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DVB-T2 Receiver

Die besten DVB-T2 Receiver im Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Sky Vision 150 T-HD 3,85
2 STRONG SRT 8540 3,68 39,98 €
3 Philips DTR3202 3,63 46,89 €
4 Samsung GX-MB540TL 3,48 40,94 €
5 XORO HRT 8720 3,40 46,84 €
6 Skymaster DTR5000 3,30 47,21 €
7 Comag SL30T2 3,05 38,32 €

Funktionen

Inbetriebnahme & Bedienung

Bild, Ton & Signal

Anschlüsse

DVB-T2 empfangen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Um Antennenfernsehen im neuen Standard empfangen zu können, benötigen Verbraucher entweder einen neuen Fernseher oder einen separaten DVB-T2-Empfänger.
  • Externe DVB-T2-Receiver sind die deutlich günstigere Alternative zu einem neuen TV-Gerät mit integriertem DVB-T2-Empangsteil.
  • Grundsätzlich sind DVB-T2-Empfänger wetteranfällig. Daher sollten Nutzer bei stark bewölktem Himmel und Wind beziehungsweise Sturm mit Empfangsstörungen rechnen.

Unsere Testsieger

In unserem Test der besten DVB-T2-Receiver holt sich der Sky Vision 150 mit der höchsten Gesamtpunktzahl den Sieg. Dabei punktet das Gerät vor allem in der Kategorie „Inbetriebnahme & Bedienung“. Besonders positiv fallen das übersichtliche Menü und die anwenderfreundliche, hervorragend funktionierende Fernbedienung auf. Aber auch in den anderen Bereichen erzielt der Receiver von Sky Vision durchweg zufriedenstellende Ergebnisse. Die wichtigsten Funktionen sind enthalten und bei einigermaßen guten Wetter empfängt das Gerät störungsfrei alle 72 Sender. Besonders praktisch für Fans der privaten Sender ist die integrierte Irdeto-Entschlüsselung.

Auf dem zweiten Platz landet das sehr ähnliche Gerät STRONG SRT 8540, das sich hauptsächlich optisch vom Testsieger unterscheidet. Allerdings ist der Receiver von STRONG etwas weniger anwenderfreundlich und benötigt im Test die längste Einschaltzeit sowie auch die längste Zeit für den automatischen Sendersuchlauf und bei Betrieb den meisten Strom.

Verbraucher, die nach einem Receiver mit Aufnahmefunktion und zeitversetztem Fernsehen (Timeshift) suchen, sollten einen Blick auf den drittplatzierten Phillips DTR3202 werfen. Dieser überzeugt mit einem besonders großen Funktionsumfang. Allerdings fehlt hier die Irdeto-Entschlüsselung.

1. Die Umstellung auf DVB-T2 – das neue Antennenfernsehen

In einigen Teilen Deutschlands wird es bereits seit Ende März dieses Jahres ausgestrahlt, in anderen Teilen kommt es bald: Das neue Antennenfernsehen DVB-T2. Was das eigentlich genau ist, wer von der Umstellung betroffen und was dabei zu beachten ist, erklären wir im Folgenden.

Was bedeutet DVB-T2?

Die Abkürzung DVB-T steht für „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“, was ins Deutsche übersetzt „Digitale Videoübertragung – Antenne“ bedeutet. Das Signal dafür kommt von den deutschlandweit verteilten Sendern, die umgangssprachlich auch gern als „Fernsehtürme“ bezeichnet werden. DVB-T2 ist der Nachfolger des DVB-T, also das neue Antennenfernsehen.

Wen betrifft die Umstellung?

Von der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 sind grundsätzlich nur Verbraucher betroffen, die ihre Fernsehsender über die Antenne empfangen. Für Verbraucher, die Kabelfernsehen, Satellitenfernsehen oder Internet-Fernsehen über IPTV nutzen, bleibt alles beim Alten.

Die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 begann bereits Ende März des Jahres 2017: Seit dem 29. März empfangen einige Regionen Deutschlands das neue Antennenfernsehen. Diese Regionen befinden sich überwiegend im Norden und Osten Deutschlands. Aber auch in einigen südlich oder westlich liegenden Ballungsräumen fand die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 bereits statt. Am 8. November dieses Jahres folgen weitere Regionen der Umstellung. Allerdings sind dort zunächst nur die öffentlich-rechtlichen Programme von ARD und ZDF empfangbar. Die übrigen Regionen, vor allem ländliche Gebiete, empfangen weiterhin den alten Standard DVB-T. Bis Mitte des Jahres 2019 soll die Umstellung auf DVB-T2-Antennenfernsehen dann bundesweit abgeschlossen sein. Welche Regionen Deutschlands ab Ende März beziehungsweise ab Anfang November 2017 DVB-T2 empfangen, veranschaulicht die Karte rechts.

Was ist neu?

Deutschlandkarte - Empfangsgebiete DVB-T2
Die gekennzeichneten Gebiete empfangen seit November 2017 DVB-T2 HD (Quelle: www.DVB-T2HD.de)

Das künftige Antennenfernsehen beschränkt sich nicht mehr auf die SD-Auflösung, sondern wird in HD-Qualität ausgestrahlt. Möglich macht das ein besseres Videokodierungsverfahren, das HEVC oder auch H.265. Es reduziert die Anzahl der zu übertragenden Bits und ermöglicht es, höher aufgelöste Bilder über die Antenne zu übertragen. Zudem profitieren die Verbraucher von mehr Programmen. Um die schärfere Bildqualität und zusätzliche Sender empfangen zu können, benötigen Nutzer auch neue Technik. Die bisherigen DVB-T-Receiver müssen also durch neue Empfänger ersetzt werden, die sogenannten DVB-T2-Receiver. Hierfür haben sie zwei Möglichkeiten:

  1. Ein neuer Fernseher mit aktuellem Empfänger
  2. Eine Set-Top-Box als separaten DVB-T2-Receiver

Wer sich für die günstigere zweite Option entscheidet, muss lediglich den DVB-T2-Receiver anschließen und kann damit seinen Fernseher weiterhin als Bildschirm nutzen. Verbunden werden die Geräte mittels HDMI- oder SCART-Kabel. Die bisherige Antenne ist weiter verwendbar und bedarf keines Austauschs, da DVB-T2 über die gleichen Frequenzen sendet wie der Vorgänger.

Die Receiver für den neuen Standard finden Verbraucher bereits seit Anfang des Jahres 2016 im Handel. Sie erkennen sie an dem grünen DVB-T2-HD-Logo. Eine weitere Neuerung kommt mit dem Wechsel von DVB-T zum neuen, hochauflösenden Antennenfernsehen: Mit DVB-T2 HD sind nur noch die öffentlich-rechtlichen Sender frei und ohne laufende Zusatzkosten empfangbar. Wer private Sender unverschlüsselt sehen möchte, muss dafür bezahlen. Das Jahresabo kostet beim Netzbetreiber freenet TV knapp 70 Euro. Voraussetzung dafür ist entweder ein spezieller freenet-Receiver, der über eine eingebaute Irdeto-Entschlüsselung verfügt und an dem aufgedruckten freenet-Logo zu erkennen ist, oder ein CI+-Kartenschacht, über den Verbraucher mittels entsprechendem Modul die Privatsender freischalten.

DVB-T2 Logo
Die neuen Empfänger sind mit dem DVB-T2-Logo gekennzeichnet.
Vorsicht bei blauschwarzem Logo

Receiver, die anstelle des grünen Logos nur den blauschwarzen DVB-T2-Schriftzug tragen, funktionieren in Deutschland möglicherweise nicht, sondern nur im europäischen Ausland.

2. Wichtige Funktionen und Anschlüsse eines DVB-T2-Receivers

Ein Vorteil eines externen DVB-T2-Anschlusses in Form einer Set-Top-Box gegenüber dem Empfangsteil im Fernseher besteht darin, dass die Set-Up-Boxen häufig über einige praktische Zusatzfunktionen verfügen. Welche Funktionen ein guter DVB-T2-Receiver mitbringen sollte, verraten wir unter diesem Abschnitt.

Funktionen

Irdeto-Entschlüsselungssystem

Irdeto ist ein Verschlüsselungssystem für bezahltes Fernsehen. Receiver mit integriertem Irdeto-Entschlüsselungssystem ermöglichen es, ohne zusätzliches CI+-Modul die verschlüsselten privaten freenet-Sender freizuschalten. Receiver mit Entschlüsselungssystem sind anhand ihrer Seriennummer eindeutig zuzuordnen und können dementsprechend für freenet TV aktiviert und freigeschaltet werden.
Funktionen

Aufnahmefunktion

Einige Receiver bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, das laufende Programm auf einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte aufzunehmen. Allerdings beschränkt sich diese Option bei einigen Modellen auf die öffentlich-rechtlichen Sender. Um die freigeschalteten privaten Sender aufnehmen zu können, ist häufig ein Anruf bei der freenet-Hotline notwendig, um die Aufnahmefunktion zu aktivieren.
Funktionen

Timeshift (Zeitversetztes Fernsehen)

Bestimmte Modelle mit USB-Speicher beinhalten neben einer Aufnahmefunktion das Feature Timeshift, das auch unter der Bezeichnung zeitversetztes Fernsehen bekannt ist. Mit dieser Funktion können Anwender eine Sendung zeitgleich aufnehmen und ansehen. So können sie das Programm beispielsweise pausieren, um später weiterzusehen.
Funktionen

Kindersicherung

Um zum einen den Nachwuchs vor ungeeigneten TV-Inhalten zu schützen und zum anderen zu verhindern, dass Kinder versehentlich oder beabsichtigt Einstellungen im Menü verändern, sind viele DVB-T2-Receiver mit einer Kindersicherung und einer Alterskontrolle für die empfangbaren Sender ausgestattet. Bei Aktivierung der Alterskontrolle müssen Nutzer beispielsweise eine meist vierstellige PIN eingeben, wenn sie Programme sehen möchten, die erst ab einem bestimmten Alter freigegeben sind.
Funktionen

HbbTV

DVB-T2-Receiver mit HbbTV sind vor allem für Besitzer eines Fernsehgeräts ohne HbbTV interessant. Die Abkürzung steht für „Hybrid Broadcasting Broadband TV“. Das bedeutet ganz einfach, dass vielfältige TV-Empfangswege und Breitbandinternet es ermöglichen, neue Anwendungen, Informationen und Inhalte auf den Fernseher zu bringen. Internet und Fernsehen verschmelzen also miteinander. Beispiele für solche Inhalte sind etwa die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender oder ein elektronischer TV-Programmführer (EPG) als Ersatz für den etwas veralteten Video-Text.

Die wichtigsten Anschlüsse

Um eine Verbindung zu anderen Geräten herstellen zu können, sind DVB-T2-Receiver mit diversen Anschlüssen ausgestattet. Welche Anschlüsse Verbraucher für welchen Zweck benötigen, verraten wir im Folgenden:

Antenne IN/OUT

Antenne IN/OUT

Um das Antennensignal empfangen zu können, benötigen DVB-T2-Receiver natürlich einen Antennenanschluss. Über „ANT IN“, den Antenneneingang, verbinden Anwender sie mittels eines passenden Antennenkabels mit der Zimmer- oder Dachantenne. Ein Antennenausgang („ANT OUT“) ist nur dann nötig, wenn noch ein weiteres Gerät mit dem Antennensignal versorgt werden soll.
HDMI-Kabel

HDMI

Besonders wichtig ist das High-Definition Multimedia Interface, das eine Schnittstelle zur digitalen Übertragung von hochauflösenden und kopiergeschützten Video- und Audiodateien darstellt. Darüber verbinden Anwender den DVB-T2-Receiver mit ihrem Fernseher.
Scart-Anschluss

SCART

Der SCART-Anschluss ist gewissermaßen der Vorgänger der HDMI-Schnittstelle und ein europäischer Standard für Verbindungen von Audio- und Videogeräten. Auch über ihn können Nutzer ihren Receiver also mit dem Fernseher verbinden. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der veraltete Anschluss technisch bedingt keine HD-Qualität ausgibt.
CI+

CI+

„Common Interface“-Steckplätze ermöglichen es, verschlüsselte Pay-TV-Inhalte wie beispielsweise die privaten freenet-TV-Sender oder Sky zu empfangen. Dazu platziert der Anwender das CI+-Modul des entsprechenden Bezahlsenders in den CI+-Slot und empfängt diesen gegen eine monatliche Gebühr in hochauflösender Qualität. Dieser Anschluss ist besonders dann sinnvoll, wenn es sich nicht um einen freenet-Receiver handelt oder Nutzer zusätzliche Pay-TV-Angebote nutzen möchten.
USB-Kabel

USB

Über einen USB-Anschluss (Universal Serial Bus) schließen Nutzer externe Speichermedien wie etwa einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte an den Receiver an. So spielen sie darauf gespeicherte Medien wie Musik, Bilder oder Videos über den Fernseher ab. Verfügt die Empfangsbox über die entsprechende Funktion, können sie auch Programme aufnehmen, indem sie diese auf einem USB-Medium speichern.
Internetanschluss Ethernet

Internetanschluss

Um HbbTV-Inhalte nutzen zu können, ist eine Internetverbindung erforderlich. Hierfür sind die meisten Receiver mit einem WLAN-Modul sowie einem Netzwerkanschluss (LAN) ausgestattet. Die kabelgebundene Variante über LAN empfiehlt sich für eine besonders stabile Netznutzung, da das WLAN-Signal durch Wände und Decken geschwächt wird.
Audio-Ausgänge

Audio-Ausgänge

Um den Receiver an eine Stereo-Anlage oder ein anderes Sound-System anzuschließen, sind gängige Modelle mit den dazu notwendigen Tonausgängen ausgestattet. Surround-Sound gibt es über einen digitalen Audio-Ausgang.

3. Was kostet ein guter DVB-T2-Receiver?

Die Alternative zu einem DVB-T2-Receiver für Verbraucher, die ihr Fernsehprogramm über Antenne empfangen, ist der Kauf eines neuen Fernsehers mit integriertem DVB-T2-Empfangsteil. Die aktuellen Receiver sind bereits ab 30 Euro erhältlich und damit deutlich günstiger als ein neues TV-Gerät. Für Verbraucher, die mit ihrem vorhandenen Fernseher noch zufrieden sind, lohnt sich der Kauf eines DVB-T2-Receivers also unbedingt. Die meisten Modelle bewegen sich in einer Preisspanne zwischen 30 und 100 Euro. Dabei ergeben sich die Preisunterschiede meist aus dem Funktionsumfang der Geräte. Meist bieten höherpreisige Geräte mehr Zusatzfunktionen wie zum Beispiel Timeshift und HbbTV sowie zusätzliche Anschlüsse. Nur wenige Geräte liegen in der Anschaffung über 100 Euro. Allerdings können diese dann in der Regel neben dem Antennensignal noch Kabel- oder beziehungsweise und Satellitenfernsehen empfangen.

4. Diese Tipps ermöglichen einen guten Empfang

Selbst der beste DVB-T2-Receiver bedeutet natürlich nicht automatisch auch einen störungsfreien Empfang des Antennensignals. Hierfür sind weitere Faktoren mitverantwortlich. Welche Tipps und Tricks Verbrauchern zu einem einwandfreien Empfang und einen optimalen TV-Genuss verhelfen, verraten wir im Folgendem.

Receiver Grafik

Kostenloser Empfangscheck

Das offizielle Informationsportal dvb-t2hd.de bietet Verbrauchern die Möglichkeit, sich mittels Eingabe ihrer Postleitzahl über die Stärke des Empfangssignals in ihrer Region zu informieren. Diese Information spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl der geeigneten Antenne.
Receiver Grafik

Die richtige Antenne

Verbraucher wählen zwischen einer Zimmer-, einer Außen- und einer Dachantenne. In Regionen mit schlechterem Empfang genügt eine Zimmerantenne meist nicht, um eine gute Übertragung zu erreichen. Hier verbessert sich der Empfang in der Regel mit einer Außenantenne, die etwa an der Hauswand oder am Balkongeländer angebracht wird. Reicht eine solche nicht aus, bleibt noch die Dachantenne als Alternative.
Receiver Grafik

Antennen-Check

Wer mit der Empfangsstärke unzufrieden ist oder gar keinen Empfang verzeichnet, sollte zunächst sicherstellen, dass die Antenne richtig eingesteckt und an die Stromversorgung angeschlossen ist. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Versorgungsspannung der aktiven Antenne im Receiver-Menü aktiviert ist. Sind trotzdem keine Programme empfangbar, hilft es meist, den DVB-T2-Receiver auf seine Werkseinstellungen zurückzusetzen.
Receiver Grafik

Der richtige Standort für die Zimmerantenne

Bei Nutzung einer Zimmerantenne ist der Antennenstandort entscheidend für die Empfangsqualität. Ähnlich wie beim Mobiltelefon ist der Empfang in Fensternähe meist besonders gut. Als Hilfe zur Standortoptimierung nutzen Verbraucher nach dem Sendersuchlauf die Pegel- und Qualitätsanzeige ihres DVB-T2-Empfängers. Wie genau diese bei ihrem Gerät funktioniert, entnehmen Verbraucher der beiliegenden Gebrauchsanweisung. Grundsätzlich sollte die Entfernung der Antenne zum Fernseher und Receiver zwei bis fünf Meter betragen.
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Aktive statt passiver Zimmerantenne

Zimmerantennen unterteilen sich in passive und aktive Modell. Im Gegensatz zur passiven Zimmerantenne benötigt eine aktive Antenne zusätzlichen Strom, den sie entweder aus dem Receiver oder mittels Netzteil aus der Steckdose beziehen. Aktive Zimmerantennen sind zwar etwas kostenintensiver als passive, verstärken aber das Signal und verbessern in signalschwächeren Regionen die Empfangsqualität.

5. Welche Programme empfange ich kostenlos?

In den bereits auf DVB-T2 umgestellten Regionen Deutschlands empfangen Nutzer aktuell knapp 40 Programme. Etwa die Hälfte davon sind verschlüsselte private Programme, die nur mit dem kostenpflichtigen freenet-Abo empfangbar sind. Welche 21 Sender DVB-T2-Nutzer kostenlos empfangen können, veranschaulicht die folgende Grafik. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass sich die Anzahl der frei empfangbaren Sender je nach Region unterscheiden kann.

Noch mehr freie Sender mit freenet TV connect

DVB-T2 HD - Frei empfangbare Sender
Maximal 21 Sender sind aktuell kostenfrei empfangbar, weitere sollen bald folgen.

Wem die Programmauswahl nicht genügt, der kann mit freenet TV connect noch mehr Sender kostenlos empfangen. Dabei verschmelzen Fernsehen und Internet. Voraussetzung ist entweder ein connect-fähiger Receiver oder ein Smart-TV, sodass Nutzer per Ethernet oder WLAN eine Internetverbindung herstellen können. Steht die Internetverbindung, erhalten Nutzer ganz ohne Anmeldung oder Abonnement Zugang zu IP-Kanälen, Mediatheken, Apps und On-Demand-Angeboten.

6. So testen wir

Seit Beginn der Umstellung auf DVB-T2 überfluten Elektronikhersteller den Markt mit den nun notwendigen aktuellen Receivern. Um Verbrauchern bei der Kaufentscheidung eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben, haben wir die sieben besten DVB-T2-Receiver eingehend vor Ort getestet und bewertet. Als Basis dienen vier Testkriterien, die wir im Folgenden genauer vorstellen. In jedem Kriterium können die Receiver zwischen 0.00 und 5.00 Punkten erreichen. Der Durchschnitt der gesammelten Punkte ergibt am Ende das Gesamtergebnis und damit auch die Platzierung in unserem Ranking.

Funktionen

Unter unserem ersten Bewertungskriterium nehmen wir die enthaltenen Funktionen genau unter die Lupe. Hier punkten Receiver mit einem möglichst großen Funktionsumfang. Zudem prüfen wir alle enthaltenen Features im Praxistest und beziehen die Ergebnisse in unsere Bewertung ein. Funktionen, die alle Receiver im Test enthalten, sind beispielsweise ein automatischer sowie ein manueller Sendersuchlauf, ein elektronischer TV-Programmführer und die Medienwiedergabe von USB-Inhalten wie Musik, Bildern und Videos. Die meisten Modelle ermöglichen außerdem das Erstellen von Favoritenlisten für die gespeicherten Sender. Hierbei unterscheiden sich die getesteten Receiver häufig hinsichtlich deren Anzahl. Zudem achten wir darauf, welche Art von Kindersicherung die Geräte mitbringen. Beispielsweise verfügen einige Receiver wie der Skymaster DTR5000 nur über eine Altersbegrenzung für die Sender, während andere Modelle wie der Sky Vision 150 T-HD zusätzlich eine Menüsperre beinhalten. Für Fans des privaten Fernsehens ist darüber hinaus eine integrierte Irdeto-Entschlüsselung wichtig. Neben den genannten Punkten fließt der Lieferumfang der Receiver mit in unsere Bewertung der Funktionen ein. Dabei gilt: Je mehr, desto besser. So gibt es beispielsweise Zusatzpunkte für eine beiliegende freenet-ID. Positiv fällt im Test auf, dass alle Receiver zur Fernbedienung passende Batterien im Lieferumfang enthalten. Insgesamt sammelt in dieser Kategorie der Skymaster DTR500 die meisten Punkte, während der Comag SL30T unter anderem aufgrund der nicht funktionierenden Aufnahme des TV-Programms auf dem letzten Platz landet.

Inbetriebnahme & Bedienung

Im zweiten Bewertungskriterium beurteilen wir, wie einfach oder schwer sich die verschiedenen Modelle in Betrieb nehmen und bedienen lassen. Von Belang sind unter anderem Größe und Gewicht, der Anschluss an den Fernseher, die Installation des Geräts und der erste Sendersuchlauf. Zudem bewerten wir die Menüführung. Dabei punkten die DVB-T2-Receiver mit einer klaren, einfachen Struktur und einem gut lesbaren, verständlichen Menü. Außerdem testen wir den Komfort der Steuerung des Receivers sowohl über die Fernbedienung als auch die Knöpfe am Gerät. Hinsichtlich der Fernbedienung fallen große Unterschiede auf. So gehört beispielsweise zum Sky Vision 150 T-HD eine recht große, gut in der Hand liegende Fernbedienung mit großen Tasten, die auch mit weiterem Abstand seitlich vom Receiver noch hervorragend funktioniert. Dagegen müssen Anwender die Fernbedienung des Comag SL30T2 genau senkrecht auf den Receiver halten und die Knöpfe sehr fest drücken, um das Gerät zu bedienen. Auch die Einschaltzeit aus dem Standby fließt in unsere Bewertung ein. Diese beträgt beim Xoro HRT 8720 und beim Samsung GX-MB540TL nur vier Sekunden, während es Strong SRT 8540 ganze 53 Sekunden dauert, bis das Programm läuft. Des Weiteren verdienen sich DVB-T2-Receiver mit einem möglichst sparsamen Stromverbrauch Punkte. Insgesamt erweist sich in dieser Kategorie der Sky Vision 150 T-HD am anwenderfreundlichsten, während der Comag SL30T am wenigsten energieeffizient arbeitet.

Bild, Ton & Signal

Besonders wichtig für Nutzer eines DVB-T2-Receivers sind natürlich Bild, Ton und Empfangsqualität. Dabei stießen wir im Test auf das Problem, dass die Empfangsqualität der Geräte grundsätzlich sehr stark vom Wetter abhängig ist. Um dennoch möglichst faire Testbedingungen zu schaffen, haben wir in einem Zeitraum von zwei Stunden mit allen sieben Geräten einen automatischen Sendersuchlauf gestartet und die Signalqualität sowie die Signalstärke notiert. Die Qualität des Signals lag dabei zwischen 72 und 100 Prozent, die Stärke zwischen 58 und 100 Prozent. Während der Samsung GX-MB540TL und der Strong SRT 8540 beim automatischen Sendersuchlauf alle 72 verfügbaren Sender fanden, kam der Sky Vision 150 T-HD nur auf 25 Sender. Allerdings konnte letzterer in einem früheren Testlauf bei leicht besseren Wetterverhältnissen überzeugen. Weitere Kriterien, die wir unter diesem Bewertungspunkt betrachten, sind die vorhanden Tonausgänge, eine eventuelle Wartezeit beim Umschalten und die Dauer des automatischen Sendersuchlaufs. Bei Letzterem ist der Comag SL30T mit 1:16 Minuten am schnellsten, während der Strong SRT 8540 mit ganzen 5:17 Minuten mit Abstand am längsten braucht. Trotz des langandauernden Sendersuchlauf kann der Strong SRT 8540 hier insgesamt die meisten Punkte vorweisen, während der Skymaster DTR500 im Hinblick auf „Bild, Ton & Signal“ den letzten Platz belegt.

Anschlüsse

Neben den genannten Kriterien spielen auch die vorhandenen Anschlüsse eine wichtige Rolle bei der Wahl des richtigen DVB-T2-Receivers. Um überhaupt ein Signal empfangen zu können, benötigen die Receiver einen Antenneneingang. Voraussetzung, um das Gerät mit einem Fernseher zu verbinden, ist ein HDMI-Anschluss. Darüber hinaus ist ein USB-Anschluss nützlich, um Bilder, Videos und Musik über den Receiver abzuspielen beziehungsweise Programme aufzunehmen. Wer seinen Receiver mit dem Internet verbinden möchte, muss auf einen entsprechenden Ethernet-Anschluss achten. Dieser fehlt dem Xoro HRT 8720 und dem Skymaster DTR500. Die meisten Geräte im Test verfügen außerdem über einen SCART-Anschluss, die ältere Alternative zum HDMI-Anschluss. Einige bringen zusätzlich einen Antennenausgang mit, über den ein weiteres Gerät mit dem Antennensignal versorgt werden kann. Positiv fällt der Skymaster DTR500 auf, der zusätzlich zum USB-Anschluss noch einen SD-Karten-Slot beinhaltet. Die höchste Gesamtpunktzahl in dieser Kategorie erzielt Strong SRT 8540, der alle notwendigen Anschlüsse und einige zusätzliche mitbringt, wohingegen der Xoro HRT 8720 aufgrund der fehlenden Ethernet- und SCART-Anschlüsse die wenigsten Punkte sammeln kann.