Headset

Die 7 besten Headsets im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Trageart
Maße
Gewicht
Farbe
Technische Daten
Empfindlichkeit
Impedanz Kopfhörer
Frequenzbereich
Ausstattung
HintergrundgerÀuschreduzierung
LĂ€nge Kabel
Kabel abnehmbar
Steckertyp
Eingebautes Mikrofon
Lieferumfang
Vorteile
Nachteile

Headset-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Headsets sind eine Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon, die die Kommunikation am PC und Smartphone erleichtert.
  • Der Nutzer hat die Wahl: Eine Ohrmuschel oder zwei, kabelgebunden oder kabellos, im Ohr, auf dem Ohr oder das Ohr umschließend.
  • Der Anschluss und die Leistung des Headsets mĂŒssen mit dem EndgerĂ€t kompatibel sein.
  • Besonders wichtig ist der Tragekomfort. Funktionen wie LautstĂ€rkeregelung, Stummschaltung oder ein abnehmbares Mikrofon sind ebenfalls sinnvoll.

Praktisch im Privatleben und Beruf

Headsets sind eine Kombination aus einem Kopfhörer und einem Mikrofon. Das Kommunizieren am PC oder am Smartphone gestaltet sich damit um einiges angenehmer: Ihre HĂ€nde sind frei und können gleichzeitig etwas anderes machen. So haben zum Beispiel Gamer die Möglichkeit, mit ihren Mitspielern abzusprechen, wie sie vorgehen möchten. Der Callcenteragent kann dagegen problemlos auf seine Kunden eingehen und sich gleichzeitig Notizen machen. Privat oder beruflich: Das Headset ist ein nĂŒtzliches Accessoire fĂŒr vielbeschĂ€ftigte, kommunikative Teamplayer.

Die Einsatzgebiete von Headsets

Headsets bieten viele Anwendungsmöglichkeiten. Besonders hÀufig kommen sie im Gaming-Bereich, in diversen Berufen sowie generell bei Telefonaten zum Einsatz.

Gaming-Headset

Gaming-Headsets sind eine der beliebtesten Arten. Sowohl Profis als auch Hobby-Gamer greifen gerne auf darauf zurĂŒck, um wĂ€hrend des Spielens besser mit ihren Mitstreitern zu kommunizieren. Die Chatfunktion kann mit der hohen Spielgeschwindigkeit schlichtweg nicht mithalten. ZusĂ€tzlich sind manche Spiele so konzipiert, dass sich Gegner schon durch kleinste GerĂ€usche wie ein Rascheln verraten können.

Headsets im Berufsleben

Im beruflichen Leben erweisen sich Headsets als praktisch fĂŒr alle, die regelmĂ€ĂŸig telefonieren. So mĂŒssen sie das Telefon nicht umstĂ€ndlich zwischen Schulter und Ohr klemmen, um relevante Punkte zu notieren. Insbesondere Callcenteragenten nutzen Headsets wĂ€hrend der Arbeit. Aber auch andere Berufsgruppen wie Berufsfahrer, TouristenfĂŒhrer oder Sicherheitsdienste profitieren von den Kommunikationsmöglichkeiten, die ihnen ein passendes Headset bietet.

Headsets zum Telefonieren

 Zum Telefonieren im Allgemeinen können Sie Headsets ebenfalls nutzen. Wenn Sie unterwegs sind, – vielleicht auf dem Weg zum nĂ€chsten Termin oder, weil Sie zwischendurch frische Luft benötigen – ist es sehr praktisch, beide HĂ€nde frei zu haben. Sportliche AktivitĂ€ten wie Joggen oder Radfahren sind mit Headsets um einiges angenehmer. Werden Sie angerufen, mĂŒssten Sie AktivitĂ€ten womöglich unterbrechen, sofern Sie kein Headset tragen. Insbesondere Radfahren ist schwierig mit einem Telefon in der Hand. FĂŒr Internettelefonie, zum Beispiel ĂŒber Skype, ist ein Headset ebenfalls nĂŒtzlich. So können Sie komfortabel mit Leuten aus aller Welt reden, ohne hohe GebĂŒhren zu zahlen.

Neal Armstrong und das Headset:

Neal Armstrong soll ein Headset der Firma Plantronics getragen haben, als er als erster Mensch den Mond betrat. Dass seine Worte: „Das ist ein kleiner Schritt fĂŒr einen Menschen, aber ein großer Sprung fĂŒr die Menschheit“ ohne dieses Headset je in die Geschichte eingegangen wĂ€ren, ist unwahrscheinlich.

Vorteile und Funktionsweise von Headsets

Headsets sind vielseitig nutzbar, beruflich wie privat. Die HĂ€nde bleiben frei fĂŒr andere TĂ€tigkeiten: Sie sind effektiver im beruflichen und privaten Leben und haben mehr Zeit fĂŒr andere Dinge. Mit Freisprechfunktionen ist das grundsĂ€tzlich ebenfalls möglich. Wer diese aber nutzt, sieht sich mit NebengerĂ€uschen konfrontiert und muss zudem damit rechnen, dass Umstehende das GesprĂ€ch stören. Mit dem Mikro am Headset versteht der GesprĂ€chspartner Sie auch um einiges besser als per Freisprechanlage. Im Gegensatz zu einem eingebauten Mikrofon im Laptop ĂŒbertrĂ€gt das Headset nicht die LĂŒfter-, Festplatten- und TastaturgerĂ€usche.

Die Installation eines Headsets ist je nach Modell entweder sehr simpel oder erst gar nicht nötig. Sogenannte Plug-and-play-Headsets schließen Sie ganz ohne Treiberinstallationen oder Einstellungen an den PC an. Ein weiterer Vorteil ist die SoundqualitĂ€t. Im Gegensatz zum eingebauten Mikrofon am Computer zum Beispiel ist sie potenziell um einiges besser.

Wie funktioniert ein Headset?

Jedes Headset besteht aus zwei Einheiten: Lautsprecher und Mikrofon. Beim Lautsprecher versetzt niederfrequenter Wechselstrom eine Magnetspule in Schwingung. Die Spule ist mit einer Membran verbunden, sodass die Schwingungen ebenfalls auf diese einwirken und hörbar werden. Die eingehenden Ton-Signale bestimmen die Frequenz der Schwingungen. Das Mikrofon zeichnet die Stimme auf und ĂŒbertrĂ€gt sie an die EmpfĂ€nger. HierfĂŒr wandelt es die mechanischen Schallwellen der Stimme in elektrische Energie um, die es ĂŒber das Internet oder das Mobilfunknetz an den EmpfĂ€nger transportiert. Dieser nimmt die Energie als hörbare Schwingungen wahr.

Klein, grĂ¶ĂŸer, am grĂ¶ĂŸten: Die Headset-Arten

Prinzipiell lassen sich Headsets grob durch eine Eigenschaft unterscheiden: Ob die Kopfhörermuscheln an einem BĂŒgel befestigt sind oder nicht.

In-Ear-Headsets
In-Ear-Headset

Headsets ohne BĂŒgel sind sogenannte In-Ear-Headsets, also die Ohrstöpsel, die Sie direkt im Ohr tragen. Sie werden manchmal auch als intraaural bezeichnet. In-Ear-Headsets sind klein, leicht und platzsparend. Damit eignen sie sich sehr gut fĂŒr unterwegs: FĂŒr Telefonate mit einem, fĂŒr Musik mit zwei Ohrstöpseln. Das Mikrofon befindet sich direkt am Kabel. Ein Modell mit zwei Ohrsteckern dĂ€mpft zudem UmgebungsgerĂ€usche.

BĂŒgelkopfhörer: in verschiedenen Varianten erhĂ€ltlich

Kopfhörer mit BĂŒgel unterscheiden sich durch die Form der Ohrmuscheln und dadurch, wie sie Schall durchlassen. Es gibt On-Ear- und Over-Ear-Headsets, die jeweils eine geschlossene, eine halb offene oder eine offene Bauweise haben können.

On-Ear-Headsets
On-Ear-Headset

Bei On-Ear-Headsets sitzt die Kopfhörermuschel direkt auf dem Ohr. Diese Bauweise lĂ€sst UmgebungsgerĂ€usche nur sehr gedĂ€mpft durch. On-Ear-Headsets haben ĂŒberwiegend eine offene oder eine halboffene Bauweise. Bei offenen Headsets sind die Kopfhörermuscheln luftdurchlĂ€ssig. Sie schĂŒtzen die Ohren nur bedingt vor UmgebungsgerĂ€uschen: der GegenĂŒber hört die KlĂ€nge und der Nutzer die Umgebung. Diese Variante ermöglicht aber ein natĂŒrliches Klangbild und eine sehr gute rĂ€umliche Darstellung. Halboffene Headsets lassen Luft und Schall eingeschrĂ€nkt durch und stellen somit eine Zwischenform zwischen offenen und geschlossenen Headsets dar.

Over-Ear-Headsets
Over-Ear-Headset

Over-Ear-Headsets unterstĂŒtzen die starke DĂ€mpfung geschlossener Headsets durch die Form der Kopfhörermuscheln. Sie umschließen das gesamte Ohr. ZusĂ€tzlich verteilt sich der Druck auf die Ohren gleichmĂ€ĂŸig, sodass der Tragekomfort sehr hoch ist. Zwar sind Over-Ear-Headsets unterwegs aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe eher unpraktisch, dafĂŒr punkten sie mit ihrer intensiven Soundwiedergabe. So können Sie sich vollstĂ€ndig auf Musik, ein Spiel oder einen Film konzentrieren. Vor allem die Basswiedergabe ist eine der StĂ€rken der Over-Ear-Variante.

Was sind geschlossene Headsets?

Den Begriff „Geschlossene Headsets“ verwenden viele Nutzer oft deckungsgleich mit der Bezeichnung Over-Ear-Headsets. Geschlossene On-Ear-Headsets existieren aber ebenfalls, genau wie es auch offene Over-Ear-Headsets gibt. Generell sind die Ohrmuscheln bei geschlossenen Headsets so konstruiert, dass sie wenig Schall durchlassen. Weder das Gehörte noch die UmgebungsgerĂ€usche dringen stark durch. Da der Nutzer somit nur den eigenen Körperschall wahrnimmt, klingt seine Stimme fĂŒr ihn auch anders, was fĂŒr viele Nutzer zunĂ€chst gewöhnungsbedĂŒrftig ist. Zudem lassen geschlossene Kopfhörer kaum Luft an die Ohren, sodass der Nutzer unter den Ohrpolstern schnell schwitzt.

Die Anzahl der Kopfhörermuscheln

Nicht jedes Headset mit BĂŒgel ist mit zwei Kopfhörermuscheln ausgestattet. Stattdessen lassen sich die Modelle mit BĂŒgel in monoaurale und binaurale Headsets unterteilen:

Monoaurale Haedsets
monoaurales Headset

Sogenannte monoaurale Headsets besitzen nur eine Kopfhörermuschel, die andere Seite des BĂŒgels ist mit einem Polster ausgestattet, das den nötigen Halt gibt. Da monoaurale Headsets nur ein Ohr abdecken, eignen sie sich eher fĂŒr TelefongesprĂ€che als fĂŒr Filme, Spiele und Musik. Immerhin nimmt der Nutzer mit dem freien Ohr alle UmgebungsgerĂ€usche wahr, sodass er sich dem Gehörten nicht vollstĂ€ndig widmen kann. Bei TelefongesprĂ€chen hingegen profitiert der Nutzer durch die freien HĂ€nde; das Telefon wird generell auch nur an ein Ohr gehalten.

Binaurale Headsets
binaurales Headset

Hat das GerĂ€t eine Kopfhörermuschel an jeder Seite des BĂŒgels, wird es auch binaurales Headset genannt. FĂŒr den Entertainment-Bereich – Musik, Filme oder Spiele – eignen sie sich um einiges deutlicher als monoaurale Headsets. Die zwei Ohrmuscheln ermöglichen generell eine Stereo-Wiedergabe. UmgebungsgerĂ€usche werden abhĂ€ngig von der Bauweise unterschiedlich stark gedĂ€mpft, sodass sie nicht so sehr stören wie bei der monoauralen Variante.

Monoaurale, binaurale und In-Ear-Modelle im Überblick

FĂŒr einen besseren Überblick fassen wir die wichtigsten Eigenschaften der beiden BĂŒgel-Varianten sowie der In-Ear-Version in der folgenden Übersicht zusammen:

  Monoaurale Headsets Binaurale Headsets In-Ear-Headsets
BĂŒgel KopfbĂŒgel KopfbĂŒgel BĂŒgellos
Bauart Eine Kopfhörermuschel, Mikrofon an einem BĂŒgel Zwei Kopfhörermuscheln, Mikrofon an einem BĂŒgel Ein bis zwei Kopfhörermuscheln, Mikrofon am Kabel
Sound Mono Stereo Stereo oder Mono
UmgebungsgerÀusche Deutlich GedÀmpft GedÀmpft (bei zwei Ohrstöpseln)
Einsatzgebiete Telefonie, Callcenter, Freisprechanlage Gaming, Musik, Filme Mobiltelefon, unterwegs
Die verschiedenen Headset-Arten im Vergleich.

Satte BÀsse oder warme Töne: der Klang

Welchen Klang ein Nutzer als gut empfindet ist subjektiv: Die einen bevorzugen zum Beispiel einen starken Bass, andere dagegen warme KlÀnge. Basslastige Klangprofile betonen tiefe Töne zu Lasten von höheren Frequenzen, wÀhrend warme Klangprofile mittlere und hohe Töne hervorheben. Ein neutrales Klangbild strebt eine saubere und ausgewogene Wiedergabe an. Wenn Sie die Ohren schonen möchten, ist die neutrale Variante eine gute Wahl.

Beim Mikrofon ist die Sprach-QualitĂ€t am wichtigsten, aber eher fĂŒr den Zuhörer. Beim gemeinsamen Gaming sorgt ein hochwertiges Mikrofon dafĂŒr, dass die Mitspieler Ihre Stimme optimal hören können: Klar, deutlich und ohne störende HintergrundgerĂ€usche.

Wie wichtig ist die Impedanz fĂŒr das Klangerlebnis?

Die Impedanz gibt den Widerstand des Kopfhörers in Ohm an. Je höher sie ausfĂ€llt, desto mehr Energie muss das EndgerĂ€t zur Übertragung der Ton-Signale aufbringen. Ein Smartphone erzeugt generell nicht so viel Energie wie ein PC: Ein Kopfhörer mit hoher Impedanz klingt dann am Smartphone viel zu leise, dafĂŒr aber wunderbar am PC. Achten Sie also darauf, dass die Impedanz des Headsets zu dem EndgerĂ€t passt, das Sie nutzen möchten. FĂŒr Smartphones, Laptops und andere mobile GerĂ€te eignet sich eine Impedanz zwischen 18 und 80 Ohm. FĂŒr das Studio, die Stereoanlage oder die High-End-KopfhörerverstĂ€rkern sind hohe Impedanzen ab 250 Ohm ideal.

Frequenz

Der Frequenzgang umfasst den Bereich, in dem das Headset klar und gleichmĂ€ĂŸig klingt. Die vom Menschen hörbaren Frequenzen liegen zwischen 20 und 20.000 Herz. Hersteller geben den Bereich bei den Spezifikationen an; zum Teil ist die maximale Frequenz sogar grĂ¶ĂŸer als 20.000 Herz.

Wichtiger als der Frequenzbereich ist aber die Frequenzamplitude: Sie bestimmt die LautstĂ€rke eines Punktes im Frequenzband. Steigt die Amplitude einer Schallwelle, erhöht sich die LautstĂ€rke. Die Amplitude der Schallwerte wird in Dezibel gemessen. Null Dezibel entsprechen dem leisesten Ton, den eine Person hören kann. Jede Steigung um zehn Dezibel verdoppelt die LautstĂ€rke. VerlĂ€uft die Amplitude der Schallwelle also nicht gleichmĂ€ĂŸig, wirkt sich das stark auf die KlangqualitĂ€t des Headsets aus.

Diesen Verlauf können Sie nicht anhand der Frequenzreichweite erkennen: Ein hoher Frequenzgang bedeutet also nicht unbedingt, dass auch das Klangerlebnis gut ist. Eine verlÀssliche Messung der Amplitude ist nur unter Laborbedingungen einem reflexionsarmen Raum möglich, da Reflexionen von Schallwellen das Messergebnis verfÀlschen. Verbraucher können sich also nur auf Tests verlassen.

Raumklang

Raumklang, besser als Surround-Sound bekannt, fĂŒhrt dazu, dass der Hörer das GefĂŒhl hat, vom Klang umgeben zu sein.

Wie entsteht Raumklang/Surround-Sound bei Headsets?

Hersteller entscheiden sich weitgehend zwischen zwei Methoden, um Raumklang zu simulieren. Voller Raumklang mit mindestens fĂŒnf Boxen ist nicht umsetzbar. Bei der ersten Methode nutzen Hersteller eine Software, um die ankommenden Schallwellen unterschiedlich zu modellieren. Diese befindet sich entweder im Treiber oder im USB-Soundchip des Headsets; manchmal ist ein Zuspieler nötig. Auf diese Weise entsteht ein virtueller Raumklang. FĂŒr die zweite Methode verbauen Hersteller mehrere Lautsprecher in die Ohrmuscheln. Der Raumklang soll durch die Anordnung der Lautsprecher in bestimmten Winkeln entstehen. Mit dieser Methode ist echter Raumklang aber nur beschrĂ€nkt möglich. Da in den Ohrmuscheln wenig Platz ist, sind besagte Lautsprecher nur klein und bedingt krĂ€ftig. ZusĂ€tzlich sind sie zu nahe beieinander. Diese zweite Variante findet sich zudem sehr selten.

Unterschiedliche Anschlussarten von Headsets

Headsets unterscheiden sich ebenfalls durch die Art und Weise, wie sich an das EndgerÀt angeschlossen werden. Sie werden entweder per Kabel angeschlossen oder kabellos mittels Funk oder Bluetooth.

Kabelgebundene Headsets: digital oder analog

Bei den kabelgebundenen AnschlĂŒssen von Headsets haben Sie die Wahl zwischen analogen und digitalen Modellen – also einem 3,5 Millimeter Klinkenanschluss oder einem USB-Anschluss.

Analog
Klinkenanschluss

Die analoge Anschlussart funktioniert generell mit einem 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, den Sie an die passende Stelle des AudiogerĂ€ts anstecken. Dabei ĂŒbernimmt das AudiogerĂ€t – PC, Smartphone, Konsole – die Klangveredelung. Herkömmliche PCs nutzen hierfĂŒr zum Beispiel die Onboard-Soundkarte. Die Anzahl an Klinkensteckern ist nicht einheitlich. Einige Modelle besitzen je einen dreipoligen 3,5 Millimeter-Klinkenanschluss fĂŒr Lautsprecher und Mikrofon, andere vereinen die Funktion in einem vierpoligen Klinkenstecker. Wiederrum andere haben weitere AnschlĂŒsse fĂŒr zusĂ€tzliche Features wie BassverstĂ€rkung oder Raumklang.

Digital
USB-Anschluss

Bei digitalen Headsets mit USB-Anschluss passiert die Klangverarbeitung im Headset selbst. Dieses Digital-Sound-Processing ermöglicht hĂ€ufig einen besseren Klang als Onboard-Soundchips. Solche Headsets können Sie problemlos per USB am Computer anschließen. Bei manchen Produkten gibt es auch die Möglichkeit, Raumklang und unterschiedliche Klangprofile zuzuschalten.

Welcher kabelgebundene Anschluss ist besser?

Ob ein analoger oder ein digitaler Anschluss die bessere Wahl fĂŒr Sie ist, hĂ€ngt von Ihrem Einsatzgebiet ab. Wenn Sie zum Beispiel ein Headset fĂŒr Ihr Smartphone benötigen können Sie ohne Adapter keinen USB-Anschluss verwenden. Beim PC haben Sie diese EinschrĂ€nkung nicht. FĂŒr eine bessere SoundqualitĂ€t empfiehlt sich in diesem Fall aber – sofern Sie keine zusĂ€tzliche hochwertige Onboard Soundkarte besitzen – ein USB-Anschluss. Bei Konsolen sind ebenfalls die vorhandenen Anschlussmöglichkeiten zu beachten. Sie mĂŒssen sich aber nicht unbedingt fĂŒr eine Anschlussart entscheiden. Bei vielen höherpreisigen Headsets ist es inzwischen möglich, beide AnschlĂŒsse zu nutzen.

Kabellos

GrundsĂ€tzlich gibt es zwei Arten von kabellosen Headsets: Funk-Headsets und Bluetooth-Headsets. Sie unterscheiden sich voneinander durch die Art der Übertragung.

Funk-Headset

Funk-Headsets stellen eine drahtlose Verbindung meist mittels einer 2,4 Gigahertz Funkfrequenz her, da diese sehr stabil ist. HierfĂŒr benötigen die GerĂ€te einen zusĂ€tzlichen Receiver, den Sie in das EndgerĂ€t stecken mĂŒssen – einen USB-Funkstick zum Beispiel. Auf Grund dieser stabilen Verbindung besitzen Funk-Headsets eine Reichweite von mehr als 20 Metern sowie eine gute TonqualitĂ€t.

Funk-Headsets sind vor allem im Gaming Bereich sehr beliebt, da sie fĂŒr geringere Zeitverzögerungen bei der Übertragung als ihre Bluetooth-Kollegen bekannt sind. Hinter dem Begriff „Wireless-Gaming-Headset“ steckt meistens ein Funk-Headset mit USB-Dongle. SteelSeries hat zum Beispiel ein Wireless-Gaming-Headset herausgebracht, dass Sie per USB-C-Dongle selbst am Smartphone anschließen können. Prinzipiell lĂ€sst sich ein Funk-Headset mit zusĂ€tzlichen Adaptern aber an jedes EndgerĂ€t anschließen, sofern der Nutzer das Geld hierfĂŒr ausgeben möchte.

Bluetooth Headset

Bluetooth ist eine standardisierte, digitale Funk-Schnittstelle. Bluetooth-Headsets haben mit etwa zehn Metern eine geringere Reichweite als Funk-Headsets; ihre Akkulaufzeit hingegen kann abhĂ€ngig vom Modell um einiges lĂ€nger sein. Bluetooth-Headsets sind mit den meisten EndgerĂ€ten kompatibel: Die Technologie gehört inzwischen zur StandardausrĂŒstung von Smartphones, Computern und mehr. Deshalb verwenden kabellose Headsets fĂŒr Smartphones generell Bluetooth. Um langfristige KompatibilitĂ€t zu garantieren, empfehlen wir Bluetooth-Varianten ab Version 4.0 – solange diese Version mit ihren EndgerĂ€ten nutzbar ist. Vorherige Bluetooth-Versionen sind aufgrund potenzieller SicherheitslĂŒcken generell nicht zu empfehlen.

Begriffsherkunft: Bluetooth

Der Begriff leitet sich von einem dĂ€nischen König ab. König Harald Blauzahn – Harald Bluetooth – vereinte im zehnten Jahrhundert verfeindete Teile DĂ€nemarks und Norwegens. Der Begriff Bluetooth ehrt also diese herausragende KommunikationsfĂ€higkeit. Im Logo findet sich der Wikingerkönig ebenfalls wieder – eine gestauchte Variante seiner Initialen in Runen-Schreibweise.

Was ist besser – kabellos oder kabelgebunden?

Auch das hĂ€ngt vom EndgerĂ€t und Einsatzgebiet ab – und natĂŒrlich von den persönlichen PrĂ€ferenzen. Manche Gamer schwören auf die volle Bewegungsfreiheit von Wireless-Gaming-Headsets, andere fĂŒrchten Zeitverzögerungen bei der Übertragung. Das sind aber kaum spĂŒrbare Millisekunden. Im Gegensatz zum Bluetooth-Headset brauchen Sie sich bei einer kabelgebundenen Version aber nicht um den Akkuverbrauch sorgen. Wenn Sie allerhöchste AnsprĂŒche an den Klang haben und Musik von hochwertigen Quellen wie CDs oder FLAC-Dateien hören, sollten Sie ein kabelgebundenes Headset wĂ€hlen. FĂŒr BĂŒro oder Freisprechanlage eignet sich ein kabelloses Headset aufgrund der Reichweite und Bewegungsfreiheit sehr gut. So können Sie auch anderen TĂ€tigkeiten nachgehen, ohne an ein Kabel gebunden zu sein. Zudem ist die bestmögliche SoundqualitĂ€t nicht notwendig, wenn Sie das Headset ausschließlich zum Telefonieren verwenden.

NĂŒtzliche Ausstattung fĂŒr Headsets

Ihr neues Headset muss keine ewig lange Ausstattungsliste besitzen. Eine gewisse Grundausstattung verbessert Ihr Nutzererlebnis aber merklich. Ausgefallene Zusatz-Features und Innovationen, zum Beispiel sogenannter 7.1-Surround-Sound oder eine Beleuchtung sind nicht unbedingt notwendig, das Mikrofon stumm stellen zu können, oder eine simple LautstÀrkeregelung sind hingegen sehr praktische Funktionen.

Zudem werben viele Hersteller mit Noice-Cancelling-Technologien zugunsten einer vollstĂ€ndigen RauschunterdrĂŒckung. Die Umsetzung ist aber von Headset zu Headset verschieden. RauschunterdrĂŒckung bedeutet insbesondere bei preiswerten GerĂ€ten oft, dass einige Frequenzbereiche, die fĂŒr menschliche Stimmen ungewöhnlich sind, mit elektronischen Filtern unterdrĂŒckt werden. Dies ist aber nur bedingt effizient, da die Technologie generell nicht zwischen den Sprechenden und anderen GerĂ€uschquellen unterscheiden kann. Unbedingt notwendig sind Headsets mit RauschunterdrĂŒckung somit nicht.

Wenn Sie Ihr Headset mehrere Stunden am Tag auf dem Kopf tragen, dann muss es aber vor allem gut sitzen. Egal wie schön es aussieht, wenn Ihre Ohren schwitzen oder der Druck der Ohrpolster nicht optimal ist, werden Sie auf Dauer keine Freude mit Ihrem Produkt haben.

Features fĂŒr eine komfortable Bedienung

Wer sein Headset einfach und komfortabel bedienen möchte, sollte auf Aspekte wie LautstĂ€rkeregler oder Stummschaltung nicht verzichten. Mit einem LautstĂ€rkeregler können Sie die LautstĂ€rke komfortabel einstellen – entweder mittels Kabelverbindung oder einer Bedientaste am Ohr. So mĂŒssen Sie nicht erst die LautstĂ€rkeregelung am EndgerĂ€t abrufen. Das ist vor allem im Gaming-Bereich sehr praktisch, da es den Spielverlauf weniger stört.

Das Mikrofon stumm schalten zu können, ist hilfreich, sobald sich andere Personen im Raum befinden. Andernfalls hören diejenigen am anderen Ende, was Sie mit Freunden, Familie oder Arbeitskollegen besprechen. Steuertasten fĂŒr die Wiedergabe an sich, erleichtern die Bedienung ebenfalls. Gemeinsam mit dem LautstĂ€rkeregler und der Stummschaltung sind diese entweder auf einer Fernbedienung am Kabel oder direkt an der Kopfhörermuschel.

Praktische Bauweise

Auch bei der Bauweise und dem Design des Headsets gibt es einige Ausstattungsmerkmale, die Ihr Leben erleichtern können. Wenn Sie ihr Headset wie einen klassischen Kopfhörer zum Musik hören oder Filme gucken verwenden, erleichtert ein abnehmbares Mikro den Gebrauch im Alltag. Andernfalls haben Sie immer das Mikrofon vor dem Mund oder senkrecht Richtung Kopf gedreht, obwohl sie es ĂŒberhaupt nicht benötigen.

DarĂŒber hinaus bieten einige GerĂ€te drehbare Ohrmuscheln an, andere lassen sich kompakt zusammenfalten. Drehbare Ohrmuscheln dienen dem sogenannten Ein-Ohr-Monitoring. Wenn Sie einem GesprĂ€ch in Ihrer NĂ€he lauschen möchten, können Sie eine Ohrmuschel drehen und mit dem freigelegten Ohr zuhören. Das andere Ohr widmen Sie dann zum Beispiel dem Spielgeschehen. HĂ€ufiger finden Sie aber Headsets, die sich zusammenfalten oder -klappen lassen. Zum Transportieren sind sie sehr praktisch: Das Headset ist platzsparend und passt dadurch bequem in Ihre Tasche.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Headset-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Das Computermagazin CHIP hat den Gaming-Headset-Test des US-Testportals Wirecutter fĂŒr den deutschen Raum ĂŒbersetzt. Bei diesem Headset-Test siegte das HyperX Cloud Alpha, das ab etwa 90 Euro zu kaufen ist. Die Tester empfanden es auch ĂŒber lange ZeitrĂ€ume hinweg als angenehm und komfortabel. Den zweiten Platz im Headset-Vergleich erreichte das Sennheiser GSP 300 fĂŒr rund 80 Euro. Zwar empfanden Testteilnehmer mit großen Köpfen den Kopfhörer als unangenehm, dafĂŒr war das Mikrofon um einiges besser als beim Testsieger Cloud Alpha. Die empfohlenen Gaming-Headsets befinden sich in der mittleren Preisklasse.

Auch fĂŒr Bluetooth-Headsets gibt es auf CHIP einen Wirecutter-Vergleich, der zuletzt in 2019 ĂŒberarbeitet wurde. Der Test thematisiert die besten Headsets zum Telefonieren. Das beste Bluetooth-Headset in diesem Test ist das Plantronics Voyager 5200 fĂŒr ungefĂ€hr 80 Euro. Die Tester bezeichneten das Modell als das „beste Mono-Bluetooth-Headset fĂŒrs Telefonieren“. Der Sitz war komfortabel und das Audio in unterschiedlichen Umgebungen klar. Die KlangqualitĂ€t kam ebenfalls gut an. Der Akku hielt zudem einer GesprĂ€chszeit von 5 Stunden und 40 Minuten stand. Den zweiten Platz sicherte sich ebenfalls Plantronics: mit dem Voyager 3200. Ein konventionelles In-Ear Design, klares Audio in ruhigen Umgebungen sowie eine Akkulaufzeit von sechs Stunden zeichnen dieses Modell aus. Mit einem Preis von rund 90 Euro ist das Voyager 3200 sogar teurer als der Testsieger. Der Preis-Leistungssieger ist das Jabra Talk 2 fĂŒr ungefĂ€hr 20 Euro: Komfort und AudioqualitĂ€t sind akzeptabel – das Mikrofon sogar besser als die von vielen Stereo-Bluetooth Kopfhörern fĂŒr 70 Euro.

Einen Test, um das beste Wireless-Gaming-Headset zu ermitteln, hat CHIP selbst durchgefĂŒhrt. Die sechs Empfehlungen des Computermagazins umfassen Headsets der unteren, mittleren und höheren Preisklasse. Das preiswerteste Headset – das Logitech G933 Artemis Spectrum – können Sie fĂŒr ungefĂ€hr 120 Euro kaufen; das GerĂ€t mit dem höchsten Preis im Test war das Astro A50 Wireless fĂŒr circa 300 Euro. Das Logitech G933 Artemis Spectrum ist ein Allrounder mit guten Klangeigenschaften; das Astro A50 Wireless hat den besten Sound. Die beiden Modelle Plantronics RIG 800LX und RIG 800HD fĂŒr ungefĂ€hr 170 Euro eignen sich fĂŒr Personen, die ihr Modell sowohl mit der Konsole als auch mit dem PC nutzen möchten. Das Razer Thresher Ultimate fĂŒr 250 Euro, sowie das Razer ManO’War fĂŒr 170 Euro, eignen sich CHIP zufolge fĂŒr seriöse Gamer, die nur gelegentlich Headsets nutzen, sowie ambitionierte Einsteiger. Das preiswertere Razor ManO’War bietet interessanterweise die besseren Sound-Optionen.

Die Computerzeitschrift PC-WELT hat Ende 2019 ebenfalls einen Gaming-Headset-Vergleich durchgefĂŒhrt. Die Tester krönten das Corsair Virtuose RGB Wireless SE fĂŒr rund 200 Euro zum Testsieger. Das Modell ĂŒberzeugte mit seinem Klang, der Optik sowie dem Funktions- und Lieferumfang. Die flexible Anbindung per Klinke, per USB- und sogar mittels Wireless-Anschluss hat PC-WELT vollstĂ€ndig ĂŒberzeugt. Zudem war die drahtlose Verbindung fast latenz- und störungsfrei. Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Sharkoon Skiller SGH3 fĂŒr ungefĂ€hr 50 Euro. Mit seinem Zugband passt sich das Headset zum einen an verschiedene Kopfformen an, zum anderen schirmt es AußengerĂ€usche gut ab. Es verfĂŒgt zum einen ĂŒber einen Klinkenanschluss, zum anderen ĂŒber eine zusĂ€tzliche USB-Soundkarte, die am Kabel verbaut ist. Mit dieser Soundkarte sind mittels Fernbedienung Profile fĂŒr Filme und Musik sowie virtueller Raumklang möglich. Zudem ist das Mikrofon den Testern zufolge problemlos abnehmbar.

Der Gaming-Headset-Test des Magazins COMPUTER BILD – ebenfalls Ende 2019 erschienen – umfasst neun Modelle zwischen 30 und 210 Euro. Der Testsieger ist das Logitech Pro X fĂŒr PC und Xbox One fĂŒr ungefĂ€hr 100 Euro. Die KlangqualitĂ€t und der Tragekomfort sowie das umfassende Zubehör ĂŒberzeugten die Redakteure vollstĂ€ndig. Das Razer Kraken X sticht mit einem Preis von rund 60 Euro als Preis-Leistungssieger hervor; es besitzt eine hohe KlangqualitĂ€t und ein gutes Mikro. DafĂŒr sind die Ohrhörer etwas klein und das Anschlusskabel kurz.

Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat bislang keinen Headset-Vergleich durchgefĂŒhrt. Seit Februar 2020 gibt es aber einen Bluetooth-Kopfhörer-Test. Da Bluetooth-Headsets als Kopfhörer mit Mikrofon einen Ă€hnlichen Funktionsumfang besitzen, dient dieser Test Ihnen möglicherweise als zusĂ€tzliche Orientierung beim Kauf.