IP-Telefon

Die 7 besten IP-Telefone im Vergleich

Anzahl Mobilteile
Schnurgebunden
Farbdisplay
Auflösung Bildschirm
Sprechdauer
Stand-by-Zeit
Rufnummernspeicher
Anrufbeantworter
Aufnahmezeit maximal
Konferenzschaltung
Kopfhörer-/Headsetanschluss
DECT-Telefon
Babyphone
Allgemeine Merkmale
Gewicht Mobilteil
Farbe
Maße
Vorteile

IP-Telefon-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Es bahnt sich eine Wachablösung in der Telekommunikationstechnologie an – um den Anschluss nicht zu verpassen: Wechseln Sie auf IP-Telefonie.
  • Die Einrichtung eines Internetanschlusses mit IP-Telefontechnologie ist im Vergleich zu alten Telefon- und Internetanlagen sehr einfach.
  • Internet-, Telefon-, TV- und Mobilfunk-Dienste bei einem Anbieter zu bĂŒndeln, kann sich als sehr kostengĂŒnstig erweisen.
  • Die alten Übertragungswege, analoge Telefonie und ISDN-Technik, werden in absehbarer Zeit abgeschaltet.

Von analoger Telefonie zu Voice over IP

Viele Ă€ltere Semester kennen es noch: Ein schnurgebundenes, analoges Telefon, das mit einem Stecker in den Telefonanschluss in die Wand gesteckt wird. Die FerngesprĂ€che konnten sofort beginnen, es waren weder ein Stromanschluss noch Batterien notwendig. Sehr alte Modelle verfĂŒgten statt ĂŒber Wahltasten noch ĂŒber eine Wahlscheibe, mit der vor allem das WĂ€hlen lĂ€ngerer Telefonnummern ganz schön unkomfortabel war.

Wer in den Neunzigern oder um die Jahrtausendwende ins Internet wollte, verband sich in den meisten FĂ€llen ĂŒber ein Modem. Die fĂŒr die heutige Zeit unvorstellbar langsamen Verbindungsgeschwindigkeiten waren stets mit den piepsend-krĂ€chzenden GerĂ€uschen bei der Einwahl verbunden. Damals auch ein Streitpunkt in vielen Haushalten: War ein Familienmitglied im Internet, war die Telefonleitung besetzt. Anrufe waren nicht mehr möglich, Anrufer erhielten nur ein Besetztzeichen.

ISDN: Mehrere Rufnummern und gleichzeitiges Surfen

Abhilfe brachte die ISDN-Technik. Sie ermöglichte die Teilung des Signals eines Hausanschlusses, sodass mehrere Familienmitglieder unter verschiedenen Telefonnummern gleichzeitig telefonieren konnten. Auch die Geschwindigkeit des Internets erhöhte sich bei der Nutzung dieser Kommunikationstechnik leicht. Außerdem war es möglich, wĂ€hrend des Surfens zu telefonieren, oder aber die Telefonleitung als zweite Datenleitung zu nutzen, um die Surfgeschwindigkeit zu erhöhen.

DSL: Wegbereiter fĂŒr das Streaming

Im Zuge der dann folgenden DSL-Technik. Mit ihr können ganze Webseiten in Sekunden aufgerufen, Bilder ohne Wartezeit angesehen und Videos gestreamt werden, ohne dass sie lange Zeit vorladen mĂŒssen. Erst mit diesen Verbindungsgeschwindigkeiten konnten sich Portale wie YouTube und Streaminganbieter wie Netflix auf dem Massenmarkt etablieren.  

All-IP-Technik: InternetĂŒbertragung ersetzt alte Technik

IP steht fĂŒr Internet Protocol, die Grundlage des Internets. Es ermöglicht, Daten, Musik, Bilder und Sprache zu ĂŒbermitteln. Die IP-Adresse identifiziert den Nutzer und sorgt dafĂŒr, dass alle Signale immer dort ankommen, wo sie hinsollen. Die Internet-Technik kommt nun auch fĂŒr die Telefonie, also fĂŒr die Übermittlung von Sprache zwischen zwei GesprĂ€chspartner, zum Einsatz. Das Verfahren dahinter bezeichnet man als VoIP.

Was ist VoIP?

VoIP ist die AbkĂŒrzung fĂŒr „Voice over Internet Protocol“ (wörtlich ins Deutsche ĂŒbersetzt: Stimme ĂŒber das Internet-Protokoll). Diese sperrige Bezeichnung benennt die Technik, die hinter der modernen, in vielen Haushalten bereits eingefĂŒhrten IP-Telefonie, auch Internettelefonie genannt, steckt. Das auch als All-IP bezeichnete Kommunikationsverfahren erfolgt einheitlich ĂŒber das Internet. Die alte Technik, die Sprache ĂŒber das Telefonnetz transportierte, wird dadurch ĂŒberflĂŒssig. IP-Telefonie gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die alten Standards nach und nach abgeschaltet werden. Einige Telekommunikationsunternehmen bieten inzwischen ausschließlich TelefonvertrĂ€ge mit dieser Technik an. FĂŒr Bestandskunden, vor allem solche, die ĂŒber keinen Internetanschluss verfĂŒgen und nur einen Telefonanschluss haben, gibt es jedoch Übergangsfristen.

Die Provider versprechen sich durch die Umstellung auf All-IP Kostenersparnisse und ausfallsicheres Netz fĂŒr alle Anwendungen des Internet- und Telefonieverkehrs. Bis auch diese AnschlĂŒsse abgeschaltet werden, können die hauptsĂ€chlich Ă€lteren und wenig technikaffinen Anwender ihre AnschlĂŒsse wie gewohnt weiternutzen. Wann genau die Frist endet, ist noch nicht datiert.

Was ist ein IP-Telefon?

Ein IP-Telefon ist ein TelefoniegerĂ€t mit neuer Verbindungstechnologie, das die Übertragung von Telefonaten ĂŒber das Internet ermöglicht. Warum sollten Sie ĂŒberhaupt zu dieser Technologie wechseln? Vielleicht sind Sie zufrieden mit ihrem bestehenden Telefonanschluss und sehen gar keine Veranlassung dafĂŒr, irgendetwas zu Ă€ndern. Allerdings stellen die Provider die alte Technik schrittweise ab. Damit ersparen sie sich das Vorhalten beider Technologien und damit auch eine Menge Geld. NeuvertrĂ€ge fĂŒr das klassische Festnetz vergeben sie so gut wie nicht mehr. Bestandskunden, die ĂŒber keinen Internetanschluss verfĂŒgen und dementsprechend noch ĂŒber das analoge Festnetz telefonieren, bekommen Angebote zwecks Technik- und Tarifumstellung. Kunden, die zögern, riskieren, eine KĂŒndigung seitens des Anbieters zu erhalten. Die Umstellung ist aber fĂŒr Kunden nicht nachteilig: QualitĂ€t und VerfĂŒgbarkeit verbessern sich in der Regel sogar. 

Vorteile

Die IP-Technologie hĂ€lt viele Vorteile fĂŒr Kunden, die von der alten Telefonleitung zu ihr wechseln, bereit. Die wichtigsten erlĂ€utern wir im Folgenden.

Sehr simple Einrichtung

Im Vergleich zu einem klassischen Telefonanschluss mit ISDN-Anlage und DSL-Zugang ist die Einrichtung eines Breitbandanschlusses mit IP-Telefonie einfach. Waren bei der alten Technik unzĂ€hlige Module wie DSL-Splitter oder NTBA-Einheiten fĂŒr ISDN-Anlagen nötig, fĂ€llt die Technik bei VoIP-Telefonie ĂŒbersichtlich aus. In der Regel wird der Internet-Router direkt an die Telefondose angeschlossen. Das Telefon wiederum verbinden Nutzer mit dem Router. Das war’s auch schon hinsichtlich der Hardware. Die Einrichtung der Telefonleitung nehmen User per Internet-Browser vor. Oftmals geschieht das aber auch automatisch.

Mehrere Services aus einer Hand beziehen

Die Internet-Technik ermöglicht es, dass man viele Services aus einer Hand beziehen kann: Internet, Telefonie, Fernsehen, potenziell auch den Handy-Vertrag. Oftmals lĂ€sst sich so bares Geld sparen, denn Anbieter gewĂ€hren Rabatte, wenn Verbraucher ihren gesamten Bedarf an Kommunikationstechnologie bei ihm (statt Teile davon bei der Konkurrenz) erstehen. Das macht es fĂŒr Besitzer alter Telefonverbindungen attraktiv, zu einem IP-Telefonie-Anbieter zu wechseln und in dem Zuge gleich allen Bedarf an internetbasierten Diensten gĂŒnstig zu buchen.

IP-Technik birgt Sparpotenzial

Viele Telefontarife sind mit der IP-Technik zudem gĂŒnstiger zu haben. Firmenkunden mit vielen Mitarbeiten sparen zudem eine Menge Geld, da sie keine Telefonanlagen-Hardware kaufen und einrichten lassen mĂŒssen. Dank der VoIP-Technik ist das Einrichten einer Telefonnummer fĂŒr Mitarbeiter sehr einfach.

Sonderfunktionen fĂŒr Business-Kunden

FĂŒr Privatnutzer vielleicht weniger interessant, fĂŒr Firmenkunden aber praktisch ist die Option, den Telefonzugang mit passender Hard- und Software von theoretisch jedem Internetzugang nutzen zu können. So wird es möglich, auf der ganzen Welt auf dem Smartphone ĂŒber die Haustelefon- oder BĂŒronummer erreichbar zu sein. Auch können Anwender mit dieser Methode weltweit ausgehende GesprĂ€che zu den inlĂ€ndischen Vertragskonditionen fĂŒhren.

Freie Frequenzbereiche ermöglichen Geschwindigkeitsboost

Da bei der IP-Telefonie Frequenzbereiche der klassischen Telefonie ungenutzt bleiben, sind diese KapazitĂ€ten in der Telefonleitung fĂŒr die schnellere DatenĂŒbertragung von Internetsignalen frei. Die Upload-Geschwindigkeit lĂ€sst sich so beispielsweise verdoppeln.

Gesteigerte ÜbertragungsqualitĂ€t

Dank der IP-Telefonie-Technik sind Audio-Übertragungen störungsfrei, zudem verbessert sich die allgemeine SprachqualitĂ€t gegenĂŒber der Analogtelefonie. EinschrĂ€nkungen können bei einer zu geringen Internetverbindungsgeschwindigkeit eintreten. Die Kinderkrankheiten, die es zu Anfang der Internettelefonie gab und die zu QualitĂ€tseinbußen fĂŒhrten, sind aber grĂ¶ĂŸtenteils ausgerĂ€umt.

Telefonieren auf mehreren Leitungen möglich

Bei der klassischen Telefonie waren Nutzer auf eine Leitung beschrĂ€nkt. Dank ISDN konnten zwei Teilnehmer mit zwei Nummern dann gleichzeitig telefonieren, oder ein Teilnehmer fĂŒhrte ein Telefonat und gleichzeitig surfte ein anderer im Internet. Dank der IP-Technologie sind viele GesprĂ€che gelichzeitig ĂŒber eine Internetverbindung möglich. Wie viele GesprĂ€che bei einem IP-Anschluss gleichzeitig gefĂŒhrt werden können, hĂ€ngt einerseits von der DatenĂŒbertragungsrate ab, andererseits ist die Zahl der gebuchten Nummern ausschlaggebend. Die TelefonanschlĂŒsse können auch zu einer Telefonkonferenz gebĂŒndelt werden.

IP-Technik bringt neue Funktionen

Je nach Provider kommen Funktionen wie ein Anrufbeantworter mit Weiterleitung aufs Smartphone oder per-E-Mail, Videotelefonie oder die Einbindung in CRM-Systeme hinzu. Festnetzanrufe verstummen nun nicht mehr lĂ€nger ungehört in den eigenen vier WĂ€nden wĂ€hrend der Arbeitszeit, sondern können auch ĂŒber ein Smartphone entgegengenommen werden. Da nicht mehr nur ein analoges Signal ĂŒbertragen wird, sondern digitalisierte Datenpakete, können IP-Telefone nicht nur Sprache ĂŒbermitteln, sondern unterschiedlichste andere Funktionen wie Videotelefonie ermöglichen.

Nachteile

NatĂŒrlich gilt es neben den vielen Vorteilen, auch einige Nachteile zu beachten. Wir erklĂ€ren diese im Folgenden.

Potenziell neue Technik notwendig

Um die neue Technik nutzen zu können, ist möglicherweise die Anschaffung neuer Technik nötig. So muss der Internet-Router die IP-Telefonie unterstĂŒtzen. Auch falls Sie einen Router mieten, sollten Sie darauf achten, dass das Modell IP-Telefonie unterstĂŒtzt. Gegebenenfalls ist auch die Anschaffung eines neuen Telefons notwendig oder zumindest ratsam, um alle Funktionen nutzen zu können.

Verbindungsprobleme bei schlechter Internetverbindung

FÀllt das Internetsignal unter 100 Kilobyte pro Leitung in Up- oder Downloadrichtung, sinkt die SprachqualitÀt oder der Anruf bricht ab. Besteht keine Internetverbindung, ist Telefonieren gar nicht möglich.

Ohne Strom ist kein Telefonat möglich

Mit alten GerĂ€ten, die lediglich mit der Telefondose verbunden sind, können Nutzer auch bei einem Stromausfall telefonieren, denn die Telefondosen fĂŒhren eine eigene niedrige Spannung, die unabhĂ€ngig vom öffentlichen Stromnetz ist. IP-Telefonate sind bei einem Stromausfall nicht möglich. Die. Bei der VoIP-Technik braucht aber auf jeden Fall der Router, nicht selten auch die Basis eines Schnurlostelefons Strom.

KompatibilitÀt nicht zu allen DrittgerÀten sichergestellt

Die neue Technik bringt es mit sich, dass es zu KompatibilitĂ€tsproblemen mit GerĂ€ten kommen kann, die an das Telefonnetz angebunden sind. Im Privatbereich können das Hausnotruf-Knöpfe, Alarmanlagen oder Fax-GerĂ€te sein. Im Business-Bereich sind möglicherweise Geld- oder Fahrscheinautomaten betroffen. Vor einer Umstellung ist es fĂŒr Verbraucher daher unabdingbar, sich zuvor umfassend zu informieren.

Funktionsweise VoIP

Bei der modernen IP- beziehungsweise VoIP-Telefonie kommunizieren Nutzer nicht ĂŒber das herkömmliche Telefonnetz, sondern ĂŒber ein Rechnernetzwerk, das nach Internetstandards aufgebaut ist. SĂ€mtliche Eingaben – seien es mechanische Tasteneingaben oder die StimmĂŒbertragung – erfolgen digital. Verbindungen können ĂŒber zur IP-Telefonie fĂ€hige EndgerĂ€te – beispielsweise IP-Telefone (Hardphones) – aufgebaut werden. Aber auch Computer mit einer entsprechenden Software oder klassische Telefone, die ĂŒber einen Adapter verfĂŒgen, können GesprĂ€che aufbauen.

Die IP-Telefonie ermöglicht es dabei, TelefongesprĂ€che zu fĂŒhren, ohne auf die traditionelle Telefontechnik samt ISDN-Komponenten zurĂŒckzugreifen. FĂŒr die Herstellung des TelefongesprĂ€chs wird ein SIP-Server benötigt, der als Vermittler zwischen dem Anrufenden und dem Adressaten dient.

Was ist ein SIP-Server?

Das SIP (Session Initiation Protocol) ist ein Netzprotokoll, das hĂ€ufig in der IP-Telefonie zur Anwendung kommt. Es baut eine Kommunikationssitzung zwischen zwei oder mehr Teilnehmern auf, steuert und beendet sie. Der SIP-Server, auch SIP-Proxy oder Registrar genannt, ist die wichtigste Komponente bei der IP-Telefonie. Dieser Server handelt sĂ€mtliche ModalitĂ€ten aus, die fĂŒr einen Anruf ins VoIP-Netz nötig sind, also beispielsweise das Einleiten und Beenden eines GesprĂ€chs. Die Funktionsweise des Protokolls kann man gut mit der Aufgabe einer Telefonistin oder eines Telefonisten in der FrĂŒhzeit des Telefonierens vergleichen. Ihre Aufgabe war es, die Verbindung eines GesprĂ€ches zweier Teilnehmer herzustellen oder zu beenden, ohne mit anderen Aspekten des GesprĂ€ches zu tun zu haben. Sie verband hĂ€ndisch KabelanschlĂŒsse auf einem Steckfeld, um so einen Anrufer und mit dem korrekten EmpfĂ€nger zusammenzubringen. Diese Aufgabe ĂŒbernimmt bei der IP-Telefonie der SIP-Server.         

Was ist ein Gateway?

Sind Sender und EmpfĂ€nger beim gleichen VoIP-Anbieter, stellt dessen Server den Kontakt zwischen beiden GesprĂ€chsteilnehmern her. Ansonsten kommt ein sogenanntes Gateway ins Spiel, das das GesprĂ€ch entweder an den Server eines anderen VoIP-Anbieters oder ins Festnetz weiterleitet. Das Gateway ist also auch die Stelle, die es Nutzern mit alten TelefonanschlĂŒssen derzeit weiterhin erlaubt, TelefongesprĂ€che auch mit VoIP-Kunden zu fĂŒhren.

Voraussetzungen fĂŒr die IP-Telefonie

Es sind verschiedene Voraussetzungen nötig, um ein GesprĂ€ch ĂŒber das VoIP-Netz zu fĂŒhren. Wie erwĂ€hnt ist es derzeit auch mit einem Analog- oder ISDN-Anschluss möglich, VoIP-basierte TelefonanschlĂŒsse zu erreichen. DafĂŒr sind spezielle Adapter sowie ein Gateway nötig, das den Anruf in das entsprechende VoIP-Netz weiterleitet. Um als Anrufer ein GesprĂ€ch ĂŒber das VoIP-Netz fĂŒhren zu können, sind eine Reihe von Faktoren nötig, die wir im Folgenden vorstellen.

Internetanschluss

Um mit einem IP-Anschluss zu telefonieren, ist eine Internetverbindung mit ausreichender Bandbreite, beispielsweise DSL oder Glasfaser, erforderlich. In einem Sprachkanal, also einem gefĂŒhrten GesprĂ€ch, fallen etwa 100 Kilobit pro Sekunde an, jeweils im Up- und im Downstream. Bei zehn Nutzern fallen somit 1.000 Kilobyte pro Sekunde an, also 1 Megabit pro Sekunde im Up- und im Downstream. Bedenken Sie dazu, dass Sie Reserven fĂŒr die regulĂ€re Internetnutzung einplanen mĂŒssen, damit auch die parallel ablaufen kann. Vor allem Video-Streaming oder TV-Übertragungen benötigen beispielsweise deutlich mehr Bandbreite als das Öffnen einer gewöhnlichen Website.

Upstream ist oft der Flaschenhals

Ist der Regel ist der Downstream, also die Geschwindigkeit, mit der Sie an Ihrem Internetanschluss Daten herunterladen können, vollkommen ausreichend. Problematisch kann es in der anderen Übertragungsrichtung werden. Von sogenannten Upstream-Geschwindigkeit hĂ€ngt ab hĂ€ngt ab, wie schnell Daten von Ihren GerĂ€ten ins Internet gesendet werden können. Das ist relevant, wenn Sie Daten von einem Computer ins Netz laden, aber auch, wenn Sie ein IP-Telefon verwenden und Ihr gesprochenes Wort in Datenpaketen versendet wird.

Dies lĂ€sst sich an einem DSL-3.000-Anschluss gut verdeutlichen. Im Downstream werden Sie in der Regel Übertragungsraten von 3.000 Kilobit pro Sekunde erreichen. Die Geschwindigkeit, mit der Sie Daten ins Internet hochladen, betrĂ€gt aber nur etwa mehr als ein Zehntel der Downloadrate. je nach Anbieter sind dies bei einer DSL-3.000-Leitung ungefĂ€hr 380 Kilobit pro Sekunde. Ein VoIP-Anruf benötigt ungefĂ€hr 100 Kilobit pro Sekunde – und das sowohl in Empfangs- und in Senderichtung. Wenn Sie nun noch einen kleinen Puffer einrechnen, sehen Sie, dass Sie mit einer solchen Leitung nur zwei bis drei GesprĂ€che gleichzeitig fĂŒhren können, bevor die KapazitĂ€tsgrenze erreicht ist. Steht nicht genug Bandbreite zur VerfĂŒgung, verschlechtert sich die SprachqualitĂ€t merklich. Teilweise kommt es auch zu Verzögerungen bei der SprachĂŒbertragung.

Voice-over-IP-Anbieter

Ist in ihrem Haushalt beziehungsweise in Ihrem BĂŒro ein Breitbandanschluss vorhanden, benötigen Sie zum Telefonieren einen Vertrag bei einem Telekommunikationsanbieter, der IP-Telefonie ermöglicht.

VoIP-taugliche Hardware

Neben einem Internetanschluss und einem VoIP-Anbieter ist natĂŒrlich auch Hardware nötig, damit Sie ein IP-GesprĂ€ch aufbauen können. Planen Sie, ein neues Festnetztelefon zu kaufen, wĂ€hlen Sie ein IP-Telefon. Damit sind Sie fĂŒr die Zukunft gerĂŒstet. Es gibt daneben aber verschiedene GerĂ€te, mit denen Sie alternativ (noch) eine Verbindung herstellen können.

IP-Telefon
IP-Telefon

Die zeitgemĂ€ĂŸe und denkbar einfachste Möglichkeit, ein IP-Telefonat aufzubauen, ist ein IP-Telefon, auch WLAN-Telefon oder DECT-Telefon genannt. Optisch gleicht es herkömmlichen Telefonen, beherrscht aber die DatenĂŒbertragung ĂŒber das Internet. Ein solches IP-Telefon schließen Sie an einen freien LAN-Port Ihres Internet-Routers an. Die Konfiguration nehmen Sie, sofern nötig, ĂŒber das MenĂŒ des Routers vor. Einige Modelle können Nutzer auch kabellos am ihrem WLAN-Router anmelden und sind so flexibler bezĂŒglich des Aufstellortes.

Altes Analog-Telefon
analoges Telefon

Möchten Sie Ihr altes Analog- oder ISDN-Telefon zunĂ€chst weiterbetreiben, können Sie sich einen analogen (ATA) oder einen ISDN-Telefonadapter (ITA) besorgen. Diese GerĂ€te â€žĂŒbersetzen“ die alten Standards in moderne VoIP-Signale und umgekehrt und machen die alten Telefone fit fĂŒr die neue Technologie. Bedenken Sie jedoch den Installationsaufwand und die Kosten fĂŒr den Adapter, die Sie auch fĂŒr den Kauf eines IP-Telefons aufbringen könnten.

Computer oder Laptop
Computer oder Laptop

Computer und Laptops sind ĂŒblicherweise mit dem Internet verbunden. Um sie als Telefon zu nutzen, benötigen Sie ein sogenanntes Softphone. Derlei Software ĂŒbermittelt den Anrufwunsch und die Sprachpakete an den SIP-Server. Es gibt mitunter kostenlose Softphone-Programme. Grundvoraussetzungen sind zudem ein Mikrofon und ein Lautsprecher, etwa in einem Headset. Diese Variante bedarf zunĂ€chst einer Einrichtung und ist deutlich weniger komfortabel: Sie sind etwa nur dann erreichbar, wenn Computer oder Laptop eingeschaltet sind.

Smartphone
Smartphone

Eine weitere Möglichkeit ist es, Ihr Smartphone als Mittler fĂŒr die Internettelefonie einzusetzen. Sowohl fĂŒr Android- als auch fĂŒr iOS-GerĂ€te stehen spezielle Apps bereit. Bedenken Sie aber, dass die mobile Nutzung unterwegs das Datenvolumen ihres Mobilfunkvertrages belastet. 

Kaufkriterien fĂŒr ein IP-Telefonmodell

Bei der Entscheidung fĂŒr ein bestimmtes IP-Telefon-Modell spielt eine Reihe an hard- sowie softwareseitigen Faktoren eine Rolle. Wir stellen die wichtigsten im Folgenden vor.

Schnurgebunden oder kabellos

Schnurgebunden oder kabellos

Möchten Sie lieber auf ein schnurgebundenes oder ein kabelloses Modell zurĂŒckgreifen? Erstere Variante kommt bevorzugt in BĂŒros zum Einsatz, da die Telefonate meist am Schreibtisch stattfinden und die TischgerĂ€te nicht verlegt oder zwischen den Kollegen vertauscht werden sollen. In Privathaushalten beliebter sind schnurlose Modelle, da sie eine grĂ¶ĂŸere Bewegungsfreiheit erlauben, sowohl drinnen als auch draußen. Achten Sie gegebenenfalls auf einen Headset-Anschluss am Telefon; er vergrĂ¶ĂŸert die Bewegungsfreiheit zusĂ€tzlich.

Was ist DECT?
DECT

DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) ist ein Funkstandard fĂŒr Schnurlostelefone. Er gewĂ€hrleistet eine grĂ¶ĂŸtmögliche KompatibilitĂ€t zwischen verschiedenen GerĂ€temodellen, sogar solchen verschiedener Hersteller. So können ein oder mehrere Mobilteile an einer Basisstation oder auch an einem DECT-fĂ€higen Router angemeldet werden. Die eigentliche Basis dient dann nur noch als Ladestation. Dank hoher Funkreichweiten garantiert DECT eine hohe FlexibilitĂ€t. Viele Ă€ltere Schnurlostelefone beherrschen den DECT-Standard und können in Kombination mit einem Router fĂŒr die IP-Telefonie verwendet werden.    

Funkstandard WLAN

Funkstandard WLAN

Bei WLAN-Telefonen handelt es sich um Schnurlostelefone, die das WLAN-Signal des Routers anstelle des DECT-Funkstandards fĂŒr die Verbindung nutzen. Sie sind noch nicht allzu weit verbreitet. Es bedarf nur noch eines Routers, um Daten und Sprache zu ĂŒbertragen. Mithilfe weiterer Router oder WLAN-Repeater lĂ€sst sich die Reichweite der Funksignale vergleichsweise einfach erweitern. Das ist aber vornehmlich fĂŒr Firmen interessant. FĂŒr Privathaushalte ist der weitverbreitete DECT-Standard aufgrund der höheren Reichweite zur Basis sowie des vergleichsweise geringeren Stromverbrauchs besser geeignet.

Display

Display

Ein Display zeigt Ihnen die Nummer des Anrufers beziehungsweise die Namen Ihrer gespeicherten Kontakte. Starten Sie einen Anruf, können sie sehen, ob Sie die Nummer korrekt eingegeben haben. Das Display sollte nicht zu klein ausfallen, damit Sie Nummern oder auch Nachrichten komfortabel ablesen können. Eine optionale Hintergrundbeleuchtung ermöglicht die Bedienung bei Dunkelheit.  

Anrufbeantworter

Anrufbeantworter

Ein Anrufbeantworter nimmt Ihre GesprÀche entgegen, wenn Sie selbst gerade verhindert oder abwesend sind. Moderne Modelle zeichnen bis zu 100 Stunden Nachrichten auf oder speichern die Sprachmitteilungen beispielsweise auf einem Speichermedium im Router, sodass sie online abrufbar sind oder per Nachricht oder App auf ein Mobiltelefon weitergeleitet werden.

Anzahl simultan möglicher Verbindungen

Anzahl simultan möglicher Verbindungen

Die meisten Privatanwender telefonieren nach wie vor mit nur einem GesprĂ€chspartner. Sie benötigen nur eine Verbindung. Im BĂŒro stehen dagegen öfter Konferenzen an. Zwei gleichzeitige Verbindungen erlauben Dreierkonferenzen, bei vier gleichzeitig möglichen Verbindungen kann die Telefonkonferenz schon aus fĂŒnf Personen bestehen.

Erweiterbarkeit

Erweiterbarkeit

Hier geht es um die Frage, wie viele Telefone an einer Basisstation oder einem Router angemeldet und so ins Netz integriert werden können. Die Mobilteile können Sie gut erreichbar verteilen. Das ist besonders praktisch, wenn sie mehrere Etagen in einem Haus bewohnen: So ĂŒberhören sie kein zu weit entferntes Klingeln mehr und mĂŒssen auch nicht hektisch zum Telefon hetzen.

Weitere nĂŒtzliche Features

Die meisten IP-Telefone weisen eine Reihe an weiteren Funktionen auf, die je nach den individuellen VerbraucherbedĂŒrfnissen maßgeblich fĂŒr die Kaufentscheidung sind:

  • Rufnummernspeicher
  • Kurzwahltasten
  • Sprachsteuerung
  • Rufumleitung
  • Freisprechfunktion
  • Anschlussmöglichkeit fĂŒr Kopfhörer beziehungsweise Headset

Wahl des VoIP-Anbieters

Das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines VoIP-Anbieters ist fĂŒr viele Verbraucher der Datenschutz. So suchen viele einen Anbieter danach aus, ob er sich an europĂ€ische Datenschutzrichtlinien (beispielsweise die DSGVO) hĂ€lt und die Daten, also Nummern und Sprachpakete, innerhalb seines Systems verschlĂŒsselt. Eine hohe Ausfallsicherheit der Server ist ebenso ein wichtiges Kriterium. So sollte die Infrastruktur redundant sein, um technische Probleme kompensieren zu können. Der VerfĂŒgbarkeitsrate sollte ĂŒber 99 Prozent liegen. Die allermeisten Kunden vergleichen bei der Wahl auch das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Wenigtelefonierer können zu Minutenpaketen greifen, Vieltelefonierer sind mit Flatrate-Modellen besser bedient. Firmenkunden ist insbesondere auch die Skalierbarkeit wichtig, also die Frage, ob und wie viele weitere AnschlĂŒsse sich in eine VoIP-Telefonanlage integrieren lassen. 

Beliebte IP-Telefonhersteller

Beim Kauf eines IP-Telefons, haben sie die Wahl aus vielen verschiedenen Herstellern. Wir stellen die populÀrsten Marken vor.

Die beliebtesten Marken

Sipgate | Toplink | Placetel QSC AG | Easybell | fonial | TeamFon | TelegraFON | NFON 

Gigaset

Die Marke Gigaset hat in Deutschland einen guten Ruf. Sie entstand aus der Telefonsparte von Siemens, ist inzwischen aber ein komplett eigenstĂ€ndiges Unternehmen mit Firmensitz in MĂŒnchen. Verbraucher haben die Wahl aus einer ganzen Reihe an IP-Telefon-Modellen. Daneben stellen die MĂŒnchener auch viele klassische Schnurlosmodelle sowie Smartphones her.

Deutsche Telekom

Der Platzhirsch Deutsche Telekom bietet noch vereinzelt klassische TelefonanschlĂŒsse fĂŒr Kunden, die ĂŒber keinen Internetanschluss verfĂŒgen, an. Gleichzeitig ist das Bonner Unternehmen bestrebt, die AnschlĂŒsse nach und nach durch IP-Varianten zu ersetzen. NatĂŒrlich hat die Telekom mit der Speedphone-Serie auch eigene Modelle fĂŒr die IP-Technik im Angebot. Ein solches Modell bietet sich vor allem dann an, wenn sie VoIP-Kunde bei der Telekom sind, da es die Einrichtung erleichtert.

SNOM

Das Berliner Unternehmen SNOM hat sich komplett auf die Produktion von IP-Telefonen spezialisiert. Seine Kunden sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Arbeitnehmer, die die GerÀte im Home-Office einsetzen.

Cisco

Cisco ist seit vielen Jahren ein bekannter Name im Netzwerktechnik-Bereich und stellt unter anderem Internet-Router her. Die jahrelange Erfahrung prĂ€destiniert den US-amerikanischen Hersteller dafĂŒr, auch in den Bereich der IP-Telefonie einzusteigen.

Tiptel

Bei Tiptel handelt es sich ebenfalls um einen deutschen Hersteller von IP-Telefontechnologie. Das Unternehmen aus Ratingen hat hauptsĂ€chlich Tischtelefonie im Portfolio, die eher in BĂŒros als in Privathaushalten Anwendung finden. Zudem vertreibt Tiptel schnurlose Modelle von Drittanbietern.

Panasonic

Auch beim japanischen Konzern Panasonic, der im Bereich der elektronischen KonsumgĂŒter breit aufgestellt ist, gibt es eine Reihe an verfĂŒgbaren IP-Schnurlostelefonen. Die Marke ist auch in Europa sehr populĂ€r.

Grandstream

Grandstream ist ein US-amerikanischer Hersteller, der sich hauptsĂ€chlich der Audio- und VideoĂŒberwachung verschrieben hat. Aber auch im Segment der IP-Telefonie hat das Unternehmen einige Modelle auf den Markt gebracht. 

Yealink

Das chinesische Elektronikunternehmen Yealink hat sich auf IP-Telefone und Videokonferenzsysteme spezialisiert. Einen hohen Wiedererkennungswert haben Yealinks Telefon-Modelle mit den großen Farbdisplays.

AVM

Das Berliner Unternehmen AVM hat sich durch seine leistungsstarken Router mit dem etwas kuriosen Modellnamen FRITZ!Box einen guten Ruf erarbeitet. AVM hat mit seinen FRITZ!Fon-Schnurlosmodellen auch eigene IP-Telefone auf den Markt gebracht. Sie brillieren unter anderem mit einem fĂŒr Festnetztelefonie ungewöhnlich scharfem Display.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Im Zeitraum von 2013 bis 2018 hat die Stiftung Warentest zwölf GerĂ€te unter die Lupe genommen. Im Test nennt das Vergleichsinstitut GerĂ€te, die „ohne Basisstation, fĂŒr Router mit Dect-Funktion verwendbar“ sind. Bei den Modellen, die 2018 verfĂŒgbar waren, gibt es gleich drei Testsieger, die jeweils die Testnote 2,2 erreichen. Das sind die Modelle Panasonic KX-TGQ200, Telekom Speedphone 11 und Telekom Speedphone 51. Die drei knapp dahinter platzierten Modelle im Test sind das AVM FRITZ!Fon C5 (2,3), das Panasonic KX-TGQ400 (2,3) sowie das Gigaset SL450 HX (2,4). Die Tester betonen, dass der Vorteil eines IP-Telefons vor allem in der gesteigerten GesprĂ€chsqualitĂ€t liegt. Um diese voll ausnutzen zu können, sollten Sie beim Kauf auf eine HD-FunktionalitĂ€t aus. Wer diesen neuen GesprĂ€chsstandard testen möchte, benötigt also ein solches HD-Telefon. Das gleiche gilt fĂŒr das GesprĂ€chsgegenĂŒber. Außerdem sei eine HD-QualitĂ€t lau der Tester bislang nur im internetbasierten Netz derselben Telefongesellschaft garantiert.