Anti-Spyware

Die beste Anti-Spyware im Vergleich

Andreas Kiener
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Bitdefender 4,55 39,99 €
2 Norton 4,50 29,99 €
3 SpyHunter 4,16 34,99 €
4 McAfee 4,15 29,97 €
5 Avira 4,10 34,95 €
6 Panda 4,09 17,49 €
7 Kaspersky 4,00 29,95 €
8 Avast 3,98 49,99 €
9 Trend Micro 3,83 19,95 €
10 G Data 3,80 29,95 €
11 ESET 3,70 34,95 €
12 BullGuard 3,50 23,96 €
13 F-Secure 3,30 19,95 €
14 Spybot 2,72 11,99 €
15 Malwarebytes 2,67 39,99 €

Schutzfunktionen

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Aktiv vor Spyware schützen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Anti-Spyware ist Sicherheitssoftware für den Schutz persönlicher Daten.
  • Ein Spyware-Tool durchforstet den Computer nach Spionen und setzt deren Aktivitäten ein Ende.
  • Die Funde werden deaktiviert und in einen Quarantäne-Ordner verschoben.
  • Digitale Spione sind ein Risiko für die Datensicherheit.
  • Mit einfachen Präventivmaßnahmen schützen sich User aktiv vor dem Befall durch Spyware.

Unsere Testsieger

Aufgrund seines großen Funktionsumfangs erhält Bitdefender Antivirus Plus besonders gute Noten. Die Software überzeugt vor allem durch die Tools zum Schutz vor Phishing-Programmen und die zuverlässigen Scan-Funktionen, welche die Systemleistung durch das Cloud-System nur geringfügig belasten.

Auch die Anti-Spyware Kaspersky Anti-Virus sichert sich sehr gute Noten. Zu einem vergleichsweise erschwinglichen Preis erhält der User exzellente Anwendungen für die Abwehr von Trojanern, Viren und Adware. Außerdem besitzt die Software eine angenehm übersichtliche Benutzeroberfläche.

Vielen PC-Nutzer dürfte auch McAfee Antivirus ein Begriff sein. Als einer der ältesten Virenscanner wurde das Programm schon in den 1990er-Jahren als Shareware vertrieben. Auch heute noch ist die Software eine der besten, wenn es um die Beseitigung von Spyware, Trojanern und anderer Malware geht.

1. Bestenfalls lästig, oft wirklich schädlich

Für fast jede erdenkliche Aufgabe und jedes Problem gibt es eine Lösung in Form eines nützlichen, kleinen Programms. Manche dieser Programme verfolgen allerdings eine ganz andere Agenda, als der Nutzer denkt.

Ihr eigentlicher Zweck ist es nicht, dem Nutzer hilfreiche Funktionen zur Verfügung zu stellen. Das ist nur Tarnung. In Wahrheit wollen sie ihn ausspionieren. Diese Mogelpackungen sind nur eine Form der Spyware. Andere Varianten können auch über manipulierte Websites auf den Rechner gelangen, ohne dass der Anwender etwas davon mitbekommt.

Spyware: Eine ernst zu nehmende Bedrohung

Zugangsdaten werden relativ häufig ausspioniert. Fast ein Viertel aller Internetnutzer ist innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten betroffen. Das besagt eine Umfrage des IT-Verbandes Bitkom aus dem Jahr 2016.

Was ist Spyware und wozu dient sie?

Das wesentliche Merkmal von Spyware ist, dass sie vom Nutzer unbemerkt und ohne dessen Einverständnis Informationen sammelt und über das Internet versendet. Die Informationen können sowohl an den Hersteller der Software als auch an Dritte gelangen. Salopp gesagt: Spyware ist Software, die den Anwender ausschnüffelt. Häufig ist das Nutzungsverhalten Ziel dieser Bespitzelung. Besonders Daten über das Surfverhalten im Internet lassen sich kommerziell gut verwerten.

Nicht jede Spyware hat das gleiche Schadenspotential. Wenn die gesammelten Daten genutzt werden, um Betroffene mit unerwünschter, personalisierter Werbung zuzumüllen, ist das lästig, aber weitgehend harmlos.

Antivirus Spyware
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Spyware sind fiese, kleine Programme, die Daten vom Computer stehlen.

Weitaus kritischer wird es, wenn sensible Daten wie Passwörter und Zugangscodes in unbefugte Hände gelangen.

Wer verbreitet Spyware?

Spyware kann auf verschiedenen Wegen auf den Rechner gelangen. Sie tarnt sich beispielsweise gern als Applikation. Gemeinsam mit dem Programm wird auch die Spyware auf dem Rechner installiert. Darum ist es wichtig, nur Software aus bekannten und vertrauenswürdigen Quellen zu installieren. Sehr häufig verbirgt sich Adware allerdings hinter Webseiten wie Glücksspiel- oder Erotik-Portalen. Hier lauert die Spyware ahnungslosen Besuchern auf und schleust sich beim Aufrufen der Homepage in den Computer ein.

Was geschieht mit den gestohlenen Informationen?

In den meisten Fällen landen die persönlichen Daten in den Händen von Unternehmen, die sie zum Erstellen eines Kaufverhalten-Profils verwenden. Das erklärt die personalisierte Werbung in Form von Pop-ups und Bannern, auf welche der User beim Navigieren regelmäßig stößt. Die Gefahren, die Spyware mit sich bringt, übersteigen jedoch oft diesen vergleichsweise harmlosen Bereich. Unter anderem gelingt es Hackern und Identitätsdieben mit der Hilfe von Schadprogrammen, in den Besitz von Passwörtern und PINs zu kommen oder Online-Bankkonten auszuplündern.

2. Die verschiedenen Arten von Spyware

Das Ziel von Spyware ist es, die persönlichen Informationen des Nutzers auszuspähen und sensible Daten an unbefugte Dritte zu übermitteln. Spionage-Programme bedienen sich dafür unterschiedlicher Vorgehensweisen. Art und Gefahrenpotential der Malware definieren häufig den Infektionsweg. Dementsprechend existieren auch unterschiedliche Mittel und Wege, um die Bedrohung zu beseitigen.

Im Fall einer Spyware-Infektion ist die korrekte Beurteilung des Problems von entscheidender Bedeutung. Nur mit der richtigen Diagnose kann der User die Schadsoftware rechtzeitig entfernen und ihre Aktivität auf dem Rechner unterbinden. Die häufigsten Arten von Spyware sind:

ADWARE

Der Begriff „Adware“ bezeichnet Programme, die nervende Online-Werbung erzeugen. Häufig verstecken sich derartige Anwendungen in Freeware und entfalten ihr Potential nach deren unbedachter Installation. Adware modifiziert häufig die Toolbar und verändert die Startseite des Internet-Browsers.
Biohazard Symbol

BROWSER-HIJACKER

Um in das System einzudringen, nutzen Browser-Hijacker Sicherheitslücken im Browser aus und manipulieren die Systemeinstellungen. Oft haben Browser-Hijacker noch weitere Schadprogramme im Schlepptau, etwa Würmer oder Trojaner.

KEYLOGGER/PASSWORT-DIEBE

Nach der Installation protokolliert eine solche Anwendung sämtliche Eingaben. Auf diese Weise gelangen Cyberkriminelle an Passwörter und PINs des Nutzers.

POTENTIELL UNERWÜNSCHTE PROGRAMME (PUP)

Bei sogenannten „Potentiell unerwünschten Programmen“ (kurz „PUP“) handelt es sich um Software, die mit vorgetäuschten Virus-Meldungen falschen Alarm schlägt. Diese Schädlinge machen sich auf dem Rechner mit Mitteilungen wie „Ein Virus hat Ihren Computer infiziert“ bemerkbar. In den meisten Fällen liegt allerdings keine Gefährdung für System und Daten vor. Derartige Benachrichtigung sind nicht nur störend. Ein PUP verhält sich oft wie Spyware: Es ändert unbefugt die Einstellungen und beeinträchtigt die Funktion des Computers.

3. Unentbehrlicher Schutz gegen Spyware

Das Perfide an Spyware ist ihre vermeintliche Harmlosigkeit: Einmal installiert, versteckt sich das Programm unter dem Deckmantel einer nützlichen Anwendung. Vor allem für Computer-Neulinge ist es dann sehr schwierig, die Gefahr von der brauchbaren Applikation zu unterscheiden und die Spyware als Schadsoftware zu entlarven.

Mittlerweile existieren Programme, die sich für das Suchen und Entfernen von Spyware und ähnlichen Anwendungen eignen. Mit der Hilfe unterschiedlicher Tools durchforstet das digitale Helferlein den Computer nach den unerwünschten Eindringlingen, enttarnt verdächtige Aktionen und leitet entsprechende Gegenmaßnahmen ein.

Nur wenige Hersteller bieten Anti-Spyware-Tools als separates Produkt an. Normalerweise gehören sie zum Portfolio von Antivirenprogrammen oder Security-Suiten. Ein integriertes Scan-Tool durchsucht den Computer und benachrichtigt den User im Falle einer potenziellen Spyware-Infektion. Die gefährlichen Funde werden dann direkt gelöscht oder in einem speziellen Quarantäne-Ordner gesammelt. Dieser Ordner erlaubt es dem Nutzer, einen Blick auf die Funde zu werfen und über den Verbleib der jeweiligen Datei im Einzelfall zu entscheiden.

Bitdefender Scan
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Antivirenprogramme und Internet-Security-Suites (hier Bitdefender) schützen auch vor Spyware.

Mit nur einem Mausklick kann er dann die nützlichen Anwendungen wiederherstellen und die wirklich schädlichen Files endgültig entfernen.

Schützen kostenlose Programme auch zuverlässig?

Neben kostenpflichtigen Produkten findet sich im Internet auch kostenlose Anti-Spyware wie das Produkt SUPERAntiSpyware. Einmal auf dem PC installiert, versprechen diese kostenlosen Schutzprogramme maximale Wirksamkeit gegen Spyware, Adware, Malware, Würmer und andere Arten von Viren. Wer seinen Spyware-Schutz ohne finanziellen Aufwand erhalten möchte, für den erscheint eine solche Alternative auf den ersten Blick attraktiv. Zum Nulltarif erhält der User alle wichtigen Abwehr-Tools, welche auch kostenpflichtige Programme zur Verfügung stellen. Eine Firewall zum Schutz vor unbefugten Netzwerkzugriffen oder ein Scan-Modus zur regelmäßigen Kontrolle der gespeicherten Dateien gehören auch bei freier Anti-Spyware zur Grundausstattung. Doch wie sieht es mit ihrer Effizienz aus? Können frei downloadbare Antivirus-Programme dem Vergleich mit ihren kostenpflichtigen Pendants standhalten?

Kostenlose Antispyware ist oft selbst Spyware

User, die sich für ein kostenloses Programm entscheiden, sollten sich vor der Installation genau über die jeweilige Software informieren. Viele Produkte halten einfach nicht, was sie versprechen. Zum Beispiel weist die Firewall große Sicherheitslücken auf, oder wichtige Funktionen müssen separat hinzugekauft werden. Kostenlose Anti-Spyware kann sogar für den Rechner schädlich sein. Hinter ihren Funktionen verstecken sich etwa Adware und Keylogger.

Der Schutz ist mangelhaft oder funktioniert nicht richtig

Unter den kostenlosen Anti-Spyware-Programmen finden sich nur selten solide Produkte. Im Vergleich zu den kostenpflichtigen Konkurrenten verfügen diese Programme zudem über einen sehr beschränkten Funktionsumfang. Der Malware-Scanner arbeitet häufig mit einer veralteten Signatur-Datenbank, und auch der Quarantäne-Ordner erfüllt allenfalls bedingt seinen Zweck.

Die Folgen sind für Nutzer unangenehm:

Anti-Spyware Injektion
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Ein System-Scanner benachrichtigt den Nutzer über Spyware-Befall.

Das Schutzsystem erkennt nicht die wahren Bedrohungen, stattdessen werden ohne validen Grund nützliche Funktionen deaktiviert.

4. Spyware erkennen und bekämpfen

Obwohl Spyware im Hintergrund agiert, gibt es deutliche Signale, die auf einen Befall hinweisen. Unter anderem stellen eine langsame Arbeitsweise der CPU oder unerwartete Störungen im Browser die üblichen Folgen einer Spionage-Aktion des Schädlings dar. Diese typischen Anzeichen deuten auf eine Attacke durch Spyware hin:

DER RECHNER

DER RECHNER

Häufig bremst Spyware die Arbeitsgeschwindigkeit eines Computers spürbar aus. Einige Funktionen reagieren nicht auf die Eingaben des Nutzers, das Betriebssystem stürzt regelmäßig ab. Auch neue Anwendungen in der Taskleiste, die nicht vom Benutzer installiert wurden, können ein Anzeichen für Spyware-befall sein.
BROWSER UND INTERNET

BROWSER UND INTERNET

Weitere Symptome zeigen sich außerdem in der Funktionsweise des Browsers. Es kann vorkommen, dass er nicht die gewünschten Webseiten lädt oder dass bei einer Web-Suche eigenartige Ergebnisse angezeigt werden. Nicht selten ändert Spyware auch die Startseite des Browsers. Auch seltsame Links auf Websites, die in Farbe, Schriftart und Größe nicht zum Rest der Seite passen, können Anzeichen für Spyware auf dem Rechner sein. Infolge eines Spyware-Angriffes erfolgt das Navigieren im Internet oft äußerst langsam. Aktivitäten wie das Herunterladen von Programmen und Upgrades werden beeinträchtigt.

Spyware auf mobilen Endgeräten

Auch Smartphones und Tablets bleiben von Spyware-Angriffen nicht verschont. Die Symptome sind auf mobilen Geräten ähnlich wie auf dem Desktop. Ein infiziertes Smartphone arbeitet zum Beispiel langsam, da die Schadprogramme seinen Prozessor stark auslasten. Auch ein zu hoher Datenverbrauch weist auf einen möglichen Angriff hin. Spionage-Programme nutzen die Internetverbindung des Handys, sodass die verfügbaren Gigabyte viel schneller als erwartet ausgeschöpft werden.

Treten derartige Ungereimtheiten auf, empfiehlt es sich, verdächtige Programme zu löschen. Zudem ist es sinnvoll, eine Anti-Spyware-App auf dem Mobilgerät zu installieren. Für Handys und Tablets existieren mittlerweile zahlreiche Schutzprogramme, die Sicherheit garantieren.

Aktive Inhalte

Der Begriff „aktive Inhalte“ bezeichnet Programme, welche die Ausführung von Online-Animationen und Videos ermöglichen. Diese Applikationen werden manchmal von unseriösen Webseiten ausgenutzt, um Spy- und andere Malware unbemerkt auf den Computer zu schleusen.

Wie Sie Spyware vermeiden können

Nicht nur bei echten Krankheiten, sondern auch bei digitalen Viren und Malware gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Präventivmaßnahmen helfen dem Nutzer dabei, die Sicherheit des Computers zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit einer Spyware-Attacke zu verringern.

Installation eines zuverlässigen Schutzes

Gute und aktuelle Anti-Spyware ist unentbehrlich. Vor dem Kauf sollte der Nutzer auf die Programm-Ausstattung achten. Ein Anti-Spyware-Scanner ist besonders hilfreich, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Auch eine Firewall ist sinnvoll. Sie benachrichtigt den User, wenn sich eine Applikation mit dem Internet verbindet.

Installation einer Firewall

Üblicherweise ist in jeder guten Internet-Security-Suite eine Firewall enthalten. Wenn sie richtig konfiguriert ist, verhindert sie zuverlässig, dass ein Spyware-Programm die gesammelten Daten weitergibt. Um ihrer Spionagetätigkeit nachgehen zu können, muss Spyware nämlich nicht nur Daten sammeln, sondern diese auch versenden. Dazu muss sie sich mit einem Server im Internet verbinden. Firewalls kontrollieren, welche Programme auf dem Rechner mit dem Internet kommunizieren dürfen.

Hundertprozentige Sicherheit kann aber auch eine Firewall nicht gewährleisten. Wie so oft in der IT-Sicherheit ist der größte Unsicherheitsfaktor der Anwender. Denn eine Ausnahmeregel für ein Programm, dass eine Internetverbindung herstellen möchte, ist schnell eingerichtet – wer da nicht genau hinsieht, erlaubt plötzlich der Spyware den Internetzugriff. Vor allem Trojaner, die sich hinter scheinbar nützlichen Programmen verstecken, sind kaum von legitimer Software zu unterscheiden.

Betriebssystem und Programme regelmäßig aktualisieren

Wichtig für den Schutz vor Spyware ist es, alle auf dem Computer installierten Programme stets aktuell zu halten. Das gilt für Anwendungen genauso wie für das Betriebssystem. Denn Spyware und andere Malware wird auch gerne mit Hilfe von bekannt gewordenen Sicherheitslücken auf Rechnern platziert. Die Updates der Hersteller schließen diese Sicherheitslücken.

Vorsichtiges Surfen

Wie bei anderen Cyberbedrohungen gilt auch für Spyware die allgemeine Regel: Je unseriöser die Webseite wirkt, desto höher fällt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion aus. Beim Surfen sollte der Nutzer deshalb im besten Fall nur sichere und vertrauenswürdige Webseiten aufrufen. Wird dagegen eine unbekannte Internetseite aufgerufen, empfiehlt es sich, die Ausführung von aktiven Inhalten zu deaktivieren. Diese Funktionen sind oft für die Aktivierung einer Spyware verantwortlich.

Anti-Spyware Prävention
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Eine gute Anti-Spyware ermöglicht sicheres Navigieren im Internet.

Ein regelmäßiges Update des Webbrowsers und des Betriebssystems hilft dabei, die Gefahr von Sicherheitslücken am Computer so klein wie möglich zu halten.

Peer-to-Peer-Filesharing vermeiden

Datei-Tauschbörsen nach dem Peer-to-Peer-Prinzip wie BitTorrent haben zwar momentan deutlich an Popularität eingebüßt, werden aber immer noch von vielen Anwendern gerne genutzt. Für Cyberkriminelle erweisen sich diese Plattformen als vorteilhaft. Prinzipiell kann dort nämlich jeder Anwender Dateien hochladen. Niemand hindert Menschen mit kriminellen Absichten daran, eine mit Spyware verseuchte Version eines Programms hochzuladen, die dann von tausenden nichtsahnenden Nutzern installiert wird.

Nutzungsbedingungen überprüfen

Spyware und Spionage-Apps verstecken sich oft hinter kostenlosen Plug-ins. Das Herunterladen derartiger Programme und anderer Tools führt häufig zur Aktivierung der gefährlichen Schadsoftware. Vor jeder Installation sollten User deshalb zuerst abwägen, ob die Anwendung tatsächlich notwendig ist. Außerdem empfiehlt es sich, einen Blick in die Lizenzvereinbarungen zu werfen, da sich hier zumeist wichtige Auskünfte über die Datenschutzbestimmungen des Software-Herstelles finden.

So testen wir

Unerfahrene Anwender, die sich zum ersten Mal nach einer Anti-Spyware umschauen, haben bei der Suche viele Faktoren zu berücksichtigen. Einige Produkte verfügen über umfangreich individualisierbare Tools zur Abwehr von Sypware, verlangen vom User aber tiefergehende Computerkenntnisse, um wirklich effizient zum Einsatz gebracht zu werden. Andere Anwendungen zeichnen sich dagegen zwar durch hohe Benutzerfreundlichkeit aus, verfügen allerdings über beschränkte Scan-Konfigurationen. Nicht zuletzt ist die Kompatibilität mit dem Betriebssystem ein weiterer Aspekt, den der Kunde beim Kauf einer Anti-Spyware berücksichtigen muss.

Unser Testsystem

Um Messunterschiede bei der Performance auszuschließen, haben wir jede Software auf dem gleichen PC-System getestet. Unser PC besitzt folgende Spezifikationen:

  • Windows 10 Pro 64 Bit
  • Intel Core i5-6500T 2,5 GHz Quad-Core
  • 8 GB RAM
  • SSD-Festplatte

Um Interessenten eine allgemeine Orientierungshilfe zu geben, haben wir die besten Anti-Spyware-Lösungen unter die Lupe genommen und miteinander verglichen. In unseren Tests erfahren Leser schnell, welche Funktionen und Anwendungen zum Schutz des Computers die verschiedenen Programme anbieten.

Aus der Benotung der einzelnen Kategorien – in jeder können dabei maximal 5.00 Punkte erzielt werden – errechnen wir eine Gesamtnote für jedes Produkt. Daraus ergibt sich die Platzierung der Softwares in unserem Ranking. Hierbei sollte der Leser jedoch nicht vergessen, dass der Vergleich lediglich als Orientierungshilfe dient. Auf welchen Aspekt einer guten Anti-Spyware-Software jeder Interessent den größten Wert legt, muss er letztendlich je individuell für sich selbst abwägen. Um die diversen Produkte möglichst objektiv zu analysieren und zu beurteilen, legen wir uns auf die folgenden vier Bewertungskriterien festgelegt:

Schutzfunktionen

In unserem Anti-Spyware-Test untersuchen wir zunächst die verschiedenen Tools, welche die Software-Pakete zum Schutz des PCs zur Verfügung stellen. Der Fokus liegt hier selbstverständlich auf den Funktionen gegen Spyware-Bedrohungen, so etwa auf dem Scan-System. Mithilfe der Erkenntnisse unabhängiger Testlabore wie AV-Test und AV-Comparatives dokumentieren wir die Effizienz der verschiedenen Suchlauffunktionen.

Die besten Anti-Spyware-Lösungen sind in der Lage, auch große Datenmengen in wenigen Minuten nach potentiell schädlichen Files zu durchsuchen. Auf unserem Test-PC führen wir mehrmals eine vollständige Überprüfung der Computerfestplatte durch und messen dabei die durchschnittliche Zeit, welche die Softwares dafür benötigen.

Besonders erfreuliche Ergebnisse in puncto Scan-Geschwindigkeit verzeichnet Bitdefender Antivirus Plus, das unsere SSD-Festplatte mit einem Datenvolumen von 100 Gigabyte in weniger als fünf Minuten untersuchte.

Zusatzanwendungen wie ein Spam-Schutz und eine Anti-Keylogging-Funktion, die das Ausspähen sensibler Nutzerdaten verhindert, sollten in hochwertigen Anti-Spyware-Softwares fest zum Repertoire gehören. Ein gutes Programm verschafft den Nutzern zudem einen präzisen Überblick über die PC-Abläufe, damit sie bequem all jene deaktivieren können, die sie als störend oder gefährlich einschätzen. Besonders umfangreich ausgestattete Anti-Spyware-Programme – auch hier fällt Bitdefender positiv auf – verfügen zudem über ein Online-Banking-Tool für die Absicherung von Finanztransaktionen im Internet.

Neben einer zuverlässigen Grundausstattung gegen Spyware beinhalten hochwertige Programme zudem diverse Schutzfeatures gegen andere Bedrohungen wie etwa Trojaner, Würmer, Viren oder Phishing-Programme. So entfernt der User sämtliche Schadsoftware von seinem Computer.

Performance

Die technischen Anforderungen müssen in einem Anti-Spyware-Programm zum jeweiligen Endgerät passen, damit die Software reibungslos funktioniert. In diesem Bewertungskriterium prüfen wir zunächst, ob die Sicherheitssoftware spürbare Verzögerungen im System verursacht. Bei jedem Produkt messen wir die Belastung der Computerressourcen und versammeln Angaben dazu, wie viel Prozent der CPU und wie viele Megabyte des Arbeitsspeichers etwa ein System-Scan beansprucht.

Sind die Programme zudem mit einem Echtzeitscan ausgestattet, informieren die Testberichte auch über die Ressourcenbeanspruchung bei einer gewöhnlichen Websuche. Im Vergleich erweist sich die Software Panda Antivirus Pro als besonders ressourcensparend. Mit einer Inanspruchnahme von 25 Prozent der CPU fällt die Auslastung der Computerressourcen bei einer kompletten System-Überprüfung äußerst gering aus.

Das Bewertungskriterium befasst sich außerdem mit den technischen Voraussetzungen der jeweiligen Antivirus-Programme. Hier erfahren die Leser, ob die Software nur mit Windows kompatibel ist oder der Anbieter auch eine Version für Mac-Systeme zur Verfügung stellt. Wir listen die verschiedenen Versionen der Betriebssysteme auf, welche die Anti-Spyware-Software unterstützt. Zudem beeinflusst das Installations-Verfahren die Benotung. Eine Installation muss schnell und problemlos erfolgen und darf andere Computer-Prozesse nicht beeinträchtigen.

Bedienung

Der dritte Bewertungspunkt konzentriert sich auf die Handhabung und die Benutzeroberfläche der Programme. Die verschiedenen Schnittstellen des Programmes müssen klar und deutlich strukturiert sein, sodass auch Computer-Neulinge alle Funktionen nutzen können.

Auch bestimmte Komfortfunktionen haben Einfluss auf die Bewertung. Einige Programme stellen beispielsweise einen Backup-Ordner zur Verfügung, der einen Überblick über die Dateien ermöglicht, die von der Anti-Spyware entfernt wurden. Rettungsfunktionen helfen dem User, gelöschte Dateien wiederherzustellen, wenn sie ungefährlich sind.

Wie jede Antivirus-Software benötigt eine Anti-Spyware nicht zuletzt eine regelmäßige Aktualisierung ihrer Schutzfunktionen; gute Produkte wie Norton Security oder Kaspersky Antivirus installieren die nötigen Updates frühzeitig bei Systemstart, ressourcenschonend und automatisch ohne Zutun des Anwenders.

Hilfe & Support

Auch bei einer sehr intuitiven Software können sich Fragen oder Probleme seitens der Nutzer ergeben. Der letzte Testaspekt thematisiert den Support der verschiedenen Hersteller. Zunächst liegt der Fokus auf der Homepage der Anbieter. Neben ausführlichen Auskünften über die Tools ist eine FAQ-Schaltfläche für die erste Hilfe unerlässlich. Einige Hersteller bieten außerdem ein Community-Forum, über welches der Nutzer Rat von anderen Usern einholen kann. Für einige Produkte wie McAfee AntiVirus Plus steht eine umfangreiche Auswahl an Hilfs-Tools zur Verfügung, die zu einer zügigen Lösung der Probleme führen.

Lässt sich das Anliegen auf diesen Wegen nicht lösen, ist der Direktkontakt von besonderer Bedeutung. Zu diesem Zweck stellen gute Anbieter einen E-Mail-Support oder eine telefonische Hotline zur Verfügung, auf welche Hilfesuchende im Ernstfall zurückgreifen können. In unserem Test haben wir den Kundendienst der verschiedenen Softwarehersteller entweder per Telefon oder per E-Mail kontaktiert. Ob der Support auf unsere Anregungen mit einem hilfreichen Rat antwortete oder uns mit Standardantworten abspeiste, erfahren Leser in den entsprechenden Testberichten.