Schwimmbrille

Die 7 besten Schwimmbrillen im Vergleich

Produktdetails
Material
Gewicht
Maße
UV-Schutz
Elastisches Kopfband
Vorteile

Schwimmbrille-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Schwimmbrillen eignen sich sowohl fĂŒr Freizeit- als auch fĂŒr Wettkampfschwimmer.
  • KĂ€ufer sollten vor allem auf die richtige Passform achten.
  • Es gibt drei verschiedene Typen an Schwimmbrillen: Saugnapfbrillen, Schwedenbrillen und Schwimmmasken.
  • Schwimmbrillen sorgen fĂŒr eine gute Sicht unter Wasser und schĂŒtzen die Augen vor Bakterien sowie Keimen.
  • Eine Anti-Beschlag-Beschichtung und ein verstellbarer Nasensteg sind empfehlenswert.

Die Zwecke einer Schwimmbrille sind vielseitig

Normale Brillen sind dafĂŒr zustĂ€ndig, eine Fehlsichtigkeit der Augen auszugleichen. Zudem bieten getönte GlĂ€ser Schutz vor UV-Strahlen, die das Auge schĂ€digen können. Unter Wasser funktioniert die Sehkraft noch einmal anders. Das menschliche Auge kann prinzipiell zwar etwas sehen, aber die Bilder unter Wasser erscheinen im wahrsten Sinne des Wortes verschwommen. Das liegt an dem Brechungsindex, an den sich die Augen nicht anpassen können. Unsere Augen besitzen nicht die Möglichkeit, eine SehschĂ€rfe einzustellen. Setzen Schwimmer oder Taucher eine Brille vor die Augen, sodass zwischen Auge und Wasser ein Luftraum entsteht, ist die Brechkraft erhalten und wir sehen besser.  

Um also im Wasser eine gute Sicht zu haben, nutzen Schwimmer extra dafĂŒr konzipierte Brillen, die das Auge an das Element adaptieren. Eine Schwimmbrille hilft nicht nur dabei, unter Wasser besser zu sehen, sondern sie schĂŒtzt die Augen auch vor Reizungen, die durch Chlor oder Salzwasser ausgelöst werden können. Jeder Schwimmer hat folgendes Szenario mit Sicherheit schon einmal erlebt: Nach dem Training erscheint die weiße Augenhaut, auch Lederhaut genannt, rötlich.

Die Augen fĂŒhlen sich trocken an und jucken manchmal sogar. Rote und brennende Augen gehören mit der Nutzung einer Schwimmbrille der Vergangenheit an. NatĂŒrlich hĂ€lt eine Schwimmbrille auch dementsprechend Bakterien, Keime und sonstige fĂŒr die Augen schĂ€dliche Kleinstpartikel fern.

FĂŒr die richtige Wahl einer Schwimmbrille ist der Verwendungszweck ganz entscheidend. FĂŒr Wettkampf-Schwimmer, Triathleten oder Hobby-Sportler eignen sich unterschiedliche Brillen-Modelle.

Bekannte Marken

Arena | Zoggs | Speedo | Cressi | Aqua Sphere | Limuwa | Sportastisch

Was ist der Unterschied zwischen Schwimm- und Taucherbrille?

Schwimmbrillen sind nicht mit Taucherbrillen, auch Tauchermasken genannt, zu verwechseln. Tauchermasken dichten im Gegensatz zu Schwimmbrillen die Nase mit einem Nasenerker ab. Die Nase ist im Luftraum der Brille miteingeschlossen, weil Taucher unter Wasser einen Druckausgleich vornehmen, sofern sie mehr als 1,5 Meter tief tauchen. Die Masken verfĂŒgen aufgrund ihrer Form und GrĂ¶ĂŸe ĂŒber einen großen Strömungswiderstand. Diesen hohen Widerstand haben Schwimmbrillen nicht, sie zeichnen sich durch ihre kleine und leichte Form aus. Schwimmbrillen verfĂŒgen ĂŒber einen Nasensteg, der die Nase nicht einschließt. Mit einer normalen Schwimmbrille können Schwimmer bis maximal zwei Meter tief tauchen. FĂŒr tiefere TauchgĂ€nge sind die Brillen definitiv nicht geeignet. Die einzige AktivitĂ€t, fĂŒr die Nutzer theoretisch beide Brillenarten nutzen könnten, ist das Schnorcheln, wobei sich hierfĂŒr andere Brillen mit einem integrierten Schnorchel viel besser eignen.     

Drei verschiedene Brillentypen

Je nachdem, fĂŒr welche SchwimmaktivitĂ€ten Sie die Brille einsetzen, sollten Sie sich fĂŒr ein bestimmtes Modell entscheiden. Informieren Sie sich daher vor der Kaufentscheidung ĂŒber die drei Kategorien von Schwimmbrillen-Typen. Die Kosten variieren zwischen mindestens 5 und circa 100 Euro. Das sind die jeweiligen Vor- und Nachteile der drei verschiedenen Brillentypen – Saugnapfbrille, Schwedenbrille und Schwimmmaske:

Saugnapfbrille

Die Saugnapfbrille ist sowohl fĂŒr Freizeitschwimmer als auch fĂŒr Triathleten empfehlenswert. Sie eignet sich außerdem gut fĂŒr lange Trainingseinheiten oder spĂ€ter fĂŒr den Triathlon, auf den lange hingearbeitet wurde. Das gilt auch fĂŒr freie GewĂ€sser. Sie ist der Allrounder unter den Schwimmbrillen. Ihr Rand beziehungsweise die Dichtung besteht aus weichem Silikon. Die Anpassung an den Kopf und die Gesichtsform funktioniert problemlos. Es besteht manchmal allerdings die Möglichkeit, dass die Brille bei einem Startsprung ins Wasser verrutscht, weil sie mit dem weichen Rand auf den Augenhöhlen sitzt.

Vorteile
  • Vielseitig einsetzbar
  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Kopfanpassung
Nachteile
  • Rutschgefahr

Schwedenbrille

Die Schwedenbrille eignet sich besonders fĂŒr Wettkampfschwimmer und Triathleten. Sie verfĂŒgt ĂŒber eine grĂ¶ĂŸere HĂ€rte hinsichtlich des Materials und der Anpassung. Zwei Schalen aus Hartplastik, ein GummibĂ€ndchen und ein Schlauch aus Plastik gehören zum Lieferumfang. Eine hochwertige Schwedenbrille sitzt auch nach dem Startsprung ins Becken sowie bei der Wenderolle absolut fest auf den Augenhöhlen. Schwimmer mĂŒssen sich möglicherweise erst an das Tragen gewöhnen, da die Brille keine Polsterung, also keinen Silikonrand, besitzt. Das Tragen ist eventuell anfangs etwas unkomfortabel.

Vorteile
  • StrömungsgĂŒnstige Form
  • Fester Sitz
  • Weites Sichtfeld
  • StrapazierfĂ€hig
Nachteile
  • Unkomfortables Tragen
  • GewöhnungsbedĂŒrftig
  • Wenige fĂŒr lange Distanzen im Freiwasser geeignet

Schwimmmaske

Schwimmmasken nutzen Freizeitschwimmer, Freiwasserschwimmer und auch Triathleten. Dieser Schwimmbrillen-Typ Ă€hnelt einer Taucherbrille am meisten, da er grĂ¶ĂŸere Brillenschalen besitzt als die anderen zwei Schwimmbrillen-Typen. Die Ähnlichkeit bezieht sich allerdings lediglich auf die Optik und nicht auf die Einsatzmöglichkeiten. Ein breiter Silikonrand bietet einen festen Sitz an Stirn und Wangenknochen. Die Schwimmmaske sitzt also nicht direkt auf den Augenhöhlen. So punktet dieses Modell mit besonders hohem Tragekomfort.    

Vorteile
  • Komfortables Tragen
  • blockquote
  • Sehr weicher Silikonrand
  • Weites Sichtfeld
  • Gut fĂŒr AnfĂ€nger und Kinder
Nachteile
  • Rutschgefahr

blockquote

Weitere Brillentypen

Neben den vorgestellten gĂ€ngigen Brillentypen finden Sie auch spezielle Brillen, die auf bestimmte BedĂŒrfnisse abgestimmt sind. Denn auch Kinder, Allergiker oder Menschen mit einer SehschwĂ€che möchten maximalen Komfort wĂ€hrend des Schwimmens erfahren.

Schwimmbrillen fĂŒr Kinder 

Kinder-Schwimmbrillen sind hingegen einer ersten Erwartung tatsĂ€chlich grĂ¶ĂŸer als die der Erwachsenen. Eine Kinder-Brille muss aus zweierlei GrĂŒnden grĂ¶ĂŸer sein. Erstens besitzen Kinder nicht dieselben motorischen FĂ€higkeiten wie Erwachsene und sind daher noch nicht in der Lage, kleine Brillen entsprechend handzuhaben. Zweitens entsteht angeblich bei kleinen Brillen ein höherer Druck auf die Augen, was es bei Kindern unbedingt zu vermeiden gilt. Die Hersteller informieren in der Regel darĂŒber, ab welchem Alter das jeweilige Produkt genutzt werden sollte.

Gibt es Schwimmbrillen mit SehstÀrke?   

Wer an Land zu den BrillentrĂ€gern gehört, benötigt möglicherweise auch fĂŒrs Wasser eine Sehhilfe. DafĂŒr bieten Hersteller optische Schwimmbrillen mit SehstĂ€rke fĂŒr Erwachsene und Kinder an. Diese verfĂŒgen ĂŒber eine bestimmte Dioptrien-Zahl und gleichen mit speziellen GlĂ€sern – wie bei einer normalen Brille – die SehschwĂ€che auch unter Wasser aus. Der Nachteil ist allerdings, dass diese GlĂ€ser mehr fĂŒr kurzsichtige Personen Sinn machen. Einige Hersteller bieten aber Spezial-Anfertigungen fĂŒr Weitsichtige an. Leider steigen hier auch die Kosten.

Kotaktlinsen im Schwimmbecken

Sitzt die Schwimmbrille perfekt, können Sie darunter auch Kontaktlinsen tragen. Empfehlenswert sind Tageslinsen, falls eine Linse doch mal verloren geht.  

Schwimmbrille fĂŒr Allergiker

Anti-Allergene Schwimmbrillen sitzen in der Regel nicht direkt auf den Augenhöhlen. Sie meiden den Kontakt mit dieser besonders empfindlichen Gesichtspartie und sind zudem latexfrei. Oftmals verfĂŒgen sie ĂŒber eine Dichtung aus Neopren- oder Silikonmaterial. Sollte es dennoch zu Haut-Irritationen rund ums Auge kommen, kontrollieren Sie, ob das Brillenband eventuell zu eng gebunden ist.

Die wichtigsten Kaufkriterien

Treffen Sie vor dem Kauf die Entscheidung, fĂŒr welche Zwecke Sie die Schwimmbrille nutzen möchten. Wettkampfschwimmer legen beispielsweise Wert auf ein weites Sichtfeld und einen sehr festen Sitz. Freizeitschwimmer bevorzugen manchmal große Augenschalen, die mit einem Silikonrand ausgestattet sind. Freiwasser-Schwimmer legen eventuell den Fokus auf eine Tönung in der Brille, um sich vor Sonneneinstrahlung zu schĂŒtzen. Triathleten schauen auf den optimalen Wasserwiderstand. In allen FĂ€llen zĂ€hlen eine perfekte Passform und die richtigen GlĂ€ser zu den wichtigsten Kriterien. 

Welche Passform ist die richtige?

Eine neue Schwimmbrille muss perfekt sitzen und absolut wasserdicht sein. Um herauszufinden, welche Brille die richtige ist, ist ein Anprobieren empfehlenswert. Der sogenannte Ansaugtest, bei dem Schwimmer die Brille auf die Augen drĂŒcken, gibt Aufschluss darĂŒber, ob die Form passt. Bei diesem Trocken-Test darf die Brille zwecks des entstehenden Unterdrucks nicht vom Gesicht fallen, sondern sollte ohne den Einsatz des Brillenbandes an Ort und Stelle bleiben, zumindest fĂŒr einige Sekunden. Der Druck rund um die Augen wird idealerweise als angenehm empfunden. Viele Brillen bieten außerdem Verstellmöglichkeiten an Kopfband und Nasensteg. Manche Brillen-Modelle erhalten KĂ€ufer nur in einer einheitlichen Standard-GrĂ¶ĂŸe, andere gibt es in unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen – oder auch extra fĂŒr Frauen. Hersteller speedo wirbt beispielsweise mit Schwimmbrillen fĂŒr Frauen und Kinder, die extra auf schmale Gesichter angepasst sind.  

Diese BrillenglÀser gibt es

GlĂ€sertönungen oder -verspiegelungen können sinnvoll sein, wenn Schwimmer extremen LichtverhĂ€ltnissen ausgesetzt sind. FĂŒrs Indoor-Schwimmen eignen sich klare BrillenglĂ€ser oder solche in den FĂ€rbungen Lila sowie Hellblau. FĂŒrs dunkle Freiwasser verwenden Schwimmer am besten gelbe oder orangefarbene GlĂ€ser. Outdoor-Schwimmen in praller Sonne erfordert verspiegelte oder dunkle (braune, blaue, graue) GlĂ€ser. Schwimmen Sie hĂ€ufig draußen in der Sonne, achten Sie auf einen UV-Schutz. Die jeweiligen Brillentypen sind in vielen Farben verfĂŒgbar.

Polarisierte GlÀser

Diese GlĂ€ser bevorzugen Wassersportler, die hĂ€ufig in sehr hellen LichtverhĂ€ltnissen trainieren. Polarisierte GlĂ€ser bieten einen sehr guten Blendschutz und sind daher sowohl fĂŒr FreigewĂ€sser als auch HallenbĂ€der mit hellem Lichteinfall geeignet.

Verspiegelte GlÀser

SpiegelglĂ€ser reduzieren Blendeffekte und machen das Schwimmen bei hellen LichtverhĂ€ltnissen angenehmer. Sie eignen sich daher fĂŒr FreigewĂ€sser und HallenbĂ€der.

Transparente GlÀser

Wer hĂ€ufig bei eher schwachem Lichteinfall schwimmen geht, sollte transparente GlĂ€ser nutzen. Sie garantieren eine gute Sicht, wenn es dĂ€mmert oder dunkel ist. Sie sind daher ideal fĂŒr den Einsatz in FreigewĂ€ssern und in HallenbĂ€dern mit geringer Lichteinstrahlung.

Blaue GlÀser

Schwimmbrillen mit blauen GlĂ€sern zĂ€hlen zu den Allroundern. Blendschutz bei hellem Licht ist garantiert. Auch bei dunklerer Lichtquelle ist die Sicht gut. Sie sind daher fĂŒr die Nutzung in FreigewĂ€ssern und HallenbĂ€dern prĂ€destiniert.

UV-Schutz

Prinzipiell haben die meisten der qualitativ guten Schwimmbrillen einen UV-Schutz. Schwimmer, die hĂ€ufig draußen im freien GewĂ€sser trainieren, achten am besten auf einen 100-prozentigen UV-Schutz in den Brillenscheiben. Die UV-Strahlung kann ĂŒbrigens fĂŒr die Augen auch dann schĂ€dlich sein, wenn die Sonne nicht scheint. Im Allgemeinen gilt: Empfindliche Augen benötigen maximalen Schutz. In HallenbĂ€dern ist ein UV-Schutz jedoch nicht notwendig. Bedenken Sie allerdings, dass viele HallenbĂ€der auch einen Außenpool haben. VerfĂŒgt die Schwimmbrille ĂŒber einen UV-Schutz, können Sie guten Gewissens zwischen Innen- und Außenbecken hin und her wechseln.

Achtung: Ist ein UV-Filter enthalten?

Die Tönung der GlĂ€ser sagt nichts ĂŒber den UV-Schutz der Brille aus. Die FĂ€rbungen verhelfen nur zu einer verbesserten Sicht im Wasser. Achten Sie bei Bedarf auf eine separate Angabe.

Was kann die Anti-Beschlag-Beschichtung?

Diese spezielle Beschichtung, auch Anti-Fog-Beschichtung genannt, befindet sich wie bei guten Skibrillen auf der Innenseite der BrillenglĂ€ser. Sie dient dazu, dass die Schwimmbrille aufgrund des Temperaturunterschiedes zwischen Brille und Gesicht nicht beschlĂ€gt. Dass Beschlagen sehr lĂ€stig sein kann, kennen alle BrillentrĂ€ger nur zu gut. Allerdings ist die Schicht Ă€ußerst sensibel und kann beim SĂ€ubern schnell geschĂ€digt werden. Daher dĂŒrfen Sie Brillen mit Anti-Beschlag-Schicht nicht mit der Hand oder mit TĂŒchern auswischen. Nutzer spĂŒlen die Brille mit klarem Wasser aus und lassen sie anschließend lufttrocknen. Qualitativ gute GlĂ€ser sollten außerdem kratzfest sein.   

Nasensteg

Die Schwimmbrille muss nicht nur rund um die Augen perfekt sitzen, sondern auch auf der Nase einen angenehmen Tragekomfort bieten. Manche Modelle besitzen einen festen Nasensteg, auch NasenbrĂŒcke genannt, andere sind verstell- oder sogar austauschbar. Ist der Nasensteg fix, lĂ€sst sich der GlĂ€ser-Abstand zwischen den Augen nicht verstellen. Das kann gegebenenfalls dazu fĂŒhren, dass die Brille Wasser durchlĂ€sst.

Der Vorteil bei verstellbaren NasenrĂŒcken ist demnach, dass der Abstand genau auf das Gesicht angepasst werden kann – je nach Bedarf enger oder weiter. Einige Modelle verfĂŒgen ĂŒber NasenrĂŒcken in unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen zum Austauschen. Bei Schwimmmasken sind die Nasenstege immer fest. Bei Schwedenbrillen stellen Schwimmer die NasenbrĂŒcke wĂ€hrend des Zusammenbauens am Anfang ein. In den meisten FĂ€llen lassen sich jedoch im Nachhinein noch Änderungen vornehmen.

Verschluss

Ein verstellbarer Verschluss am Kopf ist besonders wichtig, um den Sitz der Brille richtig einzustellen. Die meisten Modelle verfĂŒgen ĂŒber ein durchgehendes Band. Badehauben-TrĂ€ger sind in der Regel damit zufrieden. Schwimmen Sie jedoch mit offenen Haaren, ist ein Klickverschluss empfehlenswert. Das Band muss hier nicht ĂŒber den Kopf gezogen werden, sondern wird einfach am Hinterkopf zusammengeklickt. Einige Schwimmbrillen punkten mit einem Schnellverschluss. Mit diesem Verschluss funktioniert das Verstellen am einfachsten.

Wasserwiderstand

Je besser die Schwimmtechnik, desto geringer der Wasserwiderstand. Schwimmer beeinflussen jedoch auch mit ihrem Equipment, also auch der Brillenauswahl, den Widerstand im Wasser. Schwimmprofis wĂ€hlen daher in der Regel sehr kleine Schwimmbrillen, um den Widerstand so gering wie möglich zu halten. FĂŒr Gelegenheitsschwimmer ist dieses Kriterium weniger von Bedeutung. Schwimmmasken besitzen aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe einen grĂ¶ĂŸeren Widerstand als die kleineren Saugnapfbrillen oder die Schwedenbrillen.

Design

Nicht ganz unbedeutend ist fĂŒr einige Schwimmer das Design der Brille. Auch wenn die meisten Schwimmbrillen generell schlicht, sportlich gestaltet sind, gibt es manche Modelle in verschiedenen Farben. Insbesondere Kinderbrillen kommen oft im farbenfrohen Design daher. Allerdings ist es empfehlenswert, zuerst auf die richtige Passform zu achten, und dann auf Designaspekte zu achten.

Hilfreiche Tipps fĂŒr die Nutzung

Vor der ersten Anwendung sollten Sie mögliche spezifische Anwendungshinweise beachten. Erfahrene Schwimmprofis wissen das, dieser Hinweis gilt vor allem fĂŒr Einsteiger- beziehungsweise Freizeitschwimmer. Einige Brillen benötigen beispielsweise eine gesonderte Pflege oder dĂŒrfen innenseitig keinesfalls mit den HĂ€nden berĂŒhrt werden.

Empfindliche Beschichtung

Alle Schwimmbrillen sollten vorsichtig gereinigt werden. Vor allem die Innenseiten der GlĂ€ser sind empfindlich, daher verwenden Sie nach dem Schwimmtraining klares, kaltes oder lauwarmes Wasser, um Chlor oder SalzrĂŒckstĂ€nde abzuwaschen. Das gilt insbesondere fĂŒr Brillen mit Anti-Fog-Beschichtung, diese könnte bei Reibung und BerĂŒhrung schnell zerkratzt werden. Nutzen Sie auch nicht die Finger, um RĂŒckstĂ€nde auf den Innenseiten der GlĂ€ser wegzuwischen. TĂŒcher sind ebenso tabu! Ein leichtes SchĂŒtteln der Brille hilft beim Trocknen.

Was mache ich, wenn die Schwimmbrille beschlÀgt?

Antibeschlag-Beschichtungen beugen diesem Problem vor. BeschlĂ€gt die Schwimmbrille dennoch, sollten Sie die Innenseite auf keinen Fall mit den Fingern berĂŒhren oder mit einem Tuch reiben. TatsĂ€chlich hilft ein wenig Spucke, um den Beschlag zu entfernen. Warum? Unsere Spucke enthĂ€lt neben Proteinen und Enzymen sogenannte Mucine. Diese Schleimsubstanz bildet eine Art Schutzfilm, an dem die kondensierten Tropfen abperlen. Also: Spucken Sie auf die Innenseiten der GlĂ€ser, spĂŒlen Sie sie mit Wasser aus und setzen Sie die Brille wieder auf.

Temperaturausgleich herstellen

Ein weiterer Trick, um das Beschlagen der Brille von vornerein zu vermeiden, ist ein Temperaturausgleich. Denn die Schwimmbrille beschlĂ€gt in der Regel nur dann, wenn der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite zu groß ist. Tauchen Sie vor dem Aufsetzen der Schwimmbrille den Kopf einmal unter Wasser und setzen Sie dann erst die Brille auf. So nĂ€hert sich die Temperatur des Kopfes an die Temperatur des Wassers an.

Schwimmbrille im Etui aufbewahren

Normalerweise liefern die Hersteller Schwimmbrillen zusammen mit einem passenden Etui. In diesem sollten Schwimmer ihre Brille auch immer aufbewahren, wenn sie sie gerade nicht benutzen. Am besten eignen sich Hartetuis fĂŒr die Aufbewahrung. Sie bieten den besten Schutz vor Kratzern und anderen Ă€ußeren EinflĂŒssen.

Keine Seife verwenden

Das Reinigen der Schwimmbrille mit Seifen ist tabu. Seifen und andere SpĂŒlmittel können die GlĂ€ser und die eventuell vorhandene Anti-Fog-Beschichtung langfristig schĂ€digen.

Keine chemischen Reiniger benutzen

Die Nutzung von KlarspĂŒler oder SpĂŒlmittel kann nicht nur die Schwimmbrille beschĂ€digen, sondern bei Augenkontakt auch die Augen reizen!

Wie setze ich die Schwimmbrille richtig auf?

Ähnlich wie bei einer ersten Anpassung von Schwimmbrillen funktioniert auch das Aufsetzen. Schwimmer drĂŒcken zuerst die Augenschalen leicht auf die Augenhöhlen und richten sie korrekt aus. Danach fĂŒhren sie das Band ĂŒber den Kopf oder klicken den Verschluss zusammen. Ziehen Sie das Brillenband erst fest, wenn es in optimaler Position sitzt. Idealerweise sitzt das Band horizontal. Die Reihenfolge ist sinnvoll, da Schwimmer so ein ZurĂŒckzippen der Schwimmbrille vermeiden. Wer einen sehr festen Sitz der Brille bevorzugt, trĂ€gt sie unter einer Badekappe. Das Absetzen lĂ€uft im Prinzip in umgekehrter Reihenfolge. Nach dem Training lösen Sie zuerst das Band hinter dem Kopf oder öffnen den Klickverschluss und lösen danach die Augenschalen von den Augenhöhlen. Das Verletzungsrisiko bleibt bei diesem Vorgang so gering wie möglich.

Tipp fĂŒrs Aufsetzen einer Schimmmaske

Besitzen Schwimmer eine Schwimmmaske, die aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe und der Passform nicht von allein an der Gesichtspartie haften bleibt, nehmen Sie eine Hand zur Hilfe und halten Sie die Brille leicht fest. Ziehen Sie dann das Band ĂŒber den Kopf. Lassen Sie die Augenschalen der Brille dann los und ziehen Sie das Band fest, wenn es korrekt ausgerichtet ist. Diese Vorgehensweise eignet sich ebenso fĂŒr Kinder-Schwimmbrillen.

Diese Probleme können bei Schwimmbrillen auftreten

Vor allem Schwimmbrillen, die nicht ĂŒber eine Anti-Fog-Beschichtung verfĂŒgen, beschlagen schneller. Da aber gleichzeitig bei diesen Modellen die Innenseite nicht ganz so empfindlich ist wie bei den Anti-Beschlag-Produkten ist es möglich, die GlĂ€ser ganz vorsichtig mit einem kleinen Tropfen Duschgel auszuspĂŒlen. Festes Reiben ist aber auch hier nicht zu empfehlen.

Wer eine alte Schwimmbrille besitzt, wird feststellen, dass sich das Kopfband mit der Zeit lockert. Falls dieses noch nicht gÀnzlich abgenutzt ist, ziehen Sie es einfach etwas fester. Sonst besteht die Gefahr, dass beim Schwimmen Wasser in die Brille eindringt.

Falls die Schwimmbrille immer hĂ€ufiger verrutschen sollte, beispielsweise beim Startsprung, ĂŒberprĂŒfen Sie den Sitz der Brille. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, ĂŒber den Kauf einer zweiten Schwimmbrille nachzudenken, die etwas fester sitzt und sich besser fĂŒr StartsprĂŒnge und Wenderollen am Beckenrand eignet.  

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Schwimmbrillen-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Stiftung Warentest veröffentlichte im Jahr 2019 Test-Ergebnisse fĂŒr insgesamt acht Schwimmbrillen. Das Partnermagazin k-Tipp testete die Brillen im Labor hinsichtlich ihrer GlĂ€ser-QualitĂ€t und unterzog sie einem UV-Test.

Im Schwimmbrillen-Test punktete das Modell Kaiman der Marke Aqua Sphere, das zum Preis von circa 18 Euro zu haben ist. Als Testsieger erhielt dieses Produkt die Testnote „sehr gut“. Den zweblockquoteiten Platz erreichte das Modell Nimesis Christal Medium des Herstellers Arena fĂŒr knapp 20 Euro. Die Tester lobten die gute GlasqualitĂ€t, zeigten sich aber kritisch, was das vergleichsweise schnellere Verrutschen des Kopfbandes angeht. 

Als weitere gute Brillen-Modelle bei einem gleichzeitig gĂŒnstigen Preis zeichneten die Tester die folgenden Modelle aus:

  • Speedo Jet
  • Nabaiji X-Base
  • Speedo Futura Plus

Die Fitness-Zeitschrift Fit For Fun unterzog im Jahr 2020 insgesamt sechs Modellen einem Schwimmbrillen-Test. Mit dabei waren folgende Produkte:

  • Arena Cobra Swipe
  • Speedo Fastskin Elite
  • MP (Michael Phelps) K180 Schwimmbrille
  • Aqua Sphere Vista Pro
  • Speedo Aquapure
  • Head Tiger Race

 

Letztendlich konnte das Modell Speedo Fastskin Elite die Redaktion im Test mit dem besten Preis-LeistungsverhĂ€ltnis ĂŒberzeugen. Sie bewertete das Produkt als „Nr. 1 fĂŒr ambitionierte Schwimmer“. Das Produkt kostet ab circa 30 Euro. Doch auch die Head Tiger Race punktete in Sachen Komfort und einem grĂ¶ĂŸeren Sichtfeld. Laut Redaktionstest eignet sich dieses Modell besonders als Allrounder-Brille. Kostenpunkt ist circa 25 Euro.

Teuer ist nicht unbedingt besser

Der Schwimmbrillen-Test der Online-Triathlon-Magazins tri2b.com aus dem Jahr 2018 gibt hilfreiche Tipps zu den verschiedenen Modellen. Elf Test-Schwimmer testeten insgesamt 19 Schwimmbrillen-Modelle von sieben Herstellern in verschiedenen Kategorien. Zu den wichtigsten Test-Kriterien zÀhlten: Sitz, Komfort, Wasserdichte, Handhabung, Verstellmöglichkeit, Sicht, optische Reinheit der Scheiben und Aufbewahrung. Der Praxis-Check ergab in erster Linie, dass die Bewertung von Schwimmbrillen eine subjektive Sache ist, so die Tester. Dennoch veröffentlichten die Tester Kauftipps:

In der Kategorie „Performance- und Komfort“ lobten die Tester die Modelle Zone3 Volare fĂŒr knapp 40 Euro, Zoggs Predator Flex Titanium Reactor fĂŒr circa 80 Euro sowie Zoggs Flex Predator fĂŒr circa 30 Euro.

In der Kategorie „Pool- und Wettkampf“ ĂŒberzeugten die Tester die Modelle Finis Ciruit fĂŒr etwa 20 Euro sowie Arena Cobra Ultra Mirror fĂŒr etwa 50 Euro.

In der Kategorie „Schwimm-Masken“ war das Modell Aqua Sphere Vista die einzige im Testfeld vertretene Brille.