Sonnencreme

Die 7 besten Sonnencremes im Vergleich

Hersteller
Menge
Zielgruppe
Hauttypen
Lichtschutzfaktor
Wasserfest
UVA/UVB-Filter
Wirkung
Ohne ParfĂŒm
Allergikergeeignet
Ohne Alkohol
Ohne Mineralöl
Ohne Parabene
Naturkosmetik

Sonnencreme-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Sonnencremes verlĂ€ngern die Eigenschutzzeit unserer Haut in AbhĂ€ngigkeit vom jeweiligen Hauttyp um den angegeben Lichtschutzfaktor (LSF).
  • Neben den oberflĂ€chlich wirkenden UV-B-Strahlen gibt es auch die tiefer wirkenden UV-A-Strahlen. Eine hochwertige Sonnencreme sollte gegen beides schĂŒtzen.
  • Es gibt sowohl Produkte, die organisch (mithilfe von Energieumwandlung), als auch Produkte, die mineralisch (durch Reflexion auf der Haut) wirken.
  • Abgesehen von der klassischen Creme-Variante gibt es auch Sonnenmilch, Sonnensprays, Sonnenöle, Sonnengele, Sonnenroller und Sonnenstifte.
  • Beim Zusatz „wasserfest“ auf der Verpackung gilt Vorsicht: Er sagt lediglich aus, dass nach zweimaligem 20-minĂŒtigem Aufenthalt im Wasser noch die HĂ€lfte des LSF vorhanden ist.
  • Je nach Beschaffenheit der Haut (fettige, trockene, junge oder reife Haut) eignet sich ein anderes Sonnenschutzmittel.

Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Der FrĂŒhling lockt mit seinen angenehmen Temperaturen viele Sonnenhungrige ins Freie – sei es der Balkon, der Park oder der Badesee. Sonnenlicht steigert nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern ist auch fĂŒr die Produktion des lebenswichtigen Vitamins D nötig, das unter anderem an der Knochenbildung sowie der Entstehung des GlĂŒckshormons Serotonin beteiligt ist. Zwar laden die ersten Sonnenstrahlen dazu ein, die wohltuende WĂ€rme zu tanken, eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Sonneneinstrahlung ist fĂŒr die Haut jedoch eine Belastung, die schwere SchĂ€den nach sich ziehen kann. Als grĂ¶ĂŸtes Organ des Menschen ist die Haut Ă€ußeren EinflĂŒssen nahezu schutzlos ausgeliefert. Besonders nach den Wintermonaten ist ihr Eigenschutz verringert, was sie empfindlich gegenĂŒber der Sonneneinstrahlung macht. Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische PrĂ€vention empfiehlt bereits ab zehn Minuten im Freien, Sonnenschutzmittel aufzutragen. Sonnencreme schĂŒtzt die Haut nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor den langfristigen Folgen der UV-Strahlung wie Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung. Einen Sonnenbrand, der fĂŒr viele fast schon unweigerlich zum Sommer dazugehört, sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Hierbei mag es sich um eine unsichtbare Gefahr handeln, die ihr volles Potential erst nach Jahren vollkommen entwickelt – eine Gefahr ist dennoch vorhanden.

Die Sonne – ein gefĂ€hrliches Lebenselixier

Auch wenn Sonnenschutzmittel den Zeitraum verlĂ€ngern, in dem man sich unbeschwert in der Sonne aufhalten kann, ist eine direkte Sonneneinstrahlung nur in Maßen zu genießen. Der effektivste Schutz gegen eine zu hohe UV-Belastung ist und bleibt das Meiden der Sonne. Sofern wir uns jedoch nicht den ganzen Tag in den eigenen vier WĂ€nden verstecken und den lebensnotwendigen Vitamin-D-Depot nur ĂŒber Tabletten einnehmen wollen, ist ein kompletter Verzicht auf die Sonne natĂŒrlich nur bedingt möglich beziehungsweise sinnvoll.

Sonnenstrahlen und ihre Auswirkungen

Der sogenannte Lichtschutzfaktor, der auf der Verpackung von jeder Sonnencreme zu finden ist, bezieht sich in der Regel nur auf den UV-B-Schutz (die AbkĂŒrzung UV steht fĂŒr Ultraviolett). Die kurzwelligen UV-B-Strahlen wirken in den oberen Hautschichten und lassen ungeschĂŒtzte Stellen verbrennen; es entsteht also ein Sonnenbrand. Im Vergleich dazu sind die langwelligen UV-A-Strahlen in der Lage, tiefer in die Haut einzudringen und dort das Kollagennetzwerk im Bindegewebe zu zerstören. Sie arbeiten im Verborgenen, lassen die Haut vorzeitig altern, fördern die Entstehung von Falten sowie Pigmentflecken und gelten als Hauptauslöser fĂŒr Sonnenallergien. Langfristig erhöhen sie das Risiko fĂŒr Hautkrebs. Eine wirksame Sonnencreme bietet daher einen Breitbandschutz, das heißt, sie schĂŒtzt nicht nur vor der UV-B-, sondern auch vor UV-A-Strahlung. Zu erkennen ist diese zusĂ€tzliche Schutzwirkung am eingekreisten „UVA“ auf der Verpackung.

Steigende Hautkrebszahlen in Deutschland

LebensgefĂ€hrlich wird die UV-Strahlung dann, wenn sie die DNA in den Hautzellen mutieren und Hautkrebs entstehen lĂ€sst. HĂ€ufige SonnenbrĂ€nde oder auch Solarienbesuche steigern das Risiko fĂŒr eine Erkrankung um das Zwei- bis Dreifache. In den letzten Jahrzehnten sind die Fallzahlen fĂŒr Hautkrebs in Deutschland der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge deutlich gestiegen. Dem Robert-Koch-Institut zufolge hat sich die Erkrankungsrate im Vergleich zu den 1980er Jahren mehr als verdreifacht. Jedes Jahr gibt es etwa 170.000 Neuerkrankungen an invasiven Formen des hellen Hautkrebses. Bei dieser verbreiteteren Form stehen die Prognosen auf Heilung gĂŒnstiger als beim sogenannten schwarzen Hautkrebs. Eine nicht zu unterschĂ€tzende Ursache hierfĂŒr ist der weiterhin vorherrschende Schönheitstrend sonnengebrĂ€unter Haut. DarĂŒber hinaus trĂ€gt auch die dĂŒnner werdende Ozonschicht, das natĂŒrliche Schutzschuld vor UV-Strahlen, zu den steigenden Hautkrebszahlen bei.

Von der vornehmen BlÀsse zur satten BrÀune

Nicht immer galt braune Haut als das Ideal. Im letzten Jahrhundert kennzeichnete eine gebrĂ€unte Haut all diejenigen, die nicht zur „guten Gesellschaft“ gehörten, wie Bauern oder Straßenbauer. Dementsprechend legte die wohlhabende Bevölkerung großen Wert auf eine vornehme BlĂ€sse. Erst in den 1930er-Jahren verbrachten die Schönen und Reichen mehr Zeit in der Sonne. In dieser Zeit, genauer gesagt 1933, wurde die erste Sonnencreme von der Firma Delial entwickelt. Mit der Erfindung des Bikinis in den 1940er-Jahren, die mit einem neuen Schönheitsideal einherging, wurde der Sonnenbrand ein unverkennbares Problem, das die Kosmetikindustrie anspornte, neue Sonnenschutzmittel auf den Markt zu bringen.

Wirksamer Schutz vor UV-Strahlung

Genau wie jeder Mensch ist auch jeder Hauttyp verschieden und benötigt unterschiedlichen Sonnenschutz. AbhÀngig davon ist nicht nur der erforderliche Lichtschutzfaktor, sondern auch die geeignete Filterart der Strahlung, nÀmlich organisch oder mineralisch, zu wÀhlen.

Sonnenschutz ist Typsache

Um sich selbst vor LichtschĂ€den zu schĂŒtzen, hat die Haut einen Mechanismus entwickelt: Bei Sonneneinstrahlung bildet sie das Pigment Melanin, das sich als BrĂ€une bemerkbar macht. Bis zu einem gewissen Grad kann sich die Haut also selbststĂ€ndig gegen die gefĂ€hrliche Wirkung der Sonneinstrahlung schĂŒtzen. Diese als Eigenschutzzeit gelĂ€ufige Zeitspanne stellt die maximale Verweildauer in der Sonne dar, bevor eine Hautrötung auftritt. Hellere Hauttypen, die nur geringe Melaninmengen aufweisen, besitzen eine entsprechend kurze Eigenschutzzeit, wĂ€hrend dunklere Hauttypen lĂ€nger ungeschĂŒtzt in der Sonne verweilen können.

Der Dermatologe Thomas Fitzpatrick war Urheber der heute gebrÀuchlichen Klassifikation in sechs verschiedene Hauttypen:

Hauttyp Merkmale Eigenschutzzeit
Keltischer Typ (I) Sehr helle Haut, rötliches bis hellblondes Haar, blaue, grĂŒne oder hellgraue Augen, viele Sommersprossen < 10 Minuten
Nordischer Typ (II) Helle Haut, blondes bis hellbraunes Haar, blaue, grĂŒne oder graue Augen, hĂ€ufig partiell Sommersprossen 10 bis 20 Minuten
Mischtyp (III) Mittlere Hautfarbe, dunkelblondes bis braunes Haar, blaue, grĂŒne, graue oder braune Augen, kaum Sommersprossen 20 bis 30 Minuten
Mediterraner Typ (IV) BrÀunliche oder olivfarbene Haut, braunes bis schwarzes Haar, braune Augen, keine Sommersprossen 30 bis 45 Minuten
Dunkler Typ (V) Dunkle bis hellbraune Haut, schwarzes Haar, braune Augen, keine Sommersprossen Ca. 60 Minuten
Schwarzer Typ (VI) Dunkelbraune bis schwarze Haut, schwarzes Haar, braune Augen, keine Sommersprossen Ca. 90 Minuten
Klassifikation der Hauttypen nach Fitzpatrick.

Merkmale wie die Augen- und Haarfarbe sind zwar immer nur Indizien, festhalten lĂ€sst sich jedoch Folgendes: Je heller die Haut ist, desto empfindlicher reagiert sie auf Sonnenstrahlen. Zu beachten ist dabei, dass die Eigenschutzzeit bei einem erhöhten UV-Index und einer reflektierenden Umgebung wie Wasser oder Sand niedriger, wĂ€hrend sie bei vorgebrĂ€unter Haut und „normalen“ UmstĂ€nden höher ist. Da der Eigenschutz nur begrenzt ist, sind unterstĂŒtzende Sonnenschutzmittel unverzichtbar. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte die maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne zudem nie komplett ausgeschöpft werden. Der Behauptung, dass die eigene Haut bereits so „trainiert“ ist, dass sie keine Sonnencreme mehr benötigt, ist und bleibt nichts weiter als ein Mythos. In anderen Worten: Jeder sollte sich schĂŒtzen.

Der Lichtschutzfaktor: Nur ein Anhaltspunkt?

Der Lichtschutzfaktor (im Englischen: sun protection factor, kurz SPF) gibt an, wie viel lÀnger sich Anwender mit dem Schutzmittel in der Sonne aufhalten können, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen. Zu beachten ist, dass es sich hierbei nur um einen theoretischen Wert handelt. Je nach Hauttyp ergeben sich nun unterschiedliche Empfehlungen zum Lichtschutzfaktor (LSF). Hellere Hauttypen benötigen generell einen höheren Lichtschutzfaktor. Falls sich der persönliche Hauttyp nicht eindeutig zuordnen lÀsst, ist es stets sicherer, zu einem höheren Lichtschutzfaktor zu greifen. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto höher der Sonnenschutz:

  • LSF 6 bis 10: niedriges Schutzniveau
  • LSF 15 bis 25: mittleres Schutzniveau
  • LSF 30 bis 50: hohes Schutzniveau
  • LSF 50 +: sehr hohes Schutzniveau

Das Maximum liegt bei 50 und schĂŒtzt zu 98 Prozent vor UV-B-Strahlung; eine Sonnencreme mit LSF 100 gibt es nicht. Ebenso unzulĂ€ssig wie ein höherer Lichtschutzfaktor als 50 ist die Bezeichnung „sunblocker“, da sie falsche Tatsachen, nĂ€mlich eine vollstĂ€ndige Schutzwirkung, vorgaukelt und Verbraucher zu unvorsichtigem Verhalten verleiten könnte. Auch Sonnenschutzmittel mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor können die UV-Strahlung nĂ€mlich nie komplett abwehren.

Es gilt folgende Formel: Eigenschutzzeit × Lichtschutzfaktor = maximal mögliche Zeit an der Sonne ohne Sonnenbrand bei UV-Index 8. DemgemĂ€ĂŸ ergibt eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten bei der Verwendung des Lichtschutzfaktors 30 ein Sonnenbad von etwa 300 Minuten. Diese Empfehlungen sind jedoch immer mit Vorsicht zu genießen. Aus SicherheitsgrĂŒnden sollte die errechnete Zeitspanne deshalb nur zu etwa zwei Dritteln ausgenutzt werden. Der UV-A-Schutz sollte zudem mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors betragen.

Der UV-Index

Wie viel Sonnenschutz fĂŒr unsere Haut nötig ist, hĂ€ngt insbesondere vom weltweit vereinheitlichten UV-Index ab. Dieser beschreibt den am Boden erwarteten Tageshöchstwert der UV-Strahlung und Ă€ndert sich mit dem Sonnenstand, je nach Jahreszeit und geografischer Breite. Je höher der UV-Index, desto höher die Bestrahlungswerte und umso höher die Gefahr fĂŒr einen Sonnenbrand. Einer Faustregel zufolge ist das Auftragen von Sonnenschutzmitteln spĂ€testens ab Stufe 3 unabdingbar. In einem typischen deutschen Hochsommer liegt der Wert etwa bei 7. Bei extremen Werten von 11 oder 12 ist ein Aufenthalt im Freien gĂ€nzlich zu vermeiden

Organische vs. mineralische Filter

Sonnenschutzmittel enthalten UV-Filter, also Stoffe, die dafĂŒr bestimmt sind, die Haut gegen UV-A- und UV-B-Strahlen oder als Breitbandfilter gegen beide Arten zu schĂŒtzen. GrundsĂ€tzlich unterscheidet man organische (chemische) und mineralische (physikalische) Filter. Da beide Systeme hinsichtlich ihrer Schutzwirkung sowie ihrer VertrĂ€glichkeit Vor- und Nachteile aufweisen, gilt keines davon als die bessere Alternative.

Schutz durch Energieumwandlung: Organische (chemische) UV-Filter

Die meisten konventionellen Sonnenschutzmittel arbeiten mit organischen UV-Filtern, die vom Körper aufgenommen werden und die Haut schĂŒtzen, indem sie die Strahlung in WĂ€rme umwandeln und dadurch unschĂ€dlich machen. Sie lösen sich gut in Sonnencremes auf und bilden nach dem Auftragen einen unsichtbaren Schutzfilm auf der Haut. Anders als Sonnencremes mit mineralischen Filtern mĂŒssen Produkte mit chemischen Filtern bereits eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, damit sie ihre vollstĂ€ndige Wirkung entfalten können.

Schutz durch Reflexion: Mineralische (physikalische) UV-Filter

Im Gegensatz zu chemischen UV-Filtern wirken mineralische UV-Filter sofort. Sie legen sich auf die Haut, um die Strahlung zu reflektieren, zu absorbieren und zu streuen. Diese hat also gar nicht die Möglichkeit, bis zur HautoberflĂ€che vorzudringen. Der Nachteil: Sie ziehen nicht so leicht in die Haut ein und hinterlassen oftmals eine Schicht mineralischer Weißpigmente, auch als Weißeffekt bekannt. Damit die Haut nach der Anwendung nicht aussieht, als wĂ€re sie mit Kreide eingerieben worden, haben die Hersteller die PartikelgrĂ¶ĂŸe auf Nanometer reduziert. Zu den wichtigsten Mikropigmenten, die vor UV-Licht schĂŒtzen, gehören Titandioxid und Zinkoxid.

Ab in die Sonne – mit dem richtigen Schutz!

Vor dem ersten Sonnenbad des Jahres mĂŒssen Sie das richtige Sonnenschutzprodukt fĂŒr sich wĂ€hlen. Das Mittel der Wahl sollte auf alle FĂ€lle gut auf der Haut haften und StabilitĂ€t gegen Licht, Luft und Hitze aufweisen. Ob Creme, Lotion oder Spray, die Konsistenz hat einen entscheidenden Einfluss auf die Kaufentscheidung. Auch die Inhaltsstoffe beziehungsweise die Allergikerfreundlichkeit, die Wasserfestigkeit und die Haltbarkeit der Sonnenschutzmittel sind wichtige Kriterien.

Creme, Spray oder Öl: Die Darreichungsform

Die Grundlage eines jeden Sonnenschutzmittels ist ein Gemisch aus Fett und Wasser sowie bestimmten Stoffen fĂŒr die gewĂŒnschte Schutzwirkung. Je nach Zusammensetzung der Fett- und Wasseranteile gibt es die Produkte als Cremes, Lotionen, Sprays, Öle, Gele, Roller oder auch Stifte. GrundsĂ€tzlich ist es wichtig, dass sich die Mittel gut verreiben lassen und einen transparenten, nicht klebrigen Film hinterlassen. DarĂŒber hinaus sollten die Produkte weder einen Fettfilm auf die Haut legen noch diese austrocknen. Wir geben einen Überblick ĂŒber die verschiedenen Arten von Sonnenschutzprodukten:

Sonnencreme
Sonnencreme

Dieser Klassiker unter den Sonnenschutzmitteln ist sehr zĂ€hflĂŒssig, wodurch er sich nur schwer verteilen lĂ€sst. Die Folge: ein weißer, klebriger Film auf der Haut. Auf dieser Schicht sammelt sich schnell Staub oder Sand. Da Sonnencreme aber gleichzeitig lĂ€nger auf der Haut bleibt, ist sie sicherer und damit fĂŒr Kinder besonders gut geeignet. Außerdem hat sie in der Regel einen höheren Lichtschutzfaktor als Gel oder Spray, da ihre fetthaltige Zusammensetzung die Substanzen besser bindet. Der höhere Fettanteil schĂŒtzt die Haut vor dem Austrocknen, weshalb Sonnencreme bei leicht trockener Haut empfehlenswert ist. Wer unter fettiger Haut leidet, sollte jedoch eher die Finger davonlassen; sie hinterlassen nĂ€mlich oftmals einen Glanz.

Sonnenmilch
Sonnenmilch

Die flĂŒssige Sonnenmilch, auch als Sonnenlotion gelĂ€ufig, lĂ€sst sich dank ihrer leichten Textur, die dem höheren Wasseranteil geschuldet ist, deutlich einfacher auf die Haut auftragen. Sonnenmilch hinterlĂ€sst ein angenehmes GefĂŒhl auf der Haut, ganz ohne Fettfilm. Beim Strandurlaub freut sich insbesondere der Nachwuchs, wenn das eher als störend empfundene Sonnenschutzmittel schnell einzieht, da ihm so mehr Zeit zum Schwimmen bleibt. Durch die enthaltenen Pflegestoffe sorgt sie fĂŒr eine intensive Feuchtigkeitsanreicherung und eignet sich fĂŒr jeden Hauttyp. Der Nachteil der Sonnenmilch ist ihr niedrigerer Schutz – zum einen durch den geringeren Lichtschutzfaktor von fĂŒr gewöhnlich nicht mehr als 30, zum anderen durch die dĂŒnnere Schicht, die leichter abhandenkommt.

Sonnenspray
Sonnenspray

Das Sonnenspray lĂ€sst sich einfach auftragen und sehr gleichmĂ€ĂŸig verteilen. Da es keinen Fettfilm hinterlĂ€sst, eignet es sich fĂŒr jeden Hauttyp. Selbst schwer zugĂ€ngliche Körperstellen sind mit Sprays aus der Pumpflasche problemlos erreichbar. Besonders Eltern kleiner Kinder wissen es zu schĂ€tzen, dass das Auftragen sehr schnell geht und im Handumdrehen der gesamte Körper mit Sonnenschutz bedeckt ist. Beim sogenannten Aerosolspray handelt es sich um eine spezielle Sprayform, aus deren SprĂŒhkopf ein transparenter Nebel kommt, der im Wind schnell verfliegt und einen leichten Glanz auf der Haut hinterlĂ€sst. Abgesehen vom UV-Schutz bietet das Spray auch eine angenehme AbkĂŒhlung.

Sonnenöl
Sonnenöl

Wer unter trockener oder empfindlicher Haut leidet, sollte zum Sonnenöl greifen, das sich wie ein schĂŒtzender Film ĂŒber die Haut legt. Sonnenöl lĂ€sst sich besonders leicht verteilen und bewirkt ein samtweiches GefĂŒhl. Da es fĂŒr gewöhnlich weder Parfum noch Konservierungsstoffe enthĂ€lt, ist es besonders vertrĂ€glich fĂŒr Allergiker sowie fĂŒr Babys und Kleinkinder. Aufgrund des Ölfilms kann sich jedoch die Schweißbildung verstĂ€rken, was unangenehm sein kann. FĂŒr Hauttypen, die zu Unreinheiten oder Mallorca-Akne (juckende BlĂ€schen und Quaddeln in der Sonne) neigen, sind die ölhaltigen Produkte wenig geeignet, da sie zu einer Verstopfung der Poren fĂŒhren können. Aufgrund des geringeren Lichtschutzfaktors sollten die Haut allerdings zumindest vorgebrĂ€unt sein.

Sonnengel
Sonnengel

FĂŒr Hauttypen, die zu Unreinheiten neigen, ist ein fettfreies Sonnengel auf Wasserbasis ratsam. Es schmiert weniger auf der Haut; stattdessen lĂ€sst es sich leicht verteilen, zieht schnell ein und hat einen kĂŒhlenden Effekt. In der Regel ist es farblos und hinterlĂ€sst entsprechend keine weißen, klebrigen RĂŒckstĂ€nde auf der Haut. Sonnengel gibt es auch mit einem höheren Lichtschutzfaktor wie 30 oder 50. Ein weiterer Vorteil, insbesondere fĂŒr Sportler: Ein Sonnengel ist schwitzfest. Zwar dringt es besser in die Haut ein, bei empfindlicher Haut kann das jedoch zu Irritationen fĂŒhren. Auch Menschen mit sehr trockener Haut ist von der Geltextur eher abzuraten.

Sonnenroller
Sonnenroller

Mit einem Sonnenroller lĂ€sst sich der Sonnenschutz ebenfalls sehr gut dosieren und verteilen. Er zieht schnell ein und klebt nicht. Roll-Ons eignen sich besonders gut, um das Eincremen bei Kindern interessanter zu gestalten. Damit lassen sich beispielsweise Motive auf die Haut malen. Außerdem sind sie optimal fĂŒr kleine KinderhĂ€nde, sodass sich die Kinder zum Teil selbst eincremen können, und zwar ohne klebrige HĂ€nde. Ein Roller ist dank seines Verzichts auf Nanopartikel und Parfum sowie seiner feuchtigkeitsspendenden Pflege auch fĂŒr zarte Gesichtshaut gut geeignet und lĂ€uft nicht wie andere Mittel in die Augen. Obendrein punktet er mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor.

Sonnenstift
Sonnenstift

Ähnlich wie ein Sonnenroller funktioniert auch ein Sonnenstift. Mit ihm lĂ€sst sich das Sonnenschutzmittel ebenfalls sehr leicht auftragen. Ein Sonnenstift ist auch mit Lichtschutzfaktoren von 50+ erhĂ€ltlich. Da er sich punktuell auftragen lĂ€sst, eignet er sich besonders gut fĂŒr empfindliche Hautstellen wie Nase, Augenpartien, Ohren, Schultern oder DekolletĂ©, die hĂ€ufig beim Eincremen vergessen werden. Das Auftragen sollte mindestens 15 bis 20 Minuten vor der Sonnenbestrahlung erfolgen. Selbst bei wiederholtem Auftragen bleibt das Sonnenschutzmittel völlig unsichtbar, spendet obendrein Feuchtigkeit und schĂŒtzt die Haut dank seiner Antioxidantien, etwa Vitamin E, vor freien Radikalen.

Damit der Schutz nicht krank macht: Die Inhaltsstoffe

Neben Wasser und diversen Lichtschutzsubstanzen enthalten Sonnenschutzmittel FettsĂ€uren, Di- und Triacylglyceride, Fettalkohole, Silikonöle, Glycerin oder Propylenglycol, also Feuchthaltemittel, und Antioxidantien wie Vitamin E. Die restlichen Bestandteile dienen als Lösungsmittel fĂŒr die UV-Filter, fĂŒr die notwendigen Fließeigenschaften, sprich Verdicker, oder auch fĂŒr die MarkenprĂ€gung durch ParfĂŒmierung. Da Sonnencreme unweigerlich mit der Haut in BerĂŒhrung kommt und diese nicht undurchlĂ€ssig ist, sondern die Inhaltsstoffe ĂŒber die Poren zum Teil aufnimmt, sollten wir diesen die nötige Aufmerksamkeit schenken. Schließlich wollen wir uns mit der Sonnencreme schĂŒtzen und nicht krank machen.

Gerade am Anfang der sogenannten grĂŒnen Welle ist Sonnencreme in Verruf geraten, bedenkliche Inhaltsstoffe zu enthalten, die unter anderem das Krebsrisiko erhöhen und Allergien hervorrufen. Gelangen gesundheitsschĂ€dliche Chemikalien ĂŒber die Haut in den Organismus, belasten sie schnell die fĂŒr die Entgiftung zustĂ€ndigen Organe, genauer gesagt Leber, Nieren und Darm. Zu meiden sind insbesondere folgende Inhaltsstoffe, die inzwischen zwar eher selten, zum Teil aber noch immer in Produktion zu finden sind:

  • Oxybenzon: Dieser Inhaltsstoff ist auf Hawaii sogar verboten, weil er die Korallen schĂ€digt. Neben der Umwelt leidet auch das menschliche Hormonsystem unter dem kĂŒnstlichen Östrogen.
  • Octinoxat: Der hormonell wirkende Stoff kann zu einer Störung des Reproduktionssystems fĂŒhren und sich eventuell negativ auf die SchilddrĂŒse auswirken.
  • Avobenzon: Die Substanz fĂŒhrt hĂ€ufig zu Hautirritationen, da Stabilisatoren hinzugefĂŒgt werden mĂŒssen, damit sie ihre Wirkung entfalten kann.
  • Retinyl Palmitat: Das starke Antioxidans bildet unter der Einstrahlung von Sonnenlicht freie Radikale – also genau das Gegenteil von dem, was wir von Antioxidantien wollen.

Hohe Alkoholkonzentrationen können zu einer Austrocknung oder gar Reizung der Haut fĂŒhren. Ebenso wenig haben Duftstoffe etwas in Sonnenschutzmitteln zu suchen, da diese unter UV-Licht zerfallen und phototoxisch wirken können. Die Folgen: Juckreiz, Ausschlag, Sonnenallergie. Dennoch ist es schwierig, Sonnenschutzmittel zu finden, die unparfĂŒmiert sind und gleichzeitig gute UV-Filter einsetzen.

Die große Angst vor den kleinen Teilchen: Nanopartikel in Sonnencremes

Mit einem höheren Lichtschutzfaktor geht ein höherer Anteil an Schutzsubstanzen und damit auch eine höhere Wahrscheinlichkeit fĂŒr RĂŒckstĂ€nde auf der Haut einher. Mineralische Filter wie Titanoxid geben Sonnencremes ihre typisch weiße Farbe. Die Lösung: Mikroplastik. Der synthetische Kunststoff ist aber auch bei Sonnenschutzmitteln ein heißes Diskussionsthema. Doch können Nanopartikel – so heißen Teilchen, die kleiner als 100 Nanometer sind – in Sonnencremes tatsĂ€chlich Schaden anrichten? In Nanoform sind die Partikel vor allem dann bedenklich, wenn sie inhaliert werden. Viele Verbraucher hegen die BefĂŒrchtung, dass sie durch die Haut dringen und sich im Körper verteilen, wo sie sich in den Organen anreichern, Krebs hervorrufen oder das Nervensystem schĂ€digen. Über intakte Haut gelangen die Nanopartikel jedoch nicht in den Körper. Und selbst wenn sie ĂŒber die vorgeschĂ€digte oder verletzte Haut ins Blut gelangen wĂŒrden, sind dem Nanoportal des baden-wĂŒrttembergischen Verbraucherministeriums zumindest zufolge keine gesundheitlichen Gefahren zu befĂŒrchten. Seit 2013 mĂŒssen alle Kosmetika, die Nanoteilchen enthalten, zudem der EU-Kommission gemeldet und auf den Verpackungen angegeben werden.

HautvertrÀglichkeit bei Allergien: Empfindliche Haut ist wÀhlerisch

Wer unter empfindlicher Haut leidet oder zu Allergien neigt, muss reizende Inhaltsstoffe vermeiden. Hier ist es wichtig, auf die Besonderheiten der eigenen Haut zu achten. Bei einer Sonnenallergie handelt es sich zumeist um eine Kontaktallergie, das heißt, sie wird durch die Kombination der Stoffe in der Sonnencreme mit UV-Strahlen ausgelöst. Die Symptome zeigen sich in der Regel an dem RĂŒcken, den Armen, den HĂ€nden, dem DekolletĂ© und den Beinen, etwa als Pickel, Pusteln oder Akne, als EntzĂŒndung, Reizung oder Rötung, als Juckreiz oder auch Ekzem. FĂŒr leicht reizbare Haut ist daher Sonnencremes auf Basis natĂŒrlicher Inhaltsstoffe ratsam, da diese besonders vertrĂ€glich sind und fĂŒr gewöhnlich auf chemische UV-Filter verzichten. Reagiert die Haut sensibel auf Ă€ußere EinflĂŒsse oder neigt sie zu sonnenbedingten Allergien wie Mallorca-Akne, ist es ebenfalls wichtig, parfĂŒm-, paraben- und farbstofffreie Produkte zu kaufen. Inzwischen gibt es spezielle Sonnencremes fĂŒr Allergiker.

Gut geschĂŒtzt mit natĂŒrlichem Sonnenschutz

Die meisten Hersteller sind heute darum bemĂŒht, nachhaltige und umweltfreundliche Sonnencremes auf den Markt zu bringen. FĂŒr das Mehr an NatĂŒrlichkeit sollten sie möglichst wenig bedenkliche Inhaltsstoffe wie Nanopartikel enthalten. DafĂŒr kommen vor allem mineralische Filter zum Einsatz, da diese vor allem keine hormonell wirksamen Substanzen enthalten. FĂŒr Schwangere, Stillende und Kinder sowie fĂŒr Personen mit empfindlicher Haut und Allergiker sind natĂŒrliche Sonnencremes die erste Wahl. Durch den Verzicht auf chemische Filter und Mikroplastik sowie in der Regel Parabene und Silikone schonen sie zudem die Umwelt.

Achtung vor den Versprechen: Die Schweiß- und Wasserfestigkeit

Viele Hersteller preisen ihre Sonnencremes damit an, dass sie wasserfest sind. Im Grunde ist das jedoch nicht mehr als ein Verkaufstrick. Ein Produkt darf nur dann als wasserfest deklariert werden, wenn nach einem zweimaligen Aufenthalt von 20 Minuten im Wasser noch immer die HĂ€lfte des Lichtschutzfaktors messbar ist. Vermerken die Hersteller „extra wasserfest“ auf der Verpackung eines Sonnenschutzmittels, so muss dieses nach vier Badeeinheiten von jeweils 20 Minuten immer noch die halbe Schutzleistung erbringen. Wasserfeste Sonnencremes verzögern also lediglich das Abwaschen des Schutzes, indem sie Inhaltsstoffe wie Wachs, Öl oder Polymere enthalten. Da sie dennoch abwaschbar sind, bleibt Nachcremen Pflicht.

Der Zusatz „wasserfest“ ist nicht zu verwechseln mit der Angabe „Wet Skin“, die sich lediglich auf das Einziehen der Cremes auf nasser Haut bezieht. Enthalten sie zusĂ€tzlich das PrĂ€dikat „schweißresistent“ oder „schweißfest“, bleibt der Sonnenschutz selbst bei starkem Schwitzen bestehen.

Wie lange sind Sonnenschutzmittel haltbar?

Ist das Produkt extremen Bedingungen wie Hitze ausgesetzt, leidet unter UmstĂ€nden die StabilitĂ€t der Schutzformel. Bei direkter Sonnenstrahlung, sei es im Auto oder am Strand, wĂŒrde die Haltbarkeit der Sonnencreme bereits nach wenigen Wochen ablaufen. Die KĂŒhltasche oder der Schatten sind bessere Aufbewahrungsorte, da die niedrigen Temperaturen Bakterien kaum eine Chance geben und die Öle in der Creme schĂŒtzen. Über den Winter ist die Sonnencreme idealerweise im Keller oder KĂŒhlschrank zu lagern. Weist sie einen ungewöhnlichen Geruch oder starke KonsistenzverĂ€nderungen (bröckelig, fest, wĂ€ssrig) beziehungsweise VerfĂ€rbungen auf, sollte sie besser entsorgt werden. Es könnten sich Bakterien gebildet haben, die fĂŒr die Haut schĂ€dlich sind. FĂŒr eine lĂ€ngere Haltbarkeit ist es auch wichtig, den Verschluss der Tube stets sauber zu halten und damit möglichst wenig in BerĂŒhrung zu kommen.Viele Verbraucher fragen sich, ob sie die Sonnencreme auch nach dem letzten Urlaub nochmal verwenden können oder ob sie diese lieber entsorgen sollen. Können Sonnenschutzmittel ĂŒberhaupt verfallen? Wie die meisten anderen Kosmetikartikeln sind auch Sonnencremes ab dem Herstellerdatum ungeöffnet etwa 30 Monate haltbar, falls kein ausgewiesenes Mindesthaltbarkeitsdatum vorzufinden ist – zumindest solange sie kĂŒhl und trocken gelagert werden. Nach dem Öffnen sind sie wie ein Großteil der Hautpflegeprodukte innerhalb von zwölf Monaten aufzubrauchen, wie es an dem Symbol mit dem geöffneten Tiegel und dem Hinweis „12 M“ zu erkennen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt die unverminderte Wirksamkeit. Generell zersetzen sich die UV-Filter aber nach dem Öffnen allmĂ€hlich, sodass das Sonnenschutzmittel nach und nach schwĂ€cher wird.

Der passende Sonnenschutz fĂŒr jede Haut

Die Wahl des geeigneten Sonnenschutzmittels hÀngt nicht nur von den persönlichen Vorlieben, sondern auch vom eigenen Hauttyp ab. WÀhrend normale Haut so gut wie alles vertragen kann, muss jemand, der zu fettiger, trockener oder empfindlicher Haut neigt, bei seiner Entscheidung vorsichtig sein.

Leicht, mattierend, beruhigend: Sonnenschutz bei fettiger und unreiner Haut

Wer unter fettiger, zu Unreinheiten neigender Haut leidet, möchte sie hĂ€ufig nicht mit einer zusĂ€tzlichen Pflege belasten, um die Talgproduktion nicht zusĂ€tzlich anzuregen. Sonnenschutz bleibt dennoch ein Muss. Da ĂŒbermĂ€ĂŸiges Sonnenbaden die Haut austrocknet, ist sie auf eine Feuchtigkeitsversorgung angewiesen. Andernfalls wĂŒrden die TalgdrĂŒsen zu viel Talg produzieren, was zu noch mehr Hautunreinheiten fĂŒhren kann. Im Falle einer Austrocknung verhĂ€rten sich die Ă€ußeren Hautschichten, was die Reinigung erschwert und schließlich dazu fĂŒhrt, dass die Poren blockiert werden. Je fettiger und schwerer die Sonnencreme, desto wahrscheinlicher die Hautprobleme. Das Schutzmittel sollte also wasserbasiert sein. Ein Sonnengel, dessen leichte Textur kaum zu spĂŒren ist, das schnell einzieht und mit einem kĂŒhlenden Effekt punktet, ist besonders empfehlenswert. Mit Sonnenöl sind Menschen mit fettiger Haut dagegen weniger gut beraten, da die Poren bereits zu viel Talg produzieren. Wichtig ist, Produkte ohne Komedogene zu wĂ€hlen, denn diese fördern Unreinheiten. Produkte mit Inhaltsstoffen wie Kokos- und Traubenkernöl sowie hohen Alkoholkonzentrationen sind nicht zu empfehlen.

Nicht vergessen: Gesicht und Lippen

FĂŒr empfindliche, eher zarte Stellen wie das Gesicht gibt es spezielle Sonnencremes, die besonders leicht sind und kein öliges GefĂŒhl auf der Haut hinterlassen. Auch die Lippen benötigen einen UV-Schutz. HierfĂŒr gibt es spezielle Lippenpflegestifte mit Lichtschutzfaktor.

Inzwischen gibt es Sonnencremes und -emulsionen, die speziell fĂŒr fettige oder auch unreine Haut konzipiert sind und auf Dauer zu einer Besserung des Hautbildes fĂŒhren können. HĂ€ufig enthalten sie neben Extrakten zur Regulierung der Talgproduktion auch Wirkstoffe mit einem mattierenden Effekt. Diese Mittel ziehen sehr schnell ein und glĂ€nzen nach dem Eincremen nicht auf der Haut. Beruhigende Inhaltsstoffe mildern zudem EntzĂŒndungen. Vergleichbar mit einer leichten Tagescreme versorgen sie die Haut mit Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen. Obendrein wirken sie antioxidativ, das heißt, sie schĂŒtzen die Haut vor freien Radikalen (ausgelöst durch UV-Licht), die zur Hautalterung beitragen.

Besonders schĂŒtzenswert: Trockene und empfindliche Haut

Die Haut ist trocken, mitunter schuppig, spannt, fĂŒhlt sich hĂ€ufig spröde und rau an oder juckt? In diesem Fall ist die Schutzbarriere der Haut beeintrĂ€chtigt, und es ist ein Sonnenschutzmittel nötig, das die Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt. SonnenbĂ€der strapazieren die empfindliche Haut zusĂ€tzlich, da sie diese austrocknen und Rötungen beziehungsweise Spannungen hervorrufen. Die Anwendung des falschen Mittels kann Hautreizungen oder auch EntzĂŒndungen auslösen. Ein spezieller Sonnenschutz fĂŒr empfindliche Haut ist daher unvermeidbar.

Um dem Austrocknen der Haut entgegenzuwirken, sollten nĂ€hrende Öle wie Olivenöl oder Sandorn, Aloe-Vera-Extrakt oder Glycerin enthalten sein. Diese Stoffe kĂŒhlen juckende Stellen und fĂŒllen die Feuchtigkeitsdepots auf. Auch Titandioxid und Zinkoxid wirken sich sanft und schĂŒtzend aus. HyaluronsĂ€ure kann zudem das Wasser sehr gut halten. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Mittel weder Parfum noch Farb- und Konservierungsstoffe sowie alles in allem möglichst keine Chemikalien oder Parabene enthĂ€lt. Die Sonnenschutzmittel sollten schnell einziehen und sich auf der Haut möglichst leicht anfĂŒhlen. HĂ€ufig enthalten geeignete Mittel den Hinweis „fĂŒr empfindliche Haut“ oder „sensitiv“. Sind diese ZusĂ€tze aufgedruckt, können sich Verbraucher sicher sein, dass darin auf empfindliche Haut abgestimmte Inhaltsstoffe enthalten sind.

Sanfter Sonnenschutz fĂŒr zarte Kinderhaut

Viele Eltern fragen sich, worauf sie bei Sonnenschutzmitteln fĂŒr Kinder achten mĂŒssen. DĂŒrfen Babys ĂŒberhaupt eingecremt werden? Kinder, die jĂŒnger als drei Jahre sind, sollten gĂ€nzlich aus der Sonne herausgehalten oder zumindest mit Kleidung und Kopfbedeckung geschĂŒtzt werden, da die Eigenschutzmechanismen von Augen und Haut noch nicht vollstĂ€ndig ausgebildet sind. Die zarte, sensible Babyhaut bedarf einer besonderen Pflege mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (im Idealfall 50+). Allerdings sollten sie erst ab einem Jahr Sonnenschutzmittel nutzen, da diese die Poren verstopfen können, wodurch die nötige KĂŒhlung ausbleibt. Sonnencremes fĂŒr Babys und Kleinkinder unterscheiden nicht nur hinsichtlich ihres Lichtschutzfaktors, sondern auch im Hinblick auf ihre Inhaltsstoffe. Sie sind sensitiv, fett- beziehungsweise feuchtigkeitsspendend und ĂŒberwiegend frei von chemischen Substanzen. Sie dĂŒrfen weder Parfum noch Farb- und Konservierungsstoffe sowie möglichst keinen Alkohol enthalten.

Sonnenschutzmittel fĂŒr Babys sind unter anderem langanhaltend wasserfest und besonders hautvertrĂ€glich, um die sonnenempfindliche Kinderhaut beim Planschen vor der UV-Strahlung zu schĂŒtzen. Empfehlenswert sind Produkte mit Sofortschutz, sprich ohne lĂ€ngere Einwirkzeit. Besonders wichtig: Nachcremen nicht vergessen, und zwar mindestens alle zwei Stunden sowie immer nach dem Baden. Das Mittel sollte sich möglichst leicht und gleichmĂ€ĂŸig auf der Haut verteilen lassen. Außerdem sollte es schnell einziehen, denn Kinder sind nicht gerade geduldig. Besonders kinderfreundlich ist das Sprayformat. Um dem Nachwuchs zu signalisieren, dass das Eincremen Spaß machen kann, gibt es die Produkte auch im fröhlichen Kinderdesign.

Sonnencreme mit Anti-Aging-Pflege

Um die Haut jugendlich frisch und strahlend zu erhalten, ist es ratsam, bereits frĂŒh mit der richtigen Pflege anzufangen. Da UV-Licht zu einer verfrĂŒhten Hautalterung fĂŒhrt, ist der passende Sonnenschutz fĂŒr reife Haut unerlĂ€sslich. Empfehlenswert sind Lotionen mit Anti-Aging-Komplexen und Inhaltsstoffen wie HyaluronsĂ€ure, Kamelienöl sowie die antioxidantischen Vitamine E und C, die den Alterungsprozessen entgegenwirken, indem sie fĂŒr mehr Spannkraft sorgen. Wichtig ist auch, dass der Sonnenschutz die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Dadurch werden nĂ€mlich sogenannte TrockenheitsfĂ€ltchen vermieden.

Tipps rund um das Thema Sonnenschutz

Nicht nur bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzmittels, sondern auch beim beziehungsweise nach dem Sonnenbaden gibt es einiges zu beachten:

  • In der Mittagszeit sollten Sie die Sonne grundsĂ€tzlich meiden.
  • Gerade am Wasser ist es wichtig, einen hohen Lichtschutzfaktor zu wĂ€hlen, da hier erhöhte Sonnenbrandgefahr besteht.
  • In den meisten FĂ€llen schĂŒtzt die Kleidung wirksam vor der Sonne. Aber Achtung: Helle oder leichte Baumwollkleidung lĂ€sst einen Großteil der Sonnenstrahlen durch.
  • Da selbst im Schatten noch etwa die HĂ€lfte der UV-Strahlen bis zum Körper durchdringen, ist auch hier ein Sonnenschutz nötig.
  • Auch die Augen benötigen einen Schutz. Sonnenbrillen sollte sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlen abhalten.
  • Beim ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes, sprich bei einer Rötung oder einem spannenden HautgefĂŒhl, sollten Sie umgehend Ihren Aufenthalt in der Sonne unterbrechen, um die Haut nicht langfristig zu schĂ€digen.
  • Nach dem Sonnenbad: Da die Haut nach einem langen Tag in der Sonne erschöpft ist, empfiehlt es sich, mit feuchtigkeitsspendenden Produkten, sogenannten After-Sun- oder auch Apre-Sun-Mitteln, nachzuhelfen. KĂŒhlende Lotionen mit Inhaltsstoffen wie Glycerin, Panthenol, Aloe Vera und Allantoin hinterlassen ein angenehmes HautgefĂŒhl und sorgen fĂŒr Entspannung.

Richtig dosieren: Lieber zu viel als zu wenig

Ist das richtige Sonnenschutzmittel gefunden, kommt es nun auf das richtige Auftragen an. Viele Anwender gehen sehr sparsam mit Sonncreme um und nutzen weit weniger als die empfohlene Menge von zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut. FĂŒr den gesamten Körper eines mittelgroßen Erwachsenen sind circa 40 Milliliter beziehungsweise mindestens drei Esslöffel Sonnencreme angeraten. Dementsprechend sollte eine Standardpackung mit einer FĂŒllmenge von 200 Millilitern nach fĂŒnf Anwendungen verbraucht sein. Hier gilt das Motto: Lieber zu viel als zu wenig. Wer großzĂŒgig auftrĂ€gt, ist auf der sicheren Seite.

Vergessen Sie außerdem nicht, gern ĂŒbersehene Stellen wie Nase, Ohren und FußrĂŒcken sowie bei GlatzentrĂ€gern den Kopf einzucremen. Mindestens alle zwei Stunden beziehungsweise nach verstĂ€rktem Schwitzen oder Baden ist es nötig nachzucremen. Hier darf jedoch nicht fĂ€lschlicherweise davon ausgegangen werden, dass sich der Sonnenschutz durch wiederholtes Auftragen verlĂ€ngert. Das heißt, das zweimalige Eincremen mit LSF 50 kommt nicht einem Schutz von LSF 100 gleich.

WeiterfĂŒhrende Tests

Achtung: Da es nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Sonnencremes.

Wer an einem eingehenden Test rund um Sonnenschutzmittel interessiert ist, sollte einen Blick auf das wohl bekannteste Testportal, die Stiftung Warentest, werfen. Im Sommer 2018 fĂŒhrte es einen umfangreichen Test mit Sonnencremes, Lotionen und Sprays von gĂŒnstig bis teuer durch. Dabei beschrĂ€nkte sich das Testinstitut auf Sonnenschutzmittel mit einem hohen bis sehr hohen Lichtschutzfaktor, also 30, 50 und 50+. Bis auf das teuerste Produkt konnten alle der insgesamt 19 Testsonnenschutzmittel ĂŒberzeugen. Die Schutzleistung hĂ€ngt also nicht zwangslĂ€ufig vom Preis ab.

Die Stiftung Warentest hat zunĂ€chst einmal getestet, wie gut die Produkte vor UV-B- und UV-A-Strahlen schĂŒtzen. Weiterhin wurden die Feuchtigkeitsanreicherung, die Nutzerfreundlichkeit der Anwendung (sprich das Auftragen, das Einziehen und das HautgefĂŒhl sowie die WĂ€rme- und KĂ€ltebestĂ€ndigkeit), die mikrobiologische QualitĂ€t, das eventuelle Vorhandensein kritischer Duftstoffe wie BMHCA und HICC sowie die Anwendungshinweise ĂŒberprĂŒft. Wer mit dem Versprechen „wasserfest“ wirbt, wurde mit einem Punktabzug gestraft, da es der Stiftung Warentest zufolge falsche Erwartungen schafft.

Testsieger wurden sowohl die Sonnenmilch Cien Sun von Lidl als auch Today von Penny und Rewe, jeweils mit der Testnote „Sehr gut“, wobei das Testprodukt von Lidl 55 Cent gĂŒnstiger ist. 17 von 19 Produkten im Test schnitten mit der Testnote „Sehr gut“ beziehungsweise „Gut“ ab und schĂŒtzen sowohl vor UV-B- als auch UV-A-Strahlung. Von den vier Produkten (neben den beiden Testsiegern jeweils ein Produkt von dm Sundance und Real SĂŽi), die das TestprĂ€dikat „Sehr gut“ erhielten, schonen obendrein alle den Geldbeutel. Die Testprodukte von Lidl, Real, Penny und Rewe kosten zwischen 1,17 und 1,50 Euro, das Sonnenspray von dm 2,23 Euro (jeweils pro 100 Milliliter). Mit „Gut“ wurden Testprodukte von AvĂšne Eau Thermale, La Roche-Posay, Rossmann Sun Ozon, Yves Rocher, Aldi Ombra Sun, Garnier Ambre Solaire, Nivea Sun, Eucerin, Piz Buin, Vichy, Weleda Sun, Ladival und Biotherm bewertet. Beim einzigen Sonnenmittel, das mit „Befriedigend“ bewertet wurde, handelt es sich um ein Sonnenspray von Lancaster, das zwei kritische Duftstoffe enthĂ€lt. Das hochpreisige Mittel von Eco (21,20 Euro je 100 Milliliter) erhielt im Test sogar nur ein „Mangelhaft“, da es einen zu niedrigen UV-A-Schutz bietet und Keimen nicht standhielt. Entsprechend wĂŒrde das Testinstitut davon abraten. Ebenfalls negativ bewerteten die Tester das Anti-Flecken-Versprechen von Nivea, da sie die eigentliche Werbeaussage auf der Verpackung auf den zweiten Blick deutlich zurĂŒcknahmen.

Neben der Stiftung Warentest fĂŒhrte auch das Testportal ÖKO-TEST im Jahr 2018 einen Sonnencreme-Test durch. Dieser umfasste insgesamt 27 Produkte, darunter Cremes, Sprays und Lotionen von Dm, Nivea, Aldi, Lidl und L‘OrĂ©al. Auch hier enttĂ€uschte ein teures Markenprodukt, nĂ€mlich die Lancaster Sun Beauty Velvet Milk mit LSF 30. Die GrĂŒnde: zwei bedenkliche UV-Filter sowie fragliche, mitunter allergieauslösende Duftstoffe. Die meisten Mittel ĂŒberzeugten jedoch.