Schwingschleifer

Die 7 besten Schwingschleifer im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Maße
Gewicht
Netzspannung
Leistungsaufnahme
Drehzahl Leerlauf
Schwingzahl im Leerlauf
Schwingkreis
Ausstattung
Softgrip
Vibrationsentkopplung
Microfilter
Staubsaugerfunktion
Schleifpapier
Multischleifpapier
Ersatz-KohlebĂŒrsten
Klettauflage
Transportkoffer
Vorteile
Nachteile

Schwingschleifer-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Mit einem Schwingschleifer können OberflĂ€chen abgeschliffen werden, um Kanten abzurunden oder WerkstĂŒcke aufzuarbeiten.
  • Schwingschleifer besitzen im Gegensatz zu Exzenterschleifmaschinen eine rechteckige Schleifplatte und eignen sich gut fĂŒr die Bearbeitung von Ecken.
  • Die GerĂ€te werden mittels Akku oder Netzanschluss betrieben. Akkuschleifer sind flexibler einsetzbar, aber meist leistungsschwĂ€cher.
  • Je schwerer ein Schwingschleifer ist, desto mehr Druck ĂŒbt das GerĂ€t auf die OberflĂ€che aus. Leichte Modelle sind deshalb eher fĂŒr filigrane Arbeiten geeignet.
  • Ergonomische Griffe am Schwingschleifer beugen ErmĂŒdungserscheinungen beim Schleifen vor.

Aus Alt mach Neu

Um das Holz alter Möbel aufzubereiten oder im FrĂŒhjahr die Gartenmöbel von den Verschleißerscheinungen der kalten Monate zu befreien, ist Schleifpapier notwendig. Manuelle Schleifarbeiten können jedoch vor allem bei großen WerkstĂŒcken schnell mĂŒhselig werden. Schwingschleifer schaffen hier Abhilfe und beschleunigen den Arbeitsvorgang.

Dabei handelt es sich um elektrisch oder pneumatisch betriebene Schleifmaschinen, die mit der Hand gefĂŒhrt werden. Ihre rechteckige Schwungplatte bewegt sich gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber die zu bearbeitende OberflĂ€che und ĂŒbernimmt auf diese Weise das mĂŒhsame manuelle Schleifen. Schwingschleifer sind insbesondere fĂŒr die Aufbereitung grĂ¶ĂŸerer OberflĂ€chen unverzichtbar. Aber auch Hobbyheimwerkern, die Wert darauf legen, ihre Möbel und Böden regelmĂ€ĂŸig zu pflegen, bieten sie UnterstĂŒtzung.

Dank der großen Auswahl an unterschiedlichen Schleifmitteln, die durch Klemmen oder einen Klettverbund auf der Schwungplatte befestigt werden, eignen sich Schwingschleifer fĂŒr viele verschiedene Materialien. Mit einer Schleifmaschine können sowohl Hart- als auch Weichholzböden, Gartenmöbel, Gipskarton, TĂŒren, Holzbalken, Leim- und Rostschichten sowie MetalloberflĂ€chen behandelt werden. Schwingschleifer sind also ideale Werkzeuge, um beispielsweise alten Lack von Möbeln zu entfernen, finden aber ebenso zum GlĂ€tten von OberflĂ€chen und fĂŒr Grundierungs- oder Feinschliffarbeiten Verwendung.

Wie funktionieren Schwingschleifer?

Bei Schwingschleifern wird die rechteckige Schwungplatte in Schwingung versetzt. Die Schwingungen imitieren die Handbewegung beim manuellen Schleifen. Auf diese Weise erzeugen Sie dank des angebrachten Schleifpapiers einen feinen Materialabrieb an Möbeln, Tischplatten und anderen SchleifstĂŒcken. Vor allem fĂŒr den Feinschliff sind Schwingschleifer perfekt, da der Abrieb vergleichsweise gering ist. Dadurch sind sie hervorragend fĂŒr Hobbyheimwerker geeignet, die sich ein gutes Ergebnis wĂŒnschen, ohne dafĂŒr viel ĂŒben zu mĂŒssen. Betrieben werden elektrische Schwingschleifer entweder durch einen Netzanschluss oder einen Akku. Der Netzbetrieb gewĂ€hrleistet eine durchgĂ€ngige Leistung, wĂ€hrend der Akkubetrieb einen flexibleren Einsatz der Schleifmaschine ermöglicht.

Was ist der Unterschied zwischen Schwing- und Exzenterschleifern?

WĂ€hrend die SchleifflĂ€che bei Schwingschleifern rechteckig ist, haben Exzenterschleifer eine runde SchleifflĂ€che. Zudem sitzt die Schleifscheibe exzentrisch auf der Antriebsachse. ZusĂ€tzlich zu der kreisförmigen Bewegung rotiert der Schleifteller bei Exzenterschleifern; auf diese Weise beugen Sie feinen Haarrissen in Lacken vor. Exzenterschleifer sind ideal fĂŒr die großflĂ€chige Bearbeitung von WerkstĂŒcken mit ebenen OberflĂ€chen. Durch den höheren Druck eignen sich die GerĂ€te eher fĂŒr das gleichmĂ€ĂŸige Abtragen von Lacken oder Rost. Bei Ecken und Kanten stoßen Exzenterschleifer aufgrund der runden Schleifplatte hingegen an ihre Grenzen.

FĂŒr filigrane Arbeiten

Deltaschleifer haben eine dreieckige SchleifflĂ€che, wodurch sie sich besonders fĂŒr die prĂ€zise Bearbeitung von Ecken und Kanten wie zum Beispiel Zierleisten oder Treppenstufen eignen. Außerdem sind sie die richtige Wahl bei SchleifstĂŒcken, die mit grĂ¶ĂŸter Vorsicht und Sorgfalt bearbeitet werden mĂŒssen.

Worauf es beim Kauf eines Schwingschleifers ankommt

In erster Linie hĂ€ngt die Wahl der richtigen Schleifmaschine vom geplanten Einsatz ab. Bei empfindlicheren OberflĂ€chen mit Kanten und Ecken ist ein Schwingschleifer einem Exzenterschleifer vorzuziehen. Auch ungeĂŒbte Handwerker sollten besser zu einem Schwingschleifer greifen, da der erzeugte Abrieb gering ausfĂ€llt. Dadurch ist das Risiko geringer, die OberflĂ€che durch falsches Handling in Mitleidenschaft zu ziehen. Wer plant, das GerĂ€t draußen einzusetzen, etwa fĂŒr die Terrasse oder Gartenmöbel, greift besser zu einem Modell mit Akkubetrieb. Heimwerker, die alte MöbelstĂŒcke und Holzbalken im Hobbykeller aufbereiten, legen mehr Wert auf eine durchgehend hohe Leistung im Netzbetrieb.

Leistung

Bei Schwingschleifern wird die Leistung auch Nennaufnahme genannt; sie beschreibt die Kraft des verbauten Motors. Eine Schleifmaschine sollte zwischen 200 bis 400 Watt aufweisen, um allen alltĂ€glichen Aufgaben gewachsen zu sein. FĂŒr hĂ€rtere Materialien braucht es eine höhere Nennaufnahme. Allerdings sind Schleifmaschinen mit höherer Leistung deutlich teurer. Zudem verbrauchen GerĂ€te mit hoher Nennaufnahme mehr Strom. Das bedeutet, dass akkubetriebene Modelle regelmĂ€ĂŸiger aufgeladen werden mĂŒssen. Wer nur kleinere Arbeiten durchfĂŒhren möchte, kann auch zu gĂŒnstigeren Schleifmaschinen mit einer geringeren Leistung von etwa 100 bis 300 Watt greifen.

Schwingzahl

Die Schwingzahl bezeichnet die Umdrehungen der SchleifflĂ€che pro Minute im Leerlauf des Schwingschleifers. Je höher die Schwingzahl ist, desto höher ist der Materialabrieb am WerkstĂŒck. Einsteigermodelle haben eine Schwingzahl von bis zu 11.000 Umdrehungen pro Minute. In der mittleren Kategorie finden sich GerĂ€te mit bis zu 20.000 Umdrehungen in der Minute, wĂ€hrend ProfigerĂ€te in derselben Zeit bis zu 26.000 Umdrehungen schaffen. Eine so hohe Schwingzahl ist jedoch nur fĂŒr erfahrene Handwerker ratsam, da ungeĂŒbte Nutzer schnell Gefahr laufen, Schleifspuren auf dem WerkstĂŒck zu hinterlassen.

SchleifflÀche

Die GrĂ¶ĂŸe der SchleifflĂ€che sollte sich nach der zu bearbeitenden FlĂ€che richten. Bei großen FlĂ€chen empfiehlt sich eine entsprechend große SchleifflĂ€che von etwa 115 x 230 Millimetern, um den Schleifprozess zu beschleunigen. Nichtsdestoweniger werden Sie fĂŒr grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen mehrere ArbeitsdurchgĂ€nge benötigen. Bei kleinen OberflĂ€chen genĂŒgt eine SchleifflĂ€che von etwa 100 x 150 Millimetern. Damit lassen sich auch schwer zugĂ€ngliche und verwinkelte Stellen sauber abschleifen.

HĂ€rtegrad des Schleiftellers

Schleifteller gibt es in drei verschiedenen HĂ€rtegraden: soft, medium und hart. Der HĂ€rtegrad des Schleiftellers richtet sich nach der Beschaffenheit der zu bearbeitenden OberflĂ€che. Ein softer Schleifteller ist bestens geeignet fĂŒr gewölbte und schwer zugĂ€ngliche SchleifstĂŒcke, denn hier kann sich weiches Material optimal an die OberflĂ€che anpassen. Harte SchleifflĂ€chen wiederum lassen sich schneller und effektiver mit harten Schleiftellern bearbeiten, da Sie hiermit einen höheren Druck auf das WerkstĂŒck ausĂŒben können; auf diese Weise erhöhen Sie auch den Materialabrieb. Einsteiger, die sich an die Arbeit mit einem Schwingschleifer gewöhnen, sollten zunĂ€chst einen weicheren HĂ€rtegrad wĂ€hlen, um das Risiko von Schleifspuren zu minimieren. Die mittlere HĂ€rte bietet eine gute Balance zwischen PrĂ€zision und Materialabrieb.

Gewicht

Das Gewicht von SchleifgerĂ€ten hat einen großen Einfluss auf den Druck, der auf das WerkstĂŒck ausgeĂŒbt wird. Daher hĂ€ngt dieser Faktor ebenfalls vom Erfahrungsgrad des Heimwerkers und vom geplanten Einsatzzweck ab. Je schwerer der Schwingschleifer ist, desto höher ist der Materialabtrag. Wer ungeĂŒbt im Umgang mit Schleifmaschinen ist, hat mit einem schweren GerĂ€t, das mehr als 2,0 Kilogramm wiegt, womöglich Schwierigkeiten, akkurate Schleifarbeiten durchzufĂŒhren. Auch beim Einsatz ĂŒber Kopfhöhe, etwa wenn Holzbalken, Decken oder WĂ€nde abgeschliffen werden, empfiehlt sich ein leichteres Modell mit einem Gewicht von 1,0 bis 1,5 Kilogramm.

Maße

Schwingschleifer sind etwa 10 bis 30 Zentimeter breit, 10 bis 45 Zentimeter lang und 10 bis 35 Zentimeter hoch. Die Maße und das Gewicht hĂ€ngen zusammen: GrĂ¶ĂŸere GerĂ€te sind in der Regel schwerer. Kleine, kompakte GerĂ€te eignen sich fĂŒr prĂ€zise Arbeiten und AnfĂ€nger, die keine großen FlĂ€chen schleifen wollen. Große und schwere Schwingschleifer sind wiederum besser fĂŒr große OberflĂ€chen, die bequem erreichbar sind und nicht viel Kraftaufwand erfordern.

Ausstattung und Funktionen

Schwingschleifer weisen darĂŒber hinaus eine Reihe weiterer Funktionen und Ausstattungsmerkmale auf, die hilfreich sein können.

Staubabsaugung

Beim Schleifen kommt es zu Materialabrieb und damit auch zu Staubentwicklung. Das kann vor allem beim Arbeiten in geschlossenen RĂ€umen wie im Keller schnell stören. Zudem kann das Einatmen von Feinstaub einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben. Aus diesem Grund bieten viele Modelle einen Anschluss fĂŒr einen Staubsauger direkt am GerĂ€t. Da eine solche Vorrichtung allerdings umstĂ€ndlich werden kann, sind einige Schwingschleifer mit einem Staubfang ausgestattet, der nach dem Einsatz regelmĂ€ĂŸig geleert werden sollte.

Drehzahlautomatik

Dank dieser Funktion können Sie die Drehzahl je nach OberflĂ€che beziehungsweise WerkstĂŒck anpassen. Die Möglichkeit, die Drehzahl am Schwingschleifer einzustellen, ist insbesondere fĂŒr Heimwerker wichtig, die unterschiedliche OberflĂ€chen bearbeiten möchten. Bei gröberen Arbeiten ist eine höhere Drehzahl empfehlenswert, wĂ€hrend filigrane Schleifarbeiten eine geringere Drehzahl erfordern.

Abnehmbarer Griff

FĂŒr mehr FlexibilitĂ€t sorgen auch GerĂ€te, bei denen sich der vordere Griff abmontieren lĂ€sst. Bei schwer zugĂ€nglichen Stellen lĂ€sst sich so etwa das Handling vereinfachen, da Sie eine bessere Sicht auf WerkstĂŒck haben. Ergonomisch geformte Griffe sind ebenfalls von Vorteil, um bei lĂ€ngeren Arbeiten ErmĂŒdungserscheinungen vorzubeugen.

Drucksensor

Sehr praktisch, vor allem fĂŒr AnfĂ€nger und Heimwerker-Laien, sind Modelle mit Drucksensor. Hier warnt ein eingebautes LED-Licht, wenn Sie zu viel Druck auf die OberflĂ€che ausĂŒben. Auf diese Weise hilft Ihnen das GerĂ€t dabei, auf empfindlichen OberflĂ€chen potenzielle SchĂ€den zu minimieren.

Schutz fĂŒr die Augen

Neben einem Staubfang sollten Sie beim Schleifen von HolzoberflÀchen auf jeden Fall eine Schutzbrille tragen. Andernfalls kann aufgewirbelter Staub in die Augen gelangen.

Welches Schleifpapier sollte ich verwenden?

Das Schleifpapier hat großen Einfluss auf den Materialabrieb und sollte daher vor dem Schleifen sorgsam ausgewĂ€hlt werden. Schleifpapiere sind in unterschiedlichen Körnungsgraden erhĂ€ltlich. Sehr grobe Schleifpapiere haben einen Körnungsgrad von 6 bis 30 und eignen sich besonders fĂŒr die Entfernung von alten Lacken, Farben und Tapeten. Auch Kratzer lassen sich mit einem so geringen Körnungsgrad leicht ausbessern. Sehr feine Körnungen von 1.000 bis 7.000 werden fĂŒr den Feinschliff auf beispielsweise MetalloberflĂ€chen und Karosserien verwendet. Das Material des Schleifpapiers fĂŒr Schleifmaschinen besteht hauptsĂ€chlich aus Gewebe. Je nach Verwendungszweck lĂ€sst es sich austauschen: Das Schleifpapier wird entweder in die Haltevorrichtung geklemmt oder an einem Klettverschluss befestigt.

Hilfreiche Tipps fĂŒr Schleifarbeiten

Haben Sie die richtige Schleifmaschine und das optimale Schleifpapier fĂŒr Ihr WerkstĂŒck gewĂ€hlt, gibt es fĂŒr das Schleifen noch einiges zu beachten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Bewegungen

Achten Sie darauf, kreisende Bewegungen durchzufĂŒhren. So vermindern Sie das Risiko, unschöne Schleiflinien zu hinterlassen. Exzentermaschinen fĂŒhren automatisch rotierende Bewegungen aus. Dahingegen muss der Schleifteller mit einem Schwingschleifer hĂ€ndisch bewegt werden, um ein optimales Schleifergebnis zu erreichen.

Druck

In Zusammenspiel mit der Schwingzahl, der Körnung des Schleifpapiers und dem Gewicht des Schwingschleifers beeinflusst der Druck den Materialabrieb. Bei empfindlichen OberflĂ€chen wie Autolacken sollte möglichst wenig Druck ausgeĂŒbt werden. Sollen jedoch Lackreste von TĂŒrrahmen entfernt werden, kommen Sie mit erhöhtem Druck schneller ans Ziel.

Kontrolle

Ein kontrolliertes Arbeiten ist essenziell. Wer ungeĂŒbt ist oder nur wenig Kraft in den HĂ€nden hat, sollte sich eher fĂŒr ein kompaktes, leichtes Modell entscheiden. Ergonomische Griffe verhelfen ebenfalls zu einem kontrollierten Handling.

Schleifrichtung

Beim Bearbeiten von HolzoberflÀchen sollten Sie darauf achten, immer in Richtung der Holzmaserung zu schleifen. Andernfalls, beispielsweise wenn Sie quer zu der Maserung schleifen, hinterlassen Sie sichtbare Spuren oder beschÀdigen die OberflÀche.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Schwingschleifer nicht selbst getestet.

Im Jahr 2016 rezipierte die Stiftung Warentest einen Test ihrer französischen Partnerzeitschrift Que Choisir. In diesem Test konnten zwei Modelle von BoschÂ ĂŒberzeugen. Zum Testsieger kĂŒrten die Tester das GerĂ€t PSS250AE von Bosch fĂŒr rund 80 Euro. Das Modell fiel durch seine schnelle und grĂŒndliche Arbeitsweise auf. Ähnlich positiv bewerteten die Tester den Bosch PSS200A fĂŒr etwa 50 Euro; dem Modell fehlt jedoch ein Geschwindigkeitsregler. Auf dem dritten Platz des Tests landete der Makita BO3711 fĂŒr 90 Euro. Alle drei GerĂ€te arbeiten laut der Tester sehr leise und zuverlĂ€ssig. DarĂŒber hinaus besitzen sie jeweils einen Staubsaugeranschluss.