluss steigt das Unfallrisiko. Hör- und Sehvermögen werden beeintrĂ€chtigt, die Konzentrations- und ReaktionsfĂ€higkeit nimmt spĂŒrbar ab. Das fĂŒhrt dazu, dass Distanzen sowie Geschwindigkeiten falsch eingeschĂ€tzt werden. Dadurch werden Betrunkene weniger gefahrenbewusst und risikofreudiger. Auf die genauen Promillegrenzen in Deutschland gehen wir in einem Extra-Kapitel im weiteren Verlauf des Textes ausfĂŒhrlich ein.

Verschiedene AusfĂŒhrungen

Es gibt zwei verschiedene Varianten: einfache Einmal-BlasstÀbchen, die den Atemalkoholwert durch eine chemische Reaktion grob eingrenzen, und elektronische Varianten, die den Wert auf einem Display anzeigen.

Blasröhrchen: die gĂŒnstige Einmal-Variante

Diese Form des Alkoholtests gibt es schon lange. Die Firma DrĂ€ger startete ihre Produktion im Jahre 1953. Handelt es sich um eine Version mit Beutel mĂŒssen Sie solange pusten, bis der Beutel vollstĂ€ndig mit Atemluft gefĂŒllt ist. Bei Versionen ohne Beutel ist der Gebrauch umstĂ€ndlicher, da Sie nicht in allen FĂ€llen eine exakte Angabe dazu finden, wie lange und mit welchem Druck Sie pusten mĂŒssen. Die Kontrolle durch den aufgeblasenen Beutel fehlt.

Diese als Blasröhrchen oder Alcotests bekannt gewordenen, simplen Modelle reagieren chemisch auf das nach dem Trinken in der Atemluft enthaltene Ethanol. VerfĂ€rben sich die Chemikalien in dem Röhren, kann auf einen Alkoholkonsum geschlossen werden. Je stĂ€rker die VerfĂ€rbung ausfĂ€llt, desto höher war der Alkoholkonsum. Vorteil dieser Methode ist der geringe Anschaffungspreis. Nachteilig ist die einmalige Verwendungsmöglichkeit und die notwendige Interpretation durch der VerfĂ€rbung. Eine klare Ablesbarkeit, wie bei den Modellen mit Display gegeben, fehlt. Sofern die Modelle mit einem entsprechenden Hinweis versehen sind, eignen sie sich fĂŒr das vorgeschriebene MitfĂŒhren in Frankreich.

MitfĂŒhrpflicht in Frankreich

In Frankreich gilt eine MitfĂŒhrpflicht fĂŒr Alkoholtester. Ob es sich dabei um ein Einweg-Blasröhrchen oder ein digitales MessgerĂ€t handelt, ist unerheblich. Wichtig ist dagegen, dass der Tester eine Zulassung nach französischer Norm erhalten hat. In verschiedenen Online-Shops wird die KonformitĂ€t mit dem NF-Zertifikat gekennzeichnet. Da es in Frankreich aber mitunter schwierig ist, entsprechende GerĂ€te im Handel zu bekommen – sie sind schlichtweg ausverkauft –, gilt derzeit folgende skurrile Rechtslage: Es ist verpflichtend, einen Alkoholtester im Auto mitzufĂŒhren, es drohen aber bei Nichtbeachtung keine Strafen.

Elektronische Alkohol-Tester: mehrfach verwendbar

Elektronische Alkoholtester, auch HandmessgerĂ€te oder AlkoholtestgerĂ€t genannt, kennen Sie vielleicht bereits von einer Verkehrskontrolle der Polizei. Zwar sind die im Privatbereich eingesetzten Modelle sind oftmals weniger genau als die teureren Profi-GerĂ€te der Polizei. Diese gibt es teils auch fĂŒr den Privatanwender zu kaufen, in den meisten FĂ€llen stimmt aber das Preis-LeistungsverhĂ€ltnis fĂŒr diese Anwendergruppe nicht. Die Messfehler handelsĂŒblicher GerĂ€te fĂŒr Privatanwender liegen im Bereich von ungefĂ€hr 5 Prozent. Damit geben sie allerdings noch immer eine ausreichende Orientierungs- und Entscheidungshilfe fĂŒr Straßenverkehrsteilnehmer. Gute GerĂ€te werben damit, dass sie Messgenauigkeiten von 0,05 Promille erreichen.

Drei verschiedene Mess-Methoden

Die Messung erfolgt im Gegensatz zu einem Blasrohr nicht durch eine chemische Reaktion und einen darauffolgenden Farbumschlag. Bei den elektronischen Alkoholtestern unterscheidet man drei verschiedene Techniken: GerÀte mit elektrochemischem Sensor, mit Halbleiter-Sensor und mit Infrarotsensor.

Die Modelle mit elektrochemischem Sensor sind am weitesten verbreitet. Bei diesen Modellen ĂŒberwachen Elektroden, ob ein zu analysierender Stoff, in diesem Fall Ethanol, vorhanden ist. Ist dies der Fall, kommt es zwischen den Elektroden zu einer elektrochemischen Reaktion. Die entstehende Spannungsdifferenz verursacht ein Sensorsignal, das zur Bestimmung der Stoffkonzentration verwendet wird.

Bei Modellen mit einem Halbleitersensor findet im Falle eines Ethanol-Vorkommens eine Oxidation unter Verbrauch von Sauerstoff statt. Auf diese Weise wird der Alkoholgehalt in der Atemluft gemessen.

Bei Modellen mit Infrarotsensor funktioniert die Messung der Alkoholkonzentration durch die Absorption von bestimmten WellenlÀngen des Lichts.

Benutzung und VorzĂŒge der elektronischen Modelle

FĂŒr die Analyse pustet der Kontrollierte in ein MundstĂŒck, das auf die Einblasöffnung des GerĂ€tes gesteckt wird. In der Regel kommt das MundstĂŒck nur einmalig zum Einsatz. Um die Hygienebestimmungen einzuhalten, empfiehlt es sich, dieses im Anschluss wegzuwerfen. Diese GerĂ€te sind viele Male benutzbar. In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ist allerdings eine Kalibrierung seitens des Herstellers nötig.

Die Vorteile der elektronischen GerÀte sind also die höhere Messgenauigkeit im Vergleich zum Blasröhrchen, die mehrfache Verwendbarkeit der GerÀte, und die Möglichkeit, die gemessenen Werte auf dem Display ablesen zu können, um im Vergleich zum Blasröhrchen keinen Interpretationsspielraum zu haben.

Nachteilig sind ein im Vergleich zu den Einmalblasröhrchen höherer Anschaffungspreis, die Notwendigkeit einer Energiequelle, meist einer Batterie, und die Notwendigkeit einer regelmĂ€ĂŸigen Kalibrierung durch den Hersteller.  

Die auf den Digitalanzeigen gezeigten Werte sind nicht als Beweismittel vor Gericht zugelassen. Rechtssicherheit bringt bei einem Verdacht auf Alkoholkonsum durch Ausfallerscheinungen oder einem auffÀlligen Atemalkohol-Test nur ein richterlich angeordneter Bluttest.

StationÀre Messanlagen und Alcolock

Neben diesen drei mobilen MessgerĂ€ten gibt es auch stationĂ€re MessgerĂ€te, die allerdings weniger verbreitet sind. Sie haben eine höhere Genauigkeit als die HandgerĂ€te, da in vielen FĂ€llen sowohl eine elektrochemische als auch eine Infrarot-Messung durchgefĂŒhrt wird. Diese höhere Messgenauigkeit spiegelt sich aber auch in einem höheren Anschaffungspreis wider. In unserem Vergleich finden sich allerdings nur mobile Alkohol-TestgerĂ€te.

Ein Alcolock, auch als Alkohol-ZĂŒndschlosssperre, Alkohol-Interlock oder Alkohol-Wegfahrsperre bezeichnet, ist ein fest in einem Auto installiertes AlkoholmessgerĂ€t. Vor dem ZĂŒnden muss der Fahrer einen Alkoholtest durch „Pusten“ absolvieren. Der Motor startet nur dann, wenn die zuvor eingestellte Promillegrenze nicht ĂŒberschritten wird. Das System soll auf diese Weise Alkoholfahrten verhindern.

Gesetzliche Pflicht zum Alkoholtest vor der Fahrt

In den USA kann alkoholauffĂ€lligen Fahrzeughaltern der Einbau eines solchen Systems auferlegt werden. Beispielsweise ist in Frankreich seit einigen Jahren der Einsatz in Schulbussen vorgeschrieben. In Deutschland und Österreich gibt es bislang keine gesetzlichen Rahmenbedingungen fĂŒr den staatlich verordneten Einsatz. Wer System nachtrĂ€glich einbauen möchte, muss mit Kosten ab 1.000 Euro rechnen.

 

Promillegrenzen in Deutschland

In Deutschland gelten strenge Regeln bezĂŒglich der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss. Wir erklĂ€ren im Folgenden, wann Sie Auto, Motorrad oder Fahrrad stehen lassen, die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, ein Taxi nehmen oder laufen sollten.

Promillegrenzen fĂŒr Auto- und Motorradfahrer

Die Teilnahme am Straßenverkehr ist unter dem Einfluss von Alkohol nicht erlaubt. Das gilt nicht nur fĂŒr einen Vollrausch. Wer bei einem bestimmten Promillewert erwischt wird, gerĂ€t ebenfalls in eine missliche Lage – seien es Auto-, Motorrad- oder Fahrradfahrer. Viele vergessen, dass nicht nur der akute Rausch, sondern auch der Restalkohol am Morgen Folgen haben kann.

Fahrer, die einen Promillewert von 0,5 bis 1,09 aufweisen oder als FahranfĂ€nger gegen das absolute Alkoholverbot verstoßen und keine alkoholbedingten AuffĂ€lligkeiten wie Schlangenlinien oder riskante Wahlmanöver zeigen, begehen eine Ordnungswidrigkeit. Sie erhalten einen Bußgeldbescheid, der in der Regel mit einer Strafzahlung von 500 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg gekoppelt ist. Nach Ablauf des Fahrverbotes erhĂ€lt der VerkehrssĂŒnder oder die VerkehrssĂŒnderin den FĂŒhrerschein zurĂŒck.

FĂŒr FahranfĂ€nger gelten diese Grenzen nicht

FĂŒr FahranfĂ€nger, die sich innerhalb der zweijĂ€hrigen Probezeit befinden oder unter 21 Jahre alt sind, gilt ein komplettes Alkoholverbot. Wer unter der Wirkung von Alkohol am Steuer erwischt wird, zahlt 250 Euro Bußgeld und erhĂ€lt einen Punkt in Flensburg. Es folgt ein Aufbauseminar sowie die VerlĂ€ngerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre.

Absolute FahruntĂŒchtigkeit

Bei höheren Promillewerten handelt es sich nicht mehr um eine Ordnungswidrigkeit, sondern bereits um eine Straftat Diese tritt dann ein, wenn Fahrer mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille oder mehr am Steuer sitzen. Ob es dabei zu Ausfallerscheinungen gekommen ist oder nicht, spielt keine Rolle.

Relative FahruntĂŒchtigkeit

Auch bei geringen Promillewerten, etwa ab 0,3 Promille, kann bereits eine Straftat statt einer Ordnungswidrigkeit bestehen, sofern alkoholbedingte Ausfallerscheinungen vorliegen. Damit sind beispielsweise eine Schlangenlinienfahrt oder ein alkoholtypischer Unfall gemeint. In diesem Fall droht eine Geldstrafe, bei wiederholtem Feststellen sogar eine Freiheitsstrafe. Die Fahrerlaubnis wird fĂŒr mindestens ein halbes Jahr eingezogen. Bei einem alkoholbedingten Unfall erhöht sich die Sperre auf ein ganzes Jahr.

Strafrechtliche Konsequenzen

Die Höhe der bei Straftaten verhĂ€ngten Geldstrafe richtet sich immer nach den wirtschaftlichen VerhĂ€ltnissen des TĂ€ters. ZusĂ€tzlich wird in der Regel die Fahrerlaubnis entzogen und eine Sperrfrist festgesetzt. Vor deren Ablaufen kann keine neue Fahrberechtigung erteilt, also keine neue FĂŒhrererschein-PrĂŒfung unternommen werden. Ab der Schwelle von 1,6 Promille ist zudem vor der Neuerteilung die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) vorgeschrieben. Das gilt auch bei wiederholten Trunkenheitsfahrten.

Versicherungsrechtliche Konsequenzen

Bei einem Unfall, der unter Alkoholeinfluss verursacht wurde, hat die Versicherung die Möglichkeit, den Fahrer fĂŒr FremdschĂ€den bis 5.000 Euro zur Kasse zu bitten. Bei einer Vollkaskoversicherung kann der Versicherer die ZahlungsĂŒbernahme fĂŒr den auszugleichenden Eigenschaden verringern oder verweigern.

Vorsicht auch beim Griff zum Fahrrad

Nicht nur Auto- und Motorradfahrer mĂŒssen nach dem Kneipenbesuch aufpassen. Auch fĂŒr Radfahrer gibt es eine Promillegrenze. Ab 1,6 Promille ist das Radeln eine Straftat und wird neben einer Geldstrafe in Höhe eines Monatsnettogehaltes mit zwei Punkten in Flensburg bestraft. Zudem wird die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet. Wer diese nicht besteht, muss seinen FĂŒhrerschein abgeben. In seltenen FĂ€llen kann die Behörde sogar das Fahrradfahren verbieten, wenn die Gefahr einer wiederholten Trunkenheitsfahrt gesehen wird.

Keine Promillegrenze fĂŒr FußgĂ€nger, aber


Eine festgeschriebene Promillegrenze fĂŒr FußgĂ€nger gibt es nicht. Wenn Sie als betrunkener FußgĂ€nger allerdings einen Unfall verursachen, mĂŒssen Sie dennoch mit rechtlichen Konsequenzen rechnen und fĂŒr den Schaden haften.

Vorsicht vor Messungenauigkeiten

Viele Alkoholtester zeigen lediglich einen NÀherungswert an. Einige hochwertige Digital-Modelle arbeiten mit geringen Abweichungen. Die MessgerÀte, die bei Polizeikontrollen eingesetzt werden, haben beispielsweise eine maximale Abweichung von etwa 0,05 Promille des Alkoholwertes. Trotzdem sollten Sie sich immer Ihrer eigenen Verantwortung bewusst sein: Zwar kann ein solches GerÀt einen groben Orientierungswert liefern, aber niemals eine Entscheidung abnehmen. Im Zweifelsfall sollten Sie beispielsweise auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Eine strafrechtliche Relevanz hat im Fall einer Polizeikontrolle ohnehin nicht das Ergebnis des Atemalkohol-, sondern eines im Zweifelsfall richterlich angeordneten Bluttests. Dieser wir durch einen Arzt durchgefĂŒhrt und liefert in der Regel einen etwas höheren Wert als der Atemtest.

Vor dem „Pusten“ nichts konsumieren und Test wiederholen

Um ein aussagekrĂ€ftiges Ergebnis zu erhalten, darf der Fahrer zehn Minuten vor dem „Pusten“ keine Substanzen mehr zu sich nehmen. Er sollte also weder essen und trinken noch rauchen oder Medikamente einnehmen. Zwischen dem letzten alkoholischen GetrĂ€nk und der Messung sollten 20 Minuten vergangen sein. So können Sie sicherstellen, dass der Alkohol bereits im Blut angekommen ist. Um die Gefahr von Messfehlern beziehungsweise eines steigenden Wertes zu verringern, sollten Sie den Test nach fĂŒnf Minuten wiederholen. Im Idealfall unterscheidet sich das zweite Ergebnis nicht merklich vom ersten.

Darf der Arbeitgeber Alkoholtests durchfĂŒhren?

In der Regel sind alle Arbeitnehmer verpflichtet, am Arbeitsplatz und wĂ€hrend der Arbeitszeiten auch außerhalb des Arbeitsplatzes auf alkoholische GetrĂ€nke zu verzichten. Prinzipiell ist der Arbeitgeber berechtigt, die Einhaltung zu kontrollieren. Das gilt aber nur dann, wenn ein begrĂŒndeter Verdacht besteht, dass der Arbeitnehmer sich unter dem Einfluss von Restalkohol am Arbeitsplatz befindet. Die Massenkontrolle einer Abteilung oder Stichproben ohne begrĂŒndeten Verdacht ist nicht statthaft. Ausnahmen gelten, sofern der Arbeitnehmer sogenannte gefahrgeneigte TĂ€tigkeiten ausĂŒbt. Beispiele sind Piloten, Polizisten, Feuerwehrleute, Busfahrer und Ă€hnliche Berufsfelder, in denen Angestellte am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Alkoholtester-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Bei der in Deutschland hoch angesehenen Stiftung Warentest haben wir keinen Test zu Alkoholtestern finden können.

Der ADAC bemĂ€ngelte, dass die Blasröhren kurz nach der MitfĂŒhrpflicht in ganz Frankreich ausverkauft und auch in Deutschland kaum verfĂŒgbar waren. Die Tester des Automobilclubs prangerten außerdem Messungenauigkeiten der französischen Modelle an.

Ein Test der Technischen UniversitÀt Wien aus dem Jahr 2015 beschÀftigt sich mit der Richtigkeit von Alkoholtester-Messungen. Das Testfeld wirkt ein wenig unausgewogen: Von den elf getesteten Produkten sind zehn Modelle von ACE Instruments. Lediglich das Modell Alcotest 3000 stammt aus der Produktion der Firma DrÀger.

Beim Test selbst zeigen sich Unterschiede hinsichtlich der Messgenauigkeit. Die Modelle ACE II Basic (99,0 Prozent Messgenauigkeit), DrĂ€ger Alcotest 3000 (98,9 Prozent), ACE one (98,6 Prozent), ACE Public V (98,0 Prozent) und ACE AF-33 (97,9 Prozent) stehen allesamt bezĂŒglich der Richtigkeit der Werte gut da.  

Viel zu ungenau sind hingegen drei Modelle, namentlich ACE Pro Med Basic (88,5 Prozent), ACE II Premium (86,2 Prozent) sowie ACE Stat. Alkoholtester (77,1 Prozent). Vor allem letzteres Modell ist fĂŒr das Selbstmessen des Promillespiegels ungeeignet.