Inhalator

Die 7 besten Inhalatoren im Vergleich

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Inhalator-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Mit Inhalatoren werden die Symptome bei ErkĂ€ltungen und chronischen Atemwegerkrankungen gelindert.
  • Sie eignen sich bei Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege.
  • Es gibt fĂŒr jedes Alter und jeden Zweck das passende GerĂ€t. Einige Modelle arbeiten mit herkömmlichem Wasserdampf, andere versprĂŒhen feinen Nebel.
  • Moderne GerĂ€te ermöglichen eine leichte Anwendung, sodass der entstehende Dampf oder Nebel per Knopfdruck steuerbar ist.
  • Inhalatoren sind als Tisch- und Handmodell erhĂ€ltlich.

Was einen Inhalator so wertvoll macht

Kaum klopft die kalte Jahreszeit an der TĂŒr, lĂ€uft die Nase, kratzt der Hals und verhindert ein anhaltender Hustenreiz das tiefe, ruhige Atmen. Bei all diesen ErkĂ€ltungsanzeichen bringen Inhalatoren eine schnelle Abmilderung der Symptome. Egal ob mit einer Kochsalzlösung, reinem Wasserdampf oder einem zusĂ€tzlichen, speziellen Medikament – eine Verbesserung des Gesundheitszustands ist durch Inhalation innerhalb kĂŒrzester Zeit möglich. Festsitzender Schleim kann sich lösen, lĂ€stiger Hustenreiz nimmt ab und Nase, Bronchien sowie Lunge werden wieder frei.

Die Anwendung ist mit den modernen, technisch ausgereiften GerĂ€ten sehr einfach und dank des funktionalen Zubehörs fĂŒr jede individuelle Anforderung bestens geeignet. FĂŒr die Auswahl des richtigen InhalationsgerĂ€t sollte in erster Linie der notwendige Einsatzzweck berĂŒcksichtigt werden. Die hauptsĂ€chlichen Unterscheidungskriterien betreffen das Alter des Anwenders, die Art des GerĂ€tes und die Technologie.

Bei welchen Erkrankungen wird ein Inhalator eingesetzt?

InhalationsgerÀte dienen zur Befeuchtung und Pflege der Atemwege im Winter oder bei Reizhusten. Es gibt unterschiedliche Arten von Atemwegserkrankungen: Beispielsweise können entweder nur die oberen beziehungsweise unteren Atemwege oder beide betroffen sein; zudem gibt es akute grippale Infekte oder chronische Lungen- und Atemwegserkrankungen, die mit Inhalatoren behandelt werden können.

Zu den oberen Atemwegserkrankungen zÀhlen:

  • Schnupfen und Husten
  • Nasenneben- oder StirnhöhlenentzĂŒndung
  • Rachen- oder KehlkopfentzĂŒndung

Zu den unteren Atemwegserkrankungen zÀhlen:

  • Bronchitis
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • LungenentzĂŒndung
  • Asthma

Ein kleiner RĂŒckblick

Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Inhalieren mit allerlei Aufwand verbunden. Wasser musste gekocht, eine große SchĂŒssel und ein Handtuch bereitgestellt werden. Bei dieser Methode war es nicht nur schwierig, die richtige Temperatur abzupassen, auch das Inhalieren an sich war nicht sonderlich angenehm: Das gesamte Gesicht, die Haare und teilweise die Kleidung wurden nass. Außerdem barg das heiße Wasser die Gefahr des VerbrĂŒhens. Auch der Zusatz von notwendigen Medikamenten oder Substraten war schwierig. NatĂŒrlich lĂ€sst sich diese Art des Inhalierens auch heute noch durchfĂŒhren – sie ist gĂŒnstig und die Utensilien dafĂŒr befinden sich in der Regel in jedem Haushalt. Doch die elektrischen Inhalatoren sind in allen Belangen praktischer und einfacher zu nutzen.

Ein Hauch Geschichte

Manche Quellen besagen, dass die sogenannte „inhalative Therapie“ bis ins alte Ägypten zurĂŒckreicht. Bereits im 2. Jahrhundert vor Christus wird der therapeutische Einsatz von Aerosolen pflanzlichen Ursprungs durch Raucherzeugung beschrieben. In den folgenden Jahrtausenden lĂ€sst sich das RĂ€uchern und Inhalieren von pflanzlichen Wirkstoffen fĂŒr rituelle, religiöse oder medizinische Zwecke in vielen Kulturen nachweisen.

Wie funktionieren Inhalatoren?

Inhalatoren sind medizinische GerĂ€te, die unabhĂ€ngig von der Indikation, also dem Grund fĂŒr eine Inhalation, allesamt sehr Ă€hnlich funktionieren: Der Anwender atmet je nach Modell Aerosole, nebelförmig verteilte Medikamente, oder Wasserdampf ein. Grundsubstanz ist entweder eine Kochsalzlösung oder pures Wasser; vor allem bei Reizhusten oder trockener Heizungsluft ist reiner Wasserdampf zu empfehlen. Bei stĂ€rkeren Beschwerden wie einer Bronchitis, Lungen- oder StirnhöhlenentzĂŒndung und Asthma werden der FlĂŒssigkeit bestimmte, meist verschreibungspflichtige Medikamente zugesetzt. DafĂŒr kommen meist die sogenannten Vernebler-GerĂ€te zum Einsatz, bei denen das Gemisch aus FlĂŒssigkeit und Medikament vernebelt wird. Diese DĂ€mpfe mit den Wirkstoffen aus den zugesetzten Medikamenten oder Substraten gelangen so mit dem Einatmen auf direktem Wege an die entsprechenden Stellen im Körper wie Nase, Bronchien oder Lunge.

Welche Inhalatoren gibt es und wie unterscheiden sie sich?

InhalationsgerĂ€te unterscheiden sich allen voran hinsichtlich ihrer Funktionsweise: Es gibt manuelle Inhalatoren, bei denen Sie reinen Wasserdampf inhalieren. Bei elektrischen Modellen wird die InhalationsflĂŒssigkeit in einer feinen SprĂŒhwolke vernebelt. Die Modelle lassen in zwei Gruppen unterteilen: TischgerĂ€te, die sich perfekt fĂŒr den Einsatz zu Hause eignen, und HandgerĂ€te, die auch unterwegs gute Dienste leisten. TischgerĂ€te sind standfest und werden elektrisch ĂŒber einen Kompressor betrieben – das macht sie sehr laut. Zudem benötigen Sie fĂŒr den Betrieb dieser Inhalatoren immer eine Steckdose. Die kompakten HandgerĂ€te sind dagegen wesentlich leiser. Da sie mittels eines Akkus betrieben werden, ist keine Steckdose notwendig. Noch dazu sind sie flexibel einsetzbar. Elektrische GerĂ€te sind meist teurer als manuelle InhaliergerĂ€te; eine regelmĂ€ĂŸige Reinigung erfordern beide Modelle. SĂ€mtliche Inhalatoren eignen sich sowohl fĂŒr Kinder als auch Erwachsene.

Vorteile
  • Unterschiedliche Einsatzzwecke
  • FĂŒr Kinder und Erwachsene geeignet
  • Gezielte und tiefgehende Wirkung
  • HandgerĂ€te unterwegs einsetzbar
Nachteile
  • Hoher Preis fĂŒr elektrische Modelle
  • Reinigung nach Gebrauch

Das richtige Modell finden

Wenn Sie einen Inhalator kaufen möchten, ist in erster Linie die Indikation entscheidend. Wer nur gelegentlich bei einer ErkĂ€ltung oder wĂ€hrend der Heizperiode im Winter seinen Atemwegen etwas Gutes tun möchte, kann guten Gewissens auf einfachere Modelle zurĂŒckgreifen. Eine Person, die unter einer chronischen Atemwegserkrankung leidet oder im Ernstfall sogar auf ein InhalationsgerĂ€t angewiesen ist, zum Beispiel bei starkem Asthma, benötigt ein GerĂ€t, in dem auch das Medikament bestmöglich wirken kann. Ebenfalls ist das Alter des Anwenders ausschlaggebend: Handelt es sich um Erwachsene oder soll das GerĂ€t fĂŒr die ganze Familie mit Kindern nutzbar sein? Die Produktpalette reicht von einfachen, gĂŒnstigen Modellen mit Preisen von weniger als 100 Euro bis hin zu GerĂ€ten mit moderner Technologie, die mehr als 100 Euro kosten.

FĂŒhrende Marken

Omron | Pari | Hylogy | Beurer | Medisana | Simbr

Die verschiedenen Inhalationssysteme

Es gibt verschiedenste Inhalatoren beziehungsweise Inhalationssysteme, zu denen unter anderem die Vernebler-GerÀte gehören. Sie unterscheiden sich in der Art beziehungsweise im Funktionsprinzip.

Vernebler

In einem Vernebler strömt Luft durch eine Wirkstofflösung und vernebelt diese zu kleinen Tröpfchen. Die Teilchen, die sich aus der Lösung herauslösen, werden mit der Luft vermischt.

Ultraschall-Vernebler

Bei den Ultraschall-Verneblern wird mittels eines vibrierenden Piezokristalls ein Ultraschall erzeugt, der dafĂŒr sorgt, dass sich Tröpfchen aus der Wirkstofflösung in Form eines feinen Nebels herauslösen. Je höher die Frequenz der Schwingung ist, desto feiner sind die Tröpfchen. Da die PartikelgrĂ¶ĂŸe circa zwischen 4,0 und 6,0 Mikrometern liegt, dringen die Tröpfchen beim Einatmen allerdings nur in die großen und mittleren Bronchien, nicht aber in die kleinen Bronchien ein. Mit Ultraschall-Verneblern dauert das Inhalieren lĂ€nger. Außerdem erhitzt sich wĂ€hrend des Inhalierens die FlĂŒssigkeit, weswegen sie fĂŒr manche Medikamente nicht geeignet sind.

Membran-Vernebler

Membran-Vernebler entsprechen der neuesten Technologie zur Vernebelung von FlĂŒssigkeiten. Bei ihnen schwingt eine sehr dĂŒnne Membran mit tausenden mikroskopisch kleinen Bohrungen und sorgt fĂŒr die Entstehung der feinen Tröpfchen, die bis in die kleinen Bronchien eindringen können. Durch diese Schwingungen fungiert jede Mikrobohrung wie eine kleine Pumpe und produziert so die feinen Tröpfchen, die den Nebel bilden. Die Medikamentenpartikel sind sehr klein, circa 2,5 bis 5,0 Mikrometer, und erreichen deswegen auch die kleinen Bronchien. Diese GerĂ€te arbeiten fast lautlos, sind sehr kompakt und werden meist mit einem Akku betrieben. Deswegen sind sie sehr flexibel verwendbar. Allerdings sind sie weniger robust als andere Modelle und sollten nur mit Ă€ußerster Vorsicht benutzt werden.

DĂŒsen-Vernebler

Die DĂŒsen-Vernebler zĂ€hlen zu den gĂ€ngigsten Modellen. Die Inhalationslösung wird durch die Druckluft eines integrierten Kompressors fein zerstĂ€ubt und durch einen Luftschlauch an das MundstĂŒck beziehungsweise die Maske weitergeleitet. Da die entstehenden Tröpfchen unterschiedlich groß sind, werden die grĂ¶ĂŸeren Topfen durch eine Prallplatte zurĂŒckgehalten. Der DĂŒsen-Inhalator zerteilt die FlĂŒssigkeit in mikroskopisch kleine Teilchen. Der dadurch entstehende feine Nebel mit den zugesetzten Wirkstoffen, wie Salzen oder Medikamente, kann tief in die Atemwege eindringen.

Andere Arten von Inhalatoren

Neben den gÀngigen Vernebler-Modellen gibt es auch andere Arten von Inhalatoren, die mit Druckgas oder Dampf arbeiten.

Pulver- oder Druckgasdosier-Inhalatoren

Vor allem bei Asthma-Erkrankungen im erwachsenen Alter kommen Dosieraerosole oder Pulver-Inhalatoren zum Einsatz. Dosieraerosole geben per Knopfdruck mittels eines Gases eine bestimmte Wirkstoffmenge ab, zum Beispiel Lösungen mit Kortison bei EntzĂŒndungen der Atemwege. Es gibt aber auch Sprays, die ein Notfallmedikament enthalten und vor allem bei akuten Asthma-AnfĂ€llen benötigt werden. DarĂŒber hinaus existieren Sprays zur Erweiterung der Bronchien. Die Anwendungstechnik, sprich die Technik und Koordination von SprĂŒhstoß und Einatmen, ist hier teilweise schwierig und erfordert Übung. Bei den Pulver-Inhalatoren wird der Wirkstoff durch den Atem freigesetzt: Das Inhalationsmittel muss nicht per Knopfdruck, sondern mit einem krĂ€ftigen Atemzug in die Lunge eingeatmet werden. FĂŒr Personen mit stark eingeschrĂ€nktem Atemfluss sind sie deswegen ungeeignet.

Dampf-Inhalator

Manuelle Dampf-Inhalatoren arbeiten mit heißem Wasserdampf, den Sie durch einen Mund-Nasen-Aufsatz inhalieren. Ähnlich dem Inhalieren ĂŒber einer SchĂŒssel mit heißem Wasser muss auch hier Wasser erhitzt und in den BehĂ€lter des Inhalators eingefĂŒllt werden. Elektrische Dampf-Inhalatoren arbeiten ebenfalls mit Wasserdampf. Hier wird das Wasser aber vom GerĂ€t selbst erhitzt. Sie können dem Wasser Substanzen wie zum Beispiel Eukalyptus-Substrat zusetzen. Da die durch das heiße Wasser entstehenden Tropfen relativ groß sind, dringen nur die flĂŒssigen Teile in die Atemwege ein. FĂŒr einige Indikationen ist diese Art also weniger oder gar nicht geeignet. Die Inhalatoren dienen daher eher zur Befeuchtung der SchleimhĂ€ute oder zum Lösen von Schnupfen und leichtem Husten.

Achtung, heiß!

Der Dampf-Inhalator muss stets gerade stehen oder gehalten werden, da ansonsten heißes Wasser auslaufen könnte; dies birgt die Gefahr einer VerbrĂŒhung. Vor allem wenn Kinder den Inhalator nutzen, sollten Sie auf Nummer sicher gehen: Verwenden Sie ein GerĂ€t, das vollkommen dicht ist und bleiben Sie bei Ihrem Kind, wĂ€hrend es inhaliert.

Beachten Sie, dass bei manuellen GerĂ€ten viele der wichtigen Wirkstoffe verloren gehen, da sie im Wasser oder BehĂ€lter zurĂŒckbleiben. Wer also mit teuren ZusĂ€tzen oder Medikamenten inhalieren muss, sollte auf Vernebler-GerĂ€te setzen. Dampf-Inhalatoren sind deswegen vor allem fĂŒr die Inhalation von Substanzen mit Ölen oder KrĂ€uterpasten zu empfehlen. Bei der Zugabe Ă€therischer DĂŒfte in die InhalationsflĂŒssigkeit ist stets Vorsicht geboten, denn manche Substrate reizen die Atemwege und SchleimhĂ€ute. Gerade Kinder sind sehr empfindlich und bei unsachgemĂ€ĂŸer Anwendung können die Substanzen das Gegenteil bewirken und gesundheitsschĂ€dlich sein. Aber auch Erwachsene sollten mit Bedacht vorgehen, um allergische Reaktionen oder Reizungen zu vermeiden.

Elektrische GerĂ€te ĂŒberweigen

In einem elektrischen GerĂ€t lassen sich die InhalationsflĂŒssigkeiten mittels Kompressoren oder Ultraschall wesentlich feiner „vernebeln“; deshalb gelangen sie besser in die Atemwege. Bei der Inhalation mit Wasserdampf entstehen grĂ¶ĂŸere Tropfen, die partiell nur die oberen Atemwege erreichen. Deswegen sind sie bei manchen akuten und chronischen Erkrankungen nicht empfehlenswert. Eine Inhalation mit Verneblern dauert lĂ€nger als mit Pulver- oder Druckgasdosier-Inhalatoren. Da keine besondere Atemtechnik nötig ist, eignet sich die Vernebelungsmethode speziell fĂŒr Kinder, fĂŒr welche die Anwendungstechnik der Pulver- oder Druckgasdosier-Inhalatoren schwierig sein könnte.

Was ist beim Kauf eines Inhalators noch zu beachten?

NatĂŒrlich spielen bei der Auswahl eines Inhalators weitere Kriterien eine Rolle. Bei einer Kaufentscheidung sollten Sie zum Beispiel das FĂŒllvolumen, die Dauer der Inhalation, das Zubehör und die Eignung fĂŒr Kinder berĂŒcksichtigen.

Die Inhalationsdauer

Die Dauer einer Inhalation ist von der Art der Erkrankung abhĂ€ngig. Bei einfachen Infekten genĂŒgen meist ein paar Minuten mehrmals am Tag. Bei einer chronischen Trockenheit der Atemwege empfiehlt es sich, ĂŒber lĂ€ngere Zeit mit Wasser oder Kochsalz zu inhalieren, um die Atemwege feucht zu halten. Besprechen Sie die Dauer der Anwendung im Idealfall vorab mit einem Arzt.

Die Vernebelungsrate

Die Vernebelungsrate sagt aus, wie viel FlĂŒssigkeit das jeweilige GerĂ€t innerhalb von einer Minute ausstĂ¶ĂŸt. Dieser Wert wird in Millilitern pro Minute gemessen und betrĂ€gt meist zwischen 0,2 und 0,6. Je niedriger dieser Wert ausfĂ€llt, desto lĂ€nger dauert ein Inhalationsvorgang. Umgekehrt heißt das: Eine kurze Inhalationszeit wird durch eine hohe Vernebelungsrate erreicht. Darauf hat vor allem die Technologie des GerĂ€ts Einfluss, denn bei einem UltraschallgerĂ€t geht die Vernebelung vergleichsweise schnell, bei einem Kompressor-GerĂ€t dauert es lĂ€nger.

Das FĂŒllvolumen

Das FĂŒllvolumen gibt an, wie viel Inhalationslösung in das GerĂ€t passt. Die Menge der FlĂŒssigkeit beeinflusst auch die Dauer der Inhalation. Viele Inhalatoren besitzen ein FĂŒllvolumen von maximal zehn Millilitern. Meist mĂŒssen Sie mindestens zwei Milliliter einfĂŒllen, damit ausreichend Dampf oder Nebel entstehen und sich das aufgelöste Substrat oder Medikament verteilen kann.

Die ZusÀtze

Der Einsatz der infrage kommenden ZusĂ€tze und Medikamente richtet sich nach der Indikation und Art der der Erkrankung, die mittels einer Inhalation behandelt werden soll. Bei einer einfachen ErkĂ€ltung kann eine Inhalation nur mit Wasser oder Kochsalz durchgefĂŒhrt werden, zum Beispiel bei milden Symptomen und zur Befeuchtung. Sie können aber auch einen speziellen Zusatz, wie Öle oder KrĂ€utersubstanzen, hinzugeben. Bei schwerwiegenderen Erkrankungen werden – je nach Krankheitsbild – Medikamente zugesetzt.

Welche AufsĂ€tze gibt es fĂŒr Inhalatoren?

Die Wahl des passenden Aufsatzes richtet sich in erster Linie nach dem Alter des Anwenders, aber auch individuelle Vorlieben kommen zum Tragen. Erwachsene nutzen meist ein MundstĂŒck, das zwischen die Lippen genommen wird. Je nach Beschwerden ist aber auch eine Maske empfehlenswert. Bei Kleinkindern mĂŒssen Inhalatoren bestimmte Kriterien erfĂŒllen. Beispielsweise reagieren Kinder sehr empfindlich auf GerĂ€usche. Deswegen sind Kompressor-GerĂ€te eher ungeeignet. Vernebler auf Basis der Schwingmembrantechnologie arbeiten am leisesten. FĂŒr Kleinkinder eignet sich ein Maskenaufsatz, der sowohl den Mund als auch die Nase bedeckt, am besten. Das Atmen mit einer Maske fĂ€llt Kindern meist leichter, zudem geht weniger Inhalationslösung verloren. Bei vielen InhalationsgerĂ€ten sind Nasen- und MundstĂŒck oder Atemmaske im Lieferumfang enthalten.

Wie inhaliere ich richtig?

FĂŒr das richtige Inhalieren ist eigentlich nicht viel zu tun: Bereiten Sie das GerĂ€t mit den entsprechenden Inhaltsstoffen vor und machen Sie es betriebsbereit. Dann legen Sie die Gesichtsmaske an beziehungsweise atmen durch das Mund- und NasenstĂŒck tief ein und wieder aus. Damit sich die DĂ€mpfe möglichst gut in den Atemwegen verteilen können, sollten Sie langsam und tief einatmen; halten Sie kurz den Atem an und atmen anschließend kontrolliert wieder aus. Je ruhiger geatmet wird, desto besser können sich die Aerosole verteilen und in die Atemwege eindringen. Je nach Krankheitsbild und Indikation ist es empfehlenswert, sich vom Hausarzt zur Medikation und Dosierung des Medikaments beraten zu lassen.

Manuelle Inhalatoren bieten den Vorteil, dass Sie den Vorgang jederzeit unterbrechen können, falls Sie husten oder niesen mĂŒssen. So geht nichts von der InhalationsflĂŒssigkeit mit eventuell teuren Medikamenten verloren. Manche GerĂ€te sind mit einer automatischen Abschaltautomatik ausgerĂŒstet, die in diesen FĂ€llen von allein stoppen. Wieder andere Modelle verfĂŒgen ĂŒber eine Intervallvernebelung; hier werden die Aerosole nur beim Einatmen freigegeben. Das verhindert Wirkstoffverluste, allerdings verlĂ€ngert sich die Inhalationsdauer.

Allergiker, aufgepasst!

Allergiker sollten bei der Auswahl von ZusĂ€tzen vorsichtig sein, denn diese können allergische Reaktionen auslösen oder verstĂ€rken. Wenn Sie oder Ihr Kind kleinste allergische Reaktionen zeigen, ist eine RĂŒcksprache mit dem Haus- oder Kinderarzt dringendst zu empfehlen.

Wie ist ein Inhalator zu reinigen?

Ein Inhalator sollte nach jedem Gebrauch ausgiebig gereinigt werden. Schließlich gelangen beim Inhalieren Erreger, Viren und weitere Keime oder Bakterien in den Inhalator. Das kann gesundheitsschĂ€dliche Folgen haben, wenn Sie das gebrauchte InhaliergerĂ€t erneut nutzen. Einzelne Teile dĂŒrfen eventuell sogar in die SpĂŒlmaschine. Generell sollten immer alle abnehmbaren Bestandteile eines Inhalators grĂŒndlich ab- und ausgespĂŒlt werden, gegebenenfalls mit einem milden SpĂŒlmittel. Danach mĂŒssen alle Teile gut trocknen, am besten auf einer saugfĂ€higen Unterlage. Spezielle Dampfsterilisatoren, speziell fĂŒr Inhalatoren, sind besonders praktisch. Zur Aufbewahrung des Inhalators sowie dessen Zubehörteile bieten sich die von manchen Herstellern angebotenen Taschen oder Koffer an.

Ist das InhaliergerĂ€t dauerhaft in Benutzung oder wird es von mehreren Personen verwendet, sollte es regelmĂ€ĂŸig desinfiziert werden. DafĂŒr kommen folgende Methoden infrage:

Kochen Sie die losen Teile aus, etwa das MundstĂŒck, den Maskenadapter und den Schlauch. Legen Sie die Objekte am besten fĂŒr ein paar Minuten in destilliertes Wasser und erhitzen Sie dieses anschließend.

Alkohol hat eine desinfizierende Wirkung. Legen Sie alle abnehmbaren Elemente kurzzeitig in Ethylalkohol und spĂŒlen Sie diese anschließend grĂŒndlich ab.

Desinfektionsmittel sollten Sie nur verwenden, wenn sich kein Natriumhypochlorit darin befindet, da es andernfalls zu aggressiv reagiert. Waschen Sie das InhaliergerÀt danach mit Wasser ab.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von Inhalatoren. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Der letzte und somit aktuelle Inhalator-Test der Stiftung Warentest stammt aus dem Jahre 2007. Damals wurden insgesamt zehn InhalationsgerĂ€te mit Kompressor und Ultraschall getestet. Zwar spiegeln die Ergebnisse nicht den neuesten Stand der Technik wider, womit sie nur bedingt aussagekrĂ€ftig sind. Dennoch lassen sich einige Aussagen ĂŒbernehmen. In einem Test wird in der Regel die jeweilige PartikelgrĂ¶ĂŸe, die durch die GerĂ€te erzeugt wird, untersucht. Testsieger sind deswegen meist InhaliergerĂ€te, die feinere und kleinere Partikel erzeugen, da diese besser in alle Bereiche der Atemwege eindringen und somit fĂŒr fast alle Indikationen eingesetzt werden können. Sowohl Druckluft- als auch Ultraschall-Vernebler schnitten in dieser Kategorie im damaligen Test der Stiftung Warentest sehr gut ab, so zum Beispiel die Inhalatoren von Pari oder Omron.

Als weiteren Vorteil von Verneblern stellten die Tester der Stiftung Warentest heraus, dass sie einfach zu handhaben sind. Allerdings sind GerÀte mit spezieller Vernebelungstechnologie teils teurer und bieten eine eingeschrÀnkte Bewegungsfreiheit, beispielsweise wegen des Stromanschlusses. Hier empfehlen sich laut Aussage der Tester InhaliergerÀte, die auch mit Akku funktionieren, wie der Pari Boy mobile S.

Das ETM-Testmagazin testete im Jahr 2020 den Dampfvernebler SI 40 des Herstellers Beurer. Die Tester stellten das GerĂ€t in den Kategorien FunktionalitĂ€t, Handhabung, Ausstattung und Bedienkomfort auf den PrĂŒfstand. Das Modell von Beurer erhielt eine 91-prozentige Gesamtwertung und das Testurteil „gut“. In sĂ€mtlichen Testkategorien konnte es die Tester mit 4,5 von 5,0 möglichen Punkten ĂŒberzeugen. Dabei stellten die Tester vor allem die gute MaterialqualitĂ€t sowie die einfach zu montierende Bauweise in den Vordergrund. Die eingefĂŒllte FlĂŒssigkeit vernebelt darĂŒber hinaus sehr schnell, sodass der Beurer-Vernebler in wenigen Minuten einsatzbereit ist. Der geringe Lieferumfang ist den Testern negativ aufgefallen: Es wird lediglich eine Maske mitgeliefert, eine Maske fĂŒr Kinder ist nicht enthalten.