Alkoholtester

Die 7 besten Alkoholtester im Test & Vergleich

Produktdetails
Maße
Gewicht
Messgenauigkeit
Displaybeleuchtung
Anzahl MundstĂŒcke
Batterietyp
Batterien erforderlich
Batterien inklusive
Handbuch
Vorteile

Alkoholtester-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Der Konsum von Alkohol fĂŒhrt zu Konzentrations- und Gleichgewichtsstörungen, einer erhöhten Risikobereitschaft sowie einer verlĂ€ngerten Reaktionszeit.
  • Es ist nicht empfehlenswert, nach dem Alkoholkonsum Auto zu fahren. WĂ€hrend das außerhalb der Probezeit und bei geringen Promillewerten noch straffrei bleibt, drohen bei höheren Werten unterschiedlich harte Strafen.
  • Ein Alkoholtester ist eine gute, aber dennoch nicht rechtssichere Entscheidungshilfe.
  • Neben Einmal-Blasröhrchen gibt es auch mehrfach verwendbare elektronische Varianten mit Display

WofĂŒr verwende ich einen Alkoholtester?

Ein Alkoholtester, umgangssprachlich auch Alkomat genannt, misst den in der Atemluft enthaltenen Alkoholgehalt. Er kommt bei Polizeikontrollen zum Einsatz, um VerkehrsteilnehmerInnen auf ihre FahrtĂŒchtigkeit zu testen. Das betrifft in der Regel Auto-, Motorrad- und FahrradfahrerInnen.

Entscheidungshilfe nach Grillfeier oder Party

Generell ist es ratsam, nach dem Alkoholkonsum das Auto stehen zu lassen. Möchten Sie nach dem Bier in der Kneipe, dem Stammtisch mit den KollegInnen oder einer lĂ€ngeren Partynacht wissen, wie hoch Ihr Alkoholpegel ist, können Sie sich mit einem solchen GerĂ€t einen NĂ€herungswert Ihres Promillewertes anzeigen lassen. Unter Zuhilfenahme dieses Wertes können Sie eine Entscheidung dahingehend fĂ€llen, ob Sie Ihr Auto noch fĂŒr den Heimweg nutzen dĂŒrfen. Auf der sicheren Seite sind Sie allerdings nur dann, wenn Sie die Maxime „Don’t drink and drive“ befolgen.

Funktionsweise einer Atemalkoholmessung

Um den Alkoholwert zu messen, pustet der Proband oder die Probandin fĂŒr eine bestimmte Zeitspanne in ein Röhrchen. Bei hochwertigen Digitalmodellen wird das Erreichen der ausreichenden Luftmenge akustisch quittiert. Der oder die PrĂŒfende, oftmals ein Polizist oder eine Polizistin, kann das Ergebnis nach kurzer Zeit ablesen: bei einem analogen Einmal-Blasröhrchen durch eine EinfĂ€rbung und auf einem digitalen Display eines elektronischen TestgerĂ€tes durch die Anzeige eines Zahlenwertes. Die elektronischen GerĂ€te sind im Gegensatz zu den Blasröhrchen vielfach verwendbar. Zwischen den Anwendungen ist jeweils das MundstĂŒck zu wechseln, um allen NutzerInnen ein steriles Testumfeld zu bieten.

Warum ist der Blutalkoholgehalt in der Atemluft messbar?

Beim Atmen nehmen die LungenblĂ€schen Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid ab. Nach dem Konsum von alkoholischen GetrĂ€nken wird zusĂ€tzlich Ethanol ĂŒber die Atemluft ausgestoßen, der aus dem Blutkreislauf stammt. Die MessgerĂ€te können diesen Ethanolwert, ermitteln. Durch ihn sind RĂŒckschlĂŒsse auf die Alkoholkonzentration im Blut möglich. DafĂŒr mĂŒssen Sie möglicherweise rechnen: Der Blutalkoholspiegel in Promille ist doppelt so hoch wie der Atemalkoholgehalt in Milligramm pro Liter. Haben Sie ein Alkohol-TestgerĂ€t, das den Wert in „mg/l“ ausgibt, mĂŒssen Sie diesen Wert verdoppeln. Auf diese Weise erhalten Sie den Promillegehalt.

Promillegrenzen im Straßenverkehr

Nach wie vor unterschĂ€tzen viele die gefĂ€hrlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums. Zahlen der EuropĂ€ischen Beobachtungsstelle fĂŒr Drogen und Drogensucht betĂ€tigen dies. Demnach sind ein Viertel der jĂ€hrlich 30.000 Verkehrstoten in der EuropĂ€ischen Union auf Alkohol zurĂŒckzufĂŒhren. Bei Alkohol handelt es sich um ein gesellschaftlich grĂ¶ĂŸtenteils akzeptiertes Rauschmittel, das in allen Gesellschaftsschichten weit verbreitet ist. Bei vielen Traditionsveranstaltungen gehören das Glas Bier oder Wein dazu.

Alkoholkonsum bewirkt eine verlĂ€ngerte Reaktionszeit. In brenzligen Situationen kann das verheerende Folgen haben. So unterschĂ€tzen Be- und Angetrunkene hĂ€ufig gefĂ€hrliche Lagen. Bereits nach geringem Alkoholkonsum steigt die Unfallgefahr sowohl fĂŒr Auto-, Motorrad- und FahrradfahrerInnen als auch FußgĂ€ngerInnen: Hör- und Sehvermögen werden beeintrĂ€chtigt und die Konzentrations- und Reaktionsgeschwindigkeit nehmen messbar ab. Die Entfernung von Objekten und anderen VerkehrsteilnehmerInnen sowie Geschwindigkeiten werden falsch eingeschĂ€tzt. Viele Betrunkene sind sich Gefahren weniger bewusst, was sie risikofreudiger macht. Einen genaueren Blick auf die Promillegrenzen in Deutschland werfen wir im Verlauf des Textes in einem Extra-Kapitel.

Verschiedene Modelle

Bei Alkoholtestern gibt es zwei verschiedene AusfĂŒhrungen: einfache Blasröhrchen zur einmaligen Nutzung, die den Atemalkoholgehalt durch FarbverĂ€nderung grob anzeigen, sowie elektronischen GerĂ€te mit wechselbaren MundstĂŒcken, die nach dem „Pusten“ einen Wert auf einem Digital-Display darstellen.

Blasröhrchen: gĂŒnstig, technisch einfach, aber nur einmal verwendbar

Die Blasröhrchen sind die Klassiker unter den Alkoholtestern. Diese recht einfache gehaltenen Teströhrchen nutzen eine chemische Reaktion, um einen potenziellen Alkoholkonsum farblich anzuzeigen. Sie sind nur begrenzt haltbar, fĂŒr den einmaligen Gebrauch bestimmt und haben keinen Energiebedarf. Anders als bei elektronischen MessgerĂ€ten sind also keine Batterien oder andere Stromquellen nötig.

Die Blasröhrchen sind die Klassiker unter den Alkoholtestern, sie sind AutofahrerInnen seit Jahrzehnten vertraut. Entwickelt wurden sie von der Firma DrĂ€ger bereits im Jahr 1953 – bis dahin war nur die direkte Messung der Alkoholkonzentration im Blut möglich. Die unkomplizierten Röhrchen setzten sich durch. DrĂ€ger stellte die Produktion 2016 ein und konzentriert sich seitdem auf elektronische HandmessgerĂ€te, stationĂ€re MessgerĂ€te sowie Alcolocks.

Die meisten Teströhrchen verfĂŒgen ĂŒber einen Beutel. Bei diesen Modellen pusten Sie solange, bis Sie den Beutel vollstĂ€ndig mit Atemluft gefĂŒllt haben. Der Gebrauch von Teströhrchen ohne Beutel ist etwas umstĂ€ndlicher: Sie mĂŒssen eine Angabe dazu beachten, wie lange und mit welchem Druck Sie pusten mĂŒssen, um eine brauchbare Messung zu erhalten. Die Kontrollfunktion durch den gefĂŒllten Beutel entfĂ€llt bei diesen Modellen.

Die Blasröhrchen sind auch unter dem Namen Alcotest bekannt. EnthĂ€lt die ausgeatmete Luft aufgrund des Konsums von Alkohol Ethanol, reagieren die TesterInnen mit einer chemischen Reaktion: VerfĂ€rbt sich der Anzeigebereich im Röhrchen, ist auf einen Alkoholkonsum zu schließen. Je stĂ€rker diese VerfĂ€rbung ausfĂ€llt, desto höher war mutmaßlich der Alkoholkonsum.

Ein großer Vorteil dieser Röhrchen ist ihr geringer Anschaffungspreis. Nachteilig sind hingegen die begrenzte Haltbarkeit, die einmalige Verwendungsmöglichkeit und die Notwendigkeit zur Interpretation der VerfĂ€rbung im Testbereich. Es gibt keinen eindeutig ablesbaren Zahlenwert wie bei elektronischen Modellen.

MitfĂŒhren in Frankreich vorgeschrieben

Frankreich ist das erste Land in der EU, das eine MitfĂŒhrpflicht fĂŒr Alkoholtester beschlossen hat. Ob es sich dabei um die beschriebenen Einweg-Blasröhrchen oder ein elektronisches MessgerĂ€t handelt, spielt keine Rolle. Achten sollten Sie hingegen darauf, dass der Tester ĂŒber eine Zulassung nach französischer Norm verfĂŒgt. Einige Online-Shops kennzeichnen eine solche Zulassung durch das NF-Zertifikat. Inzwischen ist es aber selbst in Frankreich schwieriger geworden, zugelassene Modelle im Handel zu bekommen; sie sind vielmals ausverkauft. Daher gilt derzeit folgende skurrile Rechtslage: Als FahrzeugfĂŒhrer oder FahrzeugfĂŒhrerin sind Sie verpflichtet, einen Alkoholtester im Auto beziehungsweise auf dem Motorrad mitzufĂŒhren. Bei Nichtbeachtung drohen aber keine Strafen.

Elektronische Tester: teurer, genauer, mehrfach verwendbar

Elektronische Alkohol-TestgerÀte, auch als HandmessgerÀte bezeichnet, zeigen nach der Atemalkoholkontrolle einen Zahlenwert auf einem Display an. Vielleicht kennen Sie solche Modelle bereits selbst von einer Polizeikontrolle.

Die im Privatbereich eingesetzten GerĂ€te weisen in der Regel eine geringere Messgenauigkeit auf als die genormten Modelle der Polizei. Diese können Sie teilweise auch als Privatpersonen erwerben. In den meisten FĂ€llen stimmt fĂŒr Sie als Privatperson aber das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis nicht: Sie sind sehr teuer. Messtoleranzen handelsĂŒblicher GerĂ€te liegen ungefĂ€hr im Bereich von 5 Prozent. Damit geben sie noch immer einen ausreichenden Orientierungswert und lassen sich als Entscheidungshilfe fĂŒr Straßenverkehrsteilnehmer heranziehen. Einige Hersteller werben damit, Messungenauigkeiten von bis zu 0,05 Prozent zu erreichen.

Drei unterschiedliche Messverfahren bei den elektronischen GerÀten

Im Gegensatz zu einem Blasröhrchen findet die Messung bei elektronischen AusfĂŒhrungen nicht durch eine chemische Reaktion und einen darauffolgenden Farbumschlag statt. Vielmehr mĂŒssen Sie zwischen drei verschiedenen Techniken unterscheiden: Modellen mit elektrochemischem Sensor, Halbleiter-Sensor und Infrarot-Sensor.

Die meisten elektronischen Alkoholtester arbeiten mit einem elektrochemischen Sensor. Bei diesen AusfĂŒhrungen ĂŒberwachen Elektroden, ob ein zu testendes Element – spezifischer: Ethanol – vorhanden ist. Wenn das der Fall ist, kommt es zwischen den verbauten Elektroden zu einer elektrochemischen Reaktion. Eine daraus resultierende Spannungsdifferenz bewirkt ein Sensorsignal, welches zur Bestimmung der Konzentration des Alkohols in der Atemluft herangezogen wird.

In GerÀten mit einem Halbleiter-Sensor findet, sofern eine Alkoholkonzentration vorhanden ist, eine Oxidation unter Sauerstoffverbrauch statt. Je stÀrker die Oxidation ausfÀllt, desto höher ist der gemessene und folglich angezeigte Atemalkoholwert.

Modelle mit Infrarot-Sensor messen die Alkoholkonzentration in der Atemluft mittels Absorption bestimmter WellenlÀngen des Lichts.

Nutzungshinweise und Vorteile der elektronischen Tester

FĂŒr die Atemalkoholmessung pustet der oder die zu Testende in ein MundstĂŒck, das er zuvor auf die Einblasöffnung des GerĂ€tes steckt. FĂŒr gewöhnlich kommt das MundstĂŒck nur einmalig zum Einsatz und sollte auch aus hygienischen GrĂŒnden entsorgt werden. Anders als die Blasröhrchen sind die elektronischen Modelle viele Male verwendbar. Die einzige EinschrĂ€nkung besteht darin, dass Nutzer die GerĂ€te in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden zur Kalibrierung an den Hersteller schicken mĂŒssen.

Im Vergleich zu den Blasröhrchen zeichnet die elektronischen Alkoholtester eine höhere Messgenauigkeit, die theoretisch unendliche Wiederverwendbarkeit sowie die Möglichkeit, das Ergebnis der Messung auf einem Display ablesen zu können, aus. Der bei den Einmal-Blasröhrchen bestehende Interpretationsspielraum erĂŒbrigt sich somit.

Nachteilig ist der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis. Ein elektronisches GerĂ€t lohnt sich vor allem dann, wenn Sie es regelmĂ€ĂŸig nutzen. Außerdem ist die Notwendigkeit einer Energiequelle, meist einer Batterie, hinderlich. So kann es vorkommen, dass die Batterie genau dann leer ist, wenn Sie das GerĂ€t einsetzen möchten. Auch, dass die Tester regelmĂ€ĂŸig durch die Hersteller zu kalibrieren sind, empfinden einige AnwenderInnen als lĂ€stig.

Der angezeigte Wert ist in den meisten FÀllen nicht als Beweis vor Gericht zugelassen, sondern dient lediglich als grober Richtwert. Ein rechtssicheres Ergebnis erhalten die Strafverfolgungsbehörden durch einen richterlich angeordneten Bluttest.

StationÀre MessgerÀte und Alcolock

Neben den bereits erwĂ€hnten drei mobilen elektronischen MessgerĂ€te-Arten gibt es stationĂ€re Alkoholtest-GerĂ€te, die jedoch deutlich weniger verbreitet sind. Oftmals ist ihre Messgenauigkeit höher, da viele Modelle sowohl eine elektrochemische als auch eine Infrarot-Messung durchfĂŒhren. Diese doppelte Messmethodik hat aber ihren Preis. Die GerĂ€te sind fĂŒr Privatpersonen unerschwinglich und aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe zudem unpraktisch. In unserem Vergleich finden sich daher nur mobile HandmessgerĂ€te.

Ein fest in einem Auto verbautes AlkoholmessgerĂ€t wird als Alcolock, Alkohol-ZĂŒndschlosssperre oder Alkohol-Wegfahrsperre bezeichnet. In Fahrzeugen mit diesem Sicherheitssystem muss der Fahrer oder die Fahrerin vor dem Starten einen Alkoholtest durch „Pusten“ absolvieren. Der Motor startet nur dann, wenn der Test negativ ausfĂ€llt beziehungsweise die voreingestellte Promillegrenze nicht ĂŒberschritten wird. Das System ist also darauf ausgelegt, Alkoholfahrten zu verhindern.

In einigen LĂ€nder ist Alcolock gesetzlich vorgeschrieben

In manchen LĂ€ndern kann alkoholauffĂ€lligen Personen das NachrĂŒsten eines Alcolocks auferlegt werden, beispielsweise in den USA. In Frankreich ist der Einsatz in Schulbussen seit einigen Jahren vorgeschrieben. In Deutschland und Österreich gibt es hingegen noch keine gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wer das System nachrĂŒsten möchte, muss mit Kosten ab 1.000 Euro rechnen.

Promillegrenzen in Deutschland

In Deutschland gelten klare Bestimmungen fĂŒr die Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss. Wir fĂŒhren im Folgenden auf, wann Sie Auto, Motorrad oder Fahrrad besser stehen lassen, nach Hause laufen oder Alternativen wie öffentliche Verkehrsmittel beziehungsweise ein Taxi nutzen sollten.

Promillegrenzen fĂŒr Auto- und Motorradfahrer

Die Teilnahme am Straßenverkehr bleibt unter dem Einfluss von Alkohol nur in einem eng definierten Bereich straffrei. Wer mit einem zu hohen Promillewert erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen – sowohl Auto-, Motorrad- als auch Fahrradfahrer. Viele unterschĂ€tzen, dass nicht nur der akute Rausch, sondern auch der Restalkohol am nĂ€chsten Tag Folgen haben kann.

FahrzeugfĂŒhrerInnen, die mit einem Promillewert zwischen 0,50 und 1,09 getestet werden, aber keine alkoholindizierten AuffĂ€lligkeiten wie riskante Fahrmanöver oder Schlangenlinien zeigen, begehen „nur“ eine Ordnungswidrigkeit. Es folgen ein Bußgeldbescheid in Höhe von 500 bis 1.500 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Nach Ablauf dieser Sperre erhalten die SĂŒnderInnen den FĂŒhrerschein zurĂŒck.

FĂŒr FahranfĂ€ngerInnen gelten schĂ€rfere Grenzen

FĂŒr FahranfĂ€ngerInnen, die sich noch in der zweijĂ€hrigen Probezeit befinden oder unter 21 Jahre alt sind, gilt ein komplettes Alkoholverbot am Steuer. Wer alkoholisiert, genauer gesagt mit einem Wert bis 0,5 Promille, am Steuer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 250 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. ZusĂ€tzlich wird ein Aufbauseminar angeordnet und die Probezeit um weitere zwei Jahre verlĂ€ngert. DarĂŒber hinaus gelten zusĂ€tzlich dieselben Strafen wie bei FahrzeugfĂŒhrerInnen, die sich nicht mehr in der Probezeit befinden.

Absolute FahruntĂŒchtigkeit

Fahrer, die mit einem höheren Promillewert angehalten werden, begehen im Rechtssinne keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern befinden sich bereits im Bereich einer Straftat. Diese gilt als erfĂŒllt, sofern der Fahrer eine Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille oder mehr aufweist. Dabei ist es unerheblich, ob es zuvor zu alkoholbedingten Ausfallfallerscheinungen gekommen ist.

Relative FahruntĂŒchtigkeit

Auch bei geringen Messergebnissen ab etwa 0,3 Promille kann aus einer Ordnungswidrigkeit bereits eine Straftat werden: und zwar dann, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen bemerkbar wurden. Das kann eine Fahrt in Schlangenlinien oder ein fĂŒr alkoholisierte Fahrer typischer Unfallhergang sein. In diesem Fall droht eine Geldstrafe, WiederholungstĂ€terInnen mĂŒssen sogar auf eine Freiheitsstrafe eingestellt sein. Zudem wird die Fahrerlaubnis fĂŒr mindestens ein halbes Jahr entzogen. Bei einem alkoholbedingten Unfall erhöht sich die Sperre auf ein ganzes Jahr.

Strafrechtliche Konsequenzen

Die Höhe der verhĂ€ngten Geldstrafen richtet sich stets nach den wirtschaftlichen VerhĂ€ltnissen des SĂŒnders. ZusĂ€tzlich droht der Einzug der Fahrerlaubnis fĂŒr eine bestimmte Sperrfrist. Vor Ende dieser Sperre wird keine neue Fahrberechtigung erteilt. Der oder die Betroffene kann also keine neue FĂŒhrerscheinprĂŒfung absolvieren. Ab 1,6 Promille ist zusĂ€tzlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) vor einer potenziellen Neuerteilung zwingend vorgeschrieben. Das gilt auch bei wiederholten Trunkenheitsfahrten, sogar dann, wenn der gemessene Wert unter der Schwelle von 1,6 Promille liegt

Ärger mit der Versicherung vorprogrammiert

Bei UnfĂ€llen nach Alkoholkonsum kann die Versicherung FahrerInnen FremdschĂ€den bis zu 5.000 Euro in Rechnung stellen. Im Falle einer Vollkaskoversicherung kann die Versicherung die Zahlung fĂŒr den auszugleichenden Eigenschaden verringern oder gĂ€nzlich verweigern.

Auch fĂŒr die Fahrradnutzung gelten Promillegrenzen

Viele nutzen nach dem Kneipenbesuch fĂŒr den Heimweg das Fahrrad. Allerdings sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass auch hier eine Alkohol-Obergrenze gilt. Ab 1,6 Promille ist das Radeln eine Straftat. Sie ist mit einer Geldstraße in Höhe eines Monatsnettogehaltes und mit zwei Punkten in Flensburg verbunden. Zudem wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet. Bei Nichtbestehen droht der Entzug des FĂŒhrerscheins. In seltenen FĂ€llen kann eine Behörde auch das Radfahren untersagen, wenn die Gefahr einer wiederholten Trunkenheitsfahrt als gegeben angesehen wird.

Selbst als FußgĂ€nger oder FußgĂ€ngerin nicht im rechtsfreien Raum unterwegs

Zwar gibt es fĂŒr FußgĂ€ngerInnen keine festgeschriebene Promillegrenze. Sofern Sie als FußgĂ€ngerIn im betrunkenen Zustand einen Unfall verursachen, mĂŒssen Sie dennoch damit rechnen, rechtlich dafĂŒr belangt zu werden und fĂŒr den Schaden zu haften.

Messungenauigkeiten möglich

Viele Alkoholtestester geben lediglich einen NĂ€herungswert an. Hochwertige Modelle liefern Ergebnisse mit geringeren Abweichungen. MessgerĂ€te, die bei der Polizei fĂŒr Verkehrskontrollen zum Einsatz kommen, arbeiten mit Abweichungstoleranzen von etwa 0,05 Promille. Sie sollten sich dennoch bei der Verwendung an Ihre eigene Verantwortung erinnern. Ein solches GerĂ€t kann eine gute Orientierung bieten, aber niemals eine Entscheidung abnehmen. Im Zweifelfall steigen Sie besser auf öffentliche Verkehrsmittel um.

Vor der Kontrolle nichts konsumieren

Eine möglichst genaue Messung erreichen Sie, wenn Sie zehn Minuten vor dem Atemtest keinerlei Substanzen mehr zu sich nehmen. Sie sollten also wĂ€hrend dieser Zeitspanne weder essen, trinken oder rauchen noch Medikamente einnehmen. Zwischen dem zuletzt konsumierten alkoholischen GetrĂ€nk und der Messung sollten sogar 20 Minuten vergangen sein. Die Gefahr von Messfehlern können Sie zudem verringern, indem Sie den Test nach fĂŒnf Minuten wiederholen. Unterscheiden sich die zwei Messwerte nicht merklich, war die Messung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit korrekt.

Alkoholtests bei der Arbeit rechtens?

FĂŒr gewöhnlich sind alle ArbeitnehmerInnen verpflichtet, an der Arbeitsstelle sowie wĂ€hrend der Arbeitszeit auch außerhalb des Arbeitsplatzes auf den Konsum alkoholischer GetrĂ€nke zu verzichten. Prinzipiell ist der Arbeitgeber auch berechtigt, die Regel zu kontrollieren. Allerdings kommt dieses Recht nur dann zum Tragen, wenn ein berechtigter Verdacht besteht, dass der oder die Angestellte sich der Weisung widersetzt und sich unter dem Einfluss von Alkohol am Arbeitsplatz befindet. Eine ganze Abteilung einer Massenkontrolle zu unterwerfen oder Stichproben ohne begrĂŒndeten Verdacht zu verlangen, ist nicht zulĂ€ssig. Ausnahmen bestehen bei gefahrgeneigten TĂ€tigkeiten, also beispielsweise bei PilotInnen, Polizistinnen, Feuerwehrleuten, BusfahrerInnen und Ă€hnlichen Berufsfeldern, in denen die Angestellten am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Alkoholtester-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Viele NutzerInnen, die nach weiterfĂŒhrenden Testberichten suchen, um die Kaufentscheidung zu erleichtern, recherchieren zunĂ€chst bei der renommierten Stiftung Warentest. Allerdings nahm das PrĂŒfinstitut noch keine Alkoholtester unter die Lupe.

Der ADAC bemĂ€ngelt in einem Bericht aus dem Jahr 2012, dass die Einmal-Tests kurz nach der EinfĂŒhrung der MitfĂŒhrpflicht in Frankreich flĂ€chendeckend ausverkauft waren. Auch die Beschaffung in Deutschland sei alles andere als einfach. Die ADAC-TesterInnen prangerten zudem Messungenauigkeiten bei einigen französischen Modellen an.

Ein von der Technischen UniversitĂ€t Wien durchgefĂŒhrter Test aus dem Jahr 2015 beschĂ€ftigt sich mit der Richtigkeit von Alkoholtester-Messungen. Etwas stutzig machte uns beim Lesen allerdings das Testfeld: Zehn der elf getesteten Modelle sind von ACE Instruments. Nur ein Modell, der Alcotest 3000, stammt von der Firma DrĂ€ger.

Im Test offenbarten sich Unterschiede in Bezug auf die Messgenauigkeit. Dabei schnitten die Modelle ACE II Basic (99,0 Prozent), DrÀger Alcotest 3000 (98,9 Prozent), ACE one (98,6 Prozent), ACE Public V (98,0 Prozent) und ACE AF-33 (97,9 Prozent) hinsichtlich der Genauigkeit gut ab.

Drei Modelle aus diesem Test eignen sich eher nicht fĂŒr eine zuverlĂ€ssige Messung: das ACE Pro Med Basic (88,5 Prozent), ACE II Premium (86,2 Prozent) sowie ACE Stat. Alkoholtester (77,1 Prozent).


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